| Dokumentenidentifikation |
DE19732380B4 14.04.2005 |
| Titel |
Anzündelement für pyrotechnische Wirkmassen mit einer Dämmschicht |
| Anmelder |
Conti Temic microelectronic GmbH, 90411 Nürnberg, DE; TRW Airbag Systems GmbH & Co. KG, 84544 Aschau, DE; Nico-Pyrotechnik Hanns-Jürgen Diederichs GmbH & Co KG, 22946 Trittau, DE |
| Erfinder |
Laucht, Horst, Dr.-Ing., 83052 Bruckmühl, DE; Ehlbeck, Heinz-Wilhelm, 24989 Dollerup, DE; Tiederle, Viktor, Dipl.-Phys., 73265 Dettingen, DE; Reichardt, Horst, Dr., 01219 Dresden, DE; Scholz, Markus, Dipl.-Chem. Dr., 79424 Auggen, DE; Weiß, Uwe, Dipl.-Ing., 09126 Chemnitz, DE |
| DE-Anmeldedatum |
25.07.1997 |
| DE-Aktenzeichen |
19732380 |
| Offenlegungstag |
11.02.1999 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
14.04.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
14.04.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F42C 19/12
|
| IPC-Nebenklasse |
F42C 11/00
F42B 3/12
F42B 3/13
F42B 3/195
F42D 1/05
C06D 5/06
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Anzündelement für pyrotechnische Wirkmassen
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Anzündelemente sind aus der US
4,484,523, DE 37 17 149 C3
und der DE 38 42 917 C1 bekannt.
So ist aus der US-PS 4,484,523 ein Anzündelement
mit einer Energiedissipationseinrichtung für hohe Zündströme bekannt, die aus einem
metallischen Filmwiderstand (resistor film bridge 32) als Zündbrückenschicht besteht,
der mit einer Schutzschicht (protective layer 38) aus Siliziumoxid oder ähnlichem
Material versehen ist, welches korrosionsbeständig ist und so die Zündbrückenschicht
schützt. Die Schutzschicht dient als elektrisch isolierende, thermisch jedoch leitende
Schicht für die in der Zündbrückenschicht erzeugte Wärme. Zudem verhindert die Schutzschicht
chemische Reaktionen zwischen Zündbrückenschicht und pyrotechnischer Wirkmasse.
Dies wenden in analoger Weise auch die DE
37 17 149 C3 (13: Passivationsschicht 236) sowie
DE 38 42 917 C1 4,
Isolationsschicht 12) an.
Aus der US 4976200 ist darüber
hinaus ein üblicher Anzündelement mit einer Zündbrückenschicht bekannt.
In herkömmlichen Anzündelementen wird eine dünne Drahtbrücke geringen
Widerstandes (2&OHgr;) durch einen Stromimpuls erhitzt und verdampft. Durch diesen
rein thermischen Impuls wird dann die pyrotechnische Wirkmasse entzündet. In der
DE 42 22 223 C1 wird dabei eine
Dünnschicht-Zündbrücke aus Titan, Titannitrid oder einer überwiegend Titan enthaltenden
Legierung vorgeschlagen, da Titan oder Titannitrid aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit
und ihres gegenüber herkömmlichen Zündbrückenmaterialien höheren elektrischen Widerstandes
beim Schmelzen eine großflächige und gleichmäßige Erhitzung der pyrotechnischen
Wirkmasse gewährleisten. Die dafür erforderliche Zündenergie ist jedoch sehr hoch,
da Titan einen Schmelzpunkt über 1660° Celsius aufweist ; Titannitrid über 2900°
Celsius und übliche Titanlegierungen liegen noch darüber.
