Beschichtete Schleifprodukte werden verwendet, um eine große Vielfalt
an Substraten zu schleifen, welche weiche, schwierig endzubearbeitende Materialien,
wie angemalte Oberflächen, umfassen können. Wenn diese weichen Materialien endbearbeitet
werden, können die beschichteten Schleifprodukte wegen vorzeitigen Zusetzens nicht
ihre höchste Leistung bringen. Zusetzung ist die Zusammenballung von Schleifabfällen,
welche die Räume zwischen Schleifkörnern verstopfen, wodurch verhindert wird, daß
das Schleifprodukt in der Lage ist, fortgesetzt wirksam das Werkstück oder die Oberfläche
abzuschleifen. Der Ansatz der Schleifmittelindustrie ist es, chemische Verbindungen,
wie Metallseifen (d.h. Zinkstearate, Calciumstearate), eingesetzt als eine Zusatzdeckbinderschicht
oder eingebettet in die Deckbinderschicht zu verwenden, was üblicherweise als die
erste Deckbinder-Beschichtung bezeichnet wird. Die Stearat-Technologie sorgt für
angemessenen Materialabtrag und angemessene Anti-Zusetzeigenschaften. Metallstearate
hinterlassen jedoch einen Rückstand an Material mit geringer Oberflächenenergie
auf der Oberfläche des Werkstücks, der möglicherweise Probleme bei der Nachbearbeitung
verursachen kann, wie Beschichtungsfehler in nachgeschalteten Anstreich-Verfahren.
Eine Verunreinigung mit diesem Material mit geringer Oberflächenenergie
kann festgestellt werden, indem der Wasserkontaktwinkel auf dem geschliffenen Substrat
gemessen wird. Die übliche Praxis sich mit diesem Punkt zu befassen ist es, die
geschliffene Oberfläche mit Lösungsmittel-Wischern zu reinigen, um sicherzustellen,
daß vorzugsweise die gesamte Verunreinigung entfernt wird, oder mit einem nicht
stearierten Produkt endzubearbeiten.
Zusammenfassung der Erfindung
Es wäre wünschenswert, den Schritt der Reinigung der geschliffenen
Oberfläche mit den Lösungsmittel-Wischern zu eliminieren, welcher bei dem Anstreich-Verfahren
wertvolle Zeit und Geld verbraucht. Des weiteren gewährleisten nicht stearierte
Produkte im allgemeinen keine lange Lebensdauer.
Gemäß einer Ausführungsform ist ein beschichtetes Schleifmittel oder
ein Verbund-Schleifmittel mit einer Schicht überzogen, die im wesentlichen aus einem
anorganischen Anti-Zusetzmittel besteht, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Metallsilicaten, Siliciumoxiden, Metallcarbonaten und Metallsulfaten.
Die Schicht besteht im wesentlichen aus dem anorganischen Anti-Zusetz-Additiv
und dies soll bedeuten, daß die Schicht keine Additive mit organischen Bestandteilen
enthält, wie sie herkömmliche Anti-Zusetzadditive verkörpern, einschließlich Metallsalzen
von organischen Säuren, Organophosphaten, Organosilicaten, Organoboraten und ähnlichen.
Dies schließt jedoch nicht die Anwesenheit eines gehärteten Bindemittelbestandteils
aus, der das Vehikel zur Verfügung stellt, durch welches das anorganische Zusetzmittel
aufgebracht wird.
Die Metallsilicate können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend
aus Magnesiumsilicaten, Kalium-Aluminiumsilicaten, Aluminiumsilicaten und Calciumsilicaten.
Gemäß einer Ausführungsform schließen die Magnesiumsilicate Talk ein, die Kalium-Aluminiumsilicate
schließen Mika ein, die Aluminiumsilicate schließen Tone ein und die Calciumsilicate
schließen Wollastonit ein. Die Siliciumoxide können ausgewählt sein aus der Gruppe
bestehend aus Quarzglas, Quarzstaub und ausgefälltem, amorphem Siliciumoxid. Die
Metallcarbonate können Calciumcarbonat einschließen. Die Metallsulfate können wasserhaltiges
Calciumsulfat und wasserfreies Calciumsulfat einschließen.
