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Dokumentenidentifikation DE10346255A1 28.04.2005
Titel Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, Dampferzeugungsstufe für ein Kraftwerk und Kraftwerk
Anmelder Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., 53175 Bonn, DE
Erfinder Buck, Reiner, Dr., 70563 Stuttgart, DE;
Eck, Markus, Dr., 71229 Leonberg, DE;
Steinmann, Wolf-Dieter, Dr., 71034 Böblingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 25.09.2003
DE-Aktenzeichen 10346255
Offenlegungstag 28.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2005
IPC-Hauptklasse F22G 1/16
IPC-Nebenklasse F24J 2/00   F22B 1/02   
Zusammenfassung Um ein Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, bei welchem in einem Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt wird, so zu verbessern, daß sich ein verbesserter Wirkungsgrad ergibt, ist vorgesehen, daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, bei welchem in einem Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt wird.

Solche Verfahren werden insbesondere in Kraftwerken wie Dampfkraftwerken oder Gas- und Dampfkraftwerken eingesetzt, um überhitzten Dampf zu erzeugen, welcher dann einer Dampfturbine zugeführt wird.

Die Erfindung betrifft ferner eine Dampferzeugungsstufe für ein Kraftwerk, umfassend einen Verdampfer zur Erzeugung von Dampf und einen Überhitzer zur Überhitzung des Dampfs.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kraftwerk und insbesondere solarthermisches Kraftwerk mit einer Dampfturbine.

Aus den Artikeln "An Update on Solar Central Receiver Systems, Projekts, and Technologies" von M. Romero et al. in Transactions of the ASME, Vol. 124, May 2002, Seiten 98–108 und "Advances in Parabolic Trough Solar Power Technology" von N. Price et al. in Journal of Solar Energy Engineering, Vol. 124, May 2002, Seiten 109–125 sind Kraftwerkskonzepte in Zusammenhang mit der Erzeugung von überhitztem Dampf bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren so zu verbessern, daß sich ein verbesserter Wirkungsgrad ergibt.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.

Durch die Trennung von Verdampfung und Überhitzung (bezüglich deren jeweiliger Beheizung) können die jeweiligen Temperaturniveaus getrennt angepaßt werden. Dadurch läßt sich ein verbesserter Gesamtwirkungsgrad erreichen, der gegenüber konventionellen Konzepten 10 % höher sein kann.

Durch die Trennung zwischen Verdampfung und Überhitzung in unterschiedliche Systeme läßt sich ein Wegfall der Pinch-Point-Bedingung erreichen. Der Pinch-Point ist diejenige Enthalpie, bei der Wärmeübertragungskurven durch eine minimale Temperaturdifferenz getrennt sind. Wenn Verdampfer und Überhitzer im gleichen System angeordnet sind, dann wird dadurch eine Bedingung für den Pinch-Point definiert, welche wiederum Vorgaben für die Temperatur beispielsweise eines Arbeitsmediums definiert, welches zur Beheizung des Überhitzers dient. Da erfindungsgemäß Verdampfung und Überhitzung getrennt sind, fällt eben diese Pinch-Point-Bedingung weg. Es läßt sich dadurch insbesondere erreichen, daß ein Arbeitsmedium zur Beheizung des Überhitzers auf einer niedrigeren Temperatur dem Überhitzer zugeführt werden kann, wobei trotzdem noch eine gleiche Ausgangstemperatur für überhitzten Dampf erzielbar ist. Durch die erfindungsgemäße Lösung sind dann wiederum die Materialanforderungen für eine Arbeitsmediumführung verringert und der Wartungsaufwand ist ebenfalls entsprechend verringert.

Die erfindungsgemäße Lösung läßt sich für eine Vielzahl von Systemen einsetzen. Der Verdampfer kann solarthermisch beheizt werden oder über Verbrennungswärme. Der Überhitzer kann solarthermisch beheizt werden oder über Verbrennungswärme. Bei der solarthermischen Beheizung können Rinnenkollektorenkonzepte oder Turmkonzepte eingesetzt werden, wobei für den Überhitzer Turmkonzepte bevorzugt sind.

Günstig ist es, wenn der Verdampfer unabhängig vom Überhitzer geheizt wird. Dadurch fällt die Pinch-Point-Bedingung weg. Außerdem lassen sich die einzelnen Systemkomponenten getrennt optimieren und entsprechend lassen sich die Temperaturniveaus in den unterschiedlichen Systemen getrennt einstellen, so daß sich insgesamt ein verbesserter Wirkungsgrad ergibt.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der Überhitzer in einem ersten Heizsystem geheizt wird und der Verdampfer in einem zweiten Heizsystem geheizt wird. Dadurch läßt sich eine Trennung bezüglich der Beheizung durchführen und es kann so insbesondere bezüglich der Temperaturniveaus eine getrennte Optimierung stattfinden, die wiederum zu einem optimierten Gesamtwirkungsgrad führt.

Aus dem gleichen Grund ist es besonders vorteilhaft, wenn das erste Heizsystem und das zweite Heizsystem entkoppelt sind.

