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Dokumentenidentifikation DE10344886A1 04.05.2005
Titel Trocknungseinrichtung für den Scherkopf eines elektrischen Rasierapparates
Anmelder Braun GmbH, 61476 Kronberg, DE
Erfinder Ludäscher, Uwe, 65830 Kriftel, DE
DE-Anmeldedatum 26.09.2003
DE-Aktenzeichen 10344886
Offenlegungstag 04.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.05.2005
IPC-Hauptklasse B26B 19/48
IPC-Nebenklasse B26B 19/40   B26B 19/38   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Trocknungseinrichtung (1) für den Scherkopf (3) eines elektrischen Rasierapparats (2). Die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung (1) verfügt über einen Gerätehalter (6) zur Fixierung des elektrischen Rasierapparats (2) und ein Aufnahmeteil (9) zur Aufnahme von Flüssigkeit aus dem Bereich des Schwerkopfes (3). Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung (1) besteht darin, daß das Aufnahmeteil (9) ein saugfähiges Material aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Trocknungseinrichtung für den Scherkopf eines elektrischen Rasierapparats. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Trocknen des Scherkopfes eines elektrischen Rasierapparats.

Es sind bereits elektrische Rasierapparate bekannt, deren Gehäuse gegen das Eindringen von Flüssigkeiten so abgedichtet sind, daß es möglich ist, die elektrischen Rasierapparate naß zu reinigen. Die Reinigung kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die Scherteile des elektrischen Rasierapparats unter fließendes Wasser gehalten werden. Beim Ablegen eines naß gereinigten elektrischen Rasierapparats besteht allerdings das Problem, daß sich die abtropfende Flüssigkeit auf der Unterlage sammelt und so zur Verschmutzung der Unterlage führt. Außerdem kommt es durch die relativ lange Abtrocknungsdauer in Kombination mit Schmutzrückständen im Bereich der Scherteile zu erhöhter Keimbildung. Dadurch besteht die Gefahr von Hautreizungen und einer unangenehmen Geruchsbildung im Bereich der Scherteile.

Derartige Probleme treten nicht auf, wenn die Reinigung des elektrischen Rasierapparats mit einer in der DE 44 02 238 C2 offenbarten Reinigungsvorrichtung durchgeführt wird. Die bekannte Reinigungsvorrichtung weist ein Aufnahmeteil für den Scherkopf des Rasierapparats und wenigstens einen Reinigungsflüssigkeitsbehälter auf. Das Aufnahmeteil ist oberhalb des Flüssigkeitspegels der Reinigungsflüssigkeit angeordnet und über eine motorisch angetriebene Fördereinrichtung mit Reinigungsflüssigkeit aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter versorgbar. Hierzu ist das Aufnahmeteil über eine Überlaufeinrichtung und/oder über mindestens eine Auslaßöffnung mit dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter verbunden. Weiterhin ist die Reinigungsvorrichtung mit einer Trockenvorrichtung ausgestattet, die nach Ablauf der Reinigungsflüssigkeit aus dem Aufnahmeteil aktivierbar ist und aus einem antreibbaren Lüfterrad und einer Heizung gebildet sein kann. Mit der Reinigungsvorrichtung gemäß der DE 44 02 238 C2 läßt sich sowohl eine gute Reinigungswirkung als auch eine kurze Abtrocknungszeit erzielen. Allerdings erfordert eine derartige Reinigungsvorrichtung einen gewissen apparativen Aufwand, der sich nur sehr begrenzt reduzieren läßt, wenn man keine Abstriche beim Reinigungsergebnis und beim Bedienungskomfort machen möchte.

