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Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kompensation der Phasen-Unsymmetrie zwischen der Inphase- und der Quadraturkomponente in Funksignalsendern oder -empfängern, in welchen Quadraturmodulations- oder Quadraturdemodulations-Verfahren eingesetzt werden.

Der Empfang und die Demodulation von Funksignalen kann durch konventionelle Empfangskonzepte erfolgen, welche auf dem Prinzip des Überlagerungsempfangs mit nachfolgender digitaler Quadraturmischung beruhen. Zunehmend werden jedoch aus Gründen einer geringeren Leistungsaufnahme und der Vermeidung chipexterner Filter zur Spiegelfrequenz-Unterdrückung fortschrittlichere Empfangskonzepte bevorzugt, bei denen direktmischende Verfahren angewandt werden. Bei direktmischenden Empfängerkonzepten wird das über eine Antenne empfangene und verstärkte Funksignal in einen Inphase-(I-) und einen Quadratur-(Q-)Zweig aufgespalten und in beiden Zweigen mit der Ausgangsfrequenz eines Lokaloszillators gemischt, wobei die den Mischern zugeführten Oszillatorfrequenzen durch einen Phasenschieber gegenseitig um 90° verschoben werden. Somit wird bei diesem Empfangskonzept die Quadratur-Demodulation zur Rückgewinnung der informationstragenden Basisbandsignale in analoger Schaltungstechnik ausgeführt.

Bei Funksendern kann beispielsweise die Quadraturmodulation in Form der Quadratur-Amplitudenmodulation (QAM) oder der Quadratur-Phasenmodulation (QPSK, Quarternary Phase Shift Keying) zum Einsatz kommen, wobei stets eine Trägerschwingung in zueinander orthogonale I- und Q-Komponenten aufgespalten wird und beide Komponenten durch unabhängige Datenfolgen moduliert werden und die modulierten Signale zu einem zu übertragenden Ausgangssignal zusammengeführt werden.

Aufgrund von technologiebedingten Ungenauigkeiten im Herstellungsprozess und Nichtidealitäten der analogen Mischer und Oszillatoren sowie Abweichungen zwischen den Filtern im I- und Q-Zweig kommt es zu sogenannten IQ-Unsymmetrien oder IQ-Verzerrungen, d.h. Amplituden- und Phasenunsymmetrien zwischen den Quadraturkomponenten. Real- und Imaginärteil des komplexen Basisbandsignals sind nicht um exakt 90° gegeneinander phasenverschoben und des Weiteren treten Amplitudenabweichungen zwischen I- und Q-Zweig auf. Durch diese IQ-Unsymmetrien wird die Empfangsqualität eines Funksignalempfängers mit analoger Quadraturstufe (auch als komplexer Funksignalempfänger bezeichnet) negativ beeinträchtigt. Beispielsweise führen die IQ-Unsymmetrien im Falle von OFDM-basierten Übertragungssystemen im Frequenzbereich, also nach der sogenannten FFT-Transformation (fast fourier transform) im Empfänger zu einer gegenseitigen Interferenz zwischen jeweils zwei Datensymbolen auf den Unterträgern, deren Frequenzen symmetrisch zur Mittenfrequenz des OFDM-Frequenzspektrums angeordnet sind. Jedes auf einem Unterträger n übertragene Datensymbol erzeugt durch die im Zeitbereich zugefügte IQ-Unsymmetrie einen Signalbeitrag auf einem Unterträger mit dem Index -n (Spiegelfrequenz). Die Überlagerung führt somit zu Verzerrungen der Nutzsignale an den Positionen n und -n. In der Dissertation "Verfahren der digitalen Kompensation von Unsymmetrien der analogen Quadraturmischung in OFDM-Empfängern" von Andreas Schuchert, angenommen vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Bergischen Universität-Gesamthochschule Wuppertal, wurde im Kapitel 4 eine mathematische Beschreibung der IQ-Unsymmetrien gegeben und eine quantitative Abschätzung des an der Spiegelfrequenz eines gewünschten Signals auftretenden Störbeitrags geliefert.

Durch die genannten IQ-Unsymmetrien wird auch die Qualität der mit Quadraturmodulations-Verfahren arbeitenden Funksender in ebensolcher Weise negativ beeinträchtigt.

