Die Erfindung betrifft ein Verwahrdepot, bestehend aus einem zylinderförmigen
Behälter aus Metall, vorzugsweise zur sicheren Deponierung von Objekt- oder Zugangsschlüsseln
für Gebäude. Das Verwahrdepot ist waagerecht in Fassaden oder solitären Säulen eingelassen
und wird mit einem Blendrahmen versehen. Der Einsatz solcher Verwahrdepots erfolgt
insbesondere als Feuerwehr-Schlüsseldepot, jedoch auch weiteren vergleichbaren Einsatzzwecken
bei Banken oder dergleichen Objekten.
Mit der DE 32 04763 ist die
Lösung eines Verwahrdepots bekannt, bei welchem der Korpus quader- beziehungs-weise
kastenförmig ausgebildet ist. Entsprechend sind die Außen- und auch die Innentür
als quadratische oder rechteckige Klapptüren mit Scharnieren sowie zugehörigen Achsen
ausgeführt.
Dieser Lösung haftet der Nachteil an, daß sie sehr aufwändig herstellbar
ist und dabei verhältnismäßig groß in ihrer Ausführung ausfällt. Außerdem ist sie
sehr materialaufwändig, was sich bei dem in der Regel verwendeten Edelstahl verteuernd
auswirkt. Ein weiterer negativer Effekt ist das hohe Gewicht, welches eng mit der
gewählten eckigen Bauweise verbunden ist. Weiterhin nachteilig ist der Zugang zum
Objektschlüssel, welcher durch die relativ große Tiefe der Entnahmeposition sehr
ungünstig ist. Ein weiterer Nachteil dieser, wie auch anderer herkömmlicher Verwahr-
oder Feuerwehr Schlüsseldepots ist der Umstand, daß die elektromechanische Verriegelung
und Überwachung des gesamten Systems unmittelbar hinter der Außentür angeordnet
ist, was einerseits ein zusätzliches Sicherheitsrisiko bedeutet und andererseits
das Feuerwehrdepot unnötig in seinen Frontabmessungen vergrößert. Ein weiterer Nachteil
ist der Umstand, daß die Außentür durch den Einsatz von umlaufenden Gummidichtungen
nach außen gedrückt wird, wodurch sich die Außentür beim Auslösen der elektromechanischen
Verriegelung selbsttätig öffnen kann.
Weiterhin ist mit der DE 195 32 705
eine weitere Lösung eines Schlüsseldepots zur Deponierung eines Hauptschlüssels
insbesondere für Bürogebäude bekannt, welches mit einem Depotschlüssel verschließbar
ist und zur Identifizierung des Hauptschlüssels einen mit dem Hauptschlüssel betätigbaren
ersten Schließzylinder aufweist. Das System ist dadurch gekennzeichnet, indem ein
erster Schließzylinder auf eine Sperreinrichtung einwirkt, die ein Schließen des
Schlüsseldepots bei abgezogenem Hauptschlüssel blockiert, wobei die Sperreinrichtung
durch einen in dem Schlüsseldepot axial verschiebbarem Schieber gebildet ist, der
ein Schließen des Schlüsseldepots in einer ersten Schiebestellung blockiert und
in einer zweiten Schiebestellung freigibt.
Dieser Lösung haftet der maßgebliche Nachteil an, daß die Vorrichtung
nicht in zwei Ebenen gesichert ist. Bereits nach der ersten Ebene beziehungsweise
Öffnung gelangt man sofort an den zu sichernden Schlüssel. Außerdem ist die Bauweise
ihrer Konstruktion nach aufwändig und relativ teuer.
Ferner ist mit der EP 0 668 421
die weitere Lösung eines Behälters für die Aufbewahrung von Objektschlüsseln bekannt.
Dieser Behälter für die Aufbewahrung von Objektschlüsseln weist ein am oder in einem
Gebäude verankerbares Mauerrohr auf, das mit einem durch einen ersten Schließzylinder
gesichertes Verschlußteil und einem zweiten Schließzylinder für den Objektschlüssel
versehen ist, wobei nach dem Öffnen des Verschlußteils der Objektschlüssel aus dem
Behälter entnehmbar ist. Der erste und der zweite Schließzylinder sind miteinander
mechanisch derart gekoppelt, daß der eine Schlüssel nur abziehbar ist, falls sich
der andere Schlüssel in der nicht abziehbaren Stellung befindet, wobei ein Mitnehmerzapfen
des ersten Schließzylinders fest mit dem als Verriegelungsring ausgebildeten ersten
Kupplungsstück und ein Mitnehmerzapfen des zweiten Schlüsselzylinders fest mit dem
permanent mit dem ersten im Eingriff stehenden zweiten Kupplungsstück verbunden
sind.
