| Dokumentenidentifikation |
DE10322309B4 21.04.2005 |
| Titel |
Zylinderkopf für Verbrennungsmotoren und Verfahren zu dessen Herstellung |
| Anmelder |
DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE |
| Erfinder |
Barth, Andreas, Dr., 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE; Rückert, Franz, Dr., 73760 Ostfildern, DE |
| DE-Anmeldedatum |
17.05.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10322309 |
| Offenlegungstag |
23.12.2004 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
21.04.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
21.04.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
C22F 1/043
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| IPC-Nebenklasse |
F02F 1/24
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf für Verbrennungszmotoren
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Vergütung
von gegossenen Zylinderköpfen gemäß den Oberbegriff von Anspruch 4.
Die Erfindung betrifft insbesondere Zylinderköpfe und ein Verfahren
zu deren Herstellung, welche aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gegossen
sind. Die herkömmlichen Verfahren einer Herstellung von aluminiumbasierten Zylinderköpfen
durch Gießen sehen eine Wärmebehandlung nach dem Gießen vor, wodurch die Festigkeits-
und thermischen Kennwerte ebenso wie die Zähigkeit des Materials gezielt verbessert
werden.
Bei dieser Wärmebehandlung werden insbesondere die aushärtenden Legierungsbestandteile,
wie Kupfer, Magnesium und Silizium, durch ein Lösungsglühen oberhalb einer Temperatur
von zum Beispiel 470°C gelöst. Durch ein anschließendes Abschrecken in einem
Wasserbad wird dieser gelöste Zustand der Legierungsbestandteile metastabil bei
Raumtemperatur eingefroren. Anschließend werden durch ein Warmaushärten bei einer
Tempe- ratur oberhalb von 160°C aus den gelösten Legierungsbestandteilen ausscheidungshärtende
Phasen gebildet. Letztere bestimmen maßgeblich die Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften
des gegossenen Zylinderkopfes. Hierbei hat sich gezeigt, dass für jede Aushärttemperatur
beim Warmaushärten eine optimale Zeit für den Vergütungsvorgang gegeben ist. Bei
dieser sind die Festigkeitswerte des Werkstoffes maximal, die Zähigkeit des Materials
ist jedoch reduziert. Dieser Zustand einer "mittelgroßen Ausscheidung" von Legierungsbestandteilen
wird herkömmlich als T6-Zustand bezeichnet.
Aus der DE 43 13 336 A1,
ist es bekannt, dass das bei Zylinderköpfen im Bereich der Brennräume besonders
hohe Festigkeiten gewünscht sind, da dort besonders hohe Belastungen herrschen.
Speziell für Zylinderköpfe aus Aluminiumguss bzw. Aluminiumgusslegierungen beschreibt
die DE 100 16 187 C2 ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Wärmebehandeln derselben. Dabei werden diese hochbelasteten
Bereiche durch gezieltes besprühen lokal abgeschreckt. Damit entstehen in diesen
Bereichen T6-Zustaände in der oben beschriebenen Art, welche die angestrebte hohe
Festigkeit liefern.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, einen verbesserten und länger haltbaren
Zylinderkopf sowie ein Verfahren zur Vergütung von gegossenen Zylinderköpfen für
Verbrennungsmotoren bereitzustellen, welches einen solchen Zylinderkopf ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch den Zylinderkopf mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 sowie durch eine Verfahren mit den im Kennzeichen des Anspruchs
4 beschriebenen Schritten.
Es ist allgemein bekannt, dass über den o.g. T6-Zustand hinaus, das
heißt bei weiterem Warmaushärten, die festigkeitssteigernden Ausscheidungen mit
zunehmender Aushärtezeit gröber werden, so dass die Festigkeitswerte, wie die Zugfestigkeit
oder die Dehngrenze des Materials, wieder abfallen. Die Zähigkeit des Werkstoffes
steigt dann wieder an. Dieser Zustand einer thermischen Überalterung wird auch als
T7-Zustand bezeichnet.
Den Erfindern hat sich nun in überraschenden Weise, entgegen dem allgemeinen
Glauben, dass im Bereich der Brennräume höchste Festigkeiten erforderlich seien,
gezeigt, dass eben dieser T7-Zustand optimal für die Brennräume von Zylinderköpfen
ist, wegen der hohen Bruchzähigkeit und guten Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdungsrisse,
insbesondere in den relativ dünnen und kerbwirkungsanfälligen Brennsteggeometrien,
wie zum Beispiel den Brennstegfasen, den Fräsriefen durch das mechanische Bearbeiten
der Brennräume oder die Glühstift/Glühkerzenbohrungen etc.
