| Dokumentenidentifikation |
DE10027423B4 14.04.2005 |
| Titel |
Mechanische Schrotschuss-Testanlage |
| Anmelder |
Lippert, Erwin, 92436 Bruck, DE |
| Erfinder |
Lippert, Erwin, 92436 Bruck, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg |
| DE-Anmeldedatum |
02.06.2000 |
| DE-Aktenzeichen |
10027423 |
| Offenlegungstag |
10.01.2002 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
14.04.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
14.04.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F41J 7/04
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine mechanische Schrotschuss-Testanlage nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE-PS 122 120 ist eine selbstanzeigende Schießscheibe mit
beweglichen Feldern zu entnehmen, bei der die Scheibenfelder d durch abgeschrägte
Querleisten b voneinander getrennt sind. Die Scheibe besteht aus einem etwa quadratischen
Rahmen a mit nach innen abgeschrägten Wänden bzw. Rahmenteilen, die Querleisten
d sind nach oben abgeschrägt und trennen die etwa quadratischen Felder d voneinander.
Die Felder d stellen die Auftrefffläche für das jeweilige Geschoß dar und diese
Auftreff-flächen sind durch die Querleisten und teilweise durch die Seitenteile
des Rahmens begrenzt und nehmen einen erheblichen Teil der Gesamtauftrefffläche
ein, so dass bei Nutzung der Schießscheibe für Schrotmunition ein großer Teil der
Wirkfläche als Auftrefffläche für eine Anzeige des Schießergebnisses verloren geht.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Schrotschuss-Testanlage der gattungsgemäßen
Art so auszugestalten, dass eine möglichst große nutzbare Auftrefffläche für eine
brauchbare Anzeige erzielt wird.
Dies wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen des Kennzeichens des
Anspruches 1 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Testanlage wird insbesondere darin
gesehen, dass die Lage des Schusses, die Streuung des Laufes bzw. der Patrone sowie
eine Beurteilung des Schießergebnisses in kürzester Zeit erfolgen kann.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand
eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:
1 eine Aufsicht auf die Testanlage mit
den Scheibenfeldern nach der Erfindung,
2 einen Schnitt längs der Linie II-II
der 1,
3 einen Ausschnitt aus der 2
in Form der gestrichelt dargestellten Kreislinie A, und
4 einen Ausschnitt aus der
1, ebenfalls in Form einer gestrichelt dargestellten
Kreislinie B.
Die mechanische Schrotschuss-Testanlage besteht aus einem Gehäuse
1 mit einer Seitenlänge von z.B. 100 cm und einer Tiefe von z.B. 13 cm.
Im Innenbereich (z.B. 85 × 85 cm) befinden sich ca. 225 Stück Klappteile
3 von z.B. 6,5 × 6,5 cm, die die Scheibenfelder darstellen. Auf einer
Lagerstange 4 sind in der Breite ca. 15 Stück derartiger Klappteile
3 angeordnet und diese Reihung von 15 Stück ist auch in der Höhe ca. 15
mal vorgesehen. Alle Klappteile 3 sind jeweils durch 0,5 mm starke Distanzscheiben
3b voneinander getrennt, damit eine voneinander unabhängige Bewegung, nämlich
ein Umklappen auf der in Rohren 3a aufgenommenen horizontalen Lagerstange
4 möglich ist. Die durchgehende Lagerstange 4 ist an ihren Enden
mittels Muttern 4a und Scheiben 4b festgelegt. Durch einen Schuss
mit Schrot klappen die getroffenen Segmente nach hinten weg. Die Beurteilung des
Schrotschusses kann sofort aus einer Schussentfernung von 25 bis 50 m erfolgen.
Jeder dieser Klappanordnungen 3, 4 ist ein Stabilisator
5 zugeordnet.
Das System von Aufstellhebeln 6 ist auf parallel zueinander
angeordneten horizontalen Lagerstangen 7 angeordnet, die in Rohren
6a drehbar gelagert sind. Mit Hilfe eines die Aufstellhebel 6
umfassenden Aufstellmechanismus, der mittels Seil bzw. Kette 8 oder motorisch
angetrieben wird, werden die Klappteile 3 in wenigen Sekunden wieder für
Schießübungen bereit gestellt. Wird auf einen automatisch arbeitenden Aufstellmechanismus
verzichtet, ist es lediglich erforderlich, das Gerät nach vorne zu kippen; die gefallenen
Teile stellen sich dann selbsttätig wieder auf.
