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Dokumentenidentifikation DE69917014T2 28.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001067657
Titel Verbesserungen in oder in bezug auf Rotations-Stellantriebe
Anmelder Minebea Co., Ltd., Nagano, JP
Erfinder Sadler, Gordon, Bracknell, Berks. RG12 2PW, GB
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69917014
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.07.1999
EP-Aktenzeichen 993053214
EP-Offenlegungsdatum 10.01.2001
EP date of grant 06.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2005
IPC-Hauptklasse H02K 41/03
IPC-Nebenklasse H02K 37/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Rotations-Stellantriebe und spezieller einen Stellantrieb mit begrenztem Drehwinkel und eine Vorrichtung zur Erhöhung des Ausgangsdrehmoments eines Rotations-Stellantriebs.

Rotations-Stellantriebe werden in vielen technischen Anwendungen, insbesondere im Automobilbereich, benötigt. Ein Rotations-Stellantrieb wird üblicherweise mit einem Getriebemotor realisiert. Es gibt eine Vielzahl von Nachteilen bei der Verwendung von Getriebemotoren, wie unerwünschte Geräusche, die von dem Getriebe verursacht werden, die Anzahl der Komponenten, welche von einem solchen Motor benötigt werden, wodurch er unzuverlässig werden kann, die Notwendigkeit häufiger Wartung und die Erhöhung der axialen Länge, die dadurch verursacht wird, daß eine Übersetzung zwischen dem Motor und der Getriebebox und den zu drehenden Teilen vorgesehen werden muß. Man wird somit verstehen, daß Getriebemotoren laut, unzuverlässig und voluminös sind.

Schrittmotoren bieten eine effektive Art der Umwandlung digitaler Signale in eine präzise mechanische Drehbewegung. Die Drehbewegung in diskreten Schritten erlaubt eine präzise Steuerung über bewegliche Teile, die Verwendung eines Schrittmotors zum Ausführen einer präzisen Betätigung eines drehbaren Teils über einen begrenzten Winkel ist jedoch in bezug auf die Kosten und Komplexität von Schrittmotoren unerwünscht. Das Fehlen eines Drehmoments ist in Schrittmotoren ein allgemeines Problem.

JP 58 108960 (siehe auch Patent Abstract of Japan, Band 007, Nr. 218 (E-200), 28. September 1983) offenbart einen Stellantrieb mit begrenztem Drehwinkel, wobei der begrenzte Drehwinkel durch die vorgegebene Länge des Stators definiert wird.

Der Artikel „Permanent magnet brushless drives using claw armatures" von G. W. McLean und H. J. Al-Abadi (Int. Conf. On Electrical Machines, Band II, E4/5-1, 13. September 1978) offenbart einen linearen Stellantrieb und einen Rotations-Stellantrieb, die einen Stator vorgegebener Länge umfassen, wobei mehrere Pole steuerbar anregbar sind, um ihre Polarität zu verändern und Rotoren auf beiden Seiten des Stators anzutreiben, wobei die Statorpole auf den beiden Seiten benachbart zu den Rotorpolen auf der einen bzw. der anderen Rotorseite sind.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen kostengünstigen Stellantrieb mit begrenztem Drehwinkel vorzusehen, der kein Getriebe benötigt und der die Verwendung eines herkömmlichen Schrittmotors vermeidet.

Gemäß eines Aspekts sieht die Erfindung einen Stellantrieb mit begrenztem Drehwinkel mit folgenden Merkmalen vor: ein Rotor, der auf einem langgestreckten Arm angebracht ist, um bei einer von dem Drehzentrum des langgestreckten Arms entfernten Position gedreht zu werden, wobei der Rotor einen ersten und einen zweiten Rotorabschnitt aufweist und jeder der Rotorabschnitte mehrere Magnetpole umfaßt; und ein gebogener Stator, der auf einer Plattform angebracht ist, wobei der Stator eine vorgegebene Länge und einen vorgegebenen Radius hat, um einen begrenzten Drehwinkel zu definieren, wobei der Stator mehrere Pole entlang seiner gebogenen Länge hat, welche kontrollierbar mit Energie versorgt werden können, um ihre Polarität zu ändern und den Rotor anzutreiben, wobei der Stator zwischen dem ersten und dem zweiten Rotorabschnitt liegt und die Statorpole auf der einen Seite des Stators neben den Polen des ersten Rotorabschnitts liegen und die Statorpole auf der anderen Seite des Stators neben den Polen des zweiten Rotorabschnitts liegen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator folgende Merkmale aufweist: einen gebogenen Kern; eine Wicklung, welche um den Kern gewickelt ist; und zwei gebogene Statorplatten, die jeweils zwei Reihen Polzähne haben, die einen C-Abschnitt definieren, wobei die zwei Statorplatten miteinander verzahnt sind, um den Kern und die Wicklung zwischen sich einzufassen.