Die hohe Festigkeit des T6-Zustandes ist im Bereich der Brennräume
zudem nutzlos, da im Betrieb des Verbrennungsmotors in den Brennräumen relativ hohe
Temperaturen herrschen und oberhalb von 200°C automatisch innerhalb von kurzer
Zeit (in der Regel etwa 100 Stunden) das Material von dem T6-Zustand zu dem T7-Zustand
automatisch übergeht. Dieser Übergang geht einher mit einer Volumenzunahme, wodurch
Druckeigenspannungen im Gefüge des Materials erzeugt werden, die letztendlich durch
die lokale Erwärmung der Brennstege im Betrieb eines Verbrennungsmotors zu einer
irreversiblen Plastifizierung führen können. Beim anschließenden Abkühlen des Zylinderkopfes
entstehen dann Zugeigenspannungen in den Brennstegen, welche zu thermischen Ermüdungsrissen
führen können.
Dies ist der Grund, warum eine T7-Wärmebehandlung einer T6-Wärmebehandlung
überlegen ist. In ersterer werden die entstehenden Volumenveränderungen schon durch
das Warmaushärten vorweggenommen, entstehen also nicht erst im Betrieb des Verbrennungsmotors.
Der Erfindungsgemäße Zylinderkopf kann außerdem die Nachteile einer
kompletten T7 Behandlung des gesamten Zylinderkopfs vermeiden. Dabei
entstünde nämlich eine Zylinderkopf, welcher auch außerhalb der Brennraumbereiche
relativ weich wird, sodass die Zylinderkopfdichtung zum Kurbelgehäuse sich über
die Zeit in den Zylinderkopf eingraben kann. Dies führt zu undichten Zylinderköpfen
und Schäden am Motor.
Gemäß der Erfindung sind diese Brennraumbereiche also entsprechend
den spezifischen thermischen und mechanischen Anforderungen adaptiv angepasst und
unterschiedlich gegenüber dem Rest des Zylinderkopfes wärmebehandelt. Durch die
adaptiv angepasste spezifische Wärmebehandlung der Brennraumbereiche können in dem
einteiligen Gussteil des Zylinderkopfes die äußeren Bereiche mit hohen Festigkeitswerten
gegenüber einer mechanischen Beanspruchung, wie zum Beispiel durch die angedrückte
Zylinderkopfdichtung, entsprechend hoch gewählt werden, sodass über eine lange Betriebsdauer
ein Eingraben oder Beschädigen vermieden wird. Die Brennraumbereiche des Zylinderkopfes
hingegen können mit entsprechend geringeren Festigkeitswerten, jedoch einer hohen
Duktilität (plastischen Verformbarkeit) spezifisch in ihrem Materialgefüge ausgebildet
sein. Die hohen Betriebstemperaturen insbesondere in modernen Dieselmotoren, welche
in der Größenordnung von i.d.R. mehr als 240°C liegen, führen daher bei dem
erfindungsgemäßen Zylinderkopf zu keinen Materialspannungen und/oder Rissen. Die
Dauerbelastbarkeit des Zylinderkopfes ist gegenüber herkömmlichen Zylinderköpfen
aus Aluminiumguss erhöht.
Die dabei eingesetzte T7-Wärmebehandlung führt in den Brennraumbereichen
zu einer hohen Bruchzähigkeit und damit einer optimierten Widerstandsfähigkeit gegenüber
thermischen Ermüdungsrissen. Dies ist insbesondere in den relativ dünnen und kerbwirkenden
Brennsteggeometrien des Zylinderkopfes, wie den Brennstegfasen, den Fräsriefen vom
mechanischen Bearbeiten der Zylinder und den Bohrungen für die Glühstifte oder Glühkerze
usw. von Vorteil. Außerdem werden Druck- und Zugeigenspannungen in dem Materialgefüge
durch den Motorbetrieb hierdurch vermieden. Eine lokale unterschiedliche Erwärmung
der verschiedenen Bereiche des Zylinderkopfes im Motorbetrieb hat keinen schädigenden
Einfluss auf den gesamten Zylinderkopf.
