PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004018345U1 31.03.2005
Titel Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge
Anmelder Häfner, Bernd, 99880 Waltershausen, DE
DE-Aktenzeichen 202004018345
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.03.2005
Registration date 24.02.2005
Application date from patent application 26.11.2004
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
IPC-Nebenklasse G08B 25/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einbruchmeldeanlage für mobile Einrichtungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge. Sie besteht aus einer Mobilfunk- Sendeeinheit in oder am Fahrzeug und einer transportablen Empfangseinheit, die der Fahrzeugeigentümer beim Verlassen des Kraftfahrzeuges bei sich führen kann. Die Einbruchmeldeanlage dient der Überwachung des mobilen Gegenstandes und zeigt dem Eigentümer ein unbefugtes Öffnen des Fahrzeuges an.

Bekannt sind am Markt mehrere verschiedene Anlagen, die mit Sensoren den Fahrzeugaufbruch erfassen und akustische oder optische Signale im oder am Fahrzeug aktivieren. So sind nach DE 19838233 A1 Diebstahlwarnanlagen mit Neigungssensoren, nach DE 3628817 A1 Einbruchmelder mit Geräusch- und Infraroterfassung, nach DE 3811886 C1 ein Einbruchmelder mit berührungslos wirkendem Näherungsschalter, nach DE 4024418 A1 ein Diebstahl-Sicherungssystem für Fahrzeuge mit einem Sensor im Türschlüssel des Fahrzeuges, nach EP 1437272 A1 und weitere mit Sensoren bestückte Alarmanlagen bekannt, die durch die Auslösung des Sensors eine mit dem Fahrzeug fest verbundene Alarmeinrichtung zur Aussendung von optischen oder akustischen Signalen betätigen.

Weiterhin zählt zum Stand der Technik nach DE 19844458 C2 ein Diebstahlsicherungsverfahren bei dem der Standort des gestohlenen Objektes erfasst wird. Es ist ebenfalls gemäß DE 29806227 U1 ein entfernungsabhängiges Warn- und Ortungssystem bekannt nachdem sich im zu überwachenden Objekt eine Sendeeinheit befindet, deren Senderadius eingestellt und beim verlassen desselben ein Alarmsignal ausgelöst wird. Zum Stand der Technik zählt auch ein Autoalarm gemäß DE 10015031 A1 der über einen in der Zentralverriegelung des Fahrzeuges angebrachten Chipsatz bei unbefugter Öffnung des Fahrzeuges ein Signal an das Handy des Fahrzeuginhabers sendet. Es ist mit WO 2004/008411 A1 eine Methode und Vorrichtung zur automatischen Herstellung einer digitalen Verbindung mit einer mobilen Einrichtung zur Übermittlung von Daten.

Nachteilig wirkt sich bei all diesen Systemen die Verwendung von zusätzlichen Sensoren oder komplizierten Überwachungseinrichtungen aus. Diese sind meist recht teuer, können ausfallen und müssen wegen dem Eingreifen in die Fahrzeugelektronik vom Fachmann installiert werden. Weiterhin können Fehlalarme bei fahrzeugintegrierten Alarmsystemen zu erheblichen Lärmbelästigungen der umliegenden Anwohner führen. Häufige Fehlalarme führen zum Ignorieren des Notrufes.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einbruchmeldesystem zu entwickeln, welches nur den Fahrzeuginhaber über einen für den Täter stillen Alarm informiert und dabei mit den im Fahrzeug vorhandenen Schaltelementen, ohne zusätzliche Sensoren, auskommt. Es soll die Alarmierung ohne zusätzliche Stromquelle und innerhalb eines bestimmten Wirkungskreises unabhängig vom Standort des Signalempfängers erfolgen Diese Aufgabe wird durch vorliegende Erfindung gelöst, indem eine Sendeeinheit an die Fahrzeuginnenbeleuchtung gekoppelt ist und somit beim Öffnen gleich welcher Tür ein für die Täter nicht hörbares Signal an eine beim Eigentümer befindliche Empfangseinheit gesendet wird. Dieser kann dann ohne Belästigung der Anwohner geeignete Maßnahmen einleiten. Die Speisung des Senders mit Energie erfolgt vorzugsweise über die Autobatterie. Durch die Verwendung der Innenraumbeleuchtung als signalauslösende Einrichtung kann auf zusätzliche Schaltelemente verzichtet werden. Es können jedoch optional weitere Auslösemechanismen wie beispielsweise Ultraschallsensoren, akustische Melder, Radar, Näherungsschalter, Sitzkontakte, Glasbruchsensoren, Vibrationssensoren oder Radbewegungssensoren in das System integriert werden.