Das Anti-Zusetzmittel kann einen Mohs-Härtewert von weniger als etwa
7 und vorzugsweise von weniger als etwa 3 aufweisen. Das Anti-Beladungsmittel kann
eine mittlere Teilchendurchmessergröße von weniger als etwa 30 Mikrometern und vorzugsweise
in dem Bereich von zwischen etwa 1 und etwa 20 Mikrometern aufweisen. Dies ermöglicht
es dem Anti-Zusetzmittel genügend kleine Partikel zu bilden, die sich mit dem Schleifabfall
von einer geschliffenen Oberfläche, wie einer bemalten Metalloberfläche, verbinden,
um ein genügendes Agglomerierungszusetzen von Schleifabfällen in einer Oberfläche
des beschichteten Schleifmittels zu verhindern. Dies bedeutet, daß die Teilchen
des Anti-Zusetzmittels von einer solchen Größe sind, daß, beim Schleifen
einer bemalten Oberfläche unter Verwendung des beschichteten Schleifmittels um abgeschliffenen
Schleifabfall zu produzieren, Teilchen des Anti-Beladungsmittels freigesetzt werden,
die sich mit Schleifabfallpartikeln verbinden und die Agglomerierung solcher Schleifabfallpartikel
hemmen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform konzentriert sich der Gehalt
des Anti-Zusetzmittels vorwiegend in der Zusatzdeckbinderschicht. Beispielsweise
kann der Gehalt mindestens 10 Volumenprozent und vorzugsweise mindestens etwa 60
Volumenprozent der Zusatzdeckbinderschicht betragen.
Das Anti-Zusetzmittel ist vorzugsweise in einem Bindemittel dispergiert,
welches beispielsweise ein thermoplastisches oder duroplastisches Harz enthält.
Das thermoplastische Harz kann beispielsweise Latex einschließen und das duroplastische
Harz kann ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Harnstoff-Formaldehyd-Harzsystemen,
Phenol-Harzsystemen, Epoxid-Harzsystemen, Urethan-Harzsystemen und mittels Strahlen
härtbaren Harzsystemen.
Ein beschichtetes Schleifmittel oder ein Verbund-Schleifmittel welches
eine Trägerschicht mit einer ersten Oberfläche, eine Schleifschicht enthaltend eine
Vielzahl von Schleifpartikeln, die auf der ersten Oberfläche der Trägerschicht angeordnet
sind, und eine Schicht aufweist, die im wesentlichen aus einem anorganischen Anti-Zusetzmittel
besteht, das über der Schleifschicht aufgebracht ist, wird ebenfalls zur Verfügung
gestellt. Gemäß einer Ausführungsform ist das Anti-Zusetzmittel auf einer gehärteten
Deckbinderschicht aufgebracht.
Ein Verfahren zur Herstellung des Schleifmittels, wie eines beschichteten
oder eines Verbund-Schleifmittels, wird ebenfalls zur Verfügung gestellt, welches
die Befestigung einer Vielzahl von Schleifpartikeln auf einer ersten Oberfläche
einer Trägerschicht und die Aufbringung einer im wesentlichen aus dem Anti-Zusetzmittel
bestehenden Schicht über den Schleifpartikeln umfaßt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Lösung der vorhergehenden Aufgabe und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden, genaueren Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung. Die beigefügte Zeichnung ist nicht notwendigerweise maßstabsgetreu,
stattdessen wurde größerer Wert auf die Darstellung der Prinzipien der Erfindung
gelegt.
Die Abbildung zeigt einen Kontaktwinkel &thgr; bei einem Feststoff,
einer Flüssigkeit und einem Dampf.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Beschichtete Schleifmittel schließen diejenigen Produkte ein, die
an einem Stützträger befestigte Schleifkörner aufweisen, und die verwendet werden
können, um die Oberfläche eines Artikels, auf dem sie angewendet werden, abzuschleifen
oder anderweitig abzutragen.
