Diese Erfindung betrifft das Gebiet flüssiger, fester und halbfester
Poliermittelzusammensetzungen, die neue Fluorchemikalien umfassen, speziell Zusammensetzungen,
die lackierten Oberflächen haltbare, spiegelblanke Polituren verleihen können. Diese
Zusammensetzungen zeigen eine erhöhte Leichtigkeit der Entfernung und vermitteln
Oberflächen eine haltbare Politur.
Autobesitzer haben einen schon lange bestehenden Wunsch, ihren Autos
ein schönes, glänzendes Aussehen zu vermitteln und den darunterliegenden Lack vor
einer Umweltschädigung, wie Schmutz, Wasserflecken und den Wirkungen der Sonne,
zu schützen. Im Laufe der Jahre sind Autobesitzer darauf gekommen, Wachspasten vorzuziehen,
um die lackierten Außenoberflächen ihrer Fahrzeuge zu schützen und zu verschönern,
da Wachspolituren typischerweise haltbarer sind als Polituren, die durch wachsfreie
Produkte bereitgestellt werden. Ein Grund für ihre Haltbarkeit ist, dass Wachse
aufgrund ihrer höheren Härte härtere Überzüge als Schmierfette oder Öle bereitstellen
und Wachse nicht ausdünnen, wenn sie durch Reiben mit einem Poliertuch zu einer
Hochglanzpolitur poliert werden.
Überzüge, die auf Wachsen oder Silikonen basieren, sind auf die niedrige
Oberflächenenergie angewiesen, um Wasserperlen zu bilden und die Oberfläche zu schützen.
Die Dauerhaftigkeit des Nutzeffektes ist durch die Haltbarkeit des Überzugs beschränkt.
Die meisten dieser Materialien sind Poly(dimethylsiloxan)flüssigkeiten und Paraffinwachse,
sind schwer zu entfernen und weisen eine beschränkte Haltbarkeit auf.
Überzüge mit niedriger Oberflächenenergie zur Verwendung als Auto-
oder Schiffswachse sind verfügbar. Diese Materialien sind im Allgemeinen Silikone,
die teuer sind, schwer aufzutragen sind und wenig Haltbarkeit aufweisen. Paraffinwachse
werden auch verwendet, aber diese Materialien sind auch schwer aufzutragen und von
der behandelten Oberfläche eines Autos oder Bootes zu entfernen. Silikone mit hohem
Molekulargewicht wurden Paraffinwachsen zugesetzt, um das Entfernen zu erleichtern.
Während der fünfziger Jahre verdrängten Silikon-Polymer enthaltende
flüssige Emulsionen Wachspasten als Fahrzeugpoliermittel auf dem Verbrauchermarkt,
da diese Emulsionen im Allgemeinen leichter auf den Oberflächenlack eines Autos
aufzutragen sind, "eingebaute" Straßenteerentferner enthielten und mit weniger Mühe
poliert werden konnten. Jedoch glauben diejenigen Verbraucher, die das Aussehen
des Oberflächenlacks ihres Autos ernster nehmen (d. h. Liebhaber) und die Veteranenautomobile
restaurieren, nach wie vor, dass höherer Glanz und haltbare Polituren nur mit Wachspasten
erzielt werden können. Diese Liebhaber sowie eine breitere Klasse von Spezialautopoliturverbrauchern
nehmen Wachspastenpolituren als hart und haltbar wahr und nehmen umgekehrt Polituren
auf Emulsionsbasis als weich und leicht zu entfernen wahr. Außerdem ist der Spezialitätenmarkt
an anderen Eigenschaften von Wachspaste interessiert, zum Beispiel dem subjektiven
Gefühl oder "Griff" von Wachs, wenn es auf einer lackierten Oberfläche verteilt
wird. Falls das Wachs zu weich ist oder zu viel nichtflüchtiges Lösemittel enthält,
kann das Wachs "schmierend" und langsam trocknend sein. Falls das Wachs umgekehrt
zu hart ist, kann es schwer "auszureiben" sein. So besteht ein Bedarf an einer Wachszusammensetzung
mit gewünschten physikalischen Eigenschaften, die Haltbarkeit, Leichtigkeit des
Auftragens und Fleckenbeständigkeit einschließen.
Der Zusatz von fluorchemischen Zusätzen zu Auto/Schiffsverbindungen,
Lasuren, Wachsen, und Poliermitteln ist bekannt. US-Patent Nr. 5 705 592 (Sejpka
et al.) beschreibt ein hartes, festes Fluorsilikonwachs enthaltendes Oberflächenpflegematerial,
das den Aggregatzustand als Ergebnis einer Temperaturänderung beim Reiben reversibel
verändert, wobei eine wasserfeste, ölundurchlässige und wetterbeständige Oberfläche
geliefert wird. US-Patent Nr. 5 420 015 (Wuerch) beschreibt eine keine Flecken bildende
Abdeckzusammensetzung zum Übersprühen für Fahrzeuge, die eine Menge an nichtionischem
fluorchemischem oberflächenaktivem Stoff, nichtflüchtiger Polyhydroxykomponente,
Triethanolamin und Verdickungsmittel einschließt.
Die vorliegende Erfindung betrifft Poliermittelzusammensetzungen mit
verbesserten physikalischen und Gebrauchseigenschaften, die "Griff," Beständigkeit
gegen Detergentien (Haltbarkeit), "Härte" und "Ausreib"-Eigenschaften einschließen.
Die Poliermittelzusammensetzung umfasst eine aus Wachsen, Silikonölen und Gemischen
davon ausgewählte Grundkomponente und ein alkyliertes, fluorchemisches Oligomer,
umfassend:
(i) einen fluorchemischen oligomeren Teil, umfassend eine aliphatische Hauptkette
mit einer Mehrzahl von daran gebundenen fluoraliphatischen Resten, wobei jeder fluoraliphatische
Rest eine vollständig fluorinierte Endgruppe aufweist und jeder unabhängig voneinander
an ein Kohlenstoffatom der aliphatischen Hauptkette über eine organische verbindende
Gruppe gebunden ist;
(ii) eine aliphatische Einheit und
(iii) eine verbindende Gruppe, die den fluorchemischen oligomeren Teil an die
aliphatische Einheit bindet.
Zusatz dieser alkylierten, fluorchemischen Oligomere zur Poliermittelzusammensetzung
führt zu einer beträchtlichen Abnahme des Leistungsaufwandes, der nötig ist, um
den Rückstand zu entfernen, der während des Polierens durch diese Produkte zurückgelassen
wird, und zu einer beträchtlichen Zunahme der Haltbarkeit dieser Formulierungen.
Eine noch andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Schützen eines Substrats vor Quellen einer durch die Umwelt verursachten
Schädigung. Die Quellen einer durch die Umwelt verursachten Schädigung können zum
Beispiel Sonnenlicht, Regen und saurer Regen, Wasserfleckenbildung, Straßenteer
und Baumharz einschließen. Gemäß dem Verfahren wird ein Substrat mit einer Oberfläche
mit einer zusammenhängenden Schicht der Poliermittelzusammensetzung überzogen. Das
Verfahren umfasst die Schritte des Bereitstellens eines Substrats und des Überziehens
des Substrats mit der vorstehend beschriebenen Poliermittelzusammensetzung. Poliermittel
dieser Erfindung können auf Autos, Freizeitfahrzeugen, Booten und anderen mit einem
Deckanstrich versehenen Oberflächen verwendet werden. Diese Überzüge stellen niedrige
Oberflächenenergien bereit, um zu verhindern, dass Wasser auf der Oberfläche steht
und lackierte Oberflächen dadurch fleckig werden, dass Wasser veranlasst wird, Perlen
zu bilden. Die beschriebene Erfindung würde den Leistungsaufwand, der nötig ist,
um diese Materialien auf die vorstehend erwähnten Oberflächen aufzutragen, außerordentlich
verringern.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Poliermittelzusammensetzung,
die ein alkoxyliertes Wachs enthält, das ein Wachsmaterial, wie ein natürliches
Wachs umfasst, das Poly(alkoxy)reste aufweist, die an einer oder mehreren von freien
Alkoholgruppen, freien Säuregruppen oder olefinischen Gruppen an die Wachsmoleküle
gebunden sind. Das alkoxylierte Wachs kann vorzugsweise durch Umsetzen eines Wachsmaterials
mit einem Alkylenoxid, wie durch Umsetzen eines Carnaubawachses mit Ethylen- oder
Propylenglycol, um Poly(alkoxy)reste an eine freie Alkohol-, freie Säure- oder olefinische
Gruppe innerhalb des Carnaubawachses zu binden, hergestellt werden. Das alkoxylierte
Wachs der vorliegenden Erfindung stellt eine Wachszusammensetzung bereit, deren
Phasen sich während der Verarbeitung nicht trennen. Das alkoxylierte Wachs dient
zum Kompatibilisieren der Wachszusammensetzung und zum Verhindern einer Phasentrennung
der verschiedenen Bestandteile der Wachszusammensetzung. Da das Wachs sich nicht
in Phasen trennt, besteht kein Bedarf an den üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die während
der Verarbeitung vorgenommen werden, um zu verhindern, dass sich die Wachszusammensetzung
in Phasen trennt. Zum Beispiel kann die Wachszusammensetzung in einem einzigen Guss
in einen Verpackungsbehälter gegossen werden, statt einen Behälter in einer Reihe
von Gieß- und Abkühlschritten zu füllen.
Wie hier verwendet, betrifft "Poliermittel" einen Stoff, der einem
Substrat Glätte, Oberflächenschutz und/oder eine dekorative Politur verleiht. Das
Poliermittel kann in fester, flüssiger oder halbfester Form vorliegen und kann in
Lösung, Emulsion, Suspension oder unverdünnt vorliegen.
Wie in der vorliegenden Beschreibung verwendet, betrifft "Paste" einen
Stoff, der bei Raumtemperatur makroskopisch fest ist und der unter Druck leicht
nachgibt.
"Substrat" betrifft Oberflächen von Motorfahrzeugen (z. B. Autos,
Lastwagen, Schneemobilen, Motorrädern, usw.) oder Bootsoberschichten, die zum Beispiel
aus Glasfasern, Kunststoffen und Metallen hergestellt sein können und die auch mit
einem Lackdeckanstrich überzogen sein können.
