Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung für eine Linearpumpe
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Linearpumpen sind z.B. Kolbenpumpen oder Membranpumpen bzw. Kolbenmembranpumpen.
Als Antriebsmotoren dienen üblicherweise Elektromotoren, allgemein rotierende Motoren.
Es ist daher erforderlich, zur Umsetzung der Rotation des Antriebs in eine translatorische
Bewegung der Pumpe ein entsprechendes Getriebe vorzusehen. Derartige Getriebe sind
meist groß bauend, aufwendig und verschleißanfällig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung
für eine Linearpumpe zu schaffen, bei der für die Umwandlung von Rotation in Translation
eine verhältnismäßig einfach bauende Vorrichtung vorgesehen ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein zylindrischer Schlitten
vorgesehen, der mit einer linear beweglichen Pumpenstange in Wirkverbindung steht
und unverdrehbar, jedoch axial verschiebbar in einem Gehäuse geführt ist. Eine Buchse
ist drehbar auf dem zylindrischen Schlitten angeordnet, jedoch axial fest gelagert.
Mit der Buchse ist ein Antriebselement, vorzugsweise ein Zahnrad, verbunden, das
koaxial zur Buchse angeordnet ist. Mit dem Getrieberad steht der Antriebsmotor in
Wirkverbindung, beispielsweise indem ein Ritzel auf der Welle des Motors mit dem
Zahnrad kämmt.
Der zylindrische Schlitten hat an seinem Umfang mindestens eine umlaufende
Ringnut, die in einer Ebene angeordnet ist, die im Winkel zur Längsachse des Schlitten
liegt und die mindestens ein Rollelement, vorzugsweise eine Kugel, aufnimmt. Der
Winkel der Ringnut beträgt z.B. 60° zur Längsachse des Schlittens. Mit der Buchse
ist eine Aufnahme fest verbunden, welche das Rollelement teilweise aufnimmt und
in der Ringnut hält. Aufgrund dieser Anordnung wird bei einer Drehung der Buchse
relativ zum stationären Gehäuse das Rollelement auf einer Kreisbahn bewegt. Da das
Rollelement zugleich in der schrägen Ringnut sitzt, wird der Schlitten linear zunächst
in der einen und anschließend in der anderen Richtung bewegt. Bei einer Umdrehung
der Buchse führt der Schlitten mithin einen Hub aus.
Eine Vorrichtung nach der Erfindung kann äußerst kompakt aufgebaut
sein und darüber hinaus in der Lage sein, gleichzeitig zwei Pumpen anzutreiben.
Indem eine Mehrzahl von schrägen Ringnuten vorgesehen wird, lassen sich auch erhebliche
Kräfte übertragen. Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Kräfte über Rollbewegungen
der Rollelemente bzw. Kugeln übertragen wird, ist der Verlust durch Reibung klein.
Auch der Verschleiß hält sich in engen Grenzen.
Die Buchse muß zum einen drehbar im Gehäuse gelagert sein und zum
anderen axiale Kräfte aufnehmen, die ebenfalls vom Gehäuse aufgefangen werden müssen.
Daher ist es nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, wenn die Buchse
auf beiden Seiten des Getrieberades mittels eines Axial/Radiallagers im Gehäuse
gelagert ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Aufnahme für
das Rollelement in einer Öffnung der Buchse aufgenommen. Nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung kann die Aufnahme radial verstellt werden, um einen vorgegebenen Anpreßdruck
an das Rollelement und von diesem in die Ringnut hinein zu erzeugen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Aufnahme
ein zylindrisches Element mit einem Außengewinde sein, das in ein Gewinde der Öffnung
einschraubbar ist.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben werden.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung nach
der Erfindung.
Die in der Figur dargestellte Vorrichtung 10 weist zwei identische
Gehäusehälften 12, 14 auf, die in geeigneter Weise miteinander
verbunden bzw. verspannt sind, was nicht weiter dargestellt ist. Zwischen den Gehäusehälften
12, 14 ist ein umlaufender Spalt 16 gebildet.
