Die vorliegende Erfindung betrifft einen fluidischen Oszillator, der
gegenüber einer Längssymmetrieebene P symmetrisch ist, umfassend eine Einfassung,
die eine Oszillationskammer begrenzt und eine Eingangs- und eine Ausgangsöffnung
aufweist, durch die das Fluid strömt und die nach der Ebene P in einer so genannten
Längsrichtung ausgerichtet sind, wobei die Eingangsöffnung als Schlitz ausgeführt
ist, der in einer Richtung quer zu der Ebene P eng, in einer in der Ebene P enthaltenen
Richtung länglich und zu der Längsrichtung rechtwinklig ist.
Fluidische Oszillatoren sind hinlänglich bekannt. Die EP
0 381 344 beschreibt einen fluidischen Oszillator, der nach dem Prinzip
des Coanda-Effekts funktioniert. Der Strahl, der aus einer Eingangsdüse kommt, an
die sich ein Eingangskanal anschließt, hängt sich spontan an eine der Seitenwände
und strömt in erste und zweite Hauptkanäle. Ein Teil der aus dem Eingangskanal kommenden
Strömung wird von einem Reaktionskanal umgeleitet. Dadurch wird der Strahl von dieser
Wand gelöst und an die gegenüberliegende Wand gehängt. Dies wiederholt sich, was
eine dauernde Oszillation der ankommenden Strömung herbeiführt. Die Strömung in
den ersten und zweiten Hauptkanälen und in den Reaktionskanälen ändert sich mit
einer Frequenz, die von dem ankommenden Strömungsdurchsatz abhängig ist.
1 bildet ein Beispiel eines von oben gesehenen fluidischen
Oszillators ab.
Dieser Oszillator 1, der gegenüber einer Längssymmetrieebene
P symmetrisch ist, umfasst eine Einfassung 3, die eine so genannte Oszillationskammer
5 begrenzt, und ein darin aufgenommenes Hindernis 7.
Die Einfassung 3 weist eine Eingangsöffnung 9 und
eine Ausgangsöffnung 11 auf, die nach der Ebene P ausgerichtet sind und
durch die das Fluid in der in dieser Figur durch die Pfeile angegebene Richtung
strömt.
Die Eingangsöffnung 9 liegt in Form eines Schlitzes vor,
dessen Querabmessung oder Breite l im Vergleich zu einer der Höhe h genannten Längsabmessungen
gering ist und die in einer Ebene bestimmt ist, die zu der Ebene aus 1
rechtwinklig ist (2).
Typischerweise beträgt die Breite l ungefähr ein Fünftel der Höhe
h.
Dieser Schlitz ermöglicht es, eine Fluidströmung in einen Fluidstrahl
umzuformen, der in einer zu der Ebene P rechtwinkligen Ebene, d. h. in einer Ebene,
die zu der in 1 parallel ist, quer oszillierend ist.
Um von dem Oszillator eine gute messtechnische Leistung zu erhalten,
muss man die Oszillation des Fluidstrahls unter Kontrolle bringen und somit die
Abmessungen des Schlitzes 9 bei der Herstellung des fluidischen Oszillators
genau überwachen.
Das in 1 dargestellte Stück besteht z.
B. aus Aluminium und wird durch Ab-/Ausformvorgänge hergestellt.
Es ist jedoch nicht möglich, das Stück mit den gewünschten Abmessungen
direkt durch die Ab-/Ausformvorgänge auszuführen.
Deshalb wird das soeben ausgeformte Stück anschließend bearbeitet,
um die gewünschte Präzision bei seinen Abmessungen zu erreichen, und zwar insbesondere
bei den Abmessungen des Schlitzes 9.
Der Bearbeitungsvorgang wird insbesondere an dem Schlitz
9 des Stücks vorgenommen, das aus der Ausformung kommt und in
3 in Vorderansicht dargestellt ist.
