Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Prozesse zum Formen von
Bändern aus Schichtmaterial und insbesondere ein Verfahren zum schnellen Bestimmen
genauer Modelle, um die zweidimensionalen Antworten von Stellgliedern in Maschinenquerrichtung
(QR) zu charakterisieren, die zur Steuerung des Betriebs solcher Bandformungsmaschinen
verwendet werden.
Bei vielen schichtformenden Verfahren, wie z. B. Papiermaschinen,
Plastikfilm-Strangpressen, Satinierkalandern, Beschichtern und ähnlichen Verfahren,
treten gemeinsame Prozesssteuerungsprobleme bei der Herstellung von Bändern auf,
die den Qualitätsvorgaben für das gegebene Schichtmaterial zu genügen haben. Bandqualitätsvorgaben
enthalten gewöhnlich Bereiche für die Kenngrößen des Bandes einschließlich der Dicke,
des Feuchtegehalts, des Gewichts pro Flächeneinheit und dergleichen. Die Qualitätskontrolle
ist schwierig, weil die spezifizierten Kenngrößen sowohl in Maschinenrichtung (MR)
oder Bewegungsrichtung des Bandes durch die Maschine als auch in der Maschinenquerrichtung
(QR) oder quer zum Band variieren.
Die MR-Schwankungen werden im Allgemeinen durch Faktoren bewirkt,
welche die gesamte Breite des Bandes betreffen, wie z. B. die Maschinengeschwindigkeit,
die Quelle des Ausgangsmaterials, das durch die Maschine zu einem Band geformt wird,
gemeinsame Zuführungen von Arbeitsflüssigkeiten, wie z. B. Dampf, und ähnliche Faktoren.
QR-Schwankungen, die durch Profile oder Profilsignale gegeben sind, werden in der
Regel durch Anordnungen von Stellgliedern kontrolliert, die über die Maschinenbreite
hinweg verteilt sind. Bei Papierherstellungsmaschinen, für welche die vorliegende
Erfindung besonders geeignet ist, umfassen die QR-Stellglieder Basisgewichtstellglieder,
die den Auslaufspalt eines Stoffeinlaufs und/oder die Stoffeinlaufverdünnungsventile
steuern, Dampfblasdüsen, Infrarotheizer, welche die QR-Feuchtevariationen steuern,
Wärmestellglieder, welche die Schichtdicke beeinflussen, und andere bekannte Vorrichtungen.
QR-Stellglieder bringen ein aufwändiges Steuerungsproblem mit sich, weil die schichtformenden
Maschinen leicht mehrere hundert QR-Stellglieder aufweisen können, die sich über
die gesamte Maschinenbreite hinweg verteilen, um die Abweichungen in der Schicht
zu verringern.
Ein Einstellen der QR-Stellglieder betrifft in der Regel einen Teilbereich
des Profils, der ausgedehnter ist als das Gebiet, das von dem jeweiligen Stellglied
besetzt wird. Damit ist es für ein Steuern des QR-Profils einer bandformenden Maschine
wichtig zu wissen, welcher Teilbereich des Profils durch ein jedes QR-Stellglied
beeinflusst wird. Die funktionale Beziehung, die beschreibt, welcher Teilbereich
des Profils durch jedes QR-Stellglied beeinflusst wird, wird als „Abbildung"
der QR-Stellglieder bezeichnet. Die Funktionskurve, die anzeigt, wie das Prozessprofil
durch das Einstellen eines QR-Stellglieds verändert wird, wird als „Ansprechverlauf"
der QR-Stellglieder bezeichnet. Abbildung und Ansprechverlauf der QR-Stellglieder
werden hier QR-Antworten der Stellglieder genannt. Die Antwort in Maschinenrichtung
auf Veränderungen der QR-Stellglieder wird als MR-Dynamik bezeichnet. Für die Kombination
von MR-Dynamik und QR-Antworten wird die Bezeichnung zweidimensionale (2D) Antworten
der QR-Stellglieder verwendet.
Nicht nur, dass sich die QR-Antwort eines jeden Stellglieds gewöhnlich
auf einen weit ausgedehnteren als den vom Stellglied besetzten Bereich ausbreitet,
sondern die QR-Abbildung eines Stellglieds kann sich bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen
auch verändern oder verschieben. Um ein gewünschtes Profil für ein Band aus einem
Schichtmaterial bei der Formung zu erhalten, ist es wesentlich, über eine zweidimensionale
(2D) Information zu verfügen, die eng mit jedem Stellglied und auch mit den unterschiedlichen
Betriebsbedingungen, mit denen das Stellglied konfrontiert wird, verknüpft ist.
Damit hängt die Leistungsfähigkeit einer QR-Steuerungsanwendung stark von der Genauigkeit
der Modelle ab, welche die Antworten aller QR-Stellglieder charakterisieren. In
der Praxis müssen die Stellgliedantwortmodelle an den schichtformenden Maschinen
bestimmt werden, indem Stellgliedtests ausgeführt werden. Die Verwendung eines effektiven
Verfahrens zur Bestimmung stabiler Antwortmodelle ist sehr entscheidend, um die
optimalen Steuerungsergebnisse für eine beliebige QR-Steuerungsanwendung zu erreichen.
Die Profilantwort als Ergebnis eines Steuerungsvorganges, der an einem
QR-Stellglied ausgeführt wird, wird gewöhnlich durch einen sogenannten „Stoß"-Test
oder eine „Stufen"-Sollwertveränderung an einem QR-Stellglied erhalten. Die
Antworten benachbarter QR-Stellglieder überdecken sich gewöhnlich in der QR-Richtung,
so dass die herkömmlichen QR-Stoßtests nur bei Stellgliedern eingesetzt werden können,
die weit genug voneinander weg sind, so dass für ein Entkoppeln ihrer Antworten
keine Überdeckungseffekte auftreten. Dieses Problem wird vergrößert, wenn ein Abtastsensor
zur Messung der Profilantworten eingesetzt wird. Der Abtastsensor misst nur die
Schichteigenschaftsprofile entlang schräg verlaufender Spuren über die Schichtbreite
hinweg. Mit den äußerst spärlichen und asymmetrischen Daten, die von einem Abtastsensor
erhalten werden, wird bei einem Stoßtest gewöhnlich eine lange Zeit zum Ausführen
mehrerer Abtastläufe des Sensors benötigt, um ein zuverlässiges
Antwortmodell für ein beliebiges QR-Stellglied über die Schichtbreite hinweg zu
gewinnen. Auch unterbricht der Schritt-Stoßtest selbst den normalen Steuerungsbetrieb
und kann für eine lange Testdauer schwerwiegende Produktabweichungen hervorrufen.
Es kann viele Stunden dauern, um viele Schritt-Stoßtests auszuführen und Antwortmodelle
für alle Stellglieder zu erhalten, so dass dies für eine beliebige Produktion praktisch
undurchführbar ist.
Eine Verbesserung des herkömmlichen Stoßtestens ist im US-Patent Nr.
5,122,963 offengelegt, das dem Anmelder der vorliegenden Patentanmeldung erteilt
wurde. In dem 963-iger Patent werden Störsignale für die QR-Stellglieder, die durch
Pseudozufalls-Binärfolgen gegeben sind, mit Mehrfachsignalen verwendet, die so ausgewählt
sind, dass sie statistisch voneinander unabhängig sind, so dass die Antworten von
mehreren QR-Stellgliedern zur gleichen Zeit bestimmt werden können. Die Störsignale
werden in der Amplitude schrittweise bis zu einem Pegel verstärkt, der für eine
QR-Analyse verwendet werden kann, aber noch nicht das Band über die Vorgaben hinaus
beeinträchtigt. Die Erkenntnisse aus dem 963-iger Patent beschleunigen zwar beträchtlich
die Bestimmung von QR-Stellgliedmodellen über die herkömmlichen Stoßtests hinaus,
sie erfordern aber immer noch eine beträchtliche Zeitspanne, da von einem Abtastsensor
viele Abtastvorgänge zur Charakterisierung aller QR-Stellglieder ausgeführt werden
müssen.
