| Dokumentenidentifikation |
DE10334454B3 12.05.2005 |
| Titel |
Bohrgewindefräser welcher sich auch zum Einsatz bei Stahl eignet |
| Anmelder |
Leeb, Felix, 94405 Landau, DE |
| Erfinder |
Leeb, Felix, 94405 Landau, DE |
| DE-Anmeldedatum |
29.07.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10334454 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
12.05.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
12.05.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B23G 5/20
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| Zusammenfassung |
Bohrgewindefräser mit einem Schaft, mit welchem auch in Stahl als auch in langspänende Materialien (Bsp. St 37) ein Gewinde ins volle Material mit nur einem Werkzeug eingebracht werden kann. Dabei ist der Bohrerstirnschneidenbereich in drei Funktionsbereiche aufgeteilt. Einmal in einen Zentrierbereich, in einen Spanbrecherbereich und einen Fasenschneidenbereich, wodurch einmal der erzeugte Span besser gebrochen wird und vor allem schneller nach innen zur Spannut gelenkt wird. Zum Andern kann mit dieser Fasenschneide die erstellte Gewindeausnehmung angefast werden, egal welcher Ausnehmungstiefe. Durch diese schnelle Umlenkung des Spans zur Spannut kann die Umfangsschneide des Bohrers zumindest um 50% gekürzt werden, wodurch dann der seitliche Druck auf den Werkzeugschaft bei der Erstellung des Gewindes, was ja durch einen Umlauf durch einen Fräsvorgang erfolgt, zumindest um etwa dieses Maß gesenkt wird. Um ein Einhaken der Späne in die zur Spanflussrichtung offenen Flankenschneiden der Gewindezähne auszuschließen, sind diese in diesem Bereich nach hinten verschwenkt, womit dann der abzuführende Span keinen Kontakt zu dieser Schneidenfläche mehr hat. Um eine Beschädigung der Gewindeschneiden völlig ausschließen zu können, wird dadurch erreicht, indem sich eine zweite Schneidenreihe an die Gewindeschneidenreihe anschließt, wobei dann die erste Schneidenreihe in ihrem Ausmaß allseits verkürzt ist und mit einer Schutzfase belegt ist, so dass sie bei der Erstellung der ...
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Bohrgewindefräser mit einem Schaft, welcher
mit Stirn-, Umfangs- und Flankenschneiden sowie gewindeerzeugenden Schneiden ausgestattet
und drehangetrieben sowie mit fortlaufender Z-Achszustellung ins volle Material
bewegbar ist und zur Verwendung auf CNC gesteuerten Maschinen durch Bewegung mit
einer Kreisbahn um die Ausnehmungsachse umlaufend verschiebbar zum Gewindefräsen
als auch zum Anfasen geeignet ist und bei dem gewindeerzeugenden Schneidenreihen
zum Fasenschneidenbereich des Bohrers so weit zurückgesetzt sind, dass sie bei der
Erstellung einer Bohrungsausnehmung beim Bohrvorgang durch einen Stirnschneidenbereich
nicht in Schneideingriff kommen, als Zusatz zum Patent 10236802.
Die Erfindung bezieht sich auf Bohrgewindefräser nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 und des Patentanspruches 6. Ein solches Bohrgewindefräswerkzeug
und dessen Verfahrensansprüche sind aus der EP
0237 035 A2, EP 0302 915 B1,
EP 0265 445, WO 88/05361 A1 und auch aus
der WO 96/07502 A1 bekannt. Dabei ist derzeit der Einsatz solcher Werkzeuge nur
in kurzspänenden als auch nur Werkstoffen mit niedriger Festigkeit wie Gusswerkstoffe,
Aluminium, Aluminium-Legierungen sowie einige Kunststoffe möglich, wobei hier bereits
bei einigen dieser zu bearbeitenden Materialien bei einer Gewindeausnehmungstiefe
von 1,5 mal Durchmesser bereits Probleme dahin auftreten, dass diese Gewinde in
ihrem unteren Ausnehmungsbereich leicht konisch werden, womit sie der Norm nicht
mehr entsprechen würden. Diese begrenzte Einsatzmöglichkeit dieses Bohrgewindefräsers
liegt einmal darin, dass die beim Bohrvorgang erzeugten Späne beim Abtransport aus
der Bohrung die, am Umfangsbereich des Bohrers angebrachten gewindeerzeugenden Schneiden
beschädigen. Dies ist einmal darauf zurückzuführen, dass durch die Form der Stirnschneiden
des Bohrgewindefräsers sehr breite Späne erzeugt werden, welche dann beim Abtransport
über die Spannuten nicht voll in diese aufgenommen werden können bedingt durch ihre
Breite. Dadurch kommen sie dann zwangsläufig auch in Kontakt mit den an die Spannuten
angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden. Die in Spanflussgegenrichtung stehenden
Flankenschneiden werden dabei einmal schnell stumpf, v.a. aber kommt es immer wieder
vor, dass sich die Späne in diesen offenen Flankenschneiden festsetzen, wodurch
dann ein Werkzeugbruch zwangsweise erfolgt. Dieser Werkzeugbruch wird auch noch
v.a. dadurch unterstützt indem der Übergang von der letzten gewindeerzeugenden Schneide
zur fasenerzeugenden Schneide als Sollbruchstelle (bedingt durch diese große Kerbwirkung)
wirkt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dann dieser Obergangsbereich in -Bezug
Steifigkeit übergangslos im Verhältnis von ca. 1:2 erfolgt, zum Andern sind diese
Werkzeuge, um diese überhaupt wirtschaftlich einsetzen zu können, meist aus Vollhartmetall
erstellt, wobei hier bei manchen Einsätzen durch zusätzlichen Einsatz (gleich einlöten)
von verschleißfesterem Material wie z.B. PKD Schneidstoffen der Werkzeugschafft
noch zusätzlich geschwächt wird, wodurch sich diese vorhandene Kerbwirkung besonders
nachteilig auswirkt.
