Jedermann hat sich heutzutage PINs zu merken für seine ec-Karte, Zahlenkombinationen
für Schlösser wie elektronische Türschlösser, Zahlenschlösser für Aktenkoffer oder
Fahrräder, Sperrcodes für Autoradios, Handys oder auch Passwörter für das Telefonbanking,
Online-Banking oder andere Arten der PC- und Internetnutzung.
Das Problem des Nutzers hierbei ist die zu merkende große Anzahl dieser
Codes und der Verlust der Sicherheit und der Gewährleistungspflicht der Banken,
falls diese unverschlüsselt notiert werden.
Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Vorrichtung, die die Möglichkeit
eröffnet, mehrere PINs und Passwörter zu notieren und zu verschlüsseln. Sie ist
vorzugsweise im Format einer Scheckkarte ausgeführt, so dass sie vom Anwender zusammen
mit den Scheckkarten in dem entsprechenden Fach der Geldbörse oder Brieftasche mitgeführt
werden kann.
Aufbau
Die Vorrichtung besteht aus einem dreilagigen Aufbau, vorzugsweise
im Scheckkartenformat, wobei in der einfachen Ausführung der Vorrichtung die untere
Lage lediglich in der Funktion als untere Deckseite ausgeführt ist. Ein anderes
Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung ist durch Anbringung einer im Vergleich zur
Oberseite vertikal achsensymmetrisch gespiegelter Anordnung der Fensterausschnitte
auf der Unterseite auch rückseitig verwendbar. Dadurch erfolgt eine Verdoppelung
der Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter.
Die mittlere Lage der Vorrichtung (1)
besteht aus den Ziffernstreifen (1 Nr. 1) mit den zugehörenden
Auszugs-Begrenzungs-Stegen (1 Nr. 2) und dem Rahmen
mit den Führungsstegen für die Ziffernstreifen (1 Nr.
3). Auf der einen Seite der Ziffernstreifen befinden sich vorgedruckte Ziffern in
auf- oder absteigender Reihenfolge (1 Nr. 4). Die auf
der anderen Seite der Ziffernstreifen angebrachten Ziffern, Buchstaben oder Zeichen
(1 Nr. 5) werden durch den Anwender manuell, wie unten
beschrieben, angebracht.
Die obere Lage der Vorrichtung (2 Nr.
1) beinhaltet die Beschriftungsfelder für die Verwendung der PINs oder Passwörter
(2 Nr. 2), in die durch den Anwender z.B. die Konto-Nummer
der ec-Karte oder der Begriff „Handy", „Aktenkoffer" etc. eingetragen
wird, für die die entsprechende PIN gilt. Weiterhin beinhaltet diese Lage die Fenster
für die Anzeige der Master-PIN (2 Nr. 3) und die Fenster
für das manuelle Eintragen und Anzeigen der PINs (2
Nr. 4).
An der Stelle, an der sich die Griffe der Ziffernstreifen befinden,
ist an allen drei Lagen der Vorrichtung eine Aussparung (1
Nr. 6) angebracht, die es erlaubt, die Ziffernstreifen bündig in die Vorrichtung
einzuschieben. Dies ermöglicht zum einen die Einhaltung des Scheckkartenformates
der gesamten Vorrichtung und zum anderen dient es der Sicherheit nach der Benutzung
der Vorrichtung, da diese nur in diesem Zustand wieder in das Scheckkartenfach der
Geldbörse oder Brieftasche passt, womit ein Verstellen der Ziffernstreifen einhergeht,
was wieder die Verschlüsselung der PINs und Passwörter erzeugt.
Dadurch, dass der dreilagige Aufbau der Vorrichtung mittels relativ
dünner Kunststofffolie realisierbar ist, besteht die Möglichkeit, die Vorrichtung
in einem größeren Format als dem einer Scheckkarte herzustellen und durch Faltung
auf Scheckkartenformat zu bringen. Ein weiteres Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung
ist somit sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung zusammenfaltbar.
Die beim Auseinanderfalten der Vorrichtung entstehende größere Fläche erhöht die
Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter.
Funktion
Der Anwender denkt sich eine frei auswählbare Master-PIN aus und stellt
diese durch entsprechende Positionierung der Ziffernstreifen durch Herausziehen
oder Hineinschieben an den hierfür vorgesehenen Griffen (2
Nr. 5) an den Fenstern der Master-PIN-Anzeige (2 Nr.
3) ein. Anschließend beschriftet er jeweils die Beschriftungsfelder für die Verwendung
der PINs oder Passwörter (2 Nr. 2) z.B. mit der Konto-Nummer
der ec-Karte oder mit dem Begriff „Handy", „Aktenkoffer" etc. Danach
beschriftet er die Ziffernstreifen, die hierfür über die Fenster der PIN-Anzeige
(2 Nr. 4) zugänglich sind, mit den Ziffern der jeweiligen
PIN bzw. mit den Buchstaben oder Zeichen der jeweiligen Passwörter. Falls kürzere
PINs oder Passwörter notiert werden sollen, als hierfür Beschriftungsfelder zur
Verfügung stehen, können die freien Felder rechts- oder linksbündig freigelassen
oder mit Füllzeichen wie Punkten, Strichen o.ä. beschriftet werden. Aus Sicherheitsgründen
ist es jedoch ratsam, auch die freien Felder mit entsprechenden Ziffern, Buchstaben
oder Zeichen zu füllen. Hierbei muss sich der Anwender jedoch die Anzahl der Stellen
der PIN merken und ob er die PIN rechts- oder linksbündig eingetragen hat.
Sind längere PINs oder Passwörter einzutragen als Stellen hierfür
vorhanden sind, so besteht die Möglichkeit, die Eintragung zwei- oder mehrzeilig
vorzunehmen. D.h. in der oberen Zeile erfolgt die Eintragung der Zeichen oder Ziffern
des ersten Teils der PIN oder des Passwortes und in der oder den
darunter sich befindenden Zeile(n) die Eintragung des restlichen Teils.
Danach beschriftet der Anwender noch die übrigen freien Felder der
Ziffernstreifen mit zufälligen Ziffern, in dem er jeden Ziffernstreifen um eine
Position verschiebt und die somit entstehenden leeren Beschriftungsfelder in den
Fenstern der PIN-Anzeige (2 Nr. 4) beschriftet. Dies
ist erforderlich, um nicht über das ausschließliche Vorhandensein von authentischen
PIN-Ziffern die Anzahl der Verschlüsselungsmöglichkeiten zu beschränken (höhere
Sicherheit).
Anschließend schiebt er die Ziffernstreifen wieder bis zum Anschlag
ein. Die Anzeige der authentischen PINs verschwindet somit.
Falls er zu einem späteren Zeitpunkt eine PIN benötigt, stellt er
die Zifferstreifen dergestalt ein, dass die von ihm gemerkte Master-PIN in den entsprechenden
Fenstern sichtbar wird. Alle PINs bzw. Passwörter können nunmehr unverschlüsselt
in den PIN-Anzeige-Fenstern (2 Nr. 4) abgelesen werden.
Nach diesem Vorgang schiebt der Anwender die Ziffernstreifen wieder
bis zum Anschlag in die Vorrichtung ein, um einerseits die PINs wieder verschwinden
zu lassen und damit es ihm andererseits möglich ist, die Vorrichtung wieder in das
Fach der Geldbörse oder Brieftasche einstecken zu können.