Um ein Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, bei welchem in einem Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt wird, so zu verbessern, daß sich ein verbesserter Wirkungsgrad ergibt, ist vorgesehen, daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.
Beschreibung[de]
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von überhitztem
Dampf, bei welchem in einem Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt
wird.
Solche Verfahren werden insbesondere in Kraftwerken wie Dampfkraftwerken
oder Gas- und Dampfkraftwerken eingesetzt, um überhitzten Dampf zu erzeugen, welcher
dann einer Dampfturbine zugeführt wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine Dampferzeugungsstufe für ein Kraftwerk,
umfassend einen Verdampfer zur Erzeugung von Dampf und einen Überhitzer zur Überhitzung
des Dampfs.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kraftwerk und insbesondere solarthermisches
Kraftwerk mit einer Dampfturbine.
Aus den Artikeln "An Update on Solar Central Receiver Systems, Projekts,
and Technologies" von M. Romero et al. in Transactions of the ASME, Vol. 124, May
2002, Seiten 98–108 und "Advances in Parabolic Trough Solar Power Technology"
von N. Price et al. in Journal of Solar Energy Engineering, Vol. 124, May 2002,
Seiten 109–125 sind Kraftwerkskonzepte in Zusammenhang mit der Erzeugung von
überhitztem Dampf bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren
so zu verbessern, daß sich ein verbesserter Wirkungsgrad ergibt.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.
Durch die Trennung von Verdampfung und Überhitzung (bezüglich deren
jeweiliger Beheizung) können die jeweiligen Temperaturniveaus getrennt angepaßt
werden. Dadurch läßt sich ein verbesserter Gesamtwirkungsgrad erreichen, der gegenüber
konventionellen Konzepten 10 % höher sein kann.
Durch die Trennung zwischen Verdampfung und Überhitzung in unterschiedliche
Systeme läßt sich ein Wegfall der Pinch-Point-Bedingung erreichen. Der Pinch-Point
ist diejenige Enthalpie, bei der Wärmeübertragungskurven durch eine minimale Temperaturdifferenz
getrennt sind. Wenn Verdampfer und Überhitzer im gleichen System angeordnet sind,
dann wird dadurch eine Bedingung für den Pinch-Point definiert, welche wiederum
Vorgaben für die Temperatur beispielsweise eines Arbeitsmediums definiert, welches
zur Beheizung des Überhitzers dient. Da erfindungsgemäß Verdampfung und Überhitzung
getrennt sind, fällt eben diese Pinch-Point-Bedingung weg. Es läßt sich dadurch
insbesondere erreichen, daß ein Arbeitsmedium zur Beheizung des Überhitzers auf
einer niedrigeren Temperatur dem Überhitzer zugeführt werden kann, wobei trotzdem
noch eine gleiche Ausgangstemperatur für überhitzten Dampf erzielbar ist. Durch
die erfindungsgemäße Lösung sind dann wiederum die Materialanforderungen für eine
Arbeitsmediumführung verringert und der Wartungsaufwand ist ebenfalls entsprechend
verringert.
Die erfindungsgemäße Lösung läßt sich für eine Vielzahl von Systemen
einsetzen. Der Verdampfer kann solarthermisch beheizt werden oder über Verbrennungswärme.
Der Überhitzer kann solarthermisch beheizt werden oder über Verbrennungswärme. Bei
der solarthermischen Beheizung können Rinnenkollektorenkonzepte oder Turmkonzepte
eingesetzt werden, wobei für den Überhitzer Turmkonzepte bevorzugt sind.
Günstig ist es, wenn der Verdampfer unabhängig vom Überhitzer geheizt
wird. Dadurch fällt die Pinch-Point-Bedingung weg. Außerdem lassen sich die einzelnen
Systemkomponenten getrennt optimieren und entsprechend lassen sich die Temperaturniveaus
in den unterschiedlichen Systemen getrennt einstellen, so daß sich insgesamt ein
verbesserter Wirkungsgrad ergibt.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der Überhitzer in einem ersten
Heizsystem geheizt wird und der Verdampfer in einem zweiten Heizsystem geheizt wird.
Dadurch läßt sich eine Trennung bezüglich der Beheizung durchführen und es kann
so insbesondere bezüglich der Temperaturniveaus eine getrennte Optimierung stattfinden,
die wiederum zu einem optimierten Gesamtwirkungsgrad führt.
Aus dem gleichen Grund ist es besonders vorteilhaft, wenn das erste
Heizsystem und das zweite Heizsystem entkoppelt sind.
Es kann vorgesehen sein, daß eine Vorwärmung von zu verdampfendem
Wasser mittels Restwärme des Überhitzers oder des Verdampfers erfolgt. Günstig ist
es dabei, wenn ein entsprechender Vorwärmer an den Überhitzer gekoppelt ist und
damit im ersten Heizsystem liegt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Überhitzer mittels
eines Arbeitsmediums geheizt. Bei dem Arbeitsmedium handelt es sich insbesondere
um Luft. Da durch die erfindungsgemäße Lösung die Pinch-Point-Bedingung wegfällt,
kann Arbeitsmedium mit einer niedrigeren Arbeitstemperatur dem Überhitzer zugeführt
werden. Dadurch sind die Materialanforderungen an eine Arbeitsmediumführung verringert,
wobei man insgesamt einen höheren Wirkungsgrad erreichen kann.
