| Dokumentenidentifikation |
DE102004043499A1 07.04.2005 |
| Titel |
Verfahren sowie Anlage zum Aufbereiten von veröltem Haufwerk |
| Anmelder |
Bormann, Georg von, Dipl.-Ing., 41564 Kaarst, DE |
| Erfinder |
Bormann, Georg von, Dipl.-Ing., 41564 Kaarst, DE |
| Vertreter |
Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen |
| DE-Anmeldedatum |
06.09.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004043499 |
| Offenlegungstag |
07.04.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
07.04.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B03B 5/00
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| IPC-Nebenklasse |
B03B 9/06 |
| Zusammenfassung |
Bei einem Verfahren zum Aufbereiten von bei industriellen Prozessen anfallendem veröltem Haufwerk, Walzenzunder o. dgl. Material - insbesondere von Aluminium enthaltenden Abfällen wie Spänen - wird eine Waschlauge mit dem Materialfluss des Haufwerkes, insbesondere im Gegenstrom zu diesem, durch eine Wascheinrichtung geführt sowie nachfolgend das Haufwerk vorentwässert und getrocknet. Während des Waschvorganges werden Anteile von Lauge in die - prozesshalber abnehmende - Waschlauge eingeführt und deren Konzentration konstant gehalten.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung nach der Hauptanmeldung 103 23 340.7 betrifft ein Verfahren
sowie eine Anlage zum Aufbereiten von veröltem Haufwerk, Walzenzunder od. dgl. Material
– insbesondere von Aluminium enthaltenden Abfällen wie Spänen –, das/der
als Haufwerk bei industriellen Prozessen anfällt, bei dem eine Waschlauge, der bevorzugt
ein Emulsionsspalter oder Demulgator zugesetzt ist, mit dem Materialfluss des Haufwerkes
– bevorzugt im Gegenstrom zu diesem – durch eine Waschtrommel od.gl.
Wascheinrichtung geführt wird, wonach das Haufwerk vorentwässert und getrocknet
wird. Zudem wird beim Nachtrocknen des gewaschenen Haufwerks dieses bis zur Oxidation
seiner Restanhaftungen aus der Waschlauge durch den Trocknungsbereich geführt.
Zum Kühlen von großen, schnellaufenden Walzengerüsten werden deren
Walzen mit emulgierten Schmier- und Kühlmitteln überflutet. Das Öl gelangt in den
während des Walzenvorganges entstehenden Walzenzunder, der bis zu etwa 20 Gew.-%
mit Ölanteil belastet und dann nicht mehr einsetzbar ist. Der Walzenzunder muss
deshalb vor seinem Einsatz entölt werden.
Auch Aluminiumspäne, die beispielsweise während eines spanabhebenden
Formverfahrens mit Maschinenöl, ölhaltigem Kühlmittel od. dgl. benetzt worden sind,
müssen gereinigt werden. Wäscht man nun aber Aluminiumspäne in einer Lauge, wird
durch die Reaktion H2 frei, wobei eine große Menge von Schaum entsteht
und sich Knallgas bilden kann.
Abhilfe hat hier ein Verfahren nach EP
0 157 805 B des Anmelders geschaffen, bei dem das verölte Material in eine
Waschtrommel eingeleitet und dort in einer bei 10 bis 14 pH eingestellten Waschlauge
im Gegenstrom gewaschen sowie dabei dieses Waschgut an der Trommelwandung durch
Tragflächen angehoben wird. Eine weitergehende Verbesserung schlägt der Erfinder
in seiner DE 199 15 724 A1 vor,
bei der das zu reinigende Haufwerk im Gegenstrom zu einer Waschlauge mit Demulgator
durch eine Waschtrommel und aus dieser zu einem Trockner geleitet wird.
Die DE 90 02 762 U1
beschreibt einen sog. Ringkammerabscheider mit abnehmbarem Boden. Hier wird das
Strömungsmittel durch innenliegende Ringwände so umgeleitet, dass ein serpentinenartiger
Strömungsweg entsteht.
In Kenntnis dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder zur Hauptanmeldung
weitergehende Verbesserungen des Verfahrens zur Aufgabe gestellt. Insbesondere soll
es möglich werden, aus Ölfiltern entstandenes Haufwerk aufzubereiten.
