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Dokumentenidentifikation DE69917045T2 21.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001109970
Titel FORMIERGEWEBE FÜR TISSUE-PAPIER
Anmelder Voith Fabrics Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder HAY, Lister, Stewart, Ramsbottom, Lancashire BL0 9EH, GB;
BREWSTER, Loy, James, Waskom, US;
HERMAN, Bruce, Jeffrey, Bala Cynwyd, US;
STRÖM, Jan, S-610 40 Gusum, SE
DE-Aktenzeichen 69917045
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.08.1999
EP-Aktenzeichen 999417405
WO-Anmeldetag 27.08.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/02684
WO-Veröffentlichungsnummer 0000012817
WO-Veröffentlichungsdatum 09.03.2000
EP-Offenlegungsdatum 27.06.2001
EP date of grant 06.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.04.2005
IPC-Hauptklasse D21F 11/00
IPC-Nebenklasse D21F 1/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft tissuebildende Gewebe, insbesondere jene, die in den Bereichen einer rascheren Entwässerung verwendet werden, wodurch ein dickeres, weniger durchsichtiges Tissue über den Bereichen mit schnellerer Entwässerung erzeugt wird.

Das Schwedisches Patent 427,053 an Gusums Bruk AB offenbart eine formende Gewebestruktur, in der Bereiche unterschiedlicher Dichte geschaffen werden, indem relativ dichte Bereiche bereitgestellt werden, in welchen eine hohe Frequenz von Garnverflechtungen vorhanden ist, und relative poröse Regionen, in welchen eine geringe Frequenz von Garnverflechtungen vorhanden ist, die durch Schussfädenflottierungen dominiert sind. In bestimmten offenbarten Ausführungsformen stellen die Bereiche mit einer geringen Frequenz von Verflechtungen physisch erhabene Bereiche bereit, die das Tissue formen.

US Patent Nr. 5,429,686 an Chiu offenbart ein TAD-Gewebe mit einer getrennten lasttragenden Gewebeschicht und einer zusätzlichen Skulpturschicht, die durch zusätzliche langflottierte Garne in Maschinenrichtung gebildet wird, wobei die Flottierungen aus dem Hauptkörper der lasttragenden Gewebeschicht herausragen, um die gebildete Bahn zu formen.

AUFGABEN DER ERFINDUNG

Es ist eine allgemeine Aufgabe dieser Erfindung, formende Gewebe, Übertragungsgewebe oder Trocknergewebe, insbesondere TAD-Gewebe, zur Verwendung in Formungspapier (z. B. Tissue, Turmstoff und andere nassgeformte Zellulosebahnen) oder ungewebte Bahnmaterialien mit einer verbesserten geprägten oder gemusterten Struktur bereitzustellen.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, formende Gewebe, Übertragungsgewebe oder Trocknergewebe, insbesondere TAD-Gewebe, zur Verwendung insbesondere in einer Tissueherstellungsmaschine bereitzustellen, um verbesserte geprägte oder gemusterte Tissueprodukte zu bilden.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, formende Gewebe, Übertragungsgewebe oder Trocknergewebe in einer vliesbildenden Vorrichtung zu verwenden, um ein gemustertes Faservlies mit einem gewünschten Gleichgewicht an Eigenschaften und einem tuchartigen Aussehen und einer tuchartigen Textur zu bilden.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, ein vliesformendes oder prägendes Gewebe ohne Einarbeitung zusätzlicher Filamente oder anderer Strukturen bereitzustellen.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, ein vliesformendes oder prägendes Gewebe bereitzustellen, ohne zusätzliche Bearbeitungsschritte vornehmen zu müssen, um zusätzliche Elemente in die Gewebestruktur einzufügen.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorangehenden und andere Aufgaben dieser Erfindung werden durch ein musterformendes Gewebe für eine Papiermaschine erreicht, umfassend eine vliesberührende Oberfläche zur Ineingriffnahme eines Faservlieses und Mitwirken dabei, dem Faservlies ein Muster zu verleihen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe nicht mehr als eine Schicht aus verflochtenen Kettfäden und Schussfäden umfasst, die verwebt sind, um eine Mehrzahl systematisch gestörter Oberflächenbereiche bereitzustellen, wobei die Schussfäden über die Kettfäden flottiert sind oder umgekehrt, getrennt durch Regionen normaler Verschlingung, oder wobei die Kettfäden über die Schussfäden flottiert sind oder umgekehrt (gegenüber den Bereichen). In bevorzugten Ausführungsformen können Gewebe mindestens eine Schicht aus Fäden enthalten, die sowohl in die erste als auch in die zweite Richtung orientiert sind, wobei die Fäden zur Bildung eines Gitters verwebt sind. Die systematisch verteilten Oberflächenbereiche, die dieselbe Konfiguration, dasselbe Bindungsmuster und/oder dieselben Dimensionen haben können aber nicht haben müssen, enthalten vorzugsweise mindestens drei Jahre, die sowohl in die erste als auch in die zweite Richtung orientiert sind, und enthalten vorzugsweise mindestens vier Fäden, die sowohl in die erste als auch in die zweite Richtung orientiert sind.

Gemäß bevorzugten Aspekten dieser Erfindung hat jeder Faden, der sich sowohl in dem Gitter als auch in einer oder mehreren systematisch verteilten Oberflächenbereichen befindet, die durch das Gitter definiert sind, eine Verschlingungsdichte in dem Gitter, die kleiner oder gleich der Verschlingungsdichte des Fadens in den systematisch verteilten Oberflächenbereichen ist. In Verbindung mit diesen Aspekten der Erfindung entspricht das Gitter vorzugsweise, aber nicht unbedingt, der Definition von "Gitter", die in der Folge angeführt ist. In dieser Anmeldung beziehen sich die Antragsteller, wenn sie sich nicht auf die Definition von "Gitter", die in der Folge angeführt ist, einschränken wollen, auf eine "Gitteranordnung". Die "Gitteranordnung" muss jedoch wie das "Gitter" Randkanten benachbarter, systematisch verteilter Oberflächenbereiche definieren oder bereitstellen.

