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Dokumentenidentifikation DE60010251T2 28.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001179039
Titel RÜCKSTANDSARME, WÄSSRIGE REINIGUNGSMITTEL FÜR HARTE OBERFLÄCHEN, INBESONDERE GEEIGNET ZUR REINIGUNG VON GLAS UND GLÄNZENDEN HARTEN OBERFLÄCHEN
Anmelder Reckitt Benckiser Inc., Parsippany, N.J., US
Erfinder HARRISON, Allen, Kenneth, New York, US;
WELLER, Marie, Jeanne, Glen Rock, US;
LYNCH, Marie, Ann, Glen Rock, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60010251
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.05.2000
EP-Aktenzeichen 009313792
WO-Anmeldetag 19.05.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/GB00/01859
WO-Veröffentlichungsnummer 0000071661
WO-Veröffentlichungsdatum 30.11.2000
EP-Offenlegungsdatum 13.02.2002
EP date of grant 28.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2005
IPC-Hauptklasse C11D 3/48
IPC-Nebenklasse C11D 1/83   C11D 3/20   A01N 25/30   A01N 25/02   

Beschreibung[de]

Reinigungsmittel sind wichtige kommerzielle Produkte und besitzen ein weites Nutzungsgebiet bei der Hilfe zur Entfernung von Schmutz und Ruß von Oberflächen, besonders von Glas und von glänzenden harten Oberflächen (d. h. glasierten keramischen Fliesen, polierten Metallen, emaillierten metallischen Oberflächen, glasiertem Porzellan). Obwohl das Fachgebiet voll von verschiedenartigen Formulierungen ist, welche irgendeinen Reinigungsvorteil und vielleicht irgendeinen Desinfektionsvorteil für Oberflächen bereitstellen, gibt es einen realen und fortdauernden Bedarf für weitere derartige Formulierungen.

Daher gehört es zu den erfindungsgemäßen Aufgaben, verbesserte wässrige Reinigungsmittel bereitzustellen, welche beim Reinigen, besonders von harten Oberflächen, insbesondere von Glas oder anderen glänzenden harten Oberflächen besonders nützlich sind. Ein derartiges Mittel ist insbesondere zur Verwendung "so wie es ist" durch den Endbenutzer nützlich. Es ist eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe, ein Verfahren zur Reinigung harter Oberflächen bereitzustellen, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: Bereitstellen eines wässrigen Reinigungsmittels, wie hierin umrissen, und Anwenden einer wirksamen Menge desselben auf einer Oberfläche, besonders einer harten Oberfläche, welche eine derartige Reinigungsbehandlung erfordert.

Diese und andere erfindungsgemäße Aufgaben sollen durch ein Lesen der Beschreibung und der angehängten Ansprüche offensichtlicher werden.

Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein wässriges Reinigungsmittel bereitgestellt, welches desinfizierende und reinigende Eigenschaften für behandelte Oberflächen, insbesondere für harte Oberflächen bereitstellt, welches die folgenden Bestandteile umfaßt:

  • (A) mindestens ein anionisches lineares C6–C18-Alkylsulfat als oberflächenaktives Mittel, vorzugsweise vornehmlich ein lineares Laurylsulfat;
  • (B) mindestens ein oberflächenaktives Mittel auf Glycosidbasis;
  • (C) ein ein Alkylenglycolether-Lösungsmittel, besonders Propylenglycol-n-butylether, Ethylenglycolhexylether, und überdies einen C1–C6-Alkohol enthaltendes Lösungsmittelsystem, besonders wobei der C1–C6-Alkohol Isopropanol ist;
  • (D) Wasser.

Die Mittel können einen oder mehrere weitere optionale zusätzliche Bestandteile, welche manchmal als Hilfsstoffe bezeichnet werden, in kleinen aber wirksamen Mengen einschließen. Als nicht beschränkendes Beispiel schließen derartige optionale Zusatzstoffe ein: färbende Mittel, wie zum Beispiel Farbstoffe und Pigmente, Duftstoffe, andere Mittel zur Einstellung oder zur Pufferung des pH-Wertes, chelatbildende Stoffe, Rheologie modifizierende Stoffe, ebenso wie ein oder mehrere weitere oberflächenaktive Verbindungen, insbesondere nichtionische, amphotere oder zwitterionische oberflächenaktive Verbindungen. Wünschenswerterweise liegen die Mengen dieser zusätzlichen Bestandteile nur in kleinen Mengen vor, um die Wahrscheinlichkeit von unerwünschten Aufbau auf behandelten Oberflächen, besonders auf harten Oberflächen, zu verringern, d. h. weniger als 10%, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-%., basierend auf dem Gesamtgewicht des wässrigen Reinigungsmittels, welches hierin bereitgestellt wird.

Die erfindungsgemäßen Mittel schließen (A) mindestens ein anionisches lineares C6-C18-Alkylsulfat als oberflächenaktives Mittel ein. Derartige Materialien sind im Handel als anionische oberflächenaktive Mittel erhältlich und werden häufig in Salzform in einem wässrigen Träger bereitgestellt. Typischerweise schließen derartige Salzformen Gegenionen auf Alkali- oder Erdalkalimetallbasis ein. Es ist bekannt, dass derartige Sulfate als oberflächenaktive Mittel als ein Gemisch von technischer Qualität bereitgestellt werden können, welche Sulfate einschließen können, welche verschiedenartige C6–C18-Alkylketten einschließen. Es wird gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass eine überwiegende Zahl von Alkykesten C12-Reste, nämlich lineare C12-Alkylsulfate sind. Noch stärker bevorzugt bestehen die linearen Alkylreste aus mindestens 70%, stärker bevorzugt aus mindestens 85%, noch stärker bevorzugt umfassen sie mindestens 95%, C12-Alkylreste. Derartige Materialien sind im Handel erhältlich, unter anderem unter dem Markennamen Sulfotex® WAQ-LCX (von Henkel Corp.), von welchem zurzeit wässrige Gemische von verschiedenartiger technischer Qualität im Handel erhältlich sind.