Nach der Hauptanmeldung wird erfindungsgemäß die aufkonzentrierte
Emulsion unter Verwendung eines Kammerabscheiders in Öl und Wasser getrennt. Dazu
soll die Emulsion in einer Emulsionsspaltanlage von etwa 3% bis etwa 5% über 25%
– bevorzugt bis zu 30% bzw. 35% – konzentriert und dann dem Kammerabscheider
zugeführt werden.
Nach einem weiteren Merkmal wird ein an sich bekannter Ringkammerabscheider
mit mehreren konzentrischen Ringkammern eingesetzt, durch welche das Strömungsmittel
auf einem im Aufriss schlangenförmigen Strömungsweg hindurchgeleitet sowie in eine
leichte und eine schwere Fraktion getrennt wird; dabei soll vor allem Öl von Wasser
durch einen Erhitzungsvorgang getrennt werden.
Als günstig hat es sich erwiesen, die Aluminiumspäne parallel zu einer
Flamme in den Trockner mit einer Restfeuchte von etwa 5% einzutragen. Die Flamme
muss so heiß sein, dass zuerst das Wasser abgetrocknet wird, bevor die Restanhaftungen
entflammen können; sobald die Restanhaftungen entflammen, steigt die Temperatur
und überschreitet das vorher eingestellte Wärmeniveau.
Hierbei bekommt der Brenner bei der bisherigen Steuerung den Befehl,
seine Flamme zurückzufahren. Infolge dieser Gegebenheiten verdampft das Restwasser
erst später, und die Entzündung erfolgt immer später in der Trommel. Dies wiederum
führt dazu, dass zum Teil brennendes Abgas aus dem Trockner ausgetragen wird.
Um eine solche Reaktion zu verhindern, wählt man die Temperatur am
Brenner höher als die angezeigte Abgastemperatur. Damit werden die Späne wieder
schneller abgetrocknet und die Reaktion Ö1 d.h. die Zündung der Restanhaftungen
Ö1 erfolgt im Trockner wieder früher. Somit kann man den Punkt der Entzündung der
Restanhaftungen kontrollieren und an einer vorbestimmbaren Stelle im Trockner fixieren.
Vorteilhafterweise wird im übrigen die Temperatur der wässrigen Vorlage
bei der Abgasreinigung bei etwa 50°C bis 60°C eingestellt; auch innerhalb
dieser Grenzwerte liegende einzelne Temperaturstufen sind Teil dieser Erfindung.
Im Rahmen der Hauptanmeldung liegt eine Anlage mit einer Siebeinrichtung
nachgeordneter Trenneinrichtung, welche erfindungsgemäß mit einer Emulsions-Spaltanlage
verbunden sowie letzterer ein Ringkammerabscheider zugeordnet ist. Zudem soll in
den Ölaustrag des Ringkammerabscheiders der Ölaustrag eines Separators
münden, der einer Wascheinrichtung zugeordnet ist. Der Wasserverlust der Waschlauge
durch den Trockenvorgang wird durch Wasser aus der Emulsionsspaltanlage ergänzt.
Zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens wird in der Hauptanmeldung
die Verwendung eines Ringkammerabscheiders vorgeschlagen.
Die Hauptanmeldung erfasst auch ein Verfahren zum Aufbereiten von
Ölfiltern aus magnetischen und nichtmagnetischen Metallen sowie Papier od.dgl. Elementen.
Solche Ölfilter bestehen aus Stahl, Aluminium und Papier. Die meisten Ölfilter sind
zudem noch mit Öl gefüllt, wenn sie in den Abfall gelangen. Zur Zeit werden kontaminierte
Ölfilter als ölverschmutzte Betriebsmittel in Verbrennungsanlagen entsorgt. Diese
Art der Entsorgung wird aus Mangel an Aufbereitungsmöglichkeiten geduldet. Zur Beseitigung
dieses Problems wird in der Hauptanmeldung wird nun folgendes Verfahren vorgeschlagen.
