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Dokumentenidentifikation DE102004037006A1 31.03.2005
Titel Feststellbremsenanordnung
Anmelder Honda Motor Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kaneko, Syoji, Wako, Saitama, JP;
Honda, Yoshinobu, Wako, Saitama, JP;
Nakaie, Hirokatsu, Wako, Saitama, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 30.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004037006
Offenlegungstag 31.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse F16D 65/10
IPC-Nebenklasse B60T 1/06   B62L 1/00   
Zusammenfassung Es wird eine Feststellbremsenanordnung geschaffen, mit der das Gewicht und die Kosten reduziert werden können, indem der Freiheitsgrad bei der Festlegung einer Bremsengröße erhöht wird. In einer Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die an einem Hinterrad getrennt von einer hinteren Bremse, die eine Fahrbremse bildet, montiert ist, ist in einem ausgesparten Abschnitt (55), der in einem Radkörper (32) des Hinterrades ausgebildet ist, eine Bremstrommel (51) angeordnet, die separat vom Radkörper (32) vorgesehen ist.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Trommelbremsentyp-Feststellbremsenanordnung, die in einem Motorrad oder dergleichen verwendet wird.

Herkömmlicherweise kann in einem Motorrad oder dergleichen z. B. neben einer Fahrbremse, die von einer hydraulischen Scheibenbremse gebildet wird, eine mechanische Feststellbremse vorgesehen sein. Bezüglich einer solchen Feststellbremse ist eine Feststellbremse bekannt, die als Trommelbremse ausgebildet ist, bei der integral eine Bremstrommel auf einem Nabenabschnitt eines Radkörpers eines Rades montiert ist und ein Bremsschuh im Inneren der Bremstrommel montiert ist (siehe z. B. Ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Hei 11(1999)-310184). Andererseits ist ein Montageabschnitt für die Montage einer Bremsscheibe der Fahrbremse und dergleichen ebenfalls integral am Nabenabschnitt des Radkörpers montiert, wobei ein Abschnitt, der vom Montageabschnitt umgeben ist, als Bremstrommel verwendet wird.

Wenn jedoch bei der obenerwähnten herkömmlichen Feststellbremse die Fahrbremse vergrößert wird, um die Fahrleistung eines Fahrzeugs zu verbessern, wird auch die Feststellbremse, die durch die Fahrleistung nicht beeinflusst wird, vergrößert.

Die vorliegende Erfindung wurde hinsichtlich dieser Umstände gemacht, wobei es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Feststellbremsenanordnung zu schaffen, bei der das Gewicht und die Kosten reduziert werden können, indem der Freiheitsgrad bei der Festlegung einer Bremsengröße erhöht wird.

Zum Lösen der obenerwähnten Probleme zielt die in Anspruch 1 beschriebene Erfindung auf eine Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die an einem Rad (in der Ausführungsform z. B. einem Hinterrad 4) getrennt von einer Fahrbremse (in der Ausführungsform z. B. einer hinteren Bremse 6) montiert ist, wobei in einem ausgesparten Abschnitt (in der Ausführungsform z. B. einem ausgesparten Abschnitt 55), der in einem Radkörper (in der Ausführungsform z. B. einem Radkörper 32) des Rades ausgebildet ist, eine Bremstrommel (in der Ausführungsform z. B. eine Bremstrommel 51) angeordnet ist, die als ein Element getrennt vom Radkörper angeordnet ist.

Gemäß diesem Aufbau beeinflussen eine Form des Radkörpers des Rades und eine Form der Bremstrommel einander nicht, so dass der Freiheitsgrad bei der Festlegung einer Bremsengröße der Feststellbremse erhöht werden kann und gleichzeitig der Freiheitsgrad der Form des Radkörpers erhöht werden kann.

Durch Ausbilden des Radkörpers und der Bremstrommel als voneinander getrennte Elemente ist es ferner möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper und der Bremstrommel zu erreichen, wodurch die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad beim Auswählen der Materialien ebenfalls erhöht werden kann. Ferner ist es nicht nötig, den Radkörper zusammen mit der Bremstrommel durch Gießen auszubilden, wobei der Radkörper und die Bremstrommel leicht hergestellt werden können.

Die in Anspruch 2 beschriebene Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bremstrommel austauschbar am Radkörper montiert ist und auf einer Achse (in der Ausführungsform z. B. einer hinteren Achse 30) des Radkörpers unterstützt ist.

Während aufgrund eines solchen Aufbaus der Radkörper und die Bremstrommel einzeln an der Achse montiert werden können, können der Radkörper und die Bremstrommel einzeln von der Achse abgenommen werden.

Die in Anspruch 3 beschriebene Erfindung zielt auf eine Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die auf einem Rad (in der Ausführungsform z. B. einem Hinterrad 104) separat von einer Fahrbremse (in der Ausführungsform z. B. einer hinteren Bremse 6) montiert ist, wobei eine Bremstrommel (in der Ausführungsform z. B. eine Bremstrommel 151), die ein von einem Radkörper (in der Ausführungsform z. B. einem Radkörper 132) des Rades getrenntes Element bildet, vorgesehen ist, und wobei die Bremstrommel austauschbar am Radkörper montiert ist und auf einer Achse (in der Ausführungsform z. B. einer hinteren Achse 30) des Rades unterstützt ist.

Gemäß diesem Aufbau beeinflussen eine Form des Radkörpers des Rades und eine Form der Bremstrommel einander nicht, so dass der Freiheitsgrad bei der Festlegung einer Bremsengröße der Feststellbremse erhöht werden kann und gleichzeitig der Freiheitsgrad der Form des Radkörpers erhöht werden kann.

