Die Erfindung betrifft eine Wärmepumpe mit mindestens einem ersten
Anschluss zur wärmeschließenden Verbindung mit einem ersten Wärmekreislauf und mindestens
einem zweiten Anschluss zur wärmeschließenden Verbindung mit einem zweiten Wärmekreislauf,
welche Wärme von dem einem Wärmekreislauf über einen Verdampfer in den anderen Wärmekreislauf
überträgt.
Zur Alternative von Heizungen, die auf der Verbrennung von fossilen
Brennstoffen beruhen, sind Wärmepumpen vorgesehen, die vorhandene Erdwärme zum Heizen
von Häusern fördern. In diesem Prozess wird ein Kältemittel durch die Wärme der
Erdkruste auf deren Temperatur gebracht und die dadurch von dem Kältemittel aufgenommene
Wärmeenergie wird durch eine Wärmepumpe abgenommen. Diese Wärmeenergie wird einem
weiteren Wärmekreislauf zugeführt, der dann die häusliche Umgebungsluft wärmt. Die
Richtung der Wärmeförderung ist dabei abhängig von der Richtung, in der ein zentraler
Verdampfer der Wärmepumpe geschaltet ist. Eine Wärmepumpe ist dazu in der Lage,
den spontanen und natürlichen Wärmefluss umzukehren, sodass Wärme aus einem kälteren
Reservoir über die Wirkung der Wärmepumpe in ein Wärmereservoir mit höherer Temperatur
fließt. Hierzu wird ein physikalischer Effekt ausgenutzt, der bei einem Phasenübergang
von flüssig nach gasförmig und gasförmig nach flüssig auftritt. Bei einem Phasenübergang
von flüssig nach gasförmig nimmt das System Wärme aus der Umgebung auf, ohne dabei
seine Temperatur zu erhöhen. Diese Wärmeenergie wird zur Überwindung der Phasengrenze
benötigt und liegt im gasförmigen Zustand als sogenannte latente Wärme im Gas vor.
Bei der Kondensation wird diese latente Wärme wieder frei, sodass bei einer Abkühlung
des Gases unterhalb der Kondensationstemperatur das Kondensat am Taupunkt seine
Temperatur zunächst nicht erniedrigt. Erst nachdem sämtliches Gas kondensiert ist
und das System weiter gekühlt wird, kühlt sich das Kondensat weiter ab. Dieser Sprung
im Temperatur-Enthalpie-Diagramm kann dazu genutzt werden, Wärme von einem kälteren
Reservoir in ein wärmeres Reservoir zu überführen. Der Wärmeübergang von einem kälteren
Temperaturreservoir in ein Reservoir mit höherer Temperatur ist nicht exergonisch,
dass bedeutet, dass dieser Prozess nicht spontan und von selbst abläuft. Vielmehr
muss an dem System im Wärmeübertragungszyklus Arbeit in Form von Kompressionsarbeit
geleistet werden und an einer zweiten Stelle im Wärmeübertragungszyklus der Wärmepumpe
muss das System unter eigener Abkühlung innere Arbeit bei Expansion beim Durchschreiten
durch eine Drossel leisten, damit die Wärmeübertragung stattfindet. Der Durchgang
durch die Drossel ist enthalpieneutral. Dieser Zyklus wird später detaillierter
beschrieben.
Die Temperatur der oberen Erdkruste bereits wenige Meter unter der
Erdoberfläche ist über das gesamt Jahr konstant oder schwankt mit geringer Amplitude.
Gegenüber dem Energiebedarf eines Familienhaushaltes ist die Wärmekapazität der
oberen Erdkruste, also bereits wenige Meter unter der Erdoberfläche, sehr groß.
Wird die Erdwärme dazu benutzt, ein Familienhaushalt zu wärmen, so muss die der
Erdkruste entnommene Wärme mit der Temperatur aus den oberen Erdschichten mit Hilfe
eines Kompressors auf eine Temperatur gebracht werden, die den üblichen Temperaturen
von Haushaltsheizungen entspricht. Hierzu wird zunächst in einem Verdampfer ein
Kältemittel, dass in einem Reservoir, dem Kondensator, unter Druck gehalten wird,
unter Druckabfall verdampft. Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme auf. Im Anschluss
an den Verdampfer wird der gasförmige Raum über dem flüssigen Kältemittel durch
einen Kompressor wieder komprimiert. Bei der Kompression heizt sich das Gas des
Kältemittels weiter auf. Im Kondensator angelangt wird das Gas durch Abgabe der
Wärme an einen weiteren Wärmekreislauf wieder kondensiert. Der verbleibende Dampfdruck
über dem sich bei Rücklauftemperatur befindenden Kondensats des Kältemittels treibt
das Kältemittel durch die Drossel. Hierdurch wird an dem durch die Drossel schreitendem
Kältemittel Volumenarbeit unter hohem Druck geleistet.
Andererseits leistet der verdampfte Anteil des Kältemittels bei der
Expansion in den Verdampferraum durch die Drossel selbst Volumenarbeit. Befindet
sich das Kältemittel unterhalb der sogenannten Inversionstemperatur, die druckabhängig
ist, kühlt sich das Gas beim Durchschreiten der Drossel ab. Die Abkühlung resultiert
aus der inneren Arbeit, die zur Aufbringung der Volumenarbeit notwendig ist, denn
zum Übergang in den Gasraum muss die Flüssigkeit des Kältemittels Wärme aufnehmen,
um in den Gaszustand zu gelangen. Der Aufnahme von Wärme des Kondensats steht es
gleich, wenn sich das darüber befindliche Gas bei Verdampfung selbst abkühlt. Auf
diese Weise ist das gesamte Kältemittel durch die Expansion des verdampfenden Teils
durch den Phasenübergang von flüssig nach gasförmig in seiner Temperatur stark erniedrigt
worden. Dieser Vorgang findet sowohl adiabatisch wie auch isenthalpisch statt. Bei
diesem Joule-Thomson-Effekt verschiebt sich das Verhältnis von innerer Energie zur
Gesamt-Enthalpie, was in der Wärmetönung resultiert. Würde dieses kühle Gas ohne
Erwärmung hieran anschließend wieder komprimiert, würde die latente Wärme wieder
frei, sodass dieses kalte Gas das gesamte flüssige und gasförmige Kältemittel wieder
zu einem Kondensat der Ausgangstemperatur erwärmen würde. Da das Gas nach Ausdehnung
und Phasenübergang von flüssig nach gasförmig eine im Vergleich zum Kondensat tiefere
Temperatur aufweist, kann dieses Kältemittel Wärme aus einem Wärmereservoir übernehmen,
welches eine Temperatur besitzt, die höher ist als die Temperatur
des in Verdampfer gelangten und abgekühlten Kältemittels, wobei die Temperatur des
kälteren Wärmereservoirs auch niedriger sein kann als die Temperatur des flüssigen
