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Dokumentenidentifikation EP1319152 07.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001319152
Titel FEUERSTÄTTE
Anmelder Ehgartner, Friedrich, Gleinstätten, AT
Erfinder Ehgartner, Friedrich, 8443 Gleinstetten, AT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50105483
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 13.09.2001
EP-Aktenzeichen 019647205
WO-Anmeldetag 13.09.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/AT01/00289
WO-Veröffentlichungsnummer 0002023090
WO-Veröffentlichungsdatum 21.03.2002
EP-Offenlegungsdatum 18.06.2003
EP date of grant 02.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.04.2005
IPC-Hauptklasse F23L 1/00
IPC-Nebenklasse F23K 3/16   F23B 1/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Feuerstätte mit einem über eine Befüllöffnung mit Brennmaterial befüllbaren Füllraum und einem mit diesem über eine Nachschuböffnung verbundenen Brennraum, wobei in den Füllraum Primärluftzufuhröffnungen münden, welche gegenüber der Nachschuböffnung nach oben höhenversetzt angeordnet sind, wobei der Füllraum ein Fördermittel umfaßt, über welches das Brennmaterial von der Befüllöffnung in den Brennraum förderbar ist.

Gepreßtes Brennmaterial kann aus verschiedenartigen Grundstoffen, wie Holz, Karton, Papier o.ä. bestehen. So sind Holzpellets beispielsweise aus naturbelassenem Holz, das aus in der holzverarbeitenden Industrie anfallenden Hobel- und Sägespänen erzeugt wird. Ohne Zugabe von Bindemitteln wird der unbehandelte Rohstoff unter hohem Druck verdichtet und pelletiert. Die entstehenden zylindrischen Röllchen haben geringe Restfeuchte und einen hohen Brennwert. Diese positiven Materialeigenschaften lassen sich aber mit herkömmlichen eingangs genannten Feuerstätten nur sehr schwer nutzen, da aufgrund der geringen Größe der Preßlinge die Zufuhr von Sauerstoff zu der Stelle, an der die Verbrennung stattfindet, behindert wird. Die Folge ist eine mit schlechten Abgaswerten verbundene Verbrennung innerhalb der Feuerstätte.

Die US 4 517 903 A offenbart eine Feuerstätte, bei der ein Brennmaterial aus einem Fülltrichter mittels eines Schneckenantriebs und einer Rohrrutsche in den Brennraum forderbar ist. Parallel zum Schneckenantrieb ist ein Luftzufuhrkanal angeordnet, der ebenfalls mit der Rohrrutsche verbunden ist. Im Brennraum wird die zugeführte Luft durch das Brennmaterial geleitet und anschließend in einem Wärmetauscher Nutzluft erwärmt.

Aus der FR 1 030 504 A geht eine Feuerstelle für Koks hervor, bei der der Füllraum über dem Brennraum angeordnet ist. Die Primärluft strömt seitlich des Füllraums durch eine Öffnung in die Feuerstätte und anschließend in die Brennkammer, wobei der Luftstrom aufgespalten wird.

Die AT 395 207 B betrifft eine Vorrichtung zur bedarfsabhängigen Regelung der Zufuhr von festen Brennstoffen. Dabei ist in den Brennstoffkanal ein Hohlkörper eingebaut, der mittels einer beweglichen Klappe von dem Brennstoff verschließbar ist, wobei der im Hohlkörper vorherrschende Druck von der Stellung der Klappe abhängt. Mit dem Hohlkörper ist ein Druckschalter verbunden.

Die DE 826 950 C offenbart eine Halbgasfeuerung, wobei bei dem Übergang zwischen der vergasenden Brennstoffschicht und dem Gasverbrennungsraum fingerähnliche Erhebungen vorgesehen sind, die eine Verwirbelung des Luftstromes bewirken. Weiters sind in diesem Bereich Ausströmungsöffnungen aus einem Oberluftkanal angeordnet.