Die linearen C6-C18-Alkylsulfate als oberflächenaktive Mittel umfassen 0,01–10 Gew.-%, noch stärker bevorzugt 0,01–5 Gew.-%, aber am meisten bevorzugt umfassen sie 0,01–3 Gew.-% der Mittel, von welchem sie einen Teil bilden.

Die erfindungsgemäßen Mittel schließen (B) auch mindestens ein oberflächenaktives Mittel auf Glycosidbasis ein. Beispielhafte geeignete Verbindungen schließen Alkylmonoglycoside ein, und Polyglycoside werden im Allgemeinen durch Umsetzen eines Monosaccharids oder einer zu einem Monosaccharid hydrolysierbaren Verbindung mit einem Alkohol, wie zum Beispiel einem Fettalkohol in einem sauren Medium, hergestellt.

Beispielhafte Alkylglycoside als oberflächenaktive Mittel, welche zur Verwendung bei der Durchführung dieser Erfindung geeignet sind, können durch die nachstehende Formel I dargestellt werden. RO-R1O)y-(G)xZb wobei:

R ein monovalenter organischer Rest ist, welcher von etwa 6 bis etwa 30, vorzugsweise von etwa 8 bis etwa 18 Kohlenstoffatome enthält;

R1 ein divalenter Kohlenwasserstoffrest ist, welcher von etwa 2 bis etwa 4 Kohlenstoffatome enthält, besonders Ethyl- und Propykeste;

O ein Sauerstoffatom ist;

y eine Zahl ist, welche einen Mittelwert von etwa 0 bis etwa 1 hat und vorzugsweise 0 ist;

G eine Einheit ist, welche von einem reduzierenden Saccharid abgeleitet ist, welches 5 oder 6 Kohlenstoffatome enthält; und

x eine Zahl mit einem Mittelwert von etwa 1 bis 5 ist (vorzugsweise von 1,1 bis 2);

Z aus O2M1,

O(CH2), CO2M1, OSO3M1 oder O(CH2)SO3M1 ausgewählt wird; R2 gleich (CH2)CO2M1 oder CH=CHCO2M1 ist; mit der Maßgabe dass Z nur O2M1 sein kann, falls Z an Stelle einer primären Hydroxylgruppe ist, bei welcher das primäre Hydroxyl-tragende Kohlenstoffatom -CH2OH oxidiert ist, um einen Rest
zu bilden;

b eine Zahl von 0 bis 3x + 1 ist, vorzugsweise mit einem Mittel von 0,5 bis 2 pro Glycosylgruppe;

M1 gleich H+ oder ein organisches oder anorganisches Kation ist, zum Beispiel ein Alkalimetall, Ammonium, Monoethanolamin oder Calcium.

Wie vorstehend in Formel I definiert wird, ist R im Allgemeinen der Rest eines Fettalkohols, welcher von etwa 8 bis 30 und vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.

Am meisten bevorzugt schließen die erfindungsgemäßen Mittel eine Alkylpolyglycosidverbindung gemäß der Struktur:

ein.

wobei:

R ein Alkylrest ist, vorzugsweise eine lineare Alkylkette, welche C8- bis C16 Alkylreste umfasst;

x eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 – inklusive 3 ist,

Beispiele für derartige Alkylpolyglycosidverbindungen gemäß dieser Struktur schließen ein:

wobei R im Wesentlichen C8- und C10-Alkylketten umfasst, wobei sich ein Mittelwert von etwa 9,1 Alkylkohlenstoffatomen pro Molekül ergibt (GLUCOPON 220 UP, GLUCOPON 225 DK); wobei R C8-, C10-, C12-, C14- und C16- Alkylkohlenstoffatome umfasst, wobei sich ein Mittelwert von etwa 10,3 Alkylkohlenstoffatomen pro Molekül ergibt (GLUCOPON 425); wobei R im Wesentlichen C12-, C14- und C16- Alkylkohlenstoffatome umfasst, wobei sich ein Mittelwert von etwa 12,8 Alkylkohlenstoffatomen pro Molekül ergibt (GLUCOPON 600 UP, GLUCOPON 625 CSUP und GLUCOPON 625 FE, welche alle von Henkel Corp., Ambler, Pa., erhältlich sind). TRITON CG-110 (Union Carbide Corp.) ist auch als die Alkylpolyglycosidverbindung nützlich. Weitere Beispiele für im Handel erhältliche Alkylglycoside, wie vorstehend beschrieben, schließen zum Beispiel GLUCOPON 325N ein, welches als ein 50% C9–C11-Alkylpolyglycosid beschrieben wird, welches gewöhnlich auch als D-Glucopyranosid bezeichnet wird (von Henkel Corp., Ambler PA.). Insbesondere werden jene als die Alkylpolyglycosidverbindungen bevorzugt, welche in den Beispielen veranschaulicht sind. Diese Alkylpolyglycoside können in jeder Menge vorliegen. Es ist selbstverständlich, dass diese derartig minimale Menge breit variieren wird und teilweise vom Molekulargewicht des in einer Formulierung benutzten Alkylpolyglycosids abhängig ist, aber es sollten wünschenswerterweise mindestens etwa 0,01 Gew.-% vorliegen. Stärker bevorzugt umfasst das Polyglycosid von 0,02 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Mittels, von welchem es einen Teil bildet. Weitere und besonders bevorzugte Beispiele für Alkylpolyglycoside werden unter Bezugnahme auf die Beispiele beschrieben.