Da für viele Schichtfertigungsprozesse die zweidimensionale Gleichförmigkeit
der Schichteigenschaften, d. h. in Maschinenlauf- und Maschinenquerrichtung, eine
kritisches Qualitätsmerkmal ist, werden neue Verfahren zum Erhalten genauer Antwortmodelle
für jedes QR-Stellglied in einem Schichtfertigungsprozess benötigt, um eine bessere
Steuerung der Schichtgleichförmigkeit zu erreichen. Vorzugsweise würden die Testdauer
und die durch die Tests hervorgerufenen Produktabweichungen für das Einstellen einer
beliebigen QR-Steuerungsanwendung verringert werden. Darüber hinaus sollten die
neuen Verfahren nicht nur die erforderliche Testdauer und die Produktabweichungen
verringern, sondern auch die zweidimensionale (2D) Antwort eines jeden QR-Stellglieds
einzeln ausweisen.
Diesem Bedarf an einer Modellierung der 2D-Antworten der QR-Stellglieder
wird durch das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung entsprochen, wobei ein Satz
von Zufallssondierungsabfolgen, die oft als Sondierungsaktionen bezeichnet werden,
gleichzeitig auf einen Satz von QR-Stellgliedern für einen Zeitraum angewendet wird,
der zur Messung von Bandabweichungen oder von Bandmessungsveränderungen, die von
den Sondierungsaktionen herrühren, ausreichend ist. Sowohl die Stellgliedrückkopplung
als auch die 2D-Messung der Schichteigenschaftsschwankungen werden während des Testzeitraums
gesammelt. Die gesammelten Daten werden gemäß der vorliegenden Erfindung verarbeitet,
um 2D-Antwortmodelle für jedes einzelne Stellglied aus dem Satz der QR-Stellglieder
zu erhalten. Zur Minimierung der durch die Tests erzeugten Produktabweichungen werden
die Sondierungsaktionen so zufällig wie möglich und mit einer geringen Dauer ausgewählt.
Mit dem neuen Verfahren gemäß vorliegender Erfindung sind keine längeren Schrittaktionen
nötig. Mit der 2D-Messung wird die Gesamtdauer des Tests beträchtlich verringert.
Das neue Verfahren identifiziert die Globalprozess-MR-Dynamik, die QR-Antwortformen
und die QR-Standorte für jedes einzelne QR-Stellglied während einer einzigen gleichzeitigen
Anwendung der Sondierungsaktionen auf die QR-Stellglieder.
Gemäß vorliegender Erfindung umfasst ein neues Verfahren für das Modellieren
von 2D-Antworten, d. h. MR- und QR-Antworten, von einer Anzahl von QR-Stellgliedern,
die sich über die Breite einer Maschine hinweg erstrecken, die zur Herstellung eines
Bandes aus Schichtmaterial verwendet wird, die Auswahl einer Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen,
die zu einer Anzahl von QR-Stellgliedern gehören, und die Störung der Anzahl von
QR-Stellgliedern durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen. Das Schichtmaterialband
wird bei seiner Formung gemessen, während die Anzahl von QR-Stellgliedern durch
die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen gestört wird. Die Globalprozess-MR-Dynamik
der Anzahl von QR-Stellgliedern wird abgeschätzt. Und für jedes aus der Anzahl von
QR-Stellgliedern wird eine QR-Antwort unter Verwendung der Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen,
der Messungen des Schichtmaterialbandes und der abgeschätzten Globalprozess-MR-Dynamik
abgeschätzt. Die Globalprozess-MR-Dynamik und die QR-Antworten bilden 2D-Antworten
für die Anzahl von QR-Stellgliedern. Zur Verfeinerung der 2D-Antworten können die
Schritte zur Abschätzung der Globalprozess-MR-Dynamik und zur Abschätzung einer
QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern iterativ wiederholt werden.
Das Verfahren kann zusätzlich eine Abschätzung der Stellglieddynamik der Anzahl
von QR-Stellgliedern mit den Schritten zur Abschätzung der Globalprozess-MR-Dynamik
der Anzahl von QR-Stellgliedern und zur Abschätzung einer QR-Antwort für jedes aus
der Anzahl von QR-Stellgliedern umfassen, wobei die abgeschätzte Stellglieddynamik
der Anzahl von QR-Stellgliedern verwendet wird.
Der Schritt zur Abschätzung der Globalprozess-MR-Dynamik umfasst vorzugsweise
die Bestimmung von Messungsveränderungen im Schichtmaterialband infolge der Störung
durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen und die Berechnung
von Eigenwerten-Eigenvektoren einer Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen. Der
Eigenvektor, der zum größten Eigenwert gehört, wird als ein dominierendes QR-Profil
der Messungsveränderungen ausgewählt. Die Messungsveränderungen werden gefaltet
mit dem dominierenden QR-Profil der Messungsveränderungen, um eine zeitliche Entwicklung
des dominierenden QR-Profils in den Messungsveränderungen zu erhalten. Die auf der
Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen beruhenden abgeschätzten Veränderungen und
die abgeschätzten QR-Antworten der Anzahl von QR-Stellglieder werden mit dem dominierenden
QR-Profil der Messungsveränderungen gefaltet, um eine zeitliche Entwicklung des
dominierenden QR-Profils in den abgeschätzten Veränderungen zu erhalten. Die Differenz
zwischen der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils in den Messungsveränderungen
und der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils in den abgeschätzten
Veränderungen, die durch eine ausgewählte Globalprozess-MR-Dynamik bearbeitet wurden,
wird zur Bildung eines MR-Modellierungsfehlers verwendet. Der MR-Modellierungsfehler
wird durch die Auswahl eines optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells minimiert,
und das optimale Globalprozess-MR-Dynamikmodell wird als eine abgeschätzte Globalprozess-MR-Dynamik
verwendet.
Vorzugsweise umfasst der Schritt zur Berechnung der Eigenwerte-Eigenvektoren
der Messungsveränderungen eine Zerlegung der Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen
unter Verwendung einer Singulärwertzerlegung. Und der Schritt zur Auswahl des Eigenvektors,
der zum größten Eigenwert gehört, um ein dominierendes QR-Profil der Messungsveränderungen
zu bilden, umfasst eine Auswahl eines dominierenden QR-Profils der Messungsveränderungen
aus einem Faktor, der aus der Singulärwertzerlegung der Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen
erhalten wurde.
Der Schritt zur Abschätzung einer QR-Antwort für jedes aus der Anzahl
von QR-Stellgliedern kann eine Vorhersage von Messungsveränderungen im Schichtmaterialband
infolge einer Störung durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen unter Verwendung
der abgeschätzten Globalprozess-MR-Dynamik sowie einer ausgewählten QR-Antwort für
jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern umfassen. Die Differenz zwischen den Messungsveränderungen
und vorhergesagten Messungsveränderungen wird dann zum Bilden eines QR-Modellierungsfehlers
genommen. Die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers wird durch Auswahl einer
optimalen QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern minimiert. Die
optimalen QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern, welche die Frobenius-Norm
des QR-Modellierungsfehlers minimieren, werden als die abgeschätzten QR-Antworten
für die Anzahl von QR-Stellgliedern verwendet. Die optimalen QR-Antworten für die
Anzahl von QR-Stellgliedern, welche die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers
minimieren, werden ausgedrückt durch die Gleichung
Ĝ = [&Dgr;Y]W~T[W~W~T]–1.