Es kann vorgesehen sein, daß eine Vorwärmung von zu verdampfendem Wasser mittels Restwärme des Überhitzers oder des Verdampfers erfolgt. Günstig ist es dabei, wenn ein entsprechender Vorwärmer an den Überhitzer gekoppelt ist und damit im ersten Heizsystem liegt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Überhitzer mittels eines Arbeitsmediums geheizt. Bei dem Arbeitsmedium handelt es sich insbesondere um Luft. Da durch die erfindungsgemäße Lösung die Pinch-Point-Bedingung wegfällt, kann Arbeitsmedium mit einer niedrigeren Arbeitstemperatur dem Überhitzer zugeführt werden. Dadurch sind die Materialanforderungen an eine Arbeitsmediumführung verringert, wobei man insgesamt einen höheren Wirkungsgrad erreichen kann.

Insbesondere ist dann der Verdampfer von einer Arbeitsmediumführung des Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers entkoppelt. Das Arbeitsmedium, welches den Überhitzer heizt, beaufschlagt also den Verdampfer nicht. Dadurch lassen sich getrennte Heizsysteme realisieren.

Günstig ist es weiterhin, wenn der Überhitzer und der Verdampfer getrennte Heizquellen für die direkte Wärmeübertragung auf Dampf/Wasser aufweisen. Bei diesen Heizquellen handelt es sich um "sekundäre" Heizquellen. Beispielsweise ist die Heizquelle für den Überhitzer eine Heizquelle zur Erhitzung von Arbeitsmedium bzw. das erhitzte Arbeitsmedium selber, während ein Verdampfer direkt beheizt wird oder über ein Wärmeübertragungsmedium beheizt wird. Es ist dabei grundsätzlich möglich, daß der Überhitzer und der Verdampfer die gleichen primären Heizquellen aufweisen, wie beispielsweise konzentrierte Solarstrahlung oder Verbrennungswärme.

Es kann vorgesehen sein, daß eine Vorwärmung für zu verdampfendes Wasser mittels eines Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers erfolgt. Die Restwärme des Überhitzers wird dann dazu ausgenutzt, um Wasser vorzuwärmen, welches dem Verdampfer zugeführt wird. Die Beheizung des Verdampfers selber ist aber bei der erfindungsgemäßen Lösung unabhängig von der Beheizung des Überhitzers. Grundsätzlich ist es auch möglich, daß die Restwärme des Verdampfers genutzt wird, um eine Vorwärmung von Wasser, welches dem Verdampfer zur Dampferzeugung zugeführt wird, durchzuführen.

Insbesondere ist ein Vorwärmer dem Überhitzer bezüglich der Strömungsrichtung des Arbeitsmediums nachgeschaltet, um so die Restwärme des Überhitzers nutzen zu können.

Es kann vorgesehen sein, daß der Überhitzer solar beheizt wird, beispielsweise mittels eines Turmreceivers. Als Arbeitsmedium kann Luft oder Dampf oder Salz oder ein Thermoöl eingesetzt werden.

Bei einer konstruktiv einfachen Ausführungsform wird als Arbeitsmedium Luft eingesetzt. Luft läßt sich in einem volumetrischen Receiver aufheizen. Es muß kein geschlossener Kreislauf für das Arbeitsmedium vorgesehen werden.

Es kann vorgesehen sein, daß der Verdampfer direkt beheizt wird oder mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt wird. Bei der direkten Beheizung werden Führungsrohre für Wasser/Dampf im Dampferzeuger direkt beheizt; beispielsweise werden sie mit konzentrierter Solarstrahlung beaufschlagt. Bei der Beheizung mittels eines Wärmeübertragungsmediums heizt das zuvor aufgeheizte Wärmeübertragungsmedium diese Führungsflächen. Das Wärmeübertragungsmedium selber kann wiederum beispielsweise solarthermisch beheizt sein oder beispielsweise über Verbrennungsvorgänge.

Das erfindungsgemäße Konzept läßt sich insbesondere einsetzen, wenn der Verdampfer solarbeheizt wird.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform werden ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer von der gleichen (primären) Heizquelle beheizt. Beispielsweise wird konzentrierte Solarstrahlung auf den Aufheizungsbereich für den Verdampfer und den Aufheizungsbereich für den Überhitzer gerichtet. Dadurch läßt sich ein kompakter Aufbau mit guter Wärmeausnutzung erzielen.

Insbesondere liegen ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer in einem gemeinsamen Beaufschlagungsbereich für Solarstrahlung, so daß konzentrierte Solarstrahlung, welche beispielsweise von einem Heliostatenfeld stammt, gleichzeitig den Aufheizungsbereich für den Verdampfer und den Aufheizungsbereich für den Überhitzer beaufschlägt. Dadurch läßt sich ein hoher Flächenwirkungsgrad bezüglich der Solarstrahlungsbeaufschlagung erzielen.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Dampferzeugungsstufe der eingangs genannten Art bereitzustellen, mittels welcher sich in einem Kraftwerk ein optimierter Wirkungsgrad erzielen läßt.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Dampferzeugungsstufe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verdampfer und der Überhitzer bezüglich ihrer Beheizung entkoppelt sind.

Durch die Entkopplung der Beheizung von Verdampfer und Überhitzer lassen sich die einzelnen Beheizungssysteme getrennt optimieren. Dadurch läßt sich ein verbesserter Wirkungsgrad erzielen. Insbesondere wird ein Wegfall der Pinch-Point-Bedingung erreicht.

Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe wurden im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.