Selbst wenn dieses Problem des ungehinderten Spanabflusses gelöst
wäre, könnte mit diesen Werkzeugen kein lehrhaltiges Gewinde in tiefere Gewindeausnehmungen
eingebracht werden, aber vor altem keine in hochfeste Werkstoffe, da, bedingt durch
die breite Umfangsschneide, welche sich an die Stirnschneide anschließt, diese bei
der Erstellung des Gewindes, welches durch einen Fräsvorgang in einem Umlauf (gleich
360°) um die Bohrachse mit entsprechend seitlichen Versatz erfolgt, auch diesen
Umlauf mitmachen muss.
Dabei entsteht dann ein großer seitlicher Druck auf den Werkzeugschafft,
einmal bedingt durch diese breite Umfangsschneide, zum Andem aber auch durch diese
negative Flankenschneide, welche sich an die Umfangsschneide anschließt, was bei
hochfesten Werkstoffen als auch bereits bei tieferen Ausnehmungen ab 1,5 ×
D bei Werkstoffen mit geringer Festigkeit eine Abdrängung des Werkzeuges von der
vorbestimmten Umlaufbahn bewirkt, v.a. im unteren Bereich der Gewindeausnehmung
(gleich konisch). Diese stark negative (ca. 30°) Flankenschneide, welche sich
an die Umfangsschneide anschließt, ergibt sich zwangsläufig daraus, dass diese Werkzeuge
meist mit 30° spiralgenutet gefertigt sind, um einmal die Bohrerstirnschneiden
positiv schneidend zum Einsatz zu bringen, zum Andern auch den Spänabfluss über
die Spannuten zu begünstigen. Diese stark negative Anstellung der Flankenschneide
setzt sich auch bei den gewindeerzeugenden Schneiden fort mit dem zusätzlichen Nachteil,
dass dann die zu erstellenden Gewindeausnehmungen auf der zum Tragen kommenden Flankenseite,
welche beim Verspannvorgang einer Schraube hier diese zum Anliegen kommt, diese
eine nicht allzu gute Oberflächenqualität aufweist. Wobei beim jetzigen Stand der
Technik überhaupt kein Gewinde bei hochfesten Werkstoffen eingebracht werden kann,
da bedingt durch die bereits aufgeführten Probleme ein Werkzeugbruch zwangsläufig
vorprogrammiert ist, da dieser große seitliche Widerstand gerade bei der längsten
Werkzeugauskragung entsteht. Auch können diese Werkzeuge oft nicht bei der Erstellung
von Sacklochgewinden in dünnwandige Materialien eingesetzt werden. Dies ist auf
die Gestaltung der Stirn- und Umfangsschneiden und auch auf das Arbeitsverfahren
zurückzuführen. Aus diesen Summen, Bohrerspitze 140°, der großen
Breite der Umfangsschneide, ein Umlauf um 360° bei der Erstellung des Gewindes
sowie v.a. die gleichzeitige Erstellung der Fase beim Bohrvorgang ergibt dies einen
nicht unwesentlichen nicht nutzbaren Kernlochvorlauf von 1/3.
Beispiel: nutzbare Gewindelänge bei M16 Gewinde bei einer Tiefe von 1,5 mal Durchmesser,
gleich 24 mm erfordert eine Kernlochtiefe von 36 mm (gleich 6 Gewindegänge nicht
nutzbarer Kernlochvorlauf).
Dieser erforderliche große Kernlochvorlauf wirkt sich auch nachteilig
auf die Stand- und Fertigungszeit u.v.a. auf die Stabilität des Werkzeuges (gleich
seitliche Abdrängung) aus, wobei dies auf die sich daraus ergebende erforderliche
Überlänge des Werkzeuges zurückzuführen ist. Diese große Breite der Umfangsschneide
ist bei dieser Stirnschneidenform aber derzeit erforderlich, um den erzeugten Bohrspan
von den am äußeren Umfang angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden nach innen
zur Spannut zu leiten, um eine Einhaken in diese offenen Flankenschneiden zu vermeiden
bzw. auch deren vorzeitige Abstumpfung zu verhindem. Ein weiteres Problem dieser
derzeit auf dem Markt befindlichen Werkzeuge liegt darin, dass die Anfasung der
Ausnehmung nur auf eine vorbestimmte Bohrungsausnehmungstiefe (gleich 1,5–2,+2,5
mal Durchmesser) möglich ist.
Für benötigte Zwischengrößen wie dies z.B. im Motorenbau der Fall
ist, wo bis zu 10 verschieden tiefe Gewinde mit gleicher Steigung (z.B. M8) erstellt
werden sollen, sind somit wieder Sonderwerkzeuge erforderlich, um diese Ausnehmung
gleich mit anfasen zu können. Dies ergibt einmal zusätzliche Kosten für die Anschaffung
und der Lagerhaltung dieser Sonderwerkzeuge, aber v.a. ergibt dies Probleme bei
der Unterbringung dieser zusätzlichen Werkzeuge im Werkzeugmagazin der Maschine.
Auch ist eine Trocken-Bearbeitung von z.B. Alu oder auch bei manchen Alu-Legierungen
wegen der Bildung einer Aufbauschneide im Kernbereich des Bohrwerkzeuges nicht möglich.
Dabei ist diese Trockenbearbeitung immer mehr im Kommen bzw. werden heute schon
Werkzeugmaschinen ausgeliefert, welche nur noch eine innere Kühlmittelzufuhr durch
die Arbeitsspindel in Form von Pressluft haben. Des weiteren können auch keine Gewindeausnehmungen
mit derzeit geläufigen Bohrverfahren bei langspänenden Werkstoffen eingebracht werden.
Durch die nun angestrebte Möglichkeit mit einem Bohrgewindefräser auch in hochfeste
Werkstoffe ein Gewinde einbringen zu können, ergibt sich hieraus ein weiteres Problem
indem die gewindeerzeugenden Schneiden u.v.a. deren Spitzen zu schnell stumpf werden.
Wobei dies einmal darauf zurückzuführen ist, dass bei der Erzeugung der Gewindefianken
das Material in Keilform (fast ganz spitz) abgetragen werden muss, zum Andern ist
diese Spitze am längsten in Schneideneingriff.