Das Verfahren kann ferner eine Wiederholung der folgenden Schritte
umfassen: Bestimmen der abgeschätzten Veränderungen im gemessenen Schichtmaterial
ausgehend von der Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen und der abgeschätzten QR-Antworten
der Anzahl von QR-Stellgliedern; Falten der abgeschätzten Veränderungen mit dem
dominierenden QR-Profil der Messungsveränderungen, um eine zeitliche Entwicklung
des dominierenden QR-Profils in den abgeschätzten Veränderungen zu erhalten; Nehmen
der Differenz zwischen der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils in
den Messungsveränderungen und der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils
in den abgeschätzten Veränderungen, die durch eine ausgewählte Globalprozess-MR-Dynamik
bearbeitet wurden, um einen MR-Modellierungsfehler zu bilden; Minimieren des MR-Modellierungsfehlers
durch Auswahl eines optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells; Verwenden des optimalen
Globalprozess-MR-Dynamikmodells, das durch Minimieren des MR-Modellierungsfehlers
erhalten wurde, als eine abgeschätzte Globalprozess-MR-Dynamik, wobei die Messungsveränderungen
im Schichtmaterialband infolge der Störung durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen
unter Verwendung der abgeschätzten Globalprozess-MR-Dynamik und einer ausgewählten
QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern vorhergesagt werden; Nehmen
der Differenz zwischen den Messungsveränderungen und den vorhergesagten Messungsveränderungen
zum Bilden eines QR-Modellierungsfehlers; Minimieren der Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers
durch Auswahl einer optimalen QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern;
und Verwenden der optimalen QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern, welche
die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers minimieren, als die abgeschätzten
QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern.
Das Verfahren kann darüber hinaus ein Entfernen von Schwankungen umfassen,
die nicht mit Stellgliedantworten aus den abgeschätzten QR-Antworten für die Anzahl
von QR-Stellglieder verknüpft sind, indem z. B. die abgeschätzten QR-Antworten für
die QR-Stellglieder geglättet werden. Die abgeschätzten QR-Antworten können ferner
verfeinert werden, indem eine der QR-Antworten als eine Anfangsbezugsantwort ausgewählt
wird. Alle übrigen QR-Antworten werden für ein Angleichen an die Anfangsbezugsantwort
in der Querrichtung verschoben, um QR-Antwort-Relativlagen zu bestimmen und eine
Gruppe von sich überdeckenden QR-Antworten festzulegen. Aus der Gruppe sich überdeckender
QR-Antworten wird eine Durchschnittsantwort bestimmt. Die QR-Antworten werden in
Maschinenquerrichtung für ein Angleichen an die Durchschnittsantwort verschoben,
um neue QR-Antwort-Relativlagen zu bestimmen und eine neue Gruppe von sich überdeckenden
QR-Antworten festzulegen. Aus der neuen Gruppe der sich überdeckenden QR-Antworten
wird eine neue Durchschnittsantwort bestimmt. Die Schritte zum Verschieben der QR-Antworten
in Maschinenquerrichtung für ein Angleichen an die Durchschnittsantwort und zum
Bestimmen einer neuen Durchschnittsantwort werden wiederholt, bis die neue Durchschnittsantwort
innerhalb einer gewählten Toleranz konvergiert, um eine konvergierte neue Durchschnittsantwort
zu bilden, die dann als die Durchschnittsantwort verwendet wird. Über und unter
die Durchschnittsantwort werden Schwankungsgrenzen gesetzt. Innerhalb der Schwankungsgrenzen
wird eine Familie wahrscheinlicher QR-Antworten erzeugt. Eine optimale Verstärkung
wird gewählt, und aus der Familie der wahrscheinlichen Antworten wird für jede QR-Stellgliedantwort
eine wahrscheinlichste Antwort ausgewählt. Die QR-Antwort wird für jedes QR-Stellglied
durch die wahrscheinlichste Antwort ersetzt, die mit der gewählten optimalen Verstärkung
multipliziert und für jedes QR-Stellglied um einen geeigneten Wert verschoben wird.
Das Verfahren kann ferner eine Bestimmung von QR-Antwortgrenzen für
alle QR-Antworten umfassen, wobei die Größen der Durchschnittsantwort außerhalb
dieser Grenzen übereinstimmend kleiner als ein festgelegter Prozentsatz eines Maximums
der Durchschnittsantwort werden und die QR-Antworten außerhalb der Grenzen durch
Null ersetzt werden. Vorzugsweise werden die Schwankungsgrenzen gemäß einer vorgegebenen
statistischen Sicherheit festgelegt, zum Beispiel gemäß einem Vielfachen einer Standardabweichung
aller QR-Antworten. Der Schritt zum Erzeugen einer Familie wahrscheinlicher QR-Antworten
innerhalb der Schwankungsgrenzen kann eine Dehnung oder eine Kompression der Durchschnittsantwort
mittels Spline-Interpolation umfassen.
Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
verfahren zum Erhalten genauer 2D-Antwortmodelle für jedes QR-Stellglied in einem
Schichtfertigungsprozess bereitzustellen, um eine bessere Steuerung der Schichtgleichförmigkeit
zu erreichen.
Andere Aufgaben und Vorzüge der Erfindung werden aus der folgenden
Beschreibung, den beigefügten Zeichnungen sowie den angefügten Ansprüchen ersichtlich.
1 ist eine zweidimensionale Ansicht einer
Sondierungs- oder Störmatrix, die durch eine Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen
zusammengesetzt wird.
1A ist eine grafische Darstellung einer
Folge von Zufallssondierungsaktionen, die eine Zeile der Sondierungs- oder Störmatrix
von 1 umfassen.
1B ist eine grafische Darstellung der
fünf Zufallsondierungsaktionen der Sondierungs- oder Störmatrix von 1.
2 ist eine Darstellung von zweidimensionalen
Messungsveränderungen in einem Schichtmaterialband, das gerade durch eine Bandherstellungsmaschine
erzeugt wird, während eine Anzahl von Stellgliedern in Maschinenquerrichtung, die
sich über die Breite der Maschine erstrecken, durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen,
welche die Störmatrix von 1 ausmachen, sondiert oder
gestört wird.
3 ist ein Graph eines dominierenden QR-Profils
von Messungsveränderungen, die aus der Störung der Anzahl von QR-Stellgliedern der
Bandformungsmaschine resultieren.
4 ist ein Graph zur Darstellung der zeitlichen
Entwicklung des dominierenden QR-Profils von 3 in den
Messungsveränderungen ay(t) und der zeitlichen Erntwicklung des dominierenden
QR-Profils von 3 in den abgeschätzten Veränderungen
aw(t).
5 ist ein Graph der abgeschätzten Globalprozeß-MR-Dynamik
für die Anzahl von QR-Stellgliedern der Bandherstellungsmaschine.
6 ist eine gemäß vorliegender Erfindung
bestimmte zweidimensionale Darstellung abgeschätzter QR-Antwortmodelle oder QR-Antworten
für die Anzahl von QR-Stellgliedern der Bandherstellungsmaschine.
7 veranschaulicht eine QR-Bezugsantwort
und eine Verschiebung aller übrigen QR-Antworten zum Angleichen an die QR-Bezugsantwort,
um eine Gruppe sich überdeckender QR-Antworten festzulegen.
8 veranschaulicht eine Durchschnittsantwort,
die aus der Gruppe sich überdeckender QR-Antworten von 7
bestimmt wird, und Schwankungsgrenzen, die über und unter die Durchschnittsantwort
gesetzt werden.
9 veranschaulicht eine Familie von wahrscheinlichen
QR-Antworten, die innerhalb der Schwankungsgrenzen von 8
erzeugt wird.
10 ist eine gemäß vorliegender Erfindung
bestimmte zweidimensionale Darstellung von wahrscheinlichsten QR-Antwortmodellen
oder QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern der Bandherstellungsmaschine,
und
11 ist ein Flussdiagramm der Arbeitsgänge,
die zu der abgeschätzten MR-Dynamik und abgeschätzten QR-Antwortmodellen oder QR-Antworten
für die Anzahl von QR-Stellgliedern führen, wie diese abgeschätzten 2D-Antworten
in den 5 und 6
dargestellt sind.