Durch Ausbilden des Radkörpers und der Bremstrommel als voneinander getrennte Elemente ist es ferner möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper und der Bremstrommel zu erreichen, wodurch die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad beim Auswählen der Materialien ebenfalls erhöht werden kann. Ferner ist es nicht nötig, den Radkörper zusammen mit der Bremstrommel durch Gießen auszubilden, wobei der Radkörper und die Bremstrommel leicht hergestellt werden können.

Während ferner der Radkörper und die Bremstrommel einzeln auf der Achse montiert werden können, ist es möglich, den Radkörper und die Bremstrommel einzeln von der Achse abzunehmen.

Die in Anspruch 4 beschriebene Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bremstrommel in einer Verzahnungspassung zusammen mit dem Radkörper mit der Achse in Eingriff ist.

Auf Grund eines solchen Aufbaus ist es im Vergleich zu einem Fall, in dem der Radkörper und die Bremstrommel z. B. unter Verwendung von Bolzen und Muttern miteinander verbunden sind, möglich, die Bremstrommel und die Achse in einer drehfesten Weise mit dem einfachen Aufbau und in einer kompakten Form zu verbinden.

Die obigen und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden durch die folgende genaue Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlich.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Seitenansicht eines Motorrades gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine Querschnittsansicht längs einer Linie A-A in 1.

3 ist eine vergrößerte Konstruktionsansicht eines wesentlichen Teils, der in 2 gezeigt ist.

4 ist eine Seitenansicht, die den in 2 gezeigten wesentlichen Teil von der linken Seite zeigt.

5 ist eine Seitenansicht, die den in 2 gezeigten wesentlichen Teil von der rechten Seite zeigt.

6 ist eine vergrößerte Konstruktionsansicht entsprechend der 3 in der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Ausführungsformen der Erfindung

Im Folgenden werden in Verbindung mit den Zeichnungen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erläutert.

Ein in 1 gezeigtes Motorrad 1 ist ein Fahrzeug des Roller-Typs mit einem niedrigen Boden 2, bei dem eine vordere Bremse 5 und eine hintere Bremse 6, die jeweils von hydraulischen Scheibenbremsen gebildet werden, an einem Vorderrad 3 und einem Hinterrad 4 als jeweilige Fahrbremsen vorgesehen sind. Das Vorderrad 3 ist schwenkbar an einer vorderen Gabel 7 unterstützt, wobei die vordere Gabel 7 lenkbar und schwenkbar an einem Kopfrohr 11 eines Fahrzeugkarosserierahmens 10 mittels einer Lenksäule 8 unterstützt. Ein Lenker 12 ist an einem oberen Endabschnitt der Lenksäule 8 montiert, wobei Bremshebel 13, die die Betätigungselemente für die hintere Bremse 6 und die vordere Bremse 5 sind, jeweils an den linken und rechten Griffabschnitten des Lenkers 12 angeordnet sind.

Der Fahrzeugkarosserierahmen 10 ist als so genannter Gabeltyp ausgebildet, der ein Hauptrohr 14, das sich im Wesentlichen vom Kopfrohr 11 nach hinten erstreckt, und ein Fallrohr 15 enthält, das sich vom Kopfrohr 11 im Wesentlichen nach unten erstreckt und anschließend gebogen ist und in Longitudinalrichtung etwa in der Mitte des Hauptrohrs 14 verbunden ist. Der Fahrzeugkarosserierahmen 10 ist mit einer Karosserieabdeckung 16 abgedeckt und unterstützt diese Teile. Die Karosserieabdeckung 16 enthält eine innenseitige Abdeckung 16a, eine vordere Schale 16b und einen verdeckten Abschnitt 16c, der hinter der vorderen Schale 16b angeordnet ist und sich in Fortsetzung der vorderen Schale 16b nach hinten unten erstreckt, wobei ein Abschnitt der Karosserieabdeckung 16 den niedrigen Boden 2 bildet. An einer Seite oberhalb und hinter der Karosserieabdeckung 16 sind eine Gegenstandaufbewahrungskammer (in der Zeichnung nicht gezeigt) in der Karosserieabdeckung 16 und ein Fahrersitz 17, der einen Deckelabschnitt der Gegenstandaufbewahrungskammer bildet und geöffnet oder geschlossen werden kann, angeordnet.

Ein vorderer Abschnitt einer Schwingeneinheit 20 ist kippbar und schwenkbar an einem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkarosserierahmens 10 mittels eines Verbindungsmechanismus 18 unterstützt. Die Schwingeneinheit 20 ist als ein integraler Körper ausgebildet, der von einer Maschine 21, die an dessen vorderem Abschnitt vorgesehen ist, und einem Kraftübertragungsmechanismus 22, der an seinem hinteren Abschnitt vorgesehen ist, gebildet wird, wobei das Hinterrad 4 mit einer Abtriebswelle verbunden ist, die am hinteren Abschnitt der Schwingeneinheit 20 vorgesehen ist. Hierbei bezeichnet das Bezugszeichen 22A ein Getriebegehäuse, das den Kraftübertragungsmechanismus 22 enthält. Zwischen dem hinteren Endabschnitt der Schwingeneinheit 20 und dem hinteren Endabschnitt des Fahrzeugkarosserierahmens 10 ist ein Paar eines linken und eines rechten hinteren Dämpfers 23 angeordnet. Hierbei bezeichnet das Bezugszeichen 24 einen Kraftstofftank, während das Bezugszeichen 25 einen Kühler, das Bezugszeichen 26 ein Luftfiltergehäuse, und das Bezugszeichen 27 einen Schalldämpfer bezeichnen.