Auch soll die zeitliche Einbringung einer zylindrischen Gewindeausnehmung,
wofür bei manchen Werkstoffen ein zusätzlicher Schlichtvorgang vorgesehen ist bzw.
auch die 45° Fase durch einen weiteren 360° Umlauf erstellt werden muss,
die nach dem jetzigen Stand der Technik erforderliche Fertigungszeit zumindest nicht
überschreiten. Zur Lösung dieser Stand- und Fertigungszeitprobleme könnte die aus
der EP 03 029 15 B1 bekannten Lösung,
diese Bohrfräswerkzeuge mit vier Umfangsschneiden auszustatten, wesentlich beitragen.
Doch ist die dort gezeigte Ausführung mit den Nachteilen behaftet, dass alle vier
Spannuten gleich groß sind, womit bei den Schneiden, welche bis Mitte schneiden,
die Spannut für den reibungslosen Abtransport der erzeugten Späne zu klein ist.
Wiederum hätten die Spannuten eine ausreichende Größe, würde dadurch das Werkzeug
in seiner Stabilität zu sehr geschwächt für den auszuführenden Fräsvorgang bei der
Erzeugung der Gewindegänge um den dabei entstehenden seitlichen Druck auf den Werkzeugschafft
noch ausreichend aufnehmen zu können.
Aus der DE 101 09 990 A1
ein neues Arbeitsverfahren bekannt, mit welchem auch langspänende Werkstoffe (z.B.
St 37) problemlos bearbeitet werden können. Um auch eine Trockenbearbeitung bei
z.B. Aluminium bewerkstelligen zu können ist vorgeschlagen, die aus dem Dt. Patent
199 155 36 C1 bekannte M-Schneide beim Bohrvorgang einzusetzen. Dabei könnte in
diesem spez. Fall eine zusätzliche Minimalmengenschmierung ganz hilfreich sein.
Dabei kann dann auch hier mit dieser M-Schneide und deren 45° Fasenschneide
die erstellte Bohrungsausnehmung gleich angefasst werden, egal welche Ausnehmungstiefe
diese aufweist. Trotz dieser Vorteile kann mit diesem Werkzeug derzeit kein Gewinde
ins volle Material eingebracht werden, da dafür die erforderlichen verkürzten Umfangsschneiden
und die gewindeerzeugenden Schneiden fehlen. Wie bereits aufgeführt sind aus der
WO 96/07502 A1 weitere Werkzeuge in dieser Richtung bekannt.
Dabei beinhaltet der dort in 1E gezeigte
Bohrgewindefräser keine Möglichkeit, die erstelle Gewindeausnehmung mit diesem Werkzeug
gleich mit anfasen zu können, womit dadurch für diesen Arbeitsgang ein zusätzliches
Werkzeug zum, Einsatz gebracht werden muss. Bei den in 1A-1D
gezeigten Werkzeugen handelt es sich nicht um Bohrwerkzeuge, sondern um Fräswerkzeuge.
Womit zwar dann dort mit dem vorhandenen 45° verlaufenden Schneidenbereich
durch einen Fräsvorgang eine Fase gleich ins volle Material erstellt werden könnte
und somit dann für diesen Arbeitsgang kein zusätzliches Werkzeug mehr erforderlich
wäre.
Doch dürften die in 1A–1E
gezeigten Werkzeuge keinerlei praktischen Einsatz zulassen, da
dort die Proportionen gleich Stirnschneidendurchmesser zu den Gewindeflankentiefen
und deren Gewindesteigung in einem für einen Fachmann nicht ganz nachvollziehbarem
Verhältnis stehen. Sollten die Werkzeuge in etwa 1:1 zeichnerisch dargestellt sein,
könnte mit dieser Gewindezähneausbildung erst eine Gewindesteigung von 3mm (gleich
M24) erstellt werden. D.h. zur Erzeugung der hierfür erforderlichen Kernbohrung
von 21 mm Durchmesser stünde nur ein Werkzeug mit einer Bohrschneide von 12mm Durchmesser
zur Verfügung. Somit müsste der restliche Kernbohrungsdurchmesser auf 21 mm mit
der Erstellung des Gewindes mit erbracht werden. Diesen dann dort entstehenden seitlichen
Druck auf den Werkzeugschafft bei diesem Fräsvorgang (gleich Umlauf um 360°)
dürfte dieses Werkzeug auf nur einer sehr geringen Auskragungslänge widerstehen,
da dieses ja nur einen Schafftdurchmesser von 7mm im Gewindebereich hat. Womit für
dieses Werkzeug kein wirtschaftlicher und auch kein praktischer Einsatz möglich
ist, selbst nicht in Werkstoffen mit geringer Festigkeit. Auch dürften die in den
2A–2C
gezeigten Fertigungsabläufen mit solch einem Werkzeug bei der Erstellung der Fase
und der Kernbohrungsausnehmung durch einen Zirkularträsvorgang keinen wirtschaftlichen
Einsatz zulassen, da dieser Vorgang zeitlich viel zu lange dauert, zum Andern stark
auf die Standzeit der Werkzeugschneiden geht aber v.a. auch hier bei der Erstellung
des Gewindes durch einen 360° Fräsumlauf. Durch seitlichen Druck, welcher v.a.
im Umfangsschneidenbereich entsteht, kann dadurch mit diesem Werkzeug keine Gewindeausnehmung
in einer brauchbaren Tiefe auch nicht bei Werkstoffen mit geringer Festigkeit erstellt
werden, da ja dann auch hier der Werkzeugschafftdurchmesser im gewindeerzeugenden
Bereich nur 7mm aufweist.