Dieser Lösung haftet ebenfalls der Nachteil an, daß diese Vorrichtung
nicht mit zwei Ebenen gesichert ist. Bereits nach der Öffnung des Behälters nach
der ersten Ebene gelangt man sofort an den Schlüssel, wodurch keine hinreichende,
aber angestrebte Sicherheit gewährleistet ist. Auch dieser Behälter ist durch seine
konstruktiv gewählte Ausführung sehr materialaufwändig und relativ teuer.
Schließlich ist mit der DE G 81 04 109.8 die Lösung eines Tresors
zur Aufbewahrung von Objektschlüsseln bekannt, welche dadurch gekennzeichnet ist,
daß eine Außentür mit einem Schloß ausgerüstet ist, welches durch den im Besitz
der Feuerwehr befindlichen Schlüssel zu betätigen ist und im Inneren des Tresors
eine Zwischenwand angeordnet ist, auf deren Rückseite ein weiteres Schloß mit Alarmaufschaltung
für den Objektschlüssel angebracht ist.
Der Lösung haftet der Nachteil an, daß die Vorrichtung nicht doppelt
durch eine Innen- beziehungsweise Außentüre gesichert ist. Außerdem ist keine Funkkontrolle
integriert und auch keine notwendige Sicherheit gegeben.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe ein Verwahrdepot zu schaffen,
dessen Zugang zum Objektschlüssel durch zwei Türen gesichert ist und dabei höchste
Anforderungen an die Sicherheit erfüllt, unter effektiven fertigungstechnischen
Bedingungen herstellbar ist, bei Erreichung wie Einhaltung einer sehr hohen Präzision.
Bei der Fertigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung soll ferner
ein hohes Maß an Materialeinsparung, einhergehend mit einer Senkung des Gewichtes,
erreicht werden. Die vorgeschlagene Lösung des Verwahrdepots ist gewichtsmäßig auf
weniger als die Hälfte der bisher bekannten Ausführungen reduziert. Neben dem höheren
Sicherheitsstandard wird ferner eine einfachere Handhabung erreicht, bei zudem geringerem
Platzbedarf. Allein durch die produktionstechnisch günstige Herstellung, neben den
erzielbar höheren Gebrauchswerteigenschaften gegenüber vergleichbaren Vorrichtungen,
ist in der Gesamtheit ein sehr hohes Maß an Ökonomie zu verzeichnen.
Die Lösung der Erfindung besteht in einem Verwahrdepot welches einen
rohrförmigen Grundkorpus besitzt und dessen einzelnen Zugangstüren ebenfalls eine
entsprechend runde Kontur aufweisen, die axial verschiebbar sind und in ihrer Ebene
geschwenkt werden können. Das gesamte Verwahrdepot besteht in seinen grundsätzlichen
Bauteilen aus rotationssymmetrischen Elementen, welche zueinander eine spezifische
Anordnung aufweisen, welche nachstehend näher aufgezeigt wird. Dabei ist eine Außentür
exzentrisch fest mit einer Hohlwelle ausgestattet, die einerseits die Durchführung
notwendiger elektrischer Leitungsverbindungen für einen Anbohrschutz auf der Innenseite
der Außentür über eine Aussparung sicherstellt und aufnimmt sowie andererseits die
um die Hohlwelle drehbar gelagerte Innentür und die Objektschlüsselbasis mit einer
Distanzbuchse aufnimmt. Diese Baugruppe wird fixiert durch eine Endbuchse, welche
mit der Hohlwelle fest verbunden ist. Die Objektschlüsselbasis ist ihrerseits mit
einer Führungsbuchse fest verbunden. Auf der Objektschlüsselbasis ist eine elektromechanische
Verriegelung mit einem Verriegelungshebel angeordnet, welcher formschlüssig Führungsbuchse
und Führungssäule verriegelt sowie die elektrische Überwachung des Objektschlüssels
und das elektrische Anschlußelement aufnimmt. Die gesamte Innenbaugruppe ist somit
eine in sich axial fest verbundene Einheit. Sie läßt sich über eine Führungsbuchse
auf einer Führungssäule, die auf der Rückwand befestigt ist, aus dem Rohrkorpus
heraus- und wieder hineinschieben. Die Führungssäule ist ferner derart mit Konturentaschen
ausgestattet, daß sie eine elektromechanische Verriegelung mit einem Verriegelungshebel
der gesamten Innenbaugruppe, einen Anschlag für den Schloßriegel der Innentür sowie
einer Endverriegelung gegen unbeabsichtigtes Herausziehen der gesamten Innenbaugruppe
aufweist. Die Endverriegelung wird ebenfalls durch den Verriegelungshebel gewährleistet,
der so ausgebildet ist, daß er gegen einen dafür vorgesehenen Anschlag an der Führungssäule
schlägt und die lineare Bewegung der Innenbaugruppe nach außen hin beendet.