Jeder Rotorabschnitt umfaßt zweckmäßigerweise einen Permanentmagneten, der in Polstreifen wechselnder magnetischer Polarität magnetisiert ist.

Jeder Rotorabschnitt umfaßt vorteilhaft mehrere diskrete Permanentmagnete mit Polen wechselnder magnetischer Polarität.

Jeder Rotorabschnitt ist vorzugsweise Teil eines Elementes, welches drehbar ist und bei einer Position angeordnet ist, welche von dem Drehzentrum des Elements entfernt ist.

Der Stator ist zweckmäßig an einer festen Plattform angebracht.

Der Stator ist vorteilhaft mit Energie versorgbar, um wechselnde Pole gemäß eines herkömmlichen 2- oder 4-Phasen-Erregungssequenz vorzusehen.

Der Abstand der Pole jedes Rotorabschnitts ist vorzugsweise durch einen gewünschten Schrittwinkel definiert.

Der Stator umfaßt vorteilhaft eine erste Gruppe Pole an seinem Innenradius und eine zweite Gruppe Pole an seinem Außenradius.

Die Pole der jeweiligen Rotorabschnitte sind zweckmäßig radial neben den Polen des Stators angeordnet, wobei die Profile des Stators und die angrenzende Oberfläche der entsprechenden Rotorabschnitte aneinander angepaßt sind, um einen möglichen Luftspalt zu minimieren.

Der Stator umfaßt vorzugsweise eine erste Gruppe Pole auf einer Seite des Stators, wobei diese Seite sich zwischen dem Innenradius des Stators und dem Außenradius des Stators erstreckt, und eine zweite Gruppe Pole auf einer gegenüberliegenden Seite des Stators, wobei sich diese Seite zwischen dem Innenradius des Stators und dem Außenradius des Stators erstreckt.

Pole der jeweiligen Rotorabschnitte sind zweckmäßig unmittelbar angrenzend an die Seiten des Stators, welche die Statorpole tragen, angeordnet, wobei die Profile der Seiten des Stators und die angrenzende Oberfläche der entsprechenden Rotorabschnitte aneinander angepaßt sind, um einen möglichen Luftspalt zu minimieren.

Vorteilhaft umfaßt der Stator ein Statorenpaar.

Für ein besseres Verständnis der Erfindung sind im folgenden Ausführungen beispielhaft mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. In den Figuren:

1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Ventilsystems mit einem Stellantrieb gemäß der Erfindung, wobei Teile des Ventilsystems weggeschnitten sind und Teile des Stellantriebs gestrichelt dargestellt sind;

2 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung eines mittleren Bereichs eines Stators zur Verwendung mit dem Stellantrieb der 1;

3 zeigt eine Draufsicht auf ein Statorteil zur Verwendung mit dem Stellantrieb der 1;

4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Statorteils der 3 nach einem Faltschritt;

5 zeigt eine Schnittdarstellung durch den Statorteil der 4 entlang der Linie V-V;

6 zeigt eine perspektivische Teilansicht eines mittleren Bereichs von zwei Statorteilen, die in 4 gezeigt und miteinander verzahnt sind;

7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rotors zur Verwendung mit dem Stellantrieb der 1;

8 zeigt eine perspektivische schematische Darstellung eines Stellantriebs gemäß der Erfindung; und

9 zeigt eine perspektivische schematische Ansicht eines anderen Stellantriebs gemäß der Erfindung.

In 1 ist ein Stellantrieb 1 gemäß einer Ausführung der Erfindung dargestellt, der an ein Ventilsystem 2 angebracht ist. Das Ventilsystem 2 dient lediglich der Erläuterung, um eine Verwendung des Stellantriebs gemäß der Erfindung zu zeigen. In dem vorliegenden Beispiel ist das Ventilsystem 2 Teil einer Lüfterleitung 3. Luft strömt entlang der Leitung 3 und durch eine Öffnung 4, die in einer Dämpferwand 5 ausgebildet ist. Eine Ventilplatte 6 ist an der Leitung 3 auf der stromabwärtigen Seite der Dämpferwand 5 über eine Welle 6A schwenkbar angebracht.