Wie in 2 gezeigt ist, erstreckt sich die linke Seite des hinteren Abschnitts des Kurbelgehäuses 21A der Maschine 21 nach hinten, wobei das Getriebegehäuse 22A, das den Kraftübertragungsmechanismus 22 enthält, aus diesem Erweiterungsabschnitt und einer Getriebeabdeckung 22B gebildet wird. Eine Zahnradabdeckung 28 ist auf einer rechten Seite des hinteren Abschnitts des Getriebegehäuses 22A montiert, wobei eine hintere Achse 30, die eine Abtriebswelle des Kraftübertragungsmechanismus 22 bildet, drehbar an der Zahnradabdeckung 28 mittels gehäuseseitiger Radialkugellager 31 (im Folgenden als gehäuseseitige Lager bezeichnet) drehbar unterstützt ist. Ferner ist das Hinterrad 4 an der rechten Seite des hinteren Abschnitts des Getriebegehäuses 22A hinter der Maschine 21 angeordnet, wobei durch Verbinden des Hinterrades 4 und der hinteren Achse 30 in einer drehfesten Weise eine Antriebskraft der Maschine 21 mittels des Kraftübertragungsmechanismus 22 auf das Hinterrad 4 übertragen wird.

Ein Radkörper 32 des Hinterrades 4 ist z. B. ein Aluminiumdruckguss-Produkt, das von einem integralen Körper gebildet wird, der aus einem Felgenabschnitt 34, auf dem ein Reifen 33 montiert ist, einem Nabenabschnitt 35, durch den die Radachse 33 verläuft, und einen Scheibenabschnitt 36, der sich zwischen dem Felgenabschnitt 34 und dem Nabenabschnitt 35 erstreckt, besteht. In dieser Ausführungsform ist der Scheibenabschnitt 36 an einer Position vorgesehen, die von der Mitte in Links-Rechts-Richtung eines Hinterrades 4 (die Mitte in Fahrzeugbreitenrichtung des Motorrades 1) nach rechts verschoben ist, und ist in einer gewölbten Weise ausgebildet, um eine nach rechts konvexe gebogene Form zu bilden.

Ferner enthält der Nabenabschnitt 35, der in der Mitte des Scheibenabschnitts 36 angeordnet ist, einen Nabenkörper 37, der einen inneren Umfangsabschnitt aufweist, der in einer im Wesentlichen zylindrischen Form ausgebildet ist, in der ein aus Eisen gefertigter Radkragen 37A durch Gießen eingesetzt ist, einen Basisabschnitt 38, der sich an einer rechten Seite des Nabenkörpers 37 sanft spreizt und in Fortsetzung des Scheibenabschnitts 36 ausgebildet ist, mehrere linksseitige Ansatzabschnitte 41, die in einer nach links vorstehenden Weise vom Basisabschnitt 38 ausgebildet sind, auf dem eine Impulsgeberscheibe 40 einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungsvorrichtung 39 montiert ist, und mehrere rechtsseitige Ansatzabschnitte 43, die von der Basis 38 nach rechts hervorstehen und auf denen eine Bremsscheibe 42 der hinteren Bremse 6 montiert ist. An den jeweiligen rechtsseitigen Ansatzabschnitten 43 sind Innenumfangsseite-Abschnitte der ringförmigen Bremsscheibe 42 unter Verwendung von Befestigungsbolzen 44 befestigt. In der gleichen Weise sind Innenumfangsseite-Abschnitte der ringförmigen Impulsgeberscheibe unter Verwendung kleiner Befestigungsbolzen 45 an den jeweiligen linksseitigen Ansatzabschnitten 41 befestigt.

Ein rechter Endabschnitt der hinteren Achse 30, die durch den Nabenabschnitt 35 nach rechts hervorsteht, ist drehbar auf einem Hilfsarm 46 mittels eines armseitigen Radialkugellagers 47 (im Folgenden als armseitiges Lager bezeichnet) drehbar unterstützt. Der Hilfsarm 46 besitzt einen vorderen Endabschnitt, der an einem hinteren Abschnitt der rechten Seite des Kurbelgehäuses 21A montiert ist und auf der rechten Seite des Hinterrades 4 angeordnet ist, während er in Kurbelform sanft gebogen ist, so dass ein hinterer Abschnitt desselben nach rechts versetzt ist. Der Schalldämpfer 27 ist an der rechter Seite des Hilfsarms 46 angeordnet. Ein hinterer Abschnitt des Hilfsarms 46 ist mit einem gegebenen Abstand vom Nabenabschnitt 35 angeordnet, wobei die Bremsscheibe 42, die auf dem rechtsseitigen Ansatzabschnitt 43 unterstützt ist, in einer ungefähren Mittelposition zwischen dem Hilfsarm 46 und dem Nabenabschnitt 35 angeordnet ist.

Wie bei dem in 4 dargestellten Aufbau gezeigt ist, weist der Hilfsarm 46 eine breite Form in vertikaler Richtung auf und ist so geformt, dass seine Breite in vertikaler Richtung nach hinten abnimmt. Ferner weist der Hilfsarm 46 zwei obere und linke Abschnitte an seinem vorderen Endabschnitt auf, die unter Verwendung von Bolzen am Kurbelgehäuse 21A befestigt sind. Hierbei sind an den hinteren Endabschnitten des Hilfsarms 46 und des Getriebegehäuses 22 jeweils Verbindungsabschnitte 23A für die Montage der unteren Endabschnitte der jeweiligen hinteren Dämpfer 23 vorgesehen. In einem näherungsweise zentralen Abschnitt des Hilfsarms 46, von der Seite aus betrachtet, ist eine Öffnung 46a ausgebildet, wobei ein Bremssattel 48 der hinteren Bremse 6 so angeordnet ist, dass er der Öffnung 46a zugewandt ist. Ein Sattelhalter 48 ist am Hilfsarm 46 befestigt, wobei der Bremssattel 48 mittels des Sattelhalters 48a am Hilfsarm 46 montiert ist.

