Bei den bisherigen Schießanlagen kann auf mehrere Ziele unterschiedlicher
Größe geschossen werden, welche vollständig oder in möglichst kurzen Zeiträumen
zu treffen sind. Die gefallenen Zielscheiben müssen dann meist per Hand wieder aufgestellt
werden. Es sind keinen Variationen im Schießablauf möglich. Daraus folgt ein sehr
eintöniges Training für den Schützen.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass den Schützen verschiedene Trainingsprogramme
und eine frei wählbare Trainingszeit zur Verfügung stehen. Zudem werden die Klappscheiben
völlig unabhängig voneinander und vollautomatisch auf und ab bewegt (je nach gewähltem
Programm). Es können auch mehrere Schützen in einem Match gegeneinander antreten.
Damit ist ein abwechslungsreiches Zielschießen sowohl für Hobby-/Profi-Schützen,
als auch für die Besucher einer Jahrmarktsschießbude geschaffen.
Die wichtigen Daten, wie Punktestand, noch verbleibende Zeit und welcher
Schütze an der Reihe ist, werden an einer gut sichtbaren Anzeige ausgegeben.
Über eine Fernbedienung lassen sich die Einstellungen für den Schießablauf
vornehmen. Dazu gehört die Anzahl der Schützen, die Schießzeit (je Schütze) und
eines von drei Trainingsprogrammen. Die Freigabe für die einzelnen Schützen erfolgt
durch einen grüne bzw. rote Leuchtanzeige.
Trainingsprogramm 1:
Startzustand:
Alle Scheiben sind aufgestellt
Schießbetrieb:
Es können jetzt Punkte durch Scheibentreffer erzielt werden,
bis die Zeit abgelaufen ist. Eine getroffene Scheibe wird nach einer Verzögerungszeit
wieder hochgeklappt und kann erneut beschossen werden. Jede gefallene Scheibe gibt
einen Punkt.
Trainingsprogramm 2:
Startzustand:
Alle Scheiben sind aufgestellt
Schießbetrieb:
Nach der Freigabe wird die Zeit gestoppt, bis der Schütze alle
neun Scheiben getroffen hat. Eine umgeschossene Scheibe wird nicht mehr aufgestellt.
Sieger ist der Schütze der am wenigsten Zeit für diese Aufgabe benötigt.
Trainingsprogramm 3:
Startzustand:
Keine Scheiben sind aufgestellt
Schießbetrieb:
1,2 oder 3 Scheiben werden gleichzeitig und nach zufälliger Auswahl
hochgeklappt. Durch das Treffen der Scheiben wird jeweils ein Punkt erzielt. Die
Scheiben verweilen allerdings nur eine gewisse Zeit oben, dann fallen sie automatisch
wiederum. Dies geschieht natürlich ohne Punktwertung. Der Vorgang wiederholt sich
so lange, bis die Zeit abgelaufen ist.
Nach Beendigung des letzten Schützen wird bei jedem Programm, der
Sieger und dessen Ergebnis (Punkte oder Zeit) angezeigt. Im Anschluß kann man dann
ein neues Match starten.
Besonders interessant wird es mit einer mehrschüssigen CO2- Waffe,
da hier der Schießbetrieb nicht so oft unterbrochen wird. Der Schriftzug TARGET
auf der Frontplatte, steht für die englische Bezeichnung für Zielscheibe.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1
bis 7 erläutert. Es zeigen:
1 die Vorderansicht des Klappscheibenautomaten
2 die Rückansicht des Klappscheibenautomaten
3 die Seitenansicht des Klappscheibenautomaten
4 die Rückansicht der Klappscheibenmechanik
5 die Seitenansicht der Klappscheibenmechanik
6 die Fernbedienung
7 das Blockschaltbild der Elektronik
In der 1 ist die Frontplatte
12, die Leuchtanzeige grün 1 und rot 2, die LED/7-Segment
Anzeige 3 und die Öffnungen 4 für die Klappscheiben
5 dargestellt.
In der 2 sind zusätzlich das Gehäuse mit
der Steuerung 6 und die Kabelkanäle 7–10 zu sehen.
In der 3 ist die Frontplatte
12, welche auf eine MDF/Hartfaser- Platte 11 geschraubt ist dargestellt.
Um die Klappscheiben senkrecht aufzustellen, ist eine Einfräsung 13 in
der MDF/Hartfaser- Platte 11 erforderlich.
In der 4 und 5
ist die Klappscheibe 5, das Scharnier 14, der zugehörige Haltewinkel
20, der Modellbau-Servomotor 19, der zugehörige Haltewinkel
21, der Servohebel 16 mit Metallschraube, der Reedkontakt
17 für die Treffererkennung, der Schaumstoffpfropfen 18 zwecks
Rückschlagdämpfung und der Leistungsmagnet 15 dargestellt.
Die Taster der Fernbedienung (6) haben
folgende Funktionen:
- Reset: Setzt den Mikrocontroller zurück und führt dadurch zum Neustart des Automaten.
- Select: Hiermit können die Einstellungen für den Schießablauf ausgewählt werden.
- Next: Führt zur nächsten Einstellung oder zum nächsten Schützen.
- Break: Um hektisches Nachladen und die daraus resultierende Gefahr zu verringern,
kann die Schießzeit angehalten und wieder gestartet werden.
In 7 ist der Aufbau der Elektronik in
Form eines Blockschaltbildes dargestellt.