In dieser Figur bestimmen die gestrichelt dargestellten Seitenteile
13 und 15 des Schlitzes 9 das herkömmliche kegelstumpfförmige
Profil, das man nach dem Ausformen erhält.
Der Bearbeitungsvorgang besteht nun darin, diese gestrichelten Teile
13 und 15 anhand eines Werkzeugs 17, wie etwa eines Fräsers,
der von oben (wie in 3 angegeben) oder durch die in
die Oszillationskammer 5 einmündende Öffnung in den Schlitz eingesetzt
wird, zu beseitigen.
Da der Schlitz jedoch entlang seiner Höhe h länglich und von geringer
Breite l ist, muss der Fräser 17 dünn sein (z. B. mit einem Durchmesser
von 16 mm für einen Wert von 19 mm) und ist daher mechanisch nicht stabil genug.
Wegen der Dünne des Fräsers kann dieser während seiner Verwendung
mechanischen Vibrationen ausgesetzt sein, und somit kann man die Oberflächenbeschaffenheit
des Innenteils des Schlitzes nicht auf seiner gesamten Höhe unter Kontrolle bringen,
und zwar insbesondere nicht auf seinem Boden, d. h. in der Nähe des bei
19 dargestellten Teils in 3.
Außerdem besteht wegen der Dünne des Fräsers das Risiko, dass er bei
seiner Verwendung beschädigt wird. Um eine derartige Beschädigung zu vermeiden,
empfiehlt es sich, die Bearbeitungsgeschwindigkeit herunterzusetzen, was die Dauer
des Vorgangs erhöht und seine Kosten vermehrt.
Derartige Maßnahmen sind im industriellen Umfeld schwer annehmbar.
Zudem sind bei dem Bearbeitungsvorgang, wenn der Fräser durch den
oberhalb gelegenen Teil (der in 1 mit der Bezugsnummer
21 dargestellt ist) in einer Richtung aus dem Schlitz kommt, die der von
den Pfeilen in dieser Figur angegebenen entgegengesetzt ist, die Toleranzen dieses
Teils, der direkt vom Ausformen kommt, schlecht zu überwachen.
Dies kann von Nachteil sein, da die Behandlung der Fluidströmung in
diesem Bereich perfekt überwacht werden muss.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, mindestens bei einem der oben
genannten Probleme Abhilfe zu schaffen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist somit ein fluidischer Oszillator,
der gegenüber einer Längssymmetrieebene P symmetrisch ist, umfassend eine Einfassung,
die eine Oszillationskammer begrenzt und eine Eingangsöffnung und eine Ausgangsöffnung
aufweist, durch die das Fluid strömt und die nach der Ebene P in einer ersten so
genannten Längsrichtung A ausgerichtet sind, wobei die Eingangsöffnung als Schlitz
ausgeführt ist, der in einer zweiten so genannten Querrichtung B zu der Ebene P
eng, in einer dritten Richtung C, die in der Ebene P enthalten ist, länglich und
zu der ersten Längsrichtung A rechtwinklig ist, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schlitz in einem Stück eingerichtet ist, das gegenüber der Einfassung abnehmbar
ist.
Somit kann man das abnehmbare Stück und die Einfassung des fluidischen
Oszillators getrennt herstellen: das abnehmbare Stück und insbesondere der Schlitz
werden präzise hergestellt, während die Einfassung etwas gröber hergestellt werden
kann.
In der Einfassung braucht man bei den Ab-/Ausformvorgängen nämlich
nur einen groß angelegten Hohlraum an der Stelle vorzusehen, an der sich der Schlitz
befinden soll, dann mit einem Werkzeug, das größer bemessen ist als nach dem Stand
der Technik, grob die Wände der Einfassung zu bearbeiten, die diesen Hohlraum bestimmen.
Die Dauer des Vorgangs zur Bearbeitung der Einfassung wird somit reduziert,
und die Risiken einer Beschädigung des Werkzeugs werden vermieden.
