| Dokumentenidentifikation |
DE10359724A1 07.04.2005 |
| Titel |
Magazin, sowie Schusswaffe und Verfahren zur Betätigung einer Schusswaffe |
| Anmelder |
Carl Walther GmbH, 89073 Ulm, DE |
| Erfinder |
Aberl, Hannes, 82467 Garmisch-Partenkirchen, DE; Bretschneider, Thomas, 89233 Neu-Ulm, DE |
| Vertreter |
FRITZ Patent- und Rechtsanwälte, 59757 Arnsberg |
| DE-Anmeldedatum |
18.12.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10359724 |
| Offenlegungstag |
07.04.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
07.04.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F41B 11/02
|
| Zusammenfassung |
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Magazin für eine druckgasbetriebene Schusswaffe (40), umfassend ein Magazingehäuse (1) mit einem Transportschieber (3), wobei der Transportschieber (3) mit Ausnehmungen (11) zur Aufnahme von Geschossen (20) ausgestattet ist, wobei der Transportschieber (3) verschiebbar innerhalb des Magazingehäuses (1) aufgenommen ist, wobei der Transportschieber (3) mit einer Federkraft beaufschlagt ist und das Magazin (16) mit Arretierungsmitteln ausgestattet ist, die dazu geeignet sind, den Transportschieber (3) wahlweise an vorbestimmbaren Verschiebepositionen gegen die Federkraft festzulegen bzw. den Transportschieber (3) freizugeben, wobei die Arretierungsmittel mindestens Rastelemente umfassen, die durch eine Schwenkbewegung des Transportschiebers (3) betätigbar sind, sowie eine Schusswaffe und ein Verfahren zur Betätigung einer Schusswaffe.
|
| Beschreibung[de] |
|
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Magazin gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, eine Schusswaffe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 10, sowie ein
Verfahren zur Betätigung einer Schusswaffe nach Anspruch 16.
Stand der Technik für solche Magazine, die vorzugsweise quer zur Schussrichtung
der Schusswaffe angeordnet sind und über mehrere Geschossaufnahmekammern verfügen,
die mit Geschossen bestückt werden können, so dass mit dieser Schusswaffe ohne Nachladen
zu müssen mehrere Schüsse abgegeben werden können, wobei das Magazin mit Bohrungen
ausgestattet ist, die dem Kaliberdurchmesser der zu verschießenden Geschosse entsprechen,
sind seit geraumer Zeit bekannt. Diese Bohrungen dienen als Patronenlager zur Aufnahme
der einzelnen Geschosse und haben in etwa den gleichen Durchmesser wie das Geschoss
selbst. Auch hier sitzt das Magazin üblicherweise hinter dem Lauf quer zur Schussrichtung.
Das Magazin bzw. zumindest ein Teil davon wird dabei schrittweise durch eine Mechanik
weitertransportiert, so dass die einzelnen Bohrungen nacheinander mehr oder weniger
gut mit dem Lauf in einer Flucht liegen. Der Antrieb der Geschosse solcher Waffen
erfolgt im Normalfall mit Kaltgasen wie CO2 oder Pressluft. Wird der
Abzug ausgelöst, wird ein Schlagbolzen freigegeben. Dieser wiederum öffnet ein Ventil,
so dass das Antriebsgas aus dem Vorratstank durch einen Luftkanal hinter das Geschoss
strömen kann. Solche Magazineinrichtungen sind beispielsweise aus der
DE 38 26 819 bekannt und werden am Markt
angeboten.
Nachteilig bei bekannten Magazinen bzw. Waffen mit derartigen Magazinen
sind nachfolgend aufgeführte Punkte. Die Magazinbohrungen müssen sehr präzise gefertigt
werden, da jede einzelne Bohrung die Funktion eines Patronenlagers hat. Nach Verlassen
der Magazinbohrung beim Eintritt in den Lauf erfährt das Geschoss einen Freiflug,
der die Schusspräzision nachteilig beeinflusst. Die schrittweise Positionierung
der Magazinbohrungen kann nur mit großem technischem Aufwand realisiert werden,
da die Magazinbohrung und der Lauf sehr genau in einer Flucht liegen müssen. Sowohl
zwischen Magazin und Lauf als auch zwischen Magazin und Luftkanal tritt unnötigerweise
Luftverlust auf, da das üblicherweise herausnehmbare Magazin nie in so enger Toleranz
gefertigt werden kann dass kein Spalt zwischen den Bauteilen entsteht. Die Schussgenauigkeit
hängt in hohem Maße aus o.g. Gründen von der Qualität des Magazins ab. Da der Schütze
üblicherweise etwa fünf verschiedene Magazine verwendet, muss er mit unterschiedlicher
Präzision seiner Schusswaffe rechnen.
