Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmetauscher, der an einer vertikalen
Schattenwand eines Kesselbrennraums in einem Kraftwerk, das der Stromerzeugung dient,
montiert wird, und aus Rohren besteht, die sich entlang der genannten vertikalen
Richtung erstrecken und zwar zwischen einem unteren Teil des Wärmetauschers und
einem oberen Teil des Wärmetauschers, und in denen zwischen einem Eintritt von Wärmetauscherrohren
und einem Austritt von Wärmetauscherrohren Wasserdampf in Umlauf gebracht wird,
um ihn vorzuwärmen, wobei jedes Rohr im oberen Teil des Wärmetauschers in halber
Umdrehung gekrümmt ist, und der Eintritt und der Austritt der Wärmetauscherrohre
im unteren Teil des Wärmetauschers angeordnet sind.
Ein solcher Wandwärmetauscher ist besonders für einen Kesselbrennraum
mit Naturumlauf oder Zwangumlauf ausgelegt, bei dem die Wände des Kesselbrennraums
aus Rohren bestehen, in denen ein Wasser-Wasserdampf-Gemisch zirkuliert. Mit diesem
Wandwärmetauscher soll die Wärmeenergie, die im oberen Bereich des Brennraums in
hoher Temperatur zur Verfügung steht, wiedergewonnen werden, um Wasserdampf aufzuwärmen,
so dass hinter dem Kessel die Fläche der Wärmetauscher, Überhitzer und Zwischenüberhitzer
für den Wasserdampf reduziert werden kann.
In dem französischen Patent 1 084 205 wird unter Bezugnahme auf die
1 bis 4 ein mit
37 bezeichneter Überhitzer wie oben beschrieben.
In diesem Dokument besteht der Überhitzer 37 aus einer Vielzahl
von Rohrgruppen 40, die in einem Abstand zueinander angeordnet sind, wobei
jede Gruppe einige Rohre 40 besitzt, die in einer Ebene ausgerichtet sind
und eine Tafel bilden, die senkrecht zu den Wänden verläuft.
Mit der vorliegenden Erfindung soll die Anordnung eines solchen Wärmetauschers
verbessert werden.
Somit ist das Ziel dieser Erfindung ein Wärmetauscher, der an einer
vertikalen Schattenwand eines Kesselbrennraums in einem Kraftwerk, das der Stromerzeugung
dient, montiert wird, und aus Rohren besteht, die sich entlang der genannten vertikalen
Richtung erstrecken und zwar zwischen einem unteren Teil des Wärmetauschers und
einem oberen Teil des Wärmetauschers, und in denen zwischen einem Eintritt von Wärmetauscherrohren
und einem Austritt von Wärmetauscherrohren Wasserdampf in Umlauf gebracht wird,
um ihn vorzuwärmen, wobei jedes Rohr im oberen Teil des Wärmetauschers in halber
Umdrehung gekrümmt ist, und der Eintritt und der Austritt der Wärmetauscherrohre
im unteren Teil des Wärmetauschers angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmetauscherrohre in einer Ebene ausgerichtet sind, die parallel zu der Schattenwand
verläuft, und einzeln oder in kleinen Gruppen abwechselnd steigende und fallende
Kreisläufe bilden.
Somit deckt der Wärmetauscher, der parallel zur Schattenwand angeordnet
ist, diese Schattenwand ab, und der Wärmetausch zwischen den Heißgasen im oberen
Bereich des Brennraums erfolgt zugunsten des Wärmetauschers und nicht zugunsten
der Schattenwandrohre.
Der untere Teil des Wärmetauschers ist starr mit der Schattenwand
des Brennraums verbunden und der obere Teil des Wärmetauschers ist entlang der genannten
vertikalen Richtung verschiebbar an der Schattenwand befestigt.
Mit dieser Anordnung nimmt der obere Teil des Wärmetauschers, der
gegenüber der angrenzenden Schattenwand verschiebbar angeordnet ist, nicht das Gewicht
der Austrittssammler des Wärmetauscherrohres auf. Aufgrund dieser Anordnung kann
der Wärmetauscher leicht entleert werden und verläuft nicht durch die Decke der
Brennkammer, was deren Konstruktion vereinfacht.
Durch die abwechselnde Anordnung von ansteigenden und abfallenden
Kreisläufen werden zu hohe Temperaturgradienten zwischen aneinander angrenzenden
Rohren vermieden, so dass ihre Verformung unter der Wirkung von Wärmespannungen
begrenzt wird. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn die Rohre so montiert
sind, dass sie ineinander verschachtelte Rohrtafeln bilden. Wenn der Wärmetauscher
aus Rohrtafeln besteht, kann die Größe der Rippen zwischen den vertikalen Rohren,
welche die Schattenwand bilden, erhöht werden, da diese den Strahlungen im Brennraum
weniger ausgesetzt sind, und daraus ergibt sich eine einfachere Konstruktion des
oberen Teils des Brennraums.