Die Erfindung der vorliegenden Patentanmeldung wird nun mit Bezug
auf die Zeichnungen beschrieben, wobei 1 eine Sondierungs-
oder Störungsmatrix W zeigt, die durch eine Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen
gebildet wird, wie in 1 dargestellt ist. Ein erstes
Beispiel 102 einer Zufallssondierungsabfolge ist in 1A
dargestellt und fünf Zufallssondierungsabfolgen 104–112
sind in 1B dargestellt. In der Sondierungsmatrix W
von 1 gibt es n Zeilen uns s Spalten mit n = 45 und
s = 100. Jede Zeile der Störungsmatrix von 1 umfasst
eine Abfolge von Zufallssondierungsaktionen, siehe 1A
und 1B, welche ausgeführt werden an einem
zugehörigen aus einer gleichen Anzahl von QR-Stellgliedern einer Maschine, die zur
Herstellung eines Schichtmaterialbandes verwendet wird, zum Beispiel einer Papierherstellungsmaschine,
für welche die vorliegende Erfindung besonders zutreffend ist und zunächst eingesetzt
wurde, wie zum Beispiel in der zitierten US-Patentschrift Nr. 5,122,963 dargestellt
ist.
Stärke und Dauer einer jeden Sondierungsaktion können zufällig gewählt
werden. Die Minimaldauer einer jeden Aktion in der Abfolge wird jedoch so gewählt,
dass die Antwort auf jede Aktion in zweidimensionalen (2D) Messdaten nachweisbar
ist, und die Maximalstärke einer jeden Aktion wird innerhalb eines Höchstwertbereichs
der Stärken 114, 116, siehe 1A, so
gewählt, dass das Ausführen der Sondierungsaktionen an den QR-Stellgliedern der
Bandherstellungsmaschine keine Überschreitung der Vorgaben für das Bandmaterial
erzeugt. Demzufolge sollte das Bandmaterial, das während der Ausführung der Sondierungsaktionen
hergestellt wurde, im Bereich der Anforderungen an das Band liegen und deshalb trotz
der Störungen verwendbar sein.
Die 2D-Messdaten werden vorzugsweise durch eine nichtabtastende Gesamtschichtmessung
erhalten, die seit kurzem technisch verfügbar ist, um die gesamte Schichtbreite
ohne ein Hin- und Herbewegen von Sensoren über die Schicht und ohne ein Auslassen
von Teilen der Schicht zu messen, siehe die US-Patentschrift Nr. 5,563,809. Solche
Messungen können beim Bandherstellungsprozess nahezu an jeder Stelle ausgeführt
werden. Bei einer Verwendung dieser 2D-Messverfahren ist eine gewaltige Menge von
tatsächlich zweidimensionalen, die gesamte Breite betreffenden Messdaten nahezu
kontinuierlich verfügbar. Bei einer Verwendung solcher 2D-Messverfahren liegt die
Dauer der Sondierungsaktionen gewöhnlich in einem Bereich von einigen Sekunden bis
zu einer Minute, wohingegen bei herkömmlichen Abtastmessungen die Stufenstoßtests
üblicherweise mehrere Abtastungen, d. h. einige Minuten bis zu einer halben Stunde,
andauern müssen, um die vollständige Messung der Stellgliedantworten zu erhalten.
Um zu erreichen, dass alle QR-Stellglieder zur gleichen Zeit sondiert
oder gestört werden, sollten die Sondierungsabfolgen für die QR-Stellglieder nicht
genau übereinstimmen und keine Sondierungsabfolge sollte gleich einer Linearkombination
von zwei oder mehreren Sondierungsabfolgen sein, die für andere QR-Stellglieder
verwendet werden. Unter diesen Bedingungen muss die Anzahl der Sondierungsaktionen
in den Sondierungsabfolgen zumindest gleich oder größer sein als die Anzahl der
Sondierungsstellglieder. Um die Anzahl der für die Sondierung aller QR-Stellglieder
benötigten Sondierungsabfolgen zu verringern, können die QR-Stellglieder in eine
Anzahl von Gruppen eingeteilt werden, wobei in 1 drei
Gruppen 118, 120, 122 dargestellt sind. Die Zahl der
QR-Stellglieder in jeder Gruppe wird so gewählt, dass die Antworten von den beiden
Randstellgliedern in jeder Gruppe, d. h. den QR-Stellgliedern an den beiden Enden
oder Rändern der Gruppe, sich nicht überdecken und sich folglich nicht auf einen
gemeinsamen Teilbereich des Bandes auswirken. Bei einem solchen Eingruppieren der
Stellglieder kann für alle Gruppen von QR-Stellgliedern ein kleinerer Satz von Sondierungsabfolgen,
deren Länge kürzer ist, verwendet werden. Durch die Gruppenanordnung wird die Länge
der Sondierungsabfolgen beträchtlich verringert, so dass im Normalfall die gesamte
erforderliche Sondierungszeit in Abhängigkeit von der Anzahl der QR-Stellglieder
in jeder der Gruppen nur wenige Minuten beträgt.
In der Praxis wird die Dauer einer jeden Sondierungsaktion gleich
einem ganzzahligen Vielfachen einer Basisabtastperiode gesetzt. In einer funktionierenden
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die zur Steuerung des Auslaufspalts
in einer Papierherstellungsmaschine verwendet wird, betrug die Basisabtastzeit 1
bis 3 Sekunden. Die Sondierungsabfolgen für eine Gruppe von Stellgliedern bilden
eine zweidimensionale Matrix. Für die folgende Analyse werden die 2D-Zufallssondierungsaktionen
durch die Zeilen einer nxs-Matrix W oder W(t) dargestellt:
wobei n die Anzahl von QR-Stellgliedern und folglich der Sondierungsabfolgen in
der Gruppe ist. Die Sondierungsabfolge wi für das i-te QR-Stellglied
ist ein Zeilenvektor mit s Abtastperioden. In der vorliegenden Erfindung werden
zwar statistisch unkorrelierte Sondierungsabfolgen bevorzugt, es ist aber nicht
nötig, dass jede Sondierungsabfolge völlig unkorreliert zu den anderen Sondierungsabfolgen
ist. Die vorliegende Erfindung funktioniert mit nahezu allen Zufallsabfolgen, die
wie oben beschrieben als Sondierungsabfolgen verwendet wurden.
Anfänglich können genäherte 2D-Antworten der QR-Stellglieder durch
Sondieren nur eines QR-Stellglieds nahe der Mitte des Schichtmaterialbandes oder
mehrerer Stellglieder, die über die volle Breite des Bands verteilt und voneinander
getrennt sind, mit einer sehr kurzen Testdauer bestimmt werden. Die Antwort oder
Antworten von diesem Sondierungstest würden dann verwendet werden, um eine Anfangsnäherung
der Globalprozess-MR-Dynamik ĝ0 zu bestimmen, wie sie in der folgenden
Weiterverarbeitung verwendet wird und in 11 dargestellt
ist. Wird der Sondierungstest nicht ausgeführt, dann kann als Startwert einfach
ĝ0 gleich 1 gesetzt werden. Wie aus dieser Beschreibung ersichtlich
werden sollte, ist dann, wenn der Sondierungstest ausgeführt wird, in der vorliegenden
Erfindung auch möglich, mit einer Abschätzung der QR-Antworten Ĝ in der anschließenden
Weiterverarbeitung zu starten, siehe 11 und Gleichung
(5). Wurde jedoch kein Sondierungstest ausgeführt, dann sollte die Weiterverarbeitung
beginnend mit ĝ0 anschließen, wie unten beschrieben und in
11 dargestellt ist. Mit Hinblick auf Einfachheit und
Flexibilität wird ein Start mit ĝ0 gegenwärtig bevorzugt.
Die Sondierungssequenzen wi der Sondierungs- oder Störmatrix
W von 1 werden an den QR-Stellgliedern einer Bandformungsmaschine,
zum Beispiel den Auslaufspaltstellgliedern einer Papierherstellungsmaschine, für
eine Gesamtdauer von s Abtastperioden, s = 100 in 1,
ausgeführt. Die Auswirkungen der Sondierungsaktionen werden von einem nichtabtastenden
Gesamtschichtsensor, zum Beispiel einer handelsüblichen Version des in der zitierten
US-Patentschrift Nr. 5,563,809 beschriebenen Sensors, festgestellt. Sowohl die zeitlichen
(MR) als auch die räumlichen (QR) Auswirkungen der Sondierungsaktionen werden von
dem nichtabtastenden Gesamtschichtsensor als eine 2D-Messung schnell und genau gemessen.