Der Zugang zum überwachten Objektschlüssel erfolgt in der Reihenfolge
über eine axial, also nach vorne bewegliche und nachfolgend schwenkbare Außentür
sowie nachfolgend über eine ebenfalls axial nach vorne herausziehbare und nachfolgend
schwenkbare Innentür. Die Außentür wird elektronisch oder auch elektromechanisch
ent- beziehungsweise verriegelt. Die Innentür hingegen wird durch ein mechanisches
Schloß oder alternativ durch den Einsatz von elektronischen Schlüsseln verschlossen.
Die Freigabe der Außentür erfolgt beispielsweise durch Brandmeldeanlagensysteme
oder Zeitschaltungen, die somit beispielsweise den Feuerwehreinsatzkräften oder
auch anderweitigen autorisierten Personen den Zugang zum Innentürbereich gestatten.
Diese haben über die Innentürschließung Zugang zum überwachten Objektschlüssel.
Durch den Zugang zum elektrisch überwachten Objektschlüssel und seiner Entnahme
ist beispielsweise ein gewaltloser Zugang zu Gebäuden durch autorisierte Personengruppen
möglich.
Die Funktion des erfindungsgemäßen Verwahrdepots läuft auf folgende
Weise ab:
Eine elektromechanische Verriegelung wird durch ein dem Verwendungszweck des Depots
zugrundeliegenden Ereignis, beispielsweise einer Brandalarmierung oder Zeitschaltung
elektrisch angesteuert. Der Verriegelungsmechanismus gibt die formschlüssige Verbindung
zwischen dem Verriegelungshebel, der Führungsbuchse und der Führungssäule mechanisch
frei.
Die gesamte Innenbaugruppe wird nachfolgend über einen Griff so weit
herausgezogen, bis der Riegel des Schlosses der Innentür auf die Anschlagfläche
in der Führungssäule trifft. Dabei wird der Riegel durch eine ausgesparte Konturtasche
in der Führungssäule bewegt. Nachfolgend wird die Außentür über eine Schwenkachse
um 180 Grad nach unten im Uhrzeigersinn gedreht. Das ist erst in dieser Position
möglich, da die Zarge derart bemessen ist, daß sie sich erst dann außerhalb des
Rohrkorpus befindet. Die Zarge hat einerseits die Aufgabe den Anbohrschutz abzuschirmen
und andererseits nach Verdrehung der Außentür einen Distanzanschlag gegen den Rohrkorpus
zu bilden. Ein Blockierblech verhindert wegen seiner exzentrischen Position auf
der Endbuchse durch Anschlagen gegen den Rohrkorpus ein Überdrehen der Außentür.
Die nunmehr zugängliche Innentür kann vorzugsweise mit einem Schlüssel,
aber auch alternativ auf elektronischem Weg entriegelt werden. Der Riegel des Schlosses
bewegt sich dabei aus dem Taschenbereich der Führungssäule heraus. Danach wird die
Innenbaugruppe um einen durch die Endverriegelung definierten Weg herausgezogen.