Der Begriff "Silikon", wie er hier verwendet wird, schließt Polydiorganosiloxane
(und davon abgeleitete Einheiten) ein, wobei jeder organische Rest unabhängig voneinander
aus Alkylresten (wie zum Beispiel C1- bis C12-Alkylresten) ausgewählt ist.
Der Begriff "Lösemittel" betrifft eine flüssige Verbindung, die die
Komponenten der Poliermittelzusammensetzung lösen oder dispergieren kann.
Die Poliermittelzusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfasst
eine Grundkomponente und ein alkyliertes, fluorchemisches Oligomer (hier als das
"Oligomer" bezeichnet). Das Oligomer umfasst
(i) eine aliphatische Hauptkette mit einer Mehrzahl von daran hängenden fluoraliphatischen
Resten, wobei jeder fluoraliphatische Rest eine vollständig fluorierte Endgruppe
aufweist und jeder unabhängig voneinander an ein Kohlenstoffatom der aliphatischen
Hauptkette über eine organische verbindende Gruppe gebunden ist;
(ii) eine aliphatische Einheit und
(iii) eine verbindende Gruppe, die den fluorchemischen oligomeren Teil an die
aliphatische Einheit bindet.
Die fluorierten Verbindungen in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthalten im Allgemeinen eine Mehrzahl an fluoraliphatischen Resten proximal zueinander
(z. B. an alternierenden Kohlenstoffatomen einer aliphatischen Hauptkette oder gelegentlich
an benachbarten Kohlenstoffatomen) im Unterschied zu isolierten fluoraliphatischen
Resten, die überall in der Verbindung verteilt sind, und auch im Unterschied zu
fluoraliphatischen Resten, die sich gleichmäßig an benachbarten Kohlenstoffatomen
befinden.
In einer bevorzugten Ausführungsform stellt die Erfindung fluorchemische
Zusammensetzungen bereit, die fluorierte Verbindungen der Formeln I oder II umfassen
[(A)m-L]nRI(A)m[L-R]nII
wobei
m 1 oder ist 2;
n 1 bis einschließlich 4 ist;
jedes L unabhängig voneinander eine verbindende Gruppe umfasst;
R eine gesättigte oder ungesättigte aliphatische Einheit mit 1 bis 75 Kohlenstoffatomen
ist und
A ein fluorchemischer oligomerer Teil der Formel:
ist, wobei a eine solche ganze Zahl ist, dass A oligomer ist und eine Mehrzahl von
daran hängenden Resten Rf umfasst;
R1 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine gerade oder verzweigte
Alkylkette ist, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält;
jedes R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine gerade
oder verzweigte Alkylkette ist, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält;
jedes Q eine kovalente Bindung oder eine organische verbindende Gruppe, wie ein
Sulfonamidoalkylenrest, ist;
Rf ein fluoraliphatischer Rest, wie -(CF2)7CF3,
ist, der eine vollständig fluorierte Endgruppe umfasst;
X ein Wasserstoffatom oder ein von einem Radikalstarter abgeleiteter Rest (z. B.
t-Butoxy) ist.
Vorzugsweise sind, was die Formeln I und II anbetrifft, sowohl m als
auch n eins, um ein alkyliertes, fluorchemisches Oligomer der Formel IV herzustellen:
Wie es vorstehend beschrieben und weiter in den Formeln I–IV
veranschaulicht ist, umfasst eine erfindungsgemäße fluorchemische Zusammensetzung
eine fluorierte Verbindung, die im Allgemeinen drei Hauptteile aufweist: einen fluorchemischen
oligomeren Teil "A", eine verbindende Gruppe "L" und eine aliphatische Einheit "R".
Der fluorchemische oligomere Teil und die organische Einheit sind miteinander durch
die verbindende Gruppe L verbunden. Der verbindende Rest kann eine kovalente Bindung,
ein Alkylenrest, ein Rest, der aus einer Kondensationsreaktion zwischen einem Nucleophil,
wie einem Alkohol, einem Amin oder einem Thiol, und einem Elektrophil, wie einer
Carbonsäure, einem Ester, einem Acylhalogenid, einem Sulfonatester, einem Sulfonylhalogenid,
einem Cyanat oder einem Isocyanat, resultiert oder ein Rest, der aus einer nucleophilen
Substitutionsreaktion zwischen einem Nucleophil, wie es vorstehend beschrieben ist,
und einer eine Abgangsgruppe tragenden Einheit, wie die Umsetzung
zwischen einem Alkohol (oder Alkoxid) und einem Alkylhalogenid (wobei das Halogenatom
des Alkylhalogenids als Abgangsgruppe dient), resultiert, sein.
Beispiele geeigneter verbindender Gruppen L schließen eine kovalente
Bindung, einen geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen Alkylen-, Arylen-,
Aralkylen-, Oxy-, Oxo-, Hydroxy-, Thio-, Sulfonyl-, Sulfoxy-, Amino-, Imino-, Sulfonamido-,
Carboxamido-, Carbonyloxy-, Urethanylen-, Ureylenrest und Kombinationen davon, wie
einen Sulfonamidoalkylenrest, ein.
Eine herausragende Komponente des fluorchemischen oligomeren Teils
ist der fluoraliphatische Rest, der hier als Rf bezeichnet wird. Die
erfindungsgemäße fluorierte Verbindung enthält eine Mehrzahl von daran hängenden
Resten Rf (z. B. 2 bis 10) proximal zueinander und enthält vorzugsweise
5 Gewichtsprozent bis 80 Gewichtsprozent, stärker bevorzugt 20 Gewichtsprozent bis
65 Gewichtsprozent und am stärksten bevorzugt 25 Gewichtsprozent bis 55 Gewichtsprozent
Fluor, bezogen auf das Gesamtgewicht der Verbindung, wobei die genauen Orte des
Fluors im Wesentlichen in den Resten Rf sind. Rf ist eine
stabile, inerte, nichtpolare, vorzugsweise gesättigte, monovalente Einheit, die
sowohl oleophob als auch hydrophob ist. Rf enthält vorzugsweise mindestens
etwa 3 Kohlenstoffatome, stärker bevorzugt 3 bis 20 Kohlenstoffatome und am stärksten
bevorzugt 4 bis 14 Kohlenstoffatome. Rf kann geradkettige, verzweigtkettige
oder cyclische fluorierte Alkylenreste oder Kombinationen davon oder Kombinationen
davon mit geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen Alkylenresten enthalten.
Rf ist vorzugsweise frei von einer polymerisierbaren olefinischen Ungesättigtheit
und kann gegebenenfalls Heteroatome, wie divalenten Sauerstoff oder trivalenten
Stickstoff, in der Kette enthalten. Es ist bevorzugt, dass Rf 40 Gew.-%
bis 78 Gew.-% Fluor, stärker bevorzugt 50 Gew.-% bis 78 Gew.-% Fluor enthält. Der
endständige Teil des Restes Rf enthält eine vollständig fluorierte endständige
Gruppe. Diese endständige Gruppe enthält vorzugsweise mindestens 7 Fluoratome, z.
B. CF3CF2CF2-, (CF3)2CF-
oder dergleichen. Perfluorierte aliphatische Reste (d. h. diejenigen der Formel
CoF2o+1, wo o 4 bis 14 ist) sind die am stärksten bevorzugten
Ausführungsformen von Rf.
Die aliphatische Hauptkette des fluorchemischen oligomeren Teils umfasst
eine ausreichende Zahl polymerisierter Einheiten, um den Teil oligomer zu machen.
Die aliphatische Hauptkette umfasst vorzugsweise 2 bis etwa 10 polymerisierte Einheiten
("a" in den Formeln III und IV), die von fluorierten Monomeren (d. h. Monomeren,
die einen fluorierten organischen Rest Rf, wie vorstehend definiert,
enthalten) abgeleitet sind; es ist stärker bevorzugt, dass die aliphatische Hauptkette
3 bis etwa 8, am stärksten bevorzugt etwa 4 polymerisierte Einheiten umfasst.
Die erfindungsgemäßen fluorchemischen Zusammensetzungen umfassen im
Allgemeinen Gemische von Verbindungen. Folglich werden die Verbindungen hier manchmal
als nichtganzzahlige Zahlen einzelner Substituenten (z. B. "a = 2,7") aufweisend
bezeichnet. In solchen Fällen gibt die Zahl einen Mittelwert an und soll keinen
Teileinbau eines Substituenten bezeichnen.
Der fluorchemische Rest Rf ist an den organischen Teil
(d. h. die oligomere Hauptkette oder den ungesättigten Teil des Monomers) durch
eine verbindende Gruppe, die in den hier verwendeten Formeln als Q bezeichnet wird,
gebunden. Q ist eine verbindende Gruppe, die eine kovalente Bindung, ein divalenter
Alkylenrest oder ein Rest ist, der aus der Kondensationsreaktion eines Nucleophils,
wie eines Alkohols, eines Amins oder eines Thiols, mit einem Elektrophil, wie einem
Ester, Säurehalogenid, Isocyanat, Sulfonylhalogenid oder Sulfonylester, resultieren
kann oder aus einer Substitutionsreaktion zwischen einem Nucleophil und einer Abgangsgruppe
resultieren kann. Jedes Q ist unabhängig voneinander ausgewählt, enthält vorzugsweise
1 bis etwa 20 Kohlenstoffatome und kann gegebenenfalls Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel
oder siliciumhaltige Gruppen oder eine Kombination davon in der Kette enthalten.
Q ist vorzugsweise frei von funktionellen Gruppen, die die radikalische Oligomerisation
erheblich stören (z. B. polymerisierbare olefinische Doppelbindungen, Thiole, leicht
abzutrennende Wasserstoffatome, wie Cumolwasserstoffatome, und eine andere solche
Funktionalität, die Fachleuten bekannt ist). Beispiele einer Struktur, die für eine
verbindende Gruppe Q geeignet ist, schließen einen geradkettigen, verzweigtkettigen
oder cyclischen Alkylen-, Arylen-, Aralkylen-, Oxy-, Oxo-, Hydroxy-, Thio-, Sulfonyl-,
Sulfoxy-, Amino-, Imino-, Sulfonamido-, Carboxamido-, Carbonyloxy-, Urethanylen-,
Ureylenrest und Kombinationen davon, wie einen Sulfonamidoalkylenrest, ein. Vorzugsweise
ist die verbindende Gruppe Q eine kovalente Bindung oder ein Sulfonamidoalkylenrest.