Aus der US 5 522 327 A geht eine Feuerstätte für Pellets mit einem aus einem Lochblech geformten Rost hervor.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Feuerstätte der eingangs genannten Art anzugeben, mit der eine gut kontrollierbare Verbrennung, insbesondere von gepreßtem Brennmaterial vorgenommen werden kann und welche die Erzielung sehr niedriger Abgaswerte bei der Verbrennung ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zumindest ein Teil der Primärluftzufuhröffnungen derart in den Füllraum mündet, daß ein Teilstrom der Primärluft - in an sich bekannter Weise - durch das Brennmaterial hindurch in den Brennraum gelangt und ein weiterer Teilstrom der Primärluft dem im Brennraum befindlichen Brennmaterial von unten zugeführt wird.

Auf diese Weise gelangt das Brennmaterial über das Fördermittel in den Brennraum, wobei zugleich die von oben nach unten strömende Primärluft durch das Brennmaterial hindurch zum oberen Teil des im Brennraum befindlichen Glutnestes gelangen kann und dadurch für eine vollständige Verbrennung sorgt, wobei immer soviel Luft angesaugt wird, wie für die Verbrennung benötigt wird.

In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Fördermittel durch eine Rutschwand gebildet ist, die sich - in Gebrauchslage gesehen - von der unteren Berandung der Befüllöffnung in den Bereich der Nachschuböffnung schräg nach unten erstreckt und auf deren Oberseite das Brennmaterial von der Befüllöffnung zur Nachschuböffnung und in den Brennraum zu einer dort angeordneten Auffangvorrichtung bewegbar ist.

Das auf diese Weise gebildete Fördermittel ermöglicht die Förderung des Brennmaterials allein über die Schwerkraft und benötigt daher keine Fremdenergie für ihren Betrieb. Alternativ zum Rutschbrett kann auch ein Rohr oder eine gewölbte Fläche als Fördermittel dienen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Primärluftzufuhröffnungen derart angeordnet sind, daß die in den Füllraum strömende Primärluft sowohl unterhalb als auch oberhalb der Rutschwand zur Nachschuböffnung und über diese in den Brennraum gelangt.

Mit Hilfe der Rutschwand wird der Füllraum in einen oberen und einen unteren Teil unterteilt, sodaß die Primärluft über beide Raumteile zur Nachschuböffnung geleitet wird, nur die Oberseite der Rutschwand aber mit Brennmaterial belegt ist, sodaß die an der Unterseite strömende Primärluft ohne Behinderung in den Brennraum übertreten kann. Der dadurch erreichbare hohe Primärluftdurchsatz fördert die Verfeuerung des im Brennraum befindlichen Brennmaterials, durch die Trennung von Brennraum und Füllraum wird aber immer nur der in die Auffangvorrichtung gelangende Teil des Brennmaterials verbrannt und eine sofortige Verbrennung des gesamten im Füllraum befindlichen Vorratsmaterials verhindert.

In weiterer Ausbildung der Erfindung können in den Brennraum mündende Sekundärluftzufuhröffnungen vorgesehen sein, welche die Nachverbrennung von bei der Verbrennung entstehenden Gasen fördert.

Um eine in Form eines Baukastensystems zusammensetzbare Feuerstätte zu schaffen, kann vorgesehen sein, daß der Brennraum und der Füllraum durch eine gewölbte Trennwand voneinander getrennt sind, die an ihrem unteren Ende unter Ausbildung der Nachschuböffnung von einer konkav gekrümmten Bodenfläche beabstandet ist. Durch die besondere Formgebung der Trennwand kann die Saugzugwirkung, mit der die Primärluft durch die Feuerstätte gesaugt wird, verbessert werden.