Eine andere Variante der Ausgestaltung der Zündbrückenschicht unter
Verwendung vorzugsweise des Halbleitermaterials Polysilizium, dessen Wirkungsprinzip
ebenfalls thermischer Natur ist, wird in US 4,708,060
beschrieben. Hierbei wird der ab einer erhöhten Temperatur auftretende negative
Temperaturkoeffizient des Widerstandsmaterials ausgenutzt. Dies führt im Zündmoment
neben der Hitzeübertragung zur Bildung eines dünnen Plasmas und einem konvektiven
Druckeffekt. Der Aufbau ist dabei vergleichbar mit einer Widerstandsbrücke.
Ein anderes Zündprinzip, beschrieben in US
5,080,016, basiert auf der Verwendung einer Metallhydridfolie. Auf dieser
freitragenden Folie ist ein Kunststoffstreifen aufgebracht, der durch die thermische
Zersetzung der Hydridschicht (Gasdruckentwicklung) infolge eines Spannungsimpulses
zerteilt wird, wobei Teile des Kunststoffstreifens (Flyer) beschleunigt werden und
auf die in einigem Abstand angeordnete pyrotechnische Wirkmasse treffen, wobei diese
durch die Druckwirkung (Schockwelle) des auftreffenden Kunststoffteils gezündet
wird. Die zugeführte elektrische Energie wird somit zunächst in thermische Energie
und Druck umgesetzt, was wiederum zu einer kinetischen Energie des Flyers führt,
welche dieser beim Auftreffen auf die pyrotechnische Wirkmasse in Druck und Wärme
umsetzt. Durch diese mehrfache Energieumwandlung treten jedoch erhebliche Wirkungsgradverluste
auf, so daß die zur Zündung verwendete Spannung dabei im kV-Bereich liegen muß.
Das Patent US 5,080,016 benennt die Elemente
Titan, Zirkonium, Nickel und Palladium als geeignete Metalle, um entsprechend Wasserstoff
einzulagern.
Generell ist auch die Wasserstoffspeicherung in Metallhydriden als
bekannt anzusehen, was jedoch meist als negativer Effekt auf die Festigkeit des
Metalls (Wasserstoff-Krankheit) unerwünscht ist. Dieser Effekt kann auch zur gezielten
Speicherung von Wasserstoff eingesetzt werden (vgl. Bergmann/ Schäfer: Lehrbuch
der Experimentalphysik, Bd. 6 1992, S. 452 f.).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Anzündelement zu entwickeln,
welches ein verbessertes Anzündverhalten aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des ersten Patentanspruches gelöst.
Kennzeichnend für die vorliegende Erfindung ist die Kopplung von physikalischem,
chemischem und thermischem Energieeintrag aus der Zündbrückenschicht, vorzugsweise
aus Titanhydrid, über eine Dämmschicht in die pyrotechnische Wirkmasse bei wesentlich
kleineren Initialisierungsenergiemengen. Durch eine derartige, bspw. aus Oxidmaterial
bestehende Dämmschicht kann der Aufheizprozeß der Zündbrückenschicht auf die für
die Zersetzung erforderliche Temperatur durch eine Druckerhöhung beschleunigt werden.
Zu einer weiteren Energieeinsparung führt dabei die bevorzugte Verwendung
des Titanhydrids, welches sich bereits bei einer Lokaltemperatur
ca. 450° Celsius zersetzt, währenddessen bisher eine Schmelztemperatur von ca.
1660° Celsius aufgebracht werden mußte. So reichen Niedervoltspannungen < 50
V und eine Initalisierungsenergie im Bereich einiger Millijoule aus, um die Zündung
in Gang zu setzen.
Beim Zersetzen des Titanhydrids wird aber atomarer Wasserstoff frei,
was zu einem erheblichen Druckanstieg zwischen Zündbrückenschicht und pyrotechnischer
Wirkmasse führt. Außerdem wirkt der atomare Wasserstoff selbst als Zündmittel (chemische
Reaktion mit dem Sauerstoff und Bestandteilen der pyrotechnischen Wirkmasse). Dabei
kann es auch zur Ausbildung eines Plasmas kommen.
