Bonner, Anne M., Nashua, N.H., US; Matsumoto, Dean S., Worcester, Mass., US; Lambert, Edward L., Westboro, Mass., US; Bright, Eric, Fiskdale, Mass., US
Vertreter
Zimmermann & Partner, 80331 München
DE-Aktenzeichen
10392510
Vertragsstaaten
AT, AU, BR, CA, CH, CN, CZ, DE, DK, ES, FI, GB, HU, ID, IN, JP, KR, LU, MX, NO, NZ, PL, PT, RO, RU, SE, ZA, EP
WO-Anmeldetag
21.03.2003
PCT-Aktenzeichen
PCT/US03/08856
WO-Veröffentlichungsnummer
0003086702
WO-Veröffentlichungsdatum
23.10.2003
Date of publication of WO application in German translation
Diese Anmeldung ist eine „Continuation-in part" der U.S. Patentanmeldung
Nr. 10/120,969, angemeldet am 11. April 2002.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Walzenschleifverfahren und auf
Schleifmittelwerkzeuge, die für das Schleifen von Walzen verwendet werden.
Das Walzenschleifen ist ein zylindrisches Schleifverfahren, wobei
eine gebundene Schleifscheibe die Oberfläche einer Walzwerkswalze schleift und glättet.
Eine Walzwerkswalze ist ein große (z.B. 7 Fuß in der Länge und 2 Fuß im Durchmesser)
Metallwalze, typischerweise hergestellt aus geschmiedetem Stahl, entworfen für die
Verwendung in der Endbearbeitung der Oberfläche von Metallblechen. Beim Schleifen
der Oberfläche der Walzwerkswalze muß die Schleifscheibe auf der Walze ein gleichmäßiges,
glattes Oberflächen-Finish erzeugen. Jedwelche Mängel, wie Schleifmuster, Vorschubmarkierungen,
zufällige Oberflächenfehler, Rillen und ähnliches, die auf der Walzenoberfläche
während des Schleifverfahrens gebildet wurden, werden auf die Metallbleche, die
mit der Walze bearbeitet werden, übertragen.
Bei nicht stabilen Schleifsystemen verursachen die Schleifbedingungen
mit der Zeit eine Zunahme der Schwingungsamplitude zwischen der Schleifscheibe und
dem Werkstück. Dies hat eine Reihe von Wellenformen zur Folge, die auf den Oberflächen
der Schleifscheibe und des Werkstücks entstehen und sich entlang dieser aufbauen.
Dieser Prozeß wird als regeneratives oder selbst-erregtes Rattern bezeichnet und
wird mit gewissen Fehlern auf der Oberfläche von Walzwerkswalzen assoziiert, die
nach dem Schleifen auftreten (Rattermarken). Anwender des Walzenschleifverfahrens
wollen ratterbeständige Scheiben, die die Fähigkeit haben in einer runden Form zu
bleiben und ihren elastischen Charakter zu behalten, während das Schleifen vorangeht
und die Scheibe verbraucht wird. Schleifvibrations-Modelle wurden entwickelt (Inasaki
I., Grinding Chatter – Origin and Surpression, CIRP Proceedings, 2001) um
die Beziehung zwischen Scheibeneigensachaften (abnehmende Kontakthärte, erhöhte
Dämpfung) und der Unterdrückung von selbsterregtem Rattern zu erklären.
Die Walzenschleifindustrie verwendet typischerweise schellackgebundene
Schleifscheiben um Schäden an den Walzen während des Schleifens zu minimieren. In
Schleifscheiben für Walzen sind Schellack-Harz-Bindungen für ihr relativ niedriges
Elastizitätsmodul (z.B. 1,3 GPa gegenüber 5–7 GPa Phenol-Harz-Bindungen) bevorzugt.
Unter den organischen Bindungen, die in der kommerziellen Herstellung von Schleifscheiben
verwendet werden, sind phenolische Bindungen wegen der Stärke, Kosten Verfügbarkeit
und aus Herstellungsüberlegungen bevorzugt. Im Gegensatz dazu sind die Schellack-Harze,
natürliche Materialien, gesammelt von Insekten, relativ teuer und inkonsistent in
Zusammensetzung und Qualität sowie schwieriger in der Schleifscheibenherstellung
zu verwenden. Unter den verschiedenen Arten von organisch gebundenen Schleifscheiben
sind die schellackgebundenen Scheiben durch eine relativ geringe mechanische Festigkeit
charakterisiert, gekennzeichnet durch eine relativ niedrige „Berstgeschwindigkeit"
(die Drehgeschwindigkeit bei der die Zentrifugalkraft das auseinanderfliegen der
Scheibe verursacht) und durch eine verkürzte Lebenszeit der Scheibe. Beim Walzenschleifen
sind Schellackscheiben auf eine niedrigere Scheiben-Drehgeschwindigkeiten (z.B.
4000–8000 sfpm) und eine kürzere Lebenszeit der Scheibe begrenzt. Die Bedienung
der Schellackscheibe ist beschwerlich, da sie die häufige Einstellung der Scheibengeschwindigkeit,
der Einsteckvorschubrate und anderer Parameter erfordert, um Rattern zu vermeiden,
während der Scheibendurchmesser durch Abnutzung der Scheibe und Änderung der Schwingungsamplitude
reduziert wird.
Als eine Alternative zu Schellackscheiben wurde in U.S. Patent Nr.
A-5,104,424 eine Kombination aus Siliziumcarbid und gesinterten Sol-Gel-Aluminiumoxidkörnern
in einer Bindungsscheibe mit hohem Elastizitätsmodul-Wert vorgeschlagen, um die
Form der Walzenoberfläche während des Schleifens zu kontrollieren. Dieser Wekzeugentwurf
war kommerziell nicht nützlich.
Somit bleibt in der Industrie die Notwendigkeit bestehen bessere Schleifwerkzeuge
und Schleifverfahren, die geeignet sind für die Herstellung und Generalüberholung
von Walzwerkswalzen, mit einem qualitativ hochwertigem Oberflächen-Finish, das bei
effektiven Betriebskosten erhalten wird, bereitzustellen.
Es wurde entdeckt, daß einzigartige Schleifscheiben hergestellt aus
gängigen Schleifwerkzeug-Komponenten, wie Phenolharz-Bindung und konventionellem
Aluminiumoxidkorn, bevorzugt solches, das mit ausgesuchten Bindematerialien agglomeriert
wurde, verwendet werden können, um effizientere Walzenschleifverfahren als die Besten,
aus dem Stand der Technik bekannten, kommerziellen Walzenschleifverfahren zu erhalten.
Die Erfindung ist ein Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen,
umfassend die Schritte:
a) Bereitstellung einer ausgewählten Schleifscheibe;
b) Anbringen der Scheibe auf einer Walzenschleifmaschine;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die
eine zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze bis zu einem Wert der Oberflächengüte
von 10 bis 50 Ra, wobei die Oberfläche im Wesentlichen frei von Vorschubmarkierungen,
Rattermarken und Oberflächenunregelmäßigkeiten bleibt.
In einem alternativen erfindungsgemäßen Verfahren zum Schleifen von
Walzwerkswalzen, umfaßt das Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen die Schritte:
a) Bereitstellung einer ausgewählten Schleifscheibe;
b) Anbringen der Scheibe auf einer Walzenschleifmaschine und drehen der Scheibe;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die
eine zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze; und
f) Wiederholen der Schritte c) bis e); wobei die Scheibe im Wesentlichen frei
bleibt von Rattern während die Scheibe durch die Schleifschritte verbraucht wird.
Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbaren, gegenüber Rattern
resistenten Schleifscheiben können ausgewählt werden aus:
(a) Scheiben umfassend Schleifkorn, Phenolharz-Bindung, 36 bis 54 Vol.% Porosität,
eine maximale Dichte nach Aushärtung von 2.0 g/cm3 und eine Berstgeschwindigkeit
von mindestens 6000 sfpm;
(b) Scheiben umfassend mindestens 20 Vol.% Schleifkornagglomerat, organische
Harz-Bindung und 38 bis 54 Vol.% Porosität; und
(c) Scheiben umfassend 22 bis 40 Vol.% Schleifkorn und 36 bis 54 Vol.% Porosität
gebunden in einer organischen Harz-Bindung, und einem maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 12 GPa und einer minimalen Berstgeschwindigkeit von 6000 sfpm.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen ist
ein zylindrisches Verfahren, das mit ausgewählten organisch gebundenen Schleifscheiben
durchgeführt wird, die eine ungewöhnliche Scheibenstruktur und physikalische Eigenschaften
haben. Diese Scheiben erlauben eine schnellere und viel effizientere Oberflächen-Endbearbeitung
von Walzwerkswalzen als es mit Schleifverfahren aus dem Stand der Technik, die konventionelle
Schleifscheiben verwenden, möglich war. In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
das Walzenschleifen ohne meßbare Ratterschäden der Scheibe während der Lebenszeit
der ausgewählten Schleifscheibe durchgeführt.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine ausgewählte Schleifscheibe
auf eine Welle der Walzenschleifmaschine angebracht und bevorzugt bei einer Geschwindigkeit
von etwa 4000 bis 9500 sfpm, weiter bevorzugt bei 6000 bis 8500 sfpm, gedreht. Wird
die ausgewählte Schleifscheibe durch Scheiben aus dem Stand der Technik (z.B. schellackgebundene
Scheiben) ersetzt, erlaubt dieses Verfahren den Betrieb ohne Rattern, bei einer
höheren Scheibendrehgeschwindigkeit als bei den Geschwindigkeiten, die gehalten
werden, um Rattern in den Verfahren aus dem Stand der Technik zu vermeiden (z.B.