In der US 5,705,949 wird ein Kompensationsverfahren von IQ-Unsymmetrien in einem komplexen Funksignalempfänger beschrieben, durch welches in einem digitalen Signalprozessor (DSP) die Unsymmetrien zwischen dem I-Zweig und dem Q-Zweig hinsichtlich des Offsets, des Signalpegels und der Phase kompensiert werden. Hinsichtlich der Phasenkompensation wird der Phasenfehler zwischen den Komponenten zunächst ermittelt und anschließend in dem DSP eine Kompensationsmatrix berechnet und mit dem Vektor der I- und Q-Komponenten multipliziert, um die kompensierten I- und Q-Komponenten zu erhalten. Der Phasenkompensator hat die Aufgabe, die gemäß folgender Gleichung durch den Phasenfehler &Dgr;&phgr; hervorgerufene IQ-Verzerrung umzukehren.

Dabei sind die gestrichenen Variablen die unverzerrten IQ-Komponenten, während die ungestrichenen Variablen die durch den Phasenfehler verzerrten IQ-Komponenten darstellen.

Für die Umkehrung der Phasenverzerrung kann mit beiden Seiten der Gleichung die zu der Verzerrungsmatrix der Gleichung (1) inverse Kompensationsmatrix multipliziert werden, welche mit Ausnahme eines konstanten Faktors wie folgt aussieht:

Bei der Umsetzung dieser Kompensationsmatrix in eine Phasenkompensationsschaltung sind demzufolge vier Multiplizierer und zwei Addierer in digitaler Schaltungstechnik notwendig, wie es in dem Phasenkompensationsteil des in der einzigen Zeichnungsfigur der US 5,705,949 gezeigten digitalen Signalprozessors dargestellt ist.

In der EP 1 120 944 A2 wird ein vergleichbares Kompensationsschema bei einem QPSK-Modulationsverfahren (quadrature phase shift key) eingesetzt. Das Modulationsschema der 1 dieser Druckschrift enthält für die Kompensation der IQ-Phasenfehler einen IQ-Phasenrotator, der in der 7 dieser Druckschrift dargestellt ist. Auch in diesem werden entsprechend der obigen Kompensationsmatrix (2) vier digitale Multiplizierer und zwei digitale Addierer für die Durchführung der Multiplikation mit der Kompensationsmatrix eingesetzt.

Der Implementierungsaufwand des Phasenkompensationsschemas der beiden genannten Druckschriften ist relativ hoch, da zum einen vier digitale Multiplizierer eingesetzt werden müssen und diesen Multiplizierern zwei verschiedene Korrektursignale zugeführt werden müssen, nämlich der Sinus und der Kosinus des halben Phasenfehlers. Die zwei Korrektursignale Sinus und Kosinus müssen somit quantisiert und die Werte in einer Tabelle abgespeichert oder mit einer nicht-linearen Funktion des einheitlichen Kontrollsignals &Dgr;&phgr; berechnet werden. Um des Weiteren den Kosinus mit ausreichender Auflösung darstellen zu können, wird insbesondere für kleine Werte von &Dgr;&phgr;, für die der Kosinus nahe bei 1 ist, eine relativ große Wortlänge benötigt und die zwei Multiplizierer, denen der Kosinus zugeführt wird, müssen demzufolge relativ groß ausgeführt werden.

Es ist demzufolge Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Kompensation der Phasenunsymmetrie zwischen I- und Q-Komponente bei Quadraturmodulations- und -demodulations-Verfahren anzugeben, welches einfacher und mit geringerem Aufwand implementiert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsarten sind in den Unteransprüchen angegeben. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist ebenfalls angegeben.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass obige Gleichung (1) auch wie folgt ausgedrückt werden kann.