Der verwendete metallische Bestandteil Titan weist ein relativ hohes
Atomgewicht auf, so daß neben der Wirkung des bei der Zersetzung freiwerdenden reaktiven
Wasserstoffs sowie der Wirkung des entstehenden Plasmas auch der Energieeintrag
durch die erhitzten schweren Metallatome besonders hoch ist, was den Zündvorgang
beschleunigt.
Die Dicke der Dämmschicht und ihre ist dabei so gewählt, daß nach
dem Freisetzen des reaktiven Wasserstoffs und der beginnenden Expansion die Dämmschicht
bei einem vorab definierten Druck öffnet und das heiße Wasserstoffgas sowie die
heißen Partikel der Zündbrückenschicht und, falls sich ausbildend, auch das Plasma
an bzw. in die pyrotechnische Wirkmasse gelangen können.
Diese Kopplung von Energieeinträgen führt zu einer sehr schnellen,
im Mikrosekundenbereich liegenden Zündung der pyrotechnischen Wirkmasse, was bei
nahezu allen praktischen Anwendungen von Zündelementen äußerst vorteilhaft ist.
Durch die geringe Zündspannung und Initialisierungsenergie reichen
bereits Autobatterien o. ä. direkt und ohne aufwendige Spannungsverstärker zur Spannungsversorgung
aus. Deshalb können diese Anzündelemente besonders vorteilhaft als Zünder für Airbags
und andere Insassenschutzeinrichtungen verwendet werden.
Die thermische Isolationsschicht unter der Zündbrückenschicht verringert
Energieverluste durch die Wärmeableitung in das Trägersubstrat hinein und erhöht
somit die in Richtung der pyrotechnischen Wirkmasse fließende und somit wirksame
Energiemenge. Durch Variation der Strukturgeometrie und insbesondere Dicke der thermischen
Isolationsschicht kann daher auch die Zündzeit und die minimal erforderliche Zündspannung
beeinflußt werden.
Eine Zündbrückenschicht zwischen 0,2 und 2 &mgr;m erlaubt bei einem
spezifischen Widerstand des Titanhydrids von ca 0,50 &mgr;&OHgr; m eine recht große
Oberfläche der Zündbrücke und gute Variationsmöglichkeiten durch Länge und Breite
der Zündbrücke im bevorzugten Bereich des elektrischen Gesamtwiderstands der Zündbrückenschicht
von 0,5 bis ca. 200 &OHgr;.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und
zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 Anzündelement mit abgeschiedender und
strukturierter TiHx-Zündbrückenschicht (0,2 < x < 2) auf einem Trägersubstrat
mit einer thermischen Isolationsschicht vor der Aufbringung der Dämmschicht,
1a als Draufsicht ohne Kontaktmetallisierung,
1b als Draufsicht mit Kontaktmetallisierung
und
1c als Schnittdarstellung
2 Anzündelement mit abgeschiedender und
strukturierter TiHx Zündbrückenschicht (0,2 < x < 2) auf einem Trägersubstrat
mit einer thermischen Isolationsschicht,
2a als Draufsicht ohne Kontaktmetallisierung,
2b als Draufsicht mit Kontaktmetallisierung
und
2c als Schnittdarstellung
3 thermodynamisch wirksame Länge l und
Breite b der Zündstruktur
4 Prinzipschaltbild des Zündstromkreises
5 Anzündelement mit abgeschiedender und
strukturierter TiHx Zündbrückenschicht (0,2 < x < 2) auf einem Trägersubstrat
mit einer thermischen Isolationsschicht und einer Dämmschicht auf der Zündbrücke
Die 1 zeigt ein Anzündelement mit bereits
abgeschiedender, strukturierter und hydrierter TiHx:(0,2<x<2) -Zündbrückenschicht
2 auf einem Trägersubstrat 4 mit einer thermischen Isolationsschicht
3 vor der Aufbringung der Dämmschicht (vgl. dazu 5).
Die thermischen Isolationsschicht 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel
als geschlossene epitaktisch abgeschiedene SiO2-Schicht ausgestaltet.