Die gemessenen 2D-Daten werden durch eine Matrix Y oder Y(t) dargestellt:
wobei m das Auflösungsvermögen der Messung in Maschinenquerrichtung und yj
ein Zeilenvektor mit einer Anzahl s von Abtastungen in Maschinenrichtung ist. Der
Einfachheit der Darstellung halber wird angenommen, dass die Abtastfrequenz
in Maschinenrichtung die gleiche ist wie die Abtastzeit der Sondierungsaktionen.
Der Unterschied zwischen den gemessenen 2D-Daten bei Ausführung der Sondierungsaktionen
an den QR-Stellgliedern und den gemessenen 2D-Daten, wenn die Sondierungsaktionen
gleich Null sind oder nicht an den QR-Stellgliedern ausgeführt werden, ist durch
die Messungsveränderungen &Dgr;Y = Y(t) – Y0 gegeben, die in
2 dargestellt sind.
Zum Beispiel wurden die Sondierungsaktionen der in 1
dargestellten Störmatrix W an den QR-Stellgliedern einer Maschine, den Auslaufspaltstellgliedern
einer Papierherstellungsmaschine, die über 45 QR-Stellglieder verfügte, ausgeführt.
2 zeigt die Messungsveränderungen &Dgr;Y = Y(t) –
Y0, die von einem nichtabtastenden Sensor, wie z. B. von einer handelsüblichen
Version des in der zitierten US-Patentschrift Nr. 5,563,809 beschriebenen Sensors,
erhalten wurden, während an den QR-Stellgliedern die Sondierungsaktionen ausgeführt
wurden.
Durch die Gleichung
Y(t) = Gg(q–1)H(q–1)W(t) + Z(t)
+ Y0(1)
ist die 2D-Messung Y(t) über die 2D-Antworten mit der Sondierungsaktion W(t) verknüpft.
In Gleichung (1) ist G eine mxn-Matrix, welche die räumlich ausgerichteten
(QR)-Antwortmodelle für die n QR-Stellglieder darstellt. H(q–1)
ist eine nxn-Diagonalmatrix, deren Diagonalelemente die Stellglieddynamik für die
n QR-Stellglieder verkörpern. Der Term g(q–1) stellt die Globalprozess-MR-Dynamik
dar. Das Symbol q–1 verkörpert die diskrete Zeitverschiebung in
Maschinenrichtung. H(q–1) und g(q–1) sind diskretisierte
Dynamikmodelle der zugehörigen kontinuierlichen Stellglieddynamik und Prozessdynamik.
Z(t) ist eine mxs-Matrix zur Darstellung des statistischen Rauschens im Prozess
und/oder in der Messung. Y0 ist eine mxs-Matrix, welche die stationären
2D-Banddaten repräsentiert, die gemessen werden, wenn die Maschine betrieben wird,
ohne an den QR-Stellgliedern die Sondierungsabfolgen auszuführen, d. h. der Messdaten
am normalen Band, das von der Maschine ohne Sondierungsabfolgen hergestellt wurde.
Die Stellglieddynamik der QR-Stellglieder, siehe 124 in
11, d. h. die Diagonalterme in der Matrix H(q–1),
können individuell aus der Abfolge von Sondierungen, die an jedem RQ-Stellglied
ausgeführt werden, und der Aktionsrückkopplung, wie z. B. der Stellgliedlagerückkopplung,
vom zugehörigen Stellglied bestimmt werden, siehe 11.
Zur Bestimmung der MR-Dynamik der QR-Stellglieder kann ein beliebiges standardgemäßes
Identifikationsschema verwendet werden. Unter der Annahme, dass die Stellglieddynamik
von erster Ordnung in der Totzeitverzögerung ist, kann ein Suchverfahren, wie z.
B. das Nelder-Mead-Verfahren, verwendet werden, um die Differenz zwischen der vorhergesagten
Stellgliedausgabe und der tatsächlichen Stellgliedrückkopplung für jedes Stellglied
zu minimieren. Diese Verfahren sind Fachleuten auf diesem Gebiet zwar gut bekannt,
zusätzliche Informationen können aber aus einem Beitrag mit dem Titel A SIMPLEX
METHOD FOR FUNCTION MINIMIZATION VON J. A. Nelder und R. Mead erhalten werden, der
im Computer Journal, Bd. 7, S. 308–313 (1965) veröffentlicht wurde. Optimale
Stellglieddynamikmodelle für die QR-Stellglieder werden unter Verwendung der Gleichung
ĥi(q–1) = arg min||wi(t)
– ĥi(q–1)wi(t)||∀i = 1,
..., n(2)
erhalten, wobei wi(t) die Aktionsrückkopplung vom i-ten Stellglied
ist und ĥi(q–1) das Dynamikmodell des i-ten QR-Stellglieds
verkörpert, siehe 124 von 11. Üblicherweise
hat ĥi(q–1) eine Einheitsverstärkung. Da für die
meisten praktischen Anwendungen die Stellglieddynamik gewöhnlich sehr schnell und
vernachlässigbar ist, sind die ĥi(q–1) gleich
Eins. In unserem Beispiel wird angenommen, dass die Stellglieddynamik hinreichend
schnell ist, so dass die Diagonalmatrix Ĥ(q–1) durch eine
Einheitsmatrix angenähert werden kann. Für Fachleute auf diesem Gebiet sind diese
Verfahren zwar gut bekannt, zusätzliche Informationen können jedoch aus MATLAB OPTIMIZATION
TOOLBOOK USER'S GUIDE von Mary N. Branch und Andrew Grace erhalten werden, das 1996
von MathWorks, Inc. veröffentlicht wurde.
Der Anmelder hat aus Beobachtungen des tatsächlichen Prozessdynamikverhaltens
ermittelt, dass die Globalprozess-MR-Dynamik g(q–1) 123
für alle QR-Stellglieder im Wesentlichen die gleiche ist, siehe 5.
Durch eine Untersuchung der allgemeinen Charakteristiken von 2D-Schichtänderungen
hat der Anmelder auch ermittelt, dass die MR- oder zeitliche Entwicklung eines dominierenden
QR-Profils uy in den Messungsveränderungen &Dgr;Y = Y(t) – Y0
über die Globalprozess-MR-Dynamik g(q–1) mit der MR-Entwicklung
der uy in den abgeschätzten Veränderungen GH(q–1)W(t)
verknüpft ist.
Das dominierende QR-Profil uy der 2D-Messungsveränderungen
&Dgr;Y ist definiert durch den Eigenvektor, der zum größten Eigenwert der Kovarianzmatrix
der 2D-Messungsveränderungen &Dgr;Y gehört, siehe 3.
Dieser Eigenvektor kann auf verschiedenen Wegen ermittelt werden, vorzuziehen ist
es jedoch, ihn über die Singulärwertzerlegung (SWZ) der Kovarianzmatix [&Dgr;Y][&Dgr;Y]T,
siehe 126 von 11 zu erhalten, was zu den Faktoren
Uy, &Sgr;y und vy der Gleichung
Uy&Sgr;yvy = SWZ([&Dgr;Y][&Dgr;Y]T)(3)
führt. Der Diagonalmatrixfaktor &Sgr;y enthält die Singulärwerte in absteigender
Reihenfolge. Die erste Spalte uy im Matrixfaktor Uy ist das
dominierende QR-Profil der 2D-Messungsveränderungen &Dgr;Y, siehe 3.
Diese Verfahren sind Fachleuten auf diesem Gebiet zwar gut bekannt, zusätzliche
Informationen können zum Beispiel aber aus der vierten Auflage von LINEAR ALGEBRA
WITH APPLICATIONS von Steven J. Leon, publiziert von der Macmillan College Publishing
Company, erhalten werden.
