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Dokumentenidentifikation DE202004001320U1 21.04.2005
Titel Großküchengerät mit modularem Gehäuse, mit direkt verbundenen Wandelementen
Anmelder HUPFER Metallwerke GmbH & Co., 48653 Coesfeld, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Aktenzeichen 202004001320
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.04.2005
Registration date 17.03.2005
Application date from patent application 28.01.2004
IPC-Hauptklasse B62B 3/00
IPC-Nebenklasse A47B 31/00   A47F 10/06   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft ein Großküchengerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Großküchengerät ist aus der DE 94 08 882 U1 bekannt. Bei diesem gattungsbildenden Großküchengerät ist vorgesehen, die Gehäusewandungen mittels eines Verbindungsprofils miteinander zu verbinden. Die Verbindungsprofile selbst bestehen aus Kunststoff und weisen Nuten auf, wobei die Wandungen als Blechkonstruktionen ausgestaltet sind und entsprechend abgekantete Abschnitte an ihren Rändern aufweisen, die als Federn mit den Nuten des Verbindungsprofils zusammenwirken. Derartige Gehäuse für Großküchengeräte ermöglichen eine schnelle Montage des Großküchengerätes, insbesondere eine Montage mit einfachen Mitteln, da Schweißarbeiten erheblich reduziert werden können. Die für derartige Gehäuse in Frage kommenden Großküchengeräte können verfahrbar ausgebildet sein, wie Tablett-Transportwagen oder Speise-Ausgabewagen, sie können jedoch auch für eine ortsfeste Verwendung vorgesehen sein, z. B, als Aufbewahrungs- oder Warmhalteschränke.

Ein zweiter aus der Praxis bekannter Stand der Technik besteht in einer so genannten Rahmenbauweise. Hierbei werden die Gehäusekanten des Großküchengerätes durch metallische Profile, beispielsweise Vierkant-Hohlprofile, gebildet und in diesen Rahmen werden die Gehäuseflächen in Form von Blechtafeln eingesetzt und eingeschweißt. Diese Herstellungsweise von Gehäusen ist aufwendig, weist jedoch den Vorteil einer durchgehenden elektrischen Leitfähigkeit auf, die beispielsweise zugunsten einer EMV-Verträglichkeit vorteilhaft ist.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Großküchengerät dahingehend zu verbessern, dass dieses mit nochmals verringerten Herstellungskosten hergestellt werden kann, eine möglichst große Steifigkeit des Gehäuses mit möglichst geringem Gewicht ermöglicht, und zudem eine elektrisch leitende Ausgestaltung des Gehäuses ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Großküchengerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Neuerung schlägt mit anderen Worten vor, an der an sich wirtschaftlich vorteilhaften modularen Ausgestaltung des Gehäuses festzuhalten, dabei jedoch auf die verwendeten Verbindungsprofile zu verzichten und die Wandungen unmittelbar miteinander zu verbinden. Hierdurch ergeben sich mehrere Vorteile:

Einerseits wird durch den direkten Kontakt zwischen zwei metallischen Wandungen eine durchgehende elektrische Leitfähigkeit des Gehäuses ermöglicht.

Weiterhin ergibt sich an einer Verbindungsstelle nur eine einzige Nahtlinie, während bei der Verwendung eines Verbindungsprofils dieses Verbindungsprofil stets zwei Nahtlinien erzeugte, nämlich jeweils eine Naht zu jeder der beiden angrenzenden Wandungen. Durch die Verwendung einer Nut- und Federgeometrie ergibt sich eine durchgehend geschlossene Naht. Im Vergleich zu der rein metallischen Rahmen-Konstruktionsweise von Großküchengeräten ist dies hygienisch vorteilhaft, da bei den vorerwähnten Rahmen-Konstruktionsweisen die einzelnen Wandungen lediglich punktuell mit dem Rahmen verbunden werden, beispielsweise durch Verschraubung, Vernietung oder durch Punktverschweißung. Zwischen diesen einzelnen Verbindungspunkten ist eine hygienisch nachteilige Durchlässigkeit zwischen Wandung und Rahmen nicht auszuschließen.