Zuerst werden die Gebinde in einem Shredder zerkleinert. Hierbei wird
schon ein Großteil des in den Gebinden befindlichen Altöls freigesetzt und kann
in an sich bekannter Weise abgepumpt werden. Danach wird das beölte zerkleinerte
Material oder Haufwerk einer Waschtrommel zugeführt; diese wird im Gegenstrom von
einer Waschlauge durchflossen. Beim Einfüllen des verölten zerkleinerten Materials
schwimmt Papier, welches beim Shreddern ebenfalls freigesetzt wird, zusammen mit
dem noch an dem metallischen Material anhaftenden Öl auf und wird ausgetragen. Das
entölte metallische Material wird durch Mitnehmer an der Innenwand der rotierenden
Trommel gegen die Fliessrichtung der Lauge transportiert und über eine entsprechende
Einrichtung an der Stirnwand der Trommel ausgetragen. Danach wird das magnetische
Material – bevorzugt Stahl – mittels Magnet von dem unmagnetischen Leichtmetall
getrennt.
Dieses Verfahren ermöglicht es, die Komponenten Stahl, Aluminium und
Öl einer entsprechenden Aufbereitung zuzuführen. Das abgetrennte verölte Filterpapier
muss allerdings in einer Verbrennungsanlage entsorgt – also thermisch verwertet
– werden. Dies entspricht der Vorgabe des Gesetzgebers.
Während des Waschvorganges wird über die Späne kontinuierlich Waschlauge
ausgetragen. Bei mit Emulsionen bearbeiteten Spänen wird dieser Austrag durch den
Wasseranteil der Emulsion ausgeglichen. Es muss lediglich entsprechend Waschpulver
zugegeben werden. Bei mit reinem Öl bearbeiteten Spänen entfällt dieser Eintrag
an Wasser, der Eintrag von Wasser muss ebenfalls zugegeben werden.
Vorstehendes wird durch eine Zusatzerfindung nach den Ansprüchen 14
ff. ergänzt, die aber auch als selbständige Erfindung anzusehen ist zur Lösung der
Aufgabe, die Konzentration der Waschlauge konstant zu halten.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Patentanspruches,
die Unteransprüche geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen
der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der
Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.
Damit keine Konzentrationsspitzen entstehen, wird erfindungsgemäß
eine entsprechende Lauge angesetzt, die dann kontinuierlich zudosiert wird. Hierzu
benötigt man getrennte Bottiche mit Rührwerk, in denen man die Lauge – beispielsweise
2% – ansetzt, so dass man wahlweise die Lauge der Waschlauge zuführen kann.
Dank dessen wird die Waschlauge ständig in sich erneuert und braucht nicht mehr
ausgewechselt zu werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie
anhand der Zeichnung; diese zeigt in
1: eine Skizze zu einem Verfahrensstammbaum
für die Behandlung von – mit Kühlschmiermittel od. dgl. belasteten –
Metallspänen, insbesondere Aluminiumspänen;
2: eine teilweise geschnittene Skizze
eines Ringkammerabscheiders in Frontsicht;
3: eine schematische Darstellung einer
Aluminiumspäneaufbereitungsanlage.
Die verölten Späne aus einem aluminiumverarbeitenden Betrieb werden
über eine Aufgabe 10 einem Sieb 11 – insbesondere einem
Trommelsieb od. dgl. Klassiereinrichtung – aufgegeben und dort klassiert,
d.h. gesiebt und von Unrat, Aluminiumstücken sowie Bauschen bzw. wolligen Spänen
getrennt. Der Siebüberlauf gelangt über eine Leitung 12 zu einem Brecher
14, wird in diesem zerkleinert und über Leitung 13 zur Aufgabe
10 zurückgebracht.
Die gesiebten Späne werden in der durch einen Förderer 15
an das Sieb 11 angeschlossenen Zentrifuge 16 durch einen Vorschleudergang
abgeschleudert und von der sie benetzenden Emulsion getrennt – die erreichbare
Endnässe liegt bei etwa 4%. Durch die Einführung der Vorabschleuderung kann bewirkt
werden, dass ein konstantes Verhältnis entsteht im Einbringen an Fremdflüssigkeit
– nämlich anhaftende Kühlschmiermittel – in den Waschprozess.