Der Stützträger eines beschichteten Schleifmittels kann starr sein,
ist aber im allgemeinen biegsam und enthält üblicherweise ein Gewebe aus Material,
wie Papier, Stoff, faseriges Polster, Polymerfilm, vulkanisierte Faser, oder eine
Kombination solcher Materialien und ähnliches. Bei manchen Anwendungen weist der
Stützträger anfangs eine Sammlung loser Fasern auf, zu welcher die Schleifkörner
mit oder ohne weiteres Bindemittelmaterial hinzu gegeben werden, um ein Schleifgewebe
zur Verfügung zu stellen, das überall Schleifkörner aufweist. Die lose Sammlung
von Fasern und Körnern kann zusammen gepreßt werden, wenn kein Haftbindemittel vorhanden
ist, oder anderweitig befestigt oder gehärtet werden, wenn ein Bindemittel vorhanden
ist, um das beschichtete Schleifmittel zu bilden.
Die Schleifkörner können im allgemeinen jedes Material sein, das die
Fähigkeit besitzt, das Werkstück abzuschleifen, und es umfaßt üblicherweise Sand,
Flintstein, Korund, Metalloxide, wie Aluminiumoxid, Aluminium-Zirkonoxid, keramisches
Aluminiumoxid, Diamant, Siliciumcarbid, Granat, Rouge, Polierrot und ähnliches.
Die Körner weisen typischerweise scharfe Kanten auf, die als das Abschleifmittel
wirken, aber die Qualität und die Quantität der scharfen Kanten hängt von dem Verwendungszweck
ab. Die Körner können in dem Stützträger eingebettet oder mit diesem vermischt sein,
aber sie sind häufiger mittels eines geeigneten Bindemittelmaterials an dem Stützträger
befestigt. Die Körner können auf das Gewebe in einem bestimmten Muster aufgebracht
oder mit dem Gewebe vermischt sein oder sie können zufällig verteilt sein. Üblicherweise
werden sorgfältige Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, daß
das beschichtete Schleifmittel ein befestigtes Korn mit einer geeigneten Verteilung
von Kornschneidkanten in einer Schicht oder mehreren Schichten aufweist.
Das Bindemittelmaterial ist im allgemeinen jedes geeignete Material,
das fungieren kann, um die Körner an dem Stützträger zu befestigen, und die widerstandsfähig
genug sind, den Abschleifprozeß unwirksam zu machen. Typische Bindemittelmaterialien
schließen die Phenolharze, Hautleime, Firnisse, Epoxidharze, Acrylate, polyfunktionelle
Acrylate, Harnstoff-Formaldehydharze, trifunktionelle Urethane, Polyurethanharze,
Lacke, Emaile und jedes aus einer großen Vielzahl von anderen Materialien, welche
die Fähigkeit aufweisen, die Körner in haftender Beziehung mit dem Stützträger zu
stabilisieren, ein. [m allgemeinen wird das Bindemittelmaterial sorgfältig ausgewählt,
um eine maximale Effizienz des beschichteten Schleifmittels für die ins Auge gefaßte
Oberfläche zu gewährleisten. Bei der Auswahl der Bindemittelmaterialien wird dafür
gesorgt, daß diese dem Erweichen oder Brennen oder beidem aufgrund von Überhitzung
widerstehen können, und dennoch eine angemessene Anhaftung gewährleisten.
Die Körner können auf das Bindemittelmaterial gesprüht oder anderweitig
mit dem Bindemittelmaterial beschichtet und auf oder über dem Stützträger angeordnet
werden, oder der Stützträger kann mit dem Bindemittelmaterial beschichtet und die
Körner danach darauf angeordnet werden. Viele alternative Formen an Stützträgern,
Kornmaterialien, Bindemittelmaterialien, Mittel zur Anordnung der Körner auf dem
Stützträger, Mittel zur Befestigung der Körner und ähnliches sind im Stand der Technik
bekannt und werden als Abwandlungen angesehen, die als im Umfang dieser Erfindung
liegend betrachtet werden.
Im allgemeinen ist bei der Herstellung eines herkömmlichen beschichteten
Schleifmittels ein Träger (mit oder ohne Vorbehandlung) gegeben, eine Grundschicht
eines Bindemittelharzes wird aufgetragen und, während das Harz noch klebrig ist,
werden Schleifkörner über die Grundschicht aufgebracht, und das Bindemittel wird
gehärtet, um die Körner am Platz zu halten. Eine Deckbinderschicht, die im wesentlichen
ein Bindemittelharz und gegebenenfalls Füllstoffe, Schleifhilfsmittel und ähnliches
enthält, wird dann über die Körner aufgebracht und gehärtet. Die Hauptfunktion der
Deckbinderschicht ist es, die Körner am Platz zu verankern und diesen zu erlauben,
ein Werkstück abzuschleifen, ohne aus der Struktur des beschichteten Schleifmittels
herausgezogen zu werden, bevor deren Schleiffähigkeit ausgeschöpft worden ist. In
einigen Fällen wird eine Zusatzdeckbinderschicht auf die Deckbinderschicht aufgebracht.