Wie in 4 dargestellt ist, ergibt sich
die zeitliche Entwicklung ay(t) der uy in den Messungsveränderungen
&Dgr;Y durch Faltung aus der Gleichung
&agr;y(t) = uTy[&Dgr;Y],(4)
siehe 128 von 11. Und die zeitliche Entwicklung
ay(t) der uy der abgeschätzten Veränderungen GH(q–1)W(t)
wird aus der Gleichung
&agr;w(t) = uTy[GH(q–1)W(t)](5)
erhalten.
Für die erste Berechnung der aw(t) in Gleichung 5 kann
G entweder mit irgendeiner vorliegenden Kenntnis über die QR-Stellgliedantwort,
zum Beispiel die Antwort oder Antworten, die aus dem oben erwähnten Sondierungstest
erhalten wurden, angenähert oder einfach übergangen werden. In den anschließenden
iterativen Berechnungen wird die QR-Antwort G und g(q–1) aus einer
rekursiven Berechnung der anschließenden Operationen verfügbar. Die Dynamikbeziehung
zwischen ay(t) und aw(t) ist die Globalprozess-MR-Dynamik
g(q–1). Das Globalprozess-MR-Dynamikmodell g(q–1)
wird durch Minimieren des Modellierungsfehlers &agr;y(t) – g(q–1)&agr;w(t)
unter Verwendung von Gleichung (6)
ĝ(q–1) = arg min||&agr;y(t) –
ĝ(q–1)&agr;w(t)||(6)
erhalten, siehe 130 von 11. Die Optimierung
kann mit Suchverfahren, wie z. B. dem Nelder-Mead-Optimierungsverfahren, ausgeführt
werden. Siehe dazu den zitierten Artikel von J. A. Nelder und R. Mead. Das erhaltene
Modell ĝ(q–1) ist für die nachfolgenden Berechnungen auf
eine Einheitsverstärkung normiert.
Nachdem Ĥ(q–1) und ĝ(q–1)
aus den obigen Berechnungen bestimmt wurden, werden die Sondierungsaktionen, welche
die MR-Prozessdynamik einbeziehen, berechnet, um eine Zwischen-Sondierungsaktionsmatrix
W~(t) unter Verwendung der Gleichung
W~(t) = ĝ(q–1)Ĥ(q–1)W(t)(7)
zu bestimmen.
Die 2D-Schichtänderung wird mit dem 2D-Modell vorhergesagt oder abgeschätzt,
wobei die folgende Gleichung für die vorhergesagte 2D-Schichtänderung Ŷ verwendet
wird:
Ŷ(t) = Ĝĝ(q–1)Ĥ(q–1)W(t)
+ Y0 = ĜW~(t) + Y0(8)
Die optimale QR-Antwort Ĝ wird als das Modell festgelegt, das
die Frobenius-Norm der Differenz zwischen den 2D-Messungsveränderungen &Dgr;Y =
Y – Y0 und der abgeschätzten 2D-Schichtänderung &Dgr;Ŷ =
Ŷ – Y0, d. h. ||Y – Ŷ||2F,
minimiert.
Die optimale Lösung der abgeschätzten QR-Antwort Ĝ wird dann
unter Verwendung der Gleichung
Ĝ = [Y – Y0]W~T[W~W~T]–1(9)bestimmt.
6 zeigt das QR-Antwortmodell Ĝ,
das aus den Sondierungsaktionen von 1 und den 2D-Messungsveränderungen
von 2 unter Verwendung der Gleichung (9) erhalten wurde.
Das Lösen der Gleichungen (5)–(9) kann wiederholt werden, um sowohl das MR-
als auch das QR-Antwortmodell zu verfeinern, bis sowohl MR- als auch QR-Modell konvergieren.
Der Iterationsprozess wird in dem Teil des Flussdiagramms von 11,
der durch die Bezugsziffer 132 gekennzeichnet ist, durch reduzierte oder
vereinfachte Gleichungen veranschaulicht.
Schwankungen, die nicht mit QR-Stellgliedantworten verknüpft sind,
werden aus den abgeschätzten QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern entfernt,
indem die QR-Stellgliedantworten geglättet werden. Das Glätten kann durch ein Filtern,
wie es in der zitierten US-Patentschrift Nr. 5,122,963 offengelegt ist, durch Wavelet-Zerlegung
oder andere geeignete Verfahren erfolgen. Es wird angenommen, dass die Wavelet-Zerlegung
den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist; für zusätzliche Informationen seien
die Leser jedoch auf einen Artikel mit dem Titel Wavelet analysis von Bruce et al.
in der Ausgabe von Oktober 1996 des IEEE Spectrum magazine und auf ein Buch mit
dem Titel Wavelets and Filter Banks von Gilbert Strang und Truong Nguyen 1996 publiziert
von Wellesley Cambridge Press (ISBN 0961408871) verwiesen. Nach der Bearbeitung
der QR-Antwortprofile in Ĝ zum Entfernen solcher Schwankungen wird ein vollständiges
QR-Antwortprofil in Ĝ als ein Anfangsbezugsprofil gr(x) genommen.
Gewöhnlich wird das Anfangsbezugsprofil gr(x) in der Nähe des Zentrums
oder des Mittelpunktes des bearbeiteten Materialbandes genommen, und auf jeden Fall
wird das Anfangsbezugsprofil gr(x) weit weg von den Bandrändern genommen.
Alle anderen QR-Antworten werden dann zum Anfangsbezugsprofil oder zur Anfangsbezugsantwort
hin verschoben, um die QR-Antwort-Relativlagen und ein Durchschnittsantwortprofil
134 zu bestimmen sowie eine Gruppe sich überdeckender QR-Antworten
136 festzulegen, siehe 7. Die QR-Antwort-Relativlage
ci des i-ten Stellglieds wird festgelegt durch Minimieren der folgenden
Norm:
Ji = ||ĝi(x – ci)
– gr(x)||2(10)
In Gleichung (10) bedeutet x die QR-Koordinate, gr(x) ist
das Bezugsantwortprofil, ĝi(x) das i-te Antwortprofil (Spalte)
im Modell Ĝ und ci die QR-Verschiebung, die für die ĝi(x)
verwendet wird.
Wird die obige Verschiebung für alle Antwortprofile in Ĝ verwendet,
dann wird die Gesamtnorm Jr, wie sie durch die folgende Gleichung gegeben
ist, minimiert.
Nachdem alle ci durch Minimieren von Jr bestimmt
wurden, wird das Durchschnittsantwortprofil gm(x) als der Mittelwert
aller ĝi(x – ci) berechnet. Das mittlere Antwortprofil
gm(x) minimiert Jm wie durch die folgende Gleichung gegeben:
Die Berechnung der Verschiebungsparameter c = [c1 c2
c3 ... cn] und von gm(x) kann rekursiv wiederholt
werden, wobei die Jr und Jm in den Gleichungen (11) und (12)
minimiert werden, indem in Gleichung (11) die gr(x) wiederholt durch
die in Gleichung (12) berechneten gm(x) ersetzt werden, solange bis gm(x)
innerhalb einer gewählten Toleranz, zum Beispiel bis auf 1% der Standardabweichung
der Durchschnittsprofilantwort, konvergiert.
Die QR-Antwortgrenzen B1, B2 aller QR-Antwortformen
werden aus dem mittleren Antwortprofil 134 gm(x) bestimmt, indem
ein festgelegter Prozentsatz, zum Beispiel 1% bis 5%, des Maximalbetrags des Durchschnittsantwortprofils
134 genommen wird, und die Größen der Durchschnittsantwort mit dem festgelegten
Prozentsatz ihres Maximalwertes verglichen werden. Die Antwortgrenzen B1,
B2 sind durch Punkte festgelegt, außerhalb derer die Größen der Durchschnittsantwort
übereinstimmend kleiner als der festgelegte Prozentsatz ihrer Maximalantwort sind.
Die QR-Antworten außerhalb der QR-Antwortgrenzen B1, B2 sind vernachlässigbar und
werden durch Null ersetzt. Mit dem mittleren Antwortprofil und allen verschobenen
Antworten werden die Schwankungsgrenzen der Antwortform gemäß einer vorgegebenen
statistischen Sicherheit berechnet. 8 zeigt das Durchschnittsantwortprofil
134 und die Grenzen bis zur 3-fachen Standardabweichung 138,
140 für alle QR-Antworten, die in 7
dargestellt sind.