Aus der DE 12 88 021 A ist eine vergleichsweise einfach aufgebaute Aufbewahr- und Ladevorrichtung für aufladbare elektrische Geräte wie z. B. Trockenrasierapparate bekannt. Die Ladevorrichtung ist als in die Aufbewahrvorrichtung einsetzbare, jedoch auch unabhängig von dieser verwendbare Einheit ausgebildet, wobei jeweils vorgesehen ist, den Trockenrasierapparat darin mit dem Scherkopf nach oben zu positionieren. Eine Trocknungsfunktion ist bei der Aufbewahr- und Ladevorrichtung nicht vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem vertretbaren Aufwand eine effiziente Trocknung des Scherkopfes eines naß gereinigten elektrischen Rasierapparats zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch eine Trocknungseinrichtung mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung für den Scherkopf eines elektrischen Rasierapparats verfügt über einen Gerätehalter zur Fixierung des elektrischen Rasierapparats und ein Aufnahmeteil zur Aufnahme von Flüssigkeit aus dem Bereich des Scherkopfes. Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung besteht darin, daß das Aufnahmeteil ein saugfähiges Material aufweist.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß sie mit vergleichsweise geringem Aufwand eine schnelle und gründliche Trocknung des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats ermöglicht. Dadurch, daß die Flüssigkeit durch das Aufnahmeteil gebunden wird, kann der elektrische Rasierapparat zusammen mit der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung umgestellt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Flüssigkeit ausläuft. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die im Bereich des Scherkopfes angeordneten Scherteile für die Trocknung nicht demontiert werden müssen.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung fixiert der Gerätehalter den elektrischen Rasierapparat in einer wenigstens um eine Achse relativ zur Vertikalen geneigten Orientierung. Dies führt dazu, daß sich die Flüssigkeit in einem Teilbereich des Scherkopfes ansammelt und dadurch die Trocknung beschleunigt wird. Weiterhin führt es zu einer erheblichen Beschleunigung der Trocknung, wenn das Aufnahmeteil beim Trocknungsvorgang in berührendem Kontakt mit dem Scherkopf des elektrischen Rasierapparats steht, da dann die Flüssigkeit durch die Saugwirkung des Aufnahmeteils zügig aus dem Bereich des Scherkopfes abtransportiert wird. Eine schnelle Trocknung führt zu einer Reduzierung der Keim- und Geruchsbildung. In der Regel ist es ausreichend, wenn der Scherkopf des elektrischen Rasierapparats lediglich in einem Teilbereich seiner lateralen Erstreckung vom Aufnahmeteil berührend kontaktiert wird. Vorzugsweise besteht der berührende Kontakt in dem Bereich des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats, der beim Trocknungsvorgang am tiefsten liegt. Dann ist gewährleistet, daß die im Scherkopf vorhandenen Flüssigkeitsreste vollständig vom Aufnahmeteil aufgesogen werden.

Das Aufnahmeteil kann so ausgebildet sein, daß es ein Formteil aufweist, das bereichsweise komplementär zu den äußeren Konturen des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats geformt ist. Durch die auf diese Weise ausgebildete formschlüssige Berührung des Scherkopfes durch das Aufnahmeteil läßt sich ein sehr effizienter Abtransport der Flüssigkeit aus dem Bereich des Scherkopfes erreichen.

Weiterhin ist es möglich, das Aufnahmeteil so auszubilden, daß es einen Docht aufweist, der sich beim Trocknungsvorgang vom Aufnahmeteil zum Scherkopf des elektrischen Rasierapparats erstreckt. Insbesondere kann sich der Docht beim Trocknungsvorgang bis in den Innenraum des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats erstrecken. Dadurch können auch Flüssigkeitsreste aus dem Inneren des Scherkopfes abtransportiert werden und so die Trocknungszeit nochmals verkürzt werden.

Das Aufnahmeteil ist vorzugsweise als eine austauschbare Einheit ausgebildet. Dies hat den Vorteil, daß das Aufnahmeteil bei übermäßiger Verschmutzung, die im Laufe der Zeit durch die von der aufgesogenen Flüssigkeit mitgeführten Schmutzstoffe verursacht werden kann, problemlos ausgewechselt werden kann. Zudem kann das Aufnahmeteil so ausgebildet werden, daß sich sein optisches Erscheinungsbild bei der Aufnahme von Flüssigkeit verändert. Dies kann als ein Indikator für den Trocknungszustand des elektrischen Rasierapparats herangezogen werden. Insbesondere besteht das Aufnahmeteil wenigstens partiell aus einem Sinterkunststoff.