Wenn in anderen bevorzugten Aspekten dieser Erfindung ein Faden, der sich sowohl in dem Gitter als auch in einem oder mehreren systematisch verteilten Bereichen befindet, eine Verschlingungsdichte in dem Gitter aufweist, die größer als die Verschlingungsdichte in dem einen oder den mehreren systematisch verteilten Bereichen ist, muss das Gitter die Definition von "Gitter", die in der Folge angeführt ist, erfüllen.

Das "Gitter", das eine kettengliedartige Konstruktion ist, definiert nicht nur Randkanten benachbarter, systematisch verteilter Oberflächenbereiche, sondern bezeichnet auch, wenn nicht spezifischer eingeschränkt, ein Bindungsmuster, in dem in der Gewebeoberfläche neben der gebildeten Bahn (in der Folge als "die Formungsoberfläche" bezeichnet) mehr als 50% der Fäden, welche die Randkanten benachbarter, systematisch verteilter Bereiche definieren, eine Verschlingungsdichte von Null haben, und in der entweder alle Kettfäden oder alle Schussfäden über einen, oder kontinuierlich über mehr als einen Schussfaden beziehungsweise Kettfaden flottieren, um entweder eine kettengliedartige Anordnung von Kettfadenflottierungen oder eine kettengliedartige Anordnung von Schussfadenflottierungen in dem gesamten Gewebe auf der Formungsoberfläche zu bilden; wobei, wenn eine Anordnung von Kettfadenflottierungen in der gesamten Formungsoberfläche gebildet ist, jede Kettfadenflottierung in der Anordnung entweder über denselben Schussfaden und/oder über einen oder mehrere benachbarte Schussfäden als benachbarte Kettfadenflottierungen in der Anordnung flottiert, und, wenn eine Anordnung von Schussfädenflottierungen in der gesamten Formungsoberfläche gebildet ist, jede Schussfadenflottierung in der Anordnung entweder über denselben Kettfaden und/oder über einen oder mehrere benachbarte Kettfäden als benachbarte Schussfadenflottierungen in der Anordnung flottiert.

Insbesondere haben mehr als 75% der Fäden in dem Gitter, die die Randkanten benachbarter, systematisch verteilter Bereiche definieren, eine Verschlingungsdichte von Null und insbesondere haben 100% solcher Fäden eine Verschlingungsdichte von Null.

Eine Bezugnahme auf eine "Verschlingungsdichte von Null" in dem Gitter bedeutet, dass die Kett- oder Schussfäden, die über einen oder mehrere Schussfäden beziehungsweise Kettfäden flottieren, auf der Formungsoberfläche bleiben und sich nur am Umfang der benachbarten, systematisch verteilten Oberflächenbereiche nach außen bewegen, um Randkantensegmente dieser Bereiche zu bilden.

Insbesondere ist das Gitter im gesamten Gewebe "kontinuierlich", d. h., es definiert die Randkanten der benachbarten, systematisch verteilten Bereiche um den gesamten Umfang solcher Bereiche.

Zur näheren Erklärung kann das Gitter, das wie oben erwähnt, vorzugsweise kontinuierlich ist, entweder durch eine Anordnung von Kettfadenflottierungen aller Kettfäden über einen oder mehrere Schussfäden gebildet werden, oder als Alternative durch eine Anordnung von Schussfadenflottierungen aller Schussfäden über einen oder mehrere Kettfäden. Im ersten Fall flottiert jeder Kettfaden in der Anordnung entweder über denselben Schussfaden und/oder über einen oder mehrere benachbarte Schussfäden als benachbarte Kettfadenflottierungen in der Anordnung. Im letzteren Fall flottiert jeder Schussfaden in der Anordnung entweder über denselben Kettfaden und/oder über einen oder mehrere benachbarte Kettfäden als benachbarte Schussfadenflottierungen in der Anordnung.

In bestimmten bevorzugten Konstruktionen ist das Gitter kontinuierlich und entweder durch eine Anordnung von Kettfadenflottierungen bereitgestellt, in welchen jeder der Kettfäden über mehr als einen Schussfaden flottiert, oder durch eine Anordnung von Schussfadenflottierungen, in welchen jeder der Schussfäden über mehr als einen Kettfaden flottiert, und wobei benachbarte Kettfaden- oder Schussfadenflottierungen, die durch benachbarte Kettfäden beziehungsweise Schussfäden bereitgestellt werden, einander zumindest teilweise überlappen. Das heißt, die benachbarten Kettfaden- oder Schussfadenflottierungen erstrecken sich, oder flottieren, über mindestens einen Schuss- beziehungsweise Kettfaden, welcher derselbe ist, und nach Wunsch über einen oder mehrere benachbarte Schussfäden oder Kettfäden.

Daher sind gemäß bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung benachbarte, systematisch verteilte Bereiche durch ein kontinuierliches Gitter getrennt, in dem Fäden, die in eine der ersten oder zweiten Richtung des Webmusters orientiert sind, unter einem Faden oder mehreren aufeinanderfolgen Fäden flottieren, die in die andere der ersten oder zweiten Richtung orientiert sind.

Die systematisch verteilten Oberflächenbereiche vorbestimmter Konfiguration können nach Wunsch zahlreiche verschiedene Bindungsmuster aufweisen. Tatsächlich können verschiedene systematisch verteilte Oberflächenbereiche in einem Gewebe verschiedene Bindungsmuster aufweisen, um dadurch Bereiche bereitzustellen, die sich in verschiedenen Höhen oder in verschiedenen Ebenen in dem Gewebe befinden. Ferner definieren in den bevorzugtesten Ausführungsformen der Erfindung gegenüberliegende Kanten der Fäden in dem Gitter den Umfang und somit die Konfiguration von benachbarten, beabstandeten, systematisch verteilten Oberflächenbereichen.