Insbesondere ist dann der Verdampfer von einer Arbeitsmediumführung
des Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers entkoppelt. Das Arbeitsmedium, welches
den Überhitzer heizt, beaufschlagt also den Verdampfer nicht. Dadurch lassen sich
getrennte Heizsysteme realisieren.
Günstig ist es weiterhin, wenn der Überhitzer und der Verdampfer getrennte
Heizquellen für die direkte Wärmeübertragung auf Dampf/Wasser aufweisen. Bei diesen
Heizquellen handelt es sich um "sekundäre" Heizquellen. Beispielsweise ist die Heizquelle
für den Überhitzer eine Heizquelle zur Erhitzung von Arbeitsmedium bzw. das erhitzte
Arbeitsmedium selber, während ein Verdampfer direkt beheizt wird oder über ein Wärmeübertragungsmedium
beheizt wird. Es ist dabei grundsätzlich möglich, daß der Überhitzer und der Verdampfer
die gleichen primären Heizquellen aufweisen, wie beispielsweise konzentrierte Solarstrahlung
oder Verbrennungswärme.
Es kann vorgesehen sein, daß eine Vorwärmung für zu verdampfendes
Wasser mittels eines Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers erfolgt. Die Restwärme
des Überhitzers wird dann dazu ausgenutzt, um Wasser vorzuwärmen, welches dem Verdampfer
zugeführt wird. Die Beheizung des Verdampfers selber ist aber bei der erfindungsgemäßen
Lösung unabhängig von der Beheizung des Überhitzers. Grundsätzlich ist es auch möglich,
daß die Restwärme des Verdampfers genutzt wird, um eine Vorwärmung von Wasser, welches
dem Verdampfer zur Dampferzeugung zugeführt wird, durchzuführen.
Insbesondere ist ein Vorwärmer dem Überhitzer bezüglich der Strömungsrichtung
des Arbeitsmediums nachgeschaltet, um so die Restwärme des Überhitzers nutzen zu
können.
Es kann vorgesehen sein, daß der Überhitzer solar beheizt wird, beispielsweise
mittels eines Turmreceivers. Als Arbeitsmedium kann Luft oder Dampf oder Salz oder
ein Thermoöl eingesetzt werden.
Bei einer konstruktiv einfachen Ausführungsform wird als Arbeitsmedium
Luft eingesetzt. Luft läßt sich in einem volumetrischen Receiver aufheizen. Es muß
kein geschlossener Kreislauf für das Arbeitsmedium vorgesehen werden.
Es kann vorgesehen sein, daß der Verdampfer direkt beheizt wird oder
mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt wird. Bei der direkten Beheizung
werden Führungsrohre für Wasser/Dampf im Dampferzeuger direkt beheizt; beispielsweise
werden sie mit konzentrierter Solarstrahlung beaufschlagt. Bei der Beheizung mittels
eines Wärmeübertragungsmediums heizt das zuvor aufgeheizte Wärmeübertragungsmedium
diese Führungsflächen. Das Wärmeübertragungsmedium selber kann wiederum beispielsweise
solarthermisch beheizt sein oder beispielsweise über Verbrennungsvorgänge.
Das erfindungsgemäße Konzept läßt sich insbesondere einsetzen, wenn
der Verdampfer solarbeheizt wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform werden ein Aufheizungsbereich
für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer von der gleichen
(primären) Heizquelle beheizt. Beispielsweise wird konzentrierte Solarstrahlung
auf den Aufheizungsbereich für den Verdampfer und den Aufheizungsbereich für den
Überhitzer gerichtet. Dadurch läßt sich ein kompakter Aufbau mit guter Wärmeausnutzung
erzielen.
Insbesondere liegen ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und
ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer in einem gemeinsamen Beaufschlagungsbereich
für Solarstrahlung, so daß konzentrierte Solarstrahlung, welche beispielsweise von
einem Heliostatenfeld stammt, gleichzeitig den Aufheizungsbereich für den
Verdampfer und den Aufheizungsbereich für den Überhitzer beaufschlägt. Dadurch läßt
sich ein hoher Flächenwirkungsgrad bezüglich der Solarstrahlungsbeaufschlagung erzielen.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Dampferzeugungsstufe
der eingangs genannten Art bereitzustellen, mittels welcher sich in einem Kraftwerk
ein optimierter Wirkungsgrad erzielen läßt.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Dampferzeugungsstufe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verdampfer und der Überhitzer bezüglich
ihrer Beheizung entkoppelt sind.
Durch die Entkopplung der Beheizung von Verdampfer und Überhitzer
lassen sich die einzelnen Beheizungssysteme getrennt optimieren. Dadurch läßt sich
ein verbesserter Wirkungsgrad erzielen. Insbesondere wird ein Wegfall der Pinch-Point-Bedingung
erreicht.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe wurden
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.
Es kann vorgesehen sein, daß ein Vorwärmer für Wasser bezüglich seiner
Beheizung von dem Verdampfer entkoppelt ist. Dadurch läßt sich die Verdampfung optimiert
ausgestalten.
Es kann dann vorgesehen sein, daß der Vorwärmer bezüglich seiner Beheizung
an den Überhitzer gekoppelt ist und insbesondere die Restwärme des Überhitzers genutzt
wird, um eine Vorwärmung von Wasser, welches dann dem Verdampfer zur Dampferzeugung
zugeführt wird, durchzuführen.