Dieser Weg ist bezüglich seiner Länge so gewählt, daß die Zarge der Innentür zum
Rohrkorpus frei geht. Diese Zarge hat ebenfalls die Aufgabe, nach Verdrehen der Innentür
einen Distanzanschlag gegen ungewolltes Zurückdrücken der Innenbaugruppe zum Rohrkorpus
zu bilden und das Schloß, beziehungsweise das Schließsystem abzuschirmen. Die Innentür
wird analog der Außentür ebenfalls im Uhrzeigersinn um 180 Grad über die Schwenkachse
im Uhrzeigersinn nach unten geschwenkt.
Nach Ausführung der vorgenannten Funktionen ist der Zugang zur Objektschlüsselbasis,
die sich nunmehr im vorderen Bereich des Depots befindet, möglich. Der Objektschlüssel
kann entnommen werden, oder gegebenenfalls auch andere Anwendungen vorgenommen werden.
Zum Verschließen des Depots erfolgt der Ablauf der einzelnen Handhabungen in umgekehrter
Reihenfolge.
Auf Grund der rotationssymmetrischen Bauweise von Rohrkorpus sowie
der Innen- beziehungsweise der Außentür, ist fertigungstechnisch ein sehr geringes
Spaltmaß zwischen beiden realisierbar und vorhanden, so daß sich Dichtungen gegen
Feuchtigkeit erübrigen. Darüber hinaus ist durch das geringe Spaltmaß vorteilhaft
ein gewaltsamer Zugang zum Depot nicht möglich, da sich durch das Verkanten der
Außentür durch versuchtes einseitiges Aushebeln die Tür formschlüssig mit dem Rohrkorpus
verbindet. Dieses wird durch eine nach innen größer werdende konische Bohrung des
Rohrkorpus im Außentürbereich erreicht.
Wegen der vorgenannten Konstruktionsmerkmale des Depots ist beim Öffnen
der Außentür kein Zudrücken der Tür, wie es bei herkömmlichen Depots der Fall ist,
notwendig. Eine ausgelöste Freigabe der elektromechanischen Verriegelung eröffnet
ohne manuelle Hilfe nicht das Depot. Nach Abschalten der elektrischen Freigabe ist
das Depot wieder über den zurückgeführten Verriegelungshebel gesichert und nicht
mehr zu öffnen.
Zur leichteren Handhabung bei Dunkelheit ist eine interne Beleuchtung
auf der Objektschlüsselbasis angeordnet. Die Beleuchtung ist mit der Ansteuerung
der elektromechanischen Verriegelung verbunden.
Weiterhin ist außen um den Grundkorpus ein Blendrahmen in ebenfalls
der runden Form des Depots angeordnet, welcher in seiner Kontur im inneren Ring
konisch geformt ist. Durch diese gewählte hintergriffige Form ist es möglich, den
Blendrahmen nach Aufsetzen auf den Rohrkorpus mit vorzugsweise vier Schrauben, welche
umlaufend in einer Teilung von 90 Grad angeordnet sind, von innen zu fixieren. Dabei
ragt der Blendrahmen nicht über den Rand des Rohrkorpus hinaus, um das Öffnen der
Außentür nicht zu behindern.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
1: Vorderansicht des Verwahrdepots
2: Seitenansicht Schnitt A – A
3: Einzelheit Blendrahmen
4: Schnitt Innenbaugruppe
5: Einzelheit elektromechanische Verriegelung
mit Verriegelungshebel und Feder
In eine Fassade 24 wird ein zylindrischer Rohrkorpus
1 mit seiner flanschartig ausgebildeten und überstehenden Rückwand
2 eingemauert, wobei der Rohrkorpus 1 mit seiner vorderen Planseite
in der, die Außentür 3 passgenau eingelassen ist, minimal entsprechend
des inneren Fasenmaßes übersteht. In geschlossenem Zustand ist die Außentür
3 in ihrer Position bündig mit der Fassade 24. Eine Zuleitung
17 erfolgt vorzugsweise mittels eines Durchbruches in der Rückwand
2. Im Inneren des Rohrkorpus 1 ist im unteren Bereich eine Hohlwelle
12 und seitlich im gleichen seitlichen Abstand zum Rohrkorpus
1 eine Führungssäule 9 angeordnet, welche Funktionskonturen wie
Tasche 25, Anschlag 26 und die Aussparung für einen Verriegelungshebel
14 aufweisen. Die Führungssäule 9 ist an der Rückwand
2 befestigt.