In einigen Ausführungsformen haben die systematisch verteilten Oberflächenbereiche eine geringe Fadenverschlingungsdichte, wobei sie durch aufeinanderfolgende Fäden bereitgestellt sind, die in eine der ersten und zweiten Richtung orientiert sind und über zwei oder mehr aufeinanderfolgende Fäden flottieren, die in die andere der ersten und zweiten Richtung orientiert sind; diese letztgenannten Flottierungen beherrschen das Bindungsmuster in den systematisch verteilten Oberflächenbereichen. Tatsächlich ist in einigen Ausführungsformen der Erfindung die Fadenverschlingungsdichte Null, d. h., es gibt keine Verschlingungen in dem Körper der systematisch verteilten Bereiche; die Verschlingungen treten nur an den Rändern solcher Bereiche auf.

Gemäß den weitesten Aspekten dieser Erfindung müssen die systematisch verteilten Bereiche keine geringe Fadenverschlingungsdichte aufweisen und können eine hohe Fadenverschlingungsdichte haben, wie eine Grundbindung.

Gemäß bestimmten bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung umfassen die systematisch verteilten Oberflächenbereiche, die vorwiegend eine geringe Fadenverschlingungsdichte aufweisen, die durch aufeinanderfolgende Fäden bereitgestellt wird, die in eine der ersten und zweiten Richtung des Bindungsmusters orientiert sind und über zwei oder mehr aufeinanderfolgende Fäden flottieren, die in die andere der ersten und zweiten Richtung orientiert sind, einen Bereich, in dem ein Faden oder mehrere der aufeinanderfolgenden Fäden, die in die eine der ersten und zweiten Richtung orientiert sind, mit mindestens einem Faden verschlungen sind, der in die andere der ersten und zweiten Richtung orientiert ist, um dadurch die Kontinuität der Fadenflottierung über den Fäden zu unterbrechen, die in die andere der ersten und zweiten Richtung orientiert sind. Für eine solche Unterbrechung wäre aber die Fadenverschlingungsdichte Null.

Gemäß dieser Erfindung können die Fadentypen, die Querschnittsflächen, Polymere, Formen, Schrumpfungen usw., die in den Geweben verwendet werden, wie auch ihre Verteilung durch das Gewebe verändert werden. Zum Beispiel können einzelne Multifilament- oder Monofilamentfäden in den Schussfaden- und/oder den Kettfadensystemen durch gepaarte Fäden ersetzt werden, die identischen Bindungspfaden folgen. Wenn gepaarte Gruppierungen von Natur aus in der Bindung vorhanden sind, können diese im Gegensatz dazu durch einen dünneren oder dickeren Faden ersetzt werden, um die Fadendichte zu beeinflussen.

Fäden verschiedener Durchmesser können selektiv in den Schussfaden- und/oder Kettfadengruppen verwendet werden, indem sie gruppiert, abgewechselt oder andersartig eingesetzt werden, um den Formungseffekt auf den gebildeten Bahnen zu verstärken.

Fäden gleichen Durchmessers können gepaart werden oder Fäden unterschiedlichen Durchmessers können gepaart werden, um während des Säumens eines flachen Gewebes ein Überkreuzen/Verdrehen von Fäden zu verringern; es versteht sich, dass das Säumen bei schlauchförmigen Geweben gemäß dieser Erfindung kein Thema ist. Paare von profilierten Fäden (d. h., ohne kreisförmigen Querschnitt), die vorzugsweise ineinandergreifende Profile haben, z. B. ein runder Faden gepaart mit einem profilierten Faden mit einer profilierten Vertiefung in der Seite neben dem runden Faden, können verwendet werden. Solche ineinandergreifende profilierte Fäden halten besser zusammen, um ein Verdrehen während des Säumens zu verhindern. Diese Fäden liegen annähernd Seite an Seite, und nicht übereinander (d. h., über- oder untereinander).

Das Formen kann als Alternative durch die Verwendung von Fäden verstärkt werden, die einen signifikanten Unterschied in den Wärmeschrumpfwerten aufweisen, indem zum Beispiel Fäden in Schussfaden- und/oder Kettfadengruppen abgewechselt, gruppiert oder auf andere Weise verteilt werden, um den Formungseffekt zu verstärken.

Zum Beispiel kann ein Satz von Kett- oder Schussfäden eine Schrumpfung von 1 bis 5% aufweisen und der andere Satz von Kett- oder Schussfäden kann eine Schrumpfung von 10 bis 20% aufweisen. Dieser Unterschied in der Schrumpfung verzerrt die Gewebestruktur in einem Winkel senkrecht zu der Ebene des Gewebes, was zu erhabenen Flottierungen und/oder Höckern führt, die die Schicht physisch formen.

In anderen Ausführungsformen können die Fäden in einem Winkel senkrecht zu der Ebene des Gewebes gekräuselt werden, um die Höhe der erhabenen Flottierungen und/oder Höcker, die die Schicht physisch formen, bereitzustellen oder zu verstärken.

Zur Änderung der Entwässerungseigenschaften des Gewebes können einige oder alle der Kett- und/oder Schussfäden seitlich in der Ebene des Gewebes gekräuselt werden.

Zweikomponentenfäden mit unterschiedlicher Schrumpfung der Komponenten, egal ob Kern-und-Hülle-, verdrehte oder parallele Zweikomponentenmultifilamente, können verwendet werden. Der signifikante Unterschied in der Schrumpfung bei Monofilamentfäden kann unter Verwendung identischer oder verschiedener Materialien der Polymerfamilie erreicht werden.