Es kann vorgesehen sein, daß ein Vorwärmer für Wasser bezüglich seiner Beheizung von dem Verdampfer entkoppelt ist. Dadurch läßt sich die Verdampfung optimiert ausgestalten.

Es kann dann vorgesehen sein, daß der Vorwärmer bezüglich seiner Beheizung an den Überhitzer gekoppelt ist und insbesondere die Restwärme des Überhitzers genutzt wird, um eine Vorwärmung von Wasser, welches dann dem Verdampfer zur Dampferzeugung zugeführt wird, durchzuführen.

Insbesondere ist der Überhitzer mittels eines Arbeitsmediums wie Luft beheizbar. Luft wird beispielsweise über Verbrennungsvorgänge oder solarthermisch beheizt, und diese heiße Luft wird dann zur Beheizung des Überhitzers genutzt, welcher wiederum in dem Verdampfer erzeugten Dampf überhitzt.

Es ist dann günstig, wenn der Überhitzer an eine Führung für Arbeitsmedium gekoppelt ist und ebenfalls ein Vorwärmer an die Führung für Arbeitsmedium gekoppelt ist.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ein erstes Heizsystem zur Beheizung des Überhitzers und ein zweites Heizsystem zur Beheizung des Verdampfers vorgesehen ist. Diese beiden Heizsysteme lassen sich bezüglich Temperaturniveaus und Systemkomponenten getrennt optimieren. Dadurch läßt sich eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrads erzielen.

Günstig ist es, wenn ein Vorwärmer an das erste Heizsystem gekoppelt ist.

Grundsätzlich sind alle Beheizungsarten denkbar, welche in den entsprechenden Heizungssystemen für das erforderliche Temperaturniveau sorgen. Beispielsweise ist das erste Heizsystem solar beheizt. Auch das zweite Heizsystem kann solar beheizt sein.

Der Verdampfer kann direkt beheizt sein oder mittels eines Wärmeübertragungsmediums wie Thermoöl beheizt sein.

Im letzteren Falle ist es günstig, wenn der Verdampfer in einem Kreislauf für Wärmeübertragungsmedium angeordnet ist. Das Wärmeübertragungsmedium wird aufgeheizt und gibt dann sein Wärme im Verdampfer an Wasser ab, um im Wasser Dampf zu erzeugen.

In einem Kreislauf für Wärmeübertragungsmedium kann ein Wärmespeicher angeordnet sein, um Wärme zu puffern, um so einen Ausfall einer Heizquelle zumindest für einen gewissen Zeitraum kompensieren zu können.

Zur Beheizung des Verdampfers ist mindestens ein Strahlungsempfänger (Absorber und/oder Receiver) vorgesehen. Der Verdampfer selber kann als Strahlungsempfänger ausgebildet sein.

Zur Beheizung des Arbeitsmediums ist ferner mindestens ein Strahlungsempfänger vorgesehen. Das aufgeheizte Arbeitsmedium wird dann dem Überhitzer zugeführt.

Ein kompakter Aufbau läßt sich erzielen, wenn ein Aufheizungsbereich für einen Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer hintereinander angeordnet sind. Dadurch kann eine "integrale" Aufheizung erfolgen, wobei jedoch Überhitzer und Verdampfer bezüglich ihrer Beheizung getrennt sind. Durch die Hintereinanderanordnung der Aufheizungsbereiche lassen sich auch Wärmeverluste minimieren.

Der Aufheizungsbereich für den Verdampfer und der Aufheizungsbereich für den Überhitzer sind insbesondere integral angeordnet, d. h. sind in einem integralen Receiver angeordnet. Dadurch läßt sich ein kompakter Aufbau erzielen. Auch der Aufwand, um beispielsweise Solarstrahlung zu konzentrieren, läßt sich so verringern.

Insbesondere liegen die Aufheizungsbereiche in einem Beaufschlagungsbereich für Solarstrahlung. Dadurch ist der Aufwand für die Richtung der Solarstrahlung minimiert.

Ein erfindungsgemäßes Kraftwerk und insbesondere solarthermisches Kraftwerk mit einer Dampfturbine umfaßt eine erfindungsgemäße Dampferzeugungsstufe.

Ein solches Kraftwerk weist die bereits oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe erläuterten Vorteile auf.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines bekannten Kraftwerkskonzepts mit einer Dampferzeugungsstufe und einer Dampfturbine;

2 ein Temperatur-Enthalpie-Diagramm in schematischer Darstellung für das Kraftwerkskonzept gemäß 1;

3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;

4 ein Temperatur-Enthalpie-Diagramm für die Dampferzeugungsstufe gemäß 3;

5 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;

6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;

7 ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe;

8 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für die integrale Beheizung von Verdampfer und Erhitzung von Arbeitsmedium und

9 ein weiteres Ausführungsbeispiel für die integrale Beheizung von Verdampfer und Erhitzung von Arbeitsmedium.

Ein bekanntes Kraftwerk, welches in 1 gezeigt und dort als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfaßt eine Dampferzeugungsstufe 12 und eine Turbinenstufe 14. Die Dampferzeugungsstufe 12 umfaßt einen Vorwärmer 16, einen Verdampfer 18 und einen Überhitzer 20. Vorwärmer 16, Verdampfer 18 und Überhitzer 20 weisen jeweils Wärmetauscherflächen 22 auf, an denen Wasser bzw. Dampf Wärme aufnehmen kann zur Vorwärmung (im Vorwärmer 16), zur Verdampfung (im Verdampfer 18) oder zur Überhitzung des Dampfes (im Überhitzer 20).