Die Funktion dieser Schicht ist es, auf der Oberfläche des beschichteten Schleifmittels
ein Additiv anzuordnen, welches eine spezielle Eigenschaft gewährleistet, wie eine
erhöhte Schleiffähigkeit, Oberflächenschmierung, Anti-Statikeigenschaften oder,
in diesem Fall, Anti-Zusetzeigenschaften. Die Zusatzdeckbinderschicht spielt im
allgemeinen, aber nicht notwendigerweise, keine Rolle beim Festhalten der Körner
am Platz auf dem beschichteten Schleifmittel.
Das Additiv kann als eine Dispersion in einem Bindemittel (das anschließend
gehärtet wird) oder in einer flüssigen Dispersion, die einfach trocknet und das
Additiv auf der Oberfläche zurückläßt, angewendet werden. Gemäß einer Ausführungsform
enthält das Bindemittel ein thermoplastisches oder ein duroplastisches Harz. Beispielsweise
kann das thermoplastische Harz Latex einschließen, und das duroplastische Harz kann
ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Harnstoff-Formaldehyd-Harzsystemen,
Phenol-Harzsystemen, Epoxid-Harzsystemen, Urethan-Harzsystemen und mittels Strahlen
härtbaren Harzsystemen. Mit einigen Additiven kann die Anhaftung an der Oberfläche
erreicht werden, ohne daß ein Dispersionsmedium notwendig ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung können die Anti-Zusetzmittel, die
über der Deckbinderschicht aufgebracht werden, aus der Gruppe bestehend aus Metallsilicaten,
Siliciumoxiden, Metallcarbonaten und Metallsulfaten ausgewählt werden. Die Metallsilicate
können ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Magnesiumsilicaten, Kalium-Aluminiumsilicaten,
Aluminiumsilicaten und Calciumsilicaten. Gemäß einer Ausführungsform schließen die
Magnesiumsilicate Talk ein, die Kalium-Aluminiumsilicate schließen Mikas ein, die
Aluminiumsilicate schließen Tone ein und die Calciumsilicate schließen Wollastonit
ein. Die Siliciumoxide können ausgewählt sein aus Quarzglas, Quarzstaub und ausgefälltem,
amorphem Siliciumoxid. Die Metallcarbonate können Calciumcarbonat einschließen.
Die Metallsulfate können wasserhaltiges Calciumsulfat und wasserfreies Calciumsulfat
einschließen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung scheint das anorganische Anti-Zusetzmittel
während seines Gebrauchs feine Partikel freizusetzen, welche durch den Schleifprozeß
erzeugte feine Schleifabfallpartikel beschichten, wodurch diese am Zusammenhaften
gehindert werden, um lästige größere Partikel zu bilden, die auf der Oberfläche
des beschichteten Schleifmittels gefangen werden (bekannt als „Zusetzung"),
wodurch die Effektivität vermindert wird. Somit wird das Zusetzen des beschichteten
Schleifmittels reduziert, ohne die Probleme zu verursachen, die mit der Verwendung
herkömmlicher stearierter Anti-Zusetzschichten verbunden sind.
Mit solchen Additiven wird eine feine Schicht von Niedrig-Energie-Material auf der
geschliffenen Oberfläche verschmiert, welche nachfolgende Bemalung oder nachfolgendes
Polieren der Oberfläche sehr schwierig macht, wenn diese Schicht nicht entfernt
wird.
Das Anti-Zusetzmittel der vorliegenden Erfindung ist gemäß einer Ausführungsform
relativ weich, es hat beispielsweise einen Mohs-Härtewert von weniger als etwa 7,
und vorzugsweise von weniger als etwa 3. Gemäß einer Ausführungsform hat das Zusetzmittel
einen mittleren Partikeldurchmessergrößenbereich von weniger als etwa 30 Mikrometern
und vorzugsweise zwischen etwa 1 und etwa 20 Mikrometern, da Materialien mit feineren
Partikelgrößen besser zu arbeiten scheinen als Anti-Zusetzmittel.