Die Schrumpfung kann durch Wärmehärten des Gewebes und/oder Behandeln des Gewebes in einer heißen Flüssigkeit, wie kochendem Wasser, herbeigeführt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Es werden nun bevorzugte Ausführungsformen von Geweben gemäß dieser Erfindung als Beispiel unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, von welchen:

1 ein Bindungsmusterdiagramm eines Rapports einer ersten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

2A und 2B Schnittansichten sind, die die Pfade ausgewählter Schussfäden in einem Musterrapport von 1 zeigen;

3 ein Bindungsmusterdiagramm der ersten Ausführungsform ist, die in 1 dargestellt ist, das aber mehr als einen einzigen Rapport zeigt;

4 ein Bindungsmusterdiagramm einer zweiten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

5 ein Bindungsmusterdiagramm einer dritten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

6 ein Bindungsmusterdiagramm einer vierten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

7 ein Bindungsmusterdiagramm einer fünften Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

8 ein Bindungsmusterdiagramm einer sechsten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

9 ein Bindungsmusterdiagramm einer siebenten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

10 ein Bindungsmusterdiagramm einer achten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

11 ein Bindungsmusterdiagramm einer neunten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist;

12 ein Bindungsmusterdiagramm einer zehnten Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist und

13 ein Bindungsmusterdiagramm einer elften Ausführungsform eines formenden Gewebes gemäß der Erfindung ist.

BESTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Unter Bezugnahme auf 1 und 3 ist ein Gewebe gemäß einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung mit 8 dargestellt und enthält ein Fadenrapportmuster aus 10 Kettfäden mal 10 Schussfäden. Schattierte Quadrate zeigen jeweils, wo der entsprechende Schussfaden, Nummer 1 bis 10, unter dem entsprechenden Kettfaden, Nummer 1 bis 10, gewebt ist, und nicht schattierte Quadrate zeigen, dass der Schussfaden über dem Kettfaden an der vliesberührenden Oberfläche des Gewebes flottiert.

Es sollte offensichtlich sein, dass für einige Formungs-, Übertragungs- und/oder Durchtrocknungsanwendungen das Bindungsmuster umgekehrt sein kann. In diesem letzteren Fall ist das Muster aus Kettfadenflottierungen und Schussfadenflottierungen dem in 1 und 3 gezeigten entgegengesetzt. 1 zeigt einen einzigen Bindungsrapport der Ausführungsform. Um zu verstehen, wie sich das Prägemuster entwickelt, wird vorzugsweise auf 3 Bezug genommen, wo mehrere Bindungsrapports dargestellt sind.

Wie am besten in 3 dargestellt, definieren die Kettfadenflottierungen, die durch die Verflechtung gebildet werden, ein kontinuierliches kettengliedartiges Gitter 31, das systematisch verteilte, rautenförmige Oberflächenbereiche 30 umgibt. In der dargestellten Ausführungsform enthält jeder der systematisch verteilten, rautenförmigen Bereiche 30 acht Schussfäden, die kontinuierlich über acht Kettfäden flottieren, d. h., die Fäden in den systematisch verteilten Bereichen haben eine Verschlingungsdichte von Null. 2A und 2B zeigen Schnittansichten des Geweberapports, wobei sie ausgewählte Fadenpfade von Schussfäden in Bezug auf Kettfäden zeigen. In 2A ist der Schussfaden 1 (volle Linie) unter den Kettfäden 1 und 10 gewebt, während der Schussfaden 2 (gestrichelte Linie) unter den Kettfäden 2 und 9 gewebt ist, während der Schussfaden 3 (punktierte Linie) unter den Kettfäden 3 und 8 gewebt ist. In 2B sind die verbleibenden Schussfäden 4 (gestrichelte Linie) und 5 (volle Linie) dargestellt, die unter den Kettfäden 4 und 7 beziehungsweise 5 und 6 gewebt sind. Die übrigen Schussfäden 6 bis 10 sind symmetrisch in einer spiegelbildlichen Anordnung zu den Schussfäden 1 bis 5 angeordnet. Somit haben 100% der Kettfäden, die den Umfang von benachbarten, systematisch verteilten Bereichen definieren, eine Verschlingungsdichte von Null.

Unter Bezugnahme auf 4 ist eine weitere Ausführungsform gemäß dieser Erfindung mit 100 dargestellt. Dieses Gewebe kann, wie dies bei allen Geweben dieser Erfindung der Fall ist, in Maschinen zur Herstellung ungewebter Vliese wie auch als Formungsdraht, Übertragungsdraht und/oder TAD-Gewebe in der Papierherstellung oder einer anderen Nassformungsmaschine oder einem Nassformungsprozess verwendet werden. Unter Bezugnahme auf 4 sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe 100 ist eine 20-Kettfaden-20-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle zwanzig Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle zwanzig Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 4 hat das Gewebe 100 ein kontinuierliches, kettengliedartiges Gitter 102 auf der dargestellten Oberfläche, das durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden über mehr als einen Schussfaden gebildet wird, und wobei die Kettfadenflottierungen, die durch jeden der Kettfäden bereitgestellt werden, zumindest teilweise eine Kettfadenflottierung überlappen, die von einem benachbarten Kettfaden bereitgestellt wird. Tatsächlich wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 1 bis 9 gebildet wird, die über die Schussfäden 1 bis 20 flottieren, durch benachbarte, teilweise überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt. Ebenso wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 12 bis 20 gebildet wird, die über die Schussfäden 1 bis 20 flottieren, durch benachbarte, teilweise überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt. In dieser Ausführungsform der Erfindung, wie der Ausführungsform 8, haben 100% der Fäden in dem kontinuierlichen Gitter, die die Randkanten von benachbarten, systematisch verteilten Oberflächenbereichen 104 definieren, eine Verschlingungsdichte von Null.