Da im Vergleich zur Verwendung von Verbindungsprofilen die Anzahl der Nahtlinien halbiert werden kann, verringern sich auch die auftretenden Toleranzen, so dass insgesamt ein festerer Verbund und somit eine steifere Ausbildung des Gehäuses bewirkt werden kann. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei verfahrbaren Großküchengeräten, wenn diese über Schwellen oder unebene Böden gefahren werden.

Die steifere Ausbildung des Gehäuses ermöglicht andererseits – ohne Verbesserung, sondern unter Beibehaltung der gewünschten, ursprünglich vorhandenen Stabilität – die Verwendung dünnerer Materialstärken, was die Herstellungskosten des Großküchengerätes verringert.

Zudem ergeben sich durch die Reduzierung der Nahtlinien weniger Montagestellen, so dass sich auch der Zeitaufwand für die Montage des Großküchengerätes verringert.

Zudem ist es wirtschaftlich vorteilhafter, die Wandungen geringfügig größer auszugestalten und mit den nut- und federbildenden Abkantungen zu versehen als Verbindungsprofile in Form von separaten Kunststoffprofilen zu verwenden, so dass sich allein schon durch diesen Entfall der Verbindungsprofile die Herstellungskosten des vorschlagsgemäßen Großküchengerätes gegenüber dem gattungsbildenden Stand der Technik reduzieren.

Die Federelastizität, die das in der Praxis verwendete Metall aufweist, welches für die Ausgestaltung der Wandungen verwendet wird, ist höher als die Elastizität des massiven Kunststoffprofils, welches das Verbindungsprofil bildet, so dass durch diese Federelastizität der nut- und federbildenden Abkantungen ein verbesserter Toleranzausgleich erfolgt.

Vorteilhaft kann wie vorstehend erwähnt die Nut und / oder die Feder der Wandungen durch das Wandungsmaterial selbst gebildet werden, so dass keine zusätzlichen Nut- oder Federprofile mit den Wandungen verbunden werden müssen, bevor die Wandungen miteinander verbunden werden können. Bei Verwendung – wie aus der Praxis bekannt – von Blechtafeln zur Herstellung der Wandungen können diese Blechtafeln entsprechend gekantet werden, um die Nut bzw. Feder auszubilden.

Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die Stege der Feder an ihrem Ende V-förmig, U-förmig oder in ähnlicher Weise zurückgekantet sind. Da die korrespondierende Nut durch zwei parallele abgekantete Stege der zugehörigen Wandung gebildet werden, können diese Stege von den U-förmig bzw. V-förmig umgekanteten Feder-Stegen umgriffen werden, so dass ein besonders inniger Verbund zwischen Nut und Feder geschaffen wird. So wird beispielsweise verhindert, dass das Einführen der Feder in die Nut zu einem Aufspreizen der Nut führt. Durch ein derartiges Aufspreizen würde der Verbund zwischen den beiden Wandungen gelockert, was aufgrund der zurückgekanteten Feder-Stege verhindert wird, so dass ein besonders steifer und spielfreier Verbund zwischen den beiden Wandungen ermöglicht wird.

Vorteilhaft kann die vorgeschlagene Verbindung insbesondere zwischen den Wandungen der Rückwand und der Seitenwände eines Gehäuses eines Großküchengerätes vorgesehen sein. Gegenüber diesen unbeweglichen Wandungen können auch bewegliche Wandungen in Form von Türen vorgesehen sein, die zugunsten ihrer möglichst freien Beweglichkeit nicht wie vorgeschlagen mit benachbarten Wandungen verbunden werden, sondern scharniert sind.

Vorteilhaft können die Wandungen in an sich bekannter Weise doppelwandig ausgebildet sein, aus zwei Blechtafeln, die als Außen- und Innenschale bezeichnet sind. Diese Doppelwandigkeit ermöglicht einerseits eine thermische Isolierung aufgrund des eingeschlossenen Luftraums; vorteilhaft können die Wandungen jedoch zusätzlich ausgeschäumt sein. Dabei ist die Verwendung von vorgefertigten Schaumplatten bekannt, die zwischen Innen- und Außenschale der Wandung angeordnet sind. Vorschlagsgemäß kann vorgesehen sein, die Wandungen bis in ihre Randbereiche auszuschäumen, so das eine möglichst optimale thermische Isolierwirkung erzielt wird, die besser als bei Verwendung von nicht thermisch isolierten Rahmen oder bei der Verwendung von Verbindungsprofilen mit massivem Materialquerschnitt ist.