Grundsätzlich kann diese aber auch durch Oxidation einer Siliziumsubstratoberfläche
hergestellt werden. Darüber hinaus sind auch andere Stoffe zur thermischen Isolation
geeignet. Wesentlich für die Funktion ist jedoch, daß weder durch die thermische
Isolationsschicht 3 noch durch das Trägersubstrat 4, falls auf
die thermische Isolationsschicht 3 verzichtet wird, die Zündbrückenschicht
2 elektrisch kurzgeschlossen wird.
Die Kontaktflächen 21 (siehe 1a)
der TiHx:(0,2<x<2)-Zündbrückenschicht 2 sind verbreitert ausgeführt,
um einen möglichst geringen Übergangswiderstand zu den Kontakten 1 zu erreichen.
Entsprechend werden die Kontakte 1 als eine Al-Schicht oder eine andere
Schicht aus einem hochleitfahigen Material realisiert (siehe 1b
und 1c), um eine Kontaktierung zu erleichtern. Die Abmessungen
der Kontaktflächen 21 richten sich nach den jeweils geforderten Kontaktierungsbedingungen.
In 1c wird noch einmal die Abfolge der Schichten im
Schnitt deutlich, wobei die variable Dicke d der thermischen Isolationsschicht
3 den Zündzeitpunkt und die mindestens erforderliche Zündspannung beeinflußt.
Wird nämlich die Zündbrückenschicht 2 vom Strom durchflossen, so ist die
Zeit bis zum Erreichen der kritischen Zersetzungstemperatur im wesentlichen von
der Wärmeleitfähigkeit der Isolationsschicht 3 abhängig. Kann eine größere
Wärmemenge über die Isolationsschicht 3 an das Trägersubstrat
4 abfließen, so verzögert sich der Zündzeitpunkt oder aber es muß eine
höhere Leistung umgesetzt werden, was eine höhere Zündspannung bedeutet.
Wie 2 als zweites Ausführungsbeispiel
zeigt, kann die Titanhydrid-Zündbrückenschicht 2 auch direkt auf dem Trägersubstrat
4 abgeschieden werden, falls eine Verzögerung des Zündzeitpunktes gewünscht
oder die Zündspannung entsprechend hoch gewählt wird und außerdem das Trägersubstrat
4 nicht elektrisch leitfähig ist. Die Kontakte 1 sind dabei wieder
auf der strukturierten Zündbrückenschicht 2 abgeschieden (vgl.
2b und 2c).
3 verdeutlicht die letztlich wirksame
Oberfläche der Zündbrückenschicht 2. Auch in dieser 3
wurde eine rechteckfömige Struktur der Zündbrückenschicht 2 der wirksamen
Länge l und Breite b gewählt. Diese Struktur ist besonders einfach über die bekannten
Gleichungen R = &rgr; I/A und P = U2/R theoretisch zu berechnen und außerdem
fertigungstechnisch einfach zu dimensionieren. Die kritische Zündeigenschaften,
wie Zündzeiten und Zündspannungen können dadurch angepaßt werden.
4 zeigt das Prinzipschaltbild des Zündstromkreises.
Die Zündung erfolgt durch Anlegen einer elektrischen Spannung U im Niedervoltbereich
an die metallisierten Kontakte 1. Infolge des einsetzenden Stromflusses
kommt es zu einer joulschen Erwärmung der Titanhydrid-Zündbrückenschicht
2, welche daraufhin durch ihre Erwärmung und die chemische Zersetzung (Freisetzung
von reaktivem Wasserstoff) und eine Plasmaentladung den Zündvorgang in der pyrotechnischen
Wirkmasse 5 initiiert.
Neben den vorangehend beschriebenen und in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
sind insbesondere auch andere, zum Beispiel kreisförmige Ausgestaltungen der Zündbrückenschicht
denkbar.