Zur näheren Erklärung, in einem einzigen Bindungsrapport wird das kontinuierliche Gitter 102 durch Kettfadenflottierungen unterschiedlicher Länge bereitgestellt. Jeder Kettfaden 1 und 20 flottiert über die Schussfäden 1 und 2, und auch über die Kettfäden 19 und 20. Benachbarte Abschnitte des kontinuierlichen Gitters werden durch Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über die Schussfäden 1 bis 3 und auch über die Schussfäden 18 bis 20 bereitgestellt. Somit überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über den Schussfäden 1 bis 3 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 und 20 über die Schussfäden 1 beziehungsweise 2. Ebenso überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über die Schussfäden 18 bis 20 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 und 20 über die Schussfäden 19 beziehungsweise 20.

Unter weiterer Bezugnahme auf 4 definiert oder trennt das kontinuierliche Gitter 102 eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen 104 mit einer Konfiguration, die durch die Konfiguration des kontinuierlichen Gitters bestimmt wird. Wie dargestellt ist jeder systematisch verteilte Bereich 104, der durch das kontinuierliche Gitter 102 begrenzt ist, im Wesentlichen rautenförmig und enthält sechzehn aufeinanderfolgende Fäden sowohl in die Kettfaden- als auch in die Schussfadenrichtung.

In jedem systematisch verteilten Bereich 104 befindet sich ein kleinerer, rautenförmiger Bereich 106, der durch ein rautenförmiges Muster aus Kettfadenflottierungen 108 begrenzt ist, die durch eine Gruppe benachbarter Kettfäden bereitgestellt werden, die Schussfadenflottierungen unterbrechen, die durch eine Gruppe benachbarter Schussfäden bereitgestellt werden. In der Mitte jedes der kleineren rautenförmigen Bereiche 106 befindet sich ein Bereich, der durch benachbarte Kettfäden (z. B. 10, 11) bereitgestellt wird, die über ein Paar benachbarter Schussfäden (z. B. 1, 20) flottieren.

Unter Bezugnahme auf 5 ist eine zusätzliche Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 200 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe 200 ist wie das Gewebe 100 eine 20-Kettfaden-20-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle zwanzig Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle zwanzig Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 5 ist das kettengliedartige Gitter 202 an der dargestellten Oberfläche kontinuierlich. Insbesondere hat das kontinuierliche Gitter 202 wie das kontinuierliche Gitter 102 (4) eine Verschlingungsdichte von Null und wird durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden über mehr als einen Schussfaden gebildet; wobei die Kettfadenflottierungen, die von jedem der Kettfäden bereitgestellt werden, zumindest teilweise eine Kettfadenflottierung überlappen, die von einem benachbarten Kettfaden bereitgestellt wird. Tatsächlich wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der von den Kettfäden 1 bis 9 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 20 flottieren, durch benachbarte, teilweise überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt. Ebenso wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 12 bis 20 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 20 flottieren, durch benachbarte, teilweise überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt.

Zur näheren Erklärung, in einem einzigen Rapport wird ein Abschnitt des kontinuierlichen Gitters 202 durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden 1 und 20 über die Schussfäden 1 und 2 und auch über die Schussfäden 19 und 20 bereitgestellt. Benachbarte Abschnitte des kontinuierlichen Gitters werden durch Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über die Schussfäden 1 bis 3 und auch über die Schussfäden 18 bis 20 bereitgestellt. Somit überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über die Schussfäden 1 bis 3 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 und 20 über die Schussfäden 1 beziehungsweise 2. Ebenso überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 19 über die Schussfäden 18 bis 20 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 und 20 über die Schussfäden 19 beziehungsweise 20.

Unter weiterer Bezugnahme auf 5 definiert oder trennt das kontinuierliche Gitter mehrere systematisch verteilte Oberflächenbereiche 204 einer vorbestimmten Konfiguration. Wie dargestellt ist jeder systematisch verteilte Bereich 204, der durch das Gitter begrenzt ist, im Wesentlichen rautenförmig und enthält sechzehn aufeinanderfolgende Fäden sowohl in die Kett- als auch in die Schussrichtung.

In jedem systematisch verteilten Bereich 204 befindet sich ein kleinerer, im Wesentlichen rautenförmiger Bereich 206, der durch ein im Wesentlichen rautenförmiges Muster aus Kettfadenflottierungen 208 begrenzt ist, die durch eine Gruppe von benachbarten Kettfäden bereitgestellt werden, die Schussfadenflottierungen unterbrechen, die durch eine Gruppe benachbarter Schussfäden bereitgestellt werden. Die Kontinuität des im Wesentlichen rautenförmigen Musters von Kettfadenflottierungen 208 wird durch Auslassen von Kettfadenflottierungen an den gegenüberliegenden querverlaufenden Enden des Musters unterbrochen. Zum Beispiel stellen die Kettfäden 6 und 15 keine Kettfadenflottierungen in den systematisch verteilten Bereichen 204 bereit, um die Rautenform der Kettfadenflottierungen 208 zu schließen.

In der Mitte von jedem der kleineren, im Wesentlichen rautenförmigen Bereiche 206 ist ein Bereich durch überlappende Kettfadenflottierungen bereitgestellt. Insbesondere flottieren die Kettfäden 19, 20 und 1 über den Schussfaden 10, und die Kettfäden 20, 1 und 2 flottieren über den Schussfaden 11. Somit flottieren benachbarte Kettfäden 20 und 1 über benachbarte Schussfäden 10 und 11.