Nach einem vorteilhaften Aspekt sind die Brennraumbereiche entsprechend
einer Betriebstemperatur des Motors bzw. der Brennräume, insbesondere auf einer
Temperatur > 240°C, wärmebehandelt. Eine thermische Vorschädigung aufgrund unterschiedlicher
Wärmebehandlung in verschiedenen Bereichen des Zylinderkopfes wird vermieden. Das
Auftreten von Ermüdungsrissen und Gefügespannungen ist auch im Betrieb des Motors
weitestgehend vermieden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Vergütung von gegossenen
Zylinderköpfen von Verbrennungsmotoren, wie zum Beispiel Diesel- oder Ottomotoren,
wird der Zylinderkopf aus einer Aluminiumlegierung oder aus einem Aluminiumguss
nach dem Gießen wärmebehandelt, wobei er in unterschiedlichen Bereichen entsprechend
den thermischen und mechanischen Anforderungen dieser Bereiche adaptiv angepasst
unterschiedlich wärmebehandelt wird gegenüber den restlichen Bereichen des Zylinderkopfes.
Auf diese Weise sind die Brennraumbereiche des gegossenen Zylinderkopfes, welche
auf einen höheren Zustand wärmebehandelt sind, optimiert wärmebehandelt, ohne dass
der Rest des Zylinderkopfes eine unzureichende Festigkeit aufweist. Die thermischen
und mechanischen Anforderungen dieser Brennraumbereiche sind gegenüber den Anforderungen
des restlichen Zylinderkopfes eine relativ hohe Zähigkeit des Werkstoffes, wohingegen
die Festigkeit, wie die Zugfestigkeit und die Dehngrenze des Materials, weniger
hoch sein müssen. Die Duktilität der Brennraumbereiche kann mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren relativ hoch sein, wohingegen die Festigkeit des Materials sich in mittleren
Bereichen abspielt.
Dennoch kann der gesamte Rest des Zylinderkopfes (Nicht-Brennraumbereiche),
insbesondere die Bodenplatte und die äußeren Seitenbereiche sowie die Auflagefläche
für die Zylinderkopfdichtung, an der Oberseite mit einem unterschiedlichen Wärmebehandlungs-
bzw. Vergütungsverfahren hergestellt werden, sodass diese weniger duktil sind, jedoch
eine dort notwendige höhere Festigkeit aufweisen. Ein Eingraben einer Zylinderkopfdichtung
aufgrund einer zu niedrigen Festigkeit des Materials wird somit effektiv vermieden.
Die Belastungsgrenzen und die Widerstandsfähigkeit gegen Risse oder Ermüdungserscheinungen
des Zylinderkopfes wird erheblich reduziert. Die hohen Festigkeits- und Härtewerte
in den Brennraumbereichen werden lediglich direkt in diesen Bereichen erfindungsgemäß
hergestellt, sodass eine angepasste bzw. adaptive Einstellung von thermischen und
mechanischen Festigkeits- und Materialeigenschaften je nach Bereich ermöglicht wird.
Die Wärmebehandlung zur Aushärtung des gegossenen Zylinderkopfes ist unterschiedlich
entsprechend den jeweiligen Anforderungen in den Bereichen und vermeidet so aufgrund
von unterschiedlichen Wärmeausdehnungen und/oder Gefügeveränderungen eine Beschädigung
des Zylinderkopfes. Die Festigkeiten und/oder die plastische Verformbarkeit des
Materials wird an unterschiedlichen Bereichen jeweils entsprechend den Anforderungen
optimiert.
Im einzelnen weist die Wärmebehandlung dabei die Schritte eines Lösungsglühens,
eines Abschreckens und eines Warmaushärtens, wobei die Brennraumbereiche des Zylinderkopfes
beim Warmaushärten lokal mit einer höheren Temperatur als der Rest
des Zylinderkopfes behandelt werden, auf. Hierdurch können die Brennraumbereiche
in den für sie optimalen Zustand einer thermischen Überalterung gebracht werden,
in welchem die Festigkeitswerte reduziert sind, jedoch die Zähigkeit des Werkstoffes
des Zylinderkopfes ansteigt (T7-Zustand). Die höhere Temperatur für die lokalen
Bereiche der Brennräume und ihrer unmittelbaren Umgebung kann hierbei durch jedes
geeignete Mittel, wie zum Beispiel eine zusätzliche Wärmequelle oder dergleichen,
realisiert werden. Insbesondere kann eine höhere Temperatur beim Warmaushärten der
gegossenen Zylinderköpfe durch lokale, zusätzliche Wärmequellen, wie zum Beispiel
Gasbrenner oder dergleichen, realisiert werden. Die herkömmliche Warmaushärtung
von Zylinderköpfen insgesamt, welche bei relativ niedrigen Bereichen in der Regel
zwischen 160 und 220°C erfolgt, wird parallel und/oder vorher zu der erfindungsgemäßen
