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Dokumentenidentifikation DE60102705T2 31.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001313809
Titel HITZESTABILE MONOAZO MAGENTAPIGMENTZUSAMMENSETZUNGEN
Anmelder Engelhard Corp., Iselin, N.J., US
Erfinder BINDRA, P., Amrit, Breckville, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60102705
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.08.2001
EP-Aktenzeichen 019644145
WO-Anmeldetag 27.08.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/26513
WO-Veröffentlichungsnummer 0002018497
WO-Veröffentlichungsdatum 07.03.2002
EP-Offenlegungsdatum 28.05.2003
EP date of grant 07.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse C09B 63/00
IPC-Nebenklasse C09B 67/22   C09B 45/34   C09B 45/22   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich auf neue blaustichig-rote bis magentafarbene Azopigmente, Verfahren zu ihrer Herstellung und auf Beschichtungs-, Kunststoff- und Tintenzusammensetzungen, die solche Pigmente enthalten.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Azopigmente sind eine Klasse von Färbemitteln, die eine hohe Färbekraft aufweisen und relativ billig sind. Im Handel erhältliche wärmebeständige Azopigmente, die gewöhnlich in Kunststoffen verwendet werden, sind auf den Farbbereich von Gelb-, Orange- und Rottönen beschränkt, wie etwa Pigment Gelb 61, Pigment Gelb 62, Pigment Gelb 183, Pigment Gelb 191, Pigment Gelb 205, Pigment Gelb 206, Pigment Gelb 209, Pigment Gelb 209 : 1, Pigment Gelb 210, Pigment Gelb 212, Pigment Orange 79, Pigment Rot 276, Pigment Rot 277 usw. Folglich besteht ein unbefriedigter Bedarf, den Farbtonbereich von Azopigmenten zu magentafarbenen Pigmenten hin auszudehnen, die eine vergleichbare Leistung im Hinblick auf Eigenschaften, wie die Farbstärke, die Beständigkeit gegenüber polaren Lösungsmitteln, die Lichtechtheit und/oder die Wärmebeständigkeit, aufweisen. Es ist erwünscht, den Farbtonbereich von Azopigmenten auf eine Magentafarbe auszuweiten und dadurch den Bereich der bei Verwendung solcher Pigmente verfügbaren Farben zu vergrößern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich auf blaustichig-rote bis magentafarbene Pigmente, die sich zur Verwendung als Färbemittel eignen, und auf Verfahren zu ihrer Herstellung. Die magentafarbenen Azopigmente der vorliegenden Erfindung weisen eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit, Ausblutbeständigkeit und eine sehr hohe Farbstärke auf. Infolgedessen eignen sich diese Pigmente zur Verwendung beim Pigmentieren von Kunststoffen, Tinten und Beschichtungen, neben anderen Materialien, aber insbesondere in Kunststoffen, die häufig hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Ein Aspekt der Erfindung bezieht sich auf eine Zusammensetzung, die wenigstens eine Verbindung enthält, die durch die Formel gekennzeichnet ist:

Formel (I)
wobei R eine niedere Alkylgruppe oder eine Hydroxycarbylgruppe ist, R1 Wasserstoff, Chlor, eine niedere Alkylgruppe oder eine niedere Alkoxygruppe ist, und M Ca, Sr, Ba, Mn, Mg oder Zn ist.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Azopigments, umfassend die Schritte des Kuppelns von wenigstens einer Diazoniumkomponente von einem oder mehreren aromatischen Aminen, wobei wenigstens ein aromatisches Amin die Formel aufweist:

Formel (II)
wobei R eine niedere Alkylgruppe oder eine Hydroxycarbylgruppe ist und R1 Wasserstoff, Chlor, eine niedere Alkylgruppe oder eine niedere Alkoxygruppe ist, mit wenigstens einer Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kupplungskomponente, um einen Azofarbstoff zu bilden; und des Metallisierens des Azofarbstoffs mit einem zweiwertigen Metall.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf metallisierte blaustichig-rote bis magentafarbene Azopigmente, die sich zur Verwendung als Färbemittel eignen, Verfahren zum Herstellen und Verwenden der metallisierten Azo-Magentapigmente, und Kunststoffe, Beschichtungen und Tinten, welche die metallisierten Azo-Magentapigmente enthalten. Metallisierte Azo-Magentapigmente gemäß der vorliegenden Erfindung weisen eine hohe Färbekraft und gleichzeitig eine gute Wärmebeständigkeit auf. Außerdem weisen die metallisierten Azo-Magentapigmente gemäß der vorliegenden Erfindung eine Kombination aus guter Wärmebeständigkeit und guter Lichtechtheit im Vergleich zu anderen metallisierten Azopigmenten auf. In vielen Ausführungsformen enthalten die metallisierten Azo-Magentapigmente gemäß der vorliegenden Erfindung wenige (nicht mehr als ungefähr 1) Halogenatom pro Pigmentmolekül, so dass die metallisierten Azo-Magentapigmente umweltfreundlich sind.

Ganz allgemein werden die Azopigmente der vorliegenden Erfindung hergestellt, indem zunächst ein oder mehrere aromatische Amine, die sich für die Verwendung in dieser Erfindung eignen, diazotiert werden und anschließend die Diazoniumkomponente mit einer Kupplungskomponente, die sich für die Verwendung in dieser Erfindung eignet, gekuppelt wird, um den gewünschten Farbstoff zu bilden. Der Farbstoff kann durch beliebige geeignete Mittel metallisiert werden, wie nachstehend ausführlicher beschrieben ist.

In den Dokumenten WO 98/13425, GB 1,313,147; GB 1,400,847; US 2,117,859 und EP 649,883 sind verlackte Monoazofarbstoffe mit der gleichen grundlegenden Struktur offenbart.