Die erfindungsgemäßen Mittel schließen ein Lösungsmittelsystem (C) ein, welches ein Alkylenglycolether-Lösungsmittel enthält, mit ferner einem C1–C6-Alkohol, besonders wobei der C1–C6-Alkohol Isopropanol ist. Besonders nützliche Alkylenglycolether schließen C3–C20-Glycolether ein. Spezifisch veranschaulichende Beispiele für nützliche Alkylenglycolether-Lösungsmittel schließen ein: Propylenglycolmethylether, Dipropylenglycolmethylether, Tripropylenglycolmethylether, Propylenglycolisobutylether, Ethylenglycolmethylether, Ethylenglycolethylether, Ethylenglycolhutylether, Diethylenglycolphenylether, Propylenglycolphenolether und Gemische davon. Als das Lösungsmittel wird stärker bevorzugt angewendet ein oder mehrere aus Ethylenglycol-n-butylether, Diethylenglycol-n-butylether und Gemische davon. Vorzugsweise schließt das Lösungsmittelsystem (C) sowohl Propylenglycol-n-butylether als auch Ethylenglycolhexylether ein, und in bestimmten besonders bevorzugten Ausführungsformen sind Propylenglycol-n-butylether und Ethylenglycolhexylether die einzigen Glycolether des Lösungsmittelsystems (C). Propylenglycol-n-butylether ist im Fachgebiet bekannt. Er ist als Dowanol®PnB (von Dow Chem. Co., Midland, Mich.) im Handel erhältlich. Der Propylenglycol-n-butylether kann in Mengen von 0,01 Gew.-%–6,0 Gew.-% vorliegen, allerdings liegt er vorteilhafterweise in Mengen von 0,01–4 Gew.-% vor. Ethylenglycolhexylether ist an sich auch im Fachgebiet bekannt. Er ist als Hexyl Cellosolve® (von Union Carbide Corp.) im Handel erhältlich. Der Ethylenglycolhexylether kann in Mengen von 0,01 Gew.%–5,0 Gew.-% vorliegen, allerdings liegt er vorteilhafterweise in Mengen von 0,01–2 Gew.-% vor.

Die Erfinder haben beobachtet, dass die erfindungsgemäßen Mittel wünschenswerte Verdunstungs- und Trocknungseigenschaften zeigen (z. B. relativ einheitliches Trocknen ohne Streifenbildung, ohne Fleckenbildung). Bestimmte besonders bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mittel bilden während des Trocknens durch Verdunsten nach Anwendung auf harten Oberflächen einen im Wesentlichen einheitlichen Film.

Die erfindungsgemäßen Mittel schließen auch einen C1–C6-Alkohol als Teil des Lösungsmittelsystems (C) ein. Derartige schließen zum Beispiel Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol ebenso wie verschiedenartige Stellungsisomere von Butanol, Pentanol und Hexanol ein. Durch den gegenwärtigen Erfinder ist gefunden worden, dass der Einschluss derartiger Alkohole die Verdunstung des erfindungsgemäßen Mittels auf eine relative gleichmäßige Weise sogar weiter verbessert, derart, dass es dazu neigt, eine relative einheitliche Filmschicht während des Trocknungsvorganges zu bilden. Dieser Effekt ist vorstehend allgemein in Zusammenhang mit Glycol-n-butylether und Ethylenglycolhexylether beschrieben worden. Ein weiterer Vorteil des Einschlusses derartiger Alkohole besteht in der Löslichkeit, welche sie für bestimmte Flecken ebenso bereitstellen können. Von diesen ist der Einschluss von Isopropanol am meisten bevorzugt. Der C1–C6-Alkohol kann in Mengen von 0,01 Gew.-%–10 Gew.-% vorliegen, allerdings liegt er vorteilhafterweise in Mengen von 0,01 – 60 Gew.-% vor.

Gemäß bestimmter besonders bevorzugter Ausfhrungsformen besteht das Lösungsmittelsystem (C) nur aus Propylenglycol-n-butylether, Ethylenglycolhexylether und Isopropanol, unter Ausschluss anderer C1–C6-Alkohole und anderer Glycolether.

Wie vorstehend angegeben, sind die erfindungsgemäßen Mittel von wässriger Beschaffenheit und schließen (D) als einen weiteren wesentlichen Bestandteil ein. Um 100% durch Gewicht des erfindungsgemäßen Mittels bereitzustellen, wird Wasser zugegeben und vorzugsweise ist es entionisiertes Wasser.

Bestimmte bevorzugte Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Mitteln können als "Nicht-Nahrungsmittel Kontaktflächen hygienisch machende" Mittel kategorisiert werden, da sie antimikrobielle Wirksamkeit gegen zumindest Staphylococcus aureus, Salmonella cholerasuis und Enterobacter aerogenes, in Übereinstimmung mit dem "ASTM Standard Testverfahren für die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln, empfohlen für unbelebte Nicht-Nahrungsmittel Kontaktflächen (E 1153–87)", oder Breitspektrum desinfizierende Wirkung gegen zumindest Staphylococcus aureus oder Salmonella cholerasuis (vorzugsweise gegen beide) durch die "AOAC offizielle Methode 961,02 Keimtötende Sprayprodukte als Desinfektionsmittel" (per AOAC Official Methods of Analysis, 16. Ausgabe (1995)), zeigen. Diese beiden Tests sind Fachleuten bekannt.