Vorteilhaft kann ein besonders steifer Verbund der Wandungen mit dem Boden des Großküchengerätes dadurch erzielt werden, dass sich die Wandung auf dem Boden des Großküchengerätes abstützt, jedoch nicht an dieser unteren Schmalkante mit dem Boden verbunden ist, sondern vielmehr an der Schmalkante des Bodens. Zu diesem Zweck erstreckt sich eine der beiden Schalen der Wandung über die Bodenoberfläche hinaus nach unten, neben die Schmalkante des Bodens, so dass hier ein gewisser Überlappungsbereich entsteht. In diesem Überlappungsbereich können die entsprechende Innen- oder Außenschale der Wandung und der Boden fest miteinander verbunden sein, beispielsweise durch Schweißpunkte, Vernietungen oder insbesondere vorteilhaft durch eine lösbare Verschraubung. Die Verschraubung weist außer den Vorteil der Lösbarkeit den Vorteil auf, dass sie mit besonders geringen Anforderungen an das Montagepersonal erstellt werden kann. Aus diesem Grund ist einerseits die Herstellung komplex gestalteter Bauelemente werkseitig vorgesehen, beispielsweise die Erstellung der gekanteten Wandungen mit den abgekanteten Nut- und Federbereichen sowie mit der Schaumfüllung zur thermischen Isolierung, wobei aufgrund des modularen Aufbaus des Gehäuses das Großküchengerät platzsparend versendet werden kann. Um das Großküchengerät dann betriebsbereit auszugestalten, muss es montiert werden, wobei die vorgeschlagene Konstruktion des Großküchengerätes möglichst wenig Montagestellen und insbesondere möglichst wenig Stellen vorsieht, an denen eine Montage mithilfe von Werkzeug erfolgen muss. Wo der Einsatz von Werkzeug vorgesehen ist, kann vorteilhaft eine möglichst einfache Werkzeugnutzung vorgesehen sein, wie beispielsweise die vorgesehene Verschraubung anstelle einer Vernietung oder Verschweißung.

Dort, wo die vorgeschriebene Wandung auf dem Boden sich abstützt, kann vorteilhaft eine vergleichsweise schmale Aufstandskante geschaffen werden. Hierzu ist eine Abkantung der entsprechenden Schale der Wandung vorgesehen, die um mehr als 90° erfolgt, so dass diese Schale regelrecht zurückgekantet ist und eine vergleichsweise schmal bemessene Aufstandslinie aufweist, mit welcher sie sich auf dem Boden – direkt oder indirekt – über zwischengeschaltete Bauelemente, abstützt. Insbesondere kann vorteilhaft die Innenschale derart ausgestaltet sein, so dass sie zum Innenraum hin einen möglichst dichten und hygienisch einwandfreien Anschluss an den Boden bildet.

Wenn wie vorerwähnt die Innenschale der Wandung sich auf den Boden abstützt, so bildet dementsprechend die Außenschale den Überlappungsbereich mit dem Boden aus und ist dementsprechend in diesem Überlappungsbereich mit dem Boden verbunden. Zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen können Schrägflächen am Boden und / oder an der Außenschale vorgesehen sein, so dass sich eine nach unten gerichtete Zugwirkung für die Außenschale ergibt je fester sie an den Boden angelegt wird. Auf diese Weise wird die Wandung an den Boden angepresst, nicht nur in horizontaler Richtung, wenn die Außenschale mit dem Boden verbunden wird, sondern auch in vertikaler Richtung, so dass sich dementsprechend der Anpressdruck der schmalen Aufstandslinie der Innenschale auf dem Boden ergibt. Vorteilhaft können in einfacher Weise zwei eingeprägte Mulden mit konischem Rand vorgesehen sein, wenn beispielsweise der Boden und die Außenschale der Wandung aus Blech bestehen.