Aromatische Amine, die sich für die vorliegende Erfindung eignen, sind solche, die durch die Formel gekennzeichnet sind:

Formel (II)
wobei R eine niedere Alkylgruppe oder eine Hydroxycarbylgruppe ist und R1 Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl oder eine niedere Alkoxygruppe ist. Zu Hydroxycarbylgruppen gehören Hydroxyalkylgruppen, Hydroxyalkenylgruppen und dergleichen. Niedere Alkylgruppen und niedere Alkoxygruppen enthalten 1 bis 4 Kohlenstoffatome. Zu Beispielen gehören Methyl, Methoxy, Ethyl, Ethoxy, Propyl, Propoxy, Butyl und Butoxy (einschließlich aller Isomere). Eines oder mehrere der durch Formel (II) gekennzeichneten aromatischen Amine kann eingesetzt werden, wenn die Azo-Magentapigmente der vorliegenden Erfindung hergestellt werden.

Zu Beispielen für das aromatische Amin gehören 2-Amino-5-methoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-5-ethoxy-benzolsulfonsäure, 2-Amino-4-chlor-5-methoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-4-chlor-5-ethoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-4-methyl-5-methoxybenzolsulfonsäure; 2-Amino-4-ethyl-5-methoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-4,5-dimethoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-4-methyl-5-ethoxy-benzolsulfonsäure; 2-Amino-4-ethyl-5-ethoxy-benzolsulfonsäure; und 2-Amino-4,5-diethoxy-benzolsulfonsäure.

In einer Ausführungsform werden Gemische aus zwei oder mehr aromatischen Aminen, wobei wenigstens eines der Amine durch Formel (II) gekennzeichnet ist, diazotiert, anschließend mit dem Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kuppler gekuppelt. In dieser Ausführungsform sind aromatische Amine, welche nicht durch Formel (II) gekennzeichnet sind, zusätzliche aromatische Amine. Solche zusätzlichen aromatischen Amine können für die Farbtoneinstellung der Pigmente der vorliegenden Erfindung nützlich sein.

Eine Reihe von geeigneten zusätzlichen aromatischen Aminen kann mit aromatischen Aminen, die durch Formel (II) gekennzeichnet sind, für die Zwecke der vorliegenden Erfindung vermischt werden. In einer Ausführungsform gehören zu den zusätzlichen aromatischen Aminen primäre aromatische Amine, wobei die aromatische Komponente der Amine wenigstens eine Säuregruppe oder Salze davon als Substituenten enthält, und vorzugsweise die Alkalimetall- oder Ammoniumsalze von solchen zusätzlichen aromatischen Aminen. Die aromatischen Amine können Monoamine oder Polyamine sein, die bis zu ungefähr 4 oder mehr Amingruppen pro Molekül enthalten. Somit können die Diazoniumkomponenten, die von solchen zusätzlichen aromatischen Aminen abgeleitet sind, eine Diazoniumgruppe (Mono-diazonium), zwei Diazoniumgruppen (Bis-diazonium), drei Diazoniumgruppen (Tris-diazonium) usw. enthalten. Die zusätzlichen aromatischen Amine können monocyclische Amine, wie Anilin und seine Derivate oder bicyclische Amine, wie Naphthylamine und ihre Derivate, sein. Die zusätzlichen aromatischen Amine können auch Biphenylamine oder Polyamine, wie Aminobiphenyl, Benzidin und 3,3',4,4'-Biphenyltetramin, sein.

In einer weiteren Ausführungsform ist das zusätzliche aromatische Amin ein primäres aromatisches Amin, das durch die Formel gekennzeichnet ist:

Formel (III)
wobei jedes R2 unabhängig ein Halogen, Hydrocarbyl, Hydrocarbyloxy, Carbonsäureester, Sulfonsäureester, Carbonsäureamid, Imidazolon, Sulfonsäureamid oder eine Nitrogruppe ist; n 0, 1 oder 2 ist; jedes Z unabhängig eine -COOH oder -SO3H-Gruppe oder Salze von solchen Gruppen ist; m 1 oder 2 ist; wobei es sich versteht, dass die Imidazolongruppe durch die Formel -NH-C-NH- wiedergegeben wird, wobei, wenn sie mit dem aromatischen Ring zusammengefasst wird, die Stickstoffatome an angrenzende Kohlenstoffatome gebunden sind unter Bildung eines fünfgliedrigen Rings, und dass Formel (III) nicht ein aromatisches Amin ist, das durch Formel (II) gekennzeichnet ist. Der Begriff "Hydrocarbyl", wie er in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet wird, soll Kohlenwasserstoffe einschließen, welche heteroatomhaltige Substituentengruppen, wie etwa Ether, Ester, Hydroxy, Nitro oder Halogen, enthalten können, welche den Kohlenwasserstoffcharakter der Gruppe nicht wesentlich beeinflussen. Die Hydrocarbyl- und Hydrocarbyloxygruppen enthalten typischerweise 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatome.

In einer weiteren Ausführungsform enthalten die zusätzlichen aromatischen Amine, die durch Formel (III) gekennzeichnet sind, 0, 1 oder 2 R2-Gruppen, welche jeweils unabhängig voneinander ein Halogen, Hydrocarbyl, Hydrocarbyloxy, Carbonsäureester, Sulfonsäureester, Carbonsäureamid, Imidazolon, Sulfonsäureamid oder eine Nitrogruppe sind. Bei der Halogengruppe kann es sich um ein beliebiges Halogen handeln, wenngleich im Allgemeinen Chlor und Brom verwendet werden, wobei Chlor das am meisten bevorzugte Beispiel für einen Halogensubstituenten ist. Die Hydrocarbylgruppen können unabhängig voneinander Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Alkarylgruppen sein, die 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthalten. Wenn z. B. R2 eine unsubstituierte Arylgruppe ist, ist das aromatische Amin ein Biphenylamin. Wenn R2 eine Alkylgruppe ist, enthält die Alkylgruppe im Allgemeinen 1 bis ungefähr 4 Kohlenstoffatome. Wenn R2 eine Hydrocarbyloxygruppe ist, kann die Hydrocarbylkomponente eine beliebige der vorstehend erörterten Hydrocarbylgruppen sein, wenngleich im Allgemeinen die Hydrocarbyloxygruppe eine Alkoxygruppe ist, die 1 bis ungefähr 4 oder sogar noch mehr Kohlenstoffatome enthält. Bevorzugte R2-Gruppen sind Methyl-, Ethyl- und Chlorgruppen.