Eine schon verbesserte Lösung offenbart die EP
0 341 090. Hier werden, ebenfalls in einem Stangenmagazin, die Geschosse
in einen Transportschieber eingelegt, der über halbschalige Ausnehmungen für diese
Geschosse verfügt. Mittels eines Verschlussschiebers werden die einzelnen Geschosse
durch das Magazin hindurch in das Patronenlager des Laufes eingeschoben. Beim Öffnen
des Verschlussschiebers (Spannen des Abzugmechanismus) wird der Transportschieber
um eine Bohrungsposition durch eine angebrachte Feder weiterbefördert und zwar soweit
bis das nachfolgende Diabolo mit der Flanke an einer Rastkante zur Anlage kommt.
Äußerst nachteilig bei dieser Konstruktion ist, dass das Geschoss selbst die Rastfunktion
des Transportmechanismusses übernehmen muss, denn dadurch wird jedes einzelne Geschoss
durch Deformation beschädigt. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die zu erreichende
Schussleistung der Schusswaffe aus.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Magazin bereitzustellen,
bei dem die Arretierung des Transportschiebers erfolgen kann, ohne dass die Geschosse
selbst oder eine aufwendige Konstruktion als Arretiermittel verwendet werden muss,
so dass eine maximale Funktion und Präzision bei geringem Fertigungsaufwand und
hoher Prozesssicherheit gewährleistet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Magazin mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass die Arretierungsmitteln mindestens
Rastelemente umfassen, die durch eine Schwenkbewegung des Transportschiebers betätigbar
sind, wird ein Magazin zur Verfügung gestellt, bei dem die Betätigung des Transportschiebers
erfolgen kann, ohne dass das Geschoss selbst oder eine aufwendige Konstruktion als
Arretiermittel verwendet werden muss, indem der Transportschieber selbst Teil des
Arretierungsmittel wird. Auch wird auf diese Weise eine maximale Funktion und Präzision
bei geringem Fertigungsaufwand und hoher Prozesssicherheit gewährleistet.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
ist vorgesehen, dass die Rastelemente mindestens Rastkanten umfassen, die entlang
der Verschieberichtung des Transportschiebers an dem Magazingehäuse angeordnet sind,
wobei der Transportschieber mit mindestens einer Rastnase ausgestattet ist, die
in die Rastkanten eingreifen kann. Hierdurch wird eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Rastelemente erreicht, die durch eine Verschwenkung des Transportschiebers verbunden
bzw. gelöst werden können.
Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Magazingehäuse
mit einer parallel zu der Anordnung der Rastkanten verlaufenden
Anschlagsfläche ausgestattet ist, wobei der Transportschieber mit einer korrespondierenden
Anschlagskante ausgestattet ist. Hierdurch kann der Transportschieber neben den
Rastelementen vorteilhaft geführt werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
kann vorgesehen sein, dass die Rastkanten und/oder die Rastnase auf der jeweils
abgewandten Seite mit einer angeschrägten Flanke ausgestattet sind. Hierdurch wird
das Nachladen des Magazins begünstigt, wenn der Transportschieber in die dafür vorbestimmte
Richtung versetzt werden muss.
Auch kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Arretierungsmittel
weiterhin ein Schwenklager umfasst, über das der Transportschieber verschiebbar
und schwenkbar an dem Magazingehäuse angebracht ist. Diese Maßnahme dient zur geeigneten
Befestigung des Transportschiebers, so dass er gleichsam verschoben und verschwenkt
werden kann.