Anstatt die zu der Verzerrungsmatrix der Gleichung (3) inverse Matrix für die Phasenkompensation zu verwenden, kann auch die folgende Kompensationsmatrix eingesetzt werden:

Wenn die Kompensationsmatrix (4) mit beiden Seiten der Gleichung (3) multipliziert wird, so ergibt sich zwar auf der rechten Seite nicht die Einheitsmatrix, jedoch die folgende diagonale Matrix:

Dies bedeutet, dass infolge der Diagonalität der Matrix die Kompensation vollständig ist und lediglich die Ausgangsleistung geringfügig größer wird (in der Größenordnung von maximal 0,07 dB für gewöhnliche Phasenfehler bis zu 5°).

Der Implementierungsaufwand der Phasenkompensation ist jedoch bei Verwendung der Kompensationsmatrix (4) viel geringer, da lediglich zwei Multiplizierer erforderlich sind und nur ein Korrekturparameter involviert ist, nämlich eine geeignete Approximation von tan (&Dgr;&phgr;/2). Da der Tangens bei kleinen Winkeln eine lineare Funktion ist, werden auch keine trigonometrischen Tabellen benötigt.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich somit in allgemeinster Form auf ein Verfahren zur Kompensation der Phasenunsymmetrie zwischen der Inphase-(I-) und der Quadratur-(Q-)Komponente in Funksignalsendern oder -empfängern mit Quadraturmodulation oder -demodulation, bei welchem Verfahren der Phasenfehler zwischen den unkompensierten I- und Q-Komponenten ermittelt wird und eine kompensierte I-Komponente dadurch erhalten wird, indem von der unkompensierten, unveränderten oder mit einer Konstanten multiplizierten I-Komponente das Produkt aus der Q-Komponente mit einem von dem Phasenfehler &Dgr;&phgr; abhängigen Fehlerterm T subtrahiert wird, und eine kompensierte Q-Komponente dadurch erhalten wird, indem von der unkompensierten, unveränderten oder mit einer Konstanten multiplizierten Q-Komponente das Produkt aus der I-Komponente mit dem Fehlerterm T subtrahiert wird.

Bei den übrigen Verfahrensschritten, in denen aus dem ermittelten Phasenfehler und den unkompensierten I- und Q-Komponenten die kompensierten I- und Q-Komponenten errechnet werden, ist der Fehlerterm T entsprechend der obigen Kompensationsmatrix (4) proportional zu tan (&Dgr;&phgr;/2). Bei dem Versuch, die Kompensationsmatrix schaltungstechnisch umzusetzen, muss eine geeignete Approximation für den Tangens gefunden werden. Die I- bzw. die Q-Komponente kann mit 1 oder mit einer anderen Konstanten multipliziert werden, um die entsprechende kompensierte Komponente zu erhalten, und der Fehlerterm T kann dann mit derselben Konstanten multipliziert werden, um beide Größen dem entsprechenden Addierer zuzuführen. Da tan (&Dgr;&phgr;/2) durch T/2N approximiert wird, ist der Fehlerterm T somit durch tan (&Dgr;&phgr;/2) × 2N gegeben. Wenn bei einer schaltungstechnischen Implementierung die Kompensationsterme durch Multiplikation mit dem Fehlerterm T erhalten werden, so müssen die linearen Terme gleichzeitig mit der Konstanten 2N multipliziert werden. Dadurch kommt es in jeder der Komponenten zu einer Pegelerhöhung um den Faktor 2N, diese kann jedoch durch Division durch 2N hinter dem Addierer oder am Ausgang des Kompensators wieder ausgeglichen werden. Die Zahl N ist eine natürliche Zahl und kann als die Auflösung des Kompensators angesehen werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl in Sendern als auch in Empfängern zum Einsatz kommen. Bei Sendern, die mit dem Quadraturmodulationsverfahren arbeiten, kann es zur Phasenkompensation zwischen I- und Q-Zweig eingesetzt werden. Mit derselben Zielsetzung kann es in Empfängern, die eine analoge Quadraturstufe aufweisen, insbesondere in direktmischenden Empfängern, verwendet werden.

Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist zwei Eingänge für die unkompensierten I- und Q-Komponenten und zwei Ausgänge für die entsprechenden kompensierten Komponenten auf. Die Vorrichtung kann ferner eine Berechnungseinheit für die Berechnung des Phasenfehlers aus den kompensierten Komponenten und für die Ausgabe des Fehlerterms T enthalten. In diesem Fall wird der von der Berechnungseinheit gelieferte Fehlerterm T einem ersten Multiplizierer und einem zweiten Multiplizierer zugeführt. In dem ersten Multiplizierer wird die Multiplikation der eingangsseitigen Q-Komponente mit dem Fehlerterm durchgeführt und in dem zweiten Multiplizierer wird die Multiplikation der eingangsseitigen I-Komponente mit dem Fehlerterm durchgeführt. Die unveränderte oder mit einer Konstanten multiplizierte I-Komponente und der Ausgang des zweiten Multiplizierers werden einem ersten Addierer für die Ermittlung der kompensierten I-Komponente zugeführt und die unveränderte oder mit einer Konstanten multiplizierte Q-Komponente und der Ausgang des ersten Multiplizierers werden einem zweiten Addierer für die Ermittlung der kompensierten Q-Komponente zugeführt.

Da der Fehlerterm T gleich tan (&Dgr;&phgr;/2) × 2N ist, so kann ein dritter Multiplizierer für die Multiplikation der unkompensierten I-Komponente mit dem Faktor 2N und ein vierter Multiplizierer für die Multiplikation der unkompensierten Q-Komponente mit dem Faktor 2N vorgesehen sein. Dabei können der dritte und/oder der vierte Multiplizierer auch durch Schieberegister gebildet sein, die derart angesteuert werden, dass zugeführte Bitworte um N Bitpositionen in Richtung auf die höchstwertige Bitposition verschoben werden.

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele für die Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Phasenkompensator zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;

2 ein zweiten Ausführungsbeispiel für einen Phasenkompensator zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In der 1 ist der Phasenkompensator gestrichelt umrandet dargestellt und weist zwei Eingänge auf, über die die phasenunkompensierten Komponenten I und Q zugeführt werden, und ferner zwei Ausgänge, an die die phasenkompensierten Komponenten I' und Q' ausgegeben werden.

Der Phasenkompensator kann beispielsweise in einem Funksignalempfänger mit analoger Quadraturstufe enthalten sein, bei welchem die I- und Q-Komponenten jeweils Analog-/Digital-Wandlern zugeführt werden. Es können dann zunächst anhand der digitalisierten I- und Q-Werte andere IQ-Unsymmetrien wie die eingangs beschriebenen Offset- oder Pegelunsymmetrien kompensiert werden, so dass angenommen werden kann, dass die an den Eingängen des Phasenkompensators ankommenden digitalen Werte nur noch hinsichtlich der Phasenunsymmetrie unkompensiert sind.

Für die Ermittlung des Fehlerterms T kann vorgesehen sein, dass die digitalen I- und Q-Signale anfänglich die Schaltung bis auf die Multiplikation mit Konstanten unverändert durchlaufen und am Ende der Schaltung einer Berechnungseinheit (nicht dargestellt) zugeführt werden, in welcher in an sich bekannter Weise der Phasenfehler &Dgr;&phgr; zwischen den Komponenten ermittelt wird. Aus dem Phasenfehler &Dgr;&phgr; wird durch die Formel tan (&Dgr;&phgr;/2) × 2N = T der Fehlerterm T berechnet und den digitalen Multiplizierern 2 und 3 zugeführt. Den Multiplizierern 2 und 3 werden ebenfalls jeweils die Datenworte der I- und Q-Komponenten zugeführt. Da der Fehlerterm T ein Produkt aus dem Tangens und 2N ist, müssen die I- und Q-Komponente ebenfalls mit dem Faktor 2N multipliziert werden. Dies wird durch die Schieberegister 4 und 5 erreicht, in denen symbolhaft angedeutet ist, dass in diese Schieberegister eingeschobene Datenworte um N Bitpositionen in Richtung auf die höchstsignifikante Bitposition verschoben werden, wodurch eine Multiplikation mit dem Faktor 2N bewirkt wird. Nach Durchführung dieser Operationen wird das Datenwort aus dem Schieberegister 4 ausgelesen und einem ersten Addierer 6 zugeführt. In dem Multiplizierer 3 wird eine Multiplikation der Q-Komponente mit dem Fehlerterm T durchgeführt und das Ergebnis wird in seinem Vorzeichen umgekehrt und ebenfalls dem ersten Addierer 6 zugeführt. Der erste Addierer 6 gibt sodann an seinem Ausgang eine nach diesem ersten Iterationsschritt kompensierte I'-Komponente aus.