Es wird angenommen, daß es ein Mechanismus des Anti-Zusetzmittels
zur Gewährleistung einer Nicht-Beladungseigenschaft ist, Schleifabriebpartikel daran
zu hindern, aneinander zu haften, wodurch das Zusetzen vermindert wird. Dieser Ansatz
erzeugt während des Schleifens einen feinen Staub, während ohne das anorganische
Anti-Zusetzmittel der Schleifabfall dazu neigt, Kugeln oder große Späne zu bilden,
die zwischen den Kornpartikeln aufgenommen werden, welche effektives Schleifen verhindern
und die Lebensdauer des beschichteten Schleifmittels reduzieren. Der Unterschied
im Erscheinungsbild des Schleifabfalls, der sich beim Schleifen mit stearierten
und nicht-stearierten Produkten ergibt, ist sichtbar.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Konzentration des Anti-Zusetzmittels
in einer Schleifoberfläche der Zusatzdeckbinderschicht größer als etwa 10 Volumenprozent,
und vorzugsweise größer als etwa 60 Volumenprozent. Dies stellt sicher, daß genügend
Anti-Zusetzmittel vorhanden ist um effektiv zu sein, um den feinen Staub zu bilden,
welcher den Schleifabfall am Zusammenballen hindert.
Das Anti-Zusetzmittel kann mit anderen Schleifmitteln, wie Verbundschleifmitteln
(nicht gewebt) verwendet werden.
Beispiel 1: Wasserhaltiges Magnesiumsilicat (Talk) mit verschiedenen
mittleren Partikelgrößen
Im nachfolgenden Beispiel und den folgenden wird ein herkömmliches,
beschichtetes Standard-Schleifmittel verwendet. Das Trägermaterial ist ein Papier
vom A-Gewicht und die Grundschicht und die Deckbinderschicht enthalten ein Harnstoff-Formaldehyd-Bindemittel.
In jedem Fall sind die Schleifpartikel P320 Aluminiumoxid. Auf dieses
basisbeschichtete Schleifmittel wird eine ein Anti-Zusetzadditiv enthaltende Zusatzdeckbinderschicht
aufgebracht. In einem Fall wurde für Vergleichszwecke kein Additiv aufgebracht.
In einem zweiten Fall wird eine Zinkstearat enthaltende Zusatzdeckbinderschicht
aufgebracht und in drei anderen Fällen war die aufgebrachte Beschichtung wasserhaltiges
Magnesiumsilicat (Talk) mit unterschiedlicher Partikelgröße. Die Additive wurden
als Dispersion in Latex und Wasser aufgebracht.
Die beschichteten Schleifmittel wurden dann verwendet, eine Acrylplatte
unter Verwendung einer Zweigang-Schleifmaschine für sechs zweiminütige Kontakte
abzuschleifen. Das Schleifen wurde mit einer 12,7 cm (5 Inch) Scheibe bei einer
Belastung von 4,5 kg (10 lb) durchgeführt. Die Menge des Abschliffs nach der Gesamtschleifzeit
von 12 Minuten wurde aufgezeichnet, und die Schleifleistung wurde bestimmt als Prozent
der Kontrolle. Die Werte der durchschnittlichen Rauhtiefe Ra (das arithmetische
Mittel der Rauheit) wurden ebenfalls bestimmt. Die Ergebnisse sind in der untenstehenden
Tabelle 1 angegeben, was zeigt, daß Talk genauso effektiv ist wie das üblichere
Zinkstearat.
Tabelle 1Beispiel 2: Wasserhaltiges Magnesiumsilikat (Talk) Supreme
HT in verschiedenen Korngrößen
Die nachfolgenden Tabellen zeigen einen Vergleich der Schleifleistung
von Supreme HT Talk mit Zinkstearat und einer Kontrolle ohne Anti-Zusetzmittel für
aluminiumoxidbeschichtete Schleifmittel der Korngrößen P80, P180 und P320 (Tabelle
2, Tabelle 3 bzw. Tabelle 4). Die Ergebnisse zeigen, daß der Abrieb mit der Einverleibung
des erfindungsgemäßen Anti-Zusetzmittels höher war gegenüber der Basiskontrolle,
insbesondere bei feineren Korngrößen.
