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Dokumentenidentifikation DE10338955A1 31.03.2005
Titel Scheckkartengroße Vorrichtung zum Notieren und mechanischen Verschlüsseln von Zahlenkombinationen (PINs) und Passwörtern
Anmelder Klöffer, Michael, 76761 Rülzheim, DE
Erfinder Klöffer, Michael, 76761 Rülzheim, DE
DE-Anmeldedatum 25.08.2003
DE-Aktenzeichen 10338955
Offenlegungstag 31.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse G09C 1/04
Zusammenfassung Scheckkartengroße Vorrichtung zum Notieren und mechanischen Verschlüsseln von Zahlenkombinationen (PINs) und Passwörtern.

Beschreibung[de]

Jedermann hat sich heutzutage PINs zu merken für seine ec-Karte, Zahlenkombinationen für Schlösser wie elektronische Türschlösser, Zahlenschlösser für Aktenkoffer oder Fahrräder, Sperrcodes für Autoradios, Handys oder auch Passwörter für das Telefonbanking, Online-Banking oder andere Arten der PC- und Internetnutzung.

Das Problem des Nutzers hierbei ist die zu merkende große Anzahl dieser Codes und der Verlust der Sicherheit und der Gewährleistungspflicht der Banken, falls diese unverschlüsselt notiert werden.

Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Vorrichtung, die die Möglichkeit eröffnet, mehrere PINs und Passwörter zu notieren und zu verschlüsseln. Sie ist vorzugsweise im Format einer Scheckkarte ausgeführt, so dass sie vom Anwender zusammen mit den Scheckkarten in dem entsprechenden Fach der Geldbörse oder Brieftasche mitgeführt werden kann.

Aufbau

Die Vorrichtung besteht aus einem dreilagigen Aufbau, vorzugsweise im Scheckkartenformat, wobei in der einfachen Ausführung der Vorrichtung die untere Lage lediglich in der Funktion als untere Deckseite ausgeführt ist. Ein anderes Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung ist durch Anbringung einer im Vergleich zur Oberseite vertikal achsensymmetrisch gespiegelter Anordnung der Fensterausschnitte auf der Unterseite auch rückseitig verwendbar. Dadurch erfolgt eine Verdoppelung der Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter.

Die mittlere Lage der Vorrichtung (1) besteht aus den Ziffernstreifen (1 Nr. 1) mit den zugehörenden Auszugs-Begrenzungs-Stegen (1 Nr. 2) und dem Rahmen mit den Führungsstegen für die Ziffernstreifen (1 Nr. 3). Auf der einen Seite der Ziffernstreifen befinden sich vorgedruckte Ziffern in auf- oder absteigender Reihenfolge (1 Nr. 4). Die auf der anderen Seite der Ziffernstreifen angebrachten Ziffern, Buchstaben oder Zeichen (1 Nr. 5) werden durch den Anwender manuell, wie unten beschrieben, angebracht.

Die obere Lage der Vorrichtung (2 Nr. 1) beinhaltet die Beschriftungsfelder für die Verwendung der PINs oder Passwörter (2 Nr. 2), in die durch den Anwender z.B. die Konto-Nummer der ec-Karte oder der Begriff „Handy", „Aktenkoffer" etc. eingetragen wird, für die die entsprechende PIN gilt. Weiterhin beinhaltet diese Lage die Fenster für die Anzeige der Master-PIN (2 Nr. 3) und die Fenster für das manuelle Eintragen und Anzeigen der PINs (2 Nr. 4).

An der Stelle, an der sich die Griffe der Ziffernstreifen befinden, ist an allen drei Lagen der Vorrichtung eine Aussparung (1 Nr. 6) angebracht, die es erlaubt, die Ziffernstreifen bündig in die Vorrichtung einzuschieben. Dies ermöglicht zum einen die Einhaltung des Scheckkartenformates der gesamten Vorrichtung und zum anderen dient es der Sicherheit nach der Benutzung der Vorrichtung, da diese nur in diesem Zustand wieder in das Scheckkartenfach der Geldbörse oder Brieftasche passt, womit ein Verstellen der Ziffernstreifen einhergeht, was wieder die Verschlüsselung der PINs und Passwörter erzeugt.

Dadurch, dass der dreilagige Aufbau der Vorrichtung mittels relativ dünner Kunststofffolie realisierbar ist, besteht die Möglichkeit, die Vorrichtung in einem größeren Format als dem einer Scheckkarte herzustellen und durch Faltung auf Scheckkartenformat zu bringen. Ein weiteres Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung ist somit sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung zusammenfaltbar. Die beim Auseinanderfalten der Vorrichtung entstehende größere Fläche erhöht die Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter.