Geeignete verbindende Gruppen Q schließen die folgenden Strukturen
zusätzlich zu einer kovalenten Bindung ein. Für die Zwecke dieser Liste ist jedes
k unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis etwa 20, R1' ist ein
Wasserstoffatom, eine Phenylgruppe oder ein Alkylrest mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen,
und R2' ist ein Alkylrest mit 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen. Jede Struktur
ist nicht gerichtet, d. h. -(CH2)kC(O)O- ist äquivalent zu
-O(O)C(CH2)k-.
Die organische aliphatische Einheit, die in Verbindungen der Formeln
I–IV als R bezeichnet wird, ist ein mono-, di-, tri- oder tetravalenter, gerad-
oder verzweigtkettiger, gesättigter oder ungesättigter, cyclischer oder acyclischer
(oder irgendeine Kombination davon) organischer aliphatischer Rest mit 1 bis 75
Kohlenstoffatomen. Obgleich es nicht bevorzugt ist, kann R aromatische Ringe enthalten
und kann fluoriert sein (d. h. R = Rf). Die Valenz ist dem Wert von n
in Formel I äquivalent und ist gleich 1 in Formel II. Der Bereich von Strukturen,
die für die organische Einheit R in Erwägung gezogen werden, wird was Verbindungen
anbetrifft, die zur Verwendung in Schritten der nachstehend ausführlich beschriebenen
Umsetzungsschemata geeignet sind, besser verstanden werden. Vorzugsweise ist R ein
geradkettiger, monovalenter Alkylrest mit 1 bis 75 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
12 bis 75 Kohlenstoffatomen und am stärksten bevorzugt 18 bis 50 Kohlenstoffatomen.
Wo mehr als ein Rest R vorhanden ist, wie in Formel II, oder wenn n größer als eins
in Formel I ist, ist die Summe der Kohlenstoffatome in den Resten R vorzugsweise
100 Kohlenstoffatome oder weniger.
Die erfindungsgemäßen fluorierten Verbindungen und fluorchemischen
Zusammensetzungen werden, was in den Formeln I–IV gezeigte Ausführungsformen
anbetrifft, veranschaulicht werden. In solchen Ausführungsformen verbindet die verbindende
Gruppe L den fluorchemischen oligomeren Teil A mit dem aliphatischen Rest R. Jede
verbindende Gruppe L kann eine kovalente Bindung, ein di- oder polyvalenter Alkylenrest
oder ein Rest sein, der aus der Kondensationsreaktion eines Nucleophils, wie eines
Alkohols, eines Amins oder eines Thiols, mit einem Elektrophil, wie einem Ester,
Säurehalogenid, Isocyanat, Sulfonylhalogenid oder Sulfonylester, resultieren kann
oder der aus einer Substitutionsreaktion zwischen einem Nucleophil und einer Abgangsgruppe
resultieren kann. Jedes L ist unabhängig voneinander ausgewählt, enthält vorzugsweise
1 bis 20 Kohlenstoffatome und kann gegebenenfalls Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel
oder siliciumhaltige Gruppen oder eine Kombination davon in der Kette enthalten.
L ist vorzugsweise frei von funktionellen Gruppen, die die radikalische Oligomerisation
erheblich stören (z. B. polymerisierbare olefinische Doppelbindungen, Thiole, leicht
abzutrennende Wasserstoffatome, wie Cumolwasserstoffatome, und eine andere solche
Funktionalität, die Fachleuten bekannt ist). Beispiele einer Struktur, die für die
verbindende Gruppe L geeignet ist, schließen einen geradkettigen, verzweigtkettigen
oder cyclischen Alkylen-, Arylen-, Aralkylen-, Oxy-, Oxo-, Sulfonyl-, Sulfoxy-,
Amino-, Imino-, Sulfonamido-, Carboxamido-, Carbonyloxy-, Urethanylen-, Ureylenrest
und Kombinationen davon, wie ein Sulfonamidoalkylenrest, ein. Bevorzugte Gruppen
L schließen die folgenden Strukturen (und Kombinationen und Vielfache solcher Strukturen)
ein, wobei jedes k unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 20 ist, R1'
ein Wasserstoffatom, eine Phenylgruppe oder ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
ist und R2' ein Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist.
Auf die vorstehenden Formeln I–IV zurückkommend ist R1
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom (z. B. ein Fluor-, Chlor-, Bromatom) oder ein
geradkettiger oder verzweigtkettiger Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen (z.
B. eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl- oder Isobutylgruppe). Jedes
R2 ist unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine gerade oder
verzweigte Alkylkette mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen.
X ist ein Rest, der von einem Radikalstarter abgeleitet ist. Wie er
hier verwendet wird, bezeichnet der Begriff "Radikalstarter" irgendeine der herkömmlichen
Verbindungen, wie organische Azoverbindungen, organische Peroxide (z. B. Diacylperoxide,
Peroxyester, Dialkylperoxide), die nach Homolyse startende Radikale bereitstellen.
Wie er hier verwendet wird, bezeichnet der Begriff "Rest, der von einem Radikalstarter
abgeleitet ist" ein startendes Radikal, das nach homolytischer Zersetzung eines
Radikalstarters gebildet wird.
Geeignete Reste X umfassen nichtreaktive Reste, wie ein Wasserstoffatom,
eine t-Butoxygruppe (abgeleitet von Di-t-butylperoxid) und eine Benzoyloxygruppe
(abgeleitet von Benzoylperoxid), und reaktive Reste, wie -CCH3(CN)CH2CH2CO2H
(abgeleitet von Azo-4-cyanoisovaleriansäure), -C(CH3)2CN (abgeleitet
von Azoisobutyronitril) und diejenigen, die von anderen bekannten funktionellen
Azoverbindungen abgeleitet sind, wie 2,2'-Azobis-[N-(4-chlorphenyl)-2-methylpropionamidin]dihydrochlorid,
2,2'-Azobis-[N-(4-hydroxyphenyl)-2-methylpropionamidin]dihydrochlorid, 2,2'-Azobis-[N-(4-aminophenyl)2-methylpropionamidin]tetrahydrochlorid,
2,2'-Azobis-[2-methyl-N-2-propenylpropionamidin]dihydrochlorid, 2,2'-Azobis-[N-(2-hydroxyethyl)-2-methylpropionamidin]dihydrochlorid,
2,2'-Azobis-[2-methyl-N-(2-hydroxyethyl)propionamid], 2,2'-Azobis-[2-(hydroxymethyl)propionitril],
2,2'-Azobis-[2-methyl-N-[1,1-bis(hydroxymethyl)-2-hydroxyethyl]propionamid] und
2,2'-Azobis-{2-methyl-N-[1,1-bis(hydroxymethyl)ethyl]propionamid}. Bevorzugte Reste
X schließen diejenigen ein, die vorstehend aufgezählt sind.
Die fluorchemischen Verbindungen der Formeln I, II und IV können durch
Oligomerisation einer ungesättigten, fluorierten Verbindung (IV) in Gegenwart eines
Radikalstarters und Kettenübertragungsmittels der Formel L(SH)m (wobei
m = 1–2) gemäß folgendem Schema hergestellt werden:
Schema 1
Die Einheit "L" entspricht der Einheit der verbindenden Gruppe L der
Formel I, II und IV.
Wenn das Kettenübertragungsmittel mehr als eine Sulfhydrylgruppe (d.
h. m = 2) enthält, können mehrere fluorchemische oligomere Reste A durch die verbindende
Gruppe L mit einem oder mehreren aliphatischen Resten R verbunden sein. Zum Beispiel
können, wenn das Kettenübertragungsmittel zwei Sulfhydrylgruppen enthält, zwei fluoraliphatische
Reste A folgendermaßen mit L verbunden sein:
Schema 2
Verbindungen der Formel (V) und Verfahren zur Herstellung davon sind
bekannt und offenbart, z. B. in den US-Patenten Nr. 2 803 615 (Ahlbrecht
et al.) und 2 841 573 (Ahlbrecht et al.). Beispiele solcher Verbindungen umfassen
allgemeine Klassen fluorchemischer Olefine, wie Acrylate, Methacrylate, Vinylether
und Allylverbindungen, die fluorierte Sulfonamidogruppen enthalten, Acrylate oder
Methacrylate, die von fluorchemischen Telomeralkoholen oder fluorchemischen Thiolen
abgeleitet sind. Bevorzugte Verbindungen der Formel V umfassen N-Methylperfluoroctansulfonamidoethylacrylat,
N-Methylperfluoroctansulfonamidoethylmethacrylat, N-Ethylperfluoroctansulfonamidoethylacrylat,
N-Methylperfluorhexylsulfonamidoethylacrylat, das Umsetzungsprodukt von Isocyanatoethylmethacrylat
und N-Methylperfluoroctansulfonamidoethylalkohol, Perfluoroctylacrylat, N-Methylperfluoroctansulfonamidoethylvinylether
und C8F17SO2NHCH2CH=CH2 und
andere, wie Perfluorcyclohexylacrylat und tetrameres Hexafluorpropylenoxiddihydroacrylat.
Wenn das Kettenübertragungsmittel L(SH)m eine funktionelle
Gruppe trägt, wird eine Verbindung der Formel VI (Schema I) weiter mit einer funktionellen
aliphatischen Verbindung umgesetzt, wobei die verbindende Gruppe L gebildet wird
und der Rest R in die Verbindungen der Formeln I, II und IV eingebaut wird. Die
Beschaffenheit der funktionellen Gruppen sowohl am Kettenübertragungsmittel als
auch an den aliphatischen Verbindungen wird so gewählt, dass sie einander gegenüber
reaktiv sind, um die verbindende Gruppe L zu bilden. Beispiele gegenseitig reaktiver
Paare umfassen eine mit einem Alkohol oder Amin reagierende Acylgruppe (wie eine
Carbonsäure-, Acylhalogenid- oder Estergruppe), ein(en) mit einer "Abgangsgruppe",
wie einer Halogenid- oder Tosylatgruppe, reagierenden/s Alkohol oder Amin und ein
mit einem Alkohol oder Amin reagierendes Isocyanat.