Ein Ausführungbeispiel der Erfindung wird nachfolgend im Detail und
anhand der Zeichnungen beschrieben.
1 zeigt sehr schematisch einen Kessel
in einem Kraftwerk, das der Stromerzeugung dient, mit einem Brennraum, der in seinem
oberen Teil mit Wandwärmetauschern gemäß der Erfindung ausgestattet ist.
2 zeigt sehr schematisch einen Wandwärmetauscher,
der an einer Schattenwand des Brennraums, wie in 1 dargestellt,
montiert ist.
Die 3 und 4
zeigen die abwechselnd steigenden und fallenden Kreisläufe eines Wärmetauschers
gemäß der Erfindung.
5 ist eine Teilansicht, die einen Teil
einer aus Rohren bestehenden Schattenwand und einen Teil eines Wärmetauschers gemäß
der Erfindung sowie im oberen Teil die gleitende Verbindung des Wärmetauschers mit
der Schattenwand zeigt.
In 1 ist der Brennraum 1 eines
Dampfkessels eines Stromkraftwerks, der ein Kessel mit gewölbtem Sammelbehälter
oder konventionellem Sammelbehälter sein kann, mit Rohren, in denen ein Wasser-Wasserdampf-Gemisch
zirkuliert, klassisch konzipiert.
Die vertikalen Schattenwände im oberen Bereich des Brennraums sind
mit Wärmetauschern 5, 6, ausgestattet, wobei jeder in der Folge
Wandwärmetauscher genannt wird.
2 zeigt, wie jeder Wandwärmetauscher
5 mit einer angrenzenden Schattenwand M verbunden ist, und aus Rohren
7 besteht, die in einer Ebene parallel zur Schattenwand M ausgerichtet
sind, und sich entlang der vertikalen Richtung zwischen einem unteren Teil B des
Wärmetauschers und einem oberen Teil H des Wärmetauschers erstrecken. Wasserdampf
wird zwischen einem Eintritt E von Wärmetauscherrohren und einem Austritt S von
Wärmetauscherrohren in Umlauf gebracht, um ihn vorzuwärmen. Wie in 2
zu sehen ist, ist jedes Rohr 7 im oberen Bereich des Wärmetauschers in
halber Umdrehung gekrümmt und der Eintritt E und der Austritt S der Wärmetauscherrohre
sind im unteren Teil des Wärmetauschers angeordnet. Die Krümmung der Rohre
7 kann auch außerhalb des Brennraums durchgeführt werden; in dem Fall muss
eine undurchlässige Vorrichtung vorgesehen werden, so dass sich die Rohre
7 gegenüber der Decke P des Brennraums ausdehnen können. Sie kann auch
innerhalb des Brennraums durchgeführt werden, wie in 1
gezeigt, was die Deckenkonstruktion des Brennraums vereinfacht.
Der untere Teil B des Wärmetauschers 5 ist starr an der angrenzenden
Wand M befestigt, beispielsweise durch Fixpunkte 8, 9 zwischen
den Rohren 11 (5) der Schattenwand M und den
Wärmetauscherrohren 5. Der obere Teil H des Wärmetauschers wird mittels
mindestens einer Befestigungsschelle 10 – die deutlicher in
5 zu sehen ist – in der vertikalen Richtung verschiebbar
an der Schattenwand befestigt, wobei die Schelle mindestens an einem vertikalen
Rohr 7 des Wärmetauschers befestigt wird, in dem mindestens ein vertikales
Rohr 11 der Schattenwand M verschiebbar geführt wird. Mehrere Befestigungsschellen
10 können in bestimmten Abständen in vertikaler Richtung entlang der Rohre
7 des Wärmetauschers angeordnet sein, wie in 2
veranschaulicht.
Wie in den 3 und 4
zu sehen ist, sind die Rohre 7 des Wärmetauschers in einer vertikalen Ebene
ausgerichtet und bilden einzeln (3) oder in kleinen
Gruppen oder Reihen (4) abwechselnd ansteigende oder
fallende Kreisläufe, die durch Pfeile veranschaulicht sind. In den 3
oder 4 sind die Rohre 7 so montiert,
dass sie ineinander verschachtelte Rohrtafeln 12, 13 bilden, wobei
die Montage von aneinanderstoßenden Rohren, welche die Wärmetauschertafeln bilden,
herkömmlich durch (auf den Zeichnungen nicht gezeigte) vertikale Rippen erfolgt,
die zwischen den aneinanderstoßenden Rohren angeschweißt sind. Bei dieser Konstruktion
verlaufen die montierten Rohre nicht durch die Decke P des Brennraums
1. Bei der Konstruktion eines Wandwärmetauschers gemäß der Erfindung werden
die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer des Wärmetauschers erhöht und demzufolge
die Wartungskosten für den Brennraum gesenkt.