Die Ventilplatte 6 ist zwischen einer vollständig offenen Position, die eine freie Strömung der Luft durch die Öffnung 4 erlaubt, und einer vollständig geschlossenen Position, bei der die Ventilplatte 6 die Öffnung 4 über eine Dichtung 7, die an der Ventilplatte 6 vorgesehen ist, verschließt, beweglich.

Der Stellantrieb 2 umfaßt zwei Hauptteile, einen Stator 8 und einen Rotor 9. Der Stator 8 ist an einer festen Plattform angebracht, die eine Seitenwand der Leitung 3 umfaßt. Der Rotor 9 ist als Teil der Ventilplatte 6 ausgebildet, d. h. das Element, welches gedreht wird. Der Stator 8 ist vorzugsweise in die Struktur der Leitungswand integriert. Der Stator 8 und der Rotor 9 sind in 1 nur schematisch dargestellt und unten mit weiteren Einzelheiten beschrieben.

Der Stator 8 definiert den vorgegebenen begrenzten Winkel, innerhalb dessen das zu drehende Element, in diesem Beispiel die Ventilplatte 6, gedreht werden kann. Der Stator 8 hat somit eine vorgegebene Länge und einen vorgegebenen Radius. In dem in 1 gezeigten Beispiel, umfaßt der begrenzte Winkel, innerhalb dessen die Ventilplatte 6 drehbar ist, ungefähr 90 Grad.

Der Stator 8 ist mit einem Paar Statoren 8A, 8B hergestellt, von denen in 2 nur einer gezeigt ist. Jeder Stator 8 umfaßt vier Teile, zwei Statorplatten 10, die aus Platten aus elektrischem Stahl hergestellt sind, um ein Gehäuse für den Stator vorzusehen und um die magnetischen Pole des Stators vorzusehen; ein rechteckiger gebogener Kern 11; und eine Wicklung 12.

Ein Beispiel einer der Statorplatten 10 ist in den 3, 4 und 5 gezeigt. Jede Statorplatte 10 umfaßt einen gebogenen Streifen 13, der mit Zähnen 14 ausgebildet ist, die von dem inneren Radius des Streifens 13 und von dem äußeren Radius des Streifens radial vorstehen. Die Zähne haben entlang der gebogenen Länge des Streifens 13 gleichen Abstand zueinander. Der Abstand der Zähne (von Mitte zu Mitte) in dem zusammengebauten Doppelstator ist gleich zweimal der Schrittwinkel. Um dieselbe Anzahl von Zähnen 14 an dem Innenradius wie an dem Außenradius jeder Statorplatte 10 zu erhalten, müssen die Zähne an dem Innenradius geringfügig enger sein als die Zähne an dem Außenradius; gleiches gilt für den Spalt zwischen den Zähnen an dem Innenradius, der geringfügig kleiner sein muß als der Spalt zwischen den Zähnen an dem Außenradius.

Wie in 4 gezeigt, sind die Zähne 14 alle so gefaltet, daß sie mit der Ebene der Platte 13 einen Winkel von 90 Grad einschließen, wodurch ein gebogener Kanal mit einer C-Form im Querschnitt definiert wird, wie in 5 gezeigt, die eine Schnittdarstellung durch 4 entlang der Linie V-V ist. Zwei wie oben beschrieben gebildete Statorplatten 10 können daher miteinander verzahnt werden, wie in 2 gezeigt, um einen geschlossenen Kanal mit rechteckigem Querschnitt zu bilden.

Der Kern 11 ist langgestreckt und gebogen, um ihn an das gebogene Profil der Statorplatten 10 anzupassen. Auf den Kern sind mehrere Windungen eines Drahtes 12 aufgewickelt, um einen bewickelten Kern zu bilden, der in den C-Abschnitt einer der Statorplatten 10 eingefügt wird. Die andere Statorplatte 10 wird mit der ersten Statorplatte 10 verzahnt, um den bewickelten Kern 11, 12 zwischen den Platten einzuschließen.

Die beiden an dem Innenradius und dem Außenradius verzahnten Zähnereihen des Stators 8 umfassen zwei Polgruppen für den Stator 8.