Bei dem Schenklager kann es sich vorteilhafterweise um einen endseitig
des Transportschiebers vorgesehenen Führungsbolzen handeln, der in einer Führungsnut
verschiebbar und drehbar gelagert ist. Diese Ausführungsform des Schwenklagers ist
gleichermaßen preiswert bereitzustellen und sehr robust in der Anwendung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann
vorgesehen sein, dass die Federkraft durch eine Feder aufgebracht wird, die einerseits
mit dem Führungsbolzen und andererseits mit dem Magazingehäuse verbunden ist. Die
Feder übernimmt hier die Aufgabe einer Zugfeder, wobei hierdurch eine gleichmäßige
und angemessene Zugkraft zum Transport des Transportschiebers bereitgestellt wird.
Es kann ebenfalls vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass es sich
bei dem Magazingehäuse um einen länglichen, einseitig offenen Hohlquader handelt,
wobei ein korrespondierender Magazindeckel vorgesehen ist, der zum Verschließen
der offenen Magazinseite entlang der Längsachse des Magazingehäuses geführt ist.
Hierdurch kann das Magazin auf einfache Weise mit neuen Geschossen bestückt bzw.
zu Wartungszwecken geöffnet werden.
Auch kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Ausnehmungen
halbkreisförmig ausgestaltet und entlang des Transportschiebers angeordnet sind,
sowie eine Rundnut im Magazingehäuse und eine Bohrung im Magazindeckel vorgesehen
ist, welche bei geschlossenem Magazindeckel vor der Rundnut angeordnet ist, wobei
die Rastelemente derart ausgestaltet sind, dass jede Ausnehmung nacheinander oberhalb
der Rundnut angeordnet sein kann. Durch eine derartige Anordnung kann auf einfache
und kostengünstige Weise eine Geschosszuführung bereitgestellt werden, wobei die
Bohrung in dem Magazindeckel dazu geeignet ist, dass ein Verschlussschieber entsprechend
hindurchgeführt werden kann, wenn das Magazin auf der Schusswaffe angeordnet ist.
Vorteilhafterweise kann das Magazin mit einer Fixiernut ausgestattet
sein, die mit einem entsprechenden Rastelement auf der Schusswaffe verbindbar ist
und einen sicheren und passgenauen Sitz des Magazins gewährleistet.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine
gattungsgemäße Schusswaffe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11 bereitzustellen,
die über eine vorteilhafte Zuführung der zu verschießenden Geschosse verfügt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Schusswaffe mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Hierdurch kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der Verschlussschieber
zur Betätigung der Rastelemente des Magazins geeignet ist. Durch diese Maßnahme
wird ein besonders vorteilhaftes Betätigungselement für die Rastverbindung vorgeschlagen,
welches eine Doppelfunktion wahrnehmen kann. Einerseits ist der Verschlussschieber
dazu geeignet, die Geschosse aus dem Magazin in den Lauf zu befördern und den Lauf
abzudichten. Andererseits dient der Verschlussschieber als Betätigungselement um
die Transportbewegung bzw. Betätigungsbewegung des Transportschiebers einzuleiten.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Schusswaffe kann vorgesehen sein, dass der Verschlussschieber zumindest abschnittsweise
einen zylindrischen Querschnitt aufweist, wobei der Querschnitt derart ausgestaltet
ist, dass ein Geschoss aus dem Magazin ausrückbar ist, wobei der Verschlussschieber
weiterhin in eine Ausnehmung des Transportschiebers einrückbar ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden erfindungsgemäßen
Schusswaffe sieht vor, dass anstelle des Magazins ein Wechseleinsatz in die Magazinaussparung
einsetzbar ist, wobei der Wechseleinsatz derart ausgestaltet ist, dass ein Geschoss
direkt in den Lauf eingebracht werden kann. Ein derartiger Wechseleinsatz verwandelt
die vorliegende Schusswaffe in eine Einzelladewaffe. Diese Maßnahme ist mit einem
erfindungsgemäßen Magazin möglich, da keine druckdichte Verbindung zwischen dem
Magazin und dem Lauf hergestellt werden muss.