In noch einer weiteren Ausführungsform enthalten die zusätzlichen aromatischen Amine, die durch Formel (III) gekennzeichnet sind, auch eine oder zwei Säuregruppen ausgewählt aus -COOH und/oder -SO3H und/oder Salze davon. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das zusätzliche aromatische Amin der Formel (III) eine -SO3H-Gruppe.

Zu Beispielen für zusätzliche aromatische Amine, die durch Formel (III) gekennzeichnet sind, wobei Z eine Sulfonsäuregruppe ist und m 1 ist, gehören 2-Aminobenzol-1-sulfonsäure, 4-Aminobenzol-1-sulfonsäure, 2-Amino-5-methylbenzol-1-sulfonsäure, 3-Amino-6-methylbenzol-1-sulfonsäure, 2-Amino-4-chlor-5-methylbenzol-1-sulfonsäure, 2-Amino-5-chlor-4-ethylbenzol-1-sulfonsäure, 2-Amino-5-chlor-4-methylbenzol-1-sulfonsäure, usw.

Zu Beispielen für zusätzliche aromatische Amine, die durch Formel (III) gekennzeichnet sind, wobei Z eine Carbonsäuregruppe ist und m 1 ist, gehören 3-Aminobenzoesäure, 4-Aminobenzoesäure, 2-Amino-5-methylbenzoesäure, 2-Amino-6-methylbenzoesäure, 3-Amino-2-methylbenzoesäure, 2-Amino-3-methoxybenzoesäure, 4-Amino-3-methoxybenzoesäure, 4-Amino-5-chlor-2-methoxybenzoesäure, 2-Amino-4-chlorbenzoesäure, 3-Amino-4-chlorbenzoesäure usw. Die Benzolsulfonsäure- und Benzoesäureverbindungen können an sich oder in Form ihrer Salze verwendet werden. Zu Beispielen für bevorzugte Salze gehören die Alkalimetallsalze wie die Natrium- und Kaliumsalze.

In noch einer weiteren Ausführungsform sind die zusätzlichen aromatischen Amine kondensierte cyclische aromatische Aminverbindungen wie etwa Verbindungen, die von Naphthalin abgeleitet sind, einschließlich 2-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure, 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure usw. Zu Beispielen für zusätzliche aromatische Amine, welche Biphenylamine und Polyamine sind, gehören 4-Aminobiphenyl-3'-sulfonsäure und 4,4'-Diaminobiphenyl-2,2'-disulfonsäure.

Die Diazotierung der aromatischen Amine und zusätzlichen aromatischen Amine erfolgt auf eine beliebige geeignete Weise wie etwa auf die den Fachleuten bekannten Weisen. In einer Ausführungsform erfolgt die Diazotierung durch die Verwendung von Alkalimetallnitriten oder Niederalkylnitriten zusammen mit einer angemessen starken Säure wie etwa einer Mineralsäure. Zu Beispielen für brauchbare Mineralsäuren gehören Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure. Nitrosylschwefelsäure kann ebenfalls verwendet werden. In einer Ausführungsform wird die Diazotierungsreaktion bei einer Temperatur von ungefähr –20°C bis 30°C durchgeführt. In einer anderen Ausführungsform wird die Diazotierungsreaktion bei einer Temperatur von ungefähr –5°C bis ungefähr 25°C durchgeführt. In noch einer weiteren Ausführungsform wird die Diazotierungsreaktion bei einer Temperatur von ungefähr 0°C bis ungefähr 15°C durchgeführt.

In einer Ausführungsform ist eine oberflächenaktive Substanz wie etwa eine nichtionische, anionische oder kationische oberflächenaktive Substanz in der Diazotierungsreaktion und/oder in der nachfolgenden Kupplungsreaktion enthalten. Zu Beispielen für oberflächenaktive Substanzen gehören Aminoxid-Tenside und speziell kationische Aminoxid-Tenside, Sulfosuccinat-Tenside und Derivate davon und speziell anionische Sulfosuccinat-Tenside und Derivate davon.

Zu Aminoxid-Tensiden gehören N,N-Bis(2-hydroxyethyl)cocoalkylaminoxid, N,N-Dimethylcocoalkylaminoxid, Dimethyl(hydriertes Talg)aminoxid, Dimethylhexadecylaminoxid, Bis(2-hydroxyethyl)talgaminoxid, Cocoamidopropylaminoxid, Lauryl(12,14,16-Mischung)dimethylaminoxid, Myristyldimethylaminoxid, Cocamidopropylaminoxid und Stearyldimethylaminoxid. Zu Beispielen gehören diejenigen unter der Handelsbezeichnung Aromox, die von Akzo Nobel Chemicals erhältlich sind und speziell die Produktbezeichnungen C/12, C/12W, DMC, DMC-W, DMHT, DM16 und T/12; diejenigen unter der Handelsbezeichnung Barlox®, die von Lonza erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnungen C, 12 und 14; diejenigen unter der Handelsbezeichnung DeMox, die von DeForest Enterprises erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnungen CAPO und LAO; und diejenigen unter der Handelsbezeichnung Schercamox, die von Scher Chemicals erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnung DMS.