Insbesondere ist der Überhitzer mittels eines Arbeitsmediums wie Luft
beheizbar. Luft wird beispielsweise über Verbrennungsvorgänge oder solarthermisch
beheizt, und diese heiße Luft wird dann zur Beheizung des Überhitzers genutzt, welcher
wiederum in dem Verdampfer erzeugten Dampf überhitzt.
Es ist dann günstig, wenn der Überhitzer an eine Führung für Arbeitsmedium
gekoppelt ist und ebenfalls ein Vorwärmer an die Führung für Arbeitsmedium gekoppelt
ist.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ein erstes Heizsystem zur
Beheizung des Überhitzers und ein zweites Heizsystem zur Beheizung des Verdampfers
vorgesehen ist. Diese beiden Heizsysteme lassen sich bezüglich Temperaturniveaus
und Systemkomponenten getrennt optimieren. Dadurch läßt sich eine Verbesserung des
Gesamtwirkungsgrads erzielen.
Günstig ist es, wenn ein Vorwärmer an das erste Heizsystem gekoppelt
ist.
Grundsätzlich sind alle Beheizungsarten denkbar, welche in den entsprechenden
Heizungssystemen für das erforderliche Temperaturniveau sorgen. Beispielsweise ist
das erste Heizsystem solar beheizt. Auch das zweite Heizsystem kann solar beheizt
sein.
Der Verdampfer kann direkt beheizt sein oder mittels eines Wärmeübertragungsmediums
wie Thermoöl beheizt sein.
Im letzteren Falle ist es günstig, wenn der Verdampfer in einem Kreislauf
für Wärmeübertragungsmedium angeordnet ist. Das Wärmeübertragungsmedium wird aufgeheizt
und gibt dann sein Wärme im Verdampfer an Wasser ab, um im Wasser Dampf zu erzeugen.
In einem Kreislauf für Wärmeübertragungsmedium kann ein Wärmespeicher
angeordnet sein, um Wärme zu puffern, um so einen Ausfall einer Heizquelle zumindest
für einen gewissen Zeitraum kompensieren zu können.
Zur Beheizung des Verdampfers ist mindestens ein Strahlungsempfänger
(Absorber und/oder Receiver) vorgesehen. Der Verdampfer selber kann als Strahlungsempfänger
ausgebildet sein.
Zur Beheizung des Arbeitsmediums ist ferner mindestens ein Strahlungsempfänger
vorgesehen. Das aufgeheizte Arbeitsmedium wird dann dem Überhitzer zugeführt.
Ein kompakter Aufbau läßt sich erzielen, wenn ein Aufheizungsbereich
für einen Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer hintereinander
angeordnet sind. Dadurch kann eine "integrale" Aufheizung erfolgen, wobei jedoch
Überhitzer und Verdampfer bezüglich ihrer Beheizung getrennt sind. Durch die Hintereinanderanordnung
der Aufheizungsbereiche lassen sich auch Wärmeverluste minimieren.
Der Aufheizungsbereich für den Verdampfer und der Aufheizungsbereich
für den Überhitzer sind insbesondere integral angeordnet, d. h. sind in einem integralen
Receiver angeordnet. Dadurch läßt sich ein kompakter Aufbau erzielen. Auch der Aufwand,
um beispielsweise Solarstrahlung zu konzentrieren, läßt sich so verringern.
Insbesondere liegen die Aufheizungsbereiche in einem Beaufschlagungsbereich
für Solarstrahlung. Dadurch ist der Aufwand für die Richtung der Solarstrahlung
minimiert.
Ein erfindungsgemäßes Kraftwerk und insbesondere solarthermisches
Kraftwerk mit einer Dampfturbine umfaßt eine erfindungsgemäße Dampferzeugungsstufe.
Ein solches Kraftwerk weist die bereits oben im Zusammenhang mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe erläuterten
Vorteile auf.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung eines
bekannten Kraftwerkskonzepts mit einer Dampferzeugungsstufe und einer Dampfturbine;
2 ein Temperatur-Enthalpie-Diagramm in
schematischer Darstellung für das Kraftwerkskonzept gemäß 1;
3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;
4 ein Temperatur-Enthalpie-Diagramm für
die Dampferzeugungsstufe gemäß 3;
5 ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;
6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;
7 ein viertes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;
8 eine schematische Darstellung eines
Ausführungsbeispiels für die integrale Beheizung von Verdampfer und Erhitzung von
Arbeitsmedium und
9 ein weiteres Ausführungsbeispiel für
die integrale Beheizung von Verdampfer und Erhitzung von Arbeitsmedium.
Ein bekanntes Kraftwerk, welches in 1
gezeigt und dort als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfaßt eine Dampferzeugungsstufe
12 und eine Turbinenstufe 14. Die Dampferzeugungsstufe
12 umfaßt einen Vorwärmer 16, einen Verdampfer 18 und
einen Überhitzer 20. Vorwärmer 16, Verdampfer 18 und
Überhitzer 20 weisen jeweils Wärmetauscherflächen 22 auf, an denen
Wasser bzw. Dampf Wärme aufnehmen kann zur Vorwärmung (im Vorwärmer 16),
zur Verdampfung (im Verdampfer 18) oder zur Überhitzung des Dampfes (im
Überhitzer 20).