Genauer gesagt umfasst das abnehmbare Stück zwei Seitenwände, die
entlang der dritten Richtung C länglich sind und die entlang der zweiten Richtung
B beabstandet sind, um dazwischen die Abmessung des Schlitzes entlang dieser zweiten
Richtung, die auch Breite l genannt wird, zu bestimmen.
Das abnehmbare Stück kann zwei Ansätze umfassen, die zu der dritten
Richtung C rechtwinklig sind und an den beiden entgegengesetzten Enden der Seitenwände
angeordnet sind, um zwischen den Ansätzen die Abmessung des Schlitzes entlang der
dritten Richtung, die auch Höhe h genannt wird, zu bestimmen.
Nach einem Merkmal der Erfindung wird das abnehmbare Stück in einen
Hohlraum eingesetzt, der in der Einfassung vorgesehen ist und dessen Querabmessung
d etwas größer als die des Stücks ist.
Vorteilhafterweise umfasst das abnehmbare Stück eine Rille, die in
einer Randzone des Stücks angebracht ist, die in einer Querebene enthalten ist,
die von den zweiten und dritten Richtungen bestimmt ist, wobei die Randrille dazu
gedacht ist, ein Dichtungsorgan aufzunehmen, das insbesondere mit den Wänden der
Einfassung zusammenwirkt, die den Hohlraum bestimmen.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind die Seitenwände
des abnehmbaren Stücks jeweils durch mindestens einen ihrer Teile an die Wände der
Einfassung angeschlossen und verlängern sich über diese Teile hinaus entlang der
ersten so genannten Längsrichtung, um in die Oszillationskammer hineinzuragen.
Somit dienen die in die Oszillationskammer verlängerten Wände dazu,
den in dem Schlitz gebildeten Fluidstrom vor äußeren Einflüssen zu schützen, welche
die Oszillation des Strahls stören könnten.
Vorteilhafterweise sind zwei entsprechende Stellen auf jedem Ansatz
oberhalb des Schlitzes eingerichtet, um ein Element aufzunehmen, dass dazu geeignet
ist, das Profil der Geschwindigkeiten der Fluidströmung oberhalb des Schlitzes zu
ändern.
Ziel der Erfindung ist ebenfalls ein Stück, das dazu gedacht ist,
in einen fluidischen Oszillator integriert zu werden, wie er zuvor beschrieben wurde,
wobei das Stück zwei Seitenwände umfasst, die entlang einer Richtung C länglich
sind und die entlang einer Richtung B, die zu der Richtung C rechtwinklig ist, beabstandet
sind, um dazwischen einen Schlitz entlang dieser Richtung B zu bestimmen.
Das Stück kann zwei Ansätze umfassen, die zu der Richtung C rechtwinklig
sind und an den beiden Enden angeordnet sind, die den Seitenwänden gegenüberliegen,
um zwischen den Ansätzen die Abmessung des Schlitzes entlang dieser Richtung C zu
bestimmen.
Vorteilhafterweise ist eine Rille in einer Randzone des Stücks angebracht,
die in einer Ebene enthalten ist, die von den ersten und zweiten Richtungen bestimmt
wird, wobei die Rille dazu gedacht ist, ein Dichtungsorgan aufzunehmen.
Die Seitenwände des Stücks erstrecken sich in einer Richtung A, die
zu einer Ebene rechtwinklig ist, die von den Richtungen B und C bestimmt wird, um
in die Oszillationskammer des fluidischen Oszillators hineinzuragen, wenn das Stück
darin integriert ist.
Ziel der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines fluidischen
Oszillators, der gegenüber einer Längssymmetrieebene P symmetrisch ist, umfassend
eine Einfassung, die eine Oszillationskammer begrenzt und eine Eingangsöffnung und
eine Ausgangsöffnung aufweist, durch die das Fluid strömt und die nach der Ebene
P in einer ersten so genannten Längsrichtung ausgerichtet sind, wobei die Eingangsöffnung
als Schlitz ausgeführt ist, der in einer zweiten so genannten Querrichtung zu der
Ebene P eng, in einer dritten Richtung parallel zu der Ebene P länglich und zu der
ersten Längsrichtung rechtwinklig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren
darin besteht, die Einfassung herzustellen, indem man in dieser einen Hohlraum anbringt,
dessen Querabmessung größer ist als die Querabmessung des Schlitzes, ein Stück getrennt
herzustellen, indem man darin den Schlitz einrichtet, und das Stück in den Hohlraum
einzusetzen.