Ein Ausgang 23 des Überhitzers 20, welcher ein Ausgang für überhitzten Dampf ist, ist an eine Dampfturbine 24 gekoppelt, welche einen Generator 26 antreibt. In der Dampfturbine 24 findet eine Entspannung des Dampfes statt und die entsprechende mechanische Energie wird zur Erzeugung elektrischen Stroms eingesetzt.

Von der Dampfturbine 24 führt eine Leitung 28 zu einem Eingang 30 des Vorwärmers 16. Der Eingang 30 ist ein Eingang für Speisewasser. Dieses Speisewasser wird in dem Vorwärmer 16 vorgewärmt.

In der Leitung 28 ist ein Wärmetauscher 32 angeordnet. Das (flüssige) Speisewasser wird über eine Pumpe 34 zu dem Vorwärmer 16 befördert.

Ein Ausgang 36 des Vorwärmers 16 ist mit einem Eingang 38 des Verdampfers 18 verbunden. An dem Eingang 38 wird dem Verdampfer 18 vorgewärmtes Wasser bereitgestellt.

Ein Ausgang 40 des Verdampfers 18 ist mit einem Eingang 42 des Überhitzers 20 verbunden. Über den Ausgang 40 wird dem Überhitzer 20 Dampf zur Überhitzung im Überhitzer 20 bereitgestellt.

Die Dampferzeugungsstufe 12 und die Turbinenstufe 14 sind über einen Wasser/Dampf-Kreislauf 44 miteinander verbunden.

Zur Beheizung des Vorwärmers 16, des Verdampfers 18 und des Überhitzers 20 ist ein Arbeitsmedium-Kreislauf 46 vorgesehen, wobei der Vorwärmer 16, der Verdampfer 18 und der Überhitzer 20 an eine Arbeitsmediumführung 48 gekoppelt sind. In der Arbeitsmediumführung 48 ist eine Heizquelle 50 angeordnet, in welcher das in dem Arbeitsmedium-Kreislauf 46 geführte Arbeitsmedium wie Luft aufheizbar ist. Beispielsweise wird das Arbeitsmedium über die Heizquelle 50 solar oder über Verbrennungsvorgänge aufgeheizt. Das in der Heizquelle 50 aufgeheizte Arbeitsmedium wird einem Eingang 52 des Überhitzers 20 zugeführt, um entsprechend für die Überhitzung des durch den Überhitzer 20 durchgeführten Dampfes zu sorgen. Nach Durchströmung des Überhitzers 20 durchströmt das entsprechend abgekühlte Arbeitsmedium den Verdampfer 18. Im Verdampfer 18 bewirkt das Arbeitsmedium die Verdampfung des Wassers. Von dem Verdampfer 18 wird es dann dem Vorwärmer 16 zugeführt. Dort wird die Restwärme des Verdampfers 18 genutzt, um über den Eingang 30 eingekoppeltes Speisewasser vorzuwärmen.

Von einem Ausgang 54 des Vorwärmers 16, welcher ein Ausgang für Arbeitsmedium ist, wird das Arbeitsmedium dann zu der Heizquelle 50 zur Aufheizung zurückgeführt.

Ein solches Kraftwerkschema ist beispielsweise in der 6 des Artikels "An Update on Solar Central Receiver Systems, Projects, and Technologies" von M. Romero et al. in Transactions of the ASME, Vol. 124, May 2002, Seiten 98–108 gezeigt.

In der unten stehenden Tabelle sind beispielhaft typische Temperaturen an den Punkten a, b, c, d im Wasser/Dampf-Kreislauf 44 und an den Punkten e und f im Arbeitsmedium-Kreislauf 46 für das Kraftwerk 10 angegeben, wenn man von einem Verdampferdruck von 120 bar ausgeht und von Luft als Arbeitsmedium. Damit überhitzter Dampf mit einer Temperatur von 540°C der Dampfturbine 24 zugeführt werden kann, muß Luft als Arbeitsmedium mit einer Temperatur von 800°C in den Überhitzer 20 am Eingang 52 eingekoppelt werden.

In 2 ist schematisch die Temperatur über der Enthalpie (übertragenen Wärme) für das Kraftwerkskonzept gemäß 1 gezeigt. Die Kurve 56 zeigt die T-H-Abhängigkeit für Luft als Arbeitsmedium. Die Abhängigkeit ist im wesentlichen linear; je höher die Temperatur, desto höher ist auch die Wärme, die übertragen werden kann.

Die untere Kurve 58 entspricht Wasser/Dampf. Sie umfaßt einen im wesentlichen linearen Vorwärmbereich für das Durchlaufen des Vorwärmers 16, einen im wesentlichen temperaturunabhängigen Verdampfungsbereich für die Verdampfung im Verdampfer 18 und einen Überhitzungsbereich 64, welcher im wesentlichen linear ist, für die Überhitzung des im Verdampfer 18 erzeugten Dampfes im Überhitzer 20.