Ein Ausgang 23 des Überhitzers 20, welcher ein Ausgang
für überhitzten Dampf ist, ist an eine Dampfturbine 24 gekoppelt, welche
einen Generator 26 antreibt. In der Dampfturbine 24 findet eine
Entspannung des Dampfes statt und die entsprechende mechanische Energie wird zur
Erzeugung elektrischen Stroms eingesetzt.
Von der Dampfturbine 24 führt eine Leitung 28 zu
einem Eingang 30 des Vorwärmers 16. Der Eingang 30 ist
ein Eingang für Speisewasser. Dieses Speisewasser wird in dem Vorwärmer
16 vorgewärmt.
In der Leitung 28 ist ein Wärmetauscher 32 angeordnet.
Das (flüssige) Speisewasser wird über eine Pumpe 34 zu dem Vorwärmer
16 befördert.
Ein Ausgang 36 des Vorwärmers 16 ist mit einem Eingang
38 des Verdampfers 18 verbunden. An dem Eingang 38 wird
dem Verdampfer 18 vorgewärmtes Wasser bereitgestellt.
Ein Ausgang 40 des Verdampfers 18 ist mit einem
Eingang 42 des Überhitzers 20 verbunden. Über den Ausgang
40 wird dem Überhitzer 20 Dampf zur Überhitzung im Überhitzer
20 bereitgestellt.
Die Dampferzeugungsstufe 12 und die Turbinenstufe
14 sind über einen Wasser/Dampf-Kreislauf 44 miteinander verbunden.
Zur Beheizung des Vorwärmers 16, des Verdampfers
18 und des Überhitzers 20 ist ein Arbeitsmedium-Kreislauf
46 vorgesehen, wobei der Vorwärmer 16, der Verdampfer
18 und der Überhitzer 20 an eine Arbeitsmediumführung
48 gekoppelt sind. In der Arbeitsmediumführung 48 ist eine Heizquelle
50 angeordnet, in welcher das in dem Arbeitsmedium-Kreislauf
46 geführte Arbeitsmedium wie Luft aufheizbar ist. Beispielsweise wird
das Arbeitsmedium über die Heizquelle 50 solar oder über Verbrennungsvorgänge
aufgeheizt. Das in der Heizquelle 50 aufgeheizte Arbeitsmedium wird einem
Eingang 52 des Überhitzers 20 zugeführt, um entsprechend für die
Überhitzung des durch den Überhitzer 20 durchgeführten Dampfes zu sorgen.
Nach Durchströmung des Überhitzers 20 durchströmt das entsprechend abgekühlte
Arbeitsmedium den Verdampfer 18. Im Verdampfer 18 bewirkt das
Arbeitsmedium die Verdampfung des Wassers. Von dem Verdampfer 18 wird es
dann dem Vorwärmer 16 zugeführt. Dort wird die Restwärme des Verdampfers
18 genutzt, um über den Eingang 30 eingekoppeltes Speisewasser
vorzuwärmen.
Von einem Ausgang 54 des Vorwärmers 16, welcher
ein Ausgang für Arbeitsmedium ist, wird das Arbeitsmedium dann zu der Heizquelle
50 zur Aufheizung zurückgeführt.
Ein solches Kraftwerkschema ist beispielsweise in der 6
des Artikels "An Update on Solar Central Receiver Systems, Projects, and Technologies"
von M. Romero et al. in Transactions of the ASME, Vol. 124, May 2002, Seiten 98–108
gezeigt.
In der unten stehenden Tabelle sind beispielhaft typische Temperaturen
an den Punkten a, b, c, d im Wasser/Dampf-Kreislauf 44 und an den Punkten
e und f im Arbeitsmedium-Kreislauf 46 für das Kraftwerk 10 angegeben,
wenn man von einem Verdampferdruck von 120 bar ausgeht und von Luft als Arbeitsmedium.
Damit überhitzter Dampf mit einer Temperatur von 540°C der Dampfturbine
24 zugeführt werden kann, muß Luft als Arbeitsmedium mit einer Temperatur
von 800°C in den Überhitzer 20 am Eingang 52 eingekoppelt
werden.
In 2 ist schematisch die Temperatur über
der Enthalpie (übertragenen Wärme) für das Kraftwerkskonzept gemäß 1
gezeigt. Die Kurve 56 zeigt die T-H-Abhängigkeit für Luft als Arbeitsmedium.
Die Abhängigkeit ist im wesentlichen linear; je höher die Temperatur, desto höher
ist auch die Wärme, die übertragen werden kann.
Die untere Kurve 58 entspricht Wasser/Dampf. Sie umfaßt einen
im wesentlichen linearen Vorwärmbereich für das Durchlaufen des Vorwärmers
16, einen im wesentlichen temperaturunabhängigen Verdampfungsbereich
für die Verdampfung im Verdampfer 18 und einen Überhitzungsbereich
64, welcher im wesentlichen linear ist, für die Überhitzung des im Verdampfer
18 erzeugten Dampfes im Überhitzer 20.