Ein Impulsgebersensor 49 der Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungsvorrichtung 39 ist hinter der Zahnradabdeckung 28 angeordnet, wobei eine Radgeschwindigkeit erfasst werden kann, indem der Impulsgebersensor 49 veranlasst wird, ein Intervall zwischen mehreren in der Impulsgeberscheibe 40 ausgebildeten Schlitzen zu erfassen. Ferner ist zwischen dem Hilfsarm 46 und dem Nabenabschnitt 35 eine Trommelbremse 50 vorgesehen, die als Feststellbremse des Motorrades 1 dient.

Wie in 3 gezeigt ist, enthält die Trommelbremse 50 eine Bremstrommel 51, die auf der hinteren Achse 30 in drehfester Weise montiert ist, sowie ein Paar Bremsschuhe 52, die auf dem Hilfsarm 46 unterstützt sind, so dass die Bremsschuhe 52 mit einem Innenumfang der Bremstrommel 51 in Reibungskontakt gebracht werden können. Die Bremstrommel 51 ist aus einem integral verbundenen Körper gebildet, der aus einem aus Eisen gefertigten Trommelkörper 53, der eine näherungsweise zylindrische Form mit Boden aufweist, die auf der rechten Seite (einer Außenseite in Fahrzeugbreitenrichtung) offen ist, und einer Trommelnabe 54 besteht, die ebenfalls aus Eisen gefertigt ist und eine zylindrische Form aufweist, die in ein Einsetzloch eingesetzt werden kann, das in der Mitte eines unteren Abschnitts des Trommelkörpers 53 ausgebildet ist. Das Einsetzloch bildet eine zylindrische Wand 53a, die vom unteren Abschnitt des Trommelkörpers 53 an dessen Umfangsabschnitt nach rechts hervorsteht, wobei der Trommelkörper 53 und die Trommelnabe 54 in einem Zustand verbunden sind, in dem eine innere Umfangsfläche der zylindrischen Wand 53a und eine äußere Umfangsfläche der Trommelnabe 54 miteinander in Kontakt sind.

Die jeweiligen rechtsseitigen Ansatzabschnitte 43 sind ineinander übergehend in Umfangsrichtung des Nabenabschnitts 35 ausgebildet, so dass ein im Wesentlichen kreisförmiger ausgesparter Abschnitt 55, dessen rechte Seite (eine Außenseite in Fahrzeugbreitenrichtung) offen ist, an der rechten Seite des Nabenabschnitts 35 ausgebildet ist. Der Trommelkörper 53 ist so geformt, dass er im Wesentlichen auf den ausgesparten Abschnitt 55 ausgerichtet ist, wobei die Bremstrommel 52 im Inneren des ausgesparten Abschnitts 55 mit einem Spalt in einem Zustand aufgenommen ist, in dem der Trommelkörper 53 auf der hinteren Achse 30 montiert ist.

Bezüglich des Hilfsarms 46 ist ein Arbeitsloch 57, das konzentrisch mit der hinteren Achse 30 ist, in dessen Armkörper 56 ausgebildet. Hierbei ist das Arbeitsloch 57 ein Fluchtloch für eine später beschriebene Befestigungsmutter 58, die zum Befestigen des Radkörpers 52, der Bremstrommel 51 und dergleichen an der hinteren Achse 30 vorgesehen ist. Das heißt, das Arbeitsloch 57 ist ein Loch zum Einsetzen eines Befestigungswerkzeugs. Ferner ist an der linken Seite des Hilfsarms 46 ein armseitiger Ansatzabschnitt 59 vorgesehen, der vom Armkörper 56 in Richtung zum Nabenabschnitt 35 hervorsteht und das armseitige Lager 47 mit dessen inneren Umfangsabschnitt hält.

Wie bei dem in 5 gezeigten Aufbau ebenfalls gezeigt ist, ist auf der radial äußeren Seite des armseitigen Ansatzabschnitts 59 ein Basisabschnitt 60 integral ausgebildet, der die jeweiligen Bremsschuhe 52 der Trommelbremse 50 trägt. Das heißt, der Basisabschnitt 60 ist integral mit dem Hilfsarm 46 ausgebildet. Ein Ankerstift 61, der eine Unterstützungswelle für die jeweiligen Bremsschuhe bildet, ist am Basisabschnitt 60 in einer aufgerichteten Weise montiert, während eine Nockenwelle 60, die die jeweiligen Bremsschuhe 52 auseinander drückt, um die jeweiligen Bremsschuhe 52 mit dem Innenumfang der Bremstrommel 51 in Reibungskontakt zubringen, auf dem Basisabschnitt 60 drehbar unterstützt ist. Ferner sind die jeweiligen Bremsschuhe 52, die auf dem Basisabschnitt 60 unterstützt sind, so angeordnet, dass sie der Innenseite der Bremstrommel 51 zugewandt sind.

Die Nockenwelle 62 durchdringt den Basisabschnitt 60 nach rechts, wobei ein Betätigungshebel 63 auf einem Durchdringungsabschnitt der Nockenwelle 62 in drehfester Weise montiert ist. Der Betätigungshebel 63 ist mit einem Betätigungselement, wie z. B. einem Feststellhebel oder dergleichen (in der Zeichnung weggelassen), mittels eines Seils 63a verbunden. Wenn dann das Betätigungselement betätigt wird, wird die Nockenwelle 62 durch den Betätigungshebel 63 angetrieben, wodurch die jeweiligen Bremsschuhe 52 auseinandergedrückt werden und mit dem Innenumfang der Bremstrommel 51 in Reibungskontakt gebracht werden. Wenn das Betätigungselement in diesem Zustand losgelassen wird, wird die Rotation des Hinterrades 4 in einem gebremsten Zustand gehalten, so dass das Ganze als Feststellbremse dient.