In weiterer Ausbildung der Erfindung kann der Brennraum sich nach oben hin zu einer schlitzförmigen Auslaßöffnung verjüngen, über die der Brennraum mit einem die Verbrennungsabgase ableitenden Kanal verbunden ist. Die durch die schlitz- oder düsenförmige Auslaßöffnung und die höhenversetzte Anordnung von Nachschuböffnung und Füllöffnung erreichbare Syphonwirkung ermöglicht eine Verbrennung mit sehr geringen Abgaswerten.

Um eine Zufuhr von Primärluft oberhalb und unterhalb der Rutschwand zu erreichen, kann in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen sein, daß in der Füllraumwandung ein Kanal für die Zufuhr von Primärluft vorgesehen ist, der an seinem Auslaßende mit einem im oberen Bereich der Rutschwand angeordneten Luftverteilungskörper verbunden ist, über welchen die Primärluft auf die in den oberhalb der Rutschwand befindlichen Teil des Brennraumes mündenden Luftzuführöffnungen und die in den unterhalb der Rutschwand befindlichen Teil des Brennraumes mündenden Lunzuführöfmungen verteilt wird.

Eine sehr gleichmäßige Verteilung der Primärluft kann in Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß der Luftverteilungskörper aus einem Lochblech gebildet ist, welcher eine Auflagefläche für den oberen Teil der Rutschwand bildet.

Gemäß einer weiteren Ausftihrungsform der Erfindung kann die Auffangvorrichtung für das Brennmaterial aus einem von der Bodenfläche des Brennraumes beabstandeten Brennerrost mit einer vorzugsweise im Querschnitt V-förmigen Vertiefung gebildet sein. Die V-förmige Vertiefung verhindert ein übermäßig starkes Nachrutschen des Brennmaterials in den Brennerrost.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Brennerrost aus einem Lochblech geformt sein und es kann die V-förmige Vertiefung des Brennerrostes an ihren Enden durch schräge, aus Lochblech gebildete Abschlußwände begrenzt sein. Diese verhindern ein seitliches Hinausgleiten des Brennmaterials aus dem Brennerrost.

In weiterer Ausbildung der Erfindung kann der Brennerrost einen Teil eines zweiteiligen Einsatzes bilden, dessen zweiter Teil einen Distanzhalter und einen Handgriff umfaßt, die lösbar miteinander verbindbar sind. Die zweiteilige Form des Einsatzes gestattet eine vereinfachte Herstellung desselben.

Schließlich kann vorgesehen sein, daß der Distanzhalter an seiner Oberseite eine querverlaufende, winkelförmige Leiste aufweist, die eine Auflagefläche für den unteren Teil der Rutschwand bildet. Bei aufgesetzter Rutschwand wird die Lage des Distanzhalters und des mit diesem lösbar verbundenen Brennerrostes innerhalb der Feuerstätte stabilisiert.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele eingehend erläutert. Es zeigt dabei

  • Fig.1 einen Schnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Feuerstätte;
  • Fig.2 einen Schrägriß eines Brennerrostes;
  • Fig.3 einen Schnitt AA durch den Brennerrost gemäß Fig.5;
  • Fig.4 einen Schrägriß des in seine Teile getrennten Brennerrostes nach Fig.2;
  • Fig. 5 eine Draufsicht auf den Brennerrost gemäß Fig.2 und
  • Fig.6 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Feuerstätte.

Fig.1 zeigt eine in einem Kachelofen ausgebildete Feuerstätte, insbesondere für die Verfeuerung von gepreßtem Brennmaterial 9, z.B. für Pellets, das aus verschiedenen Rohstoffen, z.B. Holz, Karton, Papier od. dgl. bestehen kann. An sich kann diese Feuerstätte aber auch z.B. in einem Herd oder in einer anderen Art von Verbrennungseinrichtung eingebaut sein.