zweiten Stufe eines lokalen Warmaushärtens der Brennraumbereiche ausgeführt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das Wärmebehandeln in zwei Stufen ausgeführt mit einer zweiten Stufe, in welcher
die Brennraumbereiche des Zylinderkopfes lokal und direkt im Anschluss an die erste
Stufe bei einer höheren Temperatur wärmebehandelt werden. Die Temperatur der zweiten
Stufe für die lokale Wärmebehandlung der Brennraumbereiche ist erhöht gegenüber
der Temperatur der ersten Stufe für den gesamten Zylinderkopf. Die lokale Temperaturerhöhung
kann über jedes geeignete Mittel erfolgen, mit welchem unterschiedliche Temperaturen
in unterschiedlichen Bereichen des Zylinderkopfes realisierbar sind. Die Brennraumbereiche
können auf diese Weise mit besonderen Werkstoff- bzw. Gefügeeigenschaften ausgestattet
werden, ohne dass Nachteile für die Festigkeit des gesamten Zylinderkopfes entstehen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird
die zusätzliche bzw. unterschiedliche Wärmebehandlung der Brennraumbereiche des
Zylinderkopfes durch zusätzliche, lokale Wärmeeinbringung in den Brennraumbereichen
beim Warmaushärten durchgeführt. Die zusätzliche Wärmeeinbringung kann gemäß einem
vorteilhaften Aspekt durch einen Laser, einen Brenner oder durch hochfrequente Induktionsenergie
auf elektronische Weise erfolgen. Die Wärmeeinbringung erfolgt hierbei jeweils durch
entsprechend der Brennraumanzahl vorgesehenen Einrichtungen, mittels welchen eine
lokale Wärmeerhöhung ermöglicht wird. Selbstverständlich sind die Übergänge zu den
Brennraumbereichen und dem Rest des Zylinderkopfes hierbei im Wesentlichen fließend,
und es kann keine genaue Grenzenziehung im geometrischen Sinne erfolgen. Wesentlich
für die Erfindung ist hierbei, dass die Brennraumbereiche, das heißt die Brennstege,
die Zylinderbohrungen und die unmittelbar an die Brennräume angrenzenden inneren
Bereiche des Materials des Zylinderkopfes, anders wärmebehandelt werden als der
Rest, insbesondere die Außenseite und die Zylinderkopfplatte. Durch das Vorsehen
einer Wärmeeinbringung mittels eines Lasers, eines Brenners oder einer hochfrequenten
Induktionsenergie können auf relativ einfache Weise die Bereiche der Brennräume
verschieden wärmebehandelt bzw. warmausgehärtet werden gegenüber dem Rest des Zylinderkopfes,
ohne dass der Zylinderkopf in mehreren Teilen oder unterschiedlichen Modulen ausgebildet
sein muss.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die unterschiedliche
Wärmeeinbringung in den Brennraumbereichen durch Kühlung der Restbereiche des Zylinderkopfes
mit Ausnahme der Brennraumbereiche selbst durchgeführt Durch äußere Kühlung beispielsweise
mittels eines Kühlwassers oder eines Kühlfluids, welches die Außenseite und die
Unterseite des Zylinderkopfes umströmt, kann bei einer gleichbleibenden Wärmequelle
und Wärmeeinbringung die unterschiedliche Wärmebehandlung der Brennraumbereiche
gegenüber dem Rest des Zylinderkopfes erreicht werden. Dadurch sind keine zusätzlichen
Vorkehrungen bzw. Einrichtungen erforderlich, mittels welchen die spezifische Warmaushärtung
in den Brennraumbereichen realisiert wird. Mit einer herkömmlichen, dem Fachmann
bekannten Vorrichtung einer Wärmebehandlung kann die erfindungsgemäße spezifische
Wärmebehandlung daher an ein und demselben einstückigen Zylinderkopf durchgeführt
werden.
Durch die Wärmeeinbringung mittels eines Lasers, eines gasbeheizten
Brenners oder auf induktivem Wege lassen sich in relativ kurzen Zeiten hohe Temperaturen
erzeugen, sodass relativ kurze und zudem reproduzierbare Wärmeaushärtezeiten an
dem Zylinderkopf realisierbar sind.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Wärmeeinbringung
in den Brennraumbereichen gepulst durchgeführt und direkt am Ende einer ersten,
konventionellen Warmaushärtung des Zylinderkopfes. Durch das gepulste Warmaushärten
bzw. den Energieeintrag wird vermieden, dass die Brennstege in ihrer Wärmeausdehnung
behindert werden und es zu Ermüdungsrissen aufgrund einer thermischen Vorschädigung
kommt. Die lokale Überhitzung in den Brennräumen wird vermieden, sodass sich keine
zu hohen Temperaturdifferenzen zwischen den umgebenden, kälteren Bereichen einstellen.