Unter Bezugnahme auf 6 ist eine zusätzliche Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 300 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 10-Kettfaden-8-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 10 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 8 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 6 ist das kettengliedartige Gitter 302 an der dargestellten Oberfläche kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 302 wird in jedem Rapport durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden über einen einzigen Schussfaden gebildet, wobei die Kettfadenflottierungen, die von jedem der Kettfäden bereitgestellt werden, unmittelbar neben einer Kettfadenflottierung liegen, die von einem benachbarten Kettfaden bereitgestellt wird. Insbesondere weist der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 1 bis 5 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 8 flottieren, die Form von diagonal konvergierenden Linien 301, 303 benachbarter und Kettfadenflottierungen auf, wobei die Kettfadenflottierung, die durch den Kettfaden 5 bereitgestellt wird, der über den Schussfaden 5 läuft, beiden Linien gemeinsam ist. Ebenso weist der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 6 bis 10 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 8 flottieren, die Form von diagonal konvergierenden Linien 305, 307 benachbarter und Kettfadenflottierungen auf, wobei die Kettfadenflottierung, die durch den Kettfaden 6 bereitgestellt wird, der über den Schussfaden 5 läuft, beiden Linien gemeinsam ist.

Unter weiterer Bezugnahme auf 6 definiert oder trennt das kontinuierliche Gitter eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen 304 einer vorbestimmten Konfiguration. Wie dargestellt ist jeder systematisch verteilte Bereich 304, der von dem Gitter begrenzt ist, im Wesentlichen rautenförmig und ist vorwiegend durch Schussfäden definiert, die über Kettfäden flottieren. Tatsächlich ist mit Ausnahme der Schussfadenflottierungen, die durch zwei benachbarte Kettfäden (z. B. 1 und 10) unterbrochen sind, die über denselben einzelnen Schussfaden (z. B. 5) flottieren, jeder der systematisch verteilten Bereiche 304 vollständig durch Schussfäden bereitgestellt, die über Kettfäden flottieren. In dieser Ausführungsform enthält jeder Bereich 304 acht aufeinanderfolgende Kettfäden und sieben aufeinanderfolgende Schussfäden.

Unter Bezugnahme auf 7 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 400 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 10-Kettfaden-10-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 10 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 10 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 7 ist das kettengliedartige Gitter 402 an der dargestellten Oberfläche kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 402 wird durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden über mehr als einen Schussfaden gebildet, wobei die Kettfadenflottierungen, die von jedem der Kettfäden bereitgestellt werden, zumindest teilweise eine Kettfadenflottierung überlappen, die durch einen benachbarten Kettfaden bereitgestellt wird. Tatsächlich wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 1 bis 5 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 10 flottieren, durch benachbarte überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt. Ebenso wird der Abschnitt des kontinuierlichen Gitters, der durch die Kettfäden 6 bis 10 bereitgestellt wird, die über die Schussfäden 1 bis 10 flottieren, durch benachbarte überlappende Kettfadenflottierungen der benachbarten Kettfäden bereitgestellt.

Zur näheren Erklärung, in einem einzigen Bindungsrapport wird ein Abschnitt des kontinuierlichen Gitters 402 durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden 1 und 10 über den Schussfaden 1 und auch über die Schussfäden 9 und 10 bereitgestellt. Benachbarte Abschnitte des kontinuierlichen Gitters werden durch Kettfadenflottierungen von Kettfäden 2 und 9 über die Schussfäden 1 und 2 und auch über die Schussfäden 8 und 9 bereitgestellt. Somit überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 9 über die Schussfäden 1 und 2 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 beziehungsweise 10 über den Schussfaden 1. Ebenso überlappen die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 2 und 9 über die Schussfäden 8 und 9 teilweise die Kettfadenflottierungen der Kettfäden 1 und 10 über die Schussfäden 9 beziehungsweise 10.

Unter weiterer Bezugnahme auf 7 definiert oder trennt das kontinuierliche Gitter 402 eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen 404 einer vorbestimmten Konfiguration. Wie dargestellt ist jeder systematisch verteilte Bereich 404, der durch das Gitter 402 begrenzt ist, im Wesentlichen rautenförmig und enthält acht Kettfäden und sieben Schussfäden.

Jeder der systematisch verteilten Bereiche 404 wird von Schussfadenflottierungen dominiert. Tatsächlich ist mit Ausnahme von Kettfadenflottierungen, die durch zwei benachbarte Kettfäden (z. B. 5, 6) bereitgestellt sind, die über einen einzigen Schussfaden (z. B. 10) flottieren, jeder der systematisch verteilten Bereiche 404 durch Schussfadenflottierungen bereitgestellt. Dies führt dazu, dass die systematisch verteilten Bereiche 404 eine geringe Fadenverschlingungsdichte aufweisen.

Unter Bezugnahme auf 8 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 500 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 10-Kettfaden-8-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 10 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 8 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 8 ist das kettengliedartige Gitter 502 kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 502 wird an der dargestellten Oberfläche durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden 2, 3, 8 und 9 über einzelne, beabstandete Schussfäden und durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden 1, 4 bis 7 und 10 über ein Paar benachbarter Schussfäden gebildet. Insbesondere sind die Abschnitte des kontinuierlichen Gitters, die durch die Kettfäden 1 bis 4 gebildet werden, die über die Schussfäden 1 bis 8 flottieren, in diagonal konvergierenden Linien 501, 503 ausgerichtet. Ebenso sind die Abschnitte des kontinuierlichen Gitters, die durch die Kettfäden 7 bis 10 gebildet werden, die über die Schussfäden 1 bis 8 flottieren, in diagonal konvergierenden Linien 505, 507 ausgerichtet. Zusätzlich flottieren die Kettfäden 4 bis 7 jeweils über die Schussfäden 4 und 5 zur Bildung einer rechteckigen Anordnung von Kettfadenflottierungen.