Aus den 1–7
ist einmal der Arbeitsablauf dieser Werkzeuge beschrieben zum Anderen geht auch
hier der große nicht nutzbarer Kernlochvorlauf (gleich 1/3
von der Kernlochtiefe) hervor. Wie dies aus den aufgeführten Problemen zu entnehmen
ist, kann derzeit kein lehrhaltiges Gewinde, auch nicht in Werkstoffe mit geringer
Festigkeit über 2 × D eingebracht werden, weil diese bereits stark konisch
werden, wobei dies einmal auf die Werkzeugschneidenausbildung zurückzuführen ist,
zum Andern v.a. aber auch auf das Arbeitsverfahren, indem einmal beim Bohrvorgang
die Fase gleich mit erstellt werden muss, was eine zusätzliche Werkzeuglänge erfordert,
und v.a. einen unnötigen nicht nutzbaren Kernlochvorlauf ergibt, zum Andern auf
die Erstellung der Gewindeausnehmung im Gleichlauffräsvorgang, weil hierbei die
seitliche Abdrängung naturgemäß größer ist als beim Gegenlauffräsen, wobei auch
beim Gegenlauffräsen die Abdrängung auch zu groß wäre bei den derzeit zum Einsatz
kommenden Schneidengeometrien und deren Verfahrensabläufen. Somit kann aus keiner
der hier aufgeführten Erfindungen auf Bezug Schneidenausbildung und Verfahrensansprüche
ein Bohrgewindefräswerkzeug entnommen werden, mit welchem die Erstellung von lehrhaltigen
Gewindeausnehmungen (v.a. auch zylindrisch) ins volle Material mit nur einem Werkzeug
auch in hochfeste Werkstoffe möglich wäre, wobei die Erstellung des Kernloches durch
einen Bohrvorgang in Verbindung einer Bohrerschneide erfolgt und wobei mit diesem
Werkzeug zugleich das Gewinde als auch die Fase erstellt werden kann und die Erstellung
der Fase unabhängig von der Ausnehmungstiefe und der Herstellungsablauf auch im
Trockenverfahren (gleich nur Einsatz von Pressluft) möglich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Werkzeuge zu schaffen, bei
denen der Spanabfluss beim Bohrvorgang einer Gewindebohrung mit einem Bohrgewindefräser
diese dort für die Erstellung der Gewindeausnehmung erforderlich gewindeerzeugenden
Schneiden durch einen Zirkularumlauf nicht zu beschädigen. Diese Aufgabe wird mit
den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 6 gelöst. Desweiteren soll auch noch die
Arbeitsgeschwindigkeit beim Bohrvorgang bei manchen Materialien erhöht werden, wobei
es dann auch möglich sein soll, lehrhaltige Gewinde (gleich zylindrische Gewinde)
in Werkstoffen mit geringer Festigkeit bei kurzspanenden Materialien auch über 2XD
Tiefe einbringen zu können, wobei dabei auch noch die Gewindequalität auf der beim
Verspannvorgang zu tragenden Gewindeflankenseite verbessert wird. Diese Aufgabe
wird mit dem Merkmal des Patentanspruches 6 und dessen Unteransprüchen gelöst.
Dabei sind einmal die gewindeerzeugenden Schneiden, welche sich an
die die Bohrungerzeugenden Schneiden anschließen allseits soweit in ihrem Ausmaß
reduziert, dass sie bei der Erstellung der Gewindegänge durch die zweite gewindeerzeugende
Schneidenreihe, welche sich mit einem Abstand von ca. 85° an die die Kernbohrung
erzeugenden Schneiden bei einem zweischneidigem Werkzeug anschließt und wobei hier
diese im Bereich ihrer Fasenschneide (gleich Stirnschneidenbereich) soweit verkürzt
ist, dass sie beim Bohrvorgang nicht in Schneideingriff kommt.
Durch diese Maßnahme wird beim Bohrvorgang in dieser zweiten Schneidenreihe
kein Bohrspan erzeugt, wodurch eine Beschädigung der gewindeerzeugenden Schneiden
dann fast völlig ausgeschlossen ist. Eine Beschädigung dieser Schneiden kann auch
noch dadurch entstehen, indem beim Austritt der Späne auf der Werkstückoberfläche
(gleich Bohrungsanfang) bei langspänenden Materialien sich diese nach Erreichen
einer gewissen Länge, sich um das Werkzeug wickeln indem sie einmal durch
die Fliehkraft nach hinten gedrückt werden, wenn sie zu lange werden so dass sie
dann mit dieser zweiten Schneidenreihe in Berührung kommen.
Dies kann auch noch dadurch unterstützt werden, indem dann bei sehr
langen Spänen diese durch Auftreffen an Widerständen wie dies einmal bedingt der
Tischgröße der jeweiligen Maschine und deren abgeschlossenen Arbeitsraum begrenzt
ist, zum andern ist dies v.a. bei der Erstellung von Gewinden in tiefer liegenden
Flächen (gleich Abstufungen) der Fall.
Um eine Umschlingung des Werkzeuges beim Bohrvorgang durch die dort
anfallenden Späne zu verhindern, ist vorgeschlagen, beim Bohrvorgang den Bohrvorschub
ca. alle zehn Werkzeugumdrehungen (je nach dem zu zerspannenden Material) zu unterbrechen,
wodurch dann nur kurze Späne erzeugt werden und somit eine Beschädigung der gewindeerzeugenden
Schneiden der zweiten Schneidenreihe völlig ausgeschlossen wird. Durch diese leicht
verkürzte zusätzliche Umfangsschneide der zweiten Schneidenreihe wird bei der Erstellung
der Gewindegänge durch einen Zirkularfräsvorgang dieser Umfangsschneidenbereich
dann durch diese Umfangsschneide mit erstellt, was etwa eine Halbierung der abzutragenden
Spanstärke gegenüber der Spanstärke, die bei der Erstellung der Gewindegänge zu
bewerkstelligen ist, erreicht, was sich dann positiv auf Fertigungszeit auswirkt,
weil gerade hier in diesem Bereich (Freistichbereich) das größte Zerspannvolumen
anfällt (gleich ca. 2,5 mal größer als bei den gewindeerzeugenden Schneiden).