Genauer gesagt besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, die Einfassung
des fluidischen Oszillators durch Ab-/Ausformvorgänge herzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht auch darin, das Stück, in dem
der Schlitz eingerichtet ist, durch Ab-/Ausformvorgänge herzustellen.
Weitere Merkmale und Vorteile gehen aus der nachstehenden Beschreibung
hervor, die nur beispielhaft und nicht einschränkend und mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen gegeben wird. Es zeigen:
1 eine schematische Draufsicht eines
fluidischen Oszillators nach dem Stand der Technik,
2 eine vergrößerte perspektivische Teilansicht
des in 1 dargestellten fluidischen Oszillators, in
der nur der Schlitz dargestellt ist,
3 eine vergrößerte Teilvorderansicht
des in 2 dargestellten Schlitzes,
4 eine perspektivische Ansicht des Innern
des Kernblocks des fluidischen Oszillators und des Stücks 55, in dem der
Schlitz eingerichtet ist, und des von dem Block getrennten Hindernisses
29,
5 eine vergrößerte perspektivische Ansicht
des in 4 dargestellten Stücks 55,
6 eine Schnittansicht des Stücks
55 in einer Ebene, die zu der von den Richtungen A und B in 4
bestimmten Ebene parallel ist,
7 das Stück 55 in Schnittansicht
in der Ebene von 6 in seinem Fertigungswerkzeug,
8 eine perspektivische Ansicht einer
anderen Ausführungsform des Stücks 55 von 5,
9 eine Ansicht des Stücks 91
von 8 im Schnitt in einer Ebene parallel zu der Ebene,
die von den Richtungen A und B von 4 bestimmt ist,
10 das Stück 91 aus
8 in einer perspektivischen Rückansicht,
11 eine perspektivische Ansicht des Elements
117, das dazu gedacht ist, in das Stück 91 aus 8
bis 10 eingesetzt zu werden.
Wie in 4 dargestellt und mit der allgemeinen
Bezugsnummer 21 bezeichnet, ist ein fluidischer Oszillator in Form eines
Kernblocks 23 ausgeführt, dessen obere Deckelwand abgenommen wurde.
Der Kernblock des fluidischen Oszillators ist gegenüber einer Längssymmetrieebene
P symmetrisch (4).
Dieser Kernblock umfasst eine Einfassung 25, die eine so
genannte Oszillationskammer 27 begrenzt. Es ist ein Hindernis
29 vorgesehen, um an der von dem Pfeil angegebenen Stelle in der Oszillationskammer
angeordnet zu werden.
Der Kernblock umfasst ebenfalls zwei Durchgänge 31,
33, die derart geneigt sind, dass sie ein V bilden, und die jeweils an
einem ihrer Enden mit einer Öffnung 35, 37 versehen sind, die
in der unteren Wand 38 des Kernblocks eingerichtet ist.
Die Fluidströmung geht durch diese Öffnungen 35,
37 und die nachfolgenden Durchgänge 31, 33, ehe sie in
die Oszillationskammer 27 eindringt.
Die Durchgänge 31, 33 münden in einen Hohlraum
39, der insbesondere von den Seitenwänden 41, 43 der
Einfassung 25 bestimmt ist.
Die Seitenwände 41, 43 erstrecken sich von einem
so genannten Stromabende 27a der Oszillationskammer 27, parallel
zwischen diesen und zu der Ebene P, und entfernen sich dann von der Ebene P, um
der Kammer eine gewölbte Form zu geben, und schließen sich wieder in Richtung der
Ebene P rechtwinklig zu dieser bis zu dem gegenüberliegenden, so genannten
Stromaufende 27b der Oszillationskammer.