Der Pinch-Point ist definiert als diejenige Enthalpie, an welcher die Kurven 56 und 58 den minimalen Abstand haben. Er ist in 2 mit 66 bezeichnet. Dieser Pinch-Point legt die Eintrittstemperatur des Arbeitsmediums am Eingang 52 des Überhitzers 20 und die Austrittstemperatur am Vorwärmer 16 fest. Da aufgrund des Verdampfers 18 die Temperatur für die Kurve 56 am Pinch-Point 66 relativ hoch liegt, muß die Eintrittstemperatur am Eingang 52 entsprechend hoch gewählt werden.

Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß der Verdampfer in einer Dampferzeugungsstufe mindestens von dem Überhitzer getrennt ist, um so die Pinch-Point-Problematik zu umgehen.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung umfaßt eine Dampferzeugungsstufe 68 einen Arbeitsmedium-Kreislauf 70. In die entsprechende Arbeitsmediumführung 72 ist ein Überhitzer 74 und diesem bezüglich der Arbeitsmediumführung nachgeschaltet ein Vorwärmer 76 angeordnet. Des weiteren ist eine Heizquelle 78 in dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 angeordnet. Über die Heizquelle 78, bei der es sich um einen Strahlungsempfänger wie beispielsweise um einen Absorber für Solarstrahlung oder um einen volumetrischen Receiver handeln kann, wird das Arbeitsmedium aufgeheizt, wobei das Arbeitsmedium als "sekundäre" Heizquelle dann wiederum den Überhitzer 74 und den Vorwärmer 76 heizt.

Es kann auch vorgesehen sein, daß in dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 ein Wärmespeicher 80 angeordnet ist, um Wärme speichern zu können. Als Wärmespeicher 80 können bei Luft als Arbeitsmedium beispielsweise Schüttgutspeicher oder Sandspeicher eingesetzt werden.

Mittels des Überhitzers 74 und des Vorwärmers 76 ist ein erstes Heizsystem 82 gebildet, über das sich Wasser/Dampf beheizen läßt. Der Vorwärmer 76 heizt Speisewasser vor und der Überhitzer 74 überhitzt Dampf, welcher von einem Verdampfer 84 erzeugt wurde. Der Verdampfer 84 selber ist an ein zweites Heizsystem 86 gekoppelt oder ist ein Teil dieses Heizsystems. Dieses zweite Heizsystem 86 weist selber eine Heizquelle auf. Diese Heizquelle beheizt direkt oder indirekt den Verdampfer 84, um aus dem durch den Vorwärmer 76 vorgewärmten Wasser Dampf zu erzeugen.

Bei dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Verdampfer 84 direkt solar beheizt, d. h. er ist mit entsprechenden Absorberflächen versehen, auf die konzentrierte Solarstrahlung gerichtet ist. Es erfolgt dann eine Aufheizung des den Verdampfer durchströmenden Wassers, welche zur Dampfbildung führt. Der Verdampfer 84 stellt damit eine Art "sekundäre" Heizquelle dar.

Das zweite Heizsystem 86 ist bezüglich der Beheizung unabhängig von dem ersten Heizsystem 82 zur Heizung des Überhitzers 74 und bezüglich der Beheizung entkoppelt vom Überhitzer 74.

Dadurch läßt sich ein Verdampferpfad 88 des zweiten Heizsystems 86 getrennt von dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 optimieren. Durch die Trennung von Verdampfung und Überhitzung in zwei Heizsysteme 86, 82 lassen sich die entsprechenden Temperaturniveaus getrennt anpassen. Dadurch läßt sich eine Verbesserung im Gesamtwirkungsgrad erzielen, der 10 % oder mehr betragen kann. (Der Gesamtwirkungsgrad bezieht sich auf ein Kraftwerk mit Turbinenstufe. Die Turbinenstufe bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 3 ist grundsätzlich gleich ausgebildet wie oben im Zusammenhang mit der 1 beschrieben.)

Das Arbeitsmedium läßt sich mit niedrigerer Temperatur in den Überhitzer 74 einkoppeln. Dadurch wiederum sind die Materialanforderungen für den Überhitzer 74 reduziert, so daß sich diese Komponente kostengünstiger herstellen läßt und entsprechend der Wartungsaufwand auch verringert ist.

In der oben genannten Tabelle sind die entsprechenden Temperaturen wiederum für die Punkte a (Eingang Vorwärmer), b (Eingang Verdampfer), c (Eingang Überhitzer) und d (Ausgang Überhitzer) sowie e (Eingang für Arbeitsmedium des Überhitzers) und f (Ausgang des Vorwärmers für Arbeitsmedium) angegeben. Bei gleicher Austrittstemperatur des Dampfes (Punkt d) im Vergleich zu der konventionellen Lösung gemäß 1 kann die Zuführungstemperatur des Arbeitsmediums (Punkt e) um ca. 200°C erniedrigt werden. Die Zahlenbeispiele beruhen darauf, daß auch im Verdampfer 84 wiederum ein Verdampferdruck von 120 bar herrscht.

In 4 ist ein entsprechendes T-H-Diagramm für das Kraftwerkskonzept gemäß 3 dargestellt. Die Kurve 90 ist die T-H-Kurve für Luft als Arbeitsmedium, welches im ersten Heizsystem 82 geheizt wird. Die darunterliegende Kurve 92 ist die Wasser/Dampf-Kurve für das Durchlaufen des ersten Heizsystems 82 der Dampferzeugungsstufe 68. Diese Kurve 92 weist einen Vorwärmbereich 94 und einen Überhitzungsbereich 96 auf. Der Verdampfungsbereich, wie er in 2 mit dem Bezugszeichen 62 gezeigt ist, "fehlt" hier, da der Verdampfer 84 nicht in dem ersten Heizsystem 82 enthalten ist, sondern an das zweite Heizsystem 86 gekoppelt ist.