Hinter der Außentür 3 ist ein Anbohrschutz 8 positioniert.
Der Anbohrschutz 8 wird über eine seitliche Aussparung der Hohlwelle
12, die unmittelbar an der Außentür 3 angeordnet ist, durch ein
Kabel aus einem Anschlußelement 19 mit Energie versorgt. Die Hohlwelle
12 ist nur mit der Außentür 3 und einer Endbuchse 22
fest verbunden. Eine Innentür 4 ist auf der Hohlwelle 12, die
von ihr exzentrisch durchdrungen wird, schwenkbar angebracht. Der Abstand von der
Außentür 3 wird durch eine Reduktion des Außendurchmessers der Hohlwelle
12 definiert.
Auf der Innenseite der Innentür 4 ist ein Schloß
7 in einer solchen Position angebracht, daß der Schloßriegel im geschlossenen
Zustand in die Tasche 25 der Führungssäule 9 eingreift. Hinter
der Innentür 4 befindet sich eine Objektschlüsselbasis 5, welche
ebenfalls von der Hohlwelle 12 exzentrisch durchdrungen und mittels einer
fest mit ihr verbundenen Distanzbuchse 13 auf Abstand zur Innentür
4 gehalten sowie in ihrer rechtwinkligen Ausrichtung zur Schwenkachse
29 stabilisiert wird. Die Objektschlüsselbasis 5 ist wiederum
durch eine Führungsbuchse 10 außermittig durchdrungen, die ihrerseits Aufnahme
auf der Führungssäule 9 findet. Die Objektschlüsselbasis 5 und
die Führungsbuchse 10 sind fest miteinander verbunden. Auf der Objektschlüsselbasis
5 befinden sich die elektrische Objektschlüsselüberwachung
21 mit dem Objektschlüssel 6, das elektrische Anschlußelement
19 sowie die elektromechanische Verriegelung 11 mit dem Verriegelungshebel
14. Eine Beleuchtung 28 ist ebenfalls auf der Objektschlüsselbasis
5 angeordnet, um die Handhabung bei Dunkelheit zu erleichtern. Die Beleuchtung
28 wird gleichzeitig mit der elektromechanischen Verriegelung
11 aktiviert.
Die Endbuchse 22 verspannt die Außentür 3, die Innentür
4, die Distanzbuchse 13 und die Objektschlüsselbasis
5 zu einer kompakten Einheit, welche starr, andererseits jedoch gegeneinander
radial um eine Schwenkachse 29 beweglich ist. Diese Baugruppe bildet die
Innenbaugruppe. Letztlich befindet sich an der Endbuchse 22 ein Blockierblech
18, welches ein Überdrehen der Außentür 3 durch Anschlag gegen
den Rohrkorpus 1 verhindert. Darüber hinaus dient das Blockierblech
18 als Anschlußpunkt der Erdung der Außentür 3.
An der Außentür 3 ist umlaufend eine Zarge 20 angebracht,
die im oberen Bereich schmaler als im unteren Bereich ausgeführt ist. Dieses wird
durch einen Winkel 32 definiert. Hierdurch wird ein günstigerer Abstand
zur Fassade 24 gewährleistet. Die Zarge 20 dient der mechanischen
Freigabe des Schwenkens der Außentür 3 um die Schwenkachse 29,
wenn vorausgehend die gesamte Innenbaugruppe aus dem Rohrkorpus 1 um den
Betrag herausgezogen wurde, der durch das Anschlagen des Riegels vom Schloß
7 gegen den Anschlag 26 in der Tasche 25 definiert ist.
Diese Verrichtung, die mittels Griff 16 vorgenommen wird, kann erst erfolgen,
wenn über einen ferngesteuerten elektrischen Impuls die elektromechanische Verriegelung
11 den Verriegelungshebel 14 gegen die Druckfeder 34
aus der formschlüssigen Verbindung zwischen Führungsbuchse 10 und Führungssäule
9 herauszieht. Wenn die Drehung der Außentür 3 um 180 Grad im
Uhrzeigersinn erfolgt ist, bildet die Zarge 20 einen Anschlag zum Rohrkorpus
1, der das Zurückdrücken der Innenbaugruppe verhindert und die Fassade
24, beziehungsweise den Blendrahmen 23 vor Beschädigung schützt.