Über eine Befüllöffnung 6, die über eine Ofentüre 5 verschließbar ist, gelangt das gepreßte Brennmaterial 9 in einen Füllraum 11, der durch eine gewölbte Trennwand 3 aus Schamott von einem Brennraum 12 getrennt ist. Der Vorteil, der bei der Verwendung von Pellets als Brennmaterial erzielbar ist, liegt in der sauberen und sehr bequemen Handhabung, es können die Pellets beispielsweise auch über eine Saugeinrichtung oder ein in die Befüllöffnung reichendes Förderband 50 automatisch in den Füllraum 11 eingebracht werden (Fig.6).

Am unteren Ende der Trennwand 3 ist eine Nachschuböffnung 10 durch Beabstandung der Trennwand 3 von einer konkav gekrümmte Bodenfläche 18 ausgebildet. Durch die Nachschuböffnung 10 gelangt das Brennmaterial 9 in den Brennraum 12 und wird dort verfeuert.

Um eine möglichst vollständige Verbrennung zu gewährleisten, verjüngt sich der Brennraum 12 nach oben hin zu einer schlitzförmigen Auslaßöffnung 27, über die dieser mit einem die Verbrennungsabgase ableitenden Kanal verbunden ist, der in Fig.1 nicht dargestellt ist. Diese schlitzförmige Auslaßöffnung 27 entsteht durch ein Schamott-Teil 1 mit seitlichen Distanzstützen 2, die auf der gewölbten Trennwand 3 ruhen.

Da die Befüllöffnung 6 gegenüber der Nachscbuböffnung 10 nach oben höhenversetzt ist, ergibt sich eine Syphonwirkung, aufgrund der die über einen im Bereich der Befüllöffnung 6 in den Füllraum 11 mündenden Primärluftkanal 14 kommende Primärluft nur in dem Ausmaß angesaugt wird, in dem sie im Brennraum 12 zur Verbrennung benötigt wird. Die Nachschuböffnung 10 ermöglicht ein dosiertes Übertreten des Brennmaterials 9 aus dem Füllraum 11 in den Brennraum 12, sodaß der Verbrennungsvorgang in kontrollierter Weise abläuft.

Da es sehr leicht zu einem Verlegen der Nachschuböffnung 10 durch das Brennmaterial kommen kann, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Füllraum 11 ein Fördermittel 7 umfaßt, über welches das Brennmaterial von der Befüllöffnung 6 in den Brennraum 12 förderbar ist. Zumindest ein Teil der Primärluftzufuhröffnungen 20, 21 mündet dabei derart in den Füllraum 11 mündet, daß der zugeführte Teilstrom der Primärluft durch das Brennmaterial hindurch in den Brennraum 12 gelangt.

Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist als Fördermittel eine - in Gebrauchslage gesehen - sich von der unteren Berandung der Befüllöffnung 6 in den Bereich der Nachschuböffnung 10 schräg nach unten erstreckende Rutschwand 7 ausgebildet, auf deren Oberseite das Brennmaterial von der Befüllöffnung 6 zur Nachschuböffnung 10 und in den Brennraum 12 zu einer dort angeordneten Auffangvorrichtung 8 bewegbar ist, auf der das Brennmaterial 9 verbrannt wird. Anstelle des Rutschbrettes kann aber auch ein Rohr oder eine gewölbte Fläche oder ein Schneckenantrieb als Fördermittel vorgesehen sein.

Die Zufuhröffnungen 20, 21 für die Primärluft sind derart angeordnet, daß die in den Füllraum 11 strömende Primärluft sowohl unterhalb als auch oberhalb der Rutschwand 7 zur Nachschuböffnung 10 und über diese in den Brennraum 12 gelangt.

Damit ist einerseits gewährleistet, daß dem auf der Auffangvorrichtung 8 befindlichen Brennmaterial 9 genügend Sauerstoff von oben und von unten zugeführt wird. Die von oben durch die Nachschuböffnung 10 strömende Primärluft verhindert andererseits das Zurückströmen der von unten auf das Brennmaterial 9 auftreffenden Primärluft durch die Nachschuböffnung 10, welches ein Verbrennen des gesamten, im Füllraum 11 befindlichen Vorrates zur Folge hätte.