Wie angegeben, können die Mittel ein oder mehrere optionale Zusatzstoffe einschließen, welche als nicht beschränkende Beispiele einschließen: färbende Mittel, wie zum Beispiel Farbstoffe und Pigmente, Duftstoffe und Duftstofflöslichmacher, Mittel zur Einstellung oder zur Pufferung des pH-Wertes, chelatbildende Stoffe, Rheologie modifizierende Stoffe, ebenso wie ein oder mehrere nichtionische oberflächenaktive Verbindungen. Um die Wahrscheinlichkeit von ungewünschtem Aufbau auf behandelten Oberflächen, besonders harten Oberflächen, zu verringern, werden wünschenswerterweise die Mengen weiterer derartiger optionaler Zusatzstoffe auf einem Minimum gehalten, um in den Mitteln die Mengen von nicht flüchtigen Bestandteilen, welche dazu neigen, zu einem unerwünschten streifigen oder gefleckten Erscheinungsbild während des Trocknen beizutragen, als ein Gesamtes zu minimieren.

Als chelatbildende Mittel nützlich sind jene eingeschlossen, welche im Fachgebiet bekannt sind, einschließlich als ein nicht beschränkendes Beispiel; Aminopolycarbonsäuren und Salze davon, wobei an das Aminostickstoffatom zwei oder mehr Substituentenreste gebunden sind. Bevorzugte chelatbildende Mittel schließen Säuren und Salze ein, besonders die Natrium- und Kaliumsalze von Ethylendiamintetraessigsäure, Diethylentriaminpentaessigsäure, N-Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure und von welchen die Natriumsalze von Ethylendiamintetraessigsäure davon können besonders vorteilhaft verwendet werden. Derartige chelatbildende Mittel können weggelassen werden oder sie können im Allgemeinen in kleinen Mengen, wie zum Beispiel von 0–0,5 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht der chelatbildenden Mittel und/oder Salzformen davon, eingeschlossen werden. Wünschenswerterweise sind derartige chelatbildende Mittel im erfindungsgemäßen Mittel in Mengen von 0–0,5 Gew.-% eingeschlossen, liegen aber wünschenswerterweise in verringerten Gewichtsprozenten von etwa 0–0,2 Gew.-% vor.

Die erfindungsgemäßen Mittel schließen gegebenenfalls, aber wünschenswerterweise eine Menge eines Mittels zur Einstellung oder zur Pufferung des pH-Werts ein. Derartige Mittel schließen viele eine, welche im Fachgebiet bekannt sind und welche zweckmäßigerweise verwendet werden. Als nicht beschränkendes Beispiel schließen Mittel zur Einstellung des pH-Wertes Phosphor enthaltende Verbindungen ein, welche monovalente und polyvalente Salze, wie zum Beispiel Silicate, Carbonate und Borate, bestimmte Säuren und Basen, Tartrate und bestimmte Acetate einschließen. Weitere beispielhafte Mittel zur Einstellung des pH-Wertes schließen Mineralsäuren, basische Mittel und organische Säuren, welche typischerweise in nur kleinen Mengen erforderlich sind, ein. Als ein weiteres nicht beschränkendes Beispiel schließen Mittel zur Pufferung des pH-Wertes die Alkalimetallphosphate, Polyphosphate, Pyrophosphate, Triphosphate, Tetraphosphate, Silicate, Metasilicate, Polysilicate, Carbonate, Bicarbonate, Hydroxide und Gemische derselben ein. Bestimmte Salze, wie zum Beispiel die Erdalkaliphosphate, Karbonate, -hydroxide, können auch als Puffer funktionieren. Es kann auch geeignet sein, derartige Materialien wie Aluminosilicate (Zeolithe), Borate, Aluminate und bestimmte organische Materialien, wie zum Beispiel Gluconate, Succinate, Maleate und ihre Alkalimetallsalze als Puffer zu verwenden. Diese können in jeder wirksamen Menge eingeschlossen sein, welche verwendet werden kann, um den pH-Wert der erfindungsgemäßen Mittel im gewünschten pH Bereich einzustellen und zu halten, was gewöhnlich im Bereich von etwa 4–12 ist. Diese sollten allerdings gescreent werden, um sicherzustellen, dass sie nicht unerwünschte Rückstände auf der behandelten Oberfläche ablagern. Insbesondere nützlich sind Natriumhydroxid und Natriumbicarbonat, welche in bestimmten besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen vorliegen.

Weitere optionale, aber vorteilhafterweise eingeschlossene Bestandteile sind ein oder mehrere färbende Mittel, welche bei der Modifikation des äußeren Erscheinungsbildes der Mittel Verwendung finden und ihr äußeres Erscheinungsbild aus der Sicht eines Konsumenten oder anderen Endverbrauchers steigern. Bekannte färbende Mittel können in die Mittel in jeder wirksamen Menge eingebracht werden, um die Mittel zu verbessern oder ein erwünschtes Erscheinungsbild oder Farbe zu verleihen. Ein derartiges färbendes Mittel oder färbende Mittel können auf herkömmliche Weise zugegeben werden, d. h. Beimengen zu einem Mittel oder Mischen mit anderen verwendeten Bestandteilen, um ein Mittel zu bilden.