Zwei solche Statoren 8A, 8B, die im wesentlichen identisch zueinander sind, sind aneinander befestigt, wie in 6 gezeigt, um eine Doppelstatoranordnung in der Form eines Bogens vorzusehen. Die zwei Statoren 8A, 8B sind in Umfangsrichtung in bezug zueinander um einen halben Polabstand versetzt, wie in 6 durch die gestrichelten Mittellinien angedeutet ist, wobei die zwei äußeren Mittellinien sich entlang der Zentren von zwei Zähnen 14 in einem Stator 8A erstrecken und die innere Mittellinie sich entlang des Zentrums eines Zahns 14 in dem anderen Stator 8B erstreckt.

Die Wicklung 12 innerhalb der Statoren 8A, 8B ist steuerbar mit Energie versorgbar, um gemäß einer herkömmlichen Zwei- oder Vier-Phasen-Erregersequenz wechselnde Nord- und Südpole vorzusehen.

Weiter mit Bezug auf den Rotor 9, der in 7 isoliert dargestellt ist, umfaßt dieser Rotor 9 zwei Rotorteile, welche ein Paar voneinander entfernter Permanentmagnetblöcke 15, 16 umfassen, die durch eine nicht-magnetische Platte 23 verbunden sind, um einen C-Querschnitt zu bilden.

Die Magnetblöcke 15, 16 gehören jeweils zu einem einzelnen Rotor. Die Blöcke 15, 16 sind eine Strecke voneinander entfernt, die geringfügig größer ist als die radiale Tiefe des Stators 8. Ein oberer Block 15 paßt somit entlang des Außenradius des Stators 8, und ein unterer Block 16 paßt entlang des Innenradius des Stators 8, wodurch der Stator 8 zwischen den zwei Blöcken 15, 16 eingeklemmt wird. Die Unterseite 17 des oberen Blocks 15 und die Oberseite 18 des unteren Blocks 16 passen an den Radius des Stators 8, so daß der Luftspalt zwischen dem Stator 8 und dem Rotor 9 minimiert wird, wobei ein unnötiger Verlust von Magnetfluß zwischen dem Stator 8 und dem Rotor 9 vermieden wird.

Die Innenflächen 17, 18 des Rotors 9, die dem Stator 8 radial benachbart sind, werden in Streifen 19 mit wechselnder magnetischer Polarität magnetisiert, d. h. Nord- und Südpole.

Jeder Pol des Rotors 9 läuft somit über die Breite des Rotors 9. Man sollte beachten, daß die Breite des Rotors 9 geringfügig schmaler ist als die kombinierte Länge der Zähne 14 (der Pole des Stators 8), so daß dann, wenn der Stellantrieb zusammengebaut ist, die Enden der Statorpole geringfügig über die Ränder des Rotors vorstehen. Auch die umgekehrte Anordnung ist möglich.

Wie in 1 gezeigt, ist der Rotor 9 als Teil des beweglichen Elementes ausgebildet, in diesem Beispiel als Teil der Ventilplatte 6. Unter Berücksichtigung des Drehmoments ist der Rotor 9 vorzugsweise an der Stelle ausgebildet, die von dem Drehzentrum des zu drehenden Elementes (der Ventilplatte 6) soweit wie möglich entfernt ist, um den größten Drehmomentarm vorzusehen und dadurch die Anforderungen an die Kraft des Stellantriebs zu verringern.

Das Vorsehen eines Rotors 9 mit zwei Teilen 15, 16, welche mit den Statorpolen an dem jeweils inneren bzw. äußeren Radius des Stators 8 gekoppelt sind, bietet zwei Vorteile. Zunächst wird das Drehmoment des Stellantriebs aufgrund der doppelten Kopplung zwischen den zwei Rotorteilen 15, 16 und dem Stator verdoppelt; und zweitens wird die magnetische Druckkraft, die zwischen dem Rotor und dem Stator auftritt, im wesentlichen ausgelöscht, weil im wesentlichen entgegengesetzte Kräfte auf die zwei Rotorteile 15, 16 wirken. Die resultierende Kraft, welche auf den Rotor 9 wird, ist somit im wesentlichen radial, wie es sein soll.

Wie zuvor beschrieben, werden die Pole des Stators 8 (welche eine doppelte Statoranordnung 8A, 8B bilden) entlang des inneren und des äußeren Radius des Stators 8 gebildet, so daß die Pole des Rotors 9 mit den Statorpolen an sowohl dem inneren Radius als auch dem äußeren Radius des Stators eine Kopplung herstellen können. Der Stator 8 und der Rotor 9 können zusammenwirken, wobei die Oberseite 18 des unteren Rotors 16 unmittelbar radial benachbart dem inneren Radius des Stators 8 angeordnet ist, und die Unterseite 17 des oberen Rotors 15 ist unmittelbar radial benachbart bei dem Außenradius des Stators 8 angeordnet. Die Streifen 19 der Rotorpole sind im wesentlichen parallel zu den Zähnen 14 (Statorpole) des Stators 8.