Zu Sulfosuccinat-Tensiden gehören ein Dinatrium-ethoxylierter Alkohol-Halbester von Sulfobernsteinsäure, Dinatrium-ethoxylierter Nonylphenol-Halbester von Sulfobernsteinsäure, Dicyclohexylester von Natriumsulfobernsteinsäure, Dinatriumisodecylsulfosuccinat, Diamylester von Natriumsulfobernsteinsäure, Dihexylester von Natriumsulfobernsteinsäure, Natriumsalz von sulfatiertem Nonylphenoxypolyethoxyethanol, Dioctylester von Natriumsulfobernsteinsäure, Bis(tridecyl)ester von Natriumsulfobernsteinsäure und Dinatriumalkylsulfosuccinat. Zu Beispielen gehören diejenigen unter der Handelsbezeichnung Aerosol, die von Cytec Industries erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnungen A-102, A-103, A-196, A-268, AY, MA-801, NPES, OT, TR-70 und 501. Diejenigen unter der Handelsbezeichnung Geropon, die von Rhone-Poulenc erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnungen SDS, SS-O und 99; und diejenigen unter der Handelsbezeichnung Mackanate, die von The McIntyre Group erhältlich sind, und speziell die Produktbezeichnungen DOS-70M5 und DOS-75.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Sulfosuccinat-Tensid ein Natriumdialkylsulfosuccinat-Tensid mit der Molekülformel:

Formel (IV)
in welcher R eine Alkylgruppe mit ungefähr 3 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise ungefähr 4 bis ungefähr 13 Kohlenstoffatomen ist.

In einer Ausführungsform ist ein organisches Lösungsmittel in der Diazotierungsreaktion und/oder in der nachfolgenden Kupplungsreaktion enthalten. Zu organischen Lösungsmitteln gehören z. B. eines oder mehrere der Lösungsmittel Eisessig, niedere Alkanole, Dioxan, Formamid, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Pyridin und N-Methylpyrrolidon. In einer anderen Ausführungsform ist ein organisches Lösungsmittel nicht in der Diazotierungsreaktion und/oder in der nachfolgenden Kupplungsreaktion enthalten.

Die für die Zwecke dieser Erfindung brauchbaren Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kuppler werden wiedergegeben durch die Formel:

Formel (V)

Zu Beispielen für die für die Zwecke dieser Erfindung brauchbaren Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kuppler gehören eine oder mehrere von 1-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure; 1-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure; 1-Hydroxynaphthalin-8-sulfonsäure; 2-Hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure, usw.

In einer Ausführungsform werden Gemische aus zwei oder mehr Kupplern, wobei wenigstens einer der Kuppler eine Hydroxynaphthalinsulfonsäure ist, und wenigstens ein sekundärer Kuppler, der nicht durch Formel (V) wiedergegeben wird, eingesetzt, um die Azo-Magentapigmente der vorliegenden Erfindung herzustellen. Zu sekundären Kupplern, die nicht durch Formel (V) wiedergegeben werden, gehören Pyrazolonkuppler, Naphthalinkuppler, die nicht durch Formel (V) wiedergegeben werden, Naphthoesäurekuppler und dergleichen.

In einer Ausführungsform wird die Kupplungsreaktion vorzugsweise durch Zugeben der Diazoniumkomponenten zu den Kupplungskomponenten bewirkt. In einer anderen Ausführungsform werden die Kupplungskomponenten zu den Diazoniumkomponenten zugegeben. Die Kupplung wird im Allgemeinen bei einer Temperatur von ungefähr –20°C bis ungefähr 80°C bewirkt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Kupplung bei einer Temperatur von ungefähr 0°C bis ungefähr 60°C durchgeführt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Kupplung bei einer Temperatur von ungefähr 10°C bis ungefähr 50°C durchgeführt. Die Kupplung wird im Allgemeinen bei einem pH von ungefähr 4 bis ungefähr 12 bewirkt. In einer weiteren Ausführungsform wird die Kupplung bei einem pH von ungefähr 5 bis ungefähr 11 bewirkt. Wie in der Diazotierungsreaktion wird die Kupplung wahlweise in Gegenwart einer geeigneten oberflächenaktiven Substanz und/oder eines organischen Lösungsmittels, wie etwa den vorstehend für die Diazotierungsreaktion angegebenen, durchgeführt.

In einer Ausführungsform wird die Kupplungskomponente in einer basischen Lösung, wie etwa einer wässrigen Alkalimetallhydroxidlösung, gelöst und mit einer verdünnten Säure, wie etwa Essigsäure, wieder ausgefällt.

In einer anderen Ausführungsform wird die Diazoniumkomponente allgemein mit einem leichten stöchiometrischen Überschuss der Kupplungskomponente gekuppelt. Das heißt, ein Äquivalent der Diazoniumkomponente wird mit etwas mehr als einem Äquivalent der Kupplungskomponente gekuppelt. In einer Ausführungsform beträgt das Verhältnis der Äquivalente der Diazoniumkomponente zu der Kupplungskomponente ungefähr 0,8 : 1 bis ungefähr 1,1 : 1. In einer weiteren Ausführungsform beträgt das Verhältnis der Äquivalente der Diazoniumkomponente zu der Kupplungskomponente ungefähr 0,9 : 1 bis ungefähr 1 : 1.

In noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Dispergierbarkeit der Pigmente der vorliegenden Erfindung durch Zugeben von alkalilöslichen harzartigen Produkten vor, während oder nach der Beendigung der Kupplung oder nach der nachstehend erörterten Metallisierung verbessert. Verschiedene harzartige Materialien können zu diesem Zweck zugegeben werden und zu diesen gehören z. B. Kolophoniumharze, polymere Harze, Harzseife, chemisch modifizierte Kolophoniumharze, wie Kolophonium-Maleinat-Harze, Alkydharze und andere synthetische Kohlenwasserstoffharze mit einer höheren Säurezahl oder eine Kombination von diesen Harzen. Die Harze können in einem Produkt mit freien Carboxylgruppen vorhanden sein, welche im Stande sind, ein Salz zu bilden, oder können teilweise oder vollständig in Form von Salzen, z. B. mit Alkalimetallionen, vorliegen.