Somit ist die Dosierung des Waschmittels wesentlich exakter vorzunehmen.
Die Emulsion wird über eine Leitung 18 einem Spaltprozess
in einer Emulsions-Spaltanlage 30 zugeleitet. Die aufkonzentrierte Emulsion
wird danach einem Ringkammerabscheider 33 zugeführt. Das im Ringkammerentöler
oder -abscheider 33 gewonnene Öl kann einer Wiederverwendung zugeführt
werden. Die wässrige Phase aus dem Ringkammerabscheider 33 wird der Emulsionsspaltanlage
30 zugeführt und erneut zusammen mit der Emulsion wieder auf konzentriert.
Die Späne gelangen aus der Zentrifuge 16 in einen Vorbunker
bzw. ein Zwischenlager 20, von dem sie kontinuierlich einer Waschtrommel
22 zugeführt werden.
Die Waschtrommel 22 gibt die Späne einer weiteren Zentrifuge
16a auf, in der sie – je nach Spanform – auf eine
Endnässe von etwa 1% bis 5% abgeschleudert werden. Von dort gelangen die Späne über
ein Abwurfband 23 od.dgl. Förderorgan in einen direkt befeuerten Trockner
24, in dem sie direkt mit dessen Flamme in Berührung kommen zum Nachtrocknen
der gewaschenen Metallspäne. Nach dem Trocknen werden die Späne über eine Magnettrommel
24 od.dgl. Magneteinrichtung geführt, dank deren die magnetisierbaren Eisenteile
entfernt werden. Anschließend erfolgt in einem Feinsieb 11a
eine weitere Absiebung. Die Feinanteile < 0,8 mm werden bei 27 ausgetragen.
Die entölten sowie eisenfreien Späne sind dann für den Einsatz in einem Schmelzofen
28 vorbereitet.
Die an die Emulsionsleitung 18 angeschlossene Emulsionsspaltanlage
30 konzentriert die Emulsion von 2% bis 5% auf etwa 30% auf. Durch den
Einsatz eines bei 33 in 2 skizzierten Ringkammerabscheiders
kann die auf konzentrierte Emulsion durch Erhitzen in Öl und Wasser getrennt werden.
Der Emulsionsspaltanlage 30 sind Speicherbehälter 31,
32 für die Wasserphase bzw. die Ölemulsion zugeordnet. Der Austrag des
Speicherbehälters 31 für die Wasserphase ist mit 54 bezeichnet.
Der Ringkammerabscheider 32 weist ein zylindrisches Gehäuse
34 auf, in welches in etwa halber Höhe jene Emulsionsleitung
18 tangential mündet. Im unteren Gehäuseabschnitt sind um dessen Längsachse
A – und eine zentrische Innenkammer 36 – durch Ringwände
38 getrennte koaxiale Ringkammern 40, 40a,
40b, 40c angeordnet. Die der Gehäusewandung
benachbarte äußere Ringwand 38 ist nach oben hin an eine teilkalottenartig
gekrümmte Haubenwand 42 angeschlossen und ihre Unterkante steht im Abstand
zum Gehäuseboden 35, an dem die nach innen folgende Ringwand
38t festliegt. Dieser folgt achswärts eine an der Haubenwand
42 befestigte Ringwand 38, dieser eine bodenwärts festliegende
Ringwand 38t. So entsteht ein gekrümmter Strömungsweg.
Die leichte Fraktion der zirkulierenden Flüssigkeit steigt beim Eintritt
bzw. an den Mündungen von Vertikalrohren 43 in eine Firstkammer
44, die sich über der Haubenwand 42 erstreckt, die schwere Fraktion
folgt dem vorgegebenen Strömungsweg.
Von der Firstkammer 44 geht ein längenveränderlich gestaltetes
Steigrohr 46 – mit Überlauf – für die leichte Fraktion aus.
Mit 48 ist ein Ölaustritt gekennzeichnet. Diesem liegt ein Wasseraustritt
52 eines bodenwärts angeschlossenen Steigrohres 50 für die schwerere
Fraktion nahezu gegenüber.