Ein herkömmliches, mit Aluminiumoxid der Korngröße P320 auf A-Gewichtspapier
beschichtetes Standard-Schleifmittel wird verwendet. Auf dieses basisbeschichtete
Schleifmittel wird eine Zusatzdeckbinderschicht, enthaltend ein Anti-Zusetzadditiv
und zwar entweder amorphes Siliciumoxid, Calciumsilicat (Wollastonit), Aluminiumsilicat
(Ton) oder Kalium-Aluminiumsilicat (Mika), aufgebracht. Die unten in Tabelle 5 angegebenen
Schleifergebnisse zeigen, daß der Abrieb mit der Einverleibung des Anti-Beladungsmittels
gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber der Basiskontrolle höher war.
Tabelle 5Beispiel 4: Calciumsulfat (wasserfrei und wasserhaltig)
Ein herkömmliches, mit Aluminiumoxid der Korngröße P320 auf A-Gewichtspapier
beschichtetes Standard-Schleifmittel wird verwendet. Auf dieses basisbeschichtete
Schleifmittel wird eine Zusatzdeckbinderschicht, enthaltend ein Anti-Zusetzadditiv
von Calciumsulfat (wasserfrei oder wasserhaltig) aufgebracht. Die unten in Tabelle
6 angegebenen Ergebnisse zeigen, daß der Abrieb mit der Einverleibung des Anti-Zusetzmittels
gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber der Basiskontrolle höher war.
Tabelle 6Beispiel 5: Wasserkontaktwinkel von geschliffenen angemalten
Platten nach dem Schleifen
Grundierte Platten wurden mit P320 Korngröße beschichteten Schleifmitteln
mit einer Zusatzdeckbinderschicht wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben geschliffen.
Das selbe Schleifverfahren wurde mit jedem beschichteten Schleifmittel verwendet.
Ein Wassertropfen wurde dann auf jeder der frisch geschliffenen Platten plaziert
und ebenfalls auf einer ungeschliffenen Platte, und der Kontaktwinkel (&THgr;) wurde
wie in der Figur beschrieben aufgezeichnet. Der Kontaktwinkel ist der Winkel zwischen
der Oberfläche einer Flüssigkeit und der Oberfläche einer festen Ebene bei der Linie
des Kontakts. Ein höherer Kontaktwinkel zeigt geringere Benetzung an. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 7 angegeben, was klar zeigt, daß die mit dem erfindungsgemäßen beschichteten
Schleifmittel geschliffenen Platten im wesentlichen den gleichen oder einen geringeren
Kontaktwinkel aufwiesen wie die Platten, die unter Verwendung eines beschichteten
Schleifmittels ohne die Anti-Zusetzschicht geschliffen wurden. Das beschichtete
Schleifmittel mit der herkömmlichen Zinkstearat-Anti-Zusetzschicht lagerte klar
einen Rückstand mit niedriger Oberflächenenergie ab, dessen Gegenwart durch einen
sehr hohen Wasserkontaktwinkel angezeigt wird. Die Konsequenz daraus ist, daß auf
eine solche Oberfläche aufgetragene Farben die Oberfläche nicht leicht benetzen
und dies führt zu Oberflächendefekten.
Tabelle 7
Der Wasserkontaktwinkel auf einer ungeschliffenen Platte betrug 69
Grad.
Während diese Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf bevorzugte
Ausführungsformen gezeigt und beschrieben wurde, ist es für die Fachleute klar,
daß verschiedene Änderungen in der Form und in Details gemacht werden können, ohne
vom Umfang der Erfindung abzuweichen, der durch die angehängten Ansprüche umfaßt
wird.
Anspruch[de]
Beschichtetes Schleifmittel oder Verbundschleifmittel, überzogen mit
einer Schicht bestehend im wesentlichen aus:
(a) einem thermoplastischen oder duroplastischen Harz; und
(b) einem anorganischen Anti-Zusetzmittel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Metallsilicaten, Siliciumoxiden, Metallcarbonaten und Metallsulfaten.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei die Metallsilicate ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Magnesiumsilicaten, Kalium-Aluminiumsilicaten,
Aluminiumsilicaten und Calciumsilicaten.