Der Pinch-Point liegt dadurch nicht an einem Übergang zwischen dem Vorwärmbereich 94 und einem Verdampfungsbereich (da ja ein solcher Verdampfungsbereich nicht vorhanden ist). Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, entsprechend die Eintrittstemperatur für Arbeitsmedium (Punkt e) im Vergleich zu dem konventionellen Konzept gemäß 1 abzusenken. Der Pinch-Point ist vorgebbar und wird eben so gewählt, daß auf einer entsprechend niedrigeren Temperatur Arbeitsmedium dem Überhitzer 74 zuführbar ist. In der 4 liegt der Pinch-Point 98 bei der maximal übertragbaren Wärme, d. h. bei der höchsten Temperatur.

Durch die Trennung der Beheizung des Überhitzers 74 (zusammen mit dem Vorwärmer 76) gegenüber dem Verdampfer 84 in ein erstes Heizsystem 82 und in ein zweites Heizsystem 86 ist die "sekundäre" Heizquelle, mittels welcher direkt Wärme auf Wasser/Dampf übertragen wird, in den beiden Heizsystemen getrennt. In dem ersten Heizsystem 82 überträgt Arbeitsmedium in dem Überhitzer 74 Wärme auf den zu überhitzenden Dampf. Dieses Arbeitsmedium steht nicht in Wärmekontakt mit dem Verdampfer 84. Der Verdampfer 84 selber wird durch eine getrennte Heizquelle geheizt.

Dies schließt aber nicht aus, daß beide Heizsysteme 82 und 86 die gleiche primäre Heizquelle aufweisen, wie beispielsweise Solarstrahlung. Beispielsweise kann die Beheizung des zweiten Heizsystems 86 mit dem Verdampfer 84 über eine oder mehrere Kollektorrinnen erfolgen mit direkter Verdampfung oder mittels eines Wärmeübertragungsmediums wie Thermoöl oder Salz, wie unten noch beschrieben. Der Verdampfer 84 kann beispielsweise auch an einem Turm angeordnet sein, wobei konzentrierte Solarstrahlung für die Erhitzung sorgt. Es ist auch möglich, daß der Verdampfer 84 mittels Verbrennungsvorgängen geheizt wird.

Das erste Heizsystem 82 kann solar beheizt werden oder über Verbrennung beheizt werden. Bei der Heizquelle 78 selber kann es sich beispielsweise um einen volumetrischen Receiver handeln.

Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 3 ist der Vorwärmer 76 in das erste Heizsystem 82 eingebunden, d. h. der Vorwärmer 76 wird mittels Restwärme des Überhitzers 74 geheizt. Es ist aber auch möglich, daß der Vorwärmer in das zweite Heizsystem 86 eingebunden ist und dadurch über Restwärme des Verdampfers 84 geheizt wird (in der Figur nicht gezeigt).

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe, welche in 5 als Ganzes mit 100 bezeichnet ist, ist der Arbeitsmedium-Kreislauf 70 grundsätzlich gleich aufgebaut, wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel 68 beschrieben. Es werden deshalb hier gleiche Bezugszeichen verwendet. (In dem Ausführungsbeispiel gemäß 5 ist kein Wärmespeicher gezeigt.) Entsprechend ist auch das erste Heizsystem 82 gleich ausgebildet.

Ein zweites Heizsystem 102 umfaßt einen Verdampfer 104, welcher in einem Kreislauf 106 für Wärmeübertragungsmedium angeordnet ist. In diesem Kreislauf 106 ist das Wärmeübertragungsmedium, wie beispielsweise Thermoöl, geführt. Der Kreislauf 106 umfaßt dazu eine Heizquelle 108, in welcher das Wärmeübertragungsmedium aufgeheizt wird. Es wird dann einem Eingang 110 des Verdampfers 104 zugeführt, wobei dieser Eingang 110 ein Eingang für Wärmeübertragungsmedium ist. Von einem Ausgang 112 wird abgekühltes Wärmeübertragungsmedium zu der Heizquelle 108 zurückgeführt. Beim Durchlaufen der Strecke zwischen dem Eingang 110 und dem Ausgang 112 in dem Verdampfer 104 gibt das Wärmeübertragungsmedium Wärme an in den Verdampfer 104 eingekoppeltes Wasser ab, um Dampf zu erzeugen.

Die Heizquelle 108 kann solar beheizt sein.

In der obigen Tabelle sind für das Ausführungsbeispiel gemäß 5 an den Punkten g und h typische Temperaturen angegeben, wenn als Wärmeübertragungsmedium ein Thermoöl eingesetzt wird. Der Punkt g liegt in der Niedertemperaturseite des Kreislaufs 106 und der Punkt h in der Hochtemperaturseite.

Es ergeben sich wiederum die oben geschilderten Vorteile.

Bei einem dritten Ausführungsbeispiel, welches in 6 gezeigt und dort als Ganzes mit 114 bezeichnet ist, ist das erste Heizsystem und der Arbeitsmedium-Kreislauf grundsätzlich gleich ausgebildet wie oben. Es werden deshalb gleiche Bezugszeichen verwendet. Es kann auch ein Wärmespeicher 80 in dem Arbeitsmedium-Kreislauf 70 vorgesehen sein.