Bei der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung kann eine Dosiereinrichtung zum Dosieren einer Flüssigkeit in den Bereich des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats vorgesehen sein. Die von der Dosiereinrichtung ausgegebene Flüssigkeit kann trocknungsbeschleunigend wirken und/oder ein Schmiermittel und/oder Duftstoffe enthalten. Weiterhin kann bei der erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung ein Vorratsbehälter für ein Reinigungsmittel vorgesehen sein. Außerdem kann die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung elektrische Kontakte zum Zuführen eines Ladestroms zum elektrischen Rasierapparat aufweisen, so daß es möglich ist, den elektrischen Rasierapparat während der Trocknung aufzuladen bzw. lediglich zum Laden in die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung einzuhängen. Die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung kann auch ein Gebläse zum Erzeugen eines Luftstromes in den Bereich des Scherkopfes des elektrischen Rasierapparats aufweisen, um möglichst kurze Trocknungszeiten zu erreichen. Ebenso kann eine Strahlungsquelle zur Trocknungsbeschleunigung und/oder Keimtötung vorgesehen sein. In einer weiteren Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung wenigstens eine Aufnahme- oder Haltevorrichtung für Zubehör, insbesondere für einen Schmiermittelbehälter, auf.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Trocknen des Scherkopfes eines elektrischen Rasierapparats wird der elektrische Rasierapparat mittels eines Gerätehalters einer Trocknungseinrichtung fixiert. Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß aus dem Scherkopf austretende Flüssigkeit von einem saugfähigen Material eines Aufnahmeteils aufgenommen wird. Insbesondere wird die Flüssigkeit dem Scherkopf des elektrischen Rasierapparats durch einen berührenden Kontakt mit dem Aufnahmeteil entzogen. In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der elektrische Rasierapparat zeitweise in Betrieb genommen, um die Flüssigkeit vom Scherkopf abzuschütteln.

Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.

Es zeigen

1 ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß ausgebildete Trocknungseinrichtung in perspektivischer Darstellung,

2 das in 1 dargestellte Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung, wobei der elektrische Rasierapparat vollständig in den Gerätehalter eingehängt ist, in perspektivischer Darstellung,

3 ein erstes Ausführungsbeispiel der Einlegematte in perspektivischer Darstellung,

4 das beim ersten Ausführungsbeispiel der Einlegematte vorgesehene Formteil und den Scherkopf des elektrischen Rasierapparats in perspektivischer Darstellung,

5 ein zweites Ausführungsbeispiel der Einlegematte in perspektivischer Darstellung,

6 einen Teilbereich des zweiten Ausführungsbeispiels der Einlegematte und den Scherkopf des elektrischen Rasierapparats in perspektivischer Darstellung und