Die zusätzliche Wärmeeinbringung in den Brennraumbereichen kann alternativ
auch während der konventionellen Warmaushärtung des Zylinderkopfes erfolgen. Wesentlich
für die Erfindung ist lediglich, dass kein zu großer Abstand zwischen einem konventionellen
Warmaushärten und einem zusätzlichen spezifischen und lokalen Aushärten der Brennraumbereiche
besteht, da sonst die Temperaturdifferenz zwischen den ausgehärteten Brennraumbereichen
und den äußeren Zylinderkopfrandzonen zu hoch ist. Letzteres kann zu Spannungen
und somit Rissen in dem Gefüge führen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird in einer
ersten Stufe der Zylinderkopf einer Warmaushärtung ausgesetzt bei einer Temperatur
zwischen 160 bis 220°C zum Erzeugen eines T6- oder T7-Zustands, und anschließend
wird in einer zweiten Stufe ein Warmaushärten auf einen höheren Zustand, insbesondere
einen T7-Zustand, lediglich lokal in den Brennraumbereichen durchgeführt. Die zweite
Stufe des Warmaushärtens wird vorzugsweise auf einer Temperatur durchgeführt, welche
mindestens gleich zu der späteren Betriebstemperatur der Brennräume ist. Hierdurch
können dauerfeste und hochbelastbare Zylinderköpfe auf kostengünstige Weise durch
eine einfache, mehrstufige Wärmebehandlung hergestellt werden. Die verschiedenen
Bereiche des Zylinderkopfes können adaptiv auf ihre jeweiligen Anforderungen hin
optimiert wärmebehandelt werden, ohne dass der Herstellungsprozess verkompliziert
oder in seiner Dauer wesentlich verlängert wird. Die zweistufige Warmaushärtung
kann vorteilhafterweise parallel erfolgen oder alternativ direkt im Anschluss zueinander.
Es lassen sich relativ leichte und dennoch hochbelastbare Zylinderköpfe aus Aluminiumlegierungen
herstellen, und die Gefahr von Rissbildungen oder materialinduzierten Schwachstellen
wird reduziert.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung zu entnehmen, in welcher die Erfindung mehr im Detail
in Bezug auf die in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschrieben wird.
In der Zeichnung zeigen:
1 eine schematische Schrägansicht eines
ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung von
Zylinderköpfen mit induktiver Wärmeeinbringung;
2 eine schematische Schrägansicht eines
zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung von
Zylinderköpfen mit Wärmeeinbringung mittels Gasbrennern;
3 eine schematische Schrägansicht eines
dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung von
Zylinderköpfen mit Wärmeeinbringung mittels Laser;
4 eine schematische Schrägansicht eines
vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung von
Zylinderköpfen mit äußerer Wasserkühlung;
5 eine schematische Schrägansicht eines
fünften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung von
Zylinderköpfen mit Wärmedämmung der Brennräume beim Abschrecken.
In 1 ist in einer schematischen Schrägansicht
ein erstes Ausführungsbeispiel für die Vergütung durch Wärmebehandlung eines Zylinderkopfes
gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Zylinderkopf 1 weist
Brennraumbereiche 3 auf, welche durch die Brennräume selbst und die Brennstege
7 sowie die unmittelbare Umgebung der Zylinder 5 gebildet werden.
Der Zylinderkopf 1 weist weiter eine Bodenplatte 4 auf und einen
äußeren Bereich 2, im Folgenden auch bezeichnet als Nicht-Brennraumbereich.
Selbstverständlich sind die Übergänge zwischen dem Brennraumbereich 3 und
dem Nichtbrennraum-Bereich 2 keine geradlinig und abrupt voneinander abgegrenzten
Abschnitte des Zylinderkopfes 1, sondern es werden sich in der Praxis fließende
Übergänge zwischen den Brennraumbereichen 3 und dem äußeren Bereich
2 ergeben.
Der gegossene Zylinderkopf 1 besteht vorzugsweise aus einer
Aluminiumlegierung, wie zum Beispiel AlSi7Mg, AlSi10Mg, Al-Si6Cu4, AlSi9Cu3 etc.
Der Zylinderkopf 1 wird nach dem Gießen wärmebehandelt und erfindungsgemäß
in unterschiedlichen Bereichen adaptiv angepasst unterschiedlich wärmebehandelt.