Kältemittels im Kondensator, in den die Wärme abgenommen wird. Das auf die Temperatur
des kälteren Wärmereservoirs erwärmte Kältemittel hat nun eine höhere Temperatur
als die, welche bei einer Verdampfung ohne Einleitung von Wärme von außen entsprechen
würde. Wird dieses, vom kalten Wärmereservoir erwärmte und in den Gasraum übergegangene
Kältemittel durch einen Kompressor geleitet, so heizt sich das Gas des Kältemittels
weiter auf. Wäre das Gas nicht durch das kältere Wärmereservoir erwärmt worden,
so würde die Temperatur des Kondensats genau der Ausgangstemperatur in diesem Zyklus
entsprechen. Dadurch, dass das im Vergleich zum kälteren Wärmereservoir kältere
Kältemittel auf die Temperatur des kälteren Wärmereservoirs aufgeheizt worden und
zusätzlich komprimiert worden, ist die Temperatur des kondensierenden Kältemittels
höher als beim Start dieses Prozesses. Zusätzlich wird das Kältemittel durch die
Kompressionsarbeit des Kompressors weiter erwärmt. In optimierten Wärmepumpen resultiert
die Wärme des kondensierenden Kältemittels zu einem großen Teil aus dem Wärmefluss
aus dem kälteren Wärmereservoir in das Kältemittel und zu einem geringeren Teil
aus der Kompressionsarbeit durch den Kompressor. Die Temperatur des kondensierenden
Kältemittels kann dazu genutzt werden, in einem weiteren Wärmetauscher beispielweise
Wasser für einen Heizungskreislauf aufzuheizen. Dabei gibt das kondensierende Kältemittel
Wärme ab und der Prozess beginnt einen erneuten Zyklus. Für die theoretische Funktionsweise
einer Wärmepumpe sind somit maximal zwei Wärmetauscher notwendig. Der erste übernimmt
Wärme aus dem konstanten Wärmereservoir, der zweite gibt die geförderte Wärme beispielweise
an die Raumluft ab. Benötigt wird außerdem ein Kompressor und eine Drossel. Je nach
Kompressionsrichtung lässt sich der Wärmefluss umkehren und so zum Heizen oder zum
Kühlen verwenden. In der praktischen Realisierung begrenzt man das Volumen des Kältemittels
auf die Wärmepumpe, sodass je ein Wärmetauscher in der Wärmepumpe Wärme aus einem
Reservoir über einen internen Wärmetauscher aufnimmt und diese geförderte Wärme
über einen zweiten internen Wärmetauscher wieder abgibt. Dieser Prozess der Wärmepumpe
wird in den Figuren nochmals näher erläutert.
Bei der Wahl eines geeigneten Kältemittels, das in einem geeigneten
Temperaturintervall und in einem geeigneten Druckintervall einen Phasenübergang
und dabei auch beherrschbare Dampfdrücke aufweist, ist man jedoch limitiert. In
der Vergangenheit hat man hierzu früher Ammoniak oder auch chlorierte und/oder fluorierte
Kohlenwasserstoffe benutzt. Diese Stoffe zeichnen sich dadurch aus, dass diese einen
Phasenübergang mit starker Wärmetönung zeigen und dieser Phasenübergang bei Drücken
von 0 bis 50 Bar und 0° bis 50° Celsius stattfindet.
Soll Erdwärme als kälteres Wärmereservoir benutzt werden, um die Wärme
als Heizungswärme zu nutzen, so muss das Kältemittel im Verdampfer weit heruntergekühlt
werden, damit aufgrund einer hohen Temperaturdifferenz die Erdwärme, die je nach
Lage des Erdkollektors bei 0° bis 12° Celsius liegt, spontan auf das Kältemittel
übergeht. Besitzt die entnommene Erdwärme eine Temperatur nahe des Gefrierpunktes
von Wasser, so bedeutet dies zwingend, dass das Kältemittel im Verdampfer weit unter
0°C abgekühlt werden muss, denn Wärme fließt spontan nur von einem wärmeren
in ein kälteres Wärmereservoir.
Zur technischen Realisierung von Wärmepumpen werden ein Kondensator
und ein Verdampfer durch zwei Druckleitungen miteinander gekoppelt. In der einen
Druckleitung befindet sich das gasförmige Kältemittel und in der anderen Druckleitung
befindet sich das flüssige Kältemittel. Je nach Ausführung des Verdampfer/Kondensatorpaars
und Wahl des Kältemittels ist es auch möglich, dass beide Leitungen nur gasförmiges
Kältemittel leiten, wobei ein rein gasförmiges Kältemittel nicht durch Phasenübergänge,
sondern allein durch den Joule-Thomson-Effekt Wirkung in der Wärmepumpe zeigt. In
der Leitung mit Flussrichtung vom Verdampfer zum Kondensator befindet sich der Kompressor.
Hingegen befindet sich in der Leitung mit Flussrichtung vom Kondensator zum Verdampfer
eine Drossel. Üblicher Weise bilden der Kondensator und der Verdampfer je eine eigene
Einheit mit einem integrierten Wärmetauscher. Wird die Wärmepumpe zu Heizzwecken
eingesetzt, so wird an den Kondensator der Heizungskreislauf angeschlossen. Wird
hingegen die Wärmepumpe zu Kühlzwecken eingesetzt, beispielweise in Verbindung mit
einer Klimaanlage, so wird der Kühlkreislauf der Klimaanlage an den Verdampfer angeschlossen.
Dies ist gleichbedeutend mit einer Umkehr der Pumprichtung, bei der Verdampfer und
Kondensator ihre Funktion tauschen. An dem jeweils verbleibenden Ende der Wärmepumpe
wird ein Wärmekreislauf mit einem Erdkollektor angeschlossen. Der Wärmekreislauf
des Erdkollektors kommt somit bei Schaltung der Wärmepumpe als Heizungsversorgung
im Verdampfer mit Temperaturen von unter 0° Celsius in direkten thermischen
Kontakt. Wegen der Temperaturen unter dem Gefrierpunkt des Wassers kommt im Stand
der Technik, wie beispielweise in der DE
42 11 576 A1 eine Sole oder ein Wasser-Glykol-Gemisch im Erdkollektor zum
Einsatz. Solen oder Wasser-Glykol-Gemische haben die Eigenschaft, bis weit unter
den Gefrierpunkt des reinen Wassers abgekühlt werden zu können, ohne dabei zu gefrieren.
Wird die Wärmepumpe mit Erdkollektoren betrieben, die bis 200 m tief in die Erdkruste
hinein reichen, so beträgt die Arbeitstemperatur des Erdkollektors
an vielen Orten der Erde etwa Gefrierpunktsnähe. Die hierdurch notwendige recht
tiefe Temperatur am Verdampfer erfordert somit Solen oder Wasser-Glykol-Gemische,
die bis in sehr tiefe Bereiche gekühlt werden können, ohne dass ein Ausfrieren dieser
als Wärmeübertragungsmedium verwendeten Lösung zu erwarten ist, was den Verdampfer
schädigen oder gar zerstören könnte.