Innerhalb der Schwankungsgrenzen, zum Beispiel der Grenzen bis zur
3-fachen Standardabweichung 138, 140, kann das Durchschnittsantwortprofil
gm(x) unter Verwendung der Spline-Interpolation gedehnt oder komprimiert
werden, um eine Familie von wahrscheinlichen Antwortprofilen 142 zu erzeugen,
die als pk(x) bezeichnet werden, wie in 9
dargestellt ist. Diese Verfahren sind Fachleuten auf diesem Gebiet zwar gut bekannt,
zusätzliche Informationen können aber aus A PRACTICAL GUIDE TO SPLINES von C. de
Boor, (1978) publiziert vom Springer-Verlag, erhalten werden.
Für jede Stellgliedantwort ĝi(x) in Ĝ wird
aus der Familie der pk(x) ein wahrscheinlichstes Antwortprofil ausgewählt,
um die Fehlernorm Jpi zu minimieren, die durch die Gleichung
Jpi = ||ĝi(x) –
bpk(x)||(13)
gegeben ist, wobei b ein Verstärkungsfaktor ist und pk(x) aus den wahrscheinlichen
Antwortprofilen innerhalb der Grenzen der statistischen Sicherheit ausgewählt wird.
Die optimale Verstärkung b• und das wahrscheinliche
Profil p•(x), welches die Fehlernorm Jpi
minimiert, wird als die wahrscheinlichste Antwort für das i-te Stellglied angesehen,
folglich wird ĝi(x) durch das wahrscheinlichste Antwortprofil b•p•(x)
mit der passenden QR-Verschiebung ci ersetzt. Diese Optimierung wird
für jedes QR-Stellglied ausgeführt. Das endgültige modifizierte Antwortmodell kann
dann in einer QR-Steuerungsanwendung verwendet werden. 10
zeigt das endgültige QR-Antwortmodell Ĝ als das Ergebnis der vorliegenden
Erfindung. Das endgültige QR-Antwortmodell Ĝ mit den zugehörigen Ĥ(q–1)
und ĝ(q–1), die wie oben beschrieben bestimmt wurden, bilden
das vollständige 2D-Antwortmodell für alle QR-Stellglieder in der Maschine.
Das oben beschriebene Bestimmungsverfahren der vorliegenden Erfindung
weist eine Reihe von Hauptvorzügen auf:
1. Die Erfindung bestimmt vollständige 2D-Antwortmodelle für eine beliebige
Untermenge von QR-Stellgliedern oder für alle QR-Stellglieder gleichzeitig durch
Sondieren aller QR-Stellglieder zur gleichen Zeit mit einem sehr kurzen Störungszeitabschnitt.
Das Antwortmodell und die Lage jedes einzelnen Stellglieds werden gleichzeitig erhalten.
2. Die zweidimensionale Antwort jedes Stellglieds wird individuell modelliert.
Die genaue Lage eines jeden Antwortprofils wird direkt aus dem Sondierungstest ermittelt
und nicht aus den Antworten seiner benachbarten Stellglieder abgeschätzt. Der lokalisierte
nichtlineare Schwund kann leicht erkannt werden und direkt im Modell erscheinen.
Ein solches detailliertes Schwund- oder Abbildungsverhalten ist sehr entscheidend
für die Steuerung moderner QR-Stellglieder, wie z. B. der Stoffeinlaufverdünnungsventile
in Papiermaschinen.
3. Die Überlagerung der Antworten von Zufallssondierungsaktionen verringert
die Gefahr, dass bei einer Anwendung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung
nicht den Vorgaben entsprechende Produkte erzeugt werden. Der herkömmliche Stoßtest
erzeugt stufenförmige Veränderungen der Stellglieder, für die keineswegs sicher
ist, dass sich die Antworten nicht überdecken. Der Hauptnachteil des herkömmlichen
Stoßtests besteht darin, dass er für eine ganze Testperiode schwerwiegende Abweichungen
von den Produktvorgaben verursachen kann.
4. Die kurze Dauer des beschriebenen Verfahrens reduziert die Testzeit und minimiert
die Auswirkungen des Tests auf die Produktion. Das Verfahren gemäß vorliegender
Patentanmeldung nutzt die Vorteile von nichtabtastenden Messverfahren voll aus.
Die zweidimensionalen schnell erfassten Werte ermöglichen es, Einflüsse von den
Zufallsaktionen her schnell zu ermitteln und die Dauer einer jeden Sondierungsaktion
beträchtlich zu verringern, was wiederum die Störung der Produktion durch das Verfahren
gemäß vorliegender Patentanmeldung verringert.
5. Da das Verfahren gemäß vorliegender Patentanmeldung wesentlich geringere
Auswirkungen auf die produzierten Bandprodukte hat, kann das Testen häufiger ausgeführt
werden, was die Steuerung der Maschine verbessert. Das heißt, die QR-Modelle entsprechen
besser dem tatsächlichen Prozessverhalten, so dass von den Maschinensteuerungssystemen
eine bessere QR-Steuerleistung erreicht werden kann.
Nachdem somit die Erfindung der vorliegenden Patentanmeldung ausführlich
und mit Bezug auf eine dazugehörige bevorzugte Ausführungsform beschrieben wurde,
ist es offensichtlich, dass Modifikationen und Abänderungen möglich sind, ohne vom
Geltungsbereich der Erfindung abzuweichen, der in den beigefügten Ansprüchen festgelegt
ist.
Anspruch[de]
Verfahren zum Modellieren zweidimensionaler (2D) Antworten, d. h. in
Maschinenlaufrichtung (MR) und in Maschinenquerrichtung (QR), von einer Anzahl von
QR-Stellgliedern, die sich über die Breite einer für die Herstellung eines Schichtmaterialbandes
verwendeten Maschine erstrecken, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:
Auswahl einer Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen entsprechend der Anzahl der
QR-Stellgliedern;
Stören der Anzahl von QR-Stellgliedern mit der Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen;
Messen des Schichtmaterialbandes, das geformt wird, während die Anzahl von QR-Stellgliedern
mit der Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen gestört werden;
Abschätzen einer Globalprozess-MR-Dynamik der Anzahl von QR-Stellgliedern;
Abschätzen einer QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern unter
Verwendung der Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen, der Messungen des Schichtmaterialbandes
und der abgeschätzten Globalprozess-MR-Dynamik, wobei die Globalprozess-MR-Dynamik
und die QR-Antworten 2D-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern bilden.
Verfahren nach Anspruch 1, das im Weiteren eine Wiederholung der Schritte
zum Abschätzen der Globalprozess-MR-Dynamik und zum Abschätzen einer QR-Antwort
für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern umfasst, um dadurch die 2D-Antworten
für die Anzahl von QR-Stellgliedern zu verfeinern.
Verfahren nach Anspruch 1, das im Weiteren den Schritt zum Abschätzen
der Stellglieddynamik von der Anzahl von QR-Stellgliedern, die Schritte zum Abschätzen
der Globalprozess-MR-Dynamik der Anzahl von QR-Stellgliedern und zum Abschätzen
einer QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern unter Verwendung
der abgeschätzten Stellglieddynamik von der Anzahl von QR-Stellgliedern umfasst.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt zur Abschätzung der Globalprozess-MR-Dynamik
die Schritte umfasst:
Bestimmen von Messungsveränderungen in dem Schichtmaterialband infolge einer Störung
durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen;
Berechnen von Eigenwerten-Eigenvektoren einer Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen;
Auswahl des zum größten Eigenwert gehörenden Eigenvektors für ein dominierendes
QR-Profil der Messungsveränderungen;
Falten der Messungsveränderungen mit dem dominierenden QR-Profil der Messungsveränderungen,
um eine zeitliche Entwicklung des dominierenden QR-Profils in den Messungsveränderungen
zu erhalten;
Bestimmen abgeschätzter Veränderungen im gemessenen Schichtmaterial auf Basis der
Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen und der abgeschätzten QR-Antworten von der
Anzahl von QR-Stellgliedern;
Falten der abgeschätzten Veränderungen mit dem dominierenden QR-Profil der Messungsveränderungen,
um eine zeitliche Entwicklung des dominierenden QR-Profils in den abgeschätzten
Veränderungen zu erhalten;
Nehmen der Differenz zwischen der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils
in den Messungsveränderungen und der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils
in den abgeschätzten Veränderungen, die durch eine ausgewählte Globalprozess-MR-Dynamik
bearbeitet wurden, um einen MR-Modellierungsfehler zu bilden;
Minimieren des MR-Modellierungsfehlers durch Auswahl eines optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells;
und
Verwenden des optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells, das durch Minimieren des
MR-Modellierungsfehlers erhalten wurde, als eine abgeschätzte Globalprozess-MR-Dynamik.
Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt zum Berechnen der Eigenwerte-Eigenvektoren
der Messungsveränderungen eine Zerlegung der Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen
unter Verwendung der Singulärwertzerlegung umfasst und der Schritt zur Auswahl des
zum größten Eigenwert gehörenden Eigenvektors für ein dominierendes QR-Profil der
Messungsveränderungen einen Schritt zur Auswahl eines dominierenden QR-Profils der
Messungsveränderungen aus einem Faktor umfasst, der aus der Singulärwertzerlegung
der Kovarianzmatrix der Messungsveränderungen erhalten wurde.
Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt zum Abschätzen der QR-Antwort
für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern die Schritte umfasst:
Vorhersage der Messungsveränderungen in dem Schichtmaterialband infolge einer Störung
durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen unter Verwendung der abgeschätzten
Globalprozess-MR-Dynamik und einer ausgewählten QR-Antwort für jedes aus der Anzahl
von QR-Stellgliedern;
Nehmen der Differenz zwischen den Messungsveränderungen und den vorhergesagten Messungsveränderungen
zum Bilden eines QR-Modellierungsfehlers;
Minimieren der Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers durch Auswahl einer optimalen
QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern; und
Verwenden der optimalen QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern, welche
die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers minimieren, als die abgeschätzten
QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern.
Verfahren nach Anspruch 6, wobei die optimalen QR-Antworten für die
Anzahl von QR-Stellgliedern, welche die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers
minimieren, durch die Gleichung
Ĝ = [&Dgr;Y]W~T[W~W~T]–1
ausgedrückt werden.
Verfahren nach Anspruch 6, das im Weiteren die Schritte umfasst, dass
folgende Schritte wiederholt werden:
Bestimmen abgeschätzter Veränderungen im gemessenen Schichtmaterial auf Basis der
Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen und der abgeschätzten QR-Antworten von der
Anzahl von QR-Stellgliedern;
Falten der abgeschätzten Veränderungen mit dem dominierenden QR-Profil der Messungsveränderungen,
um eine zeitliche Entwicklung des dominierenden QR-Profils in den abgeschätzten
Veränderungen zu erhalten;
Nehmen der Differenz zwischen der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils
in den Messungsveränderungen und der zeitlichen Entwicklung des dominierenden QR-Profils
in den abgeschätzten Veränderungen, die durch eine ausgewählte Globalprozess-MR-Dynamik
bearbeitet wurden, um einen MR-Modellierungsfehler zu bilden;
Minimieren des MR-Modellierungsfehlers durch Auswahl eines optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells;
Verwenden des optimalen Globalprozess-MR-Dynamikmodells, das durch Minimieren des
MR-Modellierungsfehlers erhalten wurde, als eine abgeschätzte Globalprozess-MR-Dynamik;
Vorhersage der Messungsveränderungen in dem Schichtmaterialband infolge einer Störung
durch die Anzahl von Zufallssondierungsabfolgen unter Verwendung der abgeschätzten
Globalprozess-MR-Dynamik und einer ausgewählten QR-Antwort für jedes aus der Anzahl
von QR-Stellgliedern;
Nehmen der Differenz zwischen den Messungsveränderungen und den vorhergesagten Messungsveränderungen
zum Bilden eines QR-Modellierungsfehlers;
Minimieren der Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers durch Auswahl einer optimalen
QR-Antwort für jedes aus der Anzahl von QR-Stellgliedern; und
Verwenden der optimalen QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern, welche
die Frobenius-Norm des QR-Modellierungsfehlers minimieren, als die abgeschätzten
QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern.
Verfahren nach Anspruch 1, im Weiteren den Schritt zum Entfernen von
Schwankungen umfassend, die nicht mit Stellgliedantworten aus den abgeschätzten
QR-Antworten für die Anzahl von QR-Stellgliedern verknüpft sind.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Schritt zum Entfernen von Schwankungen,
die nicht mit Stellgliedantworten verknüpft sind, den Schritt zum Glätten der abgeschätzten
QR-Antworten für die QR-Stellglieder umfasst.
Verfahren nach Anspruch 9, ferner die Schritte umfassend:
Auswahl einer der QR-Antworten als einer Anfangsbezugsantwort;
Verschieben aller übrigen QR-Antworten in Maschinenquerrichtung zum Angleichen an
die Anfangsbezugsantwort, um QR-Antwort-Relativlagen zu bestimmen und eine Gruppe
sich überdeckender QR-Antworten einzugrenzen;
Bestimmen einer Durchschnittsantwort aus der Gruppe sich überdeckender QR-Antworten;
Verschieben der QR-Antworten in Maschinenquerrichtung zum Angleichen an die Durchschnittsantwort,
um neue QR-Antwort-Relativlagen zu bestimmen und eine neue Gruppe sich überdeckender
QR-Antworten einzugrenzen;
Bestimmen einer neuen Durchschnittsantwort aus der neuen Gruppe sich überdeckender
QR-Antworten;
Wiederholen der Schritte zum Verschieben der QR-Antworten in Maschinenquerrichtung
für ein Angleichen an die Durchschnittsantwort und zum Bestimmen einer neuen Durchschnittsantwort,
bis die neue Durchschnittsantwort innerhalb einer gewählten Toleranz konvergiert,
um eine konvergierte neue Durchschnittsantwort zu bilden;
Verwenden der konvergierten neuen Durchschnittsantwort als die Durchschnittsantwort;
Setzen von Schwankungsgrenzen über und unter die Durchschnittsantwort;
Erzeugen einer Familie von wahrscheinlichen QR-Antworten innerhalb der Schwankungsgrenzen;
Wählen einer optimalen Verstärkung und einer wahrscheinlichsten Antwort aus der
Familie der wahrscheinlichen Antworten für jede QR-Stellgliedantwort; und
Ersetzen der QR-Antwort für jedes QR-Stellglied durch die wahrscheinlichste Antwort,
die mit der optimalen Verstärkung multipliziert und in der Maschinenquerrichtung
für jedes Stellglied um einen geeigneten Wert verschoben wird.
Verfahren nach Anspruch 11, das ferner die Schritte umfasst:
Bestimmen von QR-Antwortgrenzen für alle QR-Antworten, wobei die Beträge der Durchschnittsantwort
außerhalb dieser Grenzen übereinstimmend kleiner als ein festgelegter Prozentsatz
eines Maximums der Durchschnittsantwort werden;
Ersetzen der QR-Antworten außerhalb der Grenzen durch Null.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Schritt zum Setzen der Schwankungsgrenzen
ausgeführt wird, indem Schwankungsgrenzen gemäß einer vorgegebenen statistischen
Sicherheit festgelegt werden.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Schritt zum Setzen der Schwankungsgrenzen
ausgeführt wird, indem Schwankungsgrenzen gemäß einem Vielfachen einer Standardabweichung
aller QR-Antworten festgelegt werden.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Schritt zum Erzeugen einer Familie
wahrscheinlicher QR-Antworten innerhalb der Schwankungsgrenzen eine Dehnung oder
eine Kompression der Durchschnittsantwort mittels Spline-Interpolation umfasst.