Es ist daher überaus vorteilhaft und führt nicht zu Druckverlusten,
wenn zwischen dem Lauf und dem Magazin keine druckdichte Verbindung besteht.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren
zur Betätigung einer erfindungsgemäßen Schusswaffe vorzuschlagen. Erfindungsgemäß
wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zu Betätigung einer Schusswaffe gelöst, das
durch die Merkmale des Anspruchs 16 gekennzeichnet ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich
anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
1 ein erfindungsgemäßes Magazin mit geöffnetem
Magazindeckel;
2 ein erfindungsgemäßes Magazin mit geschlossenem
Magazindeckel;
3 eine Ausschnittsvergrößerung gemäß
Detail A;
4 eine Einzelteilansicht eines Transportschiebers;
5 eine erfindungsgemäße Schusswaffe mit
einem erfindungsgemäßen Magazin;
6 eine erfindungsgemäße Schusswaffe einem
mit entnommenem erfindungsgemäßen Magazin bzw. Wechseleinsatz;
7 einen teilweisen Längsschnitt durch
die Schusswaffe gemäß 5 mit nach hinten bewegtem Ladehebel;
8 eine 7
entsprechende Ansicht mit nach vorne bewegtem Ladehebel.
Zunächst wird auf 1 Bezug genommen.
Ein erfindungsgemäßes Magazin 16 umfasst mindestens ein längliches,
im Wesentlichen hohles Magazingehäuse 1 mit einem verschiebbaren Magazindeckel
4, wobei das Magazingehäuse 1 als Aufnahme für einen Transportschieber
3 dient, der schwenkbar und verschiebbar innerhalb des Magazingehäuses
1 angebracht ist. Der Magazindeckel 4 ist seinerseits mit einer
Bohrung 33 ausgestattet, die bei geschlossenem Magazindeckel
4 zur Durchführung eines Verschlussschiebers 19 geeignet ist.
Des weiteren ist der mit einer oder mehreren halbkreisförmigen Ausnehmungen
11 zur Aufnahme von Geschossen 20 versehene Transportschieber
3 des Magazins 16 mit einer Rastnase 8 versehen, wobei
das zugehörige Magazingehäuse 1 Rastkanten 9 aufweist in welchen
der Transportschieber 3 Position für Position einrasten kann und die Lage
der Rastkanten 9 so gewählt ist, dass jede halbkreisförmige Ausnehmung
11 mit der Laufbohrung eines Laufes 18 fluchtet.
Bei den Ausnehmungen 11 zur Aufnahme der Geschosse handelt
es sich nicht um Aufnahmebohrungen, die gleichzeitig als Geschosslager dienen. Vielmehr
dienen die Ausnehmungen 11 lediglich als Aufnahmen für die Geschosse
20, müssen jedoch nicht mit eine Präzision gefertigt werden, die beispielsweise
für Aufnahmebohrungen notwenig ist, die gleichzeitig als Geschosslager dienen. Auch
werden hierdurch keine Druckabdichtungen zwischen dem Lauf 18 und der jeweils
vor dem Lauf angeordneten Ausnehmung 11 benötigt, da der Verschlussschieber
19 das Geschoss 20 in den Lauf 18 befördert und gleichzeitig
abdichtet.
Mit Hilfe des Verschlussschiebers 19 wird das Geschoss
20 durch das Magazin 16 hindurch in das Patronenlager des Laufes
18 geschoben. Dabei dient eine Rundnut 34 als Führung für das
Geschoss 20. Somit liegt jedes einzelne Geschoss 20 nacheinander
im Patronenlager des Laufes 18. Der Verschlussschieber 19 verschließt
in bekannter Weise den Lauf 18 und ein Luftverlust kann am Magazin
16 nicht auftreten, da die halbkreisförmigen Ausnehmungen 11 nicht
zu einem Teil des Laufes 18 werden. Bei dieser Bewegung des Verschlussschiebers
19 in eine geschlossene Stellung wird der Transportschieber 3
aus seiner Rastkante 9 ausgelenkt und liegt am Verschlussschieber
19 an. Wird der Verschlussschieber 19 nach erfolgter Schussabgabe
mit Hilfe eines Ladehebels 15 wieder geöffnet (zum Spannen der Abzugseinrichtung)
gibt dieser den Transportschieber 3 frei. Eine am Transportschieber
3 angebrachte Feder 2 zieht diesen in die nächste Raststellung.