4000 bis 7000 sfpm). Das gegenüber Rattern resistente Verfahren kann bei jedweder
Geschwindigkeit, die für den Betrieb der bestimmten Walzenschleifmaschinen spezifiziert
ist, durchgeführt werden sofern die Geschwindigkeit die Sicherheitsbestimmungen
der ausgewählten Scheiben nicht übersteigt (insbesondere die Geschwindigkeitsgrenzen
für das Bersten der Scheibe).
Geeignete Walzenschleifmaschinen sind von Herkules, Meuselwitz, Deutschland,
Waldrich Siegen, Burbach, Deutschland und Pomini (Techint Company), Mailand, Italien
und von verschiedenen anderen Gerätehersteller, die die Walzenschleifindustrie mit
Geräten beliefert, erhältlich.
Nachdem die rotierende Scheibe mit einer rotierenden Walze in Kontakt
gebracht wird (bei z.B. 20 bis 40 sfpm), wird die Scheibe allmählich über die Oberfläche
der rotierenden Walze geführt, um Material von der Oberfläche der Walze zu entfernen
und hinterläßt eine feines, glattes Oberflächen-Finish auf der Walze. Das Führen
über die Walze erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 150 Inch pro Minute.
Auf einer typischen Walze, mit den Maßen von 7 Fuß in der Länge
und 2 Fuß im Durchmesser, wird der Führungsschritt in 0,6 bis 1,0 Minuten vollendet.
Während dieses Schrittes verbleibt die Scheibe kontinuierlich in Kontakt mit der
Oberfläche der Walze, eine Zustand, der in der Vergangenheit dafür bekannt war,
daß er regenerative Scheibenvibrationen und Rattern erzeugte. Trotz dieses kontinuierlichen
Oberflächenkontakts wird während der Lebenszeit der Scheibe die Vibrationsamplitude
bei einem ziemlich konstantem Wert gehalten, und die Scheibe bleibt vom Beginn des
Schleifens bis die Scheibe durch die Schleifschritte verbraucht ist, im Wesentlichen
frei von Rattern.
Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muß das endbehandelte
Oberflächen-Finish frei sein von Wellen, Linien, Kratzern und anderen Oberflächenunregelmäßigkeiten.
Sollten solche Unregelmäßigkeiten verbleiben, werden diese auf die Oberfläche von
Metallblechen, die mit der defekten Walze gewalzt werden, transferiert. Wenn das
Walzenschleifverfahren nicht in effizienter Weise kontrolliert werden kann, hat
dies erheblichen Herstellungsmüll zur Folge. In einem bevorzugten Verfahren wird
die Oberfläche der Walze endbearbeitet bis zu einem Meßwert der Oberflächenrauheit
von ungefähr 10 bis 50 Ra, bevorzugt einem Meßwert von ungefähr 18 bis 30 Ra. Wie
hier verwendet ist „Ra" eine Einheit für den Industriestandard für die Qualität
der Oberflächenendbearbeitung und stellt die durchschnittliche Höhe der Rauheit
dar, insbesondere die durchschnittliche Absolutentfernung von der Mittellinie des
Rauheitsprofils innerhalb des Auswertungsbereichs.
Die bevorzugte Schleifscheibe hat eine griffige, offene Fläche, die
fähig ist eine Oberflächenqualität, charakterisiert durch 160 bis 180 Peaks (oder
Kratzer) pro Inch zu erzeugen. Der Peakzählwert („ Pc", insbesondere ein
Industriestandard, der die Anzahl der Peaks pro Inch, die aus einer ausgewählten
Bande, die entlang der Mittellinie zentriert ist, herausragen) ist ein wichtiger
Oberflächenparameter von Metallblechen, die in der Herstellung von Kfz-Karosserie-Teilen
lackiert werden. Eine Oberfläche mit zu wenigen Peaks ist genauso unerwünscht wie
eine Oberfläche mit zu vielen Peaks oder eine Oberfläche mit übermäßiger Rauheit.
Während das hier beschriebenen Walzenschleifverfahren in einem Kalt-Walzvorgang
gezeigt wurde, ist die Erfindung auch für die Verwendung in der Endbearbeitung der
Oberflächen von Walzwerkswalzen, die in Heiß-Walzvorgängen verwendet werden, geeignet.
In den für Kalt-Walzvorgängen verwendeten Schleifwalzen, umfaßt die ausgesuchte
Schleifscheibe bevorzugt 120 bis 46 Grit (142 bis 508 &mgr;m) Schleifkorn, wohingegen
die Scheiben, die für das Schleifen von Walzen in Heiß-Walzvorgängen verwendet werden,
bevorzugt gröbere Korngrößen, z.B. 36 Grit (710 &mgr;m) Schleifkorn umfassen.
Die gebundenen Schleifscheiben, die für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Walzenschleifverfahren angegeben sind, sind durch eine bisher unbekannte Kombination
von Scheibenstruktur und physikalischen Eigenschaften gekennzeichnet. So wie der
Begriff „Scheibenstruktur" hier verwendet wird, bezeichnet er die relativen
prozentualen Volumenanteile an Schleifkorn, Bindung (einschließlich Füllstoff, falls
welcher verwendet wird) und Porosität, die in der Schleifscheibe enthalten sind.
Der Grad der „Härte" der Scheibe bezeichnet die Buchstabenbezeichnung, die
dem Verhalten der Scheibe bei einem Schleifvorgang zugeordnet wird. Für einen vorgegebenen
Bindungstyp ist die Härte eine Funktion der Scheibenporosität, des Korngehalts und
bestimmter physikalischer Eigenschaften wie Dichte nach dem Härten, Elastizitätsmodul
und Sandstrahl-Penetration (letzteres ist für glasartig gebundene Scheiben typischer).
Die „Härte" der Scheibe sagt voraus, wie widerstandsfähig die Schleifscheibe
während des Schleifens gegenüber Verschleiß sein wird und wie hart die Schleifscheibe
schleifen wird, d.h. wieviel Leistung benötigt werden wird, um die Scheibe in einem
vorgegebenen Schleifvorgang zu verwenden. Die Buchstabenbezeichnung für die Härte
der Scheibe wird gemäß einer in den Fachkreisen bekannten Härteskala der Norton
Company zugeordnet, wobei die weichsten Härtegrade mit A bezeichnet werden und die
härtesten Grade mit Z bezeichnet werden (siehe zum Beispiel U.S. Patent Nr. A-1,983,082,
Howe et al.). Durch Angleichen der Schleifscheibenhärtegrade kann der Fachmann üblicherweise
eine neue Schleifscheiben-Formulierung für eine bekannte Scheibe austauschen und
vorhersagen, dass die neue Scheibe eine ähnliche Leistung an den Tag legen wird,
wie die bekannte Scheibe.
In einer Abkehr von bekannten, organisch gebundenen Scheiben-Leistung
sind die Scheiben, die für das durchführen des erfindungsgemäßen Walzenschleifverfahrens
spezifiziert sind, durch einen niedrigeren Härtegrad charakterisiert, d. h. sie
sind weicher als bekannte Scheiben, die vergleichbare Leistungseffizienz liefern.
Scheiben mit einer Norton Härtegrad von ungefähr B bis G auf einer Phenolharz-Bindungsskala
sind bevorzugt. Die für die Erfindung geeigneten Scheiben zeigen niedrigere Elastizitätsmodul-Werte
als bekannte Scheiben, die äquivalente Porositätsvolumina haben, aber, sie zeigen
unerwarteterweise höhere G-Werte (Der G-Wert ist das Verhältnis von Materialabtragungsrate/Scheibenverschleißrate).
Die gebundenen Schleifwerkzeuge können eine Dichte von weniger als
2,0 g/cm3, bevorzugt eine Dichte von weniger als 1,8
g/cm3 und besonders bevorzugt eine Dichte von weniger als 1,6 g/cm3
haben.
Die gebundenen Schleifwerkzeuge, die für die Erfindung geeignet sind,
sind Schleifscheiben, umfassend ungefähr 22–40 Vol.%, bevorzugt 24–38
Vol.%, besonders bevorzugt 26–36 Vol.% Schleifkorn.
In einer bevorzugter Ausführungsform umfassen organisch gebundene
Schleifwerkzeuge ungefähr 8–24 Vol.%, bevorzugt 10–22 Vol.%, und besonders
bevorzugt 12–20 Vol.% organisch Bindung. Zusammen mit dem Schleifkorn und
der Bindung umfassen diese Werkzeuge ungefähr 36–54 Vol.% Porosität, bevorzugt
36–-50 Vol.% Porosität, besonders bevorzugt 40–50 Vol.% Porosität, diese
Porosität schließt bevorzugt mindestens 30 Vol.% miteinander verbundene Porosität
ein. Für jede Scheibe, summieren sich die Volumenprozente von Korn, Bindung und
Porosität zu 100%.
Die organisch gebundenen Schleifwerkzeuge umfassen bevorzugt 20–38
Vol.% gesinterte Schleifkornagglomerate, 10–26 Vol.% organische Bindung und
38–50 Vol.% Porosität. Poröse Schleifkornagglomerate, die mit anorganischen
Bindematerialien (z. B. vitrifizierte oder keramische Bindematerialien) hergestellt
werden, werden bevorzugt in diesen Schleifscheiben verwendet, da sie die Herstellung
einer offenen Scheibenstruktur mit miteinander verbundenen Porosität erlauben. Trotz
des mit diesen Kornagglomeraten erreichten Porositätsvolumens behalten die Scheiben
hohe mechanische Festigkeit, Resistenz gegenüber Scheibenabnutzung und gegenüber
aggressiven Schleifleistungs-Charakteristika einer Schleifscheibe, die eine viel
höhere Härtegradbestimmung hat.