7 das in 1 dargestellte Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung, wobei der elektrische Rasierapparat teilweise in den Gerätehalter eingehängt ist, in perspektivischer Darstellung.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß ausgebildete Trocknungseinrichtung 1 in perspektivischer Darstellung. Zusätzlich zur Trocknungseinrichtung 1 ist ein außerhalb der Trocknungseinrichtung 1 angeordneter elektrischer Rasierapparat 2 dargestellt, der über einen Scherkopf 3 mit einer Scherfolie 4 und weiteren in 1 nicht sichtbaren Scherteilen verfügt. Der elektrische Rasierapparat 2 ist so ausgebildet, daß der Scherkopf 3 naß gereinigt werden kann. Die Trocknungseinrichtung 1 weist ein Unterteil 5 und einen daran befestigten Gerätehalter 6 auf. Das Unterteil 5 dient dazu, die Trocknungseinrichtung 1 standfest auf einer Unterlage zu positionieren. In das Unterteil 5 ist eine wannenförmige Vertiefung 7 mit einem perforierten Boden 8 eingelassen. In die Vertiefung 7 kann eine Einlegematte 9 eingelegt werden, die aus einem saugfähigen Material, insbesondere aus einem Sinterkunststoff, besteht und in 1 aus der Vertiefung 7 herausgenommen ist. Am Unterteil 5 ist weiterhin eine Dosiereinrichtung 10 zur Dosierung einer Flüssigkeit angeordnet, die in einem Flüssigkeitsbehälter 11 bevorratet wird und am Ende eines Dosierrohres 12 aus einer Dosieröffnung 13 austritt. Zudem ist am Unterteil 5 eine Aufnahmemulde 14 zur Aufnahme eines Ölfläschchens 15 ausgebildet, das zum Ölen der Scherteile des elektrischen Rasierapparats 2 verwendet werden kann. Der Gerätehalter 6 ist seitlich und nach hinten geneigt auf dem Unterteil 5 angeordnet, so daß er den elektrischen Rasierapparat 2 relativ zur Vertikalen um 15 ° zur Seite und um 9 ° nach hinten geneigt fixiert. Zur formschlüssigen Fixierung des elektrischen Rasierapparats 2 weist der Gerätehalter 6 zwei untere Haltearme 16 und zwei obere Haltearme 17 auf, die jeweils seitlich gegenüberliegend am Gerätehalter 6 angeordnet sind. Weiterhin verfügt der Gerätehalter 6 über einen Schacht 18, der zur Oberseite des Gerätehalters 6 hin und in einem Bereich auf der Vorderseite des Gerätehalters 6, in dem der Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 angeordnet wird, offen ist. Innerhalb des Schachts 18 kann ein figürlich nicht dargestelltes Gebläse angeordnet sein, das einen zum Scherkopf 3 des in den Gerätehalter 6 eingesetzten elektrischen Rasierapparats 2 hin gerichteten Luftstrom durch den Schacht 18 erzeugt. Auf der Vorderseite des Gerätehalters 6 sind weiterhin elektrische Kontakte 19 zum Kontaktieren des in den Gerätehalter 6 eingesetzten elektrischen Rasierapparats 2 vorgesehen. An der Rückseite des Gerätehalters 6 ist ein Spender 20 zur Ausgabe einer Reinigungsemulsion für den Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 angeordnet. Der Spender 20 weist ein in einen Emulsionsbehälter 21 eintauchendes Steigrohr 22 auf, an das ein Kopfteil 23 mit einem Entnahmerohr 24 angebracht ist. Die Reinigungsemulsion kann durch Niederdrücken des Kopfteils 23 des Spenders 20 auf den Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 appliziert werden, der hierzu unterhalb des Entnahmerohrs 24 angeordnet wird. Anschließend kann der Scherkopf 3 beispielsweise unter fließendem Wasser ausgewaschen werden und der elektrische Rasierapparat 2 zum Trocknen mit dem Scherkopf 3 nach unten in den Gerätehalter 6 der Trocknungseinrichtung 1 eingehängt werden. Mögliche Positionen, die der elektrische Rasierapparat 2 in der Trocknungseinrichtung 1 einnehmen kann, sind in den 2 und 7 dargestellt.

2 zeigt das in 1 dargestellte Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung 1, wobei der elektrische Rasierapparat 2 vollständig in den Gerätehalter 6 eingehängt ist, in perspektivischer Darstellung. Der elektrische Rasierapparat 2 wird sowohl von den unteren Haltearmen 16 als auch von den oberen Haltearmen 17 gehalten und liegt an der Vorderseite des Gerätehalters 6 an, so daß die elektrischen Kontakte 19 des Gerätehalters 6 berührend an Kontaktelementen des elektrischen Rasierapparats 2 anliegen, die in 2 nicht sichtbar sind. In dieser Position kann der elektrische Rasierapparat 2 geladen werden, wobei der Ladestrom über die elektrischen Kontakte 19 zugeführt wird, und der Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 getrocknet werden. Die Ladefunktion kann über einen figürlich nicht dargestellten Wahlschalter aktiviert bzw. deaktiviert werden. Ebenso besteht auch die Möglichkeit, mit dem Wahlschalter im folgenden noch näher beschriebene Trocknungsfunktionen zu aktivieren bzw. zu deaktivieren, wobei der Start des Lade- und/oder Trocknungsvorganges auch automatisch durch entsprechendes Positionieren des Rasierapparates 2 in der Trocknungseinrichtung 1 ausgelöst werden kann. Die Trocknung des Scherkopfes 3 des elektrischen Rasierapparats 2 kann im einzelnen folgendermaßen durchgeführt werden:

Der zuvor ggf. unter Verwendung der Emulsion aus dem Spender 20 naß gereinigte elektrische Rasierapparat 2 wird mit dem Scherkopf 3 nach unten in der in 2 dargestellten Weise in den Gerätehalter 6 eingehängt. Dabei wird mit der Dosiereinrichtung 10 in den Bereich des Scherkopfes 3 Flüssigkeit dosiert. Die Flüssigkeit dient insbesondere der Trocknungsbeschleunigung, die beispielsweise dadurch erzielt werden kann, daß die Oberflächenspannung der Flüssigkeitsreste, die nach der Naßreinigung im Bereich des Scherkopfes 3 verblieben sind, beeinflußt wird. Außerdem kann die in den Bereich des Scherkopfes 3 dosierte Flüssigkeit einen Schmierstoff für die im Scherkopf 3 angeordneten Scherteile enthalten. Als weitere Bestandteile können Duftstoffe enthalten sein. Zudem kann die Flüssigkeit eine keimtötende Wirkung haben.