An einem rechtsseitigen Umfangsabschnitt einer Außenwand des Trommelkörpers 53 ist ein Verlängerungsabschnitt 64 vorgesehen, der sich weiter nach rechts erstreckt als die Öffnung, die im ausgesparten Abschnitt 55 des Nabenabschnitts 35 ausgebildet ist, und ferner im Durchmesser durch einen gestuften Abschnitt erweitert ist. Andererseits ist am Basisabschnitt 60 ein zurückgefalteter Abschnitt 65 vorgesehen, der so geformt ist, dass er den Verlängerungsabschnitt 64 in Radialrichtung sandwich-artig aufnimmt. Mit dem Vorsehen dieses Verlängerungsabschnitts 64 und des zurückgefaltenen Abschnitts 65 wird die so genannte Labyrinthstruktur gebildet, mittels der Schlamm, Sand oder dergleichen während des Fahrens im Regen, sowie Bremsbelagabrieb der hinteren Bremse 6 oder dergleichen kaum in das Innere der Bremstrommel 51 eindringen können.

An einem Abschnitt der Zahnradabdeckung 28, durch die die hintere Achse 30 eingesetzt ist, ist ein Abdecknabenabschnitt 66 ausgebildet, wobei ein gehäuseseitiges Lager 31 durch einen Innenumfangsabschnitt des Abdecknabenabschnitts 66 gehalten wird. Ein ringförmiger gestufter Abschnitt 67, der mit einer inneren Lauffläche des gehäuseseitigen Lagers 31 von der linken Seite in Kontakt gebracht wird, ist auf der hinteren Achse 30 ausgebildet. Hierbei ist ein innerer Umfangsvorsprung 68, der mit einer äußeren Lauffläche des gehäuseseitigen Lagers 31 von der rechten Seiten in Kontakt gebracht wird, auf dem Abdecknabenabschnitt 66 ausgebildet. Mit der rechten Seite der inneren Lauffläche des gehäuseseitigen Lagers 31 wird das linke Ende des Nabenkörpers 37 des Nabenabschnitts 35 mittels eines Kragens 69 in Kontakt gebracht. Ferner wird das linke Ende der Trommelnabe 54 der Bremstrommel 51 mit dem rechten Ende des Nabenkörpers 37 in Kontakt gebracht.

Hierbei sind zwischen einem äußeren Umfangsabschnitt der hinteren Achse 30 und einem inneren Umfangsabschnitt des Nabenkörpers 37 und einem inneren Umfangsabschnitt der Trommelnabe 54 Verzahnungen ausgebildet, die jeweils diesen Abschnitten entsprechen. Aufgrund eines solchen Aufbaus sind die hintere Achse 30 und der Nabenkörper 37 (Nabenabschnitt 35) sowie die hintere Achse 30 und die Trommelnabe 54 (Bremstrommel 51) durch Verzahnungspassung in drehfester Weise miteinander verbunden. Das heißt, die Bremstrommel 51, die austauschbar auf dem Radkörper 32 montiert ist, ist auf der hinteren Achse 30 unterstützt.

Das armseitige Lager 47 weist einen Durchmesser auf, der kleiner ist als ein Durchmesser des gehäuseseitigen Lagers 31, wobei entsprechend einer solchen Beziehung die hintere Achse 30 einen Durchmesser aufweist, der an der linken Seite des armseitigen Lagers 47 verengt ist. Das heißt, ein Abschnitt 70 mit engem Durchmesser ist an einem Abschnitt der hinteren Achse 30 an einer Position nahe dem rechten distalen Ende der hinteren Achse 30 ausgebildet. An einem distalen Endabschnitt des Abschnitts 70 mit engem Durchmesser ist ein Außengewinde ausgebildet, wobei die Befestigungsmutter 58 auf das Außengewinde geschraubt wird.

Ein rechtes Ende der Trommelnabe 54 wird mit der linken Seite einer inneren Lauffläche des armseitigen Lagers 47 in Kontakt gebracht, während eine rechte Seite der inneren Lauffläche des armseitigen Lagers 47 mit der Befestigungsmutter 58 mittels des Kragens 71 in Kontakt gebracht wird. Das heißt, zwischen dem ringförmigen gestuften Abschnitt 67 der hinteren Achse 30 und der Befestigungsmutter 58 sind die innere Lauffläche des gehäuseseitigen Lagers 31, der Kragen 69, der Nabenabschnitt 35, die Bremstrommel 51, die innere Lauffläche des armseitigen Lagers 47 und der Kragen 71 parallel in Axialrichtung angeordnet, wobei diese Komponenten durch Befestigen der Befestigungsmutter 58 an der hinteren Achse 30 befestigt werden. Hierbei ist der Hilfsarm 46 mit einem Befestigungshaltering 72 und einem Innenumfang-Vorsprungsabschnitt 73 versehen, die mit der äußeren Lauffläche des armseitigen Lagers 47 von den linken und rechten Seiten her in Kontakt gebracht werden, um somit die Bewegung des armseitigen Lagers 47 in Axialrichtung zu begrenzen.

Wie oben beschrieben worden ist, entspricht die Feststellbremsenanordnung der obenerwähnten Ausführungsform einem Trommelbremsentyp, der getrennt von der hinteren Bremse 6 vorgesehen ist, welche die Fahrbremse am Hinterrad 4 des Motorrades 1 bildet, wobei die Bremstrommel 51, die ein vom Radkörper 32 getrenntes Element bildet, im Inneren des ausgesparten Abschnitts 55 angeordnet ist, der im Radkörper 32 des Hinterrades 4 ausgebildet ist. Dementsprechend beeinflussen eine Radform des Hinterrades 4, genauer eine Form des Nabenabschnitts 35, und eine Form der Bremstrommel 51 einander nicht. Genauer, wenn die hintere Bremse 6 vergrößert wird, um die Fahrleistung des Motorrades 1 anzuheben, wird die Bremstrommel 51 nicht vergrößert, obwohl der Durchmesser des Nabenabschnitts 35 des Radkörpers 32 des Hinterrades 4 zusammen mit der Vergrößerung der hinteren Bremse 6 vergrößert wird. Ferner wird keine Einschränkung für eine Form des Radkörpers 12 gefordert, einschließlich der Erhöhung der Wanddicke des Nabenabschnitts 35, um die Bremstrommel 51 auf eine geeignete Größe zu verkleinern.