Wenn sich die Verbindung zwischen Außenschale und Boden durch diese beiden Mulden erstreckt, werden aufgrund der V-förmigen Randgestaltung der Mulden diese beiden Mulden ineinander gezogen, beispielsweise zentriert, je fester die Anlage der Außenschale an den Boden erfolgt. Beispielsweise kann in beiden Mulden eine Bohrung vorgesehen sein, so dass eine Schraube die beiden Mulden durchsetzen kann.

Aufgrund der Nut- und Federverbindung sind die zu verbindenden Wandungen grundsätzlich längs gegeneinander verschiebbar. Die vorbeschriebene Befestigung am Boden kann zu einem sehr steifen Verbund zwischen Wandungen und Boden führen. Eine Verbindung des gesamten Großküchengerätes ist jedoch nicht ausgeschlossen, da die Wandungen entlang der Nahtstellen nach wie vor geringfügig längs verschiebbar sind. Hier kann eine zusätzliche Aussteifung durch den Deckel des Großküchengerätes erfolgen: Vorzugsweise kann ein doppelwandiger Deckel vorgesehen sein mit einer Innenschale, welche eine umlaufende Anlagekante für die unbeweglichen Wandungen bildet. Kippbewegungen der unbeweglichen Wandungen zum Innenraum des Gerätes hin sind auf diese Weise ausgeschlossen. Kippbewegungen nach außen hin werden durch die Außenschale des Deckels vermieden, welcher sowohl die Innenschale als auch die unbeweglichen Wandungen haubenartig übergreift und die Beweglichkeit der Wandungen nach außen begrenzt.

Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Außenschale des Deckels fest mit den unbeweglichen Wandungen verbunden ist, beispielsweise verschraubt ist. Die Innenschale des Deckels hingegen, die lediglich auf Druck beansprucht wird, wenn die Wandungen an ihrem oberen Rand zum Gerätinneren hin zu wandern bestrebt sind, kann lose eingelegt werden. Hierzu kann sie vorteilhaft einen umlaufenden Kragen aufweisen, mit dem sie sich auf den unbeweglichen Wandungen abstützt. Mit „umlaufend" ist im Sinne des vorliegenden Vorschlages nicht gemeint, dass der Kragen ununterbrochen verlaufen muss, er kann vielmehr auch in Form von mehreren Laschen oder Zungen ausgestaltet sein, welche die gewünschte Abstützung der Innenschale auf den Oberkanten der unbeweglichen Wandungen ermöglichen.

Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand der Zeichnungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine perspektivische Ansicht auf ein Großküchengerät in Form eines Tablett-Transportwagens,

2 einen horizontalen Schnitt durch das Gerät von 1,

3 einen vergrößerten Ausschnitt von 2 im Bereich der hinteren rechten Ecke des Gerätes,

4 einen Vertikalschnitt durch das Großküchengerät der 13,

5 eine gegenüber 4 vergrößerte Darstellung der in 4 unten links dargestellten Ecke des Gehäuses, und

6 eine gegenüber 4 vergrößerte Darstellung im Bereich der in 4 oben links dargestellten Ecke des Gehäuses im Bereich des Deckels.

In den Zeichnungen ist mit 1 insgesamt ein Großküchengerät in Form eines Tablett-Transportwagens bezeichnet. Der Tablett-Transportwagen 1 weist bewegliche Wandungen in Form von Türen 2 auf sowie unbewegliche Wandungen in Form einer Rückwand 3 und zweier Seitenwände 4. Die Oberseite des Großküchengerätes 1 ist durch einen Deckel 5 abgeschlossen und an der Unterseite ist ein Boden 6 vorgesehen, an dem vier Laufrollen 7 befestigt sind.

Die Rückwand 3, die Seitenwände 4 sowie der Deckel 5 sind jeweils doppelwandig ausgestaltet, jeweils bestehend aus einer Innenschale 3i, 4i und 5i sowie einer Außenschale 3a, 4a und 5a. Die Innenschale 4i der Seitenwand 4 weist vorspringende Rippen 8 auf als Halterungen für Tabletts, die in das Großküchengerät 1 eingestellt werden können. Feststeller 9 dienen zur Festlegung der Türen 2 sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand. Die Feststeller 9 sind zu diesem Zweck auf einer Stoßleiste 10 befestigt, wobei zusätzlich zu dem Feststeller 9 ein bewegliches Verriegelungsblech 11 die beiden Türen 2 im geschlossenen Zustand hält.