In 5 wird nun dargestellt, daß auf der
Zündbrückenschicht 2 im wirksamen Bereich der Zündbrücke zwischen den Kontakten
1 eine Dämmschicht 7 abgeschieden ist. Durch eine derartige, bspw.
aus Oxidmaterial bestehende Dämmschicht 7 kann der Aufheizprozeß der Zündbrückenschicht
2 auf die für die Zersetzung erforderliche Temperatur durch eine Druckerhöhung
beschleunigt werden. Die Dicke der Dämmschicht 7 und ihre Struktur (lokale
Verjüngung der Dämmschicht 7 als Soll-Bruchstelle ect.) ist dabei so gewählt,
daß nach dem Freisetzen des reaktiven Wasserstoffs und der beginnenden Expansion
die Dämmschicht 7 bei einem vorab definierten Druck öffnet und das heiße
Wasserstoffgas sowie die heißen Partikel der Zündbrückenschicht 2 und,
falls sich ausbildend, auch das Plasma an bzw. in die pyrotechnische Wirkmasse
5 gelangen können. Vorzugsweise ist auch die Dämmschicht 7 nur
so dick, daß diese direkt beim Beginn der Reaktion der Zündbrückenschicht
2 zerstört wird. Die Dämmschicht 7 kann aus einem Material oder
einer Folge von Schichten bestehen, bei der zumindest die direkt an der Zündbrückenschicht
2 liegende elektrisch isolierend sein muß, damit die Zündbrückenschicht
2 nicht überbrückt wird. Eine teilweise Metallabscheidung als Deckschicht
der Dämmschicht 7 ist jedoch denkbar, da durch die Reflexion an der metallisierten
Deckschicht die Wärme vor der Zerstörung der Dämmschicht 7 in die Zündbrückenschicht
2 zurück reflektiert wird und sich diese somit schneller erhitzt.
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| Anspruch[de] |
- Anzündelement zur Zündung pyrotechnischer Wirkmassen (5),
bestehend aus einem Trägersubstrat (4), auf dem zwei elektrische Kontakte
(1) über eine Zündbrückenschicht (2) miteinander verbunden sind,
die infolge einer an ihre Kontakte (1) angelegte Spannung (U) gezündet
wird,
a) wobei zwischen der Zündbrückenschicht (2) und der pyrotechnischen Wirkmasse
(5) eine elektrisch isolierende Dämmschicht (7) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß,
b) diese Dämmschicht in Material und Struktur so beschaffen ist, daß sie zunächst
auch thermisch isoliert und erst beim Erreichen eines definierten
Druckes durch die Reaktion der Zündbrückenschicht (2) zerstört wird.
- Anzündelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßüber die
Dicke der Dämmschicht (7) derjenige Druck eingestellt ist, ab dem die Dämmschicht
zerstört wird.
- Anzündelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämmschicht (7) eine lokale Verjüngung als Soll-Bruchstelle aufweist.
- Anzündelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämmschicht (7) eine teilweise Metallabscheidung als Deckschicht
aufweist, durch welche die Wärme vor der Zerstörung der Dämmschicht (7)
an der metallisierten Deckschicht in die Zündbrückenschicht (2) zurück
reflektiert wird und sich die Zündbrückenschicht (2) somit schneller erhitzt.
- Anzündelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündbrückenschicht (2) eine hydrierte Titanschicht (TiHx)
ist.
- Anzündelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das atomare
Zusammensetzungsverhältnis (x) von Titan zu Wasserstoff der Titanhydrid (TiHx)-Zündbrückenschicht
(2) im Bereich von 0,5 bis 2,0 liegt.
- Anzündelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündbrückenschicht (2) eine näherungsweise konstante Schichtdicke
von 0,2 bis 2 &mgr;m hat.
- Anzündelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sich unter der Zündbrückenschicht (2) zu der der pyrotechnischen Wirkmasse
(5) entgegengesetzten Seite eine thermische Isolationsschicht (3)
befindet.
- Anzündelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische
Isolationsschicht (3) eine näherungsweise konstante Schichtdicke von 0,5
bis 3 &mgr;m hat und aus Siliziumoxid ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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