Schleifmittel nach Anspruch 2, wobei die Magnesiumsilicate Talk einschließen.
Schleifmittel nach Anspruch 2, wobei die Kalium-Aluminiumsilicate Mika
einschließen.
Schleifmittel nach Anspruch 2, wobei die Aluminiumsilicate Tone einschließen.
Schleifimittel nach Anspruch 2, wobei die Calciumsilicate Wollastonit
einschließen.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei die Silicate ausgewählt sind aus
einer Gruppe bestehend aus Quarzglas, Quarzstaub und niedergeschlagenem, amorphem
Siliciumoxid.
Schleifimittel nach Anspruch 1, wobei die Metallcarbonate Calciumcarbonat
einschließen.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei die Metallsulfate wasserhaltiges
Calciumsulfat oder wasserfreies Calciumsulfat einschließen.
Schleifimittel nach Anspruch 1, wobei das Anti-Zusetzmittel einen
Mohs-Härtewert von weniger als etwa 7 aufweist.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei das Anti-Zusetzmittel eine mittlere
Partikeldurchmessergröße von weniger als etwa 30 Mikrometern aufweist.
Schleifmittel nach Anspruch 11, wobei das Anti-Zusetzmittel eine mittlere
Partikeldurchmessergröße von zwischen 1 und 20 Mikrometern aufweist.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei das Anti-Zusetzmittel vorwiegend
in der das Schleifimittel überziehenden Schicht konzentriert ist.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei das Anti-Zusetzmittel mindestens
10 Volumenprozent der das Schleifmittel überziehenden Schicht ausmacht.
Schleifimittel nach Anspruch 14, wobei das Anti-Zusetzmittel mindestens
60 Volumenprozent der das Schleifmittel überziehenden Schicht ausmacht.
Schleifmittel nach Anspruch 1, wobei das thermoplastische Harz Latex
einschließt.
Schleifimittel nach Anspruch 1, wobei das duroplastische Harz ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Harnstoff-Formaldehyd, Phenol-, Epoxid-, Uerthan-
und strahlenhärtbaren Harzsystemen.
Schleifmittel gemäß Anspruch 1 enthaltend:
(a) eine Trägerschicht mit einer ersten Oberfläche;
(b) eine Schleifschicht mit einer Vielzahl von auf der ersten Oberfläche der Trägerschicht
angeordneten Schleifpartikeln; sowie
(c) der im wesentlichen aus einem thermoplastischen oder duroplastsichen Harz und
einem anorganischen Anti-Zusetzmittel bestehenden Schicht, die über der Schleifschicht
angeordnet ist.
Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels, umfassend:
(a) Befestigen einer Vielzahl von Schleifpartikeln auf einer ersten Oberfläche einer
Trägerschicht; und
(b) Ablagern einer Schicht über den Schleifpartikeln, die im wesentlichen aus:
(i) einem thermoplastischen oder duroplastischen Harz; und
(ii) einem Anti-Zusetzmittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Metallsilicaten,
Siliciumoxiden, Metallcarbonaten und Metallsulfaten, besteht.
Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Metallsilicate ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus Magnesiumsilicaten, Kalium-Aluminiumsilicaten, Aluminiumsilicaten
und Calciumsilicaten.
Verfahren nach Anspruch 20, wobei das Magnesiumsilicat Talk einschließt.
Verfahren nach Anspruch 19, des weiteren umfassend den Schritt des
Ablagerns einer Zwischenschicht enthaltend ein thermoplastisches oder duroplastisches
Harz über den Schleifpartikeln vor der Ablagerung der Schicht von Schritt (b).
Verfahren nach Anspruch 19, des weiten umfassend den Schritt des Ausbildens
einer Schleifoberfläche des Schleimittels derart, daß sich das Anti-Zusetzmittel
vorwiegend darauf befindet.
Verfahren nach Anspruch 19, des weiteren umfassend den Schritt des
Dispergierens des Anti-Zusetzmittels in dem thermoplastischen oder duroplastischen
Harz.