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Dokumentenidentifikation DE202004020270U1 14.04.2005
Titel Speise aus mehreren festen Speisenkomponenten
Anmelder Schwarz, Siegfried, 86356 Neusäß, DE
Vertreter Jannig & Repkow Patentanwälte, 86199 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202004020270
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.04.2005
Registration date 10.03.2005
Application date from patent application 29.12.2004
IPC-Hauptklasse A23P 1/08
IPC-Nebenklasse A23L 1/48   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Speise aus mehreren festen Speisenkomponenten von denen vor dem Verzehr mindestens eine gegart und mindestens eine erwärmt werden muß.

Speisen für den menschlichen Verzehr bestehen regelmäßig aus mehreren festen Speisenkomponenten. Bestimmte Speisenkomponenten müssen vor dem Verzehr gegart werden, wie beispielsweise Kartoffeln oder Gemüse, andere hingegen nur erwärmt werden, wie beispielsweise Wurstwaren. Die Zubereitung solcher Speisenkomponenten erfolgt u.a. aufgrund des für die Zubereitung erforderlichen unterschiedlichen Energiebedarfs auf verschiedene Art und Weise. In der Praxis werden die einzelnen Speisenkomponenten in größeren Mengeneinheiten getrennt voneinander zubereitet, im erwärmten bzw. gegarten Zustand mindestens solange aufbewahrt, bis alle Speisenkomponenten verzehrfertig zubereitet sind, und erst kurz vor dem Verzehr zur gewünschten Speise zusammenstellt. Da bereits erwärmte Speisenkomponenten jedoch leicht verderblich sind, erleiden diese bei der Lagerung häufig erhebliche Qualitätsverluste.

Eine Möglichkeit, Speisen aus mehreren festen Speisenkomponenten in hoher Qualität bereitzustellen, ist deren zeit-lich aufeinander abgestimmte Zubereitung, so daß alle Speisenkomponenten zu einem gewünschten Zeitpunkt gleichzeitig und in der gewünschten Menge verzehrfertig zubereitet sind.

Eine derartige Zubereitung erfordert jedoch ein hohes Maß an Koordination seitens des Zubereitungspersonals und die Bereitstellung mehrerer Energiequellen und Behältnisse für die Zubereitung, wodurch die Zubereitung insgesamt sehr arbeits- und kostenaufwendig ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine aus mehreren festen Speisenkomponenten bestehende Speise gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 zu entwickeln, die in hoher Qualität einfach und kostengünstig zuzubereiten ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Schutzanspruch 1 beanspruchten Merkmale gelöst.

Die erfindungsgemäße Speise zeichnet sich demnach dadurch aus, daß die einzelnen Speisenkomponenten vor der Zubereitung derart miteinander verbunden sind, daß die zu erwärmende Speisenkomponente von der zu garenden Speisenkomponente umschlossen ist und eine gemeinsame Zubereitung möglich ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Speise kann die Zubereitung der einzelnen Speisenkomponenten gleichzeitig in nur einem Arbeitsgang erfolgen. Während die äußere Speisenkomponente gegart wird, wird die innere Speisenkomponente erwärmt. Die äußere Speisenkomponente schützt dabei die innere Speisenkomponente vor einer Überhitzung. Die miteinander verbundenen Speisenkomponenten sind gleichzeitig verzehrfertig, so daß eine die Qualität der Speise beeinträchtigende Aufbewahrung einzelner Speisenkomponenten im gegarten bzw. erwärmten Zustand nicht erforderlich ist.

Dadurch wird einerseits die Bereitstellung von Speisen in hoher Qualität ermöglicht und andererseits eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe und Verringerung des Arbeits- und Zeitaufwandes bei der Zubereitung erreicht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.

Es zeigen:

1 die erfindungsgemäße Speise als Kombination aus zwei Speisenkomponenten

2 ein Querschnitt A–A durch die Speise gemäß 1

3 ein Querschnitt B–B durch die Speise gemäß 1

Die in den 1 bis 3 dargestellte Speise besteht aus zwei Speisenkomponenten 1 und 2. Die Speisenkomponente 1 hat einen quadratischen Querschnitt und weist eine zentral angeordnete, sich über die gesamte Länge erstreckende Aushöhlung 3 zur Aufnahme des Speisenkomponente 2 auf. Die Speisenkomponente 1 hat über den gesamten Querschnitt eine nahezu konstante Wandstärke. Die Form der Aushöhlung 3 entspricht der der Speisenkomponente 2. Der Durchmesser der Aushöhlung 3 ist geringfügig größer als der der Speisenkomponente 2 und die Länge entspricht der der Speisenkomponente 2, so daß diese nicht oder nur geringfügig aus der Speisenkomponente 1 herausragt.

