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Dokumentenidentifikation DE10345654A1 21.04.2005
Titel Flaschenverschluss bestehend aus einer Kapsel und einem dichtend in den Flaschenhals einführbaren, in die Kapsel integrierten Stopfen aus Kunststoff
Anmelder Hahn, Alfred, Dipl.-Ing., 67133 Maxdorf, DE
Erfinder Hahn, Alfred, Dipl.-Ing., 67133 Maxdorf, DE
DE-Anmeldedatum 01.10.2003
DE-Aktenzeichen 10345654
Offenlegungstag 21.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.04.2005
IPC-Hauptklasse B65D 51/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Flaschenverschluss (4) insbesondere für Weinflaschen bestehend aus einer Kapsel (1) und einem in die Kapsel (1) integrierten zapfenförmigen Stopfen (4) aus Kunststoff. Der Stopfen (4) ist dichtend in die Flaschenmündung einführbar.

Die Kapsel (1) besteht aus anrollfähigem oder schrumpffähigem Werkstoff. Verwendbar sind handelsübliche sowie kundenspezifische Kapseln mit oder ohne Aufreißband.

Der Stopfen (4) besteht aus PE oder einem alternativ für Lebensmittelanwendung zugelassenen Kunststoff. Die ideale Form hat eine nach außen gewölbte, zapfenförmige Dichtfläche (9) welche die großen Toleranzen der Flaschenmündung besonders bei Weinflaschen hinreichend abdeckt.

Eine bei Bedarf benötigte Sauerstoffbarriere (8) aus Alu oder Kunststoff wird im Bereich der Stirnfläche (7) des Stopfens (4) angebracht.

Der Stopfen (4) wird mit seiner Stirnfläche (7) vollflächig in den Kapselboden (3) geklebt oder geschweißt.

Ziel der Erfindung ist es, einen Flaschenverschluss (4) mit integriertem Stopfen (4) insbesondere für Weinflaschen mit Bandmündung (11) in den Markt zu bringen. Der Verschluss ist sehr kostengünstig und pendelt sich im unteren Bereich der Preisskala für Flaschenverschlüsse ein. Bestechend einfaches Handling sichert Akzeptanz bei Abfüller u. Verbraucher

Der optische Eindruck zeigt das Verbrauchergewohnte Bild eines mit Kapsel (1) überzogenen Flaschenhalses (10). Auch nach dem Öffnen sieht der Verbraucher die ihm vertraute Bandmündung wie er sie von mit Naturkork verschlossenen Flaschen kennt.

Die Handhabung beim Entfernen des Stopfens (4) greift auf gewohntes Verbraucherverhalten zurück. Bei der Kapsel mit Aufreisband (1) wird durch aufziehen des Bandes (2) das Oberteil (1a) vom Unterteil (1b) der Kapsel (1) getrennt. Danach wird das Oberteil (1a) mit dem dort integrierten Stopfen (4) ohne Werkzeug leicht mit der Hand aus der Mündung (11) herausgezogen. Die Flasche ist geöffnet.

Bei der Kapsel ohne Aufreißband (2) wird wie gewohnt mit einem Messer der obere vom unteren Teil der Kapsel getrennt. Danach in der gleichen Vorgehensweise das Oberteil (1a) mit dem dort integrierten Stopfen (4) aus der Flaschenmündung (11) entfernt. Die Flasche ist geöffnet.

Mit dem so erhaltenen Oberteil (1a) ist die wieder Verschließbarkeit nach erstmaligem Öffnen der Flasche durch leichtes Einpressen des Oberteils (1a) in die Mündung (11) sicher gewährleistet.

Das Kapselmaterial kann bestehen aus schrumpffähigem Kunststoff, oder Polylaminat, oder Aluminium, oder Zinn, oder anderen geeigneten Werkstoffen.

Stand der Technik:

Nach derzeitigem Stand der Technik werden in Weinflaschen mit Bandmündung (11) oder Ringmündung Innenverschließende Korken eingepresst. Danach wird im nächsten Arbeitsgang materialabhängig eine Kapsel (1) angerollt oder angeschrumpft. Die Kapsel (1) hat hier eine vorwiegend kosmetische Funktion u. keine den Korken haltende Funktion. Das austreten des Korkens wird durch den Anpressdruck an den Flaschenhals verhindert. Zum herausziehen des Korken benötigt man ein Werkzeug.

Erfindung:

Bei der Erfindung handelt es sich um einen Flaschenverschluss bestehend aus einer Kapsel (1) in die ein zapfenförmiger Stopfen (4) aus Kunststoff integriert ist. Das Kapselmaterial ist schrumpffähig oder anrollfähig. Durch das Anrollen bzw. Anschrumpfen an den Flaschenhals (10) wird die Kapsel (1) im unteren Bereich des Bandes (12) so stark fixiert, dass der Verschluss (4) bei druckloser Füllung die Flaschen zuverlässig abdichtet. Der in die Kapsel (1) integriert Stopfen (4) übernimmt die Dichtefunktion plus eine geringe Haltefunktion. Die Kapsel (1) übernimmt materialabhängig nach anrollen oder anschrumpfen die eigentliche Haltefunktion. Zum herausnehmen des Stopfens benötigt man nach Auftrennen der Kapsel kein Werkzeug.

1Kapsel 1aKapseloberteil 1bKapselunterteil 2Aufreißband 3Kapselboden 4Stopfen 5Klebeverbindung 6Stopfenboden 7Stirnfläche 8Sauerstoffbarriere 9Dichtfläche 10Flaschenhals 11Bandmündung 12Band unterer Bereich Zeichnungserläuterung:

Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen

1 Typische Flaschenkapsel schrumpffähig oder anrollfähig mit Aufreißband

2 Typische Flaschenkapsel schrumpffähig oder anrollfähig ohne Aufreißband

3 Stopfen

4 Verschluss bestehend aus Kapsel mit integriertem Stopfen

5 Verschluss in die Mündung eingeführt und an den Flaschenhals angeschrumpft oder angerollt

6 Kapseloberteil abgenommen nach abtrennen

7 Flaschenhals mit Kapselunterteil nach abnehmen des Kapseloberteiles


Anspruch[de]
  1. Flaschenverschluss bestehend aus einer Kapsel (1) und einem dichtend in den Flaschenhals einführbaren in die Kapsel (1) integrierten Stopfen (4) aus Kunststoff dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (4) aus einem für Lebensmittelanwendung geeigneten Kunststoff bevorzugt PE besteht,

    der Stopfen (4) eine bauchige zapfenförmige Dichtfläche (9) hat,

    den für die Dichtigkeit erforderlichen Durchmesser da nachweist,

    die Höhe h des Stopfens (4) kleiner di ist,

    der Stopfen (4) an seinem oberen Ende einen Stopfenboden (6) aufweist dessen Durchmesser d annähernd dem Außendurchmesser der Flaschenmündung (11) entspricht,

    bei Bedarf eine Sauerstoffbarriere (8) integriert ist,

    der Stopfen (4) mit seiner Stirnfläche (7) unverlierbar mit dem Kapselboden (3) verbunden ist.
  2. Flaschenverschluss nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,

    dass die Kapsel (1) entweder aus schrumpffähigem oder anrollfähigem Material besteht,

    dass die Kapsel (1) materialunabhängig mit oder ohne Aufreißband sein kann,

    dass der Kapseldurchmesser D dem jeweilig verwendeten Flaschentyp angepasst ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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