Die Erfindung gehört zur Analogrechentechnik und kann in Analog- und
Hybridcomputern, Automatisierungs-, Messung- und Kommunikationseinrichtungen usw.
verwendet werden.
Einer der Grundlagen der Multiplizierer-Dividierer ist ein Multiplizierer.
Ein Dividierer wird entweder als einen „invertierten Multiplizierer" oder
durch Ersetzen eines Summieren der Logarithmen durch ihre Subtrahieren in einer
logarithmischen Einrichtung verwirklicht. Ein Multiplizierer mit Pulsbreitenmodulation
erweist sich im Vergleich mit den Multipliziereren von anderen Bauarten als am meisten
genauer. Die Multiplizierer mit Pulsbreitenmodulation erhalten als nichtlineare
Elemente nur elektronische Schaltungseinrichtungen, die nach ihren Eigenschaften
sich an idealen Schaltungseinrichtungen näheren. Die anderen nichtlinearen Elemente
und die Elemente mit einer wechselnden Kennliniensteilheit, die in Multiplizierer
von anderen Bauarten verwendet werden, führen zu den größeren Fehlern.
Es sind bereits Multiplizierer-Dividierer am Basis eines genaueres
Multiplizierers mit Pulsbreitenmodulation, der einen Rechteckimpulsgenerator, einen
Integrator, einen Komparator, einen elektronischen Schalter, einen Invertor und
einen Demodulator einschließt, bekannt (Elektronische Analog- und Hybridrechner.
H.Adler, G.Neidhold. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1974, S 289)
Obwohl die Genauigkeit eines Multiplizierers mit Pulsbreitenmodulation
hoch ist, ist die Genauigkeit eines Multiplizierer-Dividierers nicht groß genug.
Die Genauigkeit wird je kleiner, desto kleiner der Nenner ist. Das ist die Folge
der Tatsache, dass das Neunersignal in einem „invertierten Multiplizierer"
als Rückkopplungsspannung dient. Es ist bekannt, dass eine Verkleinerung der Rückkopplungsspannung
in einer Einrichtung mit einer geschlossenen Struktur und einer großen Verstärkung
zu einem erhöhten Rauschen, Verzerrungen und Instabilität führt.
Folglich, hat der bekannte Multiplizierer mit Pulsbreitenmodulation
große Fehler beim Dividieren.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Erhöhung der Genauigkeit
beim Dividieren. Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Schutzanspruchs gelöst.
Auf der 1 ist das Blockschaltbild des
vorgeschlagenen Multiplizierer-Dividierers, auf der 2
Zeitdiagramme der Signale abgebildet.
Multiplizierer-Dividierer (MD) enthält einen Rechteckimpulsgenerator
(1), einen Integrator (2), einen Komparator (3), ersten
Schalter (4), einen Demodulator (5), ersten Invertor (6),
zweiten Invertor (7) und zweiten Schalter (8), wobei
- – der Ausgang (9) des Generators (1) mit dem Steuereingang
(10) des zweiten Schalters (8) verbunden ist,
- – ein Ausgangskontakt (16) des zweiten Schalters mit dem Eingang
(17) des Integrators (2) verbunden ist,
- – der Ausgang (18) des Integrators (2) mit dem ersten
Eingang (19) des Komparators (3) verbunden ist,
- – der zweite Eingang (20) des Komparators (3) mit dem
ersten Eingang (21) des MD verbunden ist,
- – der Ausgang (22) des Komparators (3) mit dem Steuereingang
(23) des Schalters (4) verbunden ist,
- – ein Kontakt (25) des Schalters (4) mit dem zweiten
Eingang (24) MD und mit dem Eingang (26) des ersten Invertors
(6) verbunden ist,
- – der Ausgang (27) des ersten Invertors (6) mit einem
Kontakt (28) des ersten Schalters (4) verbunden ist,
- – der Ausgangskontakt (29) des ersten Schalters (4)
mit dem Eingang (30) des Demodulators (5) verbunden ist,
- – der Ausgang (31) des Demodulators (5) mit dem Ausgang
(32) des MD verbunden ist,
- – der dritte Eingang (11) des MD mit einem Eingangskontakt (13)
des zweiten Schalters (8) und mit dem Eingang (12) des zweiten
Invertors (7) verbunden ist,
- – der Ausgang (14) des zweiten Invertors (7) mit einem
Eingangskontakt (15) des zweiten Schalters (8) verbunden ist.
Der vorgeschlagene Multipilzierer-Dividierer arbeitet folgendermaßen.
Der Generator (1) generiert einige bipolare Rechteckimpulse
aq(t) mit der Amplitude a und Schwingungsdauer T (2A),
die den Schalter (8) steuern. Die Kontakte (13) und (16)
sind im Laufe einer positiven Halbperiode, die Kontakte (15) und (16)
sind im Laufe einer negativen Halbperiode geschlossen. Die positive Eingangsspannung
z = z(t) kommt zu dem Kontakt (13), seine Inversion zu dem Kontakt (15)
des zweiten Schalters (8). Die Spannung z(t) ändert sich im Vergleich zu
der Impulsspannung aq(t) langsam, folglich verwirklicht der Schalter (8)
die Pulsamplitudenmodulation. Der Integrator (2) umwandelt die zweipolaren
Rechteckimpulse z(t)q(t) (AIM-Signal, 2B) in die bipolaren
Dreieckimpulse z(t)d(t) (2C) (Halbleiter- Schaltungstechnik.
U.Tietze, Ch.Shenk. 11. Auflage, 1999, 5.289).
Die Spannung z(t)d(t) kommt an den ersten Eingang (19) des
Komparators (3), und die langsam verändernde bipolare Spannung x = x(t)
kommt an den zweiten Eingang (20) des Komparators (3). Die Signale
auf dem Ausgang des Komparators (3) sind die bipolaren
Impulse mit Pulsbreitenmodulation Usm(t) (2D)
mit der Amplitude US und Schwingungsdauer T = T+ + T-,
wobei T+ ist die Zeit, im Laufe welcher x(t) > z(t)d(t) und T-
ist die Zeit, im Laufe welcher x(t) < z(t)d(t). Auf diesem Grund ist die Spannung
auf dem Ausgang des Komparators die gleiche, als auf die Eingänge des Komparators
die Signale x(t)/z(t) und d(t) kämmten (wir bemerken, dass d(t) sind nicht modulierte
Dreieckimpulse). Folglich, ist der Mittlerwert der Spannung auf dem Ausgang des
Komparators der Größe x(t)/z(t) proportional (ibid. 5.287, 288).
Der Schalter (4) und der Invertor (6) abreiten analogisch
den Schalter (8) und der Invertor (7), folglich kommen auf dem
Eingang des Demodulators (5) Rechteckimpulse y(t)m(t) (2F),
die sind sowohl auf Dauer (entsprechend x(t)/z(t) ) und auf Amplitude (entsprechend
langsam veränderte Eingangsspannung y(t) ) moduliert. Darum ist die Ausgangsspannung
des Demodulators proportional, und beim entsprechenden maßstabgerechten Ändern gleich
der Größe x(t)y(t)/z(t) (ibid. S.287, 288).
Die vorgeschlagenen Veränderungen der Einrichtung eliminieren die
Ursache der vergrößerten Fehler beim Dividieren. Die Struktur der Einrichtung und
die Nomenklatur der Elemente der Einrichtung sind ähnlich der Struktur und der Nomenklatur
der Elemente des bekannten am meisten genaueren Multiplizierer.