Eine Verbindung der Formeln VI oder VII kann durch die Verwendung
eines geeignet funktionalisierten Kettenübertragungsmittel L(SH)m, wobei
L eine funktionelle Gruppe enthält, mit funktionellen Gruppen an der verbindenden
Gruppe L (zusätzlich zu(r) Sulfhydrylgruppe(n)) bereitgestellt werden. Geeignete
funktionelle Gruppen zum Einschluss in das Kettenübertragungsmittel umfassen eine
Hydroxy-, Amino-, Halogen-, Epoxy-, Haloformyl-, Aziridinylgruppe, Säuregruppen
und Salze davon, die mit einem Elektrophil oder Nucleophil reagieren oder zu einer
weiteren Umwandlung in solche Reste fähig sind. Die Verwendung eines funktionalisierten
Kettenübertragungsmittels gestattet den anschließenden Einbau des Restes "R" der
Formeln I und II. Zum Beispiel kann der Rest "L" des Kettenübertragungsmittels mit
einer elektrophilen Estereinheit substituiert sein. Diese Estereinheit wird den
Einbau eines langkettigen Restes "R" durch weitere Umsetzung mit einem aliphatischen
Alkohol, der eine nucleophile Hydroxylgruppe aufweist, gestatten. Die Umsetzung
zwischen den zwei Einheiten erzeugt eine Esterbindung, wodurch die fluoraliphatische
Einheit A mit der aliphatischen Einheit R verbunden wird. In einer anderen Ausführungsform
kann zum Beispiel die Einheit L mit einer Hydroxylgruppe substituiert sein, die
mit einem aliphatischen Ester umgesetzt werden kann, um die fluoraliphatische Einheit
A mit der aliphatischen Einheit R zu verbinden.
Vorteilhafterweise kann der Rest R der Formeln I, II und IV durch
Verwendung eines nicht-funktionellen Kettenübertragungsmittels eingebaut werden.
Nicht-funktionalisierte Kettenübertragungsmittel sind diejenigen, die eine Gruppe,
die eine Radikalkettenreaktion beenden kann (z. B. eine Sulfhydrylgruppe), aber
keine weiteren, funktionellen Gruppen enthalten, die mit Nucleophilen und Elektrophilen
reagieren können oder Substitutionsreaktionen unterzogen werden können. In solchen
Fällen stellt der aliphatische Teil von L(SH)m den aliphatischen Rest
R der Formeln I und II bereit. Solche Verbindungen umfassen Mono- und Dithiole,
wie Ethanthiol, Propanthiol, Butanthiol, Hexanthiol, n-Octylthiol, t-Dodecylthiol,
2-Mercaptoethylether, 2-Mercaptoimidazol, 2-Mercaptoethylsulfid, 8-Mercaptomenthon,
2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol, 3,4-Toluoldithiol, o-, m- und p-Thiokresol, Ethylcyclohexandithiol,
p-Menthan-2,9-dithiol, 1,2-Ethandithiol, 2-Mercaptopyrimidin und dergleichen. Längerkettige
Alkylthiole mit 12 bis 75 Kohlenstoffatomen sind bevorzugt.
Egal ob es funktionalisiert ist oder nicht, ist ein Kettenübertragungsmittel
in einer Menge vorhanden, die ausreicht, um die Zahl polymerisierter
Monomereinheiten in dem Oligomer zu steuern. Das Kettenübertragungsmittel wird im
Allgemeinen in einer Menge von 0,05 bis 0,5 Äquivalenten, vorzugsweise etwa 0,25
Äquivalenten, pro Äquivalent des olefinischen Monomers IV verwendet.
Auch vorhanden im Oligomerisationsprozess ist ein Radikalstarter,
wie er vorstehend in Zusammenhang mit X definiert ist. Solche Verbindungen sind
Fachleuten bekannt und umfassen Persulfate, Azoverbindungen, wie Azoisobutyronitril
und Azo-2-cyanovaleriansäure, Hydroperoxide, wie Cumol-, t-Butyl- und t-Amylhydroperoxid,
Dialkylperoxide, wie Di-t-butyl- und Dicumylperoxid, Peroxyester, wie t-Butylperbenzoat
und Di-t-butylperoxyphthalat, Diacylperoxide, wie Benzoylperoxid und Lauroylperoxid.
Das durch einen Starter gebildete startende Radikal kann in das fluorchemische
Oligomer in variierenden Abstufungen in Abhängigkeit von der Art und Menge an verwendetem
Starter eingebaut werden. Eine geeignete Startermenge hängt von dem einzelnen Starter
und anderen Reaktionspartnern, die verwendet werden, ab. 0,1 Gewichtsprozent bis
5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 Gewichtsprozent bis 0,8 Gewichtsprozent und
am stärksten bevorzugt etwa 0,2 Gewichtsprozent Starter können verwendet werden,
bezogen auf das Gesamtgewicht aller anderen Reaktionspartner bei der Umsetzung.
Die Oligomerisationsreaktion der Schemata 1 und 2 kann in einem beliebigen
Lösemittel, das für organische Radikalreaktionen geeignet ist, ausgeführt werden.
Die Reaktionspartner können in dem Lösemittel in einer beliebigen geeigneten Konzentration
vorhanden sein, z. B. von 5 Gewichtsprozent bis 90 Gewichtsprozent, bezogen auf
das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches. Beispiele geeigneter Lösemittel umfassen
aliphatische und alicyclische Kohlenwasserstoffe (z. B. Hexan, Heptan, Cyclohexan),
aromatische Lösemittel (z. B. Benzol, Toluol, Xylol), Ether (z. B. Diethylether,
Glyme, Diglyme, Diisopropylether), Ester (z. B. Essigester, Butylacetat), Alkohole
(z. B. Ethanol, Isopropylalkohol), Ketone (z. B. Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon),
Sulfoxide (z. B. Dimethylsulfoxid), Amide (z. B. N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid),
halogenierte Lösemittel, wie Methylchloroform, FREONTM 113, Trichlorethylen,
&agr;,&agr;,&agr;-Trifluortoluol, fluorierte Ether, wie C4F9OCH3,
und Gemische davon.
Die Oligomerisation kann bei einer beliebigen Temperatur ausgeführt
werden, die zum Durchführen einer organischen Radikalreaktion geeignet ist. Eine
bestimmte Temperatur und Lösemittel zur Verwendung können von Fachleuten basierend
auf Überlegungen, wie die Löslichkeit der Reagentien und die für die Verwendung
eines bestimmten Starters erforderliche Temperatur, leicht ausgewählt werden. Solange
es nicht praktisch ist, eine bestimmte Temperatur, die für alle Starter und alle
Lösemittel geeignet ist, aufzuzählen, sind im Allgemeinen geeignete Temperaturen
zwischen 30°C und 200°C.
Das Oligomer mit seinen verschiedenen anhängenden Resten erfüllt mehrere
Funktionen innerhalb der Poliermittelzusammensetzung. Der aliphatische Rest gestattet
dem Oligomer, mit anderen Komponenten der Poliermttelzusammensetzung verträglich
zu sein, zum Beispiel mit anderen Komponenten, die organischer oder aliphatischer
Natur sind, einschließlich der Wachskomponente. Der aliphatische Rest stellt auch
ein Haften zwischen dem Oligomer und einem Substrat bereit. Eine chemische Wechselwirkung
(z. B. Wasserstoffbrückenbindung) zwischen dem aliphatischen Rest und einem Substrat
stellt ein Haften des Oligomers am Substrat bereit. Das verbesserte Haften zwischen
dem Oligomer und dem Substrat stellt eine Poliermittelzusammensetzung mit brauchbaren
Haltbarkeitseigenschaften, zum Beispiel verbesserter Beständigkeit gegenüber Detergentien
und mechanischem Verschleiß, bereit. Der anhängende fluorierte Rest verleiht der
Poliermittelzusammensetzung der vorliegenden Erfindung die gewünschten Eigenschaften
Beständigkeit gegen Flecken, Beständigkeit gegen Verschmutzung und Abweisungsvermögen.
Spezieller stellt der anhängende fluorierte Rest die Poliermittelzusammensetzung
mit Wasser- und Ölabweisungsvermögen bereit.
Die anhängenden aliphatischen und fluorierten Reste des Oligomers
arbeiten zusammen, um einen Poliermittelüberzug mit gewünschter Haftung und gewünschten
Öl-, Wasser- und Flecken-abweisenden Eigenschaften bereitzustellen. Obwohl nicht
gewünscht wird, durch eine Theorie gebunden zu sein, meint man, dass die anhängenden
fluorierten Reste zur Oberfläche eines Überzugs der Poliermittelzusammensetzung
"ausblühen". An der Oberfläche des Überzugs können die fluorierten Reste ihre maximale
Wirksamkeit beim Abweisen von Wasser zeigen. Wanderung der fluorierten Reste zur
Oberfläche des Überzugs führt einhergehend zu einer Überschichtung des Überzugs,
wodurch eine erhöhte Konzentration der aliphatischen Reste unterhalb der Oberfläche
des Überzugs, d. h. in der Wachs- oder Silikongrundlage, verursacht wird. Dies bedeutet,
dass die aliphatischen Reste an der Überzugsoberfläche positioniert sind, wo diese
Reste am wirksamsten ein Haften zwischen dem Überzug und dem Substrat fördern können,
solange die fluorierten Reste an der Oberfläche des Überzugs konzentriert sind,
wo sie am wirksamsten beim Abweisen von Wasser sind. So nimmt man an, dass jeder
der aliphatischen und fluorierten Reste des Oligomers innerhalb des Überzugs in Positionen
situiert wird, die jedem Rest gestatten, das Haften und die wasserabweisenden Eigenschaften
des Wachsüberzugs am effektivsten zu steigern.