Die beiden Enden 27a, b sind nach einer ersten so
genannten Längsrichtung A, die in der Ebene P enthalten ist, ausgerichtet.
An dem Ende 27a der Oszillationskammer 27 sind die
Seitenwände 41, 43 parallel zu der Ebene P und bestimmen dazwischen
eine so genannte Ausgangsöffnung 45, durch die das Fluid aus der Oszillationskammer
27 herausströmt.
An dem Ende 27b der Oszillationskammer sind die Seitenwände
41, 43 voneinander entlang einer zweiten so genannten Querrichtung
B zu der Ebene P entfernt und bestimmen so die Breite d des Hohlraums
39.
Die Seitenwände 41, 43 erstrecken sich dann stromauf
parallel zu der Ebene P als zwei Wandabschnitte 47, 49, die somit
einen Teil der Längsabmessung des Hohlraums 39 bestimmen, und entfernen
sich dann von der Ebene P entlang einer Richtung, die gegenüber den Richtungen A
und B geneigt ist, um jeweils in eine der Wände 51, 53 überzugehen,
die jeweils die Durchgänge 31, 33 begrenzen.
Die Seitenwände 41, 43 haben eine Höhe genannte
Abmessung h, die nach einer dritten Richtung C ausgerichtet ist, die zu den beiden
ersten Richtungen A und B rechtwinklig ist, und h beträgt z. B. 91,3 mm.
Bei der Herstellung durch Ab-/Ausformen des Kernblocks 23
des fluidischen Oszillators, der z. B. aus Aluminium besteht, erhält man die Seitenwände
41, 43 und ihre Verlängerungen 47, 49 und
51, 53 mit was man üblicherweise Kegelanguss nennt, wie er in
3 gestrichelt dargestellt ist.
Der Kernblock wird anschließend mit einem Fräser bearbeitet, um den
Kegelanguss an den Seitenwänden zu beseitigen und die erwünschten Abmessungen zu
erhalten.
Da die Breite des Hohlraums 39 viel größer als die Breite
der Eingangsöffnung 9 des in 1 dargestellten
fluidischen Oszillators ist, kann man einen robusteren Fräser als nach dem Stand
der Technik für diesen Bearbeitungsvorgang verwenden, z. B. mit einem Durchmesser
von 25 mm.
Somit werden die Risiken einer Beschädigung des Fräsers vermieden,
und die Dauer des Bearbeitungsvorgangs wird gegenüber dem Stand der Technik erheblich
reduziert.
Zudem kann man die Seitenwände problemlos über ihre gesamte Höhe bearbeiten.
Außerdem ist zu beachten, dass dieser Bearbeitungsvorgang recht "grob"
ausgeführt werden kann, da die mit dem Hohlraum 39 fluchtrechten, nach
der Bearbeitung der Seitenwände erhaltenen Abmessungen nicht die endgültigen Abmessungen
sind, die der Fluidströmung geboten werden, wie nachstehend erläutert werden soll.
Somit kann die Bearbeitungszeit noch weiter reduziert werden, wenn
man sich mit einer groben Bearbeitung zufrieden gibt.
Wie perspektivisch in 4 und
5 dargestellt, ist ein Stück 55 dazu gedacht,
in den Hohlraum 39 zwischen den Abschnitten 47, 49 der
Seitenwände 41, 43 einsetzt zu werden, deren Breite d etwas größer
ist als die des Stücks.
Dieses Stück ist auch in 6 im Schnitt
in einer die Richtungen A und B enthaltenden Ebene in einer Position, in der es
zwischen den Wandabschnitten 47, 49 eingesetzt ist, dargestellt.
Die Breite des Stücks 55 beträgt z. B. 60 mm, und die Abmessung d beträgt
z. B. 61 mm.