In Naturschutzgebieten oder in Wasserschutzgebieten, in denen Bauvorhaben
unter Auflagen zum Schutze der Natur möglich sind, ist eine derartige Wärmepumpe
nicht einsatzfähig, da Bauverordnungen in Wasserschutzgebieten die Verwendung von
solehaltigen oder glykolhaltigen Erdkollektoren der gattungsgemäßen Art verbieten
oder nur dann gestatten, wenn besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, die
ein Auslaufen der Sole oder des Wasser-Glykol-Gemisches verhindern. Ein Austreten
der Sole oder des Wasser-Glykol-Gemisches könnten eine erhebliche Grundwasserschädigung
zur Folge haben, was in Wasserschutzgebieten nicht tolerabel ist.
Aber gerade in Wasserschutzgebieten sind Wärmepumpen von besonderer
Bedeutung, da Wärmepumpen als an sich sehr ökologische Methode zur Heizung genau
dort Verwendung finden, wo Umweltschutz von höherer Bedeutung ist.
Kann die Wärmepumpe unter Verwendung von Sole oder Wasser-Glykol-Gemischen
nicht betrieben werden, so ist der Einsatz einer gattungsgemäßen Wärmepumpe an diesen
Orten nicht möglich oder nur unter erheblichen Schutzmaßnahmen durch führbar, welche
die Wirtschaftlichkeit der Erdwärme in Frage stellen würden.
In der DE 198 60 238 A1
wird gelehrt, als Kältemittel im Erdkollektor flüssiges CO2 zu verwenden.
Flüssiges Kohlendioxid kann bei geeignetem Druck in Erdkollektoren bei annähernder
Temperatur- und Druckkonstanz lediglich durch Phasenübergänge an den Wärmetauscherelementen
im Erdkollektor-Kreislauf Wärme fördern. Besonders vorteilhaft ist an der zuletzt
beschriebenen Technik die Grundwasserneutralität und der Thermosyphon-Effekt, der
ein Umwälzen des flüssig/gasförmigen CO2 unnötig macht, da das am Wärmetauscher
abkühlende CO2 flüssig wird und wieder in tiefer gelegene Teile des Erdkollektors
absinkt, dafür erwärmtes, gasförmiges CO2 nach oben zum Wärmetauscher
fließt. Wie bei einer Destillation wird das flüssige CO2 durch Anpassung
des Drucks ständig im Siedezustand gehalten. Diese Technik erfordert daher hohe
Drucke im Erdkollektor. Erfahrung zeigt, dass Erdkollektoren gerade bei Verwendung
in Tiefbohrungen zu geringfügigen Undichtigkeiten neigen und somit ein stetiges
Nachfüllen der Erdkollektoren notwendig ist. Des Weiteren ist der Umgang mit größeren
Mengen Kohlendioxid in privaten Haushalten nicht unproblematisch, da das CO2
schon bei geringfügiger Leckage die Atemluft verdrängt und somit eine potentielle
Lebensgefahr für den betreffenden Haushalt bedeuten kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Wärmepumpe zur Verfügung
zu stellen, welche den Sicherheitsanforderungen von Wasserschutzgebieten genügt.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wärmepumpe zur Verfügung
zu stellen, die ohne die umweltbelastenden Stoffe in Erdkollektorkreislauf betreibbar
ist.
Noch ein Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wärmepumpe zur Verfügung
zu stellen, die insbesondere in privaten Haushalten angewendet werden kann, wo üblicherweise
wenig Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Stoffen vorhanden ist.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zwischen dem
ersten Wärmekreislauf und dem Verdampfer ein dritter Wärmekreislauf vorgesehen ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch den dritten Wärmekreislauf in der Wärmepumpe kann die Wärmetransportleistung
in vorteilhafter Weise über mehr als eine Stufe mit unterschiedlicher Temperatur
geführt werden. Hierdurch ist es möglich, auf Additive, Solen und Wasser-Glykol-Gemische
im Erdkollektorkreislauf zu verzichten. Durch den dritten Wärmekreislauf kann die
Wärmepumpe unter Beibehaltung der Optimierung für die Funktion mit vor Ausfrieren
gesichertem Erdkollektorkreislauf betrieben werden, wobei der dritte Wärmekreislauf
wie eine Temperaturstufe den Erdkollektorkreislauf vor Ausfrieren schützt.
Eine Wärmepumpe, deren Verdampfer-Kondensatorkreislauf mit Kompressor
und Drossel für eine optimale Wärmeförderung ausgelegt ist, kann durch Verwendung
eines dritten Wärmekreislaufes, der Wärme zwischen Erdkollektor und Verdampfer fördert,
eingesetzt werden, ohne dass der Erdkollektorkreislauf in direktem thermischen Kontakt
mit einem Kältemittel steht, welches Temperaturen unter 0°C aufweist. Der dritte
Wärmekreislauf transportiert dabei Wärme vom Erdkollektorkreislauf zum Verdampfer.
Dabei heizt sich das Wärmeübertragungsmedium im dritten Wärmekreislauf zunächst
auf, kühlt sich im Verdampfer auf eine Temperatur ab, die im Erdkollektorkreislauf
ohne Additive, Solen oder Wasser-Glykol-Gemisch nicht tolerabel wäre und tauscht
im zusätzlichen Wärmetauscher des dritten Wärmekreislaufes Wärme mit dem Erdkollektorkreislauf
aus.
Hierbei kann zur Vermeidung des Ausfrierens des Wärmeübertragungsmediums
im Erdkollektorkreislauf die Durchflussrate des Wärmetauschers des dritten Wärmekreislaufes
so hoch ausgelegt werden, dass die Verweilzeit des Wärmeübertragungsmediums im Erdkollektorkreislauf
im zusätzlichen Wärmetauscher so gering ist, dass der Energiefluss pro Volumenelement
Wärmeübertragungsmedium im Erdkollektorkreislauf relativ kurz ist, sodass ein Wärmefluss
zwar stattfindet. Dieser wird aber durch das durchflussgeschwindigkeitsbedingte
Austreten aus dem Wärmetauscher unterbrochen und ein Ausfrieren wird unterbunden.
Neben dem Vorteil des Schutzes vor Ausfrieren, ergibt sich der Vorteil,
dass auf reines Wasser als Wärmeübertragungsmedium zurückgegriffen werden kann.
Reines Wasser hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität als eine Sole
oder ein Wasser-Glykol-Gemisch. Bei sorgfältiger Auslegung der Wärmetauscherkapazität
und Nenndurchflussgeschwindigkeit des dritten Wärmetauschers kann so der Wirkungsgrad
des gesamten Wärmeförderungssystems erhöht werden. Aber auch bei einer weniger sorgfältigen
Auslegung, die gegebenenfalls durch Verwendung von Norm-Bauteilen in Kauf genommen
werden muss, erlaubt die Verwendung von reinem Wasser im Erdkollektorkreislauf zumindest
einen Betrieb, bei dem der Wirkungsgrad des Gesamtsystems trotz Einführung einer
zusätzlichen Wärmeübertragungsstufe, die regelmäßig zur Verringerung der Wärmeübertragungsleistung
des Gesamtsystems führt, nicht unter den Wirkungsgrad eines Wärmeförderungssystems
fällt, das ohne zusätzlichen Wärmekreislauf unter Verwendung von Additiven, Solen
oder Wasser-Glykol-Gemischen betrieben wird.