Dementsprechend wird der Freiheitsgrad bei der Gestaltung einer Bremsengröße (einer Bremsenleistungsfähigkeit) der Trommelbremse 50, die die Feststellbremse bildet, erhöht, wobei gleichzeitig der Freiheitsgrad der Form des Radkörpers 32 ebenfalls erhöht wird, wodurch das Gewicht und die Kosten auf der Grundlage der optimalen Gestaltung reduziert werden können.

Durch Ausbilden des Radkörpers 32 und der Bremstrommel 51 als voneinander getrennte Elemente ist es ferner möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper 32 und der Bremstrommel 51 zu erreichen, wodurch die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad bei der Auswahl der Materialien ebenfalls erhöht wird. Ferner ist es nicht nötig, den Radkörper 32 zusammen mit der Bremstrommel 51 durch Gießen auszubilden, wobei der Radkörper 32 und die Bremstrommel 51 leicht hergestellt werden können.

Ferner wird in der obenerwähnten Feststellbremsenanordnung die Bremstrommel 51 austauschbar am Radkörper 32 montiert und ist durch die hintere Achse 30 unterstützt, so dass, während der Radkörper 32 und die Bremstrommel 51 einzeln an der Hinterachse 30 montiert werden können, der Radkörper 32 und die Bremstrommel 51 von der Achse 30 einzeln abgenommen werden können. Dementsprechend können die Montage und die Wartung am Hinterrades 4 erleichtert werden.

Ferner ist in der obenerwähnten Feststellbremsenanordnung die Bremstrommel 51 in Verzahnungspassung zusammen mit dem Radkörper 32 mit der hinteren Achse 30 in Eingriff. Dementsprechend ist es im Vergleich zu dem Fall, in dem die Bremstrommel 51 mit dem Radkörper 32 unter Verwendung von z. B. Bolzen und Muttern oder dergleichen verbunden ist, möglich, die Bremstrommel 51 und die hintere Achse 30 mit dem einfachen Aufbau in einer kompakten Form drehfest zu verbinden. Dementsprechend ist es möglich, die Anzahl der Teile und den Montagearbeitsaufwand zu reduzieren, wobei das Gewicht und die Kosten verringert werden können, während eine zuverlässige Bremsleistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Im folgenden wird die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit 6 erläutert.

Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der obenerwähnten ersten Ausführungsform darin, dass der rechte Ansatzabschnitt 43 und der ausgesparte Abschnitt 55 vom Nabenabschnitt des Radkörpers eliminiert sind, wobei die Bremsscheibe der hinteren Bremse an der Bremstrommel fixiert ist, die ein vom Radkörper verschiedenes Element bildet. Hierbei weisen die Teile, die denjenigen der ersten Ausführungsform entsprechen, die gleichen Bezugszeichen auf, wobei deren Erläuterung weggelassen wird.

Wie in 6 gezeigt ist, enthält ein Nabenabschnitt 135 eines Radkörpers 132 eines Hinterrades 104 eines Motorrades 101 einen Nabenkörper 37, der so geformt ist, dass der Nabenkörper 37 von einem Scheibenabschnitt 36 nach links hervorsteht, wobei in diesem ein aus Eisen gefertigter Radkragen 37A durch Gießen ausgebildet ist, einen Basisabschnitt 38, der sich an der rechten Seite des Nabenkörpers 37 sanft spreizt und kontinuierlich mit dem Scheibenabschnitt 36 ausgebildet ist, sowie mehrere linksseitige Ansatzabschnitte 41, die in einer von den Ansatzabschnitten 41 nach links hervorstehenden Weise am Basisabschnitt 38 ausgebildet sind und auf denen eine Impulsgeberscheibe 40 einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungsvorrichtung 39 montiert ist. Ein Innenumfang-Seitenabschnitt einer ringförmigen Impulsgeberscheibe 40 ist an den jeweiligen linksseitigen Ansatzabschnitten 41 mittels kleiner Befestigungsbolzen 45 befestigt.

In der Nähe der Mitte zwischen einem Hilfsarm 46 und dem Nabenabschnitt 35 ist eine Bremsscheibe 42 vorgesehen, wobei ein Bremssattel 48, der der Bremsscheibe 42 zugeordnet ist, so angeordnet ist, dass er einer Öffnung 46a eines Hilfsarms 46 zugewandt ist (siehe 4). Ferner ist zwischen dem Hilfsarm 46 und dem Nabenabschnitt 135 eine Trommelbremse 150 vorgesehen, die eine Feststellbremse bildet.

Die Trommelbremse 150 enthält eine Bremstrommel 151, die an einer hinteren Achse 30 in einer drehfesten Weise montiert ist, sowie ein Paar Bremsschuhe 52, die auf dem Hilfsarm 46 unterstützt sind, um den Bremsschuhen 52 zu ermöglichen, mit einem Innenumfang der Bremstrommel 151 in Reibungskontakt zu gelangen. Die Bremstrommel 151 ist ein Aluminiumdruckguss-Produkt, ebenso wie z. B. der Radkörper 132. Die Bremstrommel 151 ist aus einem integralen Körper geformt, der von einem Körperabschnitt 153 gebildet wird, der in einer näherungsweise zylindrischen Form mit Boden ausgebildet ist, deren rechte Seite (eine Außenseite in Fahrzeugbreitenrichtung) offen ist, und weist einen aus Eisen gefertigten Trommelkörper 153A auf, der an einer inneren Umfangswand durch Gießen ausgebildet ist, sowie einen Trommelnabenabschnitt 154, der in vorstehender Weise von der Mitte eines Bodenabschnitts des Körperabschnitts 153 ausgebildet ist und einen durch Gießen ausgebildeten, aus Eisen gefertigten Trommelkragen 154A aufweist.