Das Oligomer kann in der Poliermittelzusammensetzung der vorliegenden
Erfindung in einer beliebigen Menge vorhanden sein, die brauchbare(s) Wasserabweisungsvermögen,
Fleckenbeständigkeit und Haltbarkeitseigenschaften bereitstellt. Es ist gefunden
worden, dass bevorzugte Mengen an Oligomer in der Poliermittelzusammensetzung im
Bereich von 1 bis 15 Gewichtsteilen, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsteilen Oligomer
liegen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Wachszusammensetzung (wie er hier verwendet
wird, betrifft der Ausdruck "Poliermittelzusammensetzung", der als Gewichtsteile
von Materialien darin genannt wird, die Grundkomponente(n) plus irgendein Lösemittel).
Wenn die Grundkomponente ein Wachs ist, kann die Wachskomponente der
Zusammensetzung im Allgemeinen irgendeiner von verschiedenen natürlichen oder synthetischen,
viskosen oder festen wärmeempfindlichen Stoffen sein, die im Wesentlichen aus hochmolekulargewichtigen
Kohlenwasserstoffen oder Fettsäureestern bestehen und die charakteristischerweise
in Wasser unlöslich, aber in den meisten organischen Lösemitteln löslich sind. Die
Wachskomponente vermittelt der Wachszusammensetzung die gewünschte Härte, Ausreib-
und Griffeigenschaften und gestattet der Wachszusammensetzung, ein Lösemittel zu
"binden", d. h. Lösemittel wird innerhalb der Wachsphase gebunden oder festgehalten,
wodurch ein Ausreiben gestattet wird, das eine streifen- und schmierfreie Hochglanzpolitur
ergibt. Irgendeines der im Wachsfachgebiet bekannten Wachsmaterialien kann verwendet
werden, und vorzugsweise enthält die Wachszusammensetzung ein Gemisch aus zwei oder
mehr Wachsen. Wachse, die als brauchbar befunden worden sind, umfassen synthetische
Wachse, natürliche Wachse, wie tierische und pflanzliche Wachse, Mineralwachse und
mikrokristallisierte, oxidierte oder chemisch modifizierte Derivate davon. Beispiele
tierischer Wachse umfassen Walrat, Bienenwachs, Wollwachs, Chinesisches Insektenwachs
und Schellackwachs. Beispiele pflanzlicher Wachse umfassen Carnauba-, Candelilla-,
Palm-, Myrten-, Jojoba-, Zuckerrohr-, Reiskeimöl-, Flachs-, Torf-, Japan-, Ouricury-
und Ceresinwachs. Beispiele synthetischer Wachse umfassen Ethylenpolymere, Polyetherester,
und chlorierte Naphthaline. Beispiele von Mineralwachsen umfassen Paraffinwachs,
Polyethylenwachs, Montanwachs, Ozokerit und Rohvaseline. Paraffinwachse sind von
geradkettigen Kohlenwasserstoffen mit 26–30 Kohlenstoffatomen pro Molekül
abgeleitet. Mikrokristalline Wachse sind von verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen
mit 41–50 Kohlenstoffatomen pro Molekül abgeleitet. Montanwachse sind beim
Ausführen der Erfindung bevorzugt. Ein besonders bevorzugtes Montanwachs ist LP
Wachs, das von American Hoechst Corp., Industrial Chemicals Division, erhältlich
ist.
Ein bevorzugtes Wachs ist natürliches Carnaubawachs, das ein Gemisch
aus Estern von normalen C24- und C28-Fettsäuren, C32-
und C34-n-Alkoholen, &ohgr;-Hydroxysäuren, HO(CH2)xCOOH,
wobei x 17–29 ist, und kleinere Mengen an veresterten &agr;,&ohgr;-Diolen,
HO(CH2)yOH, wobei y 22 bis über 28 ist, umfassen kann (siehe
Noller, Chemistry of Organic Compounds, S. 206 (3. Aufl. 1966)). Weiter ist bekannt,
dass natürliches Carnaubawachs Mengen zimtsauren aliphatischen Diester, Lactide
und Kohlenwasserstoffe enthält (siehe Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology,
Band 24, Seite 469 (3. Aufl., 1985)).
Ausgewählte Wachse können durch Umsetzung darin enthaltener freier
Alkohole, olefinischer Gruppen und Säuren mit Alkoxylierungsmitteln, wie Alkylenoxiden
(z. B. Ethylenoxid, Propylenoxid, usw. oder Kombinationen davon) alkoxyliert werden,
wobei ein Wachs hergestellt wird, das polymerisierte Alkoxyreste umfasst, die an
Moleküle des Wachses gebunden sind. Die Alkoxylierung von Wachsmolekülen tritt durch
Ringöffnungspolymerisationsreaktionen auf, die im Polymerfachgebiet gut bekannt
sind. Zum Beispiel werden die Chemie und Mechanismen der Ringöffnungspolymerisation
ausführlich in Ring-Opening Polymerization (Bände 1, 2 & 3), herausgegeben von K.
J. Ivin und T. Saegusa, 1984, und allgemeiner in M. P. Stevens, POLYMER CHEMISTRY:
AN INTRODUCTION S. 346–351, 360–368 (2. Aufl., 1990) diskutiert. Die
Kinetik von chemischen Ringöffnungspolymerisationsreaktionen ist in G. G. Odian,
Principles of Polymerization S. 535–558 (3. Aufl., 1991) beschrieben. Die
Alkylenoxidverbindung, die zum Umsetzen an dem Wachs ausgewählt wird, sowie die
Kettenlänge der erhaltenen Poly(alkoxy)reste können ausgewählt werden, um wünschenswerte
Eigenschaften für die Wachszusammensetzung (z. B. für Ausreiben, Griff, Weichheit,
usw.) bereitzustellen.
Natürliches Carnaubawachs kann durch Umsetzen der freien Alkoholgruppe,
der Säuregruppe oder der olefinischen Gruppe des zimtsauren aliphatischen Diesters
mit Alkylenoxid alkoxyliert werden. Einige der kristallinen Ester (die Hauptkomponente
von Carnaubawachs umfassend) können auch während der Umsetzung gespalten werden
und die erhaltenen Säuren und Alkohole auch mit Alkylenoxid während des Alkoxylierungsprozesses
reagieren, wobei die Ausbeute an Alkoxyaddukten erhöht wird. Die freien Säuren,
Alkohole, olefinischen Gruppen und die Fraktion der Ester, die gespalten werden,
können als "Ringöffnung startende Gruppen" bezeichnet werden. Ein Teil der Alkylenoxide
kann auch zu den entsprechenden Glycolen hydrolysiert werden,
die dann mit zusätzlichem Alkylenoxid reagieren, wobei eine kleinere Menge an mit
Wasser extrahierbarem Polyalkylenglycololigomer gebildet wird.
Als Beispiel der Herstellung eines alkoxylierten Wachses kann natürliches
Carnaubawachs (100 Gewichtsteile) mit etwa 25 Gewichtsteilen eines Gemisches aus
Ethylenoxid (EO) und Propylenoxid (PO) (vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis
im Bereich von 90 : 10 bis 99 : 1, zum Beispiel etwa 95 : 5) umgesetzt werden, um
einen Poly(alkoxy)rest an Ringöffnung startende Gruppen zu binden. Vorzugsweise
kann der erhaltene Poly(alkoxy)rest aus einem Mittelwert von etwa elf polymerisierten
monomeren EO/PO-Einheiten bestehen. EO/PO-modifiziertes Carnaubawachs dieses Typs
ist im Handel von Koster Keunen, Inc., aus Watertown, CT, erhältlich.
Alkoxyliertes Carnaubawachs ist eine bevorzugte Wachskomponente, da
gefunden worden ist, dass alkoxyliertes Carnaubawachs weicher als natürliches Carnaubawachs
ist und einer Wachszusammensetzung ein verbessertes "Gefühl" oder "Griff" vermittelt,
und auch, da ein alkoxyliertes Carnaubawachs einer Wachszusammensetzung die gewünschte
Phasenstabilität vermittelt. Die verbesserte Phasenstabilität stellt einen Vorteil
bei der Verarbeitung der Wachszusammensetzung bereit. Da die Phasen dieser Wachszusammensetzungen
sich nicht trennen werden, wenn sie in einem flüssigen Zustand sind, sind keine
Vorsichtsmaßnahmen zum Verhindern einer Phasentrennung der flüssigen Wachszusammensetzung
erforderlich. Als Ergebnis kann die alkoxyliertes Carnaubawachs umfassende Wachszusammensetzung
in einem einzigen Schritt in einen Verpackungsbehälter gegossen werden, ohne darauf
zu warten, dass sich die Zusammensetzung abkühlt und verfestigt, und die Phasen
der Zusammensetzung werden sich nicht trennen.
Silikonöle können auch als Grundkomponente der Poliermittel verwendet
werden. Brauchbare Silikonöle umfassen diejenigen Dialkylpolysiloxane, die einen
effektiven dynamischen Viskositätsbereich von 50 bis 10000 m·Pa·s
(cps) aufweisen. Wie bei Davidsohn und Mildowsky, Polishes, C. R. C. Press, Cleveland,
OH, 1968, S. 68–73 vermerkt ist, kann ein Silikonöl den Haupt- oder Nebenbestandteil
eines Grundmaterials für Poliermittel ausmachen. Wo es als Hauptbestandteil verwendet
wird, verbessert das Silikonöl die Schmierfähigkeit und die Leichtigkeit des Polierens
mit Leder und dient als Ablösemittel für getrocknete Schleifmittel. Silikonöle verteilen
sich leicht und stellen gleichmäßigen hohen Glanz und gutes Wasserabweisungsvermögen
bereit. Kleinere Mengen an Wachsen können den Silikonölen zugesetzt werden, um das
Polieren rauher oder zerkratzter Deckanstriche zu verbessern, um Wasserfleckenbildung
zu verringern oder um die Gesamtkosten der Formulierung zu verringern. Wenn Silikonöle
als Nebenbestandteil verwendet werden, wird es verwendet, um Leichtigkeit des Auftragens
und größere Glanztiefe zu vermitteln.
Eine brauchbare Klasse von Silikonölen umfasst Dialkylpolysiloxane
der Formel:
in der jedes R unabhängig voneinander aus Alkyl- oder Arylresten ausgewählt ist.