Um dieses Freistichvolumen nochmals nach unten reduzieren zu können
(gleich um nochmals ca. 30%) sind die sich an die Umfangsschneiden angeschlossenen
Gewindeschneiden, welche einmal bereits nach hinten gegen die Spanflussrichtung
abgekippt sind (Treppenform), noch zusätzlich negativ zur Bohrerachse anzustellen,
wodurch die Höhe der Umfangsschneiden, bei welchen ja der größte Schneidendruck
zu bewerkstelligen ist, auf ca. nur noch 0,3 × Gewindesteigung (P) reduziert
werden kann. Diese Reduzierung ergibt sich daraus, dass sich durch die negative
Anstellung der Gewindeschneiden der Abstand zum kernbohrungserzeugenden Schneidenbereich
v.a. in deren Spitzen vergrößert (gleich größere Abstufung), womit ein Einhaken
der abzuführenden Späne in diese offenen Gewindeflanken in Verbindung der bereits
aufgeführten Treppenform noch zusätzlich ausgeschlossen wird. Diese negative Anstellung
zur Bohrerachse ist dadurch gegeben, indem ja mit diesen Gewindeschneiden keinerlei
Schneideingriff erfolgt. Um lehrhaltige Gewindeausnehmungen in Werkstoffen mit geringer
Festigkeit auch über 2XD einbringen zu können, ohne dass sie im unteren Ausnehmungsbereich
konisch werden, sollen die Erkenntnisse der Erstellung von lehrhaltigen Gewinden
in Stahl beitragen. Um hier dieses Problem zu lösen, muss man sich hier nur des
Fasenschneidenbereiches und v.a. der auf ca. 0,3 mal Gewindesteigung (P) reduzierten
Umfangsschneide bedienen. Wie bereits aufgeführt, wird beim Bohrvorgang der dort
erzeugte Span durch die ca. 45° Schneidenanstellung nach innen gelenkt gleich
zur Spannut, wodurch dann, wie Versuche gezeigt haben, bei der Zerspannung dieser
Materialien die Umfangsschneide bis auf ca. 0,3 × P reduziert werden kann,
ohne dass sich die Späne in die offenen Flankenschneiden der Gewindeschneiden, welche
in Spanflussrichtung stehen, festsetzen, womit dann alleine durch diese Veränderung
die Erstellung von lehrhaltigen Gewinden bis ca. 3XD bei diesen kurzspänenden Materialien
wie Gusswerkstoffe, Aluminium, Alu-Legierungen sowie einige Kunststoffe gewährleistet
ist, wobei hier eine Absenkung (Treppenform) der in Spanflussrichtung stehenden
offenen Flankenschneiden nicht erforderlich ist. Eine Verschwenkung würde sich aber
einmal positiv auf die Standzeit dieser offenen Flankenschneiden auswirken, zum
Andern bei einer Absenkung (Treppenform) der ganzen Stirnschneidenfläche auch auf
die Gewindequalität der zum Tragen kommenden Gewindeflanke.
Durch diese Reduzierung auf ca. 0,3 × P ermäßigt sich damit
auch der seitliche Widerstand bei der Erstellung der Gewindeausnehmungen durch einen
360° Zirkularumlauf um ca. dieses Maß, womit dann zylindrische Gewinde in dieser
Ausnehmungstiefe erstellt werden können.
Um die Arbeitsgeschwindigkeit beim Bohrvorgang bei manchen Materialien
erhöhen zu können, ist vorgeschlagen, alle, die als M Stirnschneiden ausgebildeten
Schneiden bis Bohrerachse verlaufen zu lassen, wobei sie im Zentrumsbereich in Form
einer Krümmung (hier nicht gezeigt) ineinander verlaufen (gleich 2, 3, oder 4 Zentrumsschneiden
statt nur einer), wobei hierbei die Bildung einer Aufbauschneide bei manchen Materialien
sehr groß ist.
Die Erfindung ist anhand der 1–4
im Einzelnen beschrieben und in einem Maßstab von ca. 5:1 erstellt (Bsp. Gewindefräser
für M16).
1 zeigt einen schemenhaft dargestellten
Bohrgewindefräser Stand der Technik und in diesem integriert die erfinderische verbesserte
Ausführungen, wobei dieser hier rechtsschneidend ausgelegt ist, könnte aber genau
so gut linksschneidend ausgelegt sein.
2 zeigt einen weiteren schemenhaft dargestellten
Bohrgewindefräser in verbesserter Ausführung (gleich M Stirnschneide).
3 zeigt einen Bohrgewindefräser nur in
seinem Schneidenbereich in nochmals verbesserter Ausführungsform (nur zweischneidig
und mit gerade verlaufender Spannut dargestellt).
4 zeigt diese Ausführungsform im Schnitt
A-A und B-B (wobei hier das Werkzeug mit zusätzlich eingebrachten zwei Schneiden
dargestellt ist).
1 zeigt einen Bohrgewindefräser, der
einmal den Stand der Technik wiedergibt, zum Andern sind bereits die Verbesserungen
beinhaltet. Dabei sind für diese Zusatzanmeldung nur die Bezugszeichen
3b, 8b, 9b, 17–17c,
27+31 von besonderer Bedeutung.
Dabei weist dieser in seinen Stirnschneidenbereich (2) eine
Stirnschneide auf, wobei diese in einem spitzen Winkel von 140° in voller Breite
(2b) erstellt ist. An diese schließt sich eine Umfangsschneide (3a)
in einer Breite von ca. 1 mal Gewindesteigung (P) an. An diese wiederum schließen
sich die gewindeerzeugenden Schneiden (5) mit ihrer Stirnschneide (20)
an, in der Anzahl der zu erstellenden festen Gewindelänge (6). An deren
Enden ist eine in 45° erstellte Fasenschneide (7) am Werkzeugschafft
(26) angebracht, dabei verläuft die Spannut (11) in ca. 30°
zur Werkzeugachse (14).
Die in 1 integrierten Verbesserungen
zeigen einmal einen Stirnschneidenbereich (2), welche durch eine Zentrierspitze
(2a) in einem Spitzenwinkel von etwa 140° gebildet ist, an diese schließt
sich eine in einem Spitzenwinkel von ca. 160° erstellter Schneidenbereich (2c),
welcher als Spanbrecher wirkt, an. An diese wiederum schließt sich ein in 45°
erstellter Schneidenbereich (8) an, wobei dieser dann auch zur Erstellung
der Fase zum Einsatz kommt (gleich Fasenschneidenbereich (27)) und auf
dieses erforderliche Maß (gleich mindestens Gewindeflankentiefe und ca. 10% darüber)
in seiner Breite beschränkt ist. An diese schließt sich eine wesentlich verkürzte
Umfangsschneide (3) an, dabei ist diese in ihrer Breite von ca. 0,3–0,5
mal Gewindesteigung (P) erstellt. Am Ende dieser schließt sich eine Flankenschneide
(9a) an. An diese schließen sich mit geringem seitlichem Abstand (4)
gleich ca. 3% kleiner als die kernlocherzeugenden Schneiden (2) die gewindeerzeugenden
Schneiden (5) mit ihrer Stirnschneide (20) in einer Anzahl von
mind. der zu erstellenden Gewindeausnehmungstiefe bis Werkzeugschafftanfang (30)
an.