Die getroffenen Klappteile 3 werden dadurch wieder aufgestellt,
dass z.B. das gesamte Gerät 1 über das Gehäuselager 2 mit dem
Seil 8 in Befestigungsösen 10 eingehängt bzw. durch wieder Zurücklassen
in die Senkrechtstellung gebracht wird, oder mit Hilfe des Aufstellmechanismus
6 und mit Hilfe des Drahtseiles 9 über eine Rolle 12
bei senkrecht fixiertem Gerät die Klappteile 3 wieder in die senkrechte
Position zurückgebracht werden. Ein Aufstellhebel 6 bedient dabei eine
Reihung von Klappteilen 3 in der Breite. Die in der Höhe angeordneten Aufstellhebel
6, insgesamt z.B. 15 Stück, sind alle mit dem Seil 8 bzw. einer
Kette verbunden.
Mit der Testanlage ist es möglich, in einer Minute fünf Schuss oder
auch mehr als Schnellbeurteilung abzugeben. Eine detaillierte Auszählung der Treffer
ist z.B. möglich, wenn die gesamten beweglichen Teile vor dem Schuss mit Kalk bestrichen
werden. Gegenüber einer bekannten und bisher geübten Methode, bei der auf eine Papierscheibe
oder Blechtafel geschossen wird, stellt dies eine erhebliche Zeiteinsparung
dar. Auch stärkerer Wind hindert den Gebrauch der Anlage nicht.
Die Anlage ist für bis zu 4 mm Schrot auf 25 bis 50 m Entfernung geeignet
zum Testen von verschiedenen Patronenfabrikaten, zum Testen von unterschiedlichen
Chokbohrungen, zum Feststellen der Trefferlage von verschiedenen Flinten und zur
sofortigen Erkennung der Zielfehler des einzelnen Schützen.
Die Funktion der Schrotschuss-Testanlage ist wie folgt:
- 1. Die Anlage wird an den Gehäuselagern 2 in einer Höhe von ca. 1,50
m aufgestellt. Das Gerät bleibt durch die Schwerpunktlagerung mittig nach außen
in der Senkrechten stehen.
- 2. Die Anlage ist mit Aufstellhebeln 6 gegen Drehung zu sichern.
- 3. Die Stahl-Segmentscheibe kann nun aus der gewählten Entfernung von 25 bis
50 m beschossen werden. Die von den Geschoßen getroffenen Klappteile 3
fallen rückwärts weg.
- 4. Je nach Gebrauch können die Teile sofort wieder aufgestellt werden, nämlich
durch
a) Drehen der gesamten Anlage nach vorne (Seil 9 in 10 einhängen),
b) die Aufstellvorrichtung mit Drahtseil 9 über Rolle 12.
1- Gehäuse
2- Gehäuselager
3- Klappteil
3a- Rohr
3b- Distanzscheibe
4- Lagerstange
4a- Mutter
4b- Scheibe
5- Stabilisator
6- Aufstellhebel
6a- Rohr
7- Lagerstange
8- Seil oder Kette
9- Drahtseil
10- Befestigungsösen
11- Rückholfeder
12- Rolle
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| Anspruch[de] |
- Mechanische Schrotschuss-Testanlage mit einer Vielzahl von die Frontseite
eines Gehäuses bildenden beweglichen, in Reihen und Spalten angeordneten Klappteilen,
wobei jedes Klappteil bei einem Treffer aus einer vertikalen Ruheposition in eine
umgeklappte, aus der vertikalen Position herausgeführte, etwa waagrechte Trefferposition
schwenkbar ist und das umgeklappte Klappteil anschließend wieder in die Ausgangsposition
zurückgeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Vielzahl von Klappteilen (3) in einer auf der Frontseite des Gehäuses
ausgebildeten, kontinuierlichen Scheibenfläche angeordnet sind,
b) die einzelnen Klappteile (3) der Reihen durch Distanzscheiben (3b)
voneinander getrennt sind, deren Dicke einen Bruchteil der Breite eines Klappteils
(3) beträgt, und
c) jedes Klappteil (3) einer jeden Reihe auf einem Rohr (3a) auf
der Rückseite des unteren Randes des jeweiligen Klappteils (3) als Anschlag
für den oberen Rand des jeweiligen Klappteils (3) ausgebildet ist.
- Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappteile
(3) durch Kippen des gesamten Gehäuses (1) um das Gehäuselager
(2) mit Hilfe eines Drahtseiles (9) wieder aufstellbar angeordnet
sind.
- Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstellhebel
(6) durch das Seil (8) verbunden sind.
- Anlage nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappteile (3) an ihrer Ober- und Unterkante profiliert, vorzugsweise
um ca. 45° angekantet sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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