Durch die Anordnung der Feder 2 und der Führung des Transportschiebers
3 entlang einer Führungsnut 6 über einen Führungsbolzen
5 ist stets gewährleistet dass sich dieser in Richtung der Rastkanten
9 bewegt und zwar soweit bis eine Anschlagkante 12 des Transportschiebers
3 an einer Anschlagfläche 10 des Magazingehäuses 1 anliegt.
Des Weiteren sind die Rastkanten 9 bzw. die Rastnasen 8 mit Flanken
31 , 32 ausgestattet, die derart angeordnet sind, dass sie in
Zugrichtung voneinander abgewandt sind. Demnach wird das Rückstellen des Transportschiebers
3 erleichtert, da die Flanken 31, 32 für diesen Fall
einander zugewandt sind.
Die 5 und 6
zeigen eine erfindungsgemäße Schusswaffe 40. Aus Gründen
der besseren Darstellung wurde auf die Einzeichnung der Anbauteile, wie beispielsweise
Schaft etc. verzichtet.
Das komplette Magazin 16 wird bei geöffnetem Verschlussschieber
19 in eine Magazinaussparung 14 eingesetzt. Die Arretierung des
Magazins 16 erfolgt über eine formschlüssige Verbindung zwischen einer
Fixiernut 7 im Magazingehäuse 1 und einem Fixierbolzen
17. Das Magazin 16 ist somit als vollständig austauschbare Einheit
an der Schusswaffe lösbar angebracht und kann zum Laden des Magazins 16
entnommen bzw. auch durch ein anderes Magazin 16 ersetzt werden. Zusätzlich
besteht durch die konstruktive Ausführung des Magazins 16 die Möglichkeit,
dieses durch einen Wechseleinsatz 13 zu ersetzen, so dass die Schusswaffe
als normale, einschüssige Einzelladerwaffe genutzt werden kann.
Die 7 und 8
dokumentieren einen Ladevorgang. Darüber hinaus ist noch ein Schlagstück
21 und ein Ventil 22 einer erfindungsgemäßen Schusswaffe
40 dargestellt.
Anstelle eines rechteckförmigen Magazingehäuses 1 sind beispielsweise
auch runde Formen denkbar, wobei die übrigen Komponenten entsprechend angepasst
werden müssten.
1- Magazingehäuse
2- Feder
3- Transportschieber
4- Magazindeckel
5- Führungsbolzen
6- Führungsnut
7- Fixiernut
8- Rastnase
9- Rastkanten
10- Anschlagfläche
11- halbkreisförmige Ausnehmung
12- Anschlagkante
13- Wechseleinsatz
14- Magazinaussparung
15- Ladehebel
16- Magazin
17- Fixierbolzen
18- Lauf
19- Verschlussschieber
20- Geschoss
21- Schlagstück
22- Ventil
31- Flanke
32- Flanke
33- Bohrung
34- Rundnut
40- Schusswaffe
|
| Anspruch[de] |
- Magazin für eine druckgasbetriebene Schusswaffe (40), umfassend
– ein Magazingehäuse (1) mit einem Transportschieber (3),
wobei
– der Transportschieber (3) mit Ausnehmungen (11) zur Aufnahme
von Geschossen (20) ausgestattet ist, wobei
– der Transportschieber (3) verschiebbar innerhalb des Magazingehäuses
(1) aufgenommen ist, wobei
– der Transportschieber (3) mit einer Federkraft beaufschlagt ist,
und
– das Magazin (16) mit Arretierungsmitteln ausgestattet ist, die
dazu geeignet sind, den Transportschieber (3) wahlweise an vorbestimmbaren
Verschiebepositionen gegen die Federkraft festzulegen bzw. den Transportschieber
(3) freizugeben
dadurch gekennzeichnet, dass
die Arretierungsmitteln mindestens Rastelemente umfassen, die durch eine Schwenkbewegung
des Transportschiebers (3) betätigbar sind.
- Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente
mindestens Rastkanten (9) umfassen, die entlang der Verschieberichtung
des Transportschiebers (3) an dem Magazingehäuse (1) angeordnet
sind, wobei der Transportschieber (3) mit mindestens einer Rastnase (8)
ausgestattet ist, die in die Rastkanten (9) eingreifen kann.