Dabei kann die Stirnschneide (20) gebrochen sein, indem sie
zumindest bis ca. ihrer Schneidenmitte (10) in dem Bereich ihrer Flankenschneide
(9) mit ca. 20° zur Bohrerachse (14) nach hinten abgesenkt
ist, wodurch dann beim Bohrvorgang die abzuführenden Späne keinen Kontakt mit diesem
Stirnschneidenbereich (17) mehr haben. Diese Absenkung (gleich Treppenform)
kann sich auch auf die ganze Stirnschneide (17a) erstrecken, wobei dann
bei entsprechender Absenkung (gleich Verschwenkung) aus der sich in Drallform (ca.
30°) erstellten, stark negativ schneidenden Flankenschneide (9b) eine
fast positiv schneidende (17b) bzw. auch leicht positiv schneidende Flankenschneide
(17c) ergibt. Des weiteren kann nun die Fasenschneide (7) ganz
entfallen, da ja dann die Gewindeausnehmungen jeglicher Tiefe mit dem Schneidenbereich
(8) angefast werden können, womit dann auch keine Sonderwerkzeuge (Zwischenlängen)
und Standardlängen wie z.B. 1,5 und 2XD nicht mehr erforderlich sind. Durch diesen
möglichen Verzicht auf die Fasenschneide (7) entfällt auch zugleich diese
große Schwachstelle (Sollbruchstelle) in diesem Übergangsbereich (30a).
Hierbei sei angemerkt, dass bei der Erstellung von Gewinden in Werkstoffe mit geringer
Festigkeit diese hier angesprochene Schwachstelle (gleich Sollbruchstelle) bei diesen
Materialien fast nicht zu Tage tritt, da ja hier der seitliche Widerstand bei der
Erstellung der Gewindeausnehmung um ein Vielfaches niedriger ist als bei hochfesten
Werkstoffen, wobei natürlich dazu auch die nun starkt verkürze Umfangsschneide wesentlich
beiträgt. Dabei könnte aus Herstellungsgründen zur Bearbeitung von kurzspänenden
Werkstoffen der Stirnschneidenbereich (2) auch nur aus den Schneidenbereichen
(2d+8) bestehen. Um auch in langspänende Materialien (z.B. Stahl)
ein Gewinde mit nur einem Werkzeug einbringen zu können, sind den gewindeerzeugenden
Schneiden (5) eine jeweils weitere Schneidereihe in einem Abstand von ca.
85° angefügt (31), bei einem zweischneidigen Werkzeug.
Dabei ist diese zweiten Schneidenreihe (31) im Stimschneidenbereich
(2) nur im Fasenschneidenbereich (27) vorhanden, wobei auch dieser
Bereich soweit zurückgesetzt ist, dass er beim Bohrvorgang nicht in Schneideingriff
kommt (z.B. Gewinde M16 Bohrvorschub/Umdrehung 0,25 mm ergibt eine Schneidenzurücksetzung
von ca. 0,15 mm pro Schneidenreie, hier nicht ersichtlich). Die Umfangsschneide
(3b) ist um dieses Maß der Zurücksetzung voll vorhanden, als auch die gewindeerzeugenden
Schneiden (5), wobei dann bei dieser Schneidenreihe diese nicht nach hinten
verschwenkt sein müssen, da ja dann hier beim Bohrvorgang keine Späne abgeführt
werden müssen, bedingt durch das Fehlen der Stirnschneiden und der zurückgesetzten
Fasenschneiden.
Auch ist eine positive Anstellung (21) aller in Schneideingriff
kommenden Schneiden zur Bohrerachse (14) nicht mehr unbedingt erforderlich
(21a), da im Bereich der Bohrerumfangsschneiden (3) die Späneabtragsstärke
bei der Erstellung der Gewindegänge durch einen Zirkularumlauf um ca. gut die Hälfte
reduziert ist, wodurch sich auch die erforderliche Schnittkraft
um ca. dieses Maß ermäßigt.
Durch diese Schnittkraftreduzierung können dann bei fast allen Werkstoffen
die Gewindegänge in nur einem 360° Umlauf erstellt werden, womit sich dann auch
die Fertigungszeit nicht erhöht, obwohl dann hier nur jede zweite Gewindeschneidenreihe
bei der Erstellung der Gewindegänge in Schneideingriff kommt (gleich Ausgleich durch
Wegfall des Schlichtumlaufes).
Erklärung zu 1:
Die mit Bezugszeichen (31) dargestellte zweite Schneidenreihe
ist nur im Bereich ihrer reduzierten Fasenschneide (8b) (gleich Fasenschneidenbereich
(27)) und der Umfangsschneide (3b) zutreffend dargestellt. Mit
Bezugzeichen 17–17c und 9b bezieht sich die Darstellung
auf die gewindeerzeugenden Schneiden (5), welche sich an den Kernbohrung
erzeugenden Schneidenbereich (2) anschließen. Dabei könnten diese auch
eine abweichende Form aufweisen, da ja dann mit diesen Gewindeschneiden kein Gewinde
erstellt werden muss.
2 zeigt einen Bohrgewindefräser, wobei
hier der Hauptvorteil in der erhöhten Bohrleistung bei manchen Werkstoffen liegt.