Der Pinch-Point ist definiert als diejenige Enthalpie, an welcher
die Kurven 56 und 58 den minimalen Abstand haben. Er ist in
2 mit 66 bezeichnet. Dieser Pinch-Point legt
die Eintrittstemperatur des Arbeitsmediums am Eingang 52 des Überhitzers
20 und die Austrittstemperatur am Vorwärmer 16 fest. Da aufgrund
des Verdampfers 18 die Temperatur für die Kurve 56 am Pinch-Point
66 relativ hoch liegt, muß die Eintrittstemperatur am Eingang
52 entsprechend hoch gewählt werden.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß der Verdampfer in einer Dampferzeugungsstufe
mindestens von dem Überhitzer getrennt ist, um so die Pinch-Point-Problematik zu
umgehen.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung
umfaßt eine Dampferzeugungsstufe 68 einen Arbeitsmedium-Kreislauf
70. In die entsprechende Arbeitsmediumführung 72 ist ein Überhitzer
74 und diesem bezüglich der Arbeitsmediumführung nachgeschaltet ein Vorwärmer
76 angeordnet. Des weiteren ist eine Heizquelle 78 in dem Arbeitsmedium-Kreislauf
70 angeordnet. Über die Heizquelle 78, bei der es sich um einen
Strahlungsempfänger wie beispielsweise um einen Absorber für Solarstrahlung oder
um einen volumetrischen Receiver handeln kann, wird das Arbeitsmedium aufgeheizt,
wobei das Arbeitsmedium als "sekundäre" Heizquelle dann wiederum den Überhitzer
74 und den Vorwärmer 76 heizt.
Es kann auch vorgesehen sein, daß in dem Arbeitsmedium-Kreislauf
70 ein Wärmespeicher 80 angeordnet ist, um Wärme speichern zu
können. Als Wärmespeicher 80 können bei Luft als Arbeitsmedium beispielsweise
Schüttgutspeicher oder Sandspeicher eingesetzt werden.
Mittels des Überhitzers 74 und des Vorwärmers 76
ist ein erstes Heizsystem 82 gebildet, über das sich Wasser/Dampf beheizen
läßt. Der Vorwärmer 76 heizt Speisewasser vor und der Überhitzer
74 überhitzt Dampf, welcher von einem Verdampfer 84 erzeugt wurde.
Der Verdampfer 84 selber ist an ein zweites Heizsystem 86 gekoppelt
oder ist ein Teil dieses Heizsystems. Dieses zweite Heizsystem 86 weist
selber eine Heizquelle auf. Diese Heizquelle beheizt direkt oder indirekt den Verdampfer
84, um aus dem durch den Vorwärmer 76 vorgewärmten Wasser Dampf
zu erzeugen.
Bei dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Verdampfer 84 direkt solar beheizt, d. h. er ist mit entsprechenden
Absorberflächen versehen, auf die konzentrierte Solarstrahlung gerichtet ist. Es
erfolgt dann eine Aufheizung des den Verdampfer durchströmenden Wassers, welche
zur Dampfbildung führt. Der Verdampfer 84 stellt damit eine Art "sekundäre"
Heizquelle dar.
Das zweite Heizsystem 86 ist bezüglich der Beheizung unabhängig
von dem ersten Heizsystem 82 zur Heizung des Überhitzers 74 und
bezüglich der Beheizung entkoppelt vom Überhitzer 74.
Dadurch läßt sich ein Verdampferpfad 88 des zweiten Heizsystems
86 getrennt von dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 optimieren. Durch
die Trennung von Verdampfung und Überhitzung in zwei Heizsysteme 86,
82 lassen sich die entsprechenden Temperaturniveaus getrennt anpassen.
Dadurch läßt sich eine Verbesserung im Gesamtwirkungsgrad erzielen, der 10 % oder
mehr betragen kann. (Der Gesamtwirkungsgrad bezieht sich auf ein Kraftwerk mit Turbinenstufe.
Die Turbinenstufe bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 3
ist grundsätzlich gleich ausgebildet wie oben im Zusammenhang mit der
1 beschrieben.)
Das Arbeitsmedium läßt sich mit niedrigerer Temperatur in den Überhitzer
74 einkoppeln. Dadurch wiederum sind die Materialanforderungen für den
Überhitzer 74 reduziert, so daß sich diese Komponente kostengünstiger herstellen
läßt und entsprechend der Wartungsaufwand auch verringert ist.
In der oben genannten Tabelle sind die entsprechenden Temperaturen
wiederum für die Punkte a (Eingang Vorwärmer), b (Eingang Verdampfer), c (Eingang
Überhitzer) und d (Ausgang Überhitzer) sowie e (Eingang für Arbeitsmedium des Überhitzers)
und f (Ausgang des Vorwärmers für Arbeitsmedium) angegeben. Bei gleicher Austrittstemperatur
des Dampfes (Punkt d) im Vergleich zu der konventionellen Lösung gemäß
1 kann die Zuführungstemperatur des Arbeitsmediums
(Punkt e) um ca. 200°C erniedrigt werden. Die Zahlenbeispiele beruhen darauf,
daß auch im Verdampfer 84 wiederum ein Verdampferdruck von 120 bar herrscht.