Das Stück 55 umfasst zwei Seitenwände, die entlang der dritten
Richtung C länglich sind, und die entlang der zweiten Richtung B beabstandet sind,
um dazwischen einen engen Schlitz 57 zu bestimmen.
Dieser Schlitz bildet die Eingangsöffnung, die nach der Ausgangsöffnung
45 entlang der ersten Richtung A ausgerichtet ist, und die es ermöglicht,
die Fluidströmung in einen Strahl umzuformen, der in die Oszillationskammer
27 mündet.
Wie in 6 dargestellt, umfassen die Seitenwände
des Stücks 55 jeweils einen Teil 59, 61, der nach der
entsprechenden Seitenwand 41, 43 der Einfassung ausgerichtet ist,
wobei sie dazwischen die Breite l des Schlitzes 57 bestimmen, die z. B.
19 mm beträgt.
Die Seitenwände des Stücks 55 umfassen auch jeweils einerseits
zwei Teile 63, 65, die zueinander und zu der Ebene P parallel
sind und welche die Längsabmessung oder Länge des Schlitzes 57 bestimmen,
und andererseits zwei Teile 67, 69, die sich von der Ebene P gegenüber
den Richtungen A und B geneigt entfernen, um sich an die Wände 51,
53 der Durchgänge 31, 33 anzuschließen.
Das Stück 55 umfasst zwei Ansätze 71,
73, die als dünne Platten ausgeführt sind, die zu der dritten Richtung
C rechtwinklig sind und die an den beiden entgegengesetzten Enden der Seitenwände
des Stücks angeordnet sind, um zwischen den Ansätzen die Höhe des Schlitzes
57 zu bestimmen, die der Abmessung h entspricht.
Wie in 5 dargestellt, besitzt jeder Ansatz
eine geringe Dicke oder Höhe, und die untere Wand 38 des Kernblocks
23 weist fluchtrecht au dem Hohlraum 39 eine leichte Vertiefung
(4) auf, deren Höhe der Dicke des Ansatzes
71 entspricht.
Auf ähnliche Art und Weise ist eine Vertiefung, deren Höhe der Dicke
des Ansatzes 73 entspricht, in dem nicht dargestellten Deckel des Kernblocks
23 vorgesehen.
Außerdem umfasst das Stück 55 eine Rille 75, die
in einer Randzone des Stücks angebracht ist, die in einer Ebene quer zu der Ebene
P enthalten ist (4).
Diese Rille ist dazu gedacht, einen Dichtungsring 77 aufzunehmen,
der in 6 dargestellt ist und der eingebaut wird, ehe
das Stück 55 in den Hohlraum 39 eingesetzt wird.
6 zeigt, dass der Dichtungsring
77 mit den Seitenwandabschnitten 47, 49 der Einfassung
25 zusammenwirkt, um sicherzustellen, dass die Fluidströmung durch den
Schlitz 57 geht und nicht zwischen den Abschnitte 47,
49 und dem Stück 55 in die Oszillationskammer eindringt.
Der Dichtungsring 77 wirkt auch mit der unteren Wand
38 des Kernblocks und auf in den Figuren nicht dargestellte Art und Weise
mit dem Deckel des Kernblocks zusammen.
Das Stück 55, z. B. aus Kunststoff, wird durch Ab-/Ausformen
in einer Spritzgussform hergestellt, wie sie in 7 dargestellt
ist, und in der man das Stück in einer Ebene parallel zu der aus 6
im Schnitt sieht.
Die Gussform umfasst zwei Nestabformplatten 79,
81, wovon eine 81 die innere Form des Schlitzes 57 bestimmt
und zwei Kanäle 83, 85 umfasst, die jeweils die Zuführung des
flüssigen Werkstoffs in die innere Zone der Gussform ermöglichen, und die für das
Formen des Stücks 55 nach dem Erstarren frei gelassen wird.
Die Gussform umfasst auch zwei Schieber 87, 89,
welche die äußere Form des Stücks 55 mit der Randrille 75 bestimmen.