Unter Bezugnahme auf 9 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 600 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 5-Kettfaden-6-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 5 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 6 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 9 ist das kettengliedartige Gitter 602 kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 602 wird an der dargestellten Oberfläche durch Kettfadenflottierungen von jedem der Kettfäden 2 und 4 über einzelne, beabstandete Schussfäden und durch eine Kettfadenflottierung der Kettfäden 1, 3 und 5 über ein Paar benachbarter Schussfäden gebildet. Insbesondere flottieren die Kettfäden 1 und 5 über die Schussfäden 1 und 6; die Kettfäden 2 und 4 flottieren über die Schussfäden 2 und 5 und der Kettfaden 3 flottiert über die Schussfäden 3 und 4.

Unter weiterer Bezugnahme auf 9 definiert oder trennt das kontinuierliche Gitter 602 eine Mehrzahl systematisch verteilter Oberflächenbereiche 604 und 606, die eine Konfiguration aufweisen, die durch die Gitteranordnung bestimmt wird. Wie dargestellt sollte offensichtlich sein, dass die systematisch verteilten Oberflächenbereiche 604, die durch das Gitter begrenzt sind, durch vier Schussfäden definiert sind, die über vier Kettfäden flottieren, während die systematisch verteilten Oberflächenbereiche 606 eine andere Größe haben und durch vier Schussfäden definiert sind, die über drei Kettfäden flottieren.

Unter Bezugnahme auf 10 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 700 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren.

Dieses Gewebe ist eine 20-Kettfaden-14-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 20 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 14 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 10 ist ein kettengliedartiges Gitter 702 kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 702 definiert oder trennt eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen 704, die im Wesentlichen eine rautenförmige Konfiguration aufweisen, die durch die Anordnung des kontinuierlichen Gitters bestimmt wird. Wie dargestellt sollte offensichtlich sein, dass die systematisch verteilter Oberflächenbereiche 704, die durch das Gitter begrenzt sind, durch ein Grundbindungsmuster mit hoher Verschlingungsdichte aus neun Schussfäden, die mit neun Kettfäden verschlungen sind, definiert sind.

Unter Bezugnahme auf 11 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 800 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 20-Kettfaden-28-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 20 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 28 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 11 ist ein kettengliedartiges Gitter 802 kontinuierlich und hat eine Verschlingungsdichte von Null. Dieses kontinuierliche Gitter 802 definiert oder trennt eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen 804 und 806, die im Wesentlichen eine rautenförmige Konfiguration aufweisen, die durch die Anordnung des kontinuierlichen Gitters bestimmt wird, sich aber in der Verschlingungsdichte unterscheidet. Wie dargestellt sollte offensichtlich sein, dass die systematisch verteilten Oberflächenbereiche 804, die durch das Gitter begrenzt sind, Bereiche mit einem Grundbindungsmuster mit hoher Verschlingungsdichte aus neun Schussfäden, die mit neun Kettfäden verschlungen sind, und die systematisch verteilten Oberflächenbereiche 806 durch ein Muster mit einer Verschlingungsdichte von Null aus neun Kettfäden, die über neun Schussfäden flottieren, definiert sind. Die Fäden in den systematisch verteilten Oberflächenbereichen mit den verschiedenen Verschlingungsdichten befinden sich in verschiedenen Ebenen, wodurch eine mehrlagige Form oder ein Muster in dem gebildeten Vlies herbeigeführt oder erzeugt wird.

Unter Bezugnahme auf 12 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 900 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 20-Kettfaden-16-Schussfaden-Bindung. Das heißt, das Bindungsmuster der Kettfäden wiederholt sich alle 20 Fäden und das Bindungsmuster der Schussfäden wiederholt sich alle 16 Fäden.

Unter weiterer Bezugnahme auf 12 ist ein Gitter 902 unterbrochen, um eine Mehrzahl getrennter Segmente in Form diskontinuierlicher Gitterbereiche 902a bereitzustellen, von welchen jeder eine Verschlingungsdichte von Null hat. Jeder der diskontinuierlichen Gitterbereiche 902a hat einen zickzackförmigen oder fischgrätenförmigen Bereich, der sich in die Schussrichtung erstreckt und von benachbarten Gitterbereichen 902a in Kettrichtung beabstandet ist. Paare von benachbarten beabstandeten Gitterbereichen 902a definieren oder trennen eine Mehrzahl von systematisch verteilten Oberflächenbereichen, z. B. 904 und 906. Mit anderen Worten, ein Paar von benachbarten, beabstandeten Gitterbereichen 902a ist erforderlich, um den gesamten Außenrand oder Umfang jedes systematisch verteilten Oberflächenbereichs 904 und 906 zu definieren. Wie dargestellt sollte festgehalten werden, dass die systematisch verteilten Oberflächenbereiche 904 und 906 Bindungsmuster aufweisen, die sich voneinander und auch von dem Null-Verschlingungsmuster der benachbarten Gitterbereiche 902 unterscheiden. Dies schafft oder erzeugt Bereiche unterschiedlicher Höhen oder Ebenen in dem Gewebe, die ebenso ein mehrlagiges Muster in den Vliesen bilden, die unter Verwendung des Gewebes 900 gebildet werden.

Unter Bezugnahme auf 13 ist eine weitere Ausführungsform eines Gewebes gemäß dieser Erfindung mit 950 dargestellt. Insbesondere sind die dunklen Bereiche Bereiche, in welchen Kettfäden über Schussfäden flottieren, und die hellen Bereiche sind Bereiche, in welchen Schussfäden über Kettfäden flottieren. Dieses Gewebe ist eine 20-Kettfaden-20-Schussfaden-Bindung und ist dem Gewebe 100, das in 4 dargestellt ist, sehr ähnlich. Tatsächlich hat das Gewebe 950 ein kettengliedartiges Gitter 952, das systematisch verteilte Oberflächenbereiche 954 definiert, die mit den Oberflächenbereichen 104 des Gewebes 100 identisch sind.