Eine Buchse 18 weist annähernd mittig einen äußeren radialen
Flansch 20 auf, auf den ein Antriebselement 22 drehfest aufgebracht
ist. Das Antriebselement 22 kann z.B. mit einem Ritzel eines nicht dargestellten
Elektromotors kämmen.
Zu beiden Seiten des Flansches 20 ist jeweils ein Radial/Axiallager
24, 26 zwischen der Buchse 18 und einem entsprechenden
Gehäuseabschnitt der Gehäuseteile 12, 14 angeordnet. Die Buchse
18 ist mithin drehbar, jedoch axial fest im Gehäuse gelagert. Die Gehäuseteile
12, 14 sind stationär.
Die Buchse 18 umgibt einen zylindrischen Schlitten
26, dessen Länge geringfügig größer ist als die Länge des Gehäuses. Der
zylindrische Schlitten 26 weist achsparallele Führungsnuten auf (nicht
gezeigt), in welche Stifte 28 bzw. 30, die radial im Gehäuse angeordnet
sind im Bereich von Öffnungen 32 bzw. 34 des
Gehäuses eingreifen, wodurch der zylindrische Schlitten 26 sich zwar axial
bewegen, jedoch nicht drehen kann.
An den beiden Enden des zylindrischen Schlittens 26 liegen
koaxial Stangen 36, 38 an, die mit Membranen 40 bzw.
42 verbunden sind. Die Membranen 40, 42 gehören zu Membranpumpen,
die nicht weiter dargestellt sind.
Auf beiden Seiten des Flansches 20 weist der zylindrische
Schlitten 26 jeweils zwei schräg liegende Ringnuten 44,
46 auf. Die Ebenen der Ringnuten 44, 46 sind parallel
zueinander und haben z.B. einen Winkel zur Längsachse der Schlitten 26
von 60°. Der Querschnitt der Ringnuten 44, 46 ist halbkreisförmig.
Auf beiden Seiten des Flansches 20 sind in radialen Bohrungen
48, 50 zylindrische Elemente 52, 54 eingesetzt.
Sie haben ein Außengewinde, das mit dem Innengewinde der Bohrungen 48,
50 zusammenwirkt. An dem dem Schlitten 26 zugekehrten Ende haben
die Elemente 52, 54 eine halbkugelförmige Vertiefung zur Aufnahme
einer Kugel 56. Die Kugeln 56 sitzen daher zur Hälfte in den Aufnahmen
52, 54 und zur Hälfte in den Ringnuten 44,
46. Der Druck, mit dem die Kugeln in den Ringnuten 44,
46 sitzen, kann über die Aufnahmen 52, 54 eingestellt
werden.
Wird die Buchse 18 in Drehung versetzt, beschreiben die Aufnahmen
52, 54 eine Kreisbahn. Auch die Kugeln 56 beschreiben
eine Kreisbahn und wirken dabei ablenkend auf die Nuten 44, 46,
wodurch der Schlitten 26 eine axiale Bewegung ausführt. In der gezeigten
Figur hat der Schlitten 26 einen maximalen Hub nach rechts ausgeführt.
Nach einer Umdrehung der Buchse 18 nimmt der Schlitten 26 wieder
die in der Figur gezeigte Position ein, nachdem er auch die Membran 42
in gleichem Maße ausgelenkt hat, wie das für die Membran 40 gezeigt ist.
Eine Umdrehung der Buchse 18 bedeutet mithin jeweils einen Arbeitshub für
die Pumpenmembranen 40, 42.
Die Darstellung nach der Figur ist schematisch. So ist naturgemäß
für die Membranen 40, 42 eine Rückstellmöglichkeit vorzusehen,
welche durch eine Feder bewirkt werden kann oder dadurch, daß die Stangen
36, 38 fest mit dem Schlitten 26 verbunden werden.