Vorzugsweise ist R eine Methylgruppe, um Dimethylpolysiloxane herzustellen. Brauchbare
Silikonöle umfassen auch Dialkylpolysiloxane mit einer endständigen Hydroxy- oder
Aminogruppe, wie diejenigen, die in US-Patent Nr. 3 890 271 (Kokoszka) und US-Patent
Nr. 3 960 575 (Martin) gezeigt sind.
Die Grundkomponente (d. h. das Wachs oder Silikonöl) kann in der Poliermittelzusammensetzung
in einer beliebigen Menge vorhanden sein, die gewünschte Härte, Ausreib- und Griffeigenschaften
bereitstellen wird. Es ist gefunden worden, dass bevorzugte Mengen an Grundkomponente
im Bereich von 5 bis 42 Gewichtsteilen Grundkomponente bezogen auf 100 Teile Poliermittelzusammensetzung
liegen. Falls die Grundkomponente ein Wachs ist, kann sie eine beliebige Menge (d.
h. 0 bis 100 Gewichtsteile) alkoxyliertes Wachs enthalten, aber es ist bevorzugt,
dass 30 bis 90 Gewichtsprozent der Wachskomponente ein alkoxyliertes Wachs ist,
wie das vorstehend beschriebene EO/PO-modifizierte Carnaubawachs.
Die Poliermittelzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann auch
ein Lösemittel enthalten, das die Zusammensetzung weich machen kann, wobei eine
leicht anwendbare Paste gebildet wird, die ein gewünschtes Gefühl oder "Griff" aufweist,
und die leicht auf einem Substrat verteilt werden kann. Einige Arten von Kohlenwasserstofflösemitteln
können auch beim Auflösen und Entfernen kleiner Mengen Straßenteer und schmieriger
Rückstände von der Fahrzeugoberfläche helfen, wenn die Wachszusammensetzung aufgetragen
wird, wodurch sie als Reinigungsmittel wirkt. Nach Auftragen auf ein Substrat verdampft
die Lösemittelkomponente der Poliermittelzusammensetzung, wobei
die restlichen Komponenten der Poliermittelzusammensetzung einschließlich der Grundkomponente
und des Oligomers zurückgelassen werden. Geeignete Lösemittel umfassen aliphatische
Kohlenwasserstoff-Flüssigkeiten, wie Lösungsbenzin, Schwerbenzin, Stoddard-Lösemittel,
Kerosin und Dipenten, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Schwerbenzin oder kleine Mengen Toluol oder Xylol, und Terpene, wie Kiefernnadelöl
und Terpentin. Wenn die Grundkomponente ein Silikonöl ist, ist das bevorzugte Lösemittel
Wasser.
Das Lösemittel kann in der Wachszusammensetzung in einer beliebigen
Menge vorhanden sein, die ein brauchbares Gleichgewicht der vorstehend beschriebenen
Eigenschaften bereitstellen wird. Ausreichend Lösemittel sollte vorhanden sein,
um nach dem Auftragen genug Zeit zu geben, die Zusammensetzung völlig auszureiben,
bevor sie trocknet. Falls jedoch zu viel Lösemittel verwendet wird, neigt die Wachszusammensetzung
dazu, schmierig zu werden, und falls zu wenig Lösemittel vorhanden ist, kann die
Wachszusammensetzung zu hart werden. Es ist gefunden worden, dass bevorzugte Mengen
Lösemittel im Bereich von 40 bis 80 Gewichtsteilen Lösemittel bezogen auf 100 Gewichtsteile
der Poliermittelzusammensetzung liegen.
Wenn die Grundkomponente ein Wachs ist, werden der Poliermittelzusammensetzung
vorzugsweise Silikonflüssigkeiten zugesetzt, um das Ausreiben durch Wirken als Schmierstoff
zu unterstützen. Spezielle Beispiele von Silikonflüssigkeiten umfassen Polydimethylsiloxan
(PDMS), vorzugsweise mit einer kinematischen Viskosität im Bereich von 50 bis 100000
Centistoke (mm2/s), stärker bevorzugt von 100 bis 30000 Centistoke und
am stärksten bevorzugt etwa 350 Centistoke. Es ist gefunden worden, dass bevorzugte
Mengen Silikonflüssigkeit im Bereich von 4 bis 13 Gewichtsteilen Silikonflüssigkeit
bezogen auf 100 Gewichtsteile der Wachsgrundkomponente liegen. Reaktive Silikonflüssigkeiten,
wie Dow Corning 531 und 536, sind aminofunktionelle Polydimethylsiloxancopolymere,
die zusätzliche Vorteile im Leistungsvermögen in Form von erhöhter Beständigkeit
gegenüber Detergentien, erhöhter Haltbarkeit und hohem Glanz vermitteln. Diese Materialien
sind von Dow Corning in Midland, Michigan, erhältlich.
Die Wachszusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann auch andere
Bestandteile enthalten, von denen bekannt ist, dass sie bei der Herstellung von
Wachszusammensetzungen verwendbar sind, die Aromen, Wasserperlen bildende Zusätze,
Pigmente, schonende Schleifmittel, Farbstoffe, Ultraviolettstabilisatoren, Antioxidantien,
Wasser, oberflächenaktive Stoffe, Verdickungsmittel und Konservierungsmittel einschließen.
Für einige Anwendungen können den Zusammensetzungen kleine Mengen
Mikroschleifmittel zugesetzt werden, um bei der Entfernung dünner beschädigter Schichten
im Lackdeckanstrich zu helfen, zum Beispiel wenn der Deckanstrich stark trüb oder
anderweitig durch Einwirkung von Sonnenstrahlung beschädigt ist. Beispiele geeigneter
schonender Schleifmittel umfassen Diatomeenerde, Aluminiumoxid, Aluminiumsilicat,
verschiedene Tone, amorphes Siliciumdioxid, kristallines Siliciumdioxid, Bimsstein,
Granat und mikrokristallines Siliciumdioxid. Kaopolite SF ist eine spezielle Sorte
Tonschleifmittel von Kaopolite, Inc. aus Union, New Jersey.
Bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsformen können Aromen enthalten,
die den bleibenden Geruch von Kohlenwasserstofflösemitteln maskieren.
Verdickungsmittel sind Verbindungen, die die Steuerung der Fließeigenschaften
der Überzüge gestatten. In einem typischen Überzug schützen sie die dispergierenden
Pigmente (eines beliebigen) und verhindern oder steuern die Pigmentabscheidung,
während Aufbau thixotroper Viskosität und Kontrolle der Nasenbildung erzeugt werden.
Bentone 38 ist ein organophiler Ton, der von Rheox, Inc. aus Highstown, New Jersey,
hergestellt wird.
Wasserperlenverbesserer können den Wachszusammensetzungen zugesetzt
werden, um das Aussehen und die Größe von Wasserperlen auf frisch gewachsten Oberflächen
zu steuern. Wasserperlenverbesserer, die als brauchbar befunden worden sind, umfassen
Gemische aus Polyethylenwachsen und mikronisiertem Poly(tetrafluorethylen), wie
Aquabead 519, erhältlich von Micro Powders Inc., Tarrytown, NY.
Die vorstehenden Bestandteile können kombiniert werden, um die Wachszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung durch gut bekannte Verfahren herzustellen. Im allgemeinen
wird die Lösemittelkomponente auf eine Temperatur erwärmt, die zum Schmelzen der
Wachskomponente ausreicht. Die Wachskomponente wird dann in dem Lösemittel dispergiert.
Wenn die Wachskomponente einmal in dem Lösemittel dispergiert ist, braucht die Zusammensetzung
nicht weiter erwärmt zu werden. Die Temperatur der Zusammensetzung kann auf eine
Temperatur im Bereich von 65 bis 70°C vermindert werden, und die restlichen
Bestandteile einschließlich des Oligomers können dann in die Lösemittel/Wachsdispersion
gemischt werden. Die vollständige Wachszusammensetzung kann dann auf eine Temperatur,
die das Gießen der Wachszusammensetzung ohne Koagulation gestatten wird, (z. B.
etwa 65°C) vermindert und in einen Verpackungsbehälter gegossen werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die
das vorstehend beschriebene alkoxylierte Carnaubawachs umfasst, trennt sich die
Wachszusammensetzung bei erhöhten Temperaturen nicht in Phasen. So können die beheizten
Verarbeitungsschritte unternommen werden, ohne Vorsichtsmaßnahmen vorzunehmen, um
eine Phasentrennung der Zusammensetzung zu verhindern, solange die Zusammensetzung
in ihrem flüssigen Zustand ist. Zum Beispiel besteht kein Bedarf, die flüssige Zusammensetzung
in mehreren Schritten in einen Verpackungsbehälter zu gießen.
Die Erfindung wird jetzt durch die folgenden nicht beschränkenden
Beispiele beschrieben werden.
BEISPIELE
GlossarAIBN2,2'-Azobisisobutyronitril, als VAZOTM 64 Starter
von E. I. duPont de Nemours & Co., Wilmington, Delaware, erhältlich.TELOMER-AFLUOWETTM AC-812 Fluoracrylatmonomer, (CH2=CHC(O)OCH2CH2(CF2)nCF3,
wobei n ein Wert ist, der im Bereich von 3 bis 11 liegt und einen Mittelwert von
etwa 7 bildet, von Hoechst Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.EtFOSEAC8F17SO2N(C2H5)C2H4OC(O)CH=CH2,
ist als FLUORADTM FX-13 fluorchemisches Acrylat von 3M Company, St. Paul,
Minnesota, erhältlich.MeFBSEMAC4F9SO2N(CH3)C2H4OC(O)C(CH3)=CH2,
kann unter Verwendung des im US-Pat. Nr. 2 803 615 beschriebenen allgemeinen Verfahrens
hergestellt werden.MeFBSEAC4F9SO2N(CH3)CH2CH2OC(O)CH=CH2,
kann unter Verwendung des im US-Pat. Nr. 2 803 615 beschriebenen allgemeinen Verfahrens
hergestellt werden.MeFOSEC8F17SO2N(CH3)CH2CH2OH,
kann unter Verwendung des in Beispiel 3 von US-Pat. Nr. 2 803 656 beschriebenen
allgemeinen Verfahrens hergestellt werden.MeFOSEAC8F17SO2N(CH3)C2H4OC(O)CH=CH2,
kann unter Verwendung des im US-Pat. Nr. 2 803 615 beschriebenen allgemeinen Verfahrens
hergestellt werden.MeFOSEMAC8F17SO2N(CH3)C2H4OC(O)C(CH3)=CH2,
kann durch das im US-Pat. Nr. 2 803 615 beschriebene allgemeine Verfahren hergestellt
werden.UNILINTM 700Polyethylen 700 Alkohol, von Baker Petrolite Corp., Tulsa, Oklahoma,
erhältlich.UNILINTM 425Polyethylen 460 Alkohol, von Baker Petrolite Corp., Tulsa, Oklahoma,
erhältlich.UNICIDTM 700Polyethylen 700 Säure, von Petrolite Corp., St. Louis, Missouri,
erhältlich.