Dabei ist für diese Zusatzanmeldung nur das Bezugszeichen 13a von besonderer
Bedeutung. Auch ist hier der Stirnschneidenbereich (2) durch eine M-Schneide
gebildet, wobei diese jeweils eine kurze gerade Querschneide (12) aufweist,
an welche sich eine spiegelgleiche Ausnehmung (13a) anschließt. Dabei reichen
hier alle Schneiden bis zur Bohrerachse (14). An die Querschneide (12)
schließt sich nach außen ein weiterer geneigter Schneidenbereich (15) an,
an den sich ein weiterer Schneidenbereich (8), welcher auch als Fasenschneide
zum Einsatz kommt an und wobei er in einer Gradzahl von 45° bis zur Umfangsschneide
(3) verläuft. Dabei weist auch hier die Umfangs-schneide nur eine sehr
geringe Breite von ca. 0,3–0,5 mal Gewindesteigung (P) auf. Am Ende dieser
schließt sich eine Flankenschneide (9a) an. An diese schließen sich auch
hier mit geringem seitlichem Abstand (4) die gewindeerzeugenden Schneiden
(5) mit ihren Stirnschneiden (20) in einer Anzahl von mind. der
zu erstellenden Gewindeausnehmungstiefe bis Werkzeugschafft (30) an. Dabei
kann die Stirnschneide (20) auch hier gebrochen sein, indem sie bis ca.
ihrer Schneidenmitte (10) in dem Bereich ihrer Flankenschneide (9)
mit ca. 20° nach hinten abgesenkt ist, wodurch dann beim Bohrvorgang die abzuführenden
Späne keinen Kontakt mit diesem Stimschneidenbereich (17) mehr haben. Diese
Absenkung (gleich Treppenform) kann sich auch hier auf die ganze Stirnschneide (17a)
erstrecken. Des weiteren kann auch hier die Fasenschneide (7) entfallen,
da die Gewindeausnehmungen jeglicher Tiefe mit dem Schneidenbereich (8)
angefast werden können, womit dann auch keine Sonderwerkzeuge (Zwischenlängen) mehr
erforderlich sind.
Durch diesen Verzicht der Fasenschneide (7) entfällt die
Schwachstelle (30a) (Sollbruchstelle) ganz. Um diese Schwachstelle ganz
auszuschalten, verläuft der Übergang von den gewindeerzeugenden Schneiden (5)
zu dem zylindrischen Werkzeugschafftbereich (26) leicht konisch ansteigend
(26a) mit etwa 6,5°, wobei er im Anfangsbereich (30) nur ein
Durchmessermaß, welches in etwa bei der halben Gewindezahnflankentiefe (t) liegt,
aufweist. Um diese abgesetzte Form (17) zeichnerisch besser darstellen
zu können, ist hier der gewindeherstellende Bereich um 90° gedreht zur Stirnschneide
(2) angeordnet und verläuft samt Spannut (11) in Richtung Bohrerachse
(14). Des weiteren können alle Schneidenübergänge durch Radien (R) gebildet
sein bzw. können auch die Stirnschneiden 2a, 2c, 12,
13 + 15 eine Bogenform aufweisen (hier nicht gezeigt).
3 zeigt einen Bohrgewindefräser mit M
Stirnschneide. Dabei ist diese Fig. Nur für diese Zusatzanmeldung im Zusammenhang
der Schnittzeichnung A-A und B-B von Bedeutung.
4 zeigt diese Schnitte A-A und B-B. Dabei
ist hier eine zweite Schneidenreihe (31) ersichtlich, welche sich hier
bei einem zweischneidigen Werkzeug in einem Abstand von ca. 85° an die bohrungserzeugenden
Schneidenreihe (25) anschließt. Des weiteren sind hier die allseits verkürzten
Gewindeschneiden (5), welche zumindest soweit verkürzt sind (32),
dass sie bei der Erstellung der Gewindegänge durch die zweite Schneidenreihe (31)
durch einen 360° Zirkularumlauf nicht mehr in Schneideingriff kommen, ersichtlich.
Hierbei können Sie in ihrem Spitzenbereich (33) mit einem Radius (34)
oder auch Schutzfase (35) belegt sein oder auch zur Bohrerachse (14)
negativ (36) angestellt sein. Die mit Bezugszeichen (21a) erstellte
Schneidenanstellung mit einem Anstellwinkel von 0° zeigt auch den Stand der
Technik an.
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| Anspruch[de] |
- Bohrgewindefräser mit einem Schaft, welcher mit Stirn-, Umfangs- und
Flankenschneiden sowie gewindeerzeugenden Schneiden ausgestattet und drehangetrieben
sowie mit fortlaufender Z-Achszustellung ins volle Material bewegbar ist und zur
Verwendung auf CNC gesteuerten Maschinen durch Bewegen mit einer Kreisbahn um die
Ausnehmungsachse umlaufend verschiebbar zum Gewindefräsen als auch zum Anfasen geeignet
ist und bei dem gewindeerzeugende Schneidenreihen zum Fasenschneidbereich des Bohrers
so weit zurückgesetzt sind, dass sie bei der Erstellung einer Bohrausnehmung beim
Bohrvorgang durch einen Stirnschneidenbereich nicht in Schneideingriff kommen, ist
als Zusatz zum Patent 10236802 dadurch gekennzeichnet, dass
eine zusätzliche zweite gewindeerzeugende Schneidenreihe (31) im Bereich
des Fasenschneidbereiches (27) angeordnet ist, und dass die übrigen gewindeerzeugenden
Schneiden (5) in ihrem allseitigen Ausmaß soweit reduziert sind, dass sie
bei der Erzeugung der Gewindegänge durch die zweite gewindeerzeugende Schneidenreihe
(31) nicht mehr in Schneideingriff kommen und die zweite Schneidenreihe
(31) im Bereich ihres Fasenschneidenbereiches (27) dieser soweit
zurückgesetzt ist, dass er bei der Erstellung der Bohrungsausnehmung beim Bohrvorgang
durch den Stirnschneidenbereich (2) nicht in Schneideingriff kommt, wobei
bei der zweiten Schneidenreihe (31) die gewindeerzeugenden Schneiden (5)
deren Flankenschneide (9) nicht nach hinten (17) zur Bohrerachse
(14) abgesenkt sein müssen.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die
gewindeerzeugenden Schneiden (5), welche sich an den die Bohrungsausnehmung
erzeugenden Schneidenbereich (2) anschließen zur Spanflussrichtung nach
hinten zur Bohrerachse (14) abgesenkt (17 oder 17a) sind
(gleich Treppenform) und in ihrem Spitzenbereich (33) abgerundet (34)
oder mit einer Schutzfase (35) belegt sind.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass
die gewindeerzeugenden Schneiden (5), welche sich an die die Bohrungsausnehmung
erzeugenden Stirnschneidenbereich (2) anschließen, zur Bohrerachse (14)
negativ (36) angestellt sind und wobei diese auch abgeändert zur erstellenden
Gewindeform erstellt sein können.
- Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 1–3 dadurch gekennzeichnet,
dass die dort beinhaltete Zerspannungsaufteilung von einmal Erstellung der Bohrungsausnehmung
alleine durch Stirnschneidenbereich (2) und den diesen angeschlossenen
Schneiden (5) und die Erstellung der Gewindegänge allein durch zweite Schneidenreihe
(31) und deren beiden in ihrem Ausmaß stark reduzierten Umfangsschneiden
(3+3b) von nur noch ca. 0,3–0,5 mal der zu erstellenden
Gewindesteigung (P) auch für alle erdenklichen Bohrgewindefräsergeometrien bzw.
deren Stirnschneidengeometrien beinhaltet ist.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass auch
die gewindeerzeugenden Schneiden (5) der zweiten Schneidenreihe (31)
zur Spanflussrichtung nach hinten zur Bohrerachse (14) abgesenkt (17
oder 17a) sind (gleich Treppenform), wobei sich diese Absenkung auch noch
in den Bereichen (17b oder 17c) bewegen kann.
- Bohrgewindefräser mit einem Schaft, welcher mit Stim-, Umfangs- und
Flankenschneiden sowie gewindeerzeugenden Schneiden ausgestattet und drehangetrieben
sowie mit fortlaufender Z-Achszustellung ins volle Material bewegbar ist und zur
Verwendung auf CNC gesteuerten Maschinen durch Bewegen mit einer Kreisbahn um die
Ausnehmungsachse umlaufend verschiebbar zum Gewindefräsen als auch zum Anfasen geeignet
ist und bei dem gewindeerzeugende Schneidenreihen zum Fasenschneidbereich des Bohrers
so weit zurückgesetzt sind, dass sie bei der Erstellung einer Bohrausnehmung beim
Bohrvorgang durch einen Stirnschneidenbereich nicht in Schneideingriff kommen, als
Zusatz zum Patent 10236802 dadurch gekennzeichnet, dass der Stirnschneidenbereich
(2) durch jeweils eine kurze gerade Querschneide (12) gebildet
ist, an welchen sich eine spiegelgleiche Ausnehmung (13a) anschließt, wobei
sich deren Schneidenausbildung in der Mitte (gleich Bohrerachse (14)) treffen
und an die Quer-schneide (12) schließt sich nach außen ein geneigter Schneidenbereich
(15) an, an den sich ein in seinem Neigungswinkel von ca. 45° erstellter
weiterer Schneidenbereich (8) anschließt, welcher in seinem Ausmaß gleich
seinem Fasenschneidenbereich (27) begrenzt ist und bis zur Umfangsschneide
(3) verläuft, dabei weist die Umfangsschneide nur eine geringe Breite von
ca. 0,3 mal Gewindesteigung (P) auf, dabei ist der Stirnschneidenbereich (2)
in seinem Fasenschneidenbereich (27) der Umfangsschneide (3) zur
Bohrerachse (14) positiv schneidend (21) erstellt, an diese schließt
sich eine Flankenschneide (9a) an, wobei dann die in Längsrichtung mit
einem geringen Abstand (4) gleich ca. 3% kleiner als die kernlocherzeugenden
Schneiden (2) angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden (5),
welche zumindest in Anzahl der zu erstellenden Gewindeausnehmungstiefe vorhanden
sind und sich bis Werkzeugschaft (30) erstrecken.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die
spiegelgleiche Ausnehmung (13a) und deren Schneiden sowie deren Verlauf
zur Bohrerachse (14) in Form einer Krümmung erfolgt, wobei in der Verbindung
der übrigen Schneiden das Werkzeug auch mehrschneidig (gleich 3, 4 oder 5 Schneiden)
erstellt sein kann.
- Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet,
dass sich an den kernlocherzeugenden Schneidenbereich (2) und die gewindeerzeugenden
Schneiden (5) eine weitere Schneidenreihe (31) anschließt, wobei
hier die Stirnschneide nur im Bereich des Schneidenbereiches (8), welcher
in seinem Ausmaß gleich seinem Fasenschneidenbereich (27) begrenzt ist,
vorhanden ist und die Umfangsschneide (3), die Flankenschneide (9a),
die gewindeerzeugenden Schneiden (5) voll vorhanden sind, wobei auch hier
diese Schneiden (8+3) positiv schneidend (21) zur Bohrerachse
(14) erstellt sind und die Spannut (11a) nur eine geringe Tiefe
(11b) von ca. der Hälfte der Spannutentiefen (11)
erreicht und der Abstand bei einem zweischneidigen Werkzeug zu den Hauptschneiden
ca. 85° bzw. bei einem dreischneidigen Werkzeug ca. 57° beträgt.
- Bohrgewindefräser nach einem der Ansprüche 6 oder 8 dadurch gekennzeichnet,
dass die an die Flankenschneide (9a) angeschlossenen gewindeerzeugenden
Schneiden (5) in ihrer offenen Flankenschneide (9), welche in
Spanflussrichtung zeigt, nach hinten zur Bohrerachse (14) abgesenkt (17
oder 17a) sind (gleich Treppenform), wobei sich diese Absenkung auch noch
in den Bereichen (17b oder 17c) bewegen kann.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die
dort beinhalteten Schneiden und deren positive Anstellung, wie die auf ca. 0,3 X
Gewindesteigung (P) reduzierten Umfangsschneiden (3) in Verbindung eines
mit ca. 45° erstellten Schneidenbereiches (8) und deren jeweils positiv
schneidende Anstellung (21) zur Bohrerachse (14) für alle erdenklichen
Bohrgewindefräser bzw. deren Stirnschneidengeometrien beinhaltet ist.
- Bohrgewindefräser nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass die
an die Flankenschneide (9a) angeschlossenen gewindeerzeugenden Schneiden
(5) in ihrer offenen Flankenschneide (9), welche in Spanflussrichtung
zeigt, nach hinten zur Bohrerachse (14) abgesenkt (17 oder
17a) sind (gleich Treppenform), wobei sich diese Absenkung auch noch in
den Bereichen (17b oder 17c) bewegen kann, auch auf allen bekannten
Gewindewerkzeugen, sei es Werkzeuge, für welche eine Bohrungsausnehmung erforderlich
ist oder auch Werkzeuge, mit welchen ins volle Material mit nur einem Werkzeug ein
Gewinde erstellt werden kann, erstreckt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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