Die Scheiben, die für die Erfindung geeignet sind, haben ein Elastizitätsmodul
von weniger als 12 GPa, bevorzugt weniger als 10 GPa und besonders bevorzugt weniger
als 8 GPa. Unter anderen Charakteristika zeigt eine Scheibe, die mit einer effektiven
Menge (z. B. mindestens 30 Vol.% der enthaltenen Schleifkornbestandteile und mindestens
20 Vol.% des gesamten Scheibenvolumens nach dem Aushärten) Schleifkomagglomerate
hergestellt wurde, ein niedrigeres Elastizitätsmodul als Standardschleifscheiben
für Walzen. Standardscheiben umfassen solche, die bis zu dem gleichen Porositätsanteil
ohne die Verwendung von Schleifagglomeraten hergestellt wurden. Die erfindungsgemäßen
gebundenen Schleifwerkzeuge haben eine ungewöhnlich poröse Struktur. In der Werkzeugstruktur
ist der durchschnittliche Durchmesser der gesinterten Agglomerate kleiner oder gleich
der durchschnittlichen Abmessung der Poren der miteinander verbundenen Porosität,
wenn die miteinander verbundene Porosität an einem Punkt einer maximalen Öffnung
gemessen wird.
Die Menge miteinander verbundener Porosität wird durch Messung der
Permeabilität des Werkzeuges gegenüber einem Fluid gemäß dem Verfahren des US Patents
Nr. A-5,738,696 gemessen. Wie hier verwendet, gilt Q/P = Fluiddurchlässigkeit eines
Schleifwerkzeuges, wobei Q die Flußrate, ausgedrückt als cm3 Luftstrom,
bedeutet und P Differenzdruck bedeutet. Der Terminus Q/P gibt die Druckdifferenz
an, die zwischen der Schleifwerkzeugstruktur und der Atmosphäre bei einer vorgegebenen
Flußrate eines Fluids (z.B. Luft) herrscht. Diese relative Permeabilität Q/P ist
zu dem Produkt aus dem Porenvolumen und dem Quadrat der Porengröße proportional.
Größere Porengrößen sind bevorzugt. Porengeometrie und Schleifkorngröße sind weitere
Faktoren, die Q/P beeinflussen, wobei größere Korngrößen eine höhere relative Permeabilität
ergeben.
Die für die vorliegende Erfindung geeigneten Schleifwerkzeuge zeichnen
sich durch höhere Fluidpermeabilitätswerte als vergleichbare Werkzeuge aus dem Stand
der Technik, die in Walzenschleifverfahren verwendet werden, aus. Im Allgemeinen
haben die erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuge Fluidpermeabilitätswerte, die mindestens
etwa 30 % höher sind als die Werte von vergleichbaren Schleifwerkzeugen aus dem
Stand der Technik, die in Walzenschleifverfahren verwendet werden.
Exakte relative Fluidpermeabilitäts-Parameter für bestimmte Agglomeratgrößen
und -formen, Bindungstypen und Porositätsgrade können durch den Fachmann durch Anwendung
von D'Arcy's Gesetz auf empirische Daten für einen vorgegebenen Typ von Schleifwerkzeug
bestimmt werden.
Die Porosität innerhalb der Schleifscheibe rührt von den offenen Zwischenräumen
her, die durch die natürliche Packungsdichte der Werkzeugkomponenten bereitgestellt
werden, insbesondere den Schleifagglomeraten und, optional, durch Zugabe von herkömmlichen
Poren induzierenden Medien. Geeignete Poren induzierende Medien schließen hohle
Glaskugeln, hohle Kugeln oder Perlen aus Plastikmaterial oder organischen Verbindungen,
geschäumte Glaspartikel, blasenförmiges Mullit und blasenförmiges Aluminiumoxid
und deren Kombinationen ein, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Werkzeuge können
mit Mitteln zur Induzierung offenzelliger Porosität hergestellt werden, so wie Perlen
aus Naphthalin, oder andere organischen Granulaten, die nach dem Formen des Werkzeuges
entfernt werden können, um freie Bereiche innerhalb der Werkzeugmatrix
zu hinterlassen, oder sie können mit Medien zur Induzierung geschlossenzelliger,
hohler Poren, (z.B. hohlen Glaskugeln) hergestellt werden. Bevorzugte Schleifwerkzeuge
der Erfindung enthalten entweder keine zugegebenen Poren induzierenden Medien, oder
enthalten eine geringe Menge an zugegebenen Poren induzierenden Medien, die bewirken,
daß ein Schleifwerkzeug mit einem Porositätsgehalt, wobei mindestens 30 Vol.% davon
miteinander verbundene Porosität ist, erhalten wird. Die fertig gestellten Werkzeuge
enthalten optional zugegebene sekundäre Schleifkömer, Füllstoffe, Schleifhilfsmittel
und Poren induzierende Medien und Kombinationen dieser Materialien. Wenn ein Schleifkorn
in Kombination mit den Schleifmittelagglomeraten verwendet wird, stellen die Agglomerate
bevorzugt ungefähr 30 bis ungefähr 100 Vol.% des Gesamtschleifkorn in dem Werkzeug
und bevorzugt 40–70 Vol.% des Gesamtschleifmittels in dem Werkzeug. Wenn solche
sekundären Schleifkörner verwendet werden, stellen diese Schleifkörner bevorzugt
ungefähr 0,1–70 Vol.% des Gesamtschleifkorn des Werkzeugs und besonders bevorzugt
ungefähr 30 bis ungefähr 60 Vol.%. Geeignete sekundäre nicht-agglomerierte Schleifkörner
schließen ohne darauf beschränkt zu sein, verschiedene Aluminiumoxide, Sol-Gel-Aluminiumoxide,
gesintertes Bauxit, Siliziumcarbid, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid, Aluminiumoxynitrid,
Ceroxid, Borsuboxid, kubisches Bornitrid, Diamant, Flint, Granatkörner und deren
Kombination, ein.
Bevorzugte Schleifwerkzeuge gemäß der vorliegenden Erfindung sind
mit einer organischen Bindung gebunden. Jede der verschiedenen aus dem Stand der
Technik bekannten wärmehärtbaren Bindungen, die zur Herstellung von Schleifwerkzeugen
verwendet werden, können hier zur Verwendung ausgewählt werden. Phenol-Harz-Bindungen
sind bevorzugt. Beispiele geeigneter Bindungen und Techniken für die Herstellung
dieser Bindungen können in den US Patenten Nr.
6,251,149 B1, 6,015,338, 5,976,204, 5,827,337 und 3,323,885 gefunden
werden, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Die Bindung und das in der verwandten Patentanmeldung Nr. 10/060,982
beschriebene Herstellungsverfahren, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme aufgenommen
wird, und jene des US-Patents Nr. 3,323,885 sind für die erfindungsgemäße Verwendung
bevorzugt.
Die organisch gebundenen Werkzeuge können gemäß verschiedener Verarbeitungsverfahren
und mit verschiedenen Proportionen der Schleifkorn- oder Agglomerat-, Bindungs-
und Porositätskomponenten, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, gemischt,
geformt und gehärtet oder gesintert werden.
Die Dichte und Härte der Schleifwerkzeuge wird durch die Auswahl der
Agglomerate, der Art der Bindung und anderer Werkzeugkomponenten, des Porositätsgehalts
in Verbindung mit der Größe und dem Typ der Form und der ausgewählten Vorgänge zum
Pressen, bestimmt.
Schleifscheiben können mit jedem Mittel geformt und gepreßt werden,
das aus dem Stand der Technik bekannt ist, einschließlich Heiß-, Warm- und Kaltpresstechniken.
Die Auswahl eines Formgebungsdruckes zum Formen der grünen Schleifscheibe muß sorgfältig
erfolgen, um zu vermeiden, daß eine zu große Menge an Schleifkorn-Agglomeraten zerdrückt
wird (z. B. mehr als 50 Gew. % der Agglomerate) und die dreidimensionale Struktur
der Agglomerate erhalten bleibt. Der geeignete maximal anzuwendende Druck zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Schleifscheiben hängt von der Form, Größe, Dicke und den Bindungskomponenten
der Schleifscheibe sowie von der Formungstemperatur ab. Die erfindungsgemäßen Agglomerate
haben eine ausreichende mechanische Festigkeit, um den Formungs- und Press-Schritten,
die in typischen, kommerziellen Herstellungsverfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen
angewendet werden, zu widerstehen.
Die Schleifscheiben können mittels dem Fachmann bekannter Verfahren
gehärtet werden. Die Bedingungen beim Härten werden vorrangig durch die tatsächlich
verwendete Bindung und die Schleifmittel bestimmt, und durch die Art des Bindematerials,
das in den Schleifkorn-Agglomeraten enthalten ist. In Abhängigkeit von der chemischen
Zusammensetzung der ausgewählten Bindung kann eine organische Bindung bei 120–250
°C gebrannt werden, vorzugsweise 160–185 °C, um die notwendigen mechanischen
Eigenschaften zum Schleifen von Metallen oder anderen Materialien bereitzustellen.