Es ist hier vorgesehen, daß in dem Kreislauf 106 parallel zu dem Eingang 110 und dem Ausgang 112 des Verdampfers 104 ein Wärmespeicher 116 angeordnet ist. Über diesen Wärmespeicher 116 läßt sich erhitztes Wärmeübertragungsmedium zwischenspeichern und bei ausfallender Heizquelle 108 bzw. bei verminderter Heizleistung der Heizquelle 108 läßt sich dem Verdampfer 104 aufgeheiztes Wärmeübertragungsmedium aus dem Wärmespeicher 116 zuführen. Dadurch kann beispielsweise bei einem solarthermischen Kraftwerk bei Wolkenbedeckung die Verdampfung zumindest für einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten werden.

Bei dem Wärmespeicher 116 kann es sich beispielsweise um einen Ölspeicher, Betonspeicher oder Salzspeicher handeln. Wenn als Wärmeübertragungsmedium Salz verwendet wird, dann kann dieses Salz in dem Wärmespeicher 116 direkt gespeichert werden.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsstufe, welche in 7 als Ganzes mit 118 bezeichnet ist, ist ein Turm 120 vorgesehen, an dem beabstandet zu dem Boden 122 ein Verdampfer 124 sitzt. Der Verdampfer 124 umfaßt beispielsweise Absorberrohre, auf die konzentrierte Solarstrahlung 126 gerichtet ist. Zur Konzentration der Solarstrahlung ist ein Heliostatenfeld 128 mit einer Mehrzahl von Heliostaten 130 vorgesehen. Diese richten konzentrierte Solarstrahlung auf den Verdampfer 124.

An dem Turm 120 sitzt beabstandet zu dem Boden 122 weiterhin ein Luftreceiver 132, auf den ebenfalls konzentrierte Solarstrahlung gerichtet ist. Über den Luftreceiver 132 wird Luft als Arbeitsmedium erwärmt.

Heiße Luft wird vom Luftreceiver 132 zu einem Überhitzer 134 geführt. Dies ist durch einen Pfeil 136 angedeutet. Von dem Überhitzer 134 wird abgekühlte Luft zu einem Vorwärmer 138 geführt, was durch einen Pfeil 140 angedeutet ist.

Wasser durchströmt den Vorwärmer 138 zur Vorwärmung und ist dann über eine Leitung 140 zu einem Abscheider 142 geführt. Von einem Ausgang 144 für flüssiges Wasser ist eine Leitung 146 zu einem Eingang des Verdampfers 124 geführt. Von einem Ausgang des Verdampfers 124 führt eine Leitung 148 zu einem weiteren Eingang des Abscheiders 142. Von einem Ausgang des Abscheiders 142 führt eine Leitung 150 zu dem Überhitzer 134. In dem Abscheider 142 erfolgt eine Wasser/Dampf-Trennung, so daß sichergestellt ist, daß dem Überhitzer 134 nur Dampf zugeführt wird.

Prinzipiell entspricht das Ausführungsbeispiel gemäß 7 dem in 3 gezeigten Prinzip (ohne Wärmespeicher 80): Der Verdampfer 124 entspricht dem Verdampfer 84 gemäß 3. Der Luftreceiver 132 stellt die (sekundäre) Heizquelle 78 gemäß 3 dar.

Bei dem in 7 gezeigten Ausführungsbeispiel sind wiederum Verdampfung und Überhitzung getrennt, so daß sich die oben beschriebenen Vorteile ergeben.

Es ist grundsätzlich möglich, daß die gleiche primäre Heizquelle sowohl den Verdampfer als auch den Überhitzer heizt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 7 heizt die von dem Heliostatenfeld 128 (welche die primäre Heizquelle darstellt) kommende konzentrierte Solarstrahlung sowohl den Verdampfer 124 als auch den Luftreceiver 132, wobei letzterer wiederum das Arbeitsmedium aufheizt, welches dann den Überhitzer 134 beheizt. Es ist grundsätzlich möglich, daß die (sekundären) Heizquellen für Überhitzer und Verdampfer getrennt angeordnet sind.

Es ist auch möglich, insbesondere wenn beide Heizquellen solar beheizt werden, diese räumlich nebeneinander anzuordnen.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 8 ist Wasser/Dampf in einer Mehrzahl von beabstandeten, nebeneinander angeordneten Rohren geführt. Diese Rohre sind als Absorberrohre ausgebildet, welche mit konzentrierter Solarstrahlung 154 beaufschlagt werden. Diese Rohre 152 sind Teil eines Verdampfers oder Vorwärmers. Zwischen benachbarten Rohren 156, 158 ist ein Freiraum 160 gebildet, durch den Solarstrahlung 154 dringen kann. Hinter der Rohrreihe ist ein Aufheizungsbereich 162 für einen Überhitzer oder Vorwärmer angeordnet. In diesem Aufheizungsbereich wird das Arbeitsmedium wie Luft aufgeheizt, welches dann wiederum dem Überhitzer zur Überhitzung zugeführt wird. Der Aufheizungsbereich 162 kann beispielsweise durch einen volumetrischen Receiver gebildet sein. Der Aufheizungsbereich 164 der jeweiligen Rohre 154 ist entsprechend durch eine Absorberfläche gebildet. Die Aufheizungsbereiche 162 und 164 liegen nebeneinander in einem Beaufschlagungsbereich für konzentrierte Solarstrahlung 154. Dadurch ist ein integrierter Receiver gebildet, d. h. eine integrierte Heizquelle für das erste Heizsystem 82 und das zweite Heizsystem 86 bzw. 102.