Noch ein Vorteil der erfindungsgemäßen Wärmepumpe ist, dass der Erdkollektorkreislauf
auch bei tolerierbarer Leckage betrieben werden kann, in dem der Leckageverlust
durch zur Verfügung stehendes Leitungswasser automatisch aufgefüllt werden kann,
ohne dass auf eine kritische Unterschreitung einer Additiv-, Salz- oder Glykolkonzentration
geachtet werden muss, so dass das Gesamtsystem auch von wenig im Umgang mit Wärmepumpen
vertrauten Personen betrieben werden kann. Dieser Vorteil erreicht besonderes Gewicht
bei Verwendung von gefährlichen Stoffen im Erdkollektorkreislauf, wozu auch größere
Mengen von unter Druck stehendem Kohlendioxid, trotz seiner Grundwasserneutralität,
zählt.
Der deutlichste Vorteil ist aber, dass durch eine gegebenenfalls entstehende
Leckage im Erdkollektorkreislauf keine grundwasserbelastenden Stoffe in das Erdreich
gelangen können, da im Falle einer Leckage lediglich reines Wasser in ins Erdreich
gelangt.
Erfindungsgemäß ist die Wärmepumpe so aufgebaut, dass sie zwei Anschlüsse
aufweist, die zur Verbindung mit einem Erdkollektorkreislauf und zur Verbindung
mit einem Heiz- und/oder Kühlkreislauf vorgesehen ist. Durch den Aufbau, der lediglich
zwei Anschlüsse nach außen aufweist, ist der Aufbau und die Handhabung besonders
einfach gestaltet.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wärmepumpe weist
intern ein Kondensator-Verdampfer-Paar auf, welches durch zwei Leitungen miteinander
verbunden ist. Dabei ist in einer Leitung eine Drossel und in der anderen Leitung
ein Kompressor geschaltet. Die Pumprichtung des Kompressors gibt dabei die Wärmeförderrichtung
vor. Die Seite des Kompressors, die durch den Kompressor mit Druck beaufschlagt
wird, ist die Wärmeseite, hingegen ist die Seite, von der Kältemittel durch den
Kompressor abgezogen wird, die Kälteseite. Dieselbe Wärmepumpe kann also durch Umschalten
der Pumprichtung sowohl zu Heiz- als auch zu Kühlzwecken eingesetzt werden.
Beim Wechsel der Pumprichtung tauschen Verdampfer und Kondensator
ihre Funktion, so dass im Heizbetrieb der Erdkollektorkreislauf in den Wärmekreislauf
des Verdampfers und im Kühlbetrieb in den Wärmekreislauf den Kondensators geschaltet
ist.
Die bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wärmepumpe weist
einen Plattenwärmetauscher im zusätzlichen dritten Wärmekreislauf auf. Der Plattenwärmetauscher
kann auf beiden Durchflussseiten in bezug auf Nenndurchfluss unterschiedlich dimensioniert
werden, so dass eine Anpassung an die notwendige Wärmetransportleistung des dritten
Wärmekreislaufes und der Wärmetransportleistung des Erdkollektorkreislaufes vorgenommen
werden kann, wobei der Wärmefluss durch den Wärmetauscher in tolerierbaren Leistungsbereichen
gehalten werden kann.
Bevorzugt ist das Wärmeübertragungsmedium im Erdkollektor reines Wasser.
Es ist aber auch möglich auf jeden anderen Stoff als Kältemittel auszuweichen. Auch
CO2, Wasser mit Additiven, Solen und Wasser-Glykol-Gemische sind in der
erfindungsgemäßen Wärmepumpe einsetzbar. Somit ist es auch möglich, auf Wärmeübertragungsmedien
in Natur- und Wasserschutzgebieten zurückzugreifen, die nicht rein wässrig, aber
in diesen Gebieten tolerierbar sind.
Im dritten Wärmekreislauf befindet sich bevorzugt ein Wärmeübertragungsmedium
aus Wasser mit Additiven, eine Sole oder ein Wasser-Glykol-Gemisch, wobei auch Additive
eingesetzt werden können, welche eine Korrosion der Wärmepumpe
von innen unterbinden. Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Wärmepumpe ist, dass
der Verdampfer in einem beliebig wählbaren Temperaturintervall betrieben werden
kann, da verdampferseitig und auf der Seite des dritten Wärmekreislaufes ein beliebiger
Stoff als Wärmeübertragungsmedium eingesetzt werden kann.
Vorzugsweise ist der Nenndurchfluss des dritten Wärmetauschers höher
dimensioniert als der Nenndurchfluss des Verdampfers. Durch den dritten Wärmetauscher
wird somit die Wärmetransportleistung des Verdampfers erhöht, da der Verdampfer
seine Wärmetransportleistung aus einem hohen Temperaturunterschied zieht, der dritte
Wärmetauscher hingegen seine Wärmetransportleistung aus einer hohen Durchflussmenge,
so dass der dritte Wärmekreislauf als Umsetzer von hohem Temperaturunterschied zu
hoher Durchflussleistung arbeitet.
Bevorzugt sind alle Elemente der Wärmepumpe in einer kompakten Einheit
angeordnet, so dass die Wärmepumpe wie ein Monolith aufgestellt werden kann. Es
ist aber ebenso möglich, eine gattungsgemäße Wärmepumpe mit einem externen Wärmekreislauf
zu verbinden, so dass die Einheit aus gattungsgemäßer Wärmepumpe und drittem Wärmekreislauf
die erfindungsgemäße Wärmepumpe darstellt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer
flexibleren Aufstellung und eines flexibleren Betriebs, bei dem das Volumen und
die Erreichbarkeit der einzelnen Elemente in Abhängigkeit von der baulichen Umgebung
des Aufstellungsortes der Wärmepumpe variiert werden können.
Erfindungsgemäß wird die Wärmepumpe so betrieben, dass die Arbeitstemperatur
des Kältemittels im Verdampfer 0°C oder weniger beträgt. Hierdurch wird der
Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Wärmepumpe an der Wärmeübertragungsstufe vom
drittem Wärmekreislauf zum Wärmekreislauf zwischen Verdampfer und Kondensator erhöht.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wärmepumpe
weist der dritte Wärmekreislauf einen Bypass auf, der den niedertemperaturseitigen
Vorlauf des Verdampfers, der zur Seite des dritten Wärmekreislaufes geschaltet ist,
mit dem niedertemperaturseitigen Rücklauf des Verdampfers verbindet und so Wärmeübertragungsmedium
des dritten Wärmekreislaufs am Verdampfer vorbei vom Vorlauf direkt in den Rücklauf
leitet. Durch einen so angebrachten Bypass kann ein gegebenenfalls unter 0°C
abgekühltes Wärmeübertragungsmedium im dritten Wärmekreislauf auf eine Temperatur
von 0°C oder darüber aufgewärmt werden, um zu vermeiden, dass der Erdkollektorkreislauf
in direktem Wärmeschluss mit Temperaturen von unter dem Gefrierpunkt von Wasser
steht. Durch den Bypass wird die durch den Erdkollektorkreislauf geförderte Wärmemenge
verringert, da ein Teil der Wärme mit dem Rücklauf wieder zum Erdkollektorkreislauf
zurückgelangt. Durch eine höhere Durchflussrate kann dieser Verlust aber leicht
ausgeglichen werden. Der Bypass sorgt in vorteilhafter Weise dafür, dass das Wärmeübertragungsmedium
im Erdkollektorkreislauf nicht zu stark abkühlt und durch Ausfrieren seine Funktion
verliert, da das Wärmeübertragungsmedium vom flüssigen in den festen Zustand gelangt
und aufgrund des Verlustes der Fließfähigkeit keine Wärme mehr fördert. Ebenso wird
dadurch verhindert, dass durch die Wärmeanomalie des Wassers bedingte Ausdehnung
beim Gefrieren der Erdkollektor nicht gesprengt wird und diesen zerstört.