Für die Erfindung nützliche Kornagglomerate sind dreidimensionale
Strukturen oder Granulate, einschließlich gesinterte, poröse Komposite aus Schleifkorn
und Bindematerial. Die Agglomerate haben eine lose Packungsdichte (LPD) von ≤
1,6 g/cm3, eine durchschnittliche Abmessung von etwa 2 bis 20 Mal der
durchschnittlichen Schleifkorngröße und eine Porosität von etwa 30 bis 88 %, bezogen
auf das Volumen. Die Schleifkorn-Agglomerate haben vorzugsweise einen minimalen
Druckfestigkeitswert von 0,2 MPa.
Das Schleifkorn kann ein oder mehrere der Schleifkörner enthalten,
deren Verwendung in Schleifwerkzeugen bekannt ist, wie die Aluminiumoxidkörner,
einschließlich Schmelzaluminiumoxid, gesintertem und Sol-Gel-gesintertem Aluminiumoxid,
gesintertem Bauxit und Ähnlichem, Siliziumcarbid, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid, Aluminiumoxynitrid,
Ceroxid, Borsuboxid, Granat, Flint, Diamant, einschließlich natürlichem und synthetischem
Diamant, kubischem Bornitrid (CBN) und deren Kombinationen. Jede Größe oder Form
von Schleifkorn kann verwendet werden. Beispielsweise kann das Korn längliche, gesinterte
Sol-Gel-Aluminiumoxidkörner mit einem hohen Aspektverhältnis von dem Typ, wie er
in US Patent Nr.-5,129,919 offenbart ist, enthalten.
Korngrößen, die hier zur Verwendung geeignet sind, sind im regulären
Schleifkorngrößenbereich (z.B. größer als 60 und bis zu 7000 Mikrometer). Für einen
vorgegebenen Schleifvorgang kann es wünschenswert sein, ein Schleifkorn mit einer
Korngröße, die kleiner ist als eine normalerweise für diese Schleifanwendung ausgesuchte
Schleifkorngröße (nicht agglomeriert), zu agglomerieren. Beispielsweise kann agglomeriertes
Schleifmittel mit der Korngröße 80 an Stelle von Schleifmittel mit der Korngröße
54 verwendet werden, agglomeriertes 100 Grit an Stelle von 60 Grit Schleifmittel
und agglomeriertes 120 Grit an Stelle von 80 Grit Schleifmittel.
Die bevorzugte gesinterte Agglomeratgröße für typische Schleifkörner
reicht von ungefähr 200–3000, bevorzugt 350–2000, besonders bevorzugt
425–1000 &mgr;m in durchschnittlichen Durchmesser. Das vorhandene Schleifkorn
macht ungefähr 10–-65 Vol.%, bevorzugt 35–55 Vol.% und besonders bevorzugt
48–52 Vol.% des Agglomerates aus.
Bindematerialien, die nützlich zur Herstellung der Agglomerate sind,
schließen vorzugsweise keramische und glasartige Materialien ein, vorzugsweise von
der Sorte, wie sie als Bindungssysteme für glasartig gebundene Schleifwerkzeuge
verwendet werden. Diese glasartigen Bindungsmaterialien können ein vorgefeuertes
Glas sein, das zu einem Pulver gemahlen wurde (eine Fritte) oder einer Mischung
aus verschiedenen Rohmaterialien wie Ton, Feldspar, Kalk, Borax und Soda oder eine
Kombination aus Fritten- und Rohmaterialien. Solche Materialien schmelzen und bilden
eine flüssige Glasphase bei Temperaturen im Bereich von etwa 500 bis 1400 °C
und benetzen die Oberfläche des Schleifkorns, um so beim Abkühlen Bindungsbrücken
zu bilden, wodurch das Schleifkorn innerhalb einer Kompositstruktur festgehalten
wird. Beispiele geeigneter Bindematerialien zur Verwendung in den Agglomeraten sind
unten in Tabelle 1-1 angegeben. Bevorzugte Bindematerialien zeichnen sich durch
eine Viskosität von etwa 345 bis 55300 Poise bei 1180 °C und durch einen Schmelztemperatur
von etwa 800 bis 1300 °C aus.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Bindematerial eine glasartige
Bindungszusammensetzung, umfassend eine gebrannte Oxidzusammensetzung aus 71 Gewicht%
SiO2 und B2O3, 14 Gewicht% Al2O3,
weniger als 0,5 Gewicht% Erdalkalioxiden und 13 Gewicht% Alkalioxiden.
Das Bindematerial kann auch ein keramisches Material sein, einschließlich,
ohne darauf beschränkt zu sein, Siliziumdioxid, Alkali-, Erdalkali-, gemischte Alkali-
und Erdalkalisilikate, Aluminiumsilikate, Zirconiumsilikate, hydrathaltige Silikate,
Aluminate, Oxide, Nitride, Oxynitride, Carbide, Oxycarbide und deren Kombinationen
oder deren Derivate. Im Allgemeinen unterscheiden sich keramische Materialien von
glasartigen oder vitrifizierten Materialien dadurch, daß die keramischen Materialien
kristalline Strukturen enthalten. Manche glasähnliche Phasen können in Kombination
mit den kristallinen Strukturen vorliegen, insbesondere in keramischen Materialien
in einem unraffinierten Zustand. Keramische Materialien in einem Rohzustand, wie
Tone, Zemente und Mineralien, können ebenfalls hier verwendet werden. Beispiele
spezieller keramischer Materialien, die hier zur Verwendung geeignet sind, schließen,
ohne darauf beschränkt zu sein, Siliziumdioxid, Natriumsilikate, Mullit und andere
Aluminosilikate, Zirkoniumdioxid-Mullit, Magnesiumaluminat, Magnesiumsilikat, Zirkoniumsilikate,
Feldspar und andere Alkali-Aluminosilikate, Spinelle, Calciumaluminate, Magnesiumaluminate
und andere Alkalialuminate, Zirkoniumdioxid mit Yttriumoxid stabilisiertes Zirkoniumoxid,
Magnesiumoxid, Calciumoxid, Ceroxid, Titandioxid oder andere Seltenerd-Additive,
Talk, Eisenoxid, Aluminumoxid, Bohemit, Boroxid, Ceroxid, Aluminiumoxid-Oxynitrid,
Bornitrid, Siliziumnitrid, Graphit und Kombinationen dieser keramischen Materialien
ein.
Das Bindematerial wird in gepulverter Form verwendet und kann zu einem
Flüssigbindemittel gegeben werden, um eine einheitliche, homogene Mischung aus Bindematerial
mit Schleifkorn während der Herstellung der Agglomerate sicherzustellen.
Eine Dispersion aus organischen Bindemitteln wird vorzugsweise zu
den pulverförmigen Komponenten der Bindematerialien als Formungs- oder Verarbeitungshilfen
gegeben. Diese Bindemittel können Dextrine, Stärke, tierischen
Proteinleim und andere Arten von Kleber, eine flüssige Komponente wie Wasser, Lösemittel,
Viskositäts- oder pH-Modifizierer und Mischungshilfen einschließen. Die Verwendung
organischer Bindemittel verbessert die Einheitlichkeit der Agglomerate, insbesondere
die Einheitlichkeit der Bindematerial-Dispersion auf dem Korn und die strukturelle
Qualität der nicht-gebrannten oder grünen Agglomerate, sowie die der gebrannten
Schleifwerkzeuge, die die Agglomerate enthalten. Da die Bindemittel während des
Brennens der Agglomerate ausgebrannt werden, werden sie nicht Teil der fertigen
Agglomerate oder des fertigen Schleifwerkzeuges.
Ein anorganischer Haftvermittler kann zur Mischung hinzugefügt werden,
um die Haftung der Bindematerialien auf den Schleifkörnern zu verbessern, wenn dies
zur Verbesserung der Mischungsqualität nötig ist. Um die Agglomerate herzustellen,
kann der anorganische Haftvermittler mit oder ohne einem organischen Bindemittel
verwendet werden Obwohl bei hohen Temperaturen schmelzende Bindematerialien in den
erfindungsgemäßen Agglomeraten bevorzugt sind, können die Bindematerialien auch
andere anorganischen Bindemittel, organische Bindemittel, organische Bindungsmaterialien,
Metallbindungsmaterialien und deren Kombinationen umfassen. Bindematerialien, die
in der Schleifwerkzeugindustrie als Bindungen für organisch gebundene Schleifmittel,
beschichtete Schleifmittel, Metall gebundene Schleifmittel und Ähnlichem verwendet
werden, sind bevorzugt. Das Bindematerial ist zu einem Anteil von ungefähr 0,5–15
Vol.%, bevorzugt 1–10 Vol.% und besonders bevorzugt 2–8 Vol.% im Agglomerat
vorhanden.
Die bevorzugte Vol.% Porosität innerhalb des Agglomerates ist so hoch
wie technisch möglich, jedoch in den Grenzen der mechanischen Festigkeit des Agglomerates,
die benötigt wird, um ein Schleifmittelwerkzeug herzustellen und damit zu schleifen.
Die Porosität kann von 30–88 Vol.%, bevorzugt 40–80 Vol.% und besonders
bevorzugt 50–75 Vol.% reichen. Ein Teil (z. B. bis zu ungefähr 75 Vol.%) der
Porosität innerhalb der Agglomerate ist bevorzugt vorhanden als miteinander verbundene
Porosität oder Porosität durchlässig für den Fluß von Fluiden während der Scheibenaushärtung,
einschließlich Flüssigkeiten (z. B. Schleifkühlmittel und Schleifschlamm), Luft
und geschmolzenes Harzbindungsmaterial. Es wird angenommen, daß organische Bindungsmaterialien
während die Scheibe thermisch ausgehärtet wird in die Hohlräume der gesinterten
Schleifkornagglomerate migriert und dabei die Kornbindung stärkt und die Scheibenstruktur
für vorher unerreichbare Porositätsvolumina, ohne einen erwarteten Verlust der mechanischen
Festigkeit, öffnet.