Im Ringkammerabscheider 32 werden – in einer Emulsionsspaltanlage
30 auf konzentrierte – Emulsionen nach dieser Behandlung getrennt;
die Emulsionsspaltanlage 30 trennt nicht Öl von Wasser, sondern konzentriert
die Emulsionen von etwa 3 bis 5% auf etwa 25 bis 30% auf. Diese Konzentrationen
lassen sich mit dem Ringkammerabscheider 32 trennen. Der wirtschaftliche
Vorteil liegt auf der Hand, da nur noch maximal 30% des Behandlungsmaterials zu
entsorgen bzw. der Wiederverwendung zuzuführen sind.
Die Waschlauge läuft im Gegenstrom zum Materialfluss der Späne durch
die Waschtrommel 22 und wird nach dem Verlassen dieser Waschtrommel
22 einem Wärmetauscher 56 zugeführt sowie dort auf eine Temperatur
von etwa 90°C gebracht. Anschließend gelangt die Lauge in einen Separator
58, insbesondere einem Tellerseparator, in welchem der Ölanteil und die
Feinstanteile an Schlamm abgetrennt werden. Der Ölanteil gelangt in jenen Speicherbehälter
32, der Schlamm wird durch eine Leitung 59 ausgetragen. Die so
aufbereitete Lauge wird dann der Waschtrommel 22 durch eine Leitung
60 erneut zugeführt.
Im Staubanteil des Abgases des Trockners 24 befindet sich
ein geringer Teil an metallischem Aluminium. Bei einer Abgasreinigung mit wässrigen
Lösungen oder reinem Wasser kommt es zu Reaktionen, bei dem Wasserstoff freigesetzt
wird (Dissoziation). Dieser freie Wasserstoff hängt sich zum Beispiel an Schwefel
(H2S), Stickstoff (NH4); diese Verbindungen riechen. Damit dieser Geruch in der
wässrigen Vorlage gebunden bzw. abgebaut wird, muss diese wässrige Vorlage im Verhältnis
zum Staubanteil groß genug sein. Dies kann man am einfachsten kontrollieren, indem
man die Temperatur der wässerigen Vorlage misst; diese Temperatur sollte 55°C
nicht überschreiten.
Die Waschlauge ist eine zweiprozentige Lösung eines
Waschmittels, dem zusätzlich ein sog. Emulsionsspalter – "Öl-Break" –
zugegeben wird. Dieser Emulsionsspalter bewirkt, dass das in der Waschlauge gebundene
Öl von dieser getrennt wird. Obwohl zu erwarten wäre, dass ein Emulsionsspalter
auch gleichzeitig die Tenside aus der Waschlösung abtrennt, ist dies in der Praxis
– wider Erwarten – nicht eingetreten. Durch das komplette Entölen der
Waschlauge – verstärkt durch jenen Emulsionsspalter – hat die Waschlauge
eine wesentlich bessere Entölungswirkung.
Eine Verbesserung der Qualität der gewaschenen Späne wird dadurch
erreicht, dass die Temperatur im Trockner 24 erhöht wird, so dass hier
praktisch ein vollständiges Entfernen der anhaftenden Feuchtigkeit und der restlichen
Tenside erzielt wird.
Die Zugabe des Emulsionsspalters erfolgt nach Analyse der Lauge. Es
kann davon ausgegangen werden, dass am Anfang höchstens drei Liter je Kubikmeter
Lauge zugegeben werden muss. Das Nachschärfen erfolgt dann nach Analyse. Desweiteren
hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, die Temperatur im Trockner soweit zu
erhöhen, dass in die Oxidationsschicht des Aluminiumspans eingebundens H2O
einschließlich der Kohlenwasserstoffe ausgedampft wird. Dieser Vorgang liegt je
nach Legierung zwischen 240°C und 260°C.
Dadurch, dass man die abgeschleuderten und gewaschenen Späne der Flamme
des Trockners 24 direkt aussetzt, kann die Abgasmenge, die dann zu reinigen
bzw. in die Luft zu entlassen ist, wesentlich vermindert werden. Beim Kontakttrocknen
benötigt man die drei- bis vierfache Luftmenge, um das entstehende Abgas aus dem
Trockner 24 herauszuführen. Die Restfeuchte der in jenen Trockner
24 eingebrachten Späne beträgt maximal 4%, von denen wenigstens 95% Wasser
sind.