Zur Förderung der Nachverbrennung der bei der Verbrennung des auf der Auffangvorrichtung 8 verbrennenden Brennmaterials 9 sind weiters in den Brennraum 12 mündende Sekundärluftzufuhröffnungen 19 vorgesehen, wobei die zugehörige Sekundärluft über einen Sekundärluftkanal 200 vom Primärluftkanal 14 abgezweigt wird.

Der Primärluftkanal 14 für die Zufuhr von Primärluft ist in der Wandung des Füllraumes 11 vorgesehen und ist an seinem Auslaßende mit einem im oberen Bereich der Rutschwand 7 angeordneten Luftverteilungskörper 13 verbunden, über welchen die Primärluft auf die in den oberhalb der Rutschwand 7 befindlichen Teil des Füllraumes 11 mündenden Luftzuführöffnungen 20 und die in den unterhalb der Rutschwand 7 befindlichen Teil des Füllraumes 11 mündenden LunzuführöShungen 21 verteilt wird.

Der Luftverteilungskörper kann nach Belieben gestaltet sein, in dem in Fig.1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist er aus einem Lochblech 13 gebildet. Er bildet zugleich eine Auflagefläche für den oberen Teil der Rutschwand 7.

Die Auffangvorrichtung für das Brennmaterial ist aus einem von der Bodenfläche 18 des Brennraumes 12 beabstandeten Brennerrost 8 mit einer vorzugsweise im Querschnitt V-förmigen Vertiefung 40 gebildet. Diese V-förmige Vertiefung verhindert das Hinausgleiten des brennenden Brennmaterials 9 durch den Druck des auf der Rutschwand 7 nachrutschenden Brennmaterials 9.

Der Brennerrost 8 ist aus einem Lochblech geformt, sodaß die von unten zuströmende Primärluft direkt auf das Brennmaterial 9 einwirken kann. Begrenzt ist die V-förmige Vertiefung 40 des Brennerrostes 8 an ihren Enden durch schräge, ebenfalls aus Lochblech gebildete Abschlußwände 45, die das seitliche Hinausgleiten des Brennmaterials 9 aus dem Brennerrost 8 verhindern (Fig.3, 5).

Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß der Brennerrost 8 einen Teil eines zweiteiligen Einsatzes bildet, dessen zweiter Teil einen Distanzhalter 26, 27 und einen Handgriff 25 umfaßt, die lösbar mit dem Brennerrost 8 verbindbar sind. Die lösbare Verbindung ist durch eine Kante 41 des Brennerrostes 8 und durch abstehende Winkelfortsätze 29 des Distanzhalters 26, 27 gebildet, in welche die Kante 41 eingepreßt werden kann.

Mit Hilfe des aus Schraubenbolzen 26 und Seitenblechen 27 zusammengesetzten Distanzhalters wird das Aufsetzen des Einsatzes auf der gekrümmten Bodenfläche 18 der erfindungsgemäßen Feuerstätte ermöglicht, wobei über den Handgriff 25 die Positionierung innerhalb der Feuerstätte vorgenommen werden kann. Über vorstehende Ansätze 30 ist der Brennerrost 8 auf der Schamott-Innenseite der Feuerstätte abgestützt (Fig.1).

An der Oberseite des Distanzhalters 26, 27 ist eine querverlaufende, winkelförmige Leiste 22 ausgebildet, die eine Auflagefläche für den unteren Teil der Rutschwand 7 ausbildet. Sobald die Rutschwand 7 auf den zweiteiligen Einsatz aufgesetzt wird, ist dessen Stabilität gegen Verkippen oder Verrutschen gegeben.

Die Auffangvorrichtung kann aber auch aus Schamott, aus Keramik oder aus einem anderen geeigneten Material gebildet sein, die Form der Auffangvorrichtung kann beliebig sein, solange sie die Funktion des Auffangens des von oben kommenden Brennmaterials erfüllt.