Die Dichte der Agglomerate kann in einer Anzahl verschiedener Wege
ausgedrückt werden. Die Schüttdichte der Agglomerate kann als LPD ausgedrückt werden.
Die relative Dichte der Agglomerate kann als ein Prozentanteil der ursprünglichen
relativen Dichte ausgedrückt werden, oder als ein Verhältnis aus der relativen Dichte
der Agglomerate zu den Komponenten, die zur Herstellung der Agglomerate verwendet
werden, wobei das Volumen an miteinander verbundener Porosität in den Agglomeraten
berücksichtigt wird.
Die ursprüngliche, durchschnittliche relative Dichte, ausgedrückt
als ein Prozentanteil, kann durch Dividieren der LPD (&rgr;) durch eine theoretische
Dichte der Agglomerate (&rgr;0), wobei Null Porosität angenommen wird,
berechnet werden. Die theoretische Dichte kann gemäß der Methode der volumetrischen
Regel der Mischungen aus dem prozentualen Gewichtsanteil und der spezifischen Dichte
des Bindematerials und des Schleifkorns, die in den Agglomeraten enthalten sind,
berechnet werden. Für die erfindungsgemäßen, gesinterten Agglomerate ist eine maximale
prozentuale relative Dichte 50 Vol%, wobei eine maximale prozentuale relative Dichte
von 30 Vol% besonders bevorzugt ist.
Die relative Dichte kann mit einer Technik zur Volumenbestimmung über
Fluidverdrängung gemessen werden, so daß sie miteinander verbundene Porosität einschließt
und geschlossenzellige Porosität ausschließt. Die relative Dichte ist das Verhältnis
des Volumens der gesinterten Agglomeraten, gemessen durch Flüssigkeitsverdrängung,
zu dem Volumen der Materialien, die verwendet werden, um die gesinterten Agglomerate
herzustellen. Das Volumen der Materialien, die zur Herstellung der Agglomerate verwendet
werden, ist ein Maß des ersichtlichen Volumens, basierend auf den Mengen und Packungsdichten
des Schleifkorns und Bindemittelmaterials, das zur Herstellung der Agglomerate verwendet
wird. Für die erfindungsgemäßen, gesinterten Agglomerate ist eine maximale relative
Dichte der Agglomerate von 0,7 bevorzugt, wobei eine maximale relative Dichte von
0,5 besonders bevorzugt ist.
Agglomerate, die in den erfindungsgemäßen gebundenen Schleifwerkzeugen
verwendet werden, können gemäß der in der verwandten, prioritätsbegründeten Patentanmeldung
US Ser. Nr. 10/120,969 beschriebenen Verfahren, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme
aufgenommen wird, hergestellt werden. Wie dort offenbart, wird eine einfache Mischung
des Korns und des Bindematerials (optional mit einem organischen Bindemittel) einer
Drehkalzinierungsvorrichtung zugeführt, und das Bindemittel wird gebrannt (z.B.
ungefähr von ungefähr 650°C bis 1400°C), um eine Glass- oder vitrifizierte
Bindung zu bilden, die das das Schleifkorn in einem Agglomerat
zusammenhält. Wenn Schleifkörner mit Bindematerialien, die bei niedrigeren Temperaturen
härten (z.B. von etwa 145 bis etwa 500°C) agglomeriert werden, kann eine alternative
Ausführungsform dieses Drehofenapparates verwendet werden. Die alternative Ausführungsform,
eine Rotationstrockner, ist so ausgestattet, daß er erhitzte Luft an das Austrittsende
der Röhre liefert, um die Schleifkornmischung zu erhitzen und das Bindematerial
zu härten, wodurch es an das Korn gebunden wird und damit wird das Schleifkorn,
während es aus der Apparatur entfernt wird, agglomeriert.
Der Begriff „Drehkalzinierungsofen", wie er hier verwendet
wird, schließt solche Rotationstrocknervorrichtungen ein.
In einem weiteren Verfahren zur Herstellung der Schleifkornagglomerate
kann eine Paste aus Bindematerialen und Korn mit einer organischen Bindemittellösung
hergestellt werden und mit der in U.S. A-4,393,021 offenbarten Vorrichtung und dem
Verfahren in längliche Partikel extrudiert und dann gesintert werden.
In einem Trockengranulierungsprozeß kann eine Schicht oder ein Block
aus Schleifkorn, das in einer Dispersion oder Paste des Bindematerials eingebettet
ist, getrocknet werden und dann kann ein Walzenverdichtungsgerät verwendet werden,
um das Komposit aus Korn und Bindematerial zu brechen, gefolgt von einem Sinterungsschritt.
In einem weiteren Verfahren zur Herstellung von Grün- oder Precursor-Agglomeraten
wird die Mischung aus Bindematerial und Korn in eine Form gegeben und die Mischung
in eine präzise Form und Größe gebracht, z. B. auf die im US Patent Nr. 6,217,413
B1 offenbarte Weise.
In einem weiteren Prozeß, der für die Herstellung von erfindungsgemäßen
Agglomeraten geeignet ist, wird eine Mischung aus dem Schleifkorn, Bindematerialien
und einem organischen Bindemittelsystem ohne Voragglomeration in eine Ofen eingebracht
und erhitzt. Die Mischung wird bis zu einer Temperatur erhitzt, die ausreicht, um
das Bindematerial zu schmelzen, es fließend zu machen und auf das Korn zu binden,
und dann gekühlt, um das Komposit zu bilden. Das Komposit wird zerkleinert und gesiebt,
um das gesinterte Agglomerat herzustellen.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen
und nicht in irgendeiner Weise auf diese limitieren.
Beispiel 1Schleifkorn/Vitrifizierte Bindemittel-Agglomerate
Vitrifizierte Bindematerialien (siehe Tabelle 1-1 Fußnoten b) und
c) wurden zur Herstellung der Proben AV2 und AV3 der agglomerierten Schleifkömer
verwendet. Die Agglomerate wurden gemäß dem in US Ser. Nr. 10/120,969, Beispiel
1, beschriebenen Drehkalzinierungs-Verfahren hergestellt, unter Verwendung der nachfolgend
beschriebenen Materialien. Die AV2-Agglomerate wurden mit 3 Gew.-% A-Bindemittel
hergestellt. Die Temperatur des Kalzinierofens wurde auf 1250 °C eingestellt,
der Rohrwinkel betrug 2,5 Grad und die Drehgeschwindigkeit betrug 5 U/min. Die AV3-Agglomerate
wurden mit 6 Gew.-% E Bindemittel, bei einer Kalzinierofen-Temperatur von 1200 °C,
mit einem Rohrwinkel von 2,5–4 Grad und einer Drehgeschwindigkeit von 5 U/min
hergestellt. Das Schleifkorn war ein Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, Korngröße
80, das von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA, erhalten
wurde.
Die vitrifizierten Korn-Agglomerate wurden bezüglich loser Packungsdichte,
relativer Dichte und Größe untersucht. Untersuchungsergebnisse sind in Tabelle 1-1
nachfolgend aufgelistet.
Agglomerate bestanden aus einer Vielzahl einzelner Schleifkörner (z.
B. 2 bis 40 Körner), die an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten durch vitrifiziertes Bindematerial
miteinander verbunden waren, zusammen mit sichtbaren Hohlraumbereichen. Die Mehrzahl
der Agglomerate war ausreichend widerstandsfähig gegenüber Verdichtung, um einen
dreidimensionalen Charakter beizubehalten, nachdem sie Misch- und Formungs-Arbeitsgängen
für Schleifscheiben ausgesetzt waren. Tabelle 1-1Schleifkorn/Vitrifizierte Bindemittel-Agglomerate Alle Prozentanteile sind auf Basis von Gesamtteststoff, enthalten
lediglich das vitrifizierte Bindemittelmaterial und Schleifkorn und schließen jede
Porosität innerhalb der Agglomerate aus. Flüchtige organische Bindemittelmaterialien
wurden verwendet, um die vitrifizierte Bindung an die Schleifkörner anzuhaften (für
AV2 wurden 2,83 Gew. % AR30 flüssiges Proteinbindemittel verwendet und für AV3 wurden
3,77 Gew. % AR30 flüssiges Proteinbindemittel verwendet). Die flüchtigen organischen
Bindemittelmaterialien wurden während des Sinterns der Agglomerate in dem Drehkalzinierofen
ausgebrannt und der endgültige Gew. %-Anteil Bindematerial schließt sie nicht ein. Bindemittel A (beschrieben in US Ser. Nr. 10/120,969, Beispiel 1)
ist eine Mischung aus Rohmaterialien (z.B. Ton und Mineralien), die üblicherweise
zur Herstellung von vitrifizierten Bindungen für Schleifscheiben verwendet werden.
Nach der Agglomeration enthält die gesinterte Glaszusammensetzung des Bindemittels
A die folgenden Oxide (Gew %): 69% Glasbildner (SiO+BO);
15% AlO; 5–6% Erdalkalioxide RO (CaO, MgO); 9–10%
Alkali RO (NaO, KO, LiO) und hat eine
spezifische Dichte von 2,40 g/cm und eine geschätzte Viskosität bei 1180°C
von 25590 Poise. Bindemittel E (beschrieben in US Ser. Nr. 10/120,969, Beispiel 1)
ist eine Mischung aus Rohmaterialien (z.B. Ton und Mineralien), die üblicherweise
zur Herstellung von vitrifizierten Bindungen für Schleifscheiben verwendet werden.