In noch einer weiteren Ausführungsform wird die Kupplungsreaktion in Gegenwart eines fein verteilten unlöslichen Materials durchgeführt. Zu Beispielen für fein verteilte unlösliche Materialien gehören Erdalkalimetallsulfate und -carbonate, Titandioxid oder Tonmaterialien oder sehr fein verteilte organische Kunststoffmaterialien.

Die durch die vorstehend beschriebene Kupplungsreaktion hergestellte Zusammensetzung kann durch ein geeignetes Salz eines zweiwertigen Metalls metallisiert werden, welches das Sulfonatsalz bildet. Dies wird auch als Verlacken bezeichnet und bildet das Azopigment. Das Metallsalz enthält wenigstens eines der Elemente Calcium, Strontium, Barium, Mangan, Magnesium und Zink. Zu Beispielen für Salze von zweiwertigen Metallen gehören die Acetat-, Bromid-, Chlorid-, Fluorid-, Hydroxid-, Iodid- und Nitratsalze von Calcium, Strontium, Barium, Mangan, Magnesium und Zink.

In einer Ausführungsform erfolgt die Metallisierung durch Zugeben des Salzes eines zweiwertigen Metalls zu dem Farbstoff nach der Kupplung der gesamten vorhandenen Diazoniumkomponente. In einer weiteren Ausführungsform erfolgt die Metallisierung durch Aufnahme des Metallsalzes in die Diazoniumkomponente, wodurch eine Metallisierung stattfindet, während der Farbstoff gebildet wird.

In einer Ausführungsform, in der zusätzliche aromatische Amine und sekundäre Pyrazolonkuppler nicht eingesetzt werden, wird die Metallisierung mit wenigstens einem Vertreter aus der aus einem Strontiumsalz und Calciumsalz bestehenden Gruppe durchgeführt. In einer weiteren Ausführungsform, in der zusätzliche aromatische Amine und sekundäre Pyrazolonkuppler eingesetzt werden, wird die Metallisierung mit wenigstens einem Vertreter aus der aus einem Strontiumsalz und Calciumsalz bestehenden Gruppe durchgeführt.

In den meisten Anwendungen ist es zum Erhalten der vollen Helligkeit und Färbekraft erwünscht, das Azopigment zu erhitzen. Zum Beispiel kann das Produkt der Metallisierung ungefähr 1 Stunde bis ungefähr 3 Stunden auf Rückflusstemperatur oder auf Temperaturen über ungefähr 100°C unter Druck in Gegenwart der vorstehend beschriebenen Harzseifen oder anderer löslicher Harze erhitzt werden.

Nach der Beendigung der Metallisierung werden die Azopigmente aus der Reaktionsaufschlämmung auf Wasserbasis zurückgewonnen durch Filtrieren, um einen Presskuchen aus Pigment zu bilden, welcher mit Wasser gewaschen wird, um die überschüssigen Säuren, Basen und Salze zu entfernen, welche sich in der Kupplungsreaktion bilden können. Der Presskuchen wird typischerweise mit dem ungefähr 10- bis ungefähr 20fachen seines Volumens an Wasser gewaschen, wozu kaltes, warmes oder heißes Wasser gehört. Der Filterkuchen wird im Allgemeinen gewaschen, bis das Filtrat nur einen schwach positiven Test auf Chloridionen ergibt. Der gewaschene Presskuchen kann getrocknet, gemahlen und in Form eines groben oder fein verteilten Pulvers verwendet werden. Alternativ können die Azopigmente dieser Erfindung in Ölharzbindemittel dispergiert werden, um geflushte Basen herzustellen, oder in wässrige Bindemittel dispergiert werden, um wässrige Dispersionen herzustellen.

Beispiele für Pigmentverbindungen, die in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung hergestellt werden, werden durch die folgenden Formeln wiedergegeben.

Formel (I)
wobei R eine niedere Alkylgruppe oder eine Hydroxycarbylgruppe ist, R1 ein Vertreter aus der aus Wasserstoff, Chlor, einer niederen Alkylgruppe und einer niederen Alkoxygruppe bestehenden Gruppe ist und M wenigstens eines der Elemente Ca, Sr, Ba, Mn, Mg oder Zn ist.

Formel (VI)
Formel (VII)
Formel (VIII)
Formel (IX)

Zu weiteren Verbindungen gehören solche, bei denen zusätzliche aromatische Amine und/oder sekundäre Kuppler eingesetzt werden.

Die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ergeben blaustichig-rote bis magentafarbene Pigmente mit verbesserter Farbstärke, Beständigkeit gegenüber polaren Lösungsmitteln, Lichtechtheit und/oder Wärmebeständigkeit und sind brauchbar als Färbemittel in Kunststoffen, Beschichtungen und Tinten. In einer bevorzugten Ausführungsform ergeben die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Magentapigmente, die sowohl eine verbesserte Farbstärke als auch eine verbesserte Wärmebeständigkeit aufweisen. In einer Ausführungsform enthält das Azo-Magentapigment der vorliegenden Erfindung kein Chlor. In einer anderen Ausführungsform enthält das Azo-Magentapigment der vorliegenden Erfindung ein Chloratom oder weniger.

Die Wärmebeständigkeit ist die Fähigkeit, einer Zersetzung bei Temperaturen über ungefähr 150°C zu widerstehen. In einer anderen Ausführungsform widersteht das Azo-Magentapigment der vorliegenden Erfindung einer Zersetzung bei Temperaturen über ungefähr 250°C. In noch einer weiteren Ausführungsform widersteht das Azo-Magentapigment der vorliegenden Erfindung einer Zersetzung bei Temperaturen über ungefähr 350°C.