Weitere optionale, aber erwünschte Bestandteile schließen natürliche oder synthetisch hergestellte Duftstoffe ein Derartige Duftstoffe können, um ein Mittel zu bilden, auf jede herkömmliche Weise zugegeben werden, durch Beimengen zu einem Mittel oder Mischen mit anderen verwendeten Bestandteilen, in Mengen, welche als nützlich gefunden werden, den erwünschten Duft zu verbessern oder zu verleihen, welcher für das Mittel und/oder die Reinigungsmittel, welche davon gebildet werden, kennzeichnend ist. Zusätzlich zu einem Duftstoff ist es häufig erwünscht, einen Duftstofflöslichmacher einzuschließen, welcher bei der Dispersion, dem Lösen oder dem Mischen des Duftstoffbestandteiles in einer wässrigen Basis hilft. Diese schließen im Fachgebiet bekannte Verbindungen ein, einschließlich Kondensaten von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid mit Sorbitanmono- und -tri-C10-C20-alkansäuren, von welchen bekannt ist, dass sie als nichtionische oberflächenaktive Mittel nützlich sind. Weitere Beispiele derartiger geeigneter oberflächenaktiver Mittel schließen wasserlösliche, nichtionische oberflächenaktive Mittel ein, von denen viele im Handel bekannt sind und als ein nicht beschränkendes Beispiel die primären aliphatischen Alkoholethoxylate, sekundären aliphatischen Alkoholethoxylate, Alkylphenolethoxylate und Ethylenoxidpropylenoxid-Kondensate auf primären Alkanolen und Kondensate von Ethylenoxid mit Sorbitanfettsäureestern einschließen. Dieses Mittel zum Löslichmachen von Duftstoffen wird in kleinen Mengen zugegeben, insbesondere in einer Menge, von welcher gefunden wurde, dass sie bei der Hilfe des Löslichmachens des Duftmittels wirksam ist, aber nicht in einem wesentlich höheren Anteil, so dass sie als Detergenzbestandteil betrachtet werden würde. Derartig kleine Mengen, auf welche sich hier bezogen wird, sind im Allgemeinen bis zu etwa 0,3 Gew.-% des Gesamtmittels, ist aber allgemeiner in einer Menge von etwa 0,1% Gew.-% und weniger und liegt vorzugsweise in Mengen von etwa 0,05% Gew.-% und weniger vor.

Als ein optionaler Bestandteil können die Mittel ein oder mehrere nichtionische oberflächenaktive Verbindungen in Mengen einschließen, welche bei der Verbesserung der gesamten Reinigungswirksamkeit der Verbindungen, welche hierin gelehrt werden, wirksam sind, aber gleichzeitig in Mengen, welche nicht unerwünschterweise die keimtötende Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mittel verringern oder welche unerwünschterweise die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Oberflächenrückstände auf den behandelten Oberflächen zu bilden und abzulagern. Derartige nichtionische oberflächenaktive Verbindungen sind im Fachgebiet bekannt. Es kann praktisch jede hydrophobe Verbindung mit einer Carboxy-, Hydroxy-, Amido- oder Aminogruppe mit einem freien Wasserstoff, welcher an das Stickstoffatom gebunden ist, mit Ethylenoxid oder mit dem Polyhydratationsprodukt davon, Polyethylenglycol, kondensiert werden, um eine wasserlösliche, nichtionische oberflächenaktive Verbindung zu bilden. Ferner kann die Länge der hydrophoben oder hydrophilen Polyethylenoxyelemente variiert werden. Beispielhafte nichtionische Verbindungen schließen die Polyoxyethylenether von aromatischen Alkylhydroxyverbindungen, z. B. alkylierten Polyoxyethylenphenolen, Polyoxyethylenethern langkettiger aliphatischer Alkohole, die Polyoxyethylenether hydrophober Propylenoxidpolymere und die Höher-Alkylaminoxide, ein.

Als besonders nützliche nichtionische oberflächenaktive Mittel sind alkoxylierte lineare primäre und sekundäre Alkohole zu erwähnen, wie zum Beispiel jene, welche unter den Markennamen PolyTergent® SL Serie (Olin Chemical Co., Stamford Conn.), Neodol® Serie (Shell Chemical Co., Houston, Tex.) im Handel erhältlich sind; wie alkoxylierte Alkylphenole, einschließlich jener, welche unter dem Markennamen Triton® X Serie (Union Carbide Chem. Co., Danbury Conn.) im Handel erhältlich sind.

Weitere nützliche optionale oberflächenaktive Mittel schließen Aminoxide, wie zum Beispiel Lauryldimethylaminoxide, Betaine und auf Sarcosinat basierende oberflächenaktive Mittel ein.

Derartige Bestandteile, wie sie vorstehend als essentiell und/oder optionale Bestandteile beschrieben wurden, schließen im Fachgebiet bekannte Mittel ein, einschließlich jener, welche in McCutcheon's Emulsifiers und Detergents (Bd. 1), McCutcheon's Functional Materials (Bd. 2), North American Edition, 1991; Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Ausgabe, Bd. 22, S. 346–387 beschrieben wurden, wobei deren Inhalt durch Bezugnahme aufgenommen wird.

Gemäß einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein wässriges Reinigungsmittel bereitgestellt, welches sowohl desinfizierende als auch reinigende Eigenschaften für behandelte Oberflächen, insbesondere harte Oberflächen bereitstellt, welches die folgenden Bestandteile umfasst:

  • (A) 0,01–10 Gew.-% von mindestens einem anionischen linearen C6–C18-Alkylsulfat als oberflächenaktives Mittel, vorzugsweise vornehmlich ein lineares Laurylsulfat;
  • (B) 0,01–10 Gew.-% von mindestens einem oberflächenaktiven Mittel auf Glycosidbasis;
  • (C) ein Lösungsmittelsystem, enthaltend 0,01–11 Gew.-% eines oder mehrerer Alkylenglycolether-Lösungsmittel, (besonders 0,01–6,0 Gew.-% Propylenglycol-n-butylether, 0,1–5 Gew.-% Ethylenglycolhexylether) mit 0,1–10 Gew.-% eines C1–C6-Alkohols, besonders wobei der C1–C6-Alkohol Isopropanol ist; und
  • (D) Wasser auf 100 Gew.-%;

    und ferner 0,01 – 2 Gew.-% eines Mittels zur Pufferung oder zur Einstellung des pH-Werts, besonders ein oder mehrere Hydroxide, Carbonate oder Bicarbonate und ferner 0–10 Gew.-% optionaler Zusatzstoffe, wie hierin beschrieben.