Nach der Agglomeration enthält die gesinterte Glaszusammensetzung des Bindemittels
E die folgenden Oxide (Gew %): 64% Glasbildner (SiO+BO);
18% AlO; 6–7 % Erdalkalioxide RO (CaO, MgO); 11 % Alkali
RO (NaO, KO, LiO) und hat eine spezifische
Dichte von 2,40 g/cm und eine geschätzte Viskosität bei 1180°C von
25590 Poise.
Schleifscheiben
Agglomerat-Proben AV2 und AV3 wurden verwendet, um Versuchsschleifscheiben
(Typ 1) (Endgröße 5,0 × 0,5 × 1,250 Inch) (12,7 × 1,27 ×
3,18 cm) herzustellen. Die Versuchsscheiben wurden durch Zugabe der Agglomerate
in einem Drehschaufelmischer (einen Foot-Jones-Mischer, erhalten von Illinois Gear,
Chicago, IL), und Mischen der Agglomerate mit einem flüssigen Phenolharz (V-1181
Harz von Honeywell International, Inc., Friction Division, Troy NY) (22 Gew.-% der
Harzmischung) hergestellt. Ein pulverförmiges Phenolharz (Durez Varcum® resin
29-717, erhalten von Durez Corporation, Dallas TX) (78 Gew.-% der Harzmischung)
wurde zu den nassen Agglomeraten gegeben. Die gewichtsprozentualen Mengen an Schleifmittel-Agglomerat
und Harzbindung, die zur Herstellung dieser Scheiben verwendet wurden, und die Zusammensetzung
der fertigen Scheiben (einschließlich Vol.-% Schleifmittel, Bindung und Porosität
in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle 1-2 nachfolgend aufgelistet. Die Materialien
wurden für einen ausreichenden Zeitraum vermischt, um eine einheitliche Mischung
zu erhalten und die Menge an loser Bindung zu minimieren. Nach dem Mischen wurden
die Agglomerate durch ein Sieb mit Maschengröße 24 gesiebt, um alle großen Klumpen
an Harz aufzubrechen. Die einheitliche Mischung aus Agglomerat und Bindung wurde
in Formen gegeben und mit Druck beaufschlagt, um Scheiben im Grünzustand (ungehärtet)
zu formen. Diese grünen Scheiben wurden aus den Formen entfernt, in beschichtetem
Papier eingewickelt und durch Erhitzen auf eine maximale Temperatur von 160 °C
gehärtet, gradiert, endbehandelt und inspiziert, wobei aus dem Stand der Technik
bekannte Techniken zur Herstellung kommerzieller Schleifscheiben
verwendet wurden. Das Elastizitätsmodul der fertigen Scheiben wurde gemessen und
die Ergebnisse sind in Tabelle 1-2 nachfolgend gezeigt.
Das Elastizitätsmodul wurde unter Verwendung einer Grindosonic-Maschine
mit dem Verfahren, das in J. Peters, „Sonic Testing of Grinding Wheels "Advances
in Machine Tool Design and Research, Pergamon Press, 1968, beschrieben ist, gemessen.
Tabelle 1-2Schleifscheibenzusammensetzungen Die C-1, C-2 und C-3-Schleifscheiben wurden mit einer Phenolharzbindung
hergestellt und diese Scheibenspezifikationen sind kommerziell erhältlich von Saint-Gobain
Abrasives, Inc. Die C-4 und C-5-Scheiben sind mit einem Schellack-Harz hergestellt,
das mit einer geringfügigen Menge Phenolharz-Bindung gemischt wurde. Diese Scheiben-Spezifikationen
sind kommerziell erhältlich von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA. Die
Proben C-4 und C-5 wurden in dem Labor gemäß diesen kommerziellen Spezifikationen
hergestellt und wurden auf einem Härtegrad von J bzw. L in den fertigen Scheiben
gehärtet. Die C-6 und C-7-Scheiben wurden nicht in Schleiftests untersucht.
Die Spezifikationen dieser Vergleichsscheiben sind kommerziell erhältlich von der
National Grinding Wheel Company/Radiac, Salem, IL, und von Tyrolit N.A. Inc., Westborn,
MA. Der „Gesamt"-Vol%-Anteil an Bindung ist die Summe der Menge
aus vitrifiziertem Bindemittelmaterial, das verwendet wurde, um das Korn zu agglomerieren,
und die Menge an organischer Harzbindung, die verwendet wurde, um die Schleifscheibe
herzustellen. Der „(organische)" Vol%-Anteil an Bindung ist der Anteil der
Gesamt-Vol.%-Bindung, bestehend aus dem organischen Harz, das zu den Agglomeraten
zugegeben wird, um die Schleifscheiben herzustellen.Schleiftests
Die Versuchsscheiben wurden in einem simulierten Walzenschleiftest
im Vergleich mit kommerziell erhältlichen Scheiben, die mit Phenolharz gebunden
sind (C-1–C-3, erhalten von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA) getestet.
Schellackgebundene Scheiben, die in dem Labor (C-4 und C-5) aus einer Schellackharzmischung
hergestellt wurden, wurden ebenfalls als Vergleichsscheiben getestet. Vergleichsscheiben
wurden ausgesucht, weil sie Zusammensetzungen, Strukturen und physikalische Eigenschaften
aufwiesen, die vergleichbar mit den Scheiben sind, die in kommerziellen Walzenschleifoperationen
verwendet werden.
Um Walzenschleifen in einer Laborumgebung zu simulieren, wurde ein
kontinuierlicher Kontakt-Schlitzschleifvorgang auf einer Flächenschleifmaschine
durchgeführt. Die folgenden Schleifbedingungen wurden in diesen Tests angewendet.
SchleifmaschineBrown & Sharpe-FlächenschleiferBetriebsartzwei kontinuierliche Kontakt-Schlitzschleifungen, Umkehrung am
Ende des Schlags vor dem Kontaktverlust mit dem WerkstückKühlmittelTrim Clear 1:40 Verhältnis Kühlmittel: deionisiertes WasserWerkstück16 × 4 Inch 4340 Stahl, Härte Rc50Werkstückgeschwindigkeit25 Fuß/min.Scheibengeschwindigkeit5730 U/minTiefenvorschub0,100 Inch gesamtTiefe des Schnittes0,0005 Inch an jedem EndeKontaktzeit10,7 MinutenAbrichtenDrehmeisseldiamant, bei 10 Inch/Min. Quervorschub, 0,001 Inch
comp.
Vibration der Scheibe während des Schleifens wurde mit IRD Mechanalysis-Geräten
(Analyzer Model 855 Analyzer/Balancer, erhalten von Entek Corporation,
North Westerville, Ohio). In einem ersten Schleifdurchgang wurden Vibrationsniveaus
bei verschiedenen Frequenzen (als Geschwindigkeit in Inch/Sekundeneinheiten) unter
Verwendung eines schnellen Fourier-Transformations (FFT)-Verfahrens nach zwei und
acht Minuten nach dem Abrichten der Scheibe aufgezeichnet. Nach dem ersten Schleifdurchlauf
wurde ein zweiter Schleifdurchlauf durchgeführt, und die zeitabhängige Zunahme der
Vibrationsniveaus wurde bei einer ausgesuchten Zielfrequenz (57000 cpm, die während
des ersten Durchganges beobachtete Frequenz) während der gesamten 10,7 Minuten,
die die Scheibe in Kontakt mit dem Werkstück blieb, aufgezeichnet. Scheibenverschleißraten
(WWR), Materialabtragungsraten (MRR) und andere Schleifvariablen wurden aufgezeichnet,
während die Schleifdurchgänge durchgeführt wurden. Diese Daten sind zusammen mit
der Vibrationsamplitude für jede Scheibe nach 9–10 Minuten kontinuierlichem
Kontaktschleifen in Tabelle 1-3 nachfolgend gezeigt.
Tabelle 1-3Ergebnisse der Schleifversuche
Man kann sehen, daß die Versuchsscheiben die geringste Scheibenverschleißrate
und die geringsten Werte der Vibrationsamplitude aufwiesen. Die kommerziellen Vergleichsscheiben,
die mit Phenolharzbindungen hergestellt wurden (38A80-G8 B24, -K8 B24 und -O8 B24),
wiesen geringe Scheibenverschleißraten auf, hatten aber unakzeptabel hohe Werte
für die Vibrationsamplituden. Für diese Scheiben würde man vorhersagen, daß sie
in tatsächlichen Walzenschleifverfahren Ratterschwingungen hervorrufen würden. Die
mit Schellackharzbindungen hergestellten Vergleichsscheiben (53A80J7-Schellackmischung
und 53A80L7-Schellackmischung) hatten hohe Scheibenverschleißraten, aber akzeptabel
niedrige Vibrationsamplitudenwerte. Die Versuchsscheiben waren allen Vergleichsscheiben
über einen Bereich von Leistungsstufen (nahezu konstante Vibrationsamplitude bei
10–23 PS und durchgängig niedrigeren WWR) überlegen und die Versuchsscheiben
zeigten überlegene G-Werte (Scheibenverschleißrate/Materialabtragungsrate), was
exzellente Effizienz und Scheibenlebensdauer bescheinigt.