Das Abtropfen der Flüssigkeitsreste aus dem Scherkopf 3 wird durch die Schrägstellung des elektrischen Rasierapparats 2 zusätzlich gefördert, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils relativ zur Vertikalen um 15 ° zur Seite und um 9 ° nach hinten geneigt ist. Dadurch wird erreicht, daß sich die Flüssigkeitsreste an der tiefer liegenden Seite des Scherkopfes 3 sammeln und dort abtropfen. Zusätzlich können noch weitere Maßnahmen zur Beschleunigung der Trocknung des Scherkopfes 3 jeweils einzeln oder in Kombination durchgeführt werden. Beispielsweise kann der elektrische Rasierapparat 2 kurzzeitig in Betrieb genommen werden, um die Flüssigkeitsreste vom Scherkopf 3 abzuschütteln. Weiterhin kann das im Schacht 18 des Gerätehalters 6 angeordnete Gebläse eingeschaltet werden, um dem Scherkopf 3 einen trocknenden Luftstrom zuzuführen. Das Gebläse kann zeitlich gesteuert werden, so daß es nur während eines oder mehrerer Zeitintervalle eingeschaltet ist. Insbesondere kann das Gebläse mit einer Heizeinrichtung kombiniert werden, um einen Warmluftstrom zu erzeugen. Als eine weitere Maßnahme kann eine Strahlungsquelle vorgesehen werden, mit deren Hilfe der Scherkopf 3 erwärmt wird. Die Strahlungsquelle kann dabei auch so ausgebildet werden, daß durch die Bestrahlung eine keimtötende Wirkung erzielt wird.

Von wesentlicher Bedeutung für die Trocknung des Scherkopfes 3 ist die erfindungsgemäß vorgesehene Einlegematte 9, die zum einen die aus dem Scherkopf 3 austretenden Flüssigkeitsreste aufnimmt und zum anderen die Trocknung des Scherkopfes 3 beschleunigt. Die hohe Saugfähigkeit der Einlegematte 9 hat zur Folge, daß die Einlegematte 9 eine gewisse Flüssigkeitsmenge an sich binden kann. Dabei wird die Flüssigkeit durch die Kapillarwirkung großflächig über die Einlegematte 9 verteilt und verdunstet im Laufe der Zeit, so daß von der Einlegematte 9 stets neue Flüssigkeit aufgenommen werden kann und eine manuelle Entleerung der Einlegematte 9 nicht erforderlich ist. Darüber hinaus werden durch die hohe Saugfähigkeit der Einlegematte 9 Flüssigkeitsreste aus dem Bereich des Scherkopfes 3 herausgefördert und dadurch die Trocknung des Scherkopfes 3 beschleunigt. Hierzu ist es erforderlich, daß zwischen der Einlegematte 9 und dem Scherkopf 3 eine Verbindung ausgebildet ist, über die ein Flüssigkeitstransport erfolgen kann. Diese Voraussetzung kann beispielsweise dadurch erfüllt werden, daß die Einlegematte 9 berührend am Scherkopf 3 anliegt oder dem Scherkopf 3 so stark angenähert ist, das es zu einer Berührung mit den am Scherkopf 3 anhaftenden Flüssigkeitsresten kommt. Dies wird im einzelnen anhand von 3 und 4 erläutert.

3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Einlegematte 9 in perspektivischer Darstellung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Formteil 25 vorgesehen, das fest mit der Einlegematte 9 verbunden ist und aus einem saugfähigen Material besteht. Die Außenkonturen des Formteils 25 sind so auf den Scherkopf 3 abgestimmt, daß das Formteil 25 bereichsweise komplementär zur äußeren Form des Scherkopfes 3 ausgebildet ist. Insbesondere ist dabei auch die geneigte Anordnung des elektrischen Rasierapparats 2 in der Trocknungseinrichtung 1 berücksichtigt. Wie in 4 dargestellt, ermöglicht eine derartige Ausbildung des Formteils 25 einen besonders großflächigen und innigen Kontakt zwischen dem Scherkopf 3 und dem Formteil 25.