Der Brennraumbereich 3 des Zylinderkopfes wird durch die Induktionseinrichtung
10 über eine der Anzahl der Zylinder 6 entsprechenden Anzahl von
Induktoren 10 bei der eigentlichen Wärmebehandlung zusätzlich mit Wärmeenergie
versorgt. Die Induktoren 10 können hierfür in die jeweiligen Brennräume
6 der Zylinder 5 eingefahren werden. Die zusätzliche Wärmebehandlung
der Brennraumbereiche 3 mit den Induktoren 10 erfolgt vorzugsweise
direkt anschließend an eine konventionelle Wärmebehandlung bzw. Warmaushärtung des
Zylinderkopfes 1 oder zeitgleich zu dieser. Die konventionelle Vergütung
des gesamten Zylinderkopfes 1 erfolgt mit den Verfahrensschritten eines
Lösungsglühens, insbesondere oberhalb von 470°C. Danach wird der Zylinderkopf
1 in einem Wasserbad abgeschreckt, und der lösungsgeglühte Zustand wird
metastabil bei Raumtemperatur eingefroren. Anschließend wird der Zylinderkopf
1 oberhalb einer Temperatur von vorzugsweise 160°C warmausgehärtet,
beispielsweise in einem (nicht dargestellten) Ofen. Hierdurch erreicht man einen
Materialzustand, der auch bezeichnet wird als T6-Zustand, in welchem die Festigkeitswerte
entsprechend einer optimalen Aushärtungstemperatur über eine optimale Zeit maximal sind,
bei einer möglichst geringen Werkstoffzähigkeit.
Diese bekannte Vergütung wird gemäß der vorliegenden Erfindung überlagert
bzw. ergänzt durch ein bereichsweises spezifisches Wärmebehandeln bzw. Warmaushärten
in den Brennraumbereichen 3. Letztere werden beispielsweise durch den in
1 dargestellten induktiven Wärmeeintrag über Induktionsspulen
und hochfrequenten Wechselstrom, welcher Wirbelströme erzeugen lässt, über den sogenannten
T6-Zustand hinaus weiter wärmebehandelt. Die Brennraumbereiche 3 werden
so auf einen T7-Zustand gebracht, in welchem der Aluminiumwerkstoff bzw. die Aluminiumlegierung
thermisch überaltert und die Zähigkeit angestiegen ist, wohingegen die Festigkeitswerte
gegenüber dem T6-Zustand wieder abgefallen sind. Hierdurch werden unterschiedliche,
entsprechend den thermischen und mechanischen Anforderungen angepasste Wärmebehandlungen
in den Brennraumbereichen 3 und den äußeren Bereichen 2 des Zylinderkopfes
1 realisiert. Die äußere Festigkeit des Zylinderkopfes 1 ist insbesondere
bei aluminiumbasierten Zylinderköpfen erforderlich, damit im Betrieb eines Motors
sich eine Zylinderkopfdichtung nicht in das Material eingräbt und es zu Undichtigkeiten
am Motor zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Zylinderkopf 1 kommen kann.
2 zeigt eine schematische Schrägansicht
eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergütung
eines Zylinderkopfes. Im Unterschied zu dem zuvorigen Ausführungsbeispiel der
1 wird die Wärmeeinbringung in den Brennraumbereich
3 zur unterschiedlichen Wärmebehandlung verschiedener Bereiche des Zylinderkopfes
1 hier mittels eines Gasbrenners 8 durchgeführt, welcher eine
der Anzahl von Zylindern 5 entsprechende Anzahl von Brenndüsen
15 aufweist, die in die Brennräume 6 einführbar sind. Die Warmaushärtung
erfolgt hier in den Brennraumbereichen 3 über die Brennerflammen des vorzugsweise
Gasbrenners 8, die in Richtung zu den Brennräumen 6 des Zylinderkopfes
1 weisen. Durch die zusätzliche Wärmeeinbringung mittels des Gasbrenners
8 wird in den Brennraumbereichen 3, das heißt der unmittelbaren
Umgebung der Zylinder 5 und der Brennraumstege 7, das Material
des einstückig gegossenen Zylinderkopfes 1 spezifisch und angepasst wärmebehandelt
und auf einen vorzugsweise T7-Zustand gebracht. Der Zylinderkopf 1 ist
außerhalb dieser Brennraumbereiche 3, das heißt in den Restbereichen
2 und vor allem an der Außenseite und der Dichtfläche der Zylinderkopfdichtung
(nicht gezeigt), einer konventionellen Wärmebehandlung unterzogen. Vorzugsweise
ist die letztere eine Wärmebehandlung bzw. ein Warmaushärten über eine Zeitdauer
und bei einer Temperatur, die zu einem T6-Zustand führt (entspricht einer mittelgroßen
Ausscheidung von aussscheidungshärtenden Phasen der Legierungselemente).