Nicht dargestellt ist eine Waschtrommel mit von ihrer Innenfläche
abragenden Mitnehmern. Deren Innenraum wird im Gegenstrom von einer Waschlauge durchströmt,
welche Papier und Öl aus einem Haufwerk mitnimmt, das durch Zerkleinerung von verölten
Ölfiltern entstanden ist. Deren metallische Bestandteile – mangetischer Stahl
und unmagnetisches Leichtmetall – werden von jenen Mitnehmern gegen die Fließrichtung
der Waschlauge geführt und über eine entsprechende Einrichtung an der Trommelstirn
ausgetragen. Ein Magnet trennt dann die magnetischen Eisenteile von den nichtmagnetischen
Leichtmetallanteilen.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zum Aufbereiten von veröltem Haufwerk, Walzenzunder od.dgl.
Material, insbesondere von Aluminium enthaltenden Abfällen wie Spänen, das/der bei
industriellen Prozessen anfällt, bei dem eine Waschlauge mit dem Materialfluss des
Haufwerkes, insbesondere im Gegenstrom zu diesem, durch eine Wascheinrichtung geführt
sowie nachfolgend das Haufwerk vorentwässert und getrocknet wird, wobei beim Nachtrocknen
des gewaschenen Haufwerkes dieses bis zur Oxidation seiner Restanhaftungen aus der
Waschlauge durch einen Trocknungsbereich geführt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass die auf konzentrierte Emulsion unter Verwendung eines Kammerabscheiders (33)
in Öl und Wasser getrennt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsion
in einer Emulsionsspaltanlage (30) von etwa 3% bis etwa 5% über 25%, bevorzugt
bis zu 35%, konzentriert und dann dem Kammerabscheider (33) zugeführt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Ringkammerabscheider
(33) mit mehreren konzentrischen Ringkammern (40, 40a,
40b, 40c), durch welche das Strömungsmittel
auf einem im Aufriss schlangenförmigen Strömungsweg hindurchgeleitet sowie in eine
leichte und eine schwere Fraktion getrennt wird.
- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ringkammerabscheider
(33) Öl von Wasser durch einen Erhitzungsvorgang getrennt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Metallspäne parallel zur Flamme in den Trockner (24) mit einer
geringen Restfeuchte eingetragen werden, wobei zuerst das Wasser abgetrocknet wird
und anschließend die Restanhaftungen entflammt werden.
- Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Restfeuchte des
angebrachten Gutes von etwa 1% bis 5%, insbesondere 4% bis 5%.
- Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Temperatur an einem Brenner über die Abgastemperatur so eingestellt wird, dass sich
bei Erhöhung der Abgastemperatur die Eintrittsenergie erhöht.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zufuhrmenge nach der Abgastemperatur gesteuert wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Entzündungspunkt der Restanhaftungen an einer vorbestimmten Stelle im Trockner
(24) fixiert wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperatur der wässrigen Vorlage bei der Abgasreinigung
bei 50°C bis 60°C eingestellt wird.
- Verfahren zum Aufbereiten von aus magnetischen und nichtmagnetischen
Metallen sowie Papier bestehenden verölten Ölfiltern, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ölfilter zerkleinert und dieses Haufwerk einer im Gegenstrom von einer Waschlauge
durchflossenen Waschtrommel zugeführt wird, wobei Papier und Öl durch die Waschlauge
angehoben wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die metallischen
Teile des Haufwerks durch Mitnehmer an der Innenfläche der Waschtrommel gegen die
Fließrichtung der Waschlauge geführt werden.
- Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
magnetischen Teile des Haufwerkes durch Magnetkraft von den unmagnetischen Teilen
getrennt werden.
- Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass während des Waschvorganges Anteile von Lauge der abnehmenden Waschlauge zugeführt
werden und die Konzentration der Waschlauge konstant gehalten wird.
- Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anteile
der Lauge der Waschlauge des Prozesses kontinuierlich zudosiert werden.
- Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die
der Waschlauge zuzudosierende Lauge in einem gesonderten Behältnis mit Rührwerk
angesetzt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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