Die Speisenkomponente 1 kann auch einen anderen Querschnitt haben, wie beispielsweise einen runden oder vieleckigen. Die Wandstärke der Speisenkomponente 1 muß jedoch über deren gesamten Querschnitt nahezu konstant sein, damit ein gleichmäßiges Garen der Speisenkomponente 1 möglich ist.

Die geometrischen Abmessungen der Aushöhlung 3 sind an die der Speisenkomponente 2 derart angepaßt, daß die Speisenkomponente 2 einerseits problemlos in die Aushöhlung 3 eingeführt werden kann und andererseits bei der Zubereitung seine Position nicht verändert. Dabei entspricht die geometrische Grundform der Aushöhlung 3 vorzugsweise der der Speisenkomponente 2.

Als Speisenkomponente 1 können solche Nahrungsmittel verwendet werden, die vor dem Verzehr gegart werden müssen und so beschaffen sind, daß eine Aushöhlung 3 vorgesehen werden kann zur Aufnahme der Speisenkomponente 2. Als Speisenkomponente 2 können solche Nahrungsmittel verwendet werden, die für den Verzehr nur erwärmt werden müssen und die so beschaffen sind, daß diese in die Aushöhlung 3 der Speisenkomponente 1 einbringbar sind und ihre Position auch während der Zubereitung beibehalten.

Die Speisenkomponenten 1 und 2 weisen eine nahezu gleiche Länge auf, so daß die Speisenkomponente 2 nicht oder nur wenig aus der Speisenkomponente 1 herausragt. Dadurch wird erreicht, daß die Speisenkomponente 2 während der Zubereitung vor einer deren Qualität beeinträchtigenden Überhitzung geschützt ist.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Speisenkomponente 1 um eine Kartoffel und bei der Speisenkomponente 2 ein Wursterzeugnis, wie beispielsweise eine Wienerwurst. Die Kartoffel befindet sich im Rohzustand und die Wurst ist bereits gegart.

Alternativ zur Kartoffel kann auch ein Kartoffelerzeugnis verwendet werden. Das Kartoffelerzeugnis kann beispielsweise aus einem Kartoffelpulver bestehen, das befeuchtet in eine gewünschte Form gepreßt wird.

Die Zubereitung beider Speisenkomponenten kann beispielsweise in heißem Fett erfolgen. Während die Kartoffel von außen frittiert wird, wird die Wärme durch die Kartoffel ins Innere der Speisen transportiert und erwärmt dort die Wurst. Ist die Kartoffel gar, ist auch die Wurst ausreichend erwärmt und die Speise ist verzehrfertig.

Da die Speisenkomponenten gleichzeitig verzehrfertig sind, ist die erfindungsgemäße Speise besonders als Fast Food Produkt für eine Zubereitung in Imbißständen mit kleinen Arbeitsflächen und geringen Lagerkapazitäten hervorragend geeignet. Die Speisenkomponenten können vorgefertigt, das heißt im bereits miteinander verbunden Zustand bezogen und aufbewahrt werden. Im Bedarfsfall können die Speisenkomponenten in der jeweils gewünschten Menge zubereitet und sofort zum Verzehr angeboten werden. Da die Mengenanteile der einzelnen Speisenkomponenten an der Speise feststehen, ist auch das Portionieren der Speisenkomponenten zuverlässig möglich, was auch für die Preiskalkulation der Speisen von Vorteil ist.

Dabei sind für die Zubereitung nur eine Energiequelle und ein Behältnis erforderlich, so daß die Zubereitung insgesamt sehr einfach und kostengünstig möglich ist.


Anspruch[de]
  1. Speise aus mehreren festen Speisenkomponenten, von denen vor dem Verzehr mindestens eine gegart und mindestens eine erwärmt werden muß, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Speisenkomponenten (1) und (2) vor der Zubereitung so miteinander verbunden sind, daß die zu erwärmende Speisenkomponente (2) von der zu garenden Speisenkomponente (1) umschlossen ist und eine gemeinsame Zubereitung möglich ist.
  2. Speise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisenkomponenten (1) eine Aushöhlung (3) zur Aufnahme der Speisenkomponente (2) aufweist.
  3. Speise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geometrischen Abmessungen der Aushöhlung (3) annähernd denen der Speisenkomponente (2) entsprechen.
  4. Speise nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisenkomponente 1 eine über den gesamten Querschnitt nahezu konstante Wandstärke aufweist.
  5. Speise nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisenkomponenten (1) und (2) eine nahezu gleiche Länge aufweisen.
  6. Speise nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Speisenkomponente (1) vor der Zubereitung im Rohzustand ist.
  7. Speise nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Speisenkomponente (1) ein Gemüse ist.
  8. Speise nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemüse eine Kartoffel oder ein Kartoffelerzeugnis ist.
  9. Speise nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Speisenkomponente (2) vor der Zubereitung im Garzustand ist.
  10. Speise nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Speisenkomponente (3) ein Wursterzeugnis ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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