Eine Umfangswand 143 der Bremstrommel 151 weist eine große Wanddicke in Radialrichtung sowie mehrere Mutternlöcher auf, die der Bremsscheibe 42 zugeordnet sind und parallel zur Axialrichtung in der Umfangswand 43 ausgebildet sind. Aufgrund eines solchen Aufbaus bildet die Umfangswand 143 der Bremstrommel 151 einen Montageabschnitt der Bremsscheibe 42, wobei durch Befestigen der Fixierungsbolzen 44 in den jeweiligen Mutternlöchern in einem Zustand, in dem die Bremsscheibe 42 mit dem rechten Ende der Umfangswand 143 in Kontakt gebracht ist, die Bremstrommel 151 und die Bremsscheibe 142 integral miteinander verbunden sind.

Auf der linken Seite des Hilfsarms 46 ist ein armseitiger Ansatzabschnitt 59 vorgesehen, der in Richtung des Nabenabschnitts 135 vom Armkörper 56 hervorsteht und mit seinem Innenumfangsabschnitt ein armseitiges Lager 47 hält, während in der Nähe des armseitigen Ansatzabschnitts 59 ein ringförmiger Basisabschnitt 160 angeordnet ist, der die jeweiligen Bremsschuhe 52 der Trommelbremse 150 trägt. Ein Basisabschnitt 160 und der Hilfsarm 56 sind als separate Elemente ausgebildet, wobei der Basisabschnitt 160 auf dem Hilfsarm 46 in einer drehfesten Weise unterstützt ist. Auf dem Basisabschnitt 160 sind jeweils ein Ankerstift 61, der eine Unterstützungswelle für die jeweiligen Bremsschuhe 52 bildet, und eine Nockenwelle 62, die betätigt werden kann, um die jeweiligen Bremsschuhe auseinanderzudrücken, angeordnet. Ferner sind die jeweiligen Bremsschuhe 52, die durch den Basisabschnitt 160 unterstützt sind, so angeordnet, dass sie der Innenseite der Bremstrommel 151 zugewandt sind. Hierbei sind an einem äußeren Umfangsabschnitt des Basisabschnitts 160 Flanschabschnitte 165a, 165b ausgebildet, die es Wassertropfen oder Fremdkörpern erschweren, in das Innere der Bremstrommel 151 einzudringen.

Zwischen einem äußeren Umfangsabschnitt der hinteren Achse 30 und einem inneren Umfangsabschnitt des Nabenkörpers 37 und einem inneren Umfangsabschnitt des Trommelnabenabschnitts 154 sind Verzahnungen ausgebildet, die jeweils diesen Abschnitten zugeordnet sind. Aufgrund eines solchen Aufbaus sind die hintere Achse 30 und der Nabenkörper 37 (Nabenabschnitt 135) sowie die hintere Achse 30 und der Trommelnabenabschnitt 154 (Bremstrommel 151) in drehfester Weise durch Verzahnungspassung miteinander verbunden. Das heißt, die Bremstrommel 151, die austauschbar am Randkörper 32 montiert ist, ist auf der hinteren Achse 30 unterstützt.

Zwischen dem ringförmigen gestuften Abschnitt 67, der hinteren Achse 30 und der Befestigungsmutter 58 sind eine innere Lauffläche des gehäuseseitigen Innenlagers 31, ein Kragen 69, ein Nabenabschnitt 35, die Bremstrommel 151, eine innere Lauffläche des armseitigen Lagers 47 und ein Kragen 71 parallel in Axialrichtung angeordnet, wobei diese Teile durch Befestigen der Befestigungsmutter 58 an der Hinterachse 30 befestigt werden.

Wie oben beschrieben worden ist, entspricht die Feststellbremsenanordnung der obenerwähnten zweiten Ausführungsform einem Trommelbremsentyp, der separat von der hinteren Bremse 6 vorgesehen ist, die die Fahrbremse am Hinterrad 104 des Motorrades 101 bildet, und enthält die Trommelbremse 151, die separat vom Radkörper 132 des Hinterrades 104 vorgesehen ist, wobei die Bremstrommel 151 austauschbar am Radkörper 132 montiert ist und auf der Hinterachse 30 unterstützt ist. Dementsprechend sind in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform eine Form der Bremstrommel 151 und eine Form des Radkörpers 132 voneinander unbeeinflusst, wobei der Freiheitsgrad bei der Gestaltung einer Bremsengröße der Feststellbremse und einer Form des Radkörpers 132 erhöht ist, wodurch das Gewicht und die Kosten reduziert werden können. Ferner ist es möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper 132 und der Bremstrommel 151 zu erreichen, weshalb die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad bei der Auswahl der Materialien ebenfalls erhöht werden kann. Ferner können die Montage und die Wartung am Hinterrad 104 leicht durchgeführt werden. Ferner ist die Bremstrommel 151 mit der hinteren Achse 30 zusammen mit dem Hinterrad 132 in einer Verzahnungspassung in Eingriff, so dass es möglich ist, die Anzahl der Teile und den Montagearbeitsaufwand zu reduzieren, wobei das Gewicht und die Kosten verringert werden können, während die zuverlässige Bremsleistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Hierbei ist die vorliegende Erfindung nicht auf die obenerwähnten Ausführungsformen beschränkt. Zum Beispiel kann die erste Ausführungsform so ausgebildet sein, dass die jeweiligen rechtsseitigen Ansatzabschnitte 43 nicht kontinuierlich ausgebildet sind, d. h. ein Abschnitt des gesamten Umfangs des ausgesparten Abschnitts 55 kann weggelassen werden, oder Verkleidungen (Reibungsmaterialien), die an den jeweiligen Bremsschuhen 52 befestigt sind, können am Innenumfang der Bremstrommel 51 ausgebildet sein. Ferner muss die Bremstrommel 51 nicht unbedingt ein aus Eisen gefertigtes Gussprodukt oder ein aus Eisen gefertigtes Schmiedeprodukt sein, und kann aus einem anderen Material gefertigt sein, wie z. B. Metall, verstärkter Kunststoff, Keramik oder dergleichen, das eine äquivalente Leistungsfähigkeit aufweist. In der zweiten Ausführungsform ist es ferner durch Ausbilden der Bremstrommel 151 selbst aus Eisen nicht notwendig, einen Trommelkragen 154A oder einen Trommelkörper 153A zu gießen, so dass der Radkörper 132 und die Bremstrommel 151 leicht hergestellt werden können. Ferner können in den obenerwähnten Ausführungsformen die Anordnung oder die Form des Scheibenabschnitts 36 des Radkörpers 32 in Links-Rechts-Richtung vertauscht werden oder können in Links-Rechts-Symmetrie angeordnet werden. Ferner gilt das gleiche für die Anordnung der Bremsscheiben 42 oder der Bremssättel 48 oder dergleichen. Ferner ist die vorliegende Erfindung nicht auf den Rollertyp beschränkt und auch auf ein Dreirad oder ein Vierradfahrzeug anwendbar.