Wenn das Abformen beendet ist, werden die Schieber 87,
89 und die Nestabformplatten 79, 81 entlang den durch
die Pfeile angegebenen Richtungen entnommen, und das somit ausgeformte Stück
55 ist das fertige Stück.
Die Überwachung der Fertigungstoleranzen des Stücks 55 und
seiner Oberflächenbeschaffenheit ist besonders wichtig, da die Messtechnik des fluidischen
Oszillators von der Qualität des Fluidstrahls abhängt (gleich bleibender Querschnitt,
Zentrierung des Strahls gegenüber dem Hindernis, ...), der durch den Durchgang durch
dieses Stück gebildet wird, und diese Qualität des Strahls ist direkt von den Fertigungstoleranzen
und der inneren Oberflächenbeschaffenheit der Teile 63, 65,
67, 69, 71 und 73 abhängig. Das Spritzgussverfahren
ermöglicht es z. B., eine Präzision von ungefähr 1/10 bei den Abmessungen des Stücks
55 zu erhalten, obwohl nur eine Präzision von ungefähr 5/10 für die Herstellung
des Kernblocks aus Aluminium verlangt wird.
Ein weiterer Vorteil, der damit zusammenhängt, dass ein Teil
55 von der Einfassung getrennt ist, beruht darauf, dass das Herstellungsverfahren
des Stücks 55 wiederholbar ist, und dass man das Stück demnach mit mit
der Zeit wiederholbaren Eigenschaften erhalten kann, was sich somit positiv auf
die Messtechnik des fluidischen Oszillators auswirkt.
Die Tatsache, dass das Stück 55 gegenüber der Einfassung
25 und dem Kernblock 23 abnehmbar ist, ermöglicht nicht nur eine
einfachere Wartung, sondern auch das Auswechseln des Stücks 55 durch ein
anderes Stück, dessen Schlitz eine andere Breite l aufweist, und zwar um sich an
eine Reihe unterschiedlicher Durchsätze anzupassen.
Das Stück 55, dessen Abmessungen oben bestimmt wurden, verursacht
z. B. einen Druckverlust von 13 mbar für einen Durchsatz von 250 m3/h,
und für denselben Druckverlust ist es möglich, den Durchsatz bis auf 300 m3/h
zu erhöhen, indem man die Breite l entsprechend erhöht (um etwa 10%).
Die Erfindung weist noch einen anderen Vorteil auf: da die Vorgänge
zur Herstellung des. Stücks 55 und der Einfassung 25 (d. h. des
Kernblocks 27) getrennt sind, stellt die Tatsache, dass das Teil
55 während seiner Herstellung unglücklicherweise beschädigt werden könnte,
nicht die Herstellung des gesamten fluidischen Oszillators in Frage.
8 bis 11
bilden eine andere Ausführungsform der Erfindung ab, wobei zwei zusätzliche unabhängige
Merkmale hinzugefügt wurden. Bei dieser Ausführungsform behalten gegenüber
4 bis 7 unveränderte
Elemente die gleichen Bezugsnummern.
Wie in 8 bis 11
dargestellt, umfasst das abnehmbare Stück 91, das dazu gedacht ist, in
die Aufnahme 39 des Kernblocks 23 des in 4
dargestellten fluidischen Oszillators eingebaut zu werden, zwei Seitenwände, die
entlang der dritten Richtung C länglich sind und die entlang der zweiten Richtung
B beabstandet sind, um dazwischen einen engen Schlitz
93 zu bestimmen.
Die Seitenwände des Stücks 91 bestehen aus mehreren Teilen:
die Teile 59, 61, 67, 69 sind mit den Teilen
des Stücks 55 identisch, welche die gleichen Bezugsnummern tragen, und
zwei zueinander parallele Teile 95, 97, die im eigentlichen Sinne
den Schlitz 93 bestimmen und die gegenüber der Querebene, in der die Teile
59, 61 der Wände 41 und 43 der Einfassung
25 enthalten sind, hervorragen.