In vorteilhafter Weise wird der Bypass durch ein thermostatisch geregeltes
Ventil geöffnet und geschlossen, wodurch nur soviel Wärmeübertragungsmedium des
Erdkollektors am Verdampfer vorbeifließt, dass die Mindesttemperatur im Rücklauf
aufrechterhalten wird. Somit wird die Wärmeübertragungsleistung des Erdkollektors
nicht übermäßig reduziert, was eine unerwünschte Minderung des Wirkungsgrades des
gesamten Wärmefördersystems zur Folge hätte.
In vorteilhafter Weise entnimmt der Thermostat die Temperatur an einem
Ort der Rücklaufleitung, an dem sich das Wärmeübertragungsmedium des Bypasses und
des Rücklaufes vollständig durchmischt haben. Auf diese Weise wird verhindert, dass
eine zu geringe oder auch zu hohe Heizleistung der Rücklauftemperatur durch Messung
des nicht durchmischten Wärmeübertragungsmediums im Rücklauf in Kauf genommen wird.
Vorzugsweise liegt die Regeltemperatur des Thermostaten im Bereich
von 0°C bis 2°C, besonders bevorzugt im Bereich von 0,5°C, um einen
Temperaturpuffer aufrechtzuerhalten, an dem flüssiges Wasser im Gleichgewicht mit
Eis steht und so durch Einstellung eines Eis/Wasser-Gleichgewichtes im Erdkollektorkreislauf
die Durchflussleistung des Erdkollektorkreislaufes erniedrigt wird. Selbstverständlich
ist es auch möglich, den Thermostaten an eine kritische Temperatur eines anderen
Wärmeübertragungsmediums anzupassen.
Die erfindungsgemäße Wärmepumpe kann sowohl im Heiz- wie auch im Kühlbetrieb
verwendet werden. Hierzu wird in einfachster Weise die Förderrichtung des Kompressors
umgeschaltet. Dies kann durch geeignete Ventilführung am oder im Kompressor wie
auch über eine elektrische Steuerung der Umlaufrichtung des Kompressors geschehen,
sofern die Motordrehrichtung eine Auswirkung auf die Förderrichtung hat. Im Heizbetrieb
nimmt die erfindungsgemäße Wärmepumpe Wärme aus dem Erdreich auf und fördert diese
an einen Heizungskreislauf. Im Kühlbetrieb nimmt die erfindungsgemäße
Wärmepumpe Wärme aus dem häuslichen Bereich auf und führt diese Wärme in das Erdreich
ab. Erfindungsgemäß findet kein Stoffaustausch, beispielweise durch einen zusätzlichen
Bypass, zwischen dem dritten Wärmekreislauf und dem Erdkollektorkreislauf statt.
Die strenge Stofftrennung ermöglicht die Verwendung von grundwasserneutralen Stoffen
im Erdkollektorkreislauf.
In bevorzugter Weise wird die Wärmepumpe an einem Erdkollektor betrieben,
der senkrecht verlaufende Erdkollektoren aufweist, die bis in eine Tiefe vordringen,
die eine Jahresdurchschnittstemperatur von 0°C bis 12°C aufweist. Je nach
geothermischer Ausprägung des Einsatzgebietes können diese Bohrungen bis in 200
m Tiefe reichen. Es ist aber ebenso möglich, wenige Meter unter der Erde waagrecht
verlaufende Erdkollektoren einzusetzen.
Die erfindungsgemäße Wärmepumpe eignet sich besonders zum Einsatz
in Natur- oder Wasserschutzgebieten und auch in Gebieten, in denen das Grundwasser
eine Fließrichtung aufweist, die zu einer Vermischung mit Grundwasser führt, welches
zur Trinkwassergewinnung verwendet wird. Ebenso ist es auch möglich, die erfindungsgemäße
Wärmepumpe dort einzusetzen, wo auch herkömmliche Wärmepumpen eingesetzt werden,
wobei die erwähnten Vorteile des Verzichtes auf Additive, Solen und Wasser-Glykol-Gemische
genutzt und die mit Gefahren verbundenen Nachteile von CO2 als Kältemittel
vermieden werden können.
Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigt
1 ein p, V-Diagramm des Kreisprozesses
von Verdichtung und Kondensation des Kältemittels in einer Wärmepumpe,
2 der gleiche Kreisprozess in einem vereinfachten
Temperatur-Enthalpie-Diagramm,
3 ein Energieflussschema einer Wärmepumpe,
4 Schaltbild einer erfindungsgemäßen
Wärmepumpe und
5 ein log(p)-H-Diagramm des Kreisprozesses
einer Wärmepumpe.
In 1 ist ein idealisierter Kreisprozess
zwischen Kondensation und Verdampfung eines Kältemittels in einer Wärmepumpe dargestellt.
Ausgehend von einem Punkt a., bei dem sich das Kältemittel im flüssigen Zustand
unter hohem Druck befindet, dehnt sich dieses in den Gasraum beim Durchschreiten
einer Drossel entlang a. – b. aus. Hierbei leistet der gasförmige Anteil des
Kältemittels Expansionsarbeit ohne Wärme von außen aufzunehmen. Da der gasförmige
Anteil des Kältemittels Expansionsarbeit leistet, ohne dass die verrichtete Energie
durch Wärmezufuhr von außen kompensiert wird, kühlt sich das Kältemittel entsprechend
ab. Die Expansionsarbeit wird durch die innere Arbeit zur Verfügung gestellt, durch
die sich das Kältemittel eben abkühlt. Eine Zustandsänderung ohne thermischen Kontakt
mit der Umgebung wird adiabatische Zustandsänderung genannt. Die Abkühlung ist diesem
Diagramm nicht entnehmbar. Je nach Art des gewählten Kältemittels findet beim Übergang
von a. nach b. ein Phasenübergang von flüssig nach gasförmig statt, welcher die
Wärmetönung bei der adiabatischen Expansion erheblich vergrößert. Rein gasförmige
Kältemittel, die durch einen anderen physikalischen Effekt zur Wärmeförderung eingesetzt
werden, zeigen hier keinen Phasenübergang. An Punkt b. angelangt befindet sich das
Kältemittel bei vermindertem Druck und mit geringerer Temperatur. An diesem Punkt
wird der flüssige Anteil des Kältemittels bei gleichbleibenden Druck im Verdampfer
beispielweise durch die Erdwärme erwärmt und verdampft. Die Erwärmung hat eine Vergrößerung
des Volumens im Gasraum zur Folge. Dieser Prozess findet isobar statt. Dies bedeutet,
dass sich dabei der Druck nicht wesentlich erhöht, denn aus dem Verdampfer wird
durch eine nachgeschaltete Kompressionspumpe stetig Gas entnommen. Am Punkt c. angelangt
ist das Gas des Kältemittels von seiner niedrigen Temperatur nach Expansion auf
eine Wärmetemperatur eines ersten Wärmespeichers, beispielweise Erdwärme, gebracht
worden. An Punkt c. angelangt wird dieses nun auf Temperatur des ersten Wärmereservoirs
gebrachte Gas an dem zuvor genannten Kompressor komprimiert. Bei dieser adiabatischen
Kompression ohne Wärmezu- oder -abfuhr nimmt das System Kompressionsarbeit auf und
erwärmt sich entsprechend. Der Druck erhöht sich und das Volumen erniedrigt sich.