Aus 2 ist ersichtlich, dass in der Mitte des Innenraums des Großküchengerätes 1 eine Trennwand 12 vorgesehen ist, ebenfalls mit Rippen 8 versehen, so dass jeweils zwei Tabletts nebeneinander in dem Tablett-Transportwagen untergebracht werden können.

3 zeigt die in 2 oben rechts dargestellte Ecke, an welcher die Seitenwand 4 an die Rückwand 3 stößt. Die Innenschale 4i und die Außenschale 4a der Seitenwand 4 bilden zwei etwa parallele Stege 14 aus, welche zwischen sich eine Nut bilden zur Aufnahme einer Feder, wobei diese Feder durch zwei Stege 15 gebildet wird und jeder dieser beiden Stege 15 durch die Innenschale 3i bzw. durch die Außenschale 3a der Rückwand 3 gebildet wird.

Die federbildenden Stege 15 sind an ihren Enden um 180° U-förmig zurückgekantet, so dass sie die nutbildenden Stege 14 beiderseits umgreifen. Mit 16 sind Kanten bezeichnet, die Platten 17 aus geschäumtem Werkstoff begrenzen, wobei diese Platten 17 die thermische Isolierung der Rück- und Seitenwände 3, 4 verbessern. Die im Bereich der Nut- und Federausbildung verbleibenden Freiräume 18 können zusätzlich ausgeschäumt werden, um eine vollständige thermische Isolierung der unbeweglichen Wandungen des Tablett-Transportwagens 1 zu bewirken.

5 zeigt, dass die Innenschale 3i der Rückwand 3 um mehr als 90° abgekantet ist und mit einer im Vergleich zur Rückwand-Dicke schmalen Aufstandslinie auf dem Boden 6 des Tablett-Transportwagens 1 aufsteht. Sowohl die Innenschale 3i als auch die Außenschale 3a der Rückwand 3 erstrecken sich seitlich neben dem Boden 6 nach unten, überlappen also mit dem Boden 6, und sind von einer Schraube 19 durchsetzt, die gleichzeitig auch zur Befestigung der Stoßleiste 10 dient. Weitere gleichartige Schrauben 19 dienen zur zusätzlichen Festlegung der Stoßleiste 10 sowie zur entsprechenden Festlegung weiterer unbeweglicher Wandungen wie den Seitenwänden 4 am Boden 6.

6 zeigt die Konstruktion des Deckels 5: Die Innenschale 5i des Deckels 5 ist Topf-ähnlich ausgestaltet, mit einem Topfboden, sowie mit einer seitlich umlaufenden Aufkantung, welche eine Anlagekante 20 für die feststehenden Wandungen, wie die in 6 dargestellte Rückwand 3 ausbildet. Die Innenschale 5i des Deckels 5 ist über diese Anlagekante 20 hinaus weitergeführt und erneut abgekantet, um einen Kragen 21 zu bilden, mit welchem die Innenschale 5i auf der Rückwand 3 aufliegt. Die Montage der Innenschale 5i erfolgt werkzeuglos, indem diese Innenschale 5i einfach auf die feststehenden Wandungen mit ihrem umlaufenden Kragen 21 aufgelegt wird.

Eine Außenschale 5a des Deckels 5 übergreift sowohl die Innenschale 5i als auch die feststehenden Wandungen – aus 6 ersichtlich: Die Rückwand 3 – und sie liegt mit einem unteren umlaufenden Steg der Außenschale 3a der Rückwand 3 an, so dass im Bereich dieses umlaufenden Steges der Deckel-Außenschale 5a eine feste Verbindung zwischen diesem Deckel und der Rückwand 3 vorgesehen sein kann, beispielsweise in Form von in den Zeichnungen nicht dargestellten Verschraubungen.