In anderen Ausführungsformen bezieht sich die Erfindung deshalb auf Beschichtungszusammensetzungen, einschließlich Anstrichfarbzusammensetzungen, Tintenzusammensetzungen und Kunststoffzusammensetzungen, die jeweils größere Mengen eines Beschichtungsbindemittels, wie eines Farbbindemittels, Tintenbindemittels oder Kunststoffbindemittels, und kleinere Mengen der Azo-Magentapigmentzusammensetzungen umfassen. Größere Mengen bedeuten 50 Gew.-% oder mehr, während kleinere Mengen weniger als 50 Gew.-% bedeuten.

Die Beschichtungs-, Tinten- und Kunststoffzusammensetzungen, in welchen die Zusammensetzungen dieser Erfindung brauchbar sind, sind dem Fachmann wohlbekannt. Zu Beispielen gehören Druckfarben bzw. -tinten, Lacke, thermoplastische und wärmehärtbare Materialien, natürliche Harze und synthetische Harze, Polystyrol und seine Mischpolymere, Polyolefine, insbesondere Polyethylen und Polypropylen, Polyacrylverbindungen, Polyvinylverbindungen, z. B. Polyvinylchlorid und Polyvinylacetat, Polycarbonat, Polyester und Kautschuk und auch aus Viskose und Celluloseethern, Celluloseestern, Polyamiden, Polyurethanen, Polyestern, z. B. Polyglycolterephthalaten, und Polyacrylnitril hergestellte Filamente. Die Pigmente der vorliegenden Erfindung sind auch zum Pigmentdrucken und zum Pigmentieren von Papier in der Masse brauchbar.

Aufgrund ihrer ausgezeichneten Wärmebeständigkeit sind Pigmente besonders geeignet für das Pigmentieren von Kunststoffen in der Masse, wie z. B. von Polystyrol und seinen Mischpolymeren, Polyolefinen, insbesondere Polyethylen und Polypropylen und den entsprechenden Mischpolymeren, Polycarbonat, Polyvinylchlorid und Polyestern, insbesondere Polyethylenglycolterephthalat und Polybutylenterephthalat, und den entsprechenden gemischten Kondensationsprodukten auf der Basis von Polyestern.

Zu Beispielen für Beschichtungszusammensetzungen gehören Anstrichfarbzusammensetzungen, Klebstoffzusammensetzungen und Pulverzusammensetzungen. Somit gehören zu Beschichtungszusammensetzungen Beschichtungszusammensetzungen auf flüssiger Basis und Beschichtungszusammensetzungen auf Pulverbasis.

Siehe z. B. im Hinblick auf Tinten: R. H. Leach, Herausgeber, The Printing Ink Manual, vierte Auflage, Van Nostrand Reinhold (International) Co. Ltd., London (1988), insbesondere die Seiten 282–591; im Hinblick auf Anstrichfarben: C. H. Hare, Protective Coatings, Technology Publishing Co., Pittsburgh (1994), insbesondere die Seiten 63–288; und im Hinblick auf Kunststoffe: T. G. Webber, Coloring of Plastics, John Wiley & Sons, New York (1979), insbesondere die Seiten 79–204. Die vorstehenden Literaturstellen sind hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung aufgenommen, was ihre Lehre von Tinten-, Anstrichfarb- und Kunststoffzusammensetzungen, Formulierungen und Bindemitteln anbelangt, in welchem die Zusammensetzungen dieser Erfindung verwendet werden können, einschließlich der Mengen der Färbemittel. Zum Beispiel kann das Pigment in einer Konzentration von ungefähr 10 Gew.-% bis ungefähr 15 Gew.-% in einer lithografischen Offsettinte verwendet werden, wobei der Rest ein Bindemittel ist, das gelierte und nicht-gelierte Kohlenwasserstoffharze, Alkydharze, Wachsverbindungen und aliphatisches Lösungsmittel enthält. Das Pigment kann auch z. B. in einer Konzentration von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% in einer Innenanstrichfarbenformulierung zusammen mit anderen Pigmenten verwendet werden, welche Titandioxid, Acryllatizes, Koaleszenzmittel, Wasser oder Lösungsmittel enthalten könnte. Das Pigment kann auch z. B. in einer Konzentration von ungefähr 20 Gew.-% bis ungefähr 30 Gew.-% in einem Kunststofffarbkonzentrat in Polyethylen verwendet werden.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung. Sofern nichts anderes angegeben ist, beziehen sich in den folgenden Beispielen und überall sonst in der Beschreibung und den Ansprüchen alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht, sind alle Temperaturen in Grad Celsius angegeben und liegt der Druck bei oder nahe bei Atmosphärendruck.

Beispiel 1

Es wird eine Diazoaufschlämmung hergestellt durch Auflösen von 19,2 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure in 250 Teilen Wasser und 7 Teilen 50%iger Natriumhydroxidlösung. Die Lösung wird durch die Zugabe von Eis auf 0°C gekühlt und durch die Zugabe von 30 Teilen einer 25%igen Lösung von Natriumnitrit und 34 Teilen von 20° Baume Chlorwasserstoffsäure und 40 Minuten Rühren der Aufschlämmung bei 0–10°C, gefolgt von der Zugabe von 21 Teilen Strontiumnitrat diazotiert. Überschüssiges Nitrit wird mit Sulfaminsäure gelöscht. Es wird eine kleine Menge eines Antischaummittels verwendet, um den Schaum zu bekämpfen.

Eine Kuppleraufschlämmung wird hergestellt durch Auflösen von 26,6 Teilen des Kaliumsalzes von 2-Hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure (Schäffer-Salz) durch Erwärmen in 600 Teilen Wasser, das 9 Teile 50%iges Natriumhydroxid und 4 Teile Bisalkylester von Sulfobernsteinsäure enthält, und anschließend mit Eis auf 10°C gekühlt.