Eine weitere alternative Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Vergütung von Zylinderköpfen aus gegossenem Aluminium ist in einer schematischen
Schrägansicht in 3 gezeigt. Anstatt eines Gasbrenners
oder eines induktiven Wärmeeintrages wie bei den zuvorigen Ausführungsbeispielen
wird bei diesem Ausführungsbeispiel eine Lasereinrichtung 9 verwendet,
mittels welcher gezielt in die Brennraumbereiche 3 des Zylinderkopfes
1 ein zusätzliches Warmaushärten durchgeführt wird. Die Lasereinrichtung
9 weist wie zuvor eine den Zylindern 5 entsprechende Anzahl von
Laserstrahlen auf, im vorliegenden Fall vier. Mittels der Laser kann in den Brennräumen
6 der Zylinder 5 eine lokale Wärmeeinbringung durchgeführt werden.
Die Wärmeeinbringung dient einem zusätzlichen Warmaushärten dieser Brennraumbereiche
3 gegenüber dem Rest 2 und insbesondere der Außenseite des Zylinderkopfes
1. Die Bodenplatte 4 und die äußeren Bereiche 2 des Zylinderkopfes
1, welche sich um die Brennraumbereiche 3 herum befinden, werden
lediglich in einer konventionellen Warmaushärtung bearbeitet, das heißt vorzugsweise
einer T7-Warmaushärtung mit den jeweiligen, dem Material entsprechenden Zeiten und
Temperaturen.
Die Variabilität der Eigenschaften innerhalb des gegossenen Zylinderkopfes
1 kann vorteilhafterweise adaptiv auf jeweilige Beanspruchungsformen angepasst
werden. Wie bei den zuvorigen Ausführungsbeispielen der 2
und 1 erlaubt die erfindungsgemäße, spezifische
mehrstufige Wärmebehandlung, einen stabilen duktilen Zustand in den Brennraumbereichen
3 zu realisieren bei gleichzeitigem hochfesten Materialzustand und erhöhtem
Verschleißwiderstand in den restlichen Bereichen. Hierdurch können dauerfeste und
hochbelastbare Zylinderköpfe 1 auf kostengünstige Weise durch eine einfache
mehrstufige Wärmebehandlung hergestellt werden. Die erfindungsgemäße Vergütung von
gegossenen Zylinderköpfen aus Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen beinhaltet keine
potenziellen Schwachstellen in der Produktion, wie zum Beispiel unterschiedliche
Werkstoffe, Schweißnähte, Beschichtungen oder dergleichen. Die Vergütung ist für
die Serienherstellung ausreichend reproduzierbar.
In der 4 ist eine alternative Ausführungsform
eines Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Schrägansicht
schematisch dargestellt. Hier wird der Zylinderkopf 1 durch eine zusätzliche
Kühlung mittels Kühlwasser 16 in einer Kühlwanne 14 von außen
gekühlt während des Einbringens einer Wärme über Induktoren 10 in den Brennraumbereichen
3. Die zusätzliche Kühlung insbesondere der Bodenplatte 4 und
des äußeren Bereichs 2 des Zylinderkopfes 1 ermöglicht eine zusätzliche
Wärmeeinbringung über die Induktoren 10, ohne dass der
Wärmeaushärtzustand am äußeren Bereich 2 des Zylinderkopfes 1
verändert wird. Das Kühlwasser 16 wird vorzugsweise mit einer Temperatur
von 20°C eingeführt.
Alternativ hierzu zeigt die 5 eine Ausführungsform,
bei welcher anstatt einer äußeren Kühlung mittels Kühlwasser die Brennraumbereiche
3 über ein Wärmedämmmaterial 11 länger auf einer höheren Temperatur
gehalten werden als der Rest des Zylinderkopfes 1. Dies wird erreicht,
indem die Wärmedämmung 11 in die Zylinder 5 bzw. die Brennräume
6 eingesteckt wird während des Schritts eines Abschreckens, da hierdurch
die Temperaturabnahme in diesen Bereichen verringert wird. Beispielsweise wird das
Warmaushärten bei einer Temperatur von 160 bis 220°C über zwei bis sechs Stunden
durchgeführt mit einem anschließenden Abschrecken mit der Wärmedämmung
11 in den Brennraumbereichen.