Das Gewebe 950 unterscheidet sich von dem Gewebe 100 nur in der Anordnung des Gitters 952. Insbesondere unterscheidet sich das Gitter 952 von dem Gitter 102 des Gewebes 100 darin, dass die kontinuierliche Flottierung des Bindungsmusters in 40% der Fäden (d. h., 8 der 20 Kettfäden in jedem Rapport des Bindungsmusters) des Gitters 952 unterbrochen ist, so dass 40% der Fäden eine Verschlingungsdichte größer Null haben. Wie dargestellt läuft in jedem Bindungsrapport der Schussfaden 1 über den Kettfaden 1, der Schussfaden 3 läuft über die Kettfäden 3 und 18, der Schussfaden 7 läuft über die Kettfäden 7 und 14, der Schussfaden 10 läuft über den Kettfaden 10, der Schussfaden 11 läuft über den Kettfaden 11, der Schussfaden 14 läuft über die Kettfäden 7 und 14, der Schussfaden 18 läuft über die Kettfäden 3 und 18 und der Schussfaden 20 läuft über den Kettfaden 20, wodurch die Kontinuität der Flottierung von 40% der Fäden in dem Gitter 952 unterbrochen wird.

Wie zuvor in dieser Anmeldung festgestellt wurde, kann das Gewebe dieser Erfindung in zahlreichen vliesformenden Vorgängen verwendet werden, sowohl bei nassen als auch bei trockenen. Ferner können die Gewebe dieser Erfindung zur Bereitstellung verschiedener Funktionen innerhalb des vliesformenden Prozesses verwendet werden. Zum Beispiel kann das Gewebe als Formungsdraht in einem nassen Bahnformungsprozess verwendet werden; als Übertragungsstoff in einem solchen Prozess und/oder als Trocknergewebe in einem solchen Prozess.

Es sollte auch festgehalten werden, dass in allen dargestellten Ausführungsformen die schattierten Bereiche Kettfäden darstellen, die über Schussfäden flottieren. Es sollte offensichtlich sein, dass diese Anordnung umgekehrt werden kann, wobei die schattierten Bereiche Schussfäden darstellen, die über Kettfäden laufen.

Es sollte auch festgehalten werden, dass das Bindungsmuster in jedem systematisch verteilten Bereich innerhalb der weitesten Aspekte dieser Erfindung variiert werden kann. Obwohl die hier dargestellten Ausführungsformen systematisch verteilte Bereiche mit geringer Fadenverschlingungsdichte enthalten, liegt es somit im Umfang dieser Erfindung, das Bindungsmuster bei den systematisch verteilten Bereichen zu ändern, um darin Bereiche mit hoher Fadenverschlingungsdichte bereitzustellen.

Ebenso kann das Muster oder die Konfiguration des kontinuierlichen Gitters und der systematisch verteilten Bereiche verändert werden; das spezifische Muster stellt keine Einschränkung der weitesten Aspekte dieser Erfindung dar.

In einigen Ausführungsformen wird das kontinuierliche Gitter durch hohe Höcker bereitgestellt und das Gewebe wird zum Prägen oder Zusammenpressen der gebildeten Bahn verwendet, um die Festigkeit der gebildeten Bahn in alle Richtungen zu erhöhen.

Gemäß dieser Erfindung kann der Abstand der Schussfäden durch schrittweise Aktivierung von Vorrichtungen wie einem direkten Gleichstrom-Webmaschinenantrieb und Wechselstrom-Servoantrieben für einen Kettfadenablass und eine Gewebeaufnahme verändert werden. Zusätzlich kann die Reihenfolge des Blattstechens verändert werden, um Kettfadengruppierungen zu verstärken.

Das Vorhergesagte veranschaulicht meine Erfindung ohne weitere Ausführungen so vollständig, dass diese durch Nutzung gegenwärtiger oder zukünftiger Kenntnisse zur Verwendung unter verschiedenen Betriebsbedingungen angepasst werden kann.


Anspruch[de]
  1. Musterformendes Gewebe (8) für eine Papiermaschine, umfassend eine vliesberührende Oberfläche zur Ineingriffnahme eines Faservlieses und Mitwirken dabei, dem Faservlies ein Muster zu verleihen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe nicht mehr als eine Schicht aus verflochtenen Kettfäden (110) und Schussfäden (101) umfasst, die verwebt sind, um eine Mehrzahl systematisch verteilter Oberflächenbereiche (30) bereitzustellen, wobei die Schussfäden über die Kettfäden flottiert sind oder umgekehrt, getrennt durch Regionen (31) normaler Verschlingung, oder wobei die Kettfäden über die Schussfäden flottiert sind oder umgekehrt, gegenüber den Bereichen (30), wobei alle Schuss- und Kettfäden daran beteiligt sind, die Bereiche (30) zu bilden und jeder Bereich (30) mindestens drei entsprechende Kett- und Schussfäden umfasst.
  2. Gewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der flottierten Schuss- oder Kettfäden mit den Kett- bzw. den Schussfäden an mindestens einem Ort verschlungen sind und dadurch die Flottierung an einem oder mehreren Orten in den Bereichen (30) unterbrechen.
  3. Gewebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass einige der systematisch verteilten Oberflächenbereiche (30) von anderer Größe als die anderen der Oberflächenbereiche (30) sind.
  4. Gewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche (30) und die Regionen (31) in einem Muster verteilt sind, welches eine oder mehrere der Bereiche (30) umfasst und sich über die vliesberührende Oberfläche des Gewebes wiederholt.
  5. Gewebe nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Bereiche (30) mindestens acht Kettfäden und mindestens acht Schussfäden umfassen.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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