Die erfindungsgemäßen Mittel können auf herkömmliche Weise hergestellt werden, wie zum Beispiel durch einfaches Mischen der Bestandteile, um das endgültige wässrige Reinigungsmittel zu bilden. Die Reihenfolge der Zugabe ist nicht entscheidend.

Die erfindungsgemäßen Mittel sind beim Reinigen und/oder Desinfizieren von Oberflächen, besonders von harten Oberflächen, mit einer darauf abgelagerten Verschmutzung nützlich. Die Mittel sind insbesondere beim Entfernen von oleophilen Verschmutzungen (nämlich öligen Verschmutzungen) wirksam, insbesondere von der Art, welche man typischerweise in Küchen und anderen Nahrungsmittel herstellenden Umgebungen antrifft. Bei einem derartigen Vorgang umfasst das Reinigen und Desinfizieren derartiger Oberflächen den Schritt des Auftragens einer wirksamen Menge eines Mittels zur Entfernung der Verschmutzung und zur Desinfektion, wie es hierin für eine derartig verschmutzte Oberfläche gelehrt wird. Danach werden die Mittel gegebenenfalls, aber wünschenswerterweise abgewischt, geschrubbt oder auf eine andere Weise physikalisch mit der harten Oberfläche in Kontakt gebracht, und können gegebenenfalls nachfolgend weiter von einer derartigen gereinigten und desinfizierten harten Oberfläche gespült werden.

Das Reinigungsmittel für harte Oberflächen, welches gemäß der Erfindung bereitgestellt wird, kann wünschenswerterweise als ein gebrauchsfertiges Produkt in einem manuell bedienten Behälter mit Sprühverteiler bereitgestellt werden und ist daher ideal geeignet für die Verwendung in einer "Sprüh und Wisch" Anwendung des Verbrauchers. In einer derartigen Anwendung wendet der Verbraucher im Allgemeinen eine wirksame Menge des Reinigungsmittels unter Verwendung der Pumpe an, und innerhalb weniger Momente danach wischt er die behandelte Fläche mit einem Lappen, einem Handtuch oder Schwamm ab, gewöhnlich einem Einmalpapierhandtuch oder einem Schwamm. Um ein wirksames Hygienisch machen oder eine Desinfektion zu sichern, ist eine längere Kontaktzeit, im Allgemeinen 10 Minuten, erforderlich.

In noch einer weiteren Ausführungsform können die erfindungsgemäßen Mittel so formuliert werden, dass sie in Zusammenhang mit einem aerosol-artigen Produkt nützlich sein können, wobei sie von einem unter Druck gesetzten Aerosolbehälter abgegeben werden. Falls die erfindungsgemäßen Mittel in einem aerosol-artigen Produkt verwendet werden, wird bevorzugt, dass korrosionsresistente Aerosolbehälter, wie zum Beispiel beschichtete oder ausgekleidete Aerosolbehälter verwendet werden. Derartige werden bevorzugt, da von ihnen bekannt ist, dass sie gegen die Einwirkungen von sauren Formulierungen resistent sind. Im Fachgebiet bekannte Treibmittel, wie zum Beispiel flüssige Treibmittel, ebenso wie Treibmittel der nicht flüssigen Form, d. h. unter Druck gesetzte Gase, einschließlich Kohlendioxid, Luft, Stickstoff, Kohlenwasserstoffe, ebenso wie andere, können verwendet werden. Auch können, weil zufrieden stellend bei der Verwendung, Fluorkohlenwasserstoffe als Treibmittel verwendet werden, ihre Verwendung wird aber vorzugsweise aus Umweltschutz- und gesetzlichen Gründen vermieden.

Das erfindungsgemäße Mittel, egal ob wie hierin beschrieben oder in einer Konzentrat- oder Superkonzentratform, kann auch durch Verwenden eines feuchten Wischtuchs auf einer harten Oberfläche verwendet werden. Das Wischtuch kann von einer gewobenen oder nicht gewobenen Beschaffenheit sein. Stoffsubstrate können nicht gewobene oder gewobene Beutel, Schwämme in Form von abrasiven oder nicht abravisen Reinigungsballen einschließen. Derartige Stoffe sind auf diesem Gebiet im Handel bekannt und werden oft als Wischtücher bezeichnet. Derartige Substrate können auf Harz gebunden, verfilzt (hydroentangled), thermisch gebunden, schmelzgeblasen (meltblown), vernadelt (needlepunched) sein oder jede Kombination der vorstehenden.

Die nicht gewobenen Stoffe können eine Kombination aus holzhaltigen Fasern und textilen synthetischen Längsfasern sein, welche durch gut bekannte Trockenformungs- oder Nassschichtungsverfahren gebildet werden. Synthetische Fasern, wie zum Beispiel Rayon, Nylon, Orlon und Polyester, ebenso wie Mischungen davon können angewendet werden. Die Zellstoff-Fasern sollen etwa 30 bis etwa 60 Gewichtsprozent des nicht gewobenen Stoffes umfassen, vorzugsweise etwa 55 bis etwa 60 Gewichtsprozent, wobei der Rest synthetische Fasern sind. Die Zellstoff-Fasern stellen die Absorptionsfähigkeit, den Abrieb und die Verschmutzungsrückhaltung bereit, wohingegen die synthetischen Fasern die Substratstärke und Elastizität bereitstellen.