4 zeigt das beim ersten Ausführungsbeispiel der Einlegematte 9 vorgesehene Formteil 25 und den Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 in perspektivischer Darstellung. Das Formteil 25 liegt formschlüssig am Scherkopf 3 an. Im Kontaktbereich vorhandene Flüssigkeitsreste werden durch die Kapillarwirkung der Einlegematte 9 und insbesondere des Formteils 25 vom Scherkopf 3 abtransportiert und über die Einlegematte 9 verteilt. Um eine schnelle Trocknung des Scherkopfes 3 zu erreichen, wird dieser vom Formteil 25 entweder über seine gesamte Breite oder zumindest im Bereich seiner tiefer liegenden Seite kontaktiert. Durch die großflächige Verteilung der Flüssigkeitsreste in der Einlegematte 9 wird eine schnelle Verdunstung begünstigt. Die beim ersten Ausführungsbeispiel praktizierte formschlüssige Berührung des Scherkopfes 3 ist für den Transport der Flüssigkeitsreste vom Scherkopf 3 zur Einlegematte 9 nicht zwingend erforderlich. Statt dessen kann die Einlegematte 9 beispielsweise auch gemäß 5 und 6 ausgebildet werden.

5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Einlegematte 9 in perspektivischer Darstellung. Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist statt des Formstücks 25 ein pinselähnlicher Docht 26 vorgesehen, der aus einer Vielzahl von einzelnen Borsten 27 besteht. Der Docht 26 ist mit der Einlegematte 9 verbunden und erstreckt sich senkrecht zu deren Oberfläche in Richtung des Scherkopfes 3 des elektrischen Rasierapparats 2. Analog zum Formstück 25 dient der Docht 26 dem Transport der Flüssigkeitsreste vom Scherkopf 3 zur Einlegematte 9. Anhand von 6 wird erläutert, wie dies im einzelnen vor sich geht.

6 zeigt einen Teilbereich des zweiten Ausführungsbeispiels der Einlegematte 9 und den Scherkopf 3 des elektrischen Rasierapparats 2 in perspektivischer Darstellung. Wie aus 6 hervorgeht, ist das freie Ende des Dochts 26 im Bereich des Scherkopfes 3 angeordnet, wobei einige der Borsten 27 des Dochts 26 die perforierten Scherfolien 4 durchdringen und sich bis in das Innere des Scherkopfes 3 erstrecken. Der Docht 26 ist dabei im Bereich der tiefer liegenden Seite des Scherkopfes 3 angeordnet. Die Flüssigkeitsreste, die mit dem Docht 26 in Berührung kommen, werden durch die Kapillarwirkung zur Einlegematte 9 transportiert und dort verteilt. Im Gegensatz zu dem Formteil 25 können mit dem Docht 26 nicht nur Flüssigkeitsreste im Bereich der Außenkontur des Scherkopfes 3, sondern auch aus dem Inneren des Scherkopfes 3 abtransportiert werden.

Obwohl die Trocknungseinrichtung 1 primär für die Trocknung und das Nachladen des elektrischen Rasierapparats 2 vorgesehen ist, kann sie auch lediglich als Ablage für den elektrischen Rasierapparat 2 verwendet werden. Dies ist in 7 dargestellt.

7 zeigt das in 1 dargestellte Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung 1, wobei der elektrische Rasierapparat 2 teilweise in den Gerätehalter 6 eingehängt ist, in perspektivischer Darstellung. In der dargestellten Position wird der elektrische Rasierapparat 2 lediglich von den unteren Haltearmen 16, nicht jedoch von den oberen Haltearmen 17 des Gerätehalters 6 fixiert. Da der elektrische Rasierapparat 2 nicht an der Rückwand des Gerätehalters 6 anliegt, erfolgt keine Kontaktierung durch die elektrischen Kontakte 19. Somit ist eine Stromzufuhr zum Laden des elektrischen Rasierapparats 2 nicht möglich.

In einer Weiterbildung der Trocknungseinrichtung 1 weist die Einlegematte 9 ein Material auf, das sich bei Flüssigkeitsaufnahme verfärbt. Die Verfärbung verschwindet wieder, wenn die Flüssigkeit verdunstet ist. Mit Hilfe dieses Effekts kann angezeigt werden, wenn der Scherkopf 3 trocken ist.