Es wird vermutet, daß das relativ niedrige Elastizitätsmodul und die
relativ hohe Porosität der Versuchsscheiben eine gegenüber Rattern resistente Scheibe
erzeugt, ohne die Scheibenlebensdauer und Schleifeffizienz aufzugeben. Für die Versuchsscheiben
wurde recht unerwarteter Weise beobachtet, daß sie effizienter Schleifen als Scheiben,
die höhere prozentuale Volumenanteile an Korn enthalten und einen härteren Scheiben-Härtegrad
aufweisen. Obwohl die Versuchsscheiben so konstruiert wurden, daß sie einen relativ
weichen Härtegrad ergaben (d. h. Grad A–E auf der Norton Company-Härtegradskala
für Schleifscheiben), schliffen sie aggressiver, mit weniger Scheibenverschleiß,
wodurch sie einen höheren G-Wert ergaben als die Vergleichsscheiben mit einem signifikant
härteren Härtegradwert (d. h. Härtegrade G-O auf der Norton Company-Härtegradskala
für Schleifscheiben). Diese Ergebnisse waren signifikant und unerwartet.
Beispiel 2
Agglomeriertes Korn enthaltende Versuchsscheiben wurden in einem kommerziellen
Herstellungsverfahren hergestellt und in einem kommerziellen Walzenschleifverfahren,
für die bisher schellackgebundene Scheiben verwendet wurden, getestet.
Vitrifizierte Bindematerialien (A Bindemittel aus obiger Tabelle 1-1)
wurden zur Herstellung der Probe AV4 aus agglomeriertem Schleifkorn verwendet. Probe
AV4 ähnelte Probe AV2, außer daß eine kommerzielle Chargengröße für die Probe AV4
hergestellt wurde. Die Agglomerate wurden gemäß dem in US Ser. Nr. 10/120,969, Beispiel
1 beschriebenen Drehkalzinierungsverfahren, hergestellt. Das Schleifkorn war Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn
mit der Korngröße 80, erhalten von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., Worcester,
MA, USA, und 3 Gew.-% A-Bindemittel wurde verwendet. Die Temperatur des Kalzinierofens
wurde auf 1250 °C eingestellt, der Rohrwinkel betrug 2,5 Grad und die Rotationsgeschwindigkeit
betrug 5 U/min. Die Agglomerate wurden mit zweiprozentiger Silanlösung (erhalten
von Crompton Corporation, South Charleston, West Virginia) behandelt.
Schleifscheiben
Agglomerat-Probe AV4 wurde zur Herstellung von Schleifscheiben verwendet
(Endgröße 36" Durchmesser × 4" Breite × 20" zentrale Öffnung (Typ 1)
(91,4 × 10,2 × 50,8 cm)). Die Versuchsschleifscheiben wurden mit kommerziellen
Herstellungsgeräten durch Mischung der Agglomerate mit flüssigem Phenolharz (V-1181-Harz
von Honeywell International Inc., Friction Division, Troy NY) (22 Gew.-% der Harzmischung)
und pulverförmigem Phenolharz (Durez Varcum® Harz 29-717 erhalten von Durez
Corporation, Dallas TX) (78 Gew.-% der Harzmischung) hergestellt. Die prozentualen
Gewichtsmengen an Schleifmittel-Agglomerat und Harzbindung, die in diesen Scheiben
verwendet wurden, sind in Tabelle 2-2 nachfolgend aufgelistet. Die Materialien wurden
für einen ausreichenden Zeitraum gemischt, um eine einheitliche Mischung zu erhalten.
Die einheitliche Mischung aus Agglomerat und Bindung wurde in Formen eingebracht
und mit Druck beaufschlagt, um Scheiben im Grünzustand (ungehärtet) zu formen. Diese
grünen Scheiben wurden aus den Formen entfernt, in beschichtetes Papier eingewickelt
und durch Erhitzen bei einer maximalen Temperatur von 160 °C gehärtet, gradiert,
endbehandelt und inspiziert, wobei aus dem Stand der Technik bekannte Herstellungstechniken
für kommerzielle Schleifscheiben angewendet wurden. Elastizitätsmodul und Dichte
nach dem Brennen wurden für die fertigen Scheiben gemessen und die Ergebnisse sind
nachfolgend in Tabelle 2-2 gezeigt. Berstgeschwindigkeit der Scheiben wurde gemessen
und die maximale Betriebsgeschwindigkeit wurde als 9500 sfpm bestimmt.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (enthaltend prozentuale Volumenanteile
Schleifmittel, Bindung und Porosität in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle
2-2 beschrieben. Diese Scheiben hatten eine sichtbar offene, einheitliche Porositätsstruktur,
die bisher in kommerziellen Verfahren hergestellten organisch gebundenen Schleifscheiben
unbekannt war.
Tabelle 2-2Schleifscheibenzusammensetzung „Gesamt"-Vol. % an Bindung ist die Summe aus der Menge vitrifiziertem
Bindemittelmaterial, das zum Agglomerieren des Korns verwendet wurde, und die Menge
an organischer Harzbindung, die verwendet wurde, um die Schleifscheiben herzustellen.
Die „(organisch)"-Vol. % an Bindung ist die Menge der Gesamt-Vol.-%-Bindung,
bestehend aus dem organischen Harz, das zu den Agglomeraten gegeben wird, um die
Schleifscheibe herzustellen.
Schleifversuche
Diese Versuchsschleifscheiben wurden in zwei kommerziellen Schleifoperationen
zur Endbearbeitung von Kaltwalzrollen getestet. Nachdem sie beschliffen worden sind,
werden diese Schmiedestahlrollen dazu verwendet, die Oberfläche von Metallplatten
(z. B. Stahlplatten) zu walzen und endzubearbeiten. Kommerzielle Operationen verwenden
üblicherweise kommerzielle, schellackgebundene Scheiben (80 Grit Aluminiumoxid Schleifkorn
ist üblich), und diese Scheiben werden normalerweise bei 6500 sfpm betrieben, mit
einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 8000 sfpm.
Schleifbedingungen sind unten aufgelistet und Testergebnisse sind
in den Tabellen 2-3 und 2-4 gezeigt.
Schleifbedinqungen A
SchleifmaschineFarrell Walzenschleifer, 40 PSKühlmittelStuart Synthetic w/waterScheibengeschwindigkeit780 U/minWerkstückSchmiedestählerne Tandemmühlwerkwalzen, Härte 842 Equotip, 82
× 25 Inch (208 × 64 cm)Werkstück(Walze)-Geschwindigkeit: 32 U/minVerschiebung100 Inch/Min.Kontinuierlicher Vorschub0,0009 Inch/Min.Endvorschub0,0008 Inch/Min.Benötigte Oberflächengüte 18–30 Ra Rauhheit, 160 Peaks Maximum
Kontinuierlicher Vorschub 0,00011 Inch/Min.Endvorschub 0,002 Inch/Min.Benötigte Oberflächengüte18–30 Ra Rauhheit, ungefähr 160–180 Peaks
Tabelle 2-3Ergebnisse der Schleifversuche/Schleifbedingungen A
Bei den Schleifbedingungen A zeigten die Versuchsschleifscheiben exzellentes
Leistungsverhalten beim Schleifen, wobei sie wesentlich höhere G-Werte erreichten
als in bisher verwendeten kommerziellen Verfahren mit schellackgebundenen Schleifscheiben
unter diesen Schleifbedingungen beobachtet wurden. Auf der Basis zurückliegender
Erfahrungen beim Walzenschleifen unter den Schleifbedingungen A, wären die Versuchsscheiben
2-1, 2-2 und 2-3 als zu weich angesehen worden (bei Norton Company-Härtegradwerten
von B-D), um eine kommerziell annehmbare Schleifeffizienz zu erreichen, weshalb
diese Ergebnisse, die exzellente G-Werte zeigen, höchste ungewöhnlich waren. Des
Weiteren war der Oberflächenfinish der Walzen frei von Rattermarken und lag innerhalb
der Spezifikationen bezüglich Oberflächenrauhheit (18–30 Ra) und der Anzahl
an Oberflächen-Peaks (ungefähr 160). Die Versuchsschleifscheiben lieferten eine
Qualität der Oberflächengüte ab, wie sie bisher nur mit schellackgebundenen Schleifscheiben
beobachtet wurde.
Ein zweiter Schleiftest mit den Versuchsschleifscheiben 2-3 mit den
Schleifbedingungen B bestätigten die überraschenden Vorteile der Verwendung der
erfindungsgemäßen Scheiben in einem kommerziellen Walzenkaltschleif-Endbearbeitungsvorgängen
über eine ausgedehnte Prüfzeit. Testergebnisse sind nachfolgend in Tabelle 2-4 gezeigt.
Tabelle 2-4Ergebnisse der Schleifversuche/Schleifbedingungen B
Der kumulative G-Wert für Versuchsscheibe 2-4 betrug 2,093 nach dem
Schleifen von 19 Walzen bei einer auftretenden Abnutzung von in etwa 3 Inch des
Scheibendurchmessers. Dieser G-Wert stellt eine 2- bis 3fache Verbesserung der G-Werte
dar, die für kommerzielle Schleifscheiben (z. B. schellackgebundene Scheiben, C-6
und C-7, die in Beispiel 1 beschrieben sind), die zum Schleifen von Walzen unter
den Schleifbedingungen A oder B verwendet wurden. Die Drehgeschwindigkeit der Scheibe
und Materialabtragungsrate übertraf die von kommerziellen Vergleichsscheiben, die
in diesem Walzenschleifvorgang verwendet wurden, womit die unerwartete Schleifeffizienz,
die mit den erfindungsgemäßen Schleifverfahren möglich ist, zusätzlich aufgezeigt
wird. Mit den Versuchsscheiben erreichter Oberflächenfinish der Walzen war gemäß
kommerzieller Produktionsstandards akzeptabel. Kumulative Ergebnisse, die nach dem
Schleifen von 19 Walzen beobachtet wurden, bestätigen die gleichbleibende Arbeitsweise
der Versuchsscheiben und die vorteilhafte Widerstandsfähigkeit der Scheibe gegenüber
der Entwicklung von Scheibennocken, Vibration und Rattern während die Scheibe durch
den Schleifvorgang verbraucht wird.