Gleiches trifft sinngemäß auch für die Funktion der Zarge 15 der Innentür
4 zu. Als nächster Schritt wird das Schloß 7 der Innentür
4 mittels Schlüssel durch eine autorisierte Person aufgeschlossen. Hierbei
wird der Riegel des Schlosses 7 aus der Tasche 25 der Führungssäule
9 herausbewegt und gibt den Anschlag 26 frei. Dieser Vorgang ermöglicht
das Herausziehen der Innenbaugruppe bis zum Endanschlag, der durch den Verriegelungshebel
14 und dem Anschlag 26 definiert ist. Die Zarge 15 an
der Innentür 4 verhindert das vorzeitige Schwenken der Innentür
4 um die Schwenkachse 29. Das Schwenken der Innentür
4 analog zur Außentür 3 wird erst ermöglicht, wenn die Zarge
15 vollständig den Rohrkorpus 1 verlassen hat. Die Zarge
15 ist ebenfalls nach oben im Winkel 33 schmaler als im unteren
Bereich, um den Abstand zur Fassade 24 zu gewährleisten. Nunmehr ist der
Zugang zum Objektschlüssel 6 möglich, der zum bestimmungsgemäßen Gebrauch
entnommen werden kann. Die Entnahme des Objektschlüssels 6, die Position
der Außentür 3 sowie die Position des Verriegelungshebels 14 werden
über Endschalter auf der Rückseite der Objektschlüsselbasis 5 elektrisch
überwacht und weiter geleitet.
Das Schließen des Verwahrdepots erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
wobei letztlich durch das Abschalten des Stromes für die elektromechanische Verriegelung
11 der Verriegelungshebel 14 durch die Druckfeder 34
formschlüssig in die Führungsbuchse 10 sowie die Führungssäule
9 einrastet und die gesamte Innenbaugruppe und somit auch die Außentür
3 schließt.
Sämtliche elektrischen Kontrollsysteme melden in dieser Position die
ordnungsgemäße Verriegelung des Verwahrdepots sowie das Vorhandensein des Objektschlüssels
6. Zur Erhöhung der Sicherheit und zum Verhindern einer gewaltsamen oder
unbefugten Öffnung des Verwahrdepots ist das Spaltmaß 31 auf wenige einhundertstel
Millimeter reduziert Diese konstruktive Eigenschaft ist nur durch das rotationssymmetrische
Fertigungsverfahren wirtschaftlich überhaupt möglich. Darüber hinaus ist in diesem
Bereich der Innendurchmesser 30 des Rohrkorpus 1 konisch ausgeführt.
Dieses ermöglicht ein Verkanten der Außentür 3 bei dem Versuch des einseitigen
Aufhebelns mit dem Ziel einer zusätzlichen Blockade durch hintergriffige Formschlüssigkeit
zwischen der Außentür 3 und dem Rohrkorpus 1.
Der Rohrkorpus 1 wird auf der Vorderseite durch den Blendrahmen
23 umschlossen. Der Blendrahmen 23 ist in seiner inneren Bohrung
konisch, sich nach innen verjüngend, ausgebildet. Die im Winkel von 90 Grad radial
angeordneten vier Schrauben 27 fixieren den Blendrahmen 23 aus
dem Inneren des Rohrkorpus 1.
1- Rohrkorpus
2- Rückwand
3- Außentür
4- Innentür
5- Objektschlüsselbasis
6- Objektschlüssel
7- Schloß
8- Anbohrschutz
9- Führungssäule
10- Führungsbuchse
11- elektromechanische Verriegelung
12- Hohlwelle
13- Distanzbuchse
14- Verriegelungshebel
15- Zarge
16- Griff
17- Zuleitung
18- Blockierblech
19- Anschlußelement
20- Zarge
21- Objektschlüsselüberwachung
22- Endbuchse
23- Blendrahmen
24- Fassade
25- Tasche
26- Anschlag
27- Schraube
28- Beleuchtung
29- Schwenkachse
30- konischer Innendurchmesser
31- Spaltmaß
32- Winkel der Zarge 20
33- Winkel der Zarge 15
34- Druckfeder