In 4 ist ein entsprechendes T-H-Diagramm
für das Kraftwerkskonzept gemäß 3 dargestellt. Die
Kurve 90 ist die T-H-Kurve für Luft als Arbeitsmedium, welches im ersten
Heizsystem 82 geheizt wird. Die darunterliegende Kurve 92 ist
die Wasser/Dampf-Kurve für das Durchlaufen des ersten Heizsystems 82 der Dampferzeugungsstufe
68. Diese Kurve 92 weist einen Vorwärmbereich 94 und
einen Überhitzungsbereich 96 auf. Der Verdampfungsbereich, wie er in
2 mit dem Bezugszeichen 62 gezeigt ist, "fehlt"
hier, da der Verdampfer 84 nicht in dem ersten Heizsystem 82 enthalten
ist, sondern an das zweite Heizsystem 86 gekoppelt ist.
Der Pinch-Point liegt dadurch nicht an einem Übergang zwischen dem
Vorwärmbereich 94 und einem Verdampfungsbereich (da ja ein solcher Verdampfungsbereich
nicht vorhanden ist). Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, entsprechend die Eintrittstemperatur
für Arbeitsmedium (Punkt e) im Vergleich zu dem konventionellen Konzept gemäß
1 abzusenken. Der Pinch-Point ist vorgebbar und wird
eben so gewählt, daß auf einer entsprechend niedrigeren Temperatur Arbeitsmedium
dem Überhitzer 74 zuführbar ist. In der 4
liegt der Pinch-Point 98 bei der maximal übertragbaren Wärme, d. h. bei
der höchsten Temperatur.
Durch die Trennung der Beheizung des Überhitzers 74 (zusammen
mit dem Vorwärmer 76) gegenüber dem Verdampfer 84 in ein erstes
Heizsystem 82 und in ein zweites Heizsystem 86 ist die "sekundäre"
Heizquelle, mittels welcher direkt Wärme auf Wasser/Dampf übertragen wird, in den
beiden Heizsystemen getrennt. In dem ersten Heizsystem 82 überträgt Arbeitsmedium
in dem Überhitzer 74 Wärme auf den zu überhitzenden Dampf. Dieses Arbeitsmedium
steht nicht in Wärmekontakt mit dem Verdampfer 84. Der Verdampfer
84 selber wird durch eine getrennte Heizquelle geheizt.
Dies schließt aber nicht aus, daß beide Heizsysteme 82 und
86 die gleiche primäre Heizquelle aufweisen, wie beispielsweise Solarstrahlung.
Beispielsweise kann die Beheizung des zweiten Heizsystems 86 mit dem Verdampfer
84 über eine oder mehrere Kollektorrinnen erfolgen mit direkter Verdampfung
oder mittels eines Wärmeübertragungsmediums wie Thermoöl oder Salz, wie unten noch
beschrieben. Der Verdampfer 84 kann beispielsweise auch an einem Turm angeordnet
sein, wobei konzentrierte Solarstrahlung für die Erhitzung sorgt. Es ist auch möglich,
daß der Verdampfer 84 mittels Verbrennungsvorgängen geheizt wird.
Das erste Heizsystem 82 kann solar beheizt werden oder über
Verbrennung beheizt werden. Bei der Heizquelle 78 selber kann es sich beispielsweise
um einen volumetrischen Receiver handeln.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 3
ist der Vorwärmer 76 in das erste Heizsystem 82 eingebunden, d.
h. der Vorwärmer 76 wird mittels Restwärme des Überhitzers 74
geheizt. Es ist aber auch möglich, daß der Vorwärmer in das zweite Heizsystem
86 eingebunden ist und dadurch über Restwärme des Verdampfers
84 geheizt wird (in der Figur nicht gezeigt).
Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe,
welche in 5 als Ganzes mit 100 bezeichnet
ist, ist der Arbeitsmedium-Kreislauf 70 grundsätzlich gleich aufgebaut,
wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel 68 beschrieben.
Es werden deshalb hier gleiche Bezugszeichen verwendet. (In dem Ausführungsbeispiel
gemäß 5 ist kein Wärmespeicher gezeigt.) Entsprechend
ist auch das erste Heizsystem 82 gleich ausgebildet.
Ein zweites Heizsystem 102 umfaßt einen Verdampfer
104, welcher in einem Kreislauf 106 für Wärmeübertragungsmedium
angeordnet ist. In diesem Kreislauf 106 ist das Wärmeübertragungsmedium,
wie beispielsweise Thermoöl, geführt. Der Kreislauf 106 umfaßt dazu eine
Heizquelle 108, in welcher das Wärmeübertragungsmedium aufgeheizt wird.
Es wird dann einem Eingang 110 des Verdampfers 104 zugeführt,
wobei dieser Eingang 110 ein Eingang für Wärmeübertragungsmedium ist. Von
einem Ausgang 112 wird abgekühltes Wärmeübertragungsmedium zu der Heizquelle
108 zurückgeführt. Beim Durchlaufen der Strecke zwischen dem Eingang
110 und dem Ausgang 112 in dem Verdampfer 104 gibt das
Wärmeübertragungsmedium Wärme an in den Verdampfer 104 eingekoppeltes Wasser
ab, um Dampf zu erzeugen.
Die Heizquelle 108 kann solar beheizt sein.
In der obigen Tabelle sind für das Ausführungsbeispiel gemäß
5 an den Punkten g und h typische Temperaturen angegeben,
wenn als Wärmeübertragungsmedium ein Thermoöl eingesetzt wird. Der Punkt g liegt
in der Niedertemperaturseite des Kreislaufs 106 und der Punkt h in der
Hochtemperaturseite.