Der resultierende Stellantrieb 1, der in 1 als ein Teil eines Ventilsystems 2 dargestellt ist, ist daher so konfiguriert, daß er als ein Schrittmotor arbeitet, wobei der Grundschritt des Motors durch den Abstand der Statorpole 14 und den magnetischen Polabstand des Rotors definiert ist. Die Steuerung der zu drehenden Elemente entlang eines Bogens kann daher effektiv durch sequentielles Anregen der Wicklung 12 bewirkt werden.

Ein Ansteuerschaltkreis (nicht gezeigt) für den Schrittmotor ist erforderlich, um den Stellantrieb zu vervollständigen, um eine steuerbare Erregung der Statorwicklung zu ermöglichen. Das Vorsehen eines solchen Schaltkreises liegt im Bereich der Fähigkeiten des Durchschnittsfachmans auf dem Gebiet der Schrittmotoren. Ähnlich liegen auch Abwandlungen der speziellen Konfiguration des Rotors, des Stators, des Betriebs des Stellantriebs sowie der Erregungssequenz für die Wicklungen innerhalb der Fähigkeiten eines Fachmanns auf dem Gebiet der Schrittmotoren.

Man sollte verstehen, daß der Stellantrieb gemäß der Erfindung nicht auf die Anwendung in einem Ventilsystem beschränkt ist, sondern daß er auch in allgemeinen technischen Anwendungen nutzbringend ist, in denen eine präzise Rotationssteuerung über einen begrenzten Winkel erforderlich ist.

In 1 ist der Stellantrieb eingebaut in die Ventil- und Gehäuseanordnung dargestellt. Der Stellantrieb kann jedoch auch als einzelne Einheit in seinem eigenen Gehäuse vorgesehen werden, wie in 8 gezeigt. Nur eine Rückplatte 20 des Gehäuses ist in 8 gezeigt. Die Grundelemente des Stellantriebs 10 sind identisch zu denen in der zuvor beschriebenen Ausführung. Der Stator 8 ist an der Gehäuserückplatte 20 befestigt. Der Rotor 9 ist an einem Ende eines langgestreckten Arms 21 angebracht. Das andere Ende des Arms 21 trägt eine Welle 22. Die Welle 22 liegt im Drehzentrum, das durch den Radius des Stators 8 definiert ist. Die Bewegung des Rotors 9 um den Stator 8 bewirkt eine Winkelbewegung des Arms 21 und somit eine Drehung der Welle 22. Die Drehung der Welle 22 ist auf den durch den Stator 8 definierten Winkel begrenzt. Das Gehäuse kann hermetisch verschlossen sein, um das Eindringen von Staub oder anderen Verunreinigungen zu verhindern.

Während der Stator als eine Doppelstatoranordnung beschrieben ist, ist nur ein einzelner Stator erforderlich. Der Rotor 9 muß nicht in der Form eines Rotorenpaars 15, 16 vorgesehen sein, sondern er könnte nur einen einzelnen Rotorblock umfassen. Der Rotorblock könnte radial benachbart zu entweder dem Innenradius oder dem Außenradius des Stators 8 angeordnet sein.

Die Verwendung eines Rotors mit C-Querschnitt oder einer anderen Rotorform, die dazu vorgesehen ist, den Stator zwischen den zwei Rotoren (oder zwei Teilen 15, 16 des Rotors 9) einzuklemmen, ist nicht auf den oben beschriebenen Stellantrieb mit begrenztem Drehwinkel beschränkt, sondern kann auch in Motoren mit konventionellerem Design verwendet werden.