Die Diazoaufschlämmung wird in die Kuppleraufschlämmung über einen Zeitraum von 40 Minuten gekuppelt, wobei der pH durch Zugabe einer 10%igen wässrigen Natriumhydroxidlösung bei 9 gehalten wird. Der pH der Aufschlämmung wird dann durch Zugabe einer 10%igen Lösung von Natriumhydroxid auf einen Wert zwischen 9,8 und 10 angehoben. Das Gemisch wird 30 Minuten gerührt, 25 Teile Strontiumnitrat werden hinzugegeben, weitere 70 Minuten gerührt und mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1°C/Minute auf 55°C erwärmt. Die Aufschlämmung wird 40 Minuten bei 55°C gehalten. Der pH der Aufschlämmung wird auf 8 eingestellt und anschließend wird sie zum Sieden erhitzt und 80 Minuten sieden gelassen. Die Aufschlämmung wird dann mit Eis auf weniger als 50°C gekühlt und filtriert; der Filterkuchen wird mit Wasser gewaschen, über Nacht bei 80°C getrocknet und pulverisiert, wobei ein dunkelrotes (magentafarbenes) Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 1-1

Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 17,7 Teile 2-Amino-5-methylbenzolsulfonsäure (4B-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 1-2

Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 20,9 Teile 2-Amino-4-chlor-5-methylbenzolsulfonsäure (2B-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 1-3

Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 20,9 Teile 2-Amino-4-methyl-5-chlorbenzolsulfonsäure (C-Amin) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 1-4

Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 22,3 Teile 2-Amino-4-ethyl-5-chlorbenzolsulfonsäure (Ethyl-C-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-4-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Beispiel 2

Eine Diazoaufschlämmung wird hergestellt durch Auflösen von 9,6 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure in 200 Teilen Wasser und 3,5 Teilen einer 50%igen Natriumhydroxidlösung. Die Lösung wird durch die Zugabe von Eis auf 0°C gekühlt und durch die Zugabe von 15 Teilen einer 25%igen Lösung von Natriumnitrit und 17 Teilen von 20° Baume Chlorwasserstoffsäure und 40 Minuten Rühren der Aufschlämmung bei 0–10°C diazotiert. Überschüssiges Nitrit wird mit Sulfaminsäure gelöscht. Es wird eine kleine Menge eines Antischaummittels verwendet, um den Schaum zu bekämpfen.

Eine Kuppleraufschlämmung wird hergestellt durch Auflösen von 13,3 Teilen des Kaliumsalzes von 2-Hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure (Schäffer-Salz) durch Erwärmen auf 30°C in 450 Teilen Wasser, das 3,8 Teile 50%iges Natriumhydroxid und 2 Teile Bisalkylestersulfobernsteinsäure enthält, und anschließend mit Eis auf 10°C abgekühlt.

Die Diazoaufschlämmung wird in die Kuppleraufschlämmung über einen Zeitraum von 40 Minuten gekuppelt, wobei der pH zwischen 6 und 7 gehalten wird. Der pH des Gemisches wird dann auf 7 eingestellt. Das Gemisch wird 20 Minuten gerührt und mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1°C/Minute auf 60°C erwärmt. Der pH des Gemisches wird auf 9 eingestellt, 20 Teile Bariumchloriddihydrat werden zugegeben, das Gemisch wird bei 60°C 40 Minuten gerührt, zum Sieden erhitzt und 60 Minuten sieden gelassen. Die Aufschlämmung wird dann mit Eis auf weniger als 55°C abgekühlt und filtriert; der Filterkuchen wird mit Wasser gewaschen, über Nacht bei 80°C getrocknet und pulverisiert, wobei ein magentafarbenes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 2-1

Das Verfahren von Beispiel 2 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 17,7 Teile 2-Amino-5-methylbenzolsulfonsäure (4B-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-4-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 2-2

Das Verfahren von Beispiel 2 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 20,9 Teile 2-Amino-4-chlor-5-methylbenzolsulfonsäure (2B-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-5-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 2-3

Das Verfahren von Beispiel 2 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 20,9 Teile 2-Amino-4-methyl-5-chlorbenzolsulfonsäure (C-Amin) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-4-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Vergleichsbeispiel 2-4

Das Verfahren von Beispiel 2 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 22,3 Teile 2-Amino-4-ethyl-5-chlorbenzolsulfonsäure (Ethyl-C-Säure) anstelle von 19,2 Teilen 2-Amino-4-methoxybenzolsulfonsäure verwendet werden, wobei ein rotes Pigmentpulver erhalten wird.

Testverfahren I

Ein Gemisch aus 0,5 Teilen Pigment, 0,5 Teilen Titandioxid (DuPont Ti-Pure R-960) und 500 Teilen Polyethylen hoher Dichte (Solvay T50-2000-G) wird an einer Farbschüttelmaschine bis zur Einheitlichkeit geschüttelt, dann in einer 30 Tonnen Battenfield-Maschine bei 232°C spritzgegossen. Spektralfotometrische Werte werden mit einem Macbeth Color-Eye (einschließlich Spiegelkomponente, große Fläche) gemessen, wobei die scheinbare Farbstärke und der Tonwinkel unter Beleuchtungsmittel D, 10°, erhalten werden, die in der Tabelle I gezeigt sind.

Testverfahren II

Ein Gemisch aus 0,5 Teilen Pigment, 5,0 Teilen Titandioxid (DuPont Ti-Pure R-960) und 500 Teilen Polyethylen hoher Dichte (Solvay T50-2000-G) wird an einer Farbschüttelmaschine bis zur Einheitlichkeit geschüttelt, dann in einer 30 Tonnen Battenfield-Maschine bei 232°C spritzgegossen. Spektralfotometrische Werte werden mit einem Macbeth Color-Eye (einschließlich Spiegelkomponente, große Fläche) gemessen, wobei die scheinbare Farbstärke und der Tonwinkel unter Beleuchtungsmittel D, 10°, erhalten werden, die in der Tabelle II gezeigt sind.