Es ergeben sich wiederum die oben geschilderten Vorteile.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel, welches in 6
gezeigt und dort als Ganzes mit 114 bezeichnet ist, ist das erste Heizsystem
und der Arbeitsmedium-Kreislauf grundsätzlich gleich ausgebildet wie oben. Es werden
deshalb gleiche Bezugszeichen verwendet. Es kann auch ein Wärmespeicher
80 in dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 vorgesehen
sein.
Es ist hier vorgesehen, daß in dem Kreislauf 106 parallel
zu dem Eingang 110 und dem Ausgang 112 des Verdampfers
104 ein Wärmespeicher 116 angeordnet ist. Über diesen Wärmespeicher
116 läßt sich erhitztes Wärmeübertragungsmedium zwischenspeichern und bei
ausfallender Heizquelle 108 bzw. bei verminderter Heizleistung der Heizquelle
108 läßt sich dem Verdampfer 104 aufgeheiztes Wärmeübertragungsmedium
aus dem Wärmespeicher 116 zuführen. Dadurch kann beispielsweise bei einem
solarthermischen Kraftwerk bei Wolkenbedeckung die Verdampfung zumindest für einen
gewissen Zeitraum aufrechterhalten werden.
Bei dem Wärmespeicher 116 kann es sich beispielsweise um
einen Ölspeicher, Betonspeicher oder Salzspeicher handeln. Wenn als Wärmeübertragungsmedium
Salz verwendet wird, dann kann dieses Salz in dem Wärmespeicher 116 direkt
gespeichert werden.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe,
welche in 7 als Ganzes mit 118 bezeichnet
ist, ist ein Turm 120 vorgesehen, an dem beabstandet zu dem Boden
122 ein Verdampfer 124 sitzt. Der Verdampfer 124 umfaßt
beispielsweise Absorberrohre, auf die konzentrierte Solarstrahlung 126
gerichtet ist. Zur Konzentration der Solarstrahlung ist ein Heliostatenfeld
128 mit einer Mehrzahl von Heliostaten 130 vorgesehen. Diese richten
konzentrierte Solarstrahlung auf den Verdampfer 124.
An dem Turm 120 sitzt beabstandet zu dem Boden
122 weiterhin ein Luftreceiver 132, auf den ebenfalls konzentrierte
Solarstrahlung gerichtet ist. Über den Luftreceiver 132 wird Luft als Arbeitsmedium
erwärmt.
Heiße Luft wird vom Luftreceiver 132 zu einem Überhitzer
134 geführt. Dies ist durch einen Pfeil 136 angedeutet. Von dem
Überhitzer 134 wird abgekühlte Luft zu einem Vorwärmer 138 geführt,
was durch einen Pfeil 140 angedeutet ist.
Wasser durchströmt den Vorwärmer 138 zur Vorwärmung und ist
dann über eine Leitung 140 zu einem Abscheider 142 geführt. Von
einem Ausgang 144 für flüssiges Wasser ist eine Leitung 146 zu
einem Eingang des Verdampfers 124 geführt. Von einem Ausgang des Verdampfers
124 führt eine Leitung 148 zu einem weiteren Eingang des Abscheiders
142. Von einem Ausgang des Abscheiders 142 führt eine Leitung
150 zu dem Überhitzer 134. In dem Abscheider 142 erfolgt
eine Wasser/Dampf-Trennung, so daß sichergestellt ist, daß dem Überhitzer
134 nur Dampf zugeführt wird.
Prinzipiell entspricht das Ausführungsbeispiel gemäß 7
dem in 3 gezeigten Prinzip (ohne Wärmespeicher
80): Der Verdampfer 124 entspricht dem Verdampfer 84
gemäß 3. Der Luftreceiver 132 stellt die (sekundäre)
Heizquelle 78 gemäß 3 dar.
Bei dem in 7 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind wiederum Verdampfung und Überhitzung getrennt, so daß sich die oben beschriebenen
Vorteile ergeben.
Es ist grundsätzlich möglich, daß die gleiche primäre Heizquelle sowohl
den Verdampfer als auch den Überhitzer heizt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
7 heizt die von dem Heliostatenfeld 128 (welche
die primäre Heizquelle darstellt) kommende konzentrierte Solarstrahlung sowohl den
Verdampfer 124 als auch den Luftreceiver 132, wobei letzterer
wiederum das Arbeitsmedium aufheizt, welches dann den Überhitzer 134 beheizt.
Es ist grundsätzlich möglich, daß die (sekundären) Heizquellen für Überhitzer und
Verdampfer getrennt angeordnet sind.
Es ist auch möglich, insbesondere wenn beide Heizquellen solar beheizt
werden, diese räumlich nebeneinander anzuordnen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 8 ist
Wasser/Dampf in einer Mehrzahl von beabstandeten, nebeneinander angeordneten Rohren
geführt. Diese Rohre sind als Absorberrohre ausgebildet, welche mit konzentrierter
Solarstrahlung 154 beaufschlagt werden. Diese Rohre 152 sind Teil
eines Verdampfers oder Vorwärmers. Zwischen benachbarten Rohren 156,
158 ist ein Freiraum 160 gebildet, durch den Solarstrahlung
154 dringen kann. Hinter der Rohrreihe ist ein Aufheizungsbereich
162 für einen Überhitzer oder Vorwärmer angeordnet. In diesem Aufheizungsbereich
wird das Arbeitsmedium wie Luft aufgeheizt, welches dann wiederum dem Überhitzer
zur Überhitzung zugeführt wird. Der Aufheizungsbereich 162 kann beispielsweise
durch einen volumetrischen Receiver gebildet sein. Der Aufheizungsbereich
164 der jeweiligen Rohre 154 ist entsprechend
durch eine Absorberfläche gebildet. Die Aufheizungsbereiche 162 und
164 liegen nebeneinander in einem Beaufschlagungsbereich für konzentrierte
Solarstrahlung 154. Dadurch ist ein integrierter Receiver gebildet, d.
h. eine integrierte Heizquelle für das erste Heizsystem 82 und das zweite
Heizsystem 86 bzw. 102.