Die Erfindung wird im Nachfolgenden anhand von Ausführungsbeispielen genauer beschrieben.

In einem ersten Ausführungsbeispiel werden die Türschließkontakte als auslösendes Element im Stromkreis der Innenbeleuchtung genutzt. Durch das Öffnen einer der Fahrzeugtüren wird ein an der Fahrzeugseitenscheibe angebrachter Sender aktiviert. Dieser sendet dann vorzugsweise auf der freigegebenen Frequenz 433 MHz im 70 cm – Band an einen beim Fahrzeugeigentümer befindlichem Empfänger.

Durch eine integrierte Codierung ist es möglich, einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Damit wird sichergestellt, dass nur die zum Sender gehörige Empfangseinheit alarmiert wird. Der Funksender wird durch eine 12 Volt- Spannung betrieben und ist daher einfach an die Fahrzeugbatterie anschließbar. Durch einfaches Aufschalten der Betriebsspannung ist der Sender bereit und wird durch den Schließkontakt aktiviert. Der Empfänger wird mit 3 Volt- Betriebsspannung betrieben und kann bei Bedarf zu Einsatzzwecken im Gebäude durch ein Netzteil ersetzt werden. Am Empfänger befindet sich eine oder mehrere Signaleinrichtungen, die den Fahrzeugeigentümer durch akustische, optische oder durch einen Vibrationsalarm auf die unbefugte Öffnung des Fahrzeuges hinweisen. Der Sender kann einfach gemäß Bedienungsanleitung, auch durch den Leihen, in den Stromkreislauf der Innenraumbeleuchtung integriert werden, ohne dabei in empfindliche Bereiche der Fahrzeugelektronik eingreifen zu müssen.

In einem zweiten Beispiel wird im Fahrzeuginnenraum ein Infrarot- Bewegungsmelder als Erfassungssensor eingesetzt. Der Vorteil gegenüber dem ersten Beispiel liegt in der etwas früheren Alarmierung des Fahrzeugbesitzers beim Bersten einer der Fahrzeugscheiben. Nachteilig sind jedoch Temperaturen über 30° Celsius bei denen die Sensorelektronik versagen kann. Deshalb ist diese Variante im Sommer vorwiegend nur für den Nachtbetrieb oder in Ergänzung zum ersten Beispiel geeignet.

Durch Signalisierung des unbefugten Eindringens in den Fahrzeugraum können in beiden Beispielen auch die im Fahrzeug befindlichen Wertgegenstände, wie beispielsweise Autoradios geschützt werden. Beide Ausführungsbeispiele lassen sich auch zur Sicherung von anderen Räumen und Gebäuden verwenden. Hier sind dann zusätzliche Sensoren oder Kontakte als auslösende Elemente notwendig.

Kombinationen zwischen den Ausführungsbeispielen sind möglich und werden ebenfalls beansprucht.


Anspruch[de]
  1. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbruchmeldesystem aus einem im zu schützenden Objekt befindlichem Sender und einem beim das Objekt verlassenden Eigentümer des Objektes befindlichen Empfänger besteht.
  2. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als zu schützende Objekte vorzugsweise Kraftfahrzeuge in Frage kommen.
  3. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung zwischen Sender und Empfänger vorzugsweise per Funk in der für den privaten Funkverkehr freigegebenen Frequenzen von 433 MHz oder 446 MHz im 70 cm- Band erfolgt.
  4. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als auslösendes Element für den Sender der Schließkontakt im Stromkreis der Fahrzeuginnenbeleuchtung verwendet wird.
  5. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als auslösendes Element auch ein anderer Schalter oder Sensor, vorzugsweise ein Infrarot- Bewegungsmelder zum Einsatz kommen kann.
  6. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Empfänger beim Öffnen einer der Fahrzeugtüren ein Signal an den Eigentümer gibt und damit den unerlaubten Zugang anzeigt.
  7. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender mit einer Spannung von vorzugsweise 12 Volt gespeist werden muss und sich damit die Kraftfahrzeugbatterie als Energielieferant anbietet.
  8. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger zur Abgabe des Alarmsignals mit Batterien, speziell mit Monozellen versehen ist.
  9. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Inbetriebnahme des Einbruchmelders der Empfänger einen Alarmtest ausführt und damit die Funktionstüchtigkeit des Systems und der Batterien anzeigt.
  10. Funkeinbruchmelder für Kraftfahrzeuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung des Empfängers wahlweise auch über ein Netzteil erfolgen kann
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com