Funktion

Der Anwender denkt sich eine frei auswählbare Master-PIN aus und stellt diese durch entsprechende Positionierung der Ziffernstreifen durch Herausziehen oder Hineinschieben an den hierfür vorgesehenen Griffen (2 Nr. 5) an den Fenstern der Master-PIN-Anzeige (2 Nr. 3) ein. Anschließend beschriftet er jeweils die Beschriftungsfelder für die Verwendung der PINs oder Passwörter (2 Nr. 2) z.B. mit der Konto-Nummer der ec-Karte oder mit dem Begriff „Handy", „Aktenkoffer" etc. Danach beschriftet er die Ziffernstreifen, die hierfür über die Fenster der PIN-Anzeige (2 Nr. 4) zugänglich sind, mit den Ziffern der jeweiligen PIN bzw. mit den Buchstaben oder Zeichen der jeweiligen Passwörter. Falls kürzere PINs oder Passwörter notiert werden sollen, als hierfür Beschriftungsfelder zur Verfügung stehen, können die freien Felder rechts- oder linksbündig freigelassen oder mit Füllzeichen wie Punkten, Strichen o.ä. beschriftet werden. Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch ratsam, auch die freien Felder mit entsprechenden Ziffern, Buchstaben oder Zeichen zu füllen. Hierbei muss sich der Anwender jedoch die Anzahl der Stellen der PIN merken und ob er die PIN rechts- oder linksbündig eingetragen hat.

Sind längere PINs oder Passwörter einzutragen als Stellen hierfür vorhanden sind, so besteht die Möglichkeit, die Eintragung zwei- oder mehrzeilig vorzunehmen. D.h. in der oberen Zeile erfolgt die Eintragung der Zeichen oder Ziffern des ersten Teils der PIN oder des Passwortes und in der oder den darunter sich befindenden Zeile(n) die Eintragung des restlichen Teils.

Danach beschriftet der Anwender noch die übrigen freien Felder der Ziffernstreifen mit zufälligen Ziffern, in dem er jeden Ziffernstreifen um eine Position verschiebt und die somit entstehenden leeren Beschriftungsfelder in den Fenstern der PIN-Anzeige (2 Nr. 4) beschriftet. Dies ist erforderlich, um nicht über das ausschließliche Vorhandensein von authentischen PIN-Ziffern die Anzahl der Verschlüsselungsmöglichkeiten zu beschränken (höhere Sicherheit).

Anschließend schiebt er die Ziffernstreifen wieder bis zum Anschlag ein. Die Anzeige der authentischen PINs verschwindet somit.

Falls er zu einem späteren Zeitpunkt eine PIN benötigt, stellt er die Zifferstreifen dergestalt ein, dass die von ihm gemerkte Master-PIN in den entsprechenden Fenstern sichtbar wird. Alle PINs bzw. Passwörter können nunmehr unverschlüsselt in den PIN-Anzeige-Fenstern (2 Nr. 4) abgelesen werden.

Nach diesem Vorgang schiebt der Anwender die Ziffernstreifen wieder bis zum Anschlag in die Vorrichtung ein, um einerseits die PINs wieder verschwinden zu lassen und damit es ihm andererseits möglich ist, die Vorrichtung wieder in das Fach der Geldbörse oder Brieftasche einstecken zu können.


Anspruch[de]
  1. Scheckkartengroße Vorrichtung zum Notieren und mechanischen Verschlüsseln und Entschlüsseln von Zahlenkombinationen (PINs) und Passwörtern, bestehend aus verschiebbaren Ziffernstreifen, die zur Einstellung der Master-PIN bereits beschriftet sind und deren Anzahl aus der maximalen Stellenzahl der PINs und Passwörtern resultiert und auf denen die Eintragung der PINs oder Passwörter und der Füllzeichen manuell erfolgt. Weiterhin aufweisend eine Oberseite mit Fensterausschnitten, die nur die zur Anzeige bzw. Beschriftung relevanten Felder dieser Ziffernstreifen freigeben und aufweisend eine Aussparung zur Versenkung der Griffe der Ziffernstreifen. Weiterhin aufweisend eine Sperrfunktion, die ein Einstecken dieser Vorrichtung in das Scheckkartenfach der Geldbörse oder Brieftasche ohne vorherige Verschlüsselung der PINs bzw. Passwörter verhindert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch – im Vergleich zur Oberseite – vertikal achsensymmetrisch gespiegelter Anordnung der Fensterausschnitte auf der Unterseite auch rückseitig verwendbar ist und dadurch eine Verdoppelung der Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter erfolgt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung zusammenfaltbar ist und somit durch die beim Auseinanderfalten entstehende größere Fläche der Vorrichtung die mögliche Anzahl der notierbaren PINs und Passwörter erhöht wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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