Am Punkt d. angelangt gibt das erhitzte Gas Wärme an einen zweiten Wärmekreislauf
ab und kondensiert bei der Abkühlung. Stoffe, die als Kältemittel bei dieser Abkühlung
einen Phasenübergang zeigen, weisen dabei eine sehr starke Wärmetönung auf, da in
diesem Prozess latente Wärme bei der Kondensation wieder frei wird. An Punkt d.
angelangt ist das Gas beziehungsweise die Flüssigkeit in einem Zustand erhöhter
Temperatur. Diese Temperatur wird durch Abgabe an ein weiteres Wärmeübertragungsmittel
in einem Wärmetauscher beispielweise an eine Heizung abgegeben. Die Folge davon
ist eine Kontraktion des flüssigen beziehungsweise gasförmigen Kältemittels bei
gleichzeitiger Abkühlung unter isobaren Verhältnissen, wobei der Druck durch die
Drossel zwischen den Punkten a. und b. gleichgehalten wird. Die Fläche, die dieser
Kreisprozess im p, V-Diagramm einschließt, ist gleich der geförderten Wärmemenge
bei einem Zyklus. Das p, V-Diagramm des in 1 gezeigten
Kreisprozesses zeigt eine idealisierte Form. In einer tatsächlichen Wärmepumpe sind
die adiabatische Expansion, isobare Expansion, adiabatische Kompression und isobare
Kompression stark miteinander verwoben. Das Kreisdiagramm wird in Realität eher
Sichelform annehmen, da die idealisierten Grenzen der Prozess-Stufen an den Punkten
a., b., c. und d. in der Regel nicht gesondert voneinander abgegrenzt werden und
die Bedingungen für die isobaren und adiabatischen Prozess-Stufen üblicherweise
nicht sonderlich stabilisiert werden.
In 2 ist der selbe Prozess in einem idealisierten
Temperatur-Enthalpie-Diagramm wiedergegeben. Das Kältemittel am Punkt a. ist in
2 mit einer beispielhaften Temperatur von 40° Celsius
angegeben. Diese Temperatur, sowie sämtliche weitere in diesem Diagramm angegebenen
Temperaturen sind als beispielhaft und allgemeingültig anzusehen und die Temperaturen
können im Rahmen einer Optimierung des Arbeitsprozesses an einer Wärmepumpe eingestellt
werden. Die Rücklauftemperatur des Kondensats an Punkt a. erniedrigt sich bei der
adiabatischen Expansion durch eine Drossel auf die hier beispielhaft angegebene
Temperatur von minus 5° Celsius. Das Kältemittel, das bei dieser adiabatischen
Expansion einen Phasenübergang aufweist, zeigt eine sehr starke Wärmetönung. Dabei
wird nicht das gesamte durch die Drossel geleitete Kältemittel vom flüssigen in
den gasförmigen Zustand überführt, sondern nur ein Anteil. Dieser Anteil überwindet
die Phasengrenze flüssig/gasförmig und kühlt sich dabei sehr stark ab und entnimmt
die Wärme dem Kältemittel selbst, wobei sich das Kältemittel abkühlt. An Punkt b.
angelangt nimmt das größtenteils flüssige Kältemittel, das nun eine Temperatur aufweist,
die mit hier beispielhaft angegebenen –5°C niedriger ist als die hier
angegebene Temperatur der Erdwärme von +4° Celsius, Wärme aus dem Erdkollektorkreislauf
auf. Die vom Kältemittel aufgenommene Wärme ist proportional zur Menge des wärmeaufnehmenden
Kältemittels. Bei der Erwärmung zwischen Punkt b. und Punkt c. verdampft wieder
ein Teil des kalten Kältemittels und sorgt solange für eine Temperaturkonstanz des
Kältemittels bis sämtliches Kältemittel durch die aus der Erdwärme stammenden Wärme
verdampft ist. An diesem Knickpunkt zwischen b. und c. erwärmt sich das nun reine
gasförmig vorliegende Kältemittel über die Siedetemperatur des Kältemittels bei
dem im Verdampfer herrschenden Druck. An Punkt c. angelangt wird dieses Gas nun
durch den Kompressor komprimiert. Bei der Kompression entlang c. – d. heizt
sich das Gas stark auf. Hierbei ist zu beachten, dass die Erwärmung des Gases von
Punkt c. nach Punkt d. von 4° Celsius (hier beispielhaft angegebene Temperatur
der Erdwärme) auf hier angegebene beispielhafte 60° Celsius aus der Kompression
resultiert. Die Erwärmung des flüssigen Kältemittels von –5°C auf 4°C
von Punkt b. nach Punkt c. jedoch aus der Erwärmung durch die Erdwärme. In üblicher-
und gewünschter Weise unterliegt der Anteil der Kompressionsarbeit von Punkt c.
nach Punkt d. dem Zugewinn der Enthalpie des Kältemittels beim Übergang von Punkt
b. nach Punkt d. gegenüber dem Zugewinn von Enthalpie beim Übergang von Punkt b.
nach Punkt c. Korrespondierend dazu ist der Enthalpie-Verlust des Kältemittels beim
Übergang von Punkt d. nach Punkt a. so groß, dass dieser der Summe des Enthalpie-Gewinnes
von Punkt b. nach Punkt c. und von Punkt c. nach Punkt d. entspricht. An Punkt d.
gibt das erhitzte Gas Wärme an einen externen Wärmekreislauf ab, bis das Gas den
Taupunkt erreicht, den Knickpunkt zwischen d. und a., und dabei latente Wärme freisetzt.