Anspruch[de]
  1. Feuerstätte mit einem über eine Befüllöffnung (6) mit Brennmaterial befüllbaren Füllraum (11) und einem mit diesem über eine Nachschuböffnung (10) verbundenen Brennraum (12), wobei in den Füllraum (11) Primärluftzufuhröffnungen (20, 21) münden, welche gegenüber der Nachschuböffnung (10) nach oben höhenversetzt angeordnet sind, wobei der Füllraum (11) ein Fördermittel (7) umfaßt, über welches das Brennmaterial von der Befüllöffnung (6) in den Brennraum (12) förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Primärluftzufuhröffnungen (20, 21) derart in den Füllraum (11) mündet, daß ein Teilstrom der Primärluft - in an sich bekannter Weise - durch das Brennmaterial hindurch in den Brennraum (12) gelangt und ein weiterer Teilstrom der Primärluft dem im Brennraum (12) befindlichen Brennmaterial von unten zugeführt wird.
  2. Feuerstätte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördermittel durch eine Rutschwand (7) gebildet ist, die sich - in Gebrauchslage gesehen - von der unteren Berandung der Befüllöffnung (6) in den Bereich der Nachschuböffnung (10) schräg nach unten erstreckt und auf deren Oberseite das Brennmaterial von der Befüllöffnung (6) zur Nachschuböffnung (10) und in den Brennraum (12) zu einer dort angeordneten Auffangvorrichtung (8) bewegbar ist.
  3. Feuerstätte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftzufuhröffnungen (20, 21) derart angeordnet sind, daß die in den Füllraum (11) strömende Primärluft sowohl unterhalb als auch oberhalb der Rutschwand (7) zur Nachschuböffnung (10) und über diese in den Brennraum (12) gelangt.
  4. Feuerstätte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennraum (12) und der Füllraum (11) durch eine gewölbte Trennwand (3) voneinander getrennt sind, die an ihrem unteren Ende unter Ausbildung der Nachschuböffnung (10) von einer konkav gekrümmten Bodenfläche (18) beabstandet ist.
  5. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennraum (12) sich nach oben hin zu einer schlitzförmigen Auslaßöffnung (27) verjüngt, über die der Brennraum (12) mit einem die Verbrennungsabgase ableitenden Kanal verbunden ist.
  6. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Füllraumwandung ein Kanal für die Zufuhr von Primärluft (14) vorgesehen ist, der an seinem Auslaßende mit einem im oberen Bereich der Rutschwand (7) angeordneten Luftverteilungskörper (13) verbunden ist, über welchen die Primärluft auf die in den oberhalb der Rutschwand (7) befindlichen Teil des Brennraumes (11) mündenden Luftzuführöffnungen (20) und die in den unterhalb der Rutschwand (7) befindlichen Teil des Brennraumes (11) mündenden Luftzuführöffnungen (21) verteilt wird.
  7. Feuerstätte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftvexteilungskörper aus einem Lochblech (13) gebildet ist, welcher eine Auflagefläche für den oberen Teil der Rutschwand (7) bildet.
  8. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangvorrichtung für das Brennmaterial aus einem von der Bodenfläche (18) des Brennraumes (12) beabstandeten Brennerrost (8) mit einer vorzugsweise im Querschnitt V-förmigen Vertiefung (40) gebildet ist.
  9. Feuerstätte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennerrost (8) aus einem Lochblech geformt ist, und daß die V-förmige Vertiefung (40) des Brennerrostes (8) an ihren Enden durch schräge, aus Lochblech gebildete Abschlußwände (45) begrenzt sind.
  10. Feuerstätte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennerrost (8) einen Teil eines zweiteiligen Einsatzes bildet, dessen zweiter Teil einen Distanzhalter (26, 27) und einen Handgriff (25) umfaßt, die lösbar miteinander verbindbar sind.
  11. Feuerstätte nach 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzhalter an seiner Oberseite eine querverlaufende, winkelförmige Leiste (22) aufweist, die eine Auflagefläche für den unteren Teil der Rutschwand (7).
Anspruch[en]