In ebensolcher Weise wird die Q-Komponente in dem zweiten Schieberegister 5 mit dem Faktor 2N multipliziert und einem zweiten Addierer 7 zugeführt. In dem Multiplizierer 2 wird eine Multiplikation zwischen der I-Komponente und dem Fehlerterm T durchgeführt und das Ergebnis der Multiplikation wird mit umgekehrtem Vorzeichen dem zweiten Addierer 7 zugeführt. Als Ergebnis der Addition durch den zweiten Addierer wird ein nach diesem ersten Iterationsschritt kompensiertes Q'-Signal ausgegeben.

Es können nach einem Iterationsschritt der Berechnung der kompensierten Komponenten ein oder mehrere weitere Iterationsschritte durchgeführt werden, indem aus den kompensierten Komponenten I' und Q' erneut ein Fehlerterm ermittelt wird, indem also beispielsweise der Ausgang der Addierer 6 und 7 erneut der Berechnungseinheit zugeführt wird, um einen eventuell noch bestehenden Phasenfehler zu detektieren und eine erneute Kompensation anhand der bereits aktualisierten I- und Q-Komponenten und des zwischen diesen ermittelten Phasenfehlers durchzuführen. Es kann entweder eine bestimmte Anzahl von Iterationsschritten durchgeführt werden oder es können so viele Iterationsschritte durchgeführt werden, bis der Phasenfehler eine bestimmte Grenze unterschreitet. Dies kann beispielsweise von der Berechnungseinheit überwacht werden und ein von der Berechnungseinheit festgestelltes Unterschreiten dieser Grenze kann ein Freigeben der im letzten Iterationsschritt aktualisierten Komponenten I' und Q' an den Ausgängen des Phasenkompensators bewirken.

Wie ebenfalls bereits festgestellt wurde, ist durch die Multiplikation mit dem Faktor 2N in allen Zweigen des Phasenkompensators der Ausgangspegel der Komponenten I' und Q' des Phasenkompensators um den Faktor 2N zu groß. Außerdem wurde bereits im Zusammenhang mit der Berechnung der Kompensationsmatrix (4) festgestellt, dass durch Anwendung der Kompensationsmatrix (4) ebenfalls eine durch den Term (5) ausgedrückte Pegeländerung erfolgt. Nach Ausgabe der Komponenten I' und Q' kann vorgesehen sein, dass diese durch Division durch den Faktor 2N und den Term (5) in ihrem Pegel angepasst werden.

In der 2 ist eine gegenüber der 1 modifizierte Ausführungsform eines Phasenkompensators zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, wobei funktionsgleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen wurden. Als wesentliche Veränderungen wurden in dem I- und Q-Zweig vor die Ausgänge des Phasenkompensators noch ein drittes Schieberegister 10 und ein viertes Schieberegister 11 eingesetzt, durch die die Datenworte jeweils durch den Faktor 2N dividiert werden. Somit wird dafür Sorge getragen, dass bereits innerhalb des Phasenkompensators die Pegelstände der Signale bis auf den obigen Term (5) angepasst werden. Bevor die Datenworte in dem I- und Q-Zweig den Schieberegistern 10 und 11 zugeführt werden, wird ihnen jeweils in Addierern 8 und 9 die Binärzahl 2N–1 additiv hinzugefügt. Der Sinn dieser Operation besteht darin, das Ausgangssignal der Addierer 6 und 7 durch 2N zu teilen und auf einen ganzzahligen Wert abzurunden. Dies ist äquivalent mit der Berechnung der Abrundungszahl von (I'/2N + 0.5), welches wiederum äquivalent mit der Berechnung der Abrundungszahl von ((I' + 2N–1))/2N) ist.