Dieser Prozess findet solange statt, wie gasförmiges Kältemittel zur Kondensation
zur Verfügung steht. An Punkt a. angelangt beginnt ein neuer Zyklus. Die reine Kompressionsarbeit
c. – d. steht als zusätzliche Wärme an Punkt d. zur Verfügung und beträgt
den Anteil an der Gesamtheizleistung der dem elektrischen Energieanteil der Heizleistung
von Wärmepumpen entspricht. Die Optimierung dieses Temperatur-Enthalpie-Diagramms
ist Gegenstand vieler Erfindungen zur Steigerung des Wirkungsgrades von Wärmepumpen.
Die Eingangs bei der Formulierung der Erfindungsaufgabe formulierte
Problematik, nämlich ein Ausfrieren eines Wärmeübertragungsmediums im Erdkollektorkreis
ist besonders der 2 zu entnehmen. Dort wird deutlich,
dass in einem Wärmetauscher des Erdkollektors das Wärmeübertragungsmedium mit Temperaturen
unter 0° Celsius des Verdampfers in thermischen Kontakt steht. Dieser ergibt
sich besonders dann, wenn die Durchflussrate eines Verdampfers auf der Seite des
Erdkollektorkreises nicht so groß ist, dass ein Ausfrieren des Wärmeübertragungsmediums
im Erdkollektorkreis vermieden werden kann. In Wärmepumpen aus dem Stand der Technik
wird diese Problematik dadurch gelöst, dass dem Wärmeübertragungsmedium des Erdkollektors
Additive zugefügt werden, die ein Ausfrieren vermeiden. Genau diese Additive sind
in Wärmepumpen, die in Naturschutz- oder Wasserschutzgebieten eingesetzt werden
sollen, nicht erwünscht. Genau an diesen Punkt greift die Erfindung ein, was in
der nächsten Zeichnung, einer Schaltung der erfindungsgemäßen Wärmepumpe, gezeigt
wird.
In 3 ist das Schaltbild einer erfindungsgemäßen
Wärmepumpe 1 dargestellt. Die erfindungsgemäße Wärmepumpe 1, vorzugsweise
als kompakte Einheit, weist zwei Wärmekreislaufanschlüsse 2 und
3 auf. Im Heizungsbetrieb fließt Wärme aus dem Kreislauf 10, der
durch Anschluss 2, einem Erdkollektor 100 und einem Wärmetauscher
300 fließt. An Anschluss 3 wird ein Wärmekreislauf mit einer Heizung
200 geschlossen, wobei die Heizung 200 im Wärmeschluss mit einem
Kondensator 500 steht. Der Wärmetauscher 300 ist mit einem Verdampfer
400 der Wärmepumpe 1 im Wärmeschluss geschaltet. Der Wärmekreislauf
300 wird durch ein Wärmeübertragungsmedium, vorzugsweise eine Sole oder
ein Wasser-Glykol-Gemisch bereit gestellt, welches im Wärmekreislauf 30
zwischen Wärmetauscher 300 und Verdampfer 400 enthalten ist. Das
Wärmeübertragungsmedium im Wärmekreislauf 30 wird in einem Vorratsbehälter
32 zum Druckausgleich aufbewahrt und speist den Wärmekreislauf
30. In den Wärmekreislauf 30 ist außerdem ein Bypass
33 geschaltet, der den niedertemperaturseitigen Vorlauf 37 des
Verdampfers 400 mit dem niedertemperaturseitigen Rücklauf 36 des
Verdampfers 400 über ein Dreiwegeventil 34 verbindet. Durch den
Bypass 33 kann ein Teil des Wärmeübertragungsmediums in Kreislauf
30 am Verdampfer 400 vorbei fließen und vom niedertemperaturseitigen
Vorlauf 37 in den niedertemperaturseitigen Rücklauf 36 des Verdampfers
400 fließen und somit die Temperatur des niedertemperaturseitigen Rücklaufs
36 vor Wiedereintritt in dem Wärmetauscher 300 erwärmen.
Vorzugsweise findet eine Regelung des Dreiwegeventils 34
durch den Thermostaten 35 statt. Die Temperaturabnahme 37 des
Thermostaten 35 findet vorzugsweise an einer Stelle im niedertemperaturseitigen
Rücklauf 36 statt, an der sich die Temperatur des Wärmeübertragungsmediums
in Bypass 33 und die Temperatur des Wärmeübertragungsmediums im niedertemperaturseitigen
Rücklauf 36 vollständig durchmischt haben. Hierdurch wird erreicht, dass
sich die Rücklauftemperatur bereits vor Eintritt in den Wärmetauscher
300 über dem Gefrierpunkt befindet. Eine Umwälzung des Wärmeübertragungsmediums
im Wärmekreislauf 30 findet durch Umwälzpumpe 31 statt. Dadurch,
dass die Temperatur des niedertemperaturseitigen Rücklaufes 36 den Gefrierpunkt
von reinem Wasser nicht unterschreitet, ist sichergestellt, dass reines Wasser in
Wärmekreislauf 10, welches erfindungsgemäß keine Additive und auch kein
Glykol enthalten soll, vor Ausfrieren geschützt ist. Es ist denkbar, die erfindungsgemäße
Wärmepumpe 1 auch ohne den Bypass 33 und das korrespondierende
Dreiwegeventil 34 und Thermostaten 35 zu betreiben. In diesem
Falle muss die Durchflussleistung des Wärmetauschers 300 so groß sein,
dass ein Ausfrieren des reinen Wassers im Wärmekreislauf 10 durch genügend
hohe Durchflussraten und somit stetiger Anlieferung von über 0° Celsius warmen
Wassers ein Ausfrieren des Wassers im Wärmetauscher 300 unterbindet. Der
Verdampfer 400 ist hochtemperaturseitig mit einem Wärmekreislauf
40 verbunden, in welchem ein hochtemperaturseitiger Vorlauf 45
einfließt. Der hochtemperaturseitiger Vorlauf 45 entstammt der Drossel
41, in dem sich das Kältemittel des Wärmekreislaufes 40 stark
abgekühlt hat. Die starke Abkühlung des Kältemittels resultiert in einer Temperatur,
die niedriger ist als die des niedertemperaturseitigen Vorlaufs 37 des
Verdampfers 400. Bei Durchschreiten des Verdampfers 400 wärmt
sich das Kältemittel im hochtemperaturseitigen Vorlauf 45 soweit auf, dass
es am Rücklauf 46 die Temperatur des niedertemperaturseitigen Vorlaufs
37 aufweist und dabei verdampft. Die Temperatur des hochtemperaturseitigen
Rücklaufes 46 wird nun durch den Kompressor 42 bei Kompression
soweit erhöht, dass die Temperatur des niedertemperaturseitigen Vorlaufes
44 des Kondensators 500 so hoch ist, dass die Wärme spontan auf
den Wärmekreislauf 20 in Kondensator 500 übergeht. Bei Abgabe
der Wärme aus dem Vorlauf 43 an den Kreislauf 20 kühlt sich die
Temperatur des gasförmigen Kältemittels ab, kondensiert unter Abgabe der latenten
Wärme und verlässt den Kondensator über Rücklauf 44, wo das Kondensat die
Drossel 41 durchschreitet und einen neuen Kreislauf beginnt. Die größten
Temperatursprünge in der Wärmepumpe finden tatsächlich in der Drossel und im Kompressor
statt. Die Ausdrücke „Kondensator" und „Verdampfer" sind Bezeichnungen
für die eigentlichen Wärmetauscher in denen auf der Seite des Wärmekreislaufes
40 tatsächlich noch Kondensation und Verdampfung eines gegebenenfalls überspannten
Kältemittels stattfinden.