Dieser integrierte Receiver weist eine erste Ebene 166 als
Heizquelle für den Verdampfer auf (beispielsweise entsprechend der Heizquelle
108 gemäß 6) und eine zweite Ebene
168 beispielsweise entsprechend der Heizquelle 78 auf.
Es kann auch vorgesehen sein, wie in 9
schematisch gezeigt, daß hinter einer ersten Ebene, welche mittels eines Rohrregisters
170 gebildet ist und welches als Heizquelle für einen Verdampfer dient,
ein zweites Rohrregister 172 angeordnet ist, welches als Heizquelle für
einen Überhitzer dient. In dem ersten Rohrregister 170 sind die Rohre beabstandet.
In dem zweiten Rohrregister 172 stoßen benachbarte Rohre vorzugsweise unmittelbar
aneinander.
Anspruch[de]
Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, bei welchem in einem
Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer
unabhängig vom Überhitzer geheizt wird.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer
in einem ersten Heizsystem geheizt wird und der Verdampfer in einem zweiten Heizsystem
geheizt wird.
Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Heizsystem
und das zweite Heizsystem entkoppelt sind.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vorwärmung von zu verdampfendem Wasser mittels Restwärme des Überhitzers
oder das Verdampfers erfolgt.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überhitzer mittels eines Arbeitsmediums geheizt wird.
Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer
von einer Arbeitsmediumführung des Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers entkoppelt
ist.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überhitzer und der Verdampfer getrennte Heizquellen für die direkte Wärmeübertragung
auf Dampf/Wasser aufweisen.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vorwärmung für zu verdampfendes Wasser mittels eines Arbeitsmediums zur
Heizung des Überhitzers erfolgt.
Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorwärmer
dem Überhitzer bezüglich der Strömungsrichtung des Arbeitsmediums nachgeschaltet
ist.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überhitzer solar beheizt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß als Arbeitsmedium Luft eingesetzt wird.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer direkt beheizt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt wird.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer solar beheizt wird.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den
Überhitzer von der gleichen Heizquelle beheizt werden.
Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufheizungsbereich
für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer in einem gemeinsamen
Beaufschlagungsbereich für Solarstrahlung liegen.
Dampferzeugungsstufe für ein Kraftwerk, umfassend einen Verdampfer
(84; 104; 124) zur Erhitzung von Dampf und einen Überhitzer
(74; 134) zur Überhitzung des Dampfs, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer (84; 104; 124) und der Überhitzer
(74; 134) bezüglich ihrer Beheizung entkoppelt sind.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorwärmer (76; 138) für Wasser bezüglich seiner Beheizung
von dem Verdampfer (84; 104; 124) entkoppelt ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorwärmer (76; 138) bezüglich seiner Beheizung an den Überhitzer
(74; 134) gekoppelt ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überhitzer (74; 134) mittels eines Arbeitsmediums beheizbar
ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
der Überhitzer (74; 134) an eine Führung (72) für Arbeitsmedium
gekoppelt ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vorwärmer (76; 138) an eine Führung (72) für Arbeitsmedium
gekoppelt ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß das Arbeitsmedium Luft ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 24, gekennzeichnet
durch ein erstes Heizsystem (82) zur Beheizung des Überhitzers (74)
und ein getrenntes zweites Heizsystem (86; 102) zur Beheizung
des Verdampfers (84; 104).
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vorwärmer (76) an das erste Heizsystem (82) gekoppelt ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Heizsystem (82) solar beheizt ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Heizsystem (86; 104) solar beheizt ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer (84) direkt beheizt ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdampfer (104) mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt
ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verdampfer (104) in einem Kreislauf (106) für Wärmeübertragungsmedium
angeordnet ist.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß
im Kreislauf (106) für Wärmeübertragungsmedium ein Wärmespeicher (116)
angeordnet ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 32, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Beheizung des Verdampfers (84; 104) mindestens ein Strahlungsempfänger
vorgesehen ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 21 bis 33, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Beheizung des Arbeitsmediums mindestens ein Strahlungsempfänger vorgesehen
ist.
Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Aufheizungsbereich (162) für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich
(164) für den Überhitzer hintereinander angeordnet sind.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß
der Aufheizungsbereich (162) für den Verdampfer und der Aufheizungsbereich
(164) für den Überhitzer integral angeordnet sind.
Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufheizungsbereiche (162, 164) in einem Beaufschlagungsbereich
für Solarstrahlung (154) liegen.
Kraftwerk, insbesondere solarthermisches Kraftwerk, mit einer Dampfturbine
(24), welches eine Dampferzeugungsstufe gemäß einem der Ansprüche 18 bis
37 umfaßt.