Außerdem kann eine Anzeige vorgesehen werden, die aktiviert wird, wenn beim elektrischen Rasierapparat 2 ein Austausch der Scherteile vorgenommen werden soll.

Zusätzlich oder anstelle der Aufnahmemulde 14 für das Ölfläschchen 15 kann die Trocknungseinrichtung 1 Halterungen oder Ähnliches zur Aufnahme einer Reinigungsbürste, eines Kamms, eines Aftershaves oder von Scherteilen aufweisen.


Anspruch[de]
  1. Trocknungseinrichtung für den Scherkopf (3) eines elektrischen Rasierapparats (2), mit einem Gerätehalter (6) zur Fixierung des elektrischen Rasierapparats (2) und einem Aufnahmeteil (9) zur Aufnahme von Flüssigkeit aus dem Bereich des Scherkopfes (3), dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) ein saugfähiges Material aufweist.
  2. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerätehalter (6) den elektrischen Rasierapparat (2) in einer wenigstens um eine Achse relativ zur Vertikalen geneigten Orientierung fixiert.
  3. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) beim Trocknungsvorgang in berührendem Kontakt mit dem Scherkopf (3) des elektrischen Rasierapparats (2) steht.
  4. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Scherkopf (3) des elektrischen Rasierapparats (2) lediglich in einem Teilbereich seiner lateralen Erstreckung vom Aufnahmeteil (9) berührend kontaktiert wird.
  5. Trocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der berührende Kontakt in dem Bereich des Scherkopfes (3) des elektrischen Rasierapparats (2) besteht, der beim Trocknungsvorgang am tiefsten liegt.
  6. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) ein Formteil (25) aufweist, das bereichsweise komplementär zu den äußeren Konturen des Scherkopfes (3) des elektrischen Rasierapparats (2) geformt ist.
  7. Trocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) einen Docht (26) aufweist, der sich beim Trocknungsvorgang vom Aufnahmeteil (9) zum Scherkopf (3) des elektrischen Rasierapparats (2) erstreckt.
  8. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Docht (26) beim Trocknungsvorgang bis in den Innenraum des Scherkopfes (3) des elektrischen Rasierapparats (2) erstreckt.
  9. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) als eine austauschbare Einheit ausgebildet ist.
  10. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das optische Erscheinungsbild des Aufnahmeteils (9) bei der Aufnahme von Flüssigkeit verändert.
  11. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (9) wenigstens partiell aus einem Sinterkunststoff besteht.
  12. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dosiereinrichtung (10) zum Dosieren einer Flüssigkeit in den Bereich des Scherkopfes (3) des elektrischen Rasierapparats (2) vorgesehen ist.
  13. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Dosiereinrichtung (10) ausgegebene Flüssigkeit trocknungsbeschleunigend wirkt und/oder ein Schmiermittel und/oder Duftstoffe enthält.
  14. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorratsbehälter (21) für ein Reinigungsmittel vorgesehen ist.
  15. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß elektrische Kontakte (19) zum Zuführen eines Ladestroms zum elektrischen Rasierapparat (2) vorgesehen sind.
  16. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gebläse zum Erzeugen eines Luftstromes in den Bereich des Scherkopfes (3) des elektrischen Rasierapparats (2) vorgesehen ist.
  17. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strahlungsquelle zur Trocknungsbeschleunigung und/oder Keimtötung vorgesehen ist.
  18. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Aufnahme- oder Haltevorrichtung (14) für Zubehör, insbesondere für einen Schmiermittelbehälter (15), vorgesehen ist.
  19. Verfahren zum Trocknen des Scherkopfes (3) eines elektrischen Rasierapparats (2), wobei der elektrische Rasierapparat (2) mittels eines Gerätehalters (6) einer Trocknungseinrichtung (1) fixiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Scherkopf (3) austretende Flüssigkeit von einem saugfähigen Material eines Aufnahmeteils (9) aufgenommen wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit dem Scherkopf (3) des elektrischen Rasierapparats (2) durch einen berührenden Kontakt mit dem Aufnahmeteil (9) entzogen wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Rasierapparat (2) zeitweise in Betrieb genommen wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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