  1. A fireplace comprising a filling space (11) fillable with fuel via a filling opening (6) and a combustion space (12) connected thereto via a supply opening (10), with primary air supply openings (20, 21) running into the filling space (11), which air supply openings are arranged upwardly offset in height relative to the supply opening (10), with the filling space (11) comprising a conveying means (7) via which the fuel is conveyable from the filling opening (6) to the combustion space (12), characterized in that at least part of the primary air supply openings (20, 21) run into the filling space (11) in such a way that a partial flow of primary air reaches - in a manner known per se - the combustion space (12) after having passed through the fuel and a further partial flow of primary air is supplied from below to the fuel located in the combustion space (12).
  2. A fireplace according to claim 1, characterized in that the conveying means is formed by a slide wall (7) which - seen in the position of use - extends from the lower edge of the filling opening (6) obliquely downward into the region of the supply opening (10) and on the upper side of which the fuel is movable from the filling opening (6) to the supply opening (10) and into the combustion space (12) toward a collection facility (8) arranged there.
  3. A fireplace according to claim 2, characterized in that the primary air supply openings (20, 21) are arranged such that the primary air flowing into the filling space (11) will reach the supply opening (10) and via the same the combustion space (12) via both below and above the slide wall (7).
  4. A fireplace according to claim 1 or 2, characterized in that the combustion space (12) and the filling space (11) are separated by an arched partition wall (3) which, at its lower end, is spaced from a concavely curved floor space (18) whereby the supply opening (10) is formed.
  5. A fireplace according to any of claims 1 to 4, characterized in that the combustion space (12) tapers upwardly toward a slit-shaped discharge opening (27) via which the combustion space (12) is connected to a channel discharging the burner gases.
  6. A fireplace according to any of claims 1 to 5, characterized in that, in the filling space wall, a channel for the supply of primary air (14) is provided, which channel is connected, at its discharge end, to an air distribution body (13) arranged in the upper region of the slide wall (7), via which body the primary air is distributed to the air supply openings (20) running into the portion of the combustion space (11) located above the slide wall (7) and to the air supply openings (21 ) running into the portion of the combustion space (11) located below the slide wall (7).
  7. A fireplace according to claim 6, characterized in that the air distribution body is formed of a perforated plate (13) forming a supporting area for the upper part of the slide wall (7).
  8. A fireplace according to any of claims 1 to 7, characterized in that the collection facility for the fuel is formed of a burner grate (8) spaced from the floor space (18) of the combustion space (12) and comprising a recess (40) having a preferably V-shaped cross-section.
  9. A fireplace according to claim 8, characterized in that the burner grate (8) is formed of a perforated plate and that the V-shaped recess (40) of the burner grate (8) is limited at its ends by oblique closing walls (45) formed of perforated plates.
  10. A fireplace according to claim 8 or 9, characterized in that the burner grate (8) forms part of a two-piece insert the second part of which comprises a spacer (26, 27) and a handle (25) which are detachably connectable to each other.
  11. A fireplace according to claim 10, characterized in that the spacer has, at its upper side, a transverse angular ledge (22) forming a supporting area for the lower part of the slide wall (7).
Anspruch[fr]
  1. Lieu de combustion pourvu d'une chambre de remplissage (11) pouvant être remplie de matériau combustible par un orifice de remplissage (6) et d'une chambre de combustion (12) reliée à ce dernier au moyen d'un orifice de ravitaillement (10), des orifices d'arrivée d'air primaire (20, 21) débouchant dans la chambre de remplissage (11), lesquels sont disposés de manière décalée vers le haut par rapport à l'orifice de ravitaillement (10), la chambre de remplissage (11) comprenant un moyen de transport (7), par lequel le matériau combustible peut être transporté de l'orifice de remplissage (6) dans la chambre de combustion (12),caractérisé en ce qu'au moins une partie des orifices d'arrivée d'air primaire (20, 21) débouchent dans la chambre de remplissage (11) de manière à ce qu'un flux partiel de l'air primaire arrive de manière connue en soi dans la chambre de combustion (12) et traverse le matériau combustible et qu'un autre flux partiel de l'air primaire soit acheminé par le bas vers le matériau combustible se trouvant dans la chambre de combustion (12).