Weiterhin ist aus den 5 und 6 ersichtlich, dass die Innen- und Außenschalen des Deckels 5 und der Rückwand 3 jeweils auf Stoß aneinander anstoßen, die entsprechenden Stoßlinien sind mit 22 gekennzeichnet. An diesen Stoßlinien können die Innen- und Außenschalen 3i und 3a bzw. 5i und 5a durch einzelne Schweißpunkte fest miteinander verbunden sein.


Anspruch[de]
  1. Großküchengerät – wie Tabletttransportwagen, Speiseausgabewagen,

    mit einem Gehäuse, welches mehrere unbewegliche Wandungen aufweist – wie Seitenwände, eine Rückwand oder einen Deckel,

    wobei diese Wandungen mittels einer Nut- und Federverbindung lösbar zu einem Gehäusekorpus verbunden sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass zwei aneinander grenzende Wandungen unmittelbar miteinander verbunden sind,

    wobei eine erste Wandung die Nut und die zweite Wandung die korrespondierende Feder ausbildet.
  2. Großküchengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut und/oder die Feder durch jeweils zwei abgekantete Stege (14,15) der betreffenden Wandung gebildet ist.
  3. Großküchengerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (15) der Feder an ihrem Ende jeweils etwa U-förmig umgebogen sind und das freie Ende jeweils eines nutbildenden Steges (14) umgreifen.
  4. Großküchengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen Rückwand (3) und Seitenwänden (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche beschrieben ausgestaltet sind.
  5. Großküchengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen doppelwandig ausgestaltet sind, mit einer Außen- und einer Innenschale (3a, 3i; 4a, 4i).
  6. Großküchengerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen thermisch isoliert sind.
  7. Großküchengerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen bis in ihre Randbereiche ausgeschäumt sind.
  8. Großküchengerät nach Anspruch 5,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass sich eine der beiden Schalen (3a, 3i; 4a, 4i) auf einen Boden des Großküchengerätes (1) aufstützt,

    und dass wenigstens eine der beiden Schalen (3a, 3i ; 4a, 4i) über die Bodenoberfläche hinaus nach unten und am Boden (6) entlang verläuft,

    und dass in dem sich dadurch ergebenden Überlappungsbereich diese Schale (3a, 3i; 4a, 4i) mit dem Boden (6) verbunden ist.
  9. Großküchengerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale (3i, 4i) an ihrem unteren Ende um mehr als 90 % zur Außenschale hin umgekantet ist und sich auf dem Boden (6) abstützt.
  10. Großküchengerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Überlappungsbereich der Boden (6) und die Schale (3a, 3i; 4a, 4i) der Wandung miteinander korrespondierende Vorsprünge und oder Vertiefungen aufweisen, mit wenigstens einer Schrägfläche, derart, dass mit zunehmendem Anpressdruck zwischen Boden (6) und Schale (3a, 3i; 4a, 4i) der Wandung die Schale der Wandung relativ zum Boden (6) herabgezogen wird und sich der Anpress- oder Aufstandsdruck der sich auf dem Boden (6) abstützenden Schale (3i, 4i) der Wandung vergrößert.
  11. Großküchengerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Boden (6) als auch die Schale (3a, 3i; 4a, 4i) der Wandung aus Blech gebildet sind, wobei zwei korrespondierende, in den Boden (6) und in die Schale (3a, 3i; 4a, 4i) eingeprägte Mulden vorgesehen sind, und wobei eine sich durch beide Mulden erstreckende Verbindung – wie eine Verschraubung – dieser beiden Bauteile vorgesehen ist.
  12. Großküchengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen doppelwandigen Deckel (5), mit einer Innenschale (5i), welche eine umlaufende Anlagekante (20) für Seiten- und Rückwände (3,4) des Großküchengerätes (1) bildet, und mit einer Außenschale (5a) welche die Innenschale (5i) und die Seiten- und Rückwände (3,4) haubenartig übergreift.
  13. Großküchengerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale (5i) des Deckels (5) einen umlaufenden Kragen (21) aufweist, mit welchem sie auf den Rück- und Seitenwänden (3,4) befestigungslos aufliegt.
  14. Großküchengerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschale (5a) des Deckels (5) mit den Rück- und / oder Seitenwänden (3,4) verbunden ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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