Tabelle I

Ergebnisse aus Testverfahren I
Tabelle II

Ergebnisse aus Testverfahren II

In den Tabellen I und II ist der K/S-Wert ein Maß für die Farbstärke bzw. -intensität. Je höher der K/S-Wert, desto farbintensiver ist das Pigment. Die Pigmente der Beispiele 1 und 2, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, haben höhere K/S-Werte und sind somit farbintensivere Pigmente als die Vergleichsbeispiele, welche nicht gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt sind. Der Tonwinkel wird auf der Basis eines Tonkreises bestimmt, wobei 0°/360° Rot entspricht, 90° Gelb entspricht, 180° Grün entspricht und 270° Blau entspricht. Je näher der Tonwert einer Verbindung an ungefähr 350° bis ungefähr 360° (oder 0°) liegt, desto mehr entspricht die Farbe der Verbindung Magenta. Die Pigmente der Beispiele 1 und 2, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, weisen Tonwerte auf, welche näher bei einer echten Magentafarbe liegen als die Vergleichsbeispiele, welche nicht gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt sind.

Wenngleich die Erfindung mit Bezug auf bestimmte Ausführungsformen erläutert worden ist, versteht es sich, dass verschiedene Abwandlungen daran für Fachleute beim Lesen der Beschreibung offensichtlich sind. Deshalb versteht es sich, dass die in der vorliegenden Beschreibung offenbarte Erfindung alle solchen Abwandlungen umfassen soll, die innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche liegen.


Anspruch[de]
  1. Zusammensetzung umfassend wenigstens eine Verbindung, die durch die Formel gekennzeichnet ist:
    wobei R eine C1-4-Alkylgruppe oder eine Hydroxy-C1-4-carbylgruppe ist, R1 Wasserstoff, Chlor, eine C1-4-Alkylgruppe oder eine C1-4-Alkoxygruppe ist und M Ca, Sr, Ba, Mn, Mg oder Zn ist.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei R eine Methylgruppe ist und R1 Wasserstoff ist.
  3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei R eine Ethylgruppe ist und R1 Wasserstoff ist.
  4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei M Ca, Ba oder Sr ist.
  5. Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend wenigstens eine Verbindung mit der folgenden chemischen Struktur:
  6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend wenigstens eine Verbindung mit der folgenden chemischen Struktur:
  7. Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend wenigstens eine Verbindung mit der folgenden chemischen Struktur:
  8. Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend wenigstens eine Verbindung mit der folgenden chemischen Struktur:
  9. Verfahren zum Herstellen eines Azopigments, umfassend das Kuppeln von wenigstens einer Diazoniumkomponente von einem oder mehreren aromatischen Aminen, wobei wenigstens ein aromatisches Amin die Formel aufweist:
    wobei R eine C1-4-Alkylgruppe oder eine Hydroxy-C1-4-carbylgruppe ist und R1 Wasserstoff, Chlor, eine C1-4-Alkylgruppe oder eine C1-4-Alkoxygruppe ist, mit wenigstens einer Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kupplungskomponente, um einen Azofarbstoff zu bilden; und

    das Metallisieren des Azofarbstoffs mit einem zweiwertigen Metall.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die wenigstens eine Hydroxynaphthalinsulfonsäure-Kupplungskomponente 2-Hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure umfasst.
  11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das zweiwertige Metall eines der Metalle Ca, Sr, Ba, Mn, Mg oder Zn umfasst.
  12. Verfahren nach Anspruch 9, wobei R einer der Reste Methyl, Ethyl oder Propyl ist und R1 Wasserstoff ist.
  13. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Diazoniumkomponente wenigstens eine Verbindung umfasst, die wiedergegeben wird durch
    wobei jedes R2 unabhängig ein Halogen, Hydrocarbyl, Hydrocarbyloxy, Carbonsäureester, Sulfonsäureester, Carbonsäureamid, Imidazolon, Sulfonsäureamid oder eine Nitrogruppe ist; n 0, 1 oder 2 ist; jedes Z unabhängig eine -COOH oder -SO3H-Gruppe oder Salze von solchen Gruppen ist; und m 1 oder 2 ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 9, wobei ein Verhältnis der Äquivalente der Diazoniumkomponente zu der Kupplungskomponente 0,8 : 1 bis 1,1 : 1 beträgt.
  15. Verfahren nach Anspruch 9, außerdem umfassend das Erwärmen des metallisierten Azofarbstoffs während 1 bis 3 Stunden auf Temperaturen über ungefähr 100°C.
  16. Beschichtungszusammensetzung, umfassend ein Beschichtungsbindemittel und die Zusammensetzung nach Anspruch 1.
  17. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 16, wobei das Beschichtungsbindemittel eine Anstrichfarbe ist.
  18. Beschichtungszusammensetzung, umfassend ein Beschichtungsbindemittel und das Azopigment, das durch das Verfahren nach Anspruch 9 hergestellt ist.
  19. Tintenzusammensetzung, umfassend ein Tintenbindemittel und die Zusammensetzung nach Anspruch 1.
  20. Tintenzusammensetzung, umfassend ein Tintenbindemittel und das Azopigment, das durch das Verfahren nach Anspruch 9 hergestellt ist.
  21. Kunststoffzusammensetzung, umfassend ein Kunststoffmaterial und die Zusammensetzung nach Anspruch 1.
  22. Kunststoffzusammensetzung nach Anspruch 21, wobei das Kunststoffmaterial wenigstens eines von einem Polyolefin, einer Polyacrylverbindung, einer Polyvinylverbindung, einem Polycarbonat, einem Polyester, einem Kautschuk, einem Celluloseether, einem Celluloseester, einem Polyamid, einem Polyurethan und einem Polyacrylnitril ist.
  23. Kunststoffzusammensetzung, umfassend ein Kunststoffmaterial und das Azopigment, das durch das Verfahren nach Anspruch 9 hergestellt ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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