  2. Lieu de combustion selon la revendication 1,caractérisé en ce que le moyen de transport est formé par une paroi de glissement (7), qui s'étend, vu dans la position d'utilisation, de manière inclinée vers le bas à partir de la limite inférieure de l'orifice de remplissage (6) à proximité de l'orifice de ravitaillement (10) et sur le côté supérieur de laquelle le matériau de combustion peut être déplacé de l'orifice de remplissage (6) vers l'orifice de ravitaillement (10) et dans la chambre de combustion (12) vers un dispositif de réception (8) disposé à cet endroit.
  3. Lieu de combustion selon la revendication 2,caractérisé en ce que les orifices d'arrivée d'air primaire (20, 21) sont disposés de manière à ce que l'air primaire s'écoulant dans la chambre de remplissage (11) arrive aussi bien en dessous qu'au-dessus de la paroi de glissement (7) vers l'orifice de ravitaillement (10) et au-dessus de celui-ci dans la chambre de combustion (12).
  4. Lieu de combustion selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la chambre de combustion (12) et la chambre de remplissage (11) sont séparées l'une de l'autre par une paroi de séparation courbée (3) distante d'une surface de fond (18) coudée de manière concave à son extrémité inférieure lors de la formation de l'orifice de ravitaillement (10).
  5. Lieu de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la chambre de combustion (12) converge vers le haut vers un orifice d'évacuation (27) en forme de fente, par lequel la chambre de combustion (12) est reliée à un canal évacuant les gaz d'échappement de la combustion.
  6. Lieu de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un canal pour l'arrivée d'air primaire (14) est prévu dans la paroi de la chambre de remplissage, lequel est relié à son extrémité d'évacuation à un corps de répartition d'air (13) disposé dans la zone supérieure de la paroi de glissement (7), corps par lequel l'air primaire est réparti entre les orifices d'arrivée d'air (20) débouchant dans la partie se trouvant au-dessus de la paroi de glissement (7) de la chambre de combustion (11) et les orifices d'arrivée d'air (21) débouchant dans la partie se trouvant en dessous de la paroi de glissement (7) de la chambre de combustion (11).
  7. Lieu de combustion selon la revendication 6,caractérisé en ce que le corps de répartition de l'air est formé par une tôle perforée (13) formant une surface d'appui pour la partie supérieure de la paroi de glissement (7) .
  8. Lieu de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de réception du matériau combustible est formé d'une grille de combustion (8) distante de la surface de fond (18) de la chambre de combustion (12) pourvue de préférence d'un renfoncement avec une section transversale en forme de V.
  9. Lieu de combustion selon la revendication 8,caractérisé en ce que la grille de combustion (8) est formée par une tôle perforée et en ce que le renfoncement en forme de V (40) de la grille de combustion (8) est limité à ses extrémités par des parois finales inclinées formées de tôle perforée.
  10. Lieu de combustion selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la grille de combustion (8) forme une partie d'un dispositif en deux parties, dont la seconde partie comprend un écarteur (26, 27) et un levier (25) attachés de manière amovible l'un à l'autre.
  11. Lieu de combustion selon la revendication 10,caractérisé en ce que l'écarteur comporte une lisière (22) de forme angulaire et disposée transversalement formant une surface d'appui pour la partie inférieure de la paroi de glissement (7).






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