Bei der Ausführungsform der 2 können die Ausgangssignale I' und Q' des Phasenkompensators im Wesentlichen unverändert weiterverarbeitet werden, da die Pegel der Komponenten bereits in dem Phasenkompensator durch die Schieberegister 10 und 11 angepasst wurden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Kompensation der Phasenunsymmetrie zwischen der Inphase-(I-) und der Quadratur-(Q)Komponente bei der Quadraturmodulation oder -demodulation, dadurch gekennzeichnet, dass

    – der Phasenfehler (&Dgr;&phgr;) zwischen den unkompensierten I- und Q-Komponenten (I, Q) ermittelt wird, und

    – eine kompensierte I-Komponente (I') dadurch erhalten wird, indem von der unkompensierten, unveränderten oder mit einer Konstanten multiplizierten I-Komponente (I) das Produkt aus der Q-Komponente (Q) mit einem von dem Phasenfehler (&Dgr;&phgr;) abhängigen Fehlerterm (T) subtrahiert wird, und

    – eine kompensierte Q-Komponente (Q') dadurch erhalten wird, indem von der unkompensierten, unveränderten oder mit einer Konstante multiplizierten Q-Komponente (Q) das Produkt aus der I-Komponente (I) mit dem Fehlerterm (T) subtrahiert wird, wobei

    – der Fehlerterm (T) gleich tan (&Dgr;&phgr;/2) × 2N ist (N natürliche Zahl), und

    – bei der Berechnung der kompensierten I-Komponente die unkompensierte I-Komponente mit 2N multipliziert wird, und

    – bei der Berechnung der kompensierten Q-Komponente die unkompensierte Q-Komponente mit 2N multipliziert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

    – für die Berechnung eines Vektors der kompensierten Komponenten (I', Q') ein Vektor der unkompensierten Komponenten (I, Q) mit der Kompensationsmatrix
    multipliziert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

    – eine Mehrzahl von Iterationen des Verfahrens durchlaufen werden, wobei

    – die Anzahl der Iterationen vorgegeben ist, oder

    – solange Iterationen durchlaufen werden, bis der Phasenfehler (&Dgr;&phgr;) eine vorgegebene Grenze unterschreitet.
  4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

    – es in einem Funksignalempfänger mit analoger Quadraturstufe, insbesondere einem direktmischenden Funksignalempfänger, eingesetzt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

    – es in einem Funksignalsender eingesetzt wird, in welchem ein Quadraturmodulationsverfahren verwendet wird.
  6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche, mit

    – zwei Eingängen für die unkompensierten Komponenten (I, Q) und zwei Ausgängen für die kompensierten Komponenten (I', Q'),

    – einer Berechnungseinheit für die Berechnung des Phasenfehlers (&Dgr;&phgr;) aus den kompensierten oder den unkompensierten Komponenten (I, Q; I', Q') und der Ausgabe des Fehlerterms (T),

    – einem mit der Berechnungseinheit verbundenen ersten Multiplizierer (3) für die Multiplikation der eingangsseitigen Q-Komponenten mit dem Fehlerterm (T),

    – einem mit der Berechnungseinheit verbundenen zweiten Multiplizierer (2) für die Multiplikation der eingangsseitigen I-Komponenten mit dem Fehlerterm (T),

    – einem ersten Addierer (6), welchem die unveränderte oder mit einer Konstanten multiplizierte I-Komponente zuführbar ist und der mit dem ersten Multiplizierer (3) verbunden ist, und

    – einem zweiten Addierer (7), welchem die unveränderte oder mit einer Konstanten multiplizierte Q-Komponente zuführbar ist und der mit dem zweiten Multiplizierer (2) verbunden ist, wobei

    – der Fehlerterm (T) gleich tan (&Dgr;&phgr;/2) × 2N ist und die Vorrichtung ferner aufweist:

    – einen dritten Multiplizierer (4) für eine Multiplikation der I-Komponente mit dem Faktor 2N vor Zuführung zu dem ersten Addierer (6), und

    – einen vierten Multiplizierer (5) für eine Multiplikation der Q-Komponente mit dem Faktor 2N vor Zuführung zu dem zweiten Addierer (7).
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass

    – der dritte (4) und/oder der vierte Multiplizierer (5) durch Schieberegister gebildet sind, die derart angesteuert werden, dass zugeführte Bitworte um N Bitpositionen in Richtung auf die höchstwertige Bitposition verschoben werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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