Herstellung der Ausgangsmaterialien
(TELOMER-A)4-S-CH2CH2COOH –
Einem mit Rührer, Heizpilz, Thermometer, Rückflusskühler und Stickstoffwaschflasche
ausgerüsteten Rundkolben wurden 375 g (0,652 mol) TELOMER-A und 400 g Essigester
zugesetzt. Der Kolbeninhalt wurde gerührt, und Stickstoff wurde durch die erhaltene
Lösung 15 Minuten hindurchperlen gelassen. Dem Gemisch wurden dann 17,3 g (0,163
mol) 3-Mercaptopropionsäure zugesetzt, und das Stickstoffdurchperlenlassen wurde
weitere 2 Minuten fortgesetzt. 0,5 Gew.-% AIBN wurden dann zugesetzt, und das erhaltene
katalysierte Gemisch wurde etwa 15 Stunden unter einer Stickstoffatmosphäre auf
65°C erwärmt. IR-Spektren dieses Materials zeigten das Fehlen eines >C=C<-Peaks
bei 1637 cm–1, was anzeigt, dass kein restliches Monomer hinterlassen
wurde. Die Polymerlösung wurde in Hexan gegossen, wodurch verursacht wurde, dass
das Polymer als weißes Pulver ausfiel, das durch Filtration entfernt und unter Vakuum
getrocknet wurde.
(MeFOSEA)4-S-CH2CH2COOH – Diese
Makromersäure wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens, wie es
zum Herstellen von (TELOMER-A)4-SCH2CH2COOH beschrieben
ist, hergestellt, nur dass das TELOMER-A durch eine äquimolare Menge MeFOSEA ersetzt
wurde.
(EtFOSEA)4-S-CH2CH2COOH – Diese
Makromersäure wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens, wie es
zum Herstellen von (TELOMER-A)4-SCH2CH2COOH beschrieben
ist, hergestellt, nur dass das TELOMER-A durch eine äquimolare Menge EtFOSEA ersetzt
wurde.
(MeFBSEMA)4-S-CH2CH2OH – Einem
mit Rührer, Thermometer, Rückflusskühler und Stickstoffwaschflasche ausgerüsteten
Rundkolben wurden 501 g (1,179 mol) MeFBSEMA und 500 ml Essigester zugesetzt. Der
Kolbeninhalt wurde gerührt, wobei eine Lösung gebildet wurde, und Stickstoff wurde
durch die Lösung 15 Minuten hindurchperlen gelassen. Dieser Lösung wurden dann 23,03
g (0,295 mol) 2-Mercaptoethanol zugesetzt, und Stickstoff wurde durch den Kolbeninhalt
zusätzliche 2 Minuten hindurchperlen gelassen. 0,5 Gew.-% AIBN wurden zugesetzt
und das erhaltene Gemisch wurde etwa 15 Stunden unter einer Stickstoffatmosphäre
auf 65°C erwärmt. IR-Spektren dieses Materials zeigten das Fehlen eines >C=C<-Peaks
bei 1637 cm–1, was anzeigt, dass kein restliches Monomer vorhanden
war. Die Polymerlösung wurde in Hexan gegossen, wodurch verursacht wurde, dass sich
das Polymer als viskose Flüssigkeit abschied, die durch Dekantieren entfernt und
unter Vakuum getrocknet wurde.
(MeFBSEA)4-S-CH2CH2OH – Dieser
Makromeralkohol wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens, wie
es zum Herstellen von (MeFBSEMA)4-S-CH2CH2OH beschrieben
ist, hergestellt, nur dass MeFBSEMA durch eine äquimolare Menge MeFBSEA ersetzt
wurde.
(MeFOSEA)4-S-CH2CH2COOCH3
– Einem mit Rührer, Thermometer, Rückflusskühler und Stickstoffwaschflasche
ausgerüsteten Rundkolben wurden 200 g (0,327 mol) MeFOSEA und 200 g Essigester zugesetzt.
Das erhaltene Gemisch wurde 15 Minuten gerührt, während derer Zeit das Gemisch mit
Stickstoff durchperlt wurde. Dem Gemisch wurden dann 9,8 g (0,817 mol) 3-Mercaptopropionsäuremethylester
zugesetzt, und Stickstoff wurde durch das Gemisch zusätzliche zwei Minuten hindurchperlen
gelassen. 0,5 Gew.-% AIBN-Starter wurden zugesetzt, und das erhaltene Gemisch wurde
etwa 15 Stunden unter einer Stickstoffatmosphäre auf 65°C erwärmt. IR-Spektrenanalyse
der erhaltenen Polymerlösung zeigte ein Fehlen des >C=C<-Peaks bei 1637 cm–1,
was anzeigt, dass im Wesentlichen kein restliches Monomer vorhanden ist. Die Polymerlösung
wurde in Methanol gegossen, wodurch die Bildung eines weißen Polymerniederschlags
verursacht wurde, der durch Filtration entfernt und unter Vakuum getrocknet wurde.
(MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 – Einem mit einem mechanischen Rührwerk und einer Dean-Stark-Apparatur
ausgerüsteten Dreihalsrundkolben wurden 50 g (0,0197 mol) (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COOH,
13,8 g (0,0197 mol) UNILINTM 700, 0,5 ml Methansulfonsäure und 100 ml
Toluol zugesetzt. Das erhaltene Gemisch wurde etwa 15 Stunden zum Rückfluss erhitzt,
während derer Zeit sich 0,3 ml Wasser in der Dean-Stark-Apparatur gesammelt hatten.
IR-Spektren dieses Gemisches zeigten keine Peaks für -COOH oder -OH. Diesem heißen
Gemisch wurden langsam 10 g Ca(OH)2 unter Rühren zugesetzt, und die heiße
Lösung wurde filtriert. Toluol wurde aus dem Filtrat durch Erhitzen unter vermindertem
Druck entfernt, und die verbleibenden Feststoffe wurden in einem Vakuumofen getrocknet.
Differentialscanningkalorimetrie-(DSC-)Analyse dieser Probe zeigte einen Schmelzübergang
bei 101,4°C, und thermogravimetrische Analyse (TGA) zeigte Einsetzen der Zersetzung
bei 330°C in Luft.
(EtFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 – Dieser Ester wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens,
wie es zum Herstellen von (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 beschrieben ist, hergestellt, nur dass (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COOH
durch eine äquimolare Menge (EtFOSEA)4-S-CH2CH2COOH
ersetzt wurde.
(MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
425 – Dieser Ester wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens,
wie es zum Herstellen von (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 beschrieben ist, hergestellt, nur dass UNILINTM 700 durch eine äquimolare
Menge UNILINTM 425 ersetzt wurde.
(TELOMER-A)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
425 – Dieser Ester wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens,
wie es zum Herstellen von (MeFOSEA)4-SCH2CH2COO-UNILINTM
425 beschrieben ist, hergestellt, nur dass (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COOH
durch eine äquimolare Menge (TELOMER-A)4-S-CH2CH2COOH
ersetzt wurde.
(MeFBSEA)4-S-CH2CH2OOC-UNICIDTM
700 – Dieser Ester wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens,
wie es zum Herstellen von (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 beschrieben ist, hergestellt, nur dass (MeFOSEA)4-S-CH2CH2CO2H
durch eine äquimolare Menge (MeFBSEA)4-S-CH2CH2OH
ersetzt wurde und UNILINTM 700 mit einer äquimolaren Menge UNICIDTM
700 ersetzt wurde.
(MeFBSEMA)4-S-CH2CH2OOC-UNICIDTM
700 – Dieser Ester wurde im Wesentlichen unter Verwendung desselben Verfahrens,
wie es zum Herstellen von (MeFOSEA)4-S-CH2CH2COO-UNILINTM
700 beschrieben ist, hergestellt, nur dass (MeFOSEA)4-S-CH2CH2CO2H
durch eine äquimolare Menge (MeFBSEMA)4-S-CH2CH2OH
ersetzt wurde und UNILINTM 700 durch eine äquimolare Menge UNICIDTM
700 ersetzt wurde.
Beispiele von PoliermittelzusammensetzungenVergleichsbeispiel A – Flüssiges Wachs
Die Kontrolle für das flüssige Wachs ist eine modifizierte Formulierung,
die aus Dow Corning's Automotive Car Formulation Guide Form Nr. 25-653-94, Formulierung
APF 310 (Dow Corning Corporation, Midland, Michigan) genommen wird. 60,00 Gramm
Wasser wurden mit 10,00 Gramm KaopoliteTM SF (Kaopolite, Inc., Union,
New Jersey) gemischt. Dem gerührten Gemisch wurden 1,00 Gramm WitcamideTM
511 (Witco Corporation, Houston, Texas) und 21,50 Gramm Stoddard-Lösemittel zugesetzt.
Wenn es einmal einheitlich war, wurden 6,00 Gramm Dow CorningTM 531 Fluid
und 1,00 Gramm Dow CorningTM 536 Fluid (beides von Dow Corning Corporation,
Midland, Michigan), gefolgt von 0,50 Gramm BentoneTM 38 (Rheox Corporation,
Highstown, New Jersey) zugesetzt und das Gemisch wurde gerührt, bis es einheitlich
war.