Dieser integrierte Receiver weist eine erste Ebene 166 als Heizquelle für den Verdampfer auf (beispielsweise entsprechend der Heizquelle 108 gemäß 6) und eine zweite Ebene 168 beispielsweise entsprechend der Heizquelle 78 auf.

Es kann auch vorgesehen sein, wie in 9 schematisch gezeigt, daß hinter einer ersten Ebene, welche mittels eines Rohrregisters 170 gebildet ist und welches als Heizquelle für einen Verdampfer dient, ein zweites Rohrregister 172 angeordnet ist, welches als Heizquelle für einen Überhitzer dient. In dem ersten Rohrregister 170 sind die Rohre beabstandet. In dem zweiten Rohrregister 172 stoßen benachbarte Rohre vorzugsweise unmittelbar aneinander.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Erzeugung von überhitztem Dampf, bei welchem in einem Verdampfer erzeugter Dampf in einem Überhitzer überhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer getrennt von dem Überhitzer geheizt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer unabhängig vom Überhitzer geheizt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer in einem ersten Heizsystem geheizt wird und der Verdampfer in einem zweiten Heizsystem geheizt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Heizsystem und das zweite Heizsystem entkoppelt sind.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorwärmung von zu verdampfendem Wasser mittels Restwärme des Überhitzers oder das Verdampfers erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer mittels eines Arbeitsmediums geheizt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer von einer Arbeitsmediumführung des Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers entkoppelt ist.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer und der Verdampfer getrennte Heizquellen für die direkte Wärmeübertragung auf Dampf/Wasser aufweisen.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorwärmung für zu verdampfendes Wasser mittels eines Arbeitsmediums zur Heizung des Überhitzers erfolgt.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorwärmer dem Überhitzer bezüglich der Strömungsrichtung des Arbeitsmediums nachgeschaltet ist.
  11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer solar beheizt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Arbeitsmedium Luft eingesetzt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer direkt beheizt wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt wird.
  15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer solar beheizt wird.
  16. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer von der gleichen Heizquelle beheizt werden.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufheizungsbereich für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich für den Überhitzer in einem gemeinsamen Beaufschlagungsbereich für Solarstrahlung liegen.
  18. Dampferzeugungsstufe für ein Kraftwerk, umfassend einen Verdampfer (84; 104; 124) zur Erhitzung von Dampf und einen Überhitzer (74; 134) zur Überhitzung des Dampfs, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (84; 104; 124) und der Überhitzer (74; 134) bezüglich ihrer Beheizung entkoppelt sind.
  19. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer (76; 138) für Wasser bezüglich seiner Beheizung von dem Verdampfer (84; 104; 124) entkoppelt ist.
  20. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer (76; 138) bezüglich seiner Beheizung an den Überhitzer (74; 134) gekoppelt ist.
  21. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer (74; 134) mittels eines Arbeitsmediums beheizbar ist.
  22. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhitzer (74; 134) an eine Führung (72) für Arbeitsmedium gekoppelt ist.
  23. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorwärmer (76; 138) an eine Führung (72) für Arbeitsmedium gekoppelt ist.
  24. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmedium Luft ist.
  25. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 24, gekennzeichnet durch ein erstes Heizsystem (82) zur Beheizung des Überhitzers (74) und ein getrenntes zweites Heizsystem (86; 102) zur Beheizung des Verdampfers (84; 104).
  26. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorwärmer (76) an das erste Heizsystem (82) gekoppelt ist.
  27. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Heizsystem (82) solar beheizt ist.
  28. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Heizsystem (86; 104) solar beheizt ist.
  29. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (84) direkt beheizt ist.
  30. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (104) mittels eines Wärmeübertragungsmediums beheizt ist.
  31. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (104) in einem Kreislauf (106) für Wärmeübertragungsmedium angeordnet ist.
  32. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreislauf (106) für Wärmeübertragungsmedium ein Wärmespeicher (116) angeordnet ist.
  33. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung des Verdampfers (84; 104) mindestens ein Strahlungsempfänger vorgesehen ist.
  34. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 21 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung des Arbeitsmediums mindestens ein Strahlungsempfänger vorgesehen ist.
  35. Dampferzeugungsstufe nach einem der Ansprüche 18 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufheizungsbereich (162) für den Verdampfer und ein Aufheizungsbereich (164) für den Überhitzer hintereinander angeordnet sind.
  36. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufheizungsbereich (162) für den Verdampfer und der Aufheizungsbereich (164) für den Überhitzer integral angeordnet sind.
  37. Dampferzeugungsstufe nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheizungsbereiche (162, 164) in einem Beaufschlagungsbereich für Solarstrahlung (154) liegen.
  38. Kraftwerk, insbesondere solarthermisches Kraftwerk, mit einer Dampfturbine (24), welches eine Dampferzeugungsstufe gemäß einem der Ansprüche 18 bis 37 umfaßt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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