Alle zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen
Verfahrens einer Wärmebehandlung mit adaptiven Eigenschaften in unterschiedlichen
Bereichen des Zylinderkopfes 1 weisen die Prozessschritte eines Lösungsglühens
auf bei Temperaturen insbesondere oberhalb von 470°C, eines anschließenden Abschreckens
des gesamten Zylinderkopfes und einer lokalen Aushärtung oder Abschreckung in den
Brennraumbereichen 3, die unterschiedlich und spezifisch ist gegenüber
dem Rest des Zylinderkopfes 1. Der gesamte Zylinderkopf 1 wird
ebenfalls warmausgehärtet mit den herkömmlich bekannten Verfahren. Die Schritte
eines spezifischen und lokalen Aushärtens mit zusätzlicher Wärmeeinbringung und/oder
Kühlung oder Wärmedämmung können hierbei vor der Aushärtung des gesamten Zylinderkopfes
oder anschließend zu dieser erfolgen.
Sämtliche in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen sowie
in der Zeichnung dargestellten Merkmale und Elemente können sowohl einzeln als auch
in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
|
| Anspruch[de] |
- Zylinderkopf (1) für einen Verbrennungsmotor, aus einer warmausgehärteten
Aluminiumlegierung, mit einer Mehrzahl von Brennräume (6) ausbildenden
Zylindern (5), mit einer Bodenplatte (4) und mit Brennstegen (7),
wobei die Brennräume (6) und die Brennstege (7) mit ihrer unmittelbaren
Umgebung Brennraumbereiche (3) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennraumbereiche (3) lokal begrenzt einen höheren Zustand der Warmaushärtung
als die restlichen Bereiche (2) aufweisen.
- Zylinderkopf (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Brennraumbereiche (3) auf einen T7-Zustand wärmebehandelt sind.
- Zylinderkopf (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Brennraumbereiche (3) mindestens entsprechend einer Betriebstemperatur
der Brennräume (6) des Verbrennungsmotors zusätzlich wärmebehandelt sind
gegenüber den Nicht-Brennraumbereichen (2).
- Verfahren zur Vergütung von gegossenen Zylinderköpfen (1)
für Verbrennungsmotoren, wobei die Zylinderköpfe (1) aus einem Aluminiumguss
oder einer Aluminiumgusslegierung bestehen und der Zylinderkopf (1) Brennraumbereiche
(3) und Nicht-Brennraumbereiche (2) aufweist, wobei der Zylinderkopf
(1) nach dem Gießen wärmebehandelt wird und die Wärmebehandlung des Zylinderkopfes
(1) die Schritte aufweist: Lösungsglühen, Abschrecken und Warmaushärten,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brennraumbereiche (3) beim Warmaushärten
zusätzlich lokal mit einer höheren Temperatur und/oder längeren Zeit als der restliche
Bereich (2) des Zylinderkopfes (1) behandelt werden.
- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung
in zwei Stufen ausgeführt wird mit einer zweiten Stufe, in welcher die Brennraumbereiche
(3) lokal und direkt im Anschluss an die erste Stufe bei erhöhter Temperatur
wärmebehandelt werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die unterschiedliche Wärmebehandlung durch zusätzliche, lokale Wärmeeinbringung
in den Brennraumbereichen (3) beim Warmaushärten erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedliche
Wärmebehandlung durch Wärmedämmung (11) der Brennraumbereiche (3)
beim Abschrecken erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
unterschiedliche Wärmebehandlung durch Kühlung der Nicht-Brennraumbereiche (2)
des Zylinderkopfes (1) erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine äußere Wasserkühlung
von mindestens einer Bodenplatte (4) des Zylinderkopfes (1) während
des Warmaushärtens.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass lokal in den Brennraumbereichen (3) zusätzlich warmausgehärtet wird
gegenüber dem Rest des Zylinderkopfes (1) durch Wärmeeinbringung mittels
eines Brenners (8), eines Lasers (9) oder hochfrequenter Induktionsenergie
(10).
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10 dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzliche Wärmeeinbringung gepulst und direkt am Ende einer ersten, konventionellen
Warmaushärtung erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzliche Wärmeeinbringung während eines konventionellen Warmaushärtens
des Zylinderkopfes (1) erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass eine erste Stufe eines Warmaushärtens des gesamten Zylinderkopfes (1)
bei einer Temperatur zwischen 160 bis 220°C auf einen T6- oder einen T7-Zustand
erfolgt und dass in einer zweiten Stufe ein Warmaushärten auf einen höheren Zustand
lediglich lokal in den Brennraumbereichen (3) durchgeführt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass das Warmaushärten der Brennraumbereiche (3) bei einer Aushärttemperatur
von mindestens gleich zu der Betriebstemperatur der Brennräume (6) des
Verbrennungsmotors durchgeführt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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