Das Substrat des Wischtuches kann auch ein filmbildendes Material sein, wie zum Beispiel ein wasserlösliches Polymer. Derartige selbsttragende Filmsubstrate können zwischen den Stoffsubstratschichten eingelegt werden, und mit Hitze versiegelt werden, um ein nützliches Substrat zu bilden. Die freistehenden Filme können extrudiert werden, wobei eine Standardausrüstung benutzt wird, um die Mischung zu entgasen. Gießtechnologie kann verwendet werden, um Filme zu bilden und zu trocknen, oder eine flüssige Mischung kann in einem Träger gesättigt werden und dann mit einer Vielfalt bekannter Verfahren getrocknet werden.

Die erfindungsgemäßen Mittel werden auf das Wischtuch absorbiert, um ein gesättigtes Wischtuch zu bilden. Das Wischtuch kann dann einzeln in einem Beutel verschlossen werden, welcher geöffnet werden kann, wenn er gebraucht wird oder eine Vielzahl an Wischtüchern kann in einen Behälter gelegt werden, zur Verwendung auf Basis wie gebraucht. Der Behälter ist, wenn er verschlossen ist, genügend abgedichtet, um ein Verflüchtigen irgendeines der Bestandteile aus den Mitteln zu verhindern.

Während die vorliegende Erfindung beabsichtigt, in der vorstehend beschriebenen "gebrauchsfertigen" Form hergestellt und bereitgestellt zu werden, soll nichts in dieser Beschreibung so verstanden werden, was die Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels mit einer weiteren Menge an Wasser beschränkt, um eine Reinigungslösung davon zu bilden. Die wässrigen erfindungsgemäßen Mittel können verwendet werden, und werden vorzugsweise "wie sie sind", ohne weitere Verdünnung verwendet, sie können auch in einer weiteren wässrigen Verdünnung verwendet werden. Derartige Verdünnungen schließen Verhältnisse (Gew.-%/Gew.-% oder Vol.-%/Vol.-%) von Mittel/Wasser Konzentrationen von 1: 0 bis zu extrem verdünnten Verdünnungen, wie zum Beispiel 1 : 10.000 ein. Es ist allerdings wünschenswert, dass die Mittel "so wie sie sind", d. h. ohne weitere Verdünnung, verwendet werden, um die Desinfektion zu sichern.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die besseren Eigenschaften der erfindungsgemäßen Formulierungen und der besonders bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mittel. Die Ausdrücke "pro Gewicht" oder "prozentuales Gewicht" werden in der Beschreibung und in den folgenden Beispielen austauschbar verwendet, wobei die Gewichtsprozentsätze von jedem der einzelnen Bestandteile in Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht des Mittels, von welchem es einen Teil bildet, angegeben ist, außer es ist anders angegeben.

Beispiele

Beispielhafte Formulierungen, welche bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mittel veranschaulichen und welche nachstehend in Tabelle 1 detaillierter beschrieben werden, wurden im Allgemeinen in Übereinstimmung mit dem folgenden Protokoll formuliert.

In einem Gefäß geeigneter Größe wurde eine abgemessene Menge Wasser bereitgestellt, und dann die Bestandteile in der folgenden Reihenfolge zugegeben: oberflächenaktive Mittel, Lösungsmittel, gefolgt von den restlichen Bestandteilen, einschließlich aller optionalen Bestandteile. Alle diese Bestandteile wurden bei Raumtemperatur zugeführt, und das Mischen der Bestandteile wurde durch die Verwendung eines mechanischen Rührers mit einem Propeller, mit kleinem Durchmesser am Ende seines rotierenden Schafts, durchgeführt. Mischen, welches im Allgemeinen von 5 Minuten bis 120 Minuten lang dauerte, wurde beibehalten, bis die besondere beispielhafte Formulierung homogen zu sein schien. Die beispielhaften Mittel waren leicht gießbar und behielten beim Stehen lassen die Kennzeichen gut gemischter Mittel bei (d. h. stabile Gemische). Es muss angemerkt werden, dass die Bestandteile in jeder Reihenfolge zugegeben werden könnten, es aber bevorzugt wird, dass Wasser der erste Bestandteil ist, welcher in einem Mischgefäß oder einem Gerät bereitgestellt wird, da es der Hauptbestandteil ist, und Zugabe der weiteren Bestandteile dazu zweckmäßig ist. Die exakten Mittel der Beispielformulierungen werden nachstehend in Tabelle 1 aufgelistet, wobei die Gewichtsprozente der einzelnen Bestandteile, basierend auf einem Gesamtgewicht von 100% Gewicht, angegeben sind.

Die Mengen, welche in Tabelle 1 angegeben sind, welche sich auf jeden Bestandteil beziehen, zeigen das "aktive Gewicht" des identifizierten Bestandteils an. Die besondere Identität und die Quelle der besonderen Bestandteile, welche in Tabelle 1 dargestellt werden, ist auch nachstehend in Tabelle 2 offenbart.

Die Mittel von Tabelle 1 wurden in Übereinstimmung mit einem oder mehreren weiteren nachstehend beschriebenen Tests beurteilt.