Diese beiden Teile der Seitenwände 95, 97, die sich
in das Innere der Oszillationskammer 27 des Kernblocks 23 verlängern,
bilden einen Schutzschirm für den Fluidstrahl gegen das Auftreten von Hochdruckwirbeln,
die sich in den Zonen befinden, die von den Teilen 59, 95 einerseits
und 61, 97 andererseits begrenzt sind, und die dazu beitragen,
den Strahl übermäßig zu biegen.
Ein fluidischer Oszillator, der mit zwei Seitenwandteilen versehen
ist, die sich in die Oszillationskammer verlängern, ist in der französischen Patentanmeldung
Nr. 9 713 145 beschrieben, die am 17. Oktober 1997 von der Anmelderin eingereicht
wurde.
Auf ähnliche Weise wie für das Stück 55 bestimmt, umfasst
das Stück 91 auch zwei identische Ansätze 99, 101, die
an den beiden Enden des Stücks angeordnet sind. Jeder Ansatz 99,
101 ist jeweils mit einer Stelle 103, 105 ausgestattet,
die sich oberhalb des Schlitzes 93 befindet und in Form eines gegenüber
dem Rest des entsprechenden Ansatzes ausgehöhlten Teils vorliegt.
Die beiden Stellen, die senkrecht zueinander angeordnet sind, weisen
jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Form auf, außer den Teile in der Nähe der
Wände 67 und 69, und die dem Profil dieser Wände folgen und sich
entlang der Richtung A in Form einer Fuge 107, die in dem entsprechenden
Ansatz angebracht ist, verlängern.
Jede Stelle umfasst einen Mittelteil 109, 111, der
von dem Rest der Stelle durch zwei nach der Richtung A ausgerichtete Ausnehmungen
106, 108 und 110, 112 getrennt ist und der in
Form einer Lamelle vorliegt.
Die Lamellen 109, 111 haben zwei Öffnungen
113, 115, die senkrecht zueinander ausgerichtet sind. Ein Element
117, das in 11 perspektivisch dargestellt
ist, liegt als flache Platte 119 vor, in deren Mittelteil mehrere im Wesentlichen
rechteckige Abschnitte 121a bis f teilweise aus dem Rest der Platte
ausgeschnitten wurden.
Die Platte 119 weist zwei flache Teile 123,
125 an ihren Enden auf, die den Mittelteil umrahmen, und die rechteckigen
Abschnitte 121a bis f haben eine besondere Winkelausrichtung gegenüber
der Ebene, in der die flachen Teile 123, 125 enthalten sind.
Die Platte 119 verlängert sich in einer Stütze
127 als senkrechtes Primas mit dreieckigem Querschnitt, wobei sie an ihren
beiden entgegengesetzten Seiten zwei so genannte Endplatten 129,
130 aufweist, die jeweils mit einer Nocke 131 versehen sind.
Die Endplatten 129, 130 haben ein Profil, das die
Stellen 103, 105 ergänzt.
Das Element 117 ist dazu gedacht, fluchtrecht mit den Stellen
103, 105 in das Stück 91 eingesetzt zu werden, wobei
es von den Platten 129, 130 geführt wird, und die Nocken
131 wirken mit den Öffnungen 113, 115 zusammen, um das
Element 117 festzuhalten.
Um den Einbau des Elements 117 in das Stück 91 zu
ermöglichen, ist es wichtig, Lamellen 109, 111 vorzusehen, die
eine gewisse Biegsamkeit aufweisen.
Nach dem Einbau in das Stück 91 dient das Element
117 dazu, das Geschwindigkeitsprofil der Fluidströmung oberhalb des Schlitzes
93 anhand der Abschnitte 121a bis f zu ändern, die hauptsächlich
den mittleren Teil des Geschwindigkeitsprofils beeinflussen.
Ein derartiges Element kann notwendig sein, wenn die von oberhalb
kommende Strömung nicht unter Kontrolle steht.
Dieses Element kann auch an das Stück 55 angepasst werden.