Vergleichsbeispiel B – Wachspaste
Die Kontrolle für die Wachspaste ist eine modifizierte Formulierung,
die aus Dow Corning's Automotive Car Formulation Guide Form Nr. 25-652-94, Formulierung
APF 210 (Dow Corning Corporation, Midland, Michigan) genommen wird. 8,00 Gramm Dow
Corning 200TM Silikonflüssigkeit, 350 cs. (Dow Corning Corporation, Midland,
Michigan) und jeweils 10 Gramm PETRANAUBATM C Oxidiertes Wachs und PETROLITETM
P-25 Wachs (beides von der Baker Petrolite Corporation, Tulsa, OK) wurden in einem
Kolben bei 101,7°C (215°F) geschmolzen. In einem separaten Kolben wurden
18,00 Gramm Stoddard-Lösemittel und 54,00 Gramm geruchloses Lösungsbenzin 23,9°C
(75°F) vorgewärmt. Das vorgewärmte Lösemittel wurde dem geschmolzenen Wachs/Lösemittelgemisch
unter Rühren, bis es einheitlich war, zugesetzt und abkühlen gelassen.
Die Zusammensetzungen 1–6 wurden dadurch hergestellt, dass zuerst
das Oligomer in Stoddard-Lösemittel bei 60°C (140°F) gelöst wurde. In einem
separaten Kolben wurden die Dow CorningTM Silikonflüssigkeiten, WitcamideTM
511, Wasser und Schleifmittel in den in Tabelle 1 (nachstehend) gezeigten Mengen
vereint und mit starker Scherung gerührt. Das heiße Lösemittel/Oligomergemisch wurde
dann der Schleifmittelaufschlämmung unter starker Scherung zugesetzt und die Emulsion
auf Raumtemperatur abkühlen gelassen. Das BentoneTM 38 wurde dann zugesetzt,
um die gewünschte Viskosität (10000–15000 mPa·s (cps) zu erreichen.
Die Mengen jedes Bestandteils für die Beispiele 1–6 und Vergleichsbeispiel
A sind in Tabelle 1 gezeigt.
Oligomere enthaltende Poliermittelpastenzusammensetzungen:
Zusammensetzungen 7 und 8
Die Zusammensetzungen 7 und 8 wurden dadurch hergestellt, dass zuerst
das Oligomer in 8,00 Gramm Dow Corning 200TM Silikonflüssigkeit, 350
cs. (Dow Corning Corporation, Midland, Michigan) und jeweils 10 Gramm PETRANAUBATM
C Oxidiertes Wachs und PETROLITETM P-25 Wachs (beides von der Baker Petrolite
Corporation, Tulsa, Oklahoma) in einem Kolben bei 101,7°C (215°F) gelöst
wurden. In einem separaten Kolben wurden Stoddard-Lösemittel und geruchloses Lösungsbenzin
auf 23,9°C (75°F) vorgewärmt (Mengen siehe Tabelle 1). Das vorgewärmte Lösemittel
wurde dann unter Rühren dem geschmolzenen Wachs/Lösemittelgemisch zugesetzt. Die
Lösung wurde dann gerührt, bis sie einheitlich war und abkühlen gelassen. Die Mengen
jedes Bestandteils für die Beispiele 7–8 und Vergleichsbeispiel B sind in
Tabelle 1 gezeigt.
In den Tabellen 1 und 2 sind alle Werte Gewichtsteile.
Tabelle 1Tabelle 2Prüfung der Leichtigkeit der Entfernung
Die Beispiele 1–8 und Vergleichsbeispiele A und B wurden dann
auf Leichtigkeit der Entfernung geprüft. 0,5 Gramm Wachs wurde auf eine klar beschichtete
schwarze ACT OEM-Platte Nr. AIN78436, die von ACT Laboratories, Inc. aus Hillside,
Michigan erhalten wurde, geschichtet und bis zur vollständigen Verdampfung des Lösemittels
ausdünsten (langsam abdampfen) gelassen. Die Platte wurde dann unter Verwendung
einer BYK-Gardener Abriebprüfmaschine, die mit einem sauberen Papierhandtuch ausgerüstet
war, abgewischt. Die Zahl vollständiger Zyklen, die zur Entfernung des Wachsfilms
benötigt wurde, wurde aufgezeichnet.
Tabelle 3Haltbarkeitsprüfung: Beispiele 1–8 und Vergleichsbeispiele
A und B
Die Haltbarkeit der Beispiele 1–8 und Vergleichsbeispiele A
und B wurden dann geprüft. Zehn Gramm der Poliermittelzusammensetzung wurde auf
eine schwarze ACT OEM-Platte Nr. AIN78436 aufgebracht und bis zur vollständigen
Verdampfung des Lösemittels ausdünsten (langsam verdampfen) gelassen. Das Material
wurde unter Verwendung eines weichen Tuchs auf Entfernung mit der Hand geprüft und
die Platte für 24 Stdn. in einen Ofen mit 48,9°C (120°F) gelegt. Die Platten
wurden in Intervallen von 500 Zyklen mit einem Kissen vom ScotchBriteTM
"T"-Typ mit einem Gewicht von fünf Pfund unter Verwendung von 50 Gramm einer konzentrierten
(50 : 1) Lösung von 3MTM Autowaschseife als Schmierstoff auf einer BYK-Gardener
Abriebprüfmaschine abgerieben. Statische Kontaktwinkel wurden an drei Stellen auf
jeder der gewachsten Platten unter Verwendung eines VCA-2000TM Video-Kontaktwinkel-Systems
zur Oberflächenanalyse, erhältlich bei Advance Surface Technology Inc., Billerica,
MA, gemessen. Ein Tropfen von acht Mikrolitern entionisierten Wassers wurde der
gewachsten Plattenoberfläche unter Verwendung einer Spritze zugemessen. Ein Algorithmus
zum Anpassen einer Fünfpunktkurve wurde verwendet, um die Kontaktwinkel des Wassertropfens
auf der gewachsten Plattenoberfläche zu berechnen. Die Abnahme des Kontaktwinkels
wurde verwendet, um das Vorhandensein des Überzugs zu bestimmen. Wenn sich der Überzug
verbraucht, wird der Kontaktwinkel abnehmen. Proben der Kontrollen A und B wurden
denselben Prüfungen unterworfen und als Vergleichsbeispiele verwendet.
Alle Platten wurden auch in Intervallen von 500 Zyklen auf einer BYK-Gardener
Abriebprüfmaschine abgerieben. Der Kontaktwinkel wurde alle 500 Zyklen gemessen
und wie bei dem vorstehenden Verfahren aufgezeichnet. Die Ergebnisse der Prüfung
sind in der Tabelle 3 als Abstufungen aufgezeichnet.
Tabelle 4
Anspruch[de]
Poliermittelzusammensetzung, umfassend:
eine aus Wachsen, Silikonölen und Gemischen davon ausgewählte Grundkomponente; und
ein alkyliertes, fluorchemisches Oligomer, umfassend:
(i) einen fluorchemischen oligomeren Teil, umfassend eine aliphatische Hauptkette
mit einer Mehrzahl von daran gebundenen fluoraliphatischen Resten, wobei jeder fluoraliphatische
Rest eine vollständig fluorinierte Endgruppe aufweist und jeder unabhängig voneinander
an ein Kohlenstoffatom der aliphatischen Hauptkete über eine organische verbindende
Gruppe gebunden ist;
(ii) eine aliphatische Einheit; und
(iii) eine verbindende Gruppe, die den fluorchemischen oligomeren Teil an die aliphatische
Einheit bindet.
Verfahren zum Schützen eines Substrats vor durch die Umwelt verursachtem
Schaden, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen eines Substrats mit einer Oberfläche;
Überziehen der Oberfläche mit der Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 1.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Verfahren nach Anspruch
2, wobei das alkylierte fluorchemische Oligomer die allgemeinen Formeln aufweist,
ausgewählt aus:
[(A)m-L]nR und (A)m[L-R]n,
wobei m 1 oder 2 ist;
n 1 bis einschließlich 4 ist;
jedes L unabhängig voneinander eine verbindende Gruppe umfasst;
R eine organische aliphatische Einheit ist; und
A ein fluorchemischer oligomerer Teil der Formel:
ist, wobei a eine solche ganze Zahl ist, dass A oligomer ist und eine Mehrzahl von
Resten Rf aufweist;
R1 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine gerade oder verzweigte
Alkylkette mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist;
jedes R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine gerade
oder verzweigte Alkylkette mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist;
jedes Q eine kovalente Bindung oder eine organische verbindende Gruppe ist;
Rf ein fluoraliphatischer Rest ist;
X ein Wasserstoffatom oder ein von einem Radikalstarter abgeleiteter Rest ist.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 3, wobei
a 3 bis 8 ist;
Rf die Struktur CoF2o+1 aufweist, wobei o 4 bis
14 ist; und
L aus einer kovalenten Bindung, einem geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen
Alkylen, Arylen, Aralkylen, Oxy, Oxo, Hydroxy, Thio, Sulfonyl, Sulfoxy, Amino, Imino,
Sulfonamido, Carboxamido, Carbonyloxy, Urethanylen, Ureylen und Kombinationen davon
ausgewählt ist.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 3, wobei R 18 bis 50 Kohlenstoffatome
aufweist.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Verfahren nach Anspruch
2, wobei die Grundkomponente ein aus Karnauba-, Montan-, Paraffinwachs, mikrokrystallinem
Wachs, Bienen-, Kandelillawachs, einem alkoxylierten Wachs und Gemischen davon ausgewähltes
Wachs umfasst.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 6, wobei die alkoxylierte
Wachskomponente durch Umsetzen von natürlichem Carnaubawachs mit Alkylenoxid hergestellt
ist.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend: 1 bis 15 Gewichtsteile alkyliertes fluorchemisches Oligomer;
5 bis 42 Gewichtsteile Grundkomponente; und
40 bis 80 Gewichtsteile Lösemittel.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 8, wobei die Grundkomponente
ein Wachs ist.
Poliermittelzusammensetzung nach Anspruch 8, wobei die Grundkomponente
ein Silikonöl ist.