Beurteilung der antimikrobieller Wirksamkeit

Die beispielhafte Formulierung, welche in der vorstehenden Tabelle 1 beschrieben wurde, wurde beurteilt, um seine antimikrobielle Wirksamkeit gegen Staphylococcus aureus (gram-positive Art pathogener Bakterien) (ATCC 6538) und Enterobacter aerogenes aureus (gram-negative Art pathogener Bakterien) (ATCC 13048) in Übereinstimmung mit den "ASTM Standard Testverfahren für die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln, empfohlen für unbelebte Nicht-Nahrungsmittel Kontaktflächen (E 1153–87)" zu beurteilen. Für Fachleute ist es selbstverständlich, dass die Ergebnisse dieses Tests eine logarithmische Verringerung der Testorganismen bedeutet, welche einer Testverbindung, basierend auf Beisp. 1 unterzogen werden. Die Ergebnisse des antimikrobiellen Testens werden in der nachstehenden Tabelle 3 angezeigt.

Als eine Kontrolle ("Kontrolle" in Tabelle 3) wurde auch ein wässriges Mittel, welches 0,01 Gew.-% eines ethoxylierten phenolischen oberflächenaktiven Mittels (Triton-X100®, von Union Carbide) enthält, getestet. Wie aus den vorstehend angegebenen Ergebnissen gesehen werden kann, stellen die erfindungsgemäßen Mittel ein ausgezeichnetes Hygienisch machen harter Oberflächen bereit, während die Mittel, welche auf den ethoxylierten phenolischen oberflächenaktiven Mittel basierten, schwach abschnitten. Es muss erwähnt werden, dass eine Log10-Verringerung von 3 oder mehr ein Bestehen der Hygienisch-machenden Auswertung im Test anzeigt.

Die Formulierung, welche in Tabelle 1 beschrieben wurde, wurde auch beurteilt, um ihre antimikrobielle Wirksamkeit gegen zwei Serien von 60 Testproben von Staphylococcus aureus (gram-positive Art pathogener Bakterien) (ATCC 6538) und einer einzelnen Serie von 30 Testorganismen von Salmonella choleraesuis (gram-negative Art pathogener Bakterien) (ATCC 10708) in Übereinstimmung mit dem Protokoll, welches in der "AOAC offizielle Methode 961,02 Keimtötende Sprayprodukte als Desinfektionsmittel" (per AOAC Official Methods of Analysis, 16. Ausgabe (1995)) beschrieben werden, zu beurteilen. Die Ergebnisse des antimikrobiellen Testens werden in der nachstehenden Tabelle 4 angegeben. Die berichteten Ergebnisse geben die Anzahl der Test-Objektträger mit lebenden Testorganismen/die Anzahl der Test-Objektträger zum Schluss des Tests für die Beispielformulierung und die getesteten Organismen, ebenso wie die Wiedergewinnungszählrate an.

Beurteilung der Reinigungseffektivität

Von den erfindungsgemäßen Mitteln wird erwartet, dass sie eine gute Reinigung bereitstellen.

Beurteilung des Verdunstens und der Trocknungseigenschaften

Von den erfindungsgemäßen Mitteln wird erwartet, dass sie gute Verdunstungs- und Trocknungseigenschaften haben.


Anspruch[de]
  1. Rückstandsarmes, wässriges Reinigungs- und Desinfektionsmittel, umfassend:

    (A) mindestens ein anionisches lineares C6–C18-Alkylsulfat als oberflächenaktives Mittel;

    (B) mindestens ein oberflächenaktives Mittel auf Glycosidbasis;

    (C) ein ein Alkylenglycolether-Lösungsmittel und einen C1–C6-Alkohol enthaltendes Lösungsmittelsystem; und

    (D) Wasser.
  2. Mittel gemäß Anspruch 1, wobei das oberflächenaktive Mittel (A) vornehmlich ein lineares Laurylsulfat ist.
  3. Mittel gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die einzigen Alkylenglycolether-Lösungsmittel Propylenglycol-n-butylether und Ethylenglycolhexylether sind.
  4. Mittel gemäß Anspruch 3, wobei das Lösungsmittelsystem ausschließlich aus Propylenglycol-n-butylether, Ethylenglycolhexylether und einem C1–C6-Alkohol besteht.
  5. Mittel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Cl–C6-Alkohol Isopropanol ist.
  6. Mittel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, das während des Trocknens durch Verdunsten nach Auftragen auf eine harte Oberfläche einen im Wesentlichen gleichförmigen Film bildet.
  7. Mittel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner ein Mittel zur Einstellung oder zur Pufferung des pH-Wertes umfasst.
  8. Mittel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend pro 100 Gew.-%:

    (A) 0,01–10 Gew.-% mindestens eines anionischen linearen C6–C18-Alkylsulfats als oberflächenaktives Mittel;

    (B) 0,01–10 Gew.-% mindestens eines oberflächenaktiven Mittels auf Glycosidbasis;

    (C) 0,01–11 Gew.-% eines oder mehrerer Alkylenglycolether-Lösungsmittel und 0,1–10 Gew.-% eines C1–C6-Alkohols als Lösungsmittelsystem;

    (D) auf 100 Gew.-%, Wasser;

    ein Mittel zur Pufferung oder zur Einstellung des pH-Wertes; und 0–10 Gew.-% Zusatzstoffe.
  9. Mittel gemäß Anspruch 8, das als Lösungsmittelsystem (C) 0,01–6,0 Gew.-% Propylenglycol-n-butylether, 0,1–5 Gew.-% Ethylenglycolhexylether und 0,1–10 Gew.% eines C1–C6-Alkohols umfasst.
  10. Verfahren zur Reinigung und Desinfektion einer harten Oberfläche, die einer solchen Behandlung bedarf, umfassend das Auftragen einer wirksamen Menge des wie in einem der vorhergehenden Ansprüche definierten Mittels.
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