- Magazin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazingehäuse
mit einer parallel zu der Anordnung der Rastkanten verlaufenden Anschlagsfläche
(10) ausgestattet ist, wobei der Transportschieber (3) mit einer
korrespondierenden Anschlagskante (12) ausgestattet ist.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rastkanten (9) und/oder die Rastnase (8) auf der jeweils abgewandten
Seite mit einer angeschrägten Flanke (31, 32) ausgestattet sind.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Arretierungsmittel weiterhin ein Schwenklager umfasst, über das der Transportschieber
(3) verschiebbar und schwenkbar an dem Magazingehäuse (1) angebracht
ist.
- Magazin nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem
Schwenklager um einen endseitig des Transportschiebers (3) vorgesehenen
Führungsbolzen (5) handelt, der in einer Führungsnut (6) verschiebbar
und drehbar gelagert ist.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Federkraft durch eine Feder (2) aufgebracht wird, die einerseits mit dem
Führungsbolzen (5) und andererseits mit dem Magazingehäuse (1)
verbunden ist.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei dem Magazingehäuse (1) um einen länglichen, einseitig offenen
Hohlquader handelt, wobei ein korrespondierender Magazindeckel (4) vorgesehen
ist, der zum Verschließen der offenen Magazinseite entlang der Längsachse des Magazingehäuses
(1) geführt ist.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmungen (11) halbkreisförmig ausgestaltet und entlang des Transportschiebers
(3) angeordnet sind, sowie eine Rundnut (34) im Magazingehäuse
(1) und eine Bohrung (33) im Magazindeckel (4) vorgesehen
ist, welche bei geschlossenem Magazindeckel (4) vor der Rundnut (34)
angeordnet ist, wobei die Rastelemente derart ausgestaltet sind, dass jede Ausnehmung
(11) nacheinander oberhalb der Rundnut (34) angeordnet sein kann.
- Magazin nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass das Magazin mit einer Fixiernut (7) ausgestattet ist.
- Schusswaffe für Kaltgastreibladungen, insbesondere CO2
oder Pressluft, mindestens umfassend
– eine Magazinaussparung (14), sowie
– einen Verschlussschieber (19), der zum Transport eines Geschosses
(20) aus einem in die Magazinaussparung (14) einsetzbaren Magazin
(16) in einen Lauf (18) geeignet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich um ein Magazin (16) gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis
10 handelt.
- Schusswaffe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussschieber
(19) zur Betätigung der Rastelemente geeignet ist.
- Schusswaffe nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlussschieber (19) zumindest abschnittsweise einen zylindrischen
Querschnitt aufweist, wobei der Querschnitt derart ausgestaltet ist, dass ein Geschoss
(20) aus dem Magazin (16) ausrückbar ist, wobei der Verschlussschieber
(19) weiterhin in eine Ausnehmung (11) des Transportschiebers
(3) einrückbar ist.
- Schusswaffe nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass anstelle des Magazins (16) ein Wechseleinsatz (13) in die
Magazinaussparung (14) einsetzbar ist, wobei der Wechseleinsatz derart
ausgestaltet ist, dass ein Geschoss (20) direkt in den Lauf (18)
eingebracht werden kann.
- Schusswaffe nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Lauf (18) und dem Magazin (16) keine druckdichte
Verbindung besteht.
- Verfahren zu Betätigung einer Schusswaffe gemäß mindestens einem der
Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch nachfolgenden Ladevorgang:
– Einbringen des Verschlussschiebers (19) in das in die Waffe (40)
eingesetzte Magazin,
– Einschieben des Geschosses (20) aus der halbkreisförmigen Ausnehmung
(11) des Transportschiebers (3) in den Lauf (18) der
Schusswaffe (40),
– Gleichzeitiges Anheben des Transportschiebers (3), wobei zum einen
die Rastverbindung zwischen der Rastnase (8) und der jeweiligen Rastkante
(9) gelöst wird und zum anderen die Arretierung des Transportschiebers
(3) von dem Verschlussschieber (19) übernommen wird,
– Ausfahren des Verschlussschiebers (19) aus der halbkreisförmigen
Ausnehmung (11), wodurch die Arretierung zwischen Verschlussschieber (19)
und Transportschieber (3) gelöst wird und die Rastnase (8) in
die in Zugrichtung nächstgelegene Rastkante (9) einrastet.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
|
|
|