In einer Abwandlung der oben beschriebenen Ausführungsformen, in welchen die Magnetfelder, welche den Rotor 9 und den Stator 8 koppeln, im wesentlichen radial ausgerichtet sind (in bezug auf den Statorradius), können auch Ausführungsformen vorgesehen werden, in welchen die koppelnden Magnetfelder senkrecht zu sowohl der radialen als auch der tangentialen Richtung (in bezug auf den Statorradius) ausgerichtet sind. Ein schematisches Beispiel einer solchen Konfiguration ist in 9 gezeigt, wobei die Statorpole auf den Seiten des Stators 8, parallel zur radialen Richtung liegen. In diesem Beispiel müssen die Rotorteile 15, 16 des Rotors 9 nicht den Radius haben, der in der Ausführung der 7 erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. Stellantrieb (1) mit begrenztem Drehwinkel, mit folgenden Merkmalen:

    ein Rotor (9), der auf einem langgestreckten Arm (21) angebracht ist, um bei einer von dem Drehzentrum des langgestreckten Arms (21) entfernten Position gedreht zu werden, wobei der Rotor (9) einen ersten (15) und einen zweiten (16) Rotorabschnitt aufweist und jeder der Rotorabschnitte (15, 16) mehrere Magnetpole umfaßt; und

    ein gebogener Stator (8), der auf einer Plattform angebracht ist, wobei der Stator (8) eine vorgegebene Länge und einen vorgegebenen Radius hat, um einen begrenzten Drehwinkel zu definieren, wobei der Stator (8) mehrere Pole entlang seiner gebogenen Länge hat, welche kontrollierbar mit Energie versorgt werden können, um ihre Polarität zu ändern und den Rotor (9) anzutreiben, wobei der Stator (8) zwischen dem ersten und dem zweiten Rotorabschnitt (15, 16) liegt und die Statorpole auf der einen Seite des Stators (8) neben den Polen des ersten Rotorabschnitts (15) liegen und die Statorpole auf der anderen Seite des Stators neben den Polen des zweiten Rotorabschnitts (16) liegen,

    dadurch gekennzeichnet, daß der Stator (8) folgende Merkmale aufweist: einen gebogenen Kern (11); eine Wicklung (12), welche um den Kern gewickelt ist; und zwei gebogene Statorplatten (10), die jeweils zwei Reihen Polzähne (14) haben, die einen C-Abschnitt definieren, wobei die zwei Statorplatten (10) miteinander verzahnt sind, um den Kern (11) und die Wicklung (12) zwischen sich einzufassen.
  2. Stellantrieb (1) nach Anspruch 1, wobei jeder Rotorabschnitt (15, 16) einen Permanentmagneten umfaßt, der in Polstreifen (19) wechselnder magnetischer Polarität magnetisiert ist.
  3. Stellantrieb (1) nach Anspruch 1, wobei jeder Rotorabschnitt (15, 16) mehrere diskrete Permanentmagnete mit Polen mit wechselnder magnetischer Polarität umfaßt.
  4. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jeder Rotorabschnitt (15, 16) Teil eines Elementes (6) ist, welches drehbar ist und bei einer Position angeordnet ist, welche von dem Drehzentrum des Elementes (6) entfernt ist.
  5. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stator (8) an einer festen Plattform angebracht ist.
  6. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stator (8) mit Energie versorgbar ist, um wechselnde Pole gemäß einer herkömmlichen Zwei- oder Vier-Phasen-Erregungssequenz vorzusehen.
  7. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Abstand der Pole jedes Rotorabschnitts (15, 16) durch einen gewünschten Schrittwinkel definiert ist.
  8. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stator (8) eine erste Gruppe Pole an seinem Innenradius und eine zweite Gruppe Pole an seinem Außenradius aufweist.
  9. Stellantrieb (1) nach Anspruch 8, wobei die Pole der jeweiligen Rotorabschnitte (15, 16) radial neben den Polen des Stators (8) liegen, wobei die Profile des Stators (8) und die angrenzende Oberfläche der entsprechenden Rotorabschnitte (15, 16) aneinander angepaßt sind, um einen möglichen Luftspalt zu minimieren.
  10. Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Stator (8) eine erste Gruppe Pole auf einer Seite des Stators (8) aufweist, wobei diese Seite sich zwischen dem Innenradius des Stators und dem Außenradius des Stators erstreckt, und eine zweite Gruppe Pole auf einer gegenüberliegenden Seite des Stators (8) aufweist, wobei sich diese Seite zwischen dem Innenradius des Stators und dem Außenradius des Stators erstreckt.
  11. Stellantrieb (1) nach Anspruch 10, wobei die Pole der jeweiligen Rotorabschnitte (15, 16) unmittelbar angrenzend an die Seiten des Stators (8), welche die Statorpole tragen, angeordnet sind, wobei die Profile der Seiten des Stators (8) und die angrenzende Oberfläche der entsprechenden Rotorabschnitte (15, 16) aneinander angepaßt sind, um einen möglichen Luftspalt zu minimieren.
  12. Stellantrieb (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stator (8) zwei Statoren (8A, 8B) umfaßt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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