Wie oben erläutert worden ist, kann gemäß der in Anspruch 1 beschriebenen Erfindung der Freiheitsgrad beim Festlegen der Bremsengröße der Feststellbremse erhöht werden, wobei gleichzeitig der Freiheitsgrad der Form des Radkörpers erhöht werden kann, wodurch das Gewicht und die Kosten aufgrund der optimalen Gestaltung reduziert werden können.

Durch Ausbilden des Radkörpers und der Bremstrommel als voneinander getrennte Teile ist es ferner möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper und der Bremstrommel zu erreichen, wodurch die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad bei der Auswahl der Materialien ebenfalls erhöht werden kann. Ferner ist es nicht nötig, den Radkörper zusammen mit der Bremstrommel durch Gießen auszubilden, weshalb der Radkörper und die Bremstrommel leicht hergestellt werden können.

Gemäß der in Anspruch 2 beschriebenen Erfindung kann, während der Radkörper und die Bremstrommel einzeln an der Achse montiert werden können, der Radkörper und die Bremstrommel von der Achse einzeln abgenommen werden, weshalb die Montage und die Wartung am Hinterrad erleichtert werden können.

Gemäß der in Anspruch 3 beschriebenen Erfindung kann der Freiheitsgrad beim Festlegen der Bremsengröße der Feststellbremse erhöht werden, wobei gleichzeitig der Freiheitsgrad der Form des Radkörpers erhöht werden kann, wodurch das Gewicht und die Kosten aufgrund der optimalen Gestaltung reduziert werden können.

Ferner ist es durch Ausbilden des Radkörpers und der Bremstrommel als voneinander getrennte Elemente möglich, eine Kompatibilität zwischen dem Radkörper und der Bremstrommel zu erreichen, wodurch die Allgemeingültigkeit verbessert wird und der Freiheitsgrad bei der Auswahl der Materialien ebenfalls erhöht werden kann. Ferner ist es nicht nötig, den Radkörper zusammen mit der Bremstrommel durch Gießen auszubilden, so dass der Radkörper und die Bremstrommel leicht hergestellt werden können.

Während ferner der Radkörper und die Bremstrommel einzeln an der Achse montiert werden können, ist es möglich, den Radkörper und die Bremstrommel von der Achse einzeln abzunehmen, weshalb die Montage und die Wartung am Hinterrad erleichtert werden können.

Gemäß der in Anspruch 4 beschriebenen Erfindung ist es möglich, die Bremstrommel und die Achse in einer drehfesten Weise mit einem einfachen Aufbau und in einer kompakten Form zu verbinden, weshalb es möglich ist, die Anzahl der Teile und den Montagearbeitsaufwand zu reduzieren, wobei das Gewicht und die Kosten verringert werden können, während die zuverlässige Bremsleistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Es wird eine Feststellbremsenanordnung geschaffen, mit der das Gewicht und die Kosten reduziert werden können, indem der Freiheitsgrad bei der Festlegung einer Bremsengröße erhöht wird. In einer Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die an einem Hinterrad getrennt von einer hinteren Bremse, die eine Fahrbremse bildet, montiert ist, ist in einem ausgesparten Abschnitt 55, der in einem Radkörper 32 des Hinterrades ausgebildet ist, eine Bremstrommel 51 angeordnet, die separat vom Radkörper 32 vorgesehen ist.


Anspruch[de]
  1. Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die getrennt von einer Fahrbremse (6) an einem Rad (4) montiert ist, wobei in einem ausgesparten Abschnitt (55), der in einem Radkörper (32) des Rades (4) ausgebildet ist, eine Bremstrommel (51) angeordnet ist, die als ein Element getrennt vom Radkörper (32) vorgesehen ist.
  2. Feststellbremsenanordnung nach Anspruch 1, bei der die Bremstrommel (51) austauschbar am Radkörper (32) montiert ist und auf der Achse (30) des Rades (4) unterstützt ist.
  3. Feststellbremsenanordnung eines Trommelbremsentyps, die getrennt von einer Fahrbremse (6) an einem Rad (104) montiert ist, und in der eine Bremstrommel (151) vorgesehen ist, die ein Element getrennt von einem Radkörper (132) des Rades (104) bildet, wobei die Bremstrommel (151) austauschbar am Radkörper (132) montiert ist und auf einer Achse (30) des Rades (104) unterstützt ist.
  4. Feststellbremsenanordnung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, bei der die Bremstrommel (51, 151) zusammen mit dem Radkörper (32, 132) in einer Verzahnungspassung mit der Achse (30) in Eingriff ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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