Erfindungsgemäß wird dem Verdampfer 400 ein zusätzlicher
niedertemperaturseitiger Wärmetauscher 300 nachgeschaltet, der im Wärmeschluss
mit dem Wärmekreislauf 10 des Erdkollektors steht. Hierdurch wird erreicht,
dass die effektive Heizrate des Verdampfers 400 auf der der Kälte zugewandten
Seite erhöht wird. Des Weiteren wird durch den weiteren Wärmetauscher
300, der eine hohe Durchflussrate aufweist, erreicht, dass Wasser aus einem
Erdkollektorkreislauf 10 auch nahe am Gefrierpunkt für die Wärmepumpe
1 eingesetzt werden kann. Die Durchflussrate im Wärmetauscher
300 kann erdkollektorseitig so hoch gewählt werden, dass ein Ausfrieren
des Wassers im Erdkollektorkreis 10 unmöglich wird. Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, einen Bypass 33 in den zusätzlichen
Wärmekreislauf 30 zu schalten, damit der hochtemperaturseitig zugewandte
Vorlauf 31 keine Temperatur aufweist, die dem Gefrierpunkt des Wassers
entspricht oder diesen unterschreitet.
In 4 ist: die Wärmetransportmenge Q aus
einem kälteren Wärmereservoir WR1 in ein weiteres Wärmereservoir WR2
mit höherer Temperatur dargestellt. Der Anteil der transportierten Wärme Q entspricht
der Breite der Enthalpie-Pfeile H (b.–c,.) und H (c.–d.). Der Anteil
der tatsächlich geförderten Wärme Q = (b.–c.) entspricht in heutigen Wärmekraftmaschinen
etwa das vierfache der durch die Kompressionsarbeit an das Kältemittel abgegebene
Enthalpie H (c.– d.).
In 5 ist ein log(p)-H-Diagramm des Kreisprozesses
einer Wärmepumpe gezeigt. In diesem Diagramm ist auf der Ordinate die Enthalpie
(H) aufgetragen, auf der Abszisse jedoch der Logarhithmus des
Druckes (log(p)). Auf der oberen Ordinate ist die Temperatur T dargestellt, die
durch die Isothermen 800, 801, 802, 803,
804, 805, 806 mit der Enthalpie bei gegebenen Druck korreliert
ist. In das log(p)-H-Diagramm ist außerdem die Siedelinie 600 und die Taulinie
700 eingezeichnet, wobei beide Linien 600, 700 am kritischen
Druck pkrit. ineinander übergehen. Links der Siedekurve 600
befindet sich das durch das log(p)-H-Diagramm beschriebene Kältemittel im flüssigen
Zustand. Zwischen Siedelinie und Taulinie befindet es sich im dampfförmigen Zustand,
dies bedeutet, dass sowohl flüssige als auch gasförmige Phase nebeneinander vorliegen
und rechts der Taulinie 700 befindet sich das Kältemittel im gasförmigen
Zustand. Oberhalb des kritischen Drucks pkrit. findet keine Phasenumwandlung
mehr statt. Das Kältemittel befindet sich im kritischen Zustand. Im Prozess der
Wärmepumpe befindet sich am Start des Zyklus kondensiertes Kältemittel bei hohem
Druck im Kondensator, wobei das Kältemittel die hier beispielhaft angegebene Temperatur
des Vorlaufes (40° Celsius) aufweist. An diesem Punkt a. im log(p)-H-Diagramm
wird das Kältemittel durch den hohen Druck durch eine Drossel getrieben. Durch den
hohen Druck wird an dem die Drossel durchschreitenden Kältemittel Volumenarbeit
geleistet, gleichzeitig leistet das Kältemittel Volumenarbeit gegenüber dem geringeren
Druck im Verdampfer. Bei dieser Expansion in den geringeren Druck verdampft ein
Teil des Kältemittels und kühlt sich dabei ab. Beim Verdampfen nimmt das Kältemittel
eine erhebliche Wärmemenge als latente Wärme in den Gasraum auf und kühlt dabei
das restliche noch in der flüssigen Phase befindliche Kältemittel erheblich ab.
Eine Abkühlung findet nur dann statt, wenn sich das Kältemittel unterhalb seiner
Inversionstemperatur bei gegebenen Druck befindet. An Punkt b. bei hier beispielhaft
angegebenen –5° angelangt, nimmt das Kältemittel Wärme aus dem Erdkollektorkreislauf
mit hier beispielhaft angegebenen 4° Celsius auf. Dies geschieht so lange, bis
sämtliches Kältemittel in den Gasraum übergegangen ist. Dann befindet sich das Kältemittel
in einem Zustand an dem sich die Linie b. – c. mit der Taulinie
700 schneidet. Nachdem sämtliches Kältemittel in den Gasraum übergegangen
ist, erwärmt sich das Kältemittel soweit, bis das Gas eine Temperatur aufweist,
die der Temperatur des Erdkollektorkreislaufes entspricht, hier beispielhaft 4°
Celsius und befindet sich an Punkt c. Der Übergang von b. nach c. findet isobar
statt. Beim Übergang von c. nach d. wird das gasförmige Kältemittel komprimiert
und dabei nimmt das rein gasförmige Kältemittel Volumenarbeit auf und erhitzt sich
auf die hier beispielhaft angegebene Temperatur von 60° bei Punkt d. An Punkt
d. angelangt befindet sich der gasförmige Anteil des Kältemittels im Kondensator.
Dort gibt das gasförmige Kältemittel seine Temperatur an den Heizungskreislauf ab
bis es anfängt, zu kondensieren, (Schnittpunkt a. – d. mit Taulinie
700) wobei an diesem Punkt die Temperatur so lange gleich bleibt, bis sämtliches
gasförmiges Kältemittel kondensiert ist und sich vollständig im flüssigen Zustand
befindet. An diesem Punkt a. angelangt beginnt ein neuer Zyklus.
1- Wärmepumpe
2- Anschluss
3- Anschluss
10- Wärmekreislauf
20- Wärmekreislauf
30- Wärmekreislauf
31- Umwälzpumpe
32- Druckausgleichbehälter
33- Bypass
34- Dreiwegeventil
35- Thermostatregler
36- Rücklauf
37- Wärmeabnahmestelle/Vorlauf
40- Wärmekreislauf
41- Drossel
42- Kompressor
43- Vorlauaf
44- Rücklauf
45- Vorlauf
46- Rücklauf
100- Erdkollektor
200- Heizung
300- Wärmetauscher
400- Verdampfer
500- Kondensator
600- Siedelinie
700- Taulinie
800- Isotherme
801- Isotherme
802- Isotherme
803- Isotherme
804- Isotherme
805- Isotherme
806- Isotherme