Zusammenfassung
Das Schleifen von Walzwerkswalzen wird mit gegenüber Rattern resistenten
Schleifscheiben, die relativ geringe Elastizitätmodul-Werte und relativ hohe Berstgeschwindigkeitswerte
aufweisen, durchgeführt. Die Schleifverfahren können mit hoher Schleifeffizienz
bei kontrollierter Scheibenvibration ausgeführt werden, wodurch eine optimale Qualität
der Oberfläche der geschliffenen Walzwerkswalzen erzeugt wird.
Anspruch[de]
Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellung einer Schleifscheibe, umfassend Schleifkorn, Phenolharz-Bindung,
36 bis 54 Vol.% Porosität, eine maximale Dichte nach Aushärtung von 2.0 g/cm3
und eine Berstgeschwindigkeit von mindestens 6000 sfpm;
b) Anbringen der Scheibe auf einer Walzenschleifmaschine;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die eine
zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze bis zu einem Wert der Oberflächengüte
von 10 bis 50 Ra, wobei die Oberfläche im Wesentlichen frei von Vorschubmarkierungen,
Rattermarken und Oberflächenunregelmäßigkeiten bleibt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 4000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 7000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Schleifen bis zu einem Wert der
Oberflächengüte von 18 bis 30 Ra ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 10 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 8 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe 22 bis 40 Vol.% Schleifkorn,
36 bis 50 Vol.% Porosität und 8 bis 26 Vol.% Phenolharz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe 24 bis 38 Vol.% Schleifkorn,
40 bis 50 Vol.% Porosität und 12 bis 22 Vol.% Phenolharz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Porosität der Scheibe mindestens
30 Vol.% miteinander verbundenen Porosität umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe im Wesentlichen frei
ist von Poren induzierendem Material.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Scheibe einen Härtegrad von
B bis G auf der Härtegradskala der Norton Company aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Schleifschritt bei einem 2 bis
3 mal größeren G-Wert als dem einer äquivalenten Scheibe, die ein Schellackharz-Bindung
aufweist, ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Schritte c) bis e) für aufeinanderfolgende
Walzmühlen wiederholt werden und wobei die Scheibe im Wesentlichen frei bleibt von
Rattern, während die Scheibe durch diese wiederholten Schleifschritte verbraucht
wird.
Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Schleifen bis zu einem Peak-Zählwert
der Oberflächengüte von 160–180 Peaks pro Inch ausgeführt
wird.
Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer Schleifscheibe, umfassend mindestens 20 Vol.% Schleifkornagglomerate,
organische Harz-Bindung und 38 bis 54 Vol.% Porosität;
b) Anbringen der Scheibe auf einer Walzenschleifmaschine;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die eine
zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze bis zu einem Wert der Oberflächengüte
von 10 bis 50 Ra, wobei die Oberfläche im Wesentlichen frei von Vorschubmarkierungen,
Rattermarken und Oberflächenunregelmäßigkeiten bleibt.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 4000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 7000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei das Schleifen bis zu einem Wert
der Oberflächengüte von 18 bis 30 Ra ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 10 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 8 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Schleifkornagglomerate poröse,
gesinterte Agglomerate aus Schleifkorn und anorganischem Bindematerial sind.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe 20 bis 38 Vol.% Schleifkornagglomerate,
38 bis 50 Vol.% Porosität und 8 bis 26 Vol.% organische Harz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Scheibe 24 bis 36 Vol.% Schleifkorn,
40 bis 50 Vol.% Porosität und 10 bis 24 Vol.% organische Harz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Porosität der Scheibe mindestens
30 Vol.% miteinander verbundene Porosität umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Schleifscheibe im Wesentlichen
frei von Poren induzierendem Material ist.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei der Schleifschritt bei einem 2
bis 3 mal größeren G-Wert als dem einer äquivalenten Scheibe, die eine Schellack-Harz-Bindung
enthält, ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Schritte c) bis e) für aufeinanderfolgende
Walzmühlen wiederholt werden und wobei die Scheibe im Wesentlichen frei bleibt von
Rattern, während die Scheibe durch diese wiederholten Schleifschritte verbraucht
wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei das Schleifen bis zu einem Peak-Zählwert
der Oberflächengüte von 160–180 Peaks pro Inch ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Schleifscheibe eine maximale
Dichte von 2.0 g/cm3 aufweist.
Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer Schleifscheibe, umfassend 22 bis 40 Vol.% Schleifkorn und
36 bis 54 Vol.% Porosität gebunden in einer organischen Harz-Bindung, und mit einem
maximalen Elastizitätsmodul von 12 Gpa und einer minimalen Berstgeschwindigkeit
von 6000 sfpm; b) Anbringen der Schleifscheibe auf einer Walzenschleifmaschine
und Drehen der Schleifscheibe;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die eine
zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze bis zu einem Wert der Oberflächengüte
von 10 bis 50 Ra, wobei die Oberfläche im Wesentlichen frei von Vorschubmarkierungen,
Rattermarken und Oberflächenunregelmäßigkeiten bleibt.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 4000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 7000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei das Schleifen bis zu einem Wert
der Oberflächengüte von 18 bis 30 Ra ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe eine maximale Dichte
von 2.0 g/cm3 aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 10 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Schleifscheibe 22 bis 38 Vol.%
Schleifkorn, 36 bis 50 Vol.% Porosität und 8 bis 26 Vol.% organische Harz-Bindung
umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe 24 bis 36 Vol.% Schleifkorn,
40 bis 50 Vol.% Porosität und 12 bis 22 Vol.% organische Harz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Porosität der Scheibe mindestens
30 Vol.% miteinander verbundene Porosität umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe im Wesentlichen frei
von Poren induzierendem Material ist.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Scheibe einen Härtegrad von
B bis G auf der Härtegradskala der Norton Company aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei der Schleifschritt bei einem 2
bis 3 mal größeren G-Wert als dem einer äquivalenten Scheibe, die eine Schellackharz-Bindung
umfaßt, ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei die Schritte c) bis e) für aufeinanderfolgende
Walzmühlen wiederholt werden und wobei die Scheibe im Wesentlichen frei bleibt von
Rattern während die Scheibe durch diese wiederholten Schleifschritte verbraucht
wird.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei das Schleifen bis zu einem Peak-Zählwert
der Oberflächengüte von 160–180 Peaks pro Inch ausgeführt wird.
Verfahren zum Schleifen von Walzwerkswalzen, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer Schleifscheibe, umfassend 22 bis 40 Vol.% Schleifkorn und
36 bis 54 Vol.% Porosität gebunden in einer organischen Harz-Bindung, und mit einem
maximalen Elastizitätsmodul von 12 GPa und einer minimalen Berstgeschwindigkeit
von 6000 sfpm;
b) Anbringen der Scheibe auf einer Walzenschleifmaschine und Drehen der Scheibe;
c) In-Kontakt-Bringen der Scheibe mit einer rotierenden Walzwerkswalze, die eine
zylindrische Oberfläche aufweist;
d) Führen der Scheibe über die Oberfläche der Walzwerkswalze, wobei kontinuierlich
Kontakt mit der Oberfläche der Walzwerkswalze gehalten wird; und
e) Schleifen der Oberfläche der Walzwerkswalze; und
f) Wiederholung der Schritte c) bis e); wobei die Oberfläche im Wesentlichen frei
bleibt von Rattern während die Scheibe durch die Schleifschritte verbraucht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 4000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe mit einer Geschwindigkeit
von 7000 bis 9500 sfpm gedreht wird.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei das Schleifen bis zu einem Peak-Zählwert
der Oberflächengüte von 160–180 Peaks pro Inch ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe eine maximale Dichte
von 2.0 g/cm3 aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert
von 10 GPa aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe 22 bis 38 Vol.% Schleifkorn,
36 bis 50 Vol.% Porosität und 8 bis 26 Vol.% organische Harz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe 24 bis 36 Vol.% Schleifkorn,
40 bis 50 Vol.% Porosität und 12 bis 22 Vol.% organische Harz-Bindung umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Porosität der Scheibe mindestens
30 Vol.% miteinander verbundene Porosität umfaßt.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Schleifscheibe im Wesentlichen
frei von Poren induzierendem Material ist.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe einen Härtegrad von
B bis G auf der Härtegradskala der Norton Company aufweist.
Verfahren gemäß Anspruch 30, wobei der Schleifschritt bei einem 2
bis 3 mal größeren G-Wert als dem einer äquivalenten Schleifscheibe, die eine Schellackharz-Bindung
umfaßt, ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 44, wobei die Scheibe mindestens 20 Vol.%
an Agglomeraten von Schleifkorn umfaßt, und die Agglomerate aus Schleifkorn poröse,
gesinterte Agglomerate aus Schleifkorn und anorganischem Bindematerial sind.