GEGENSTAND UND TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung, mit der wir uns befassen, betrifft eine Sonde zum nicht
operativen Einführen und/oder Auffangen von Fluiden, die Zellen in dem Inneren des
Uterus eines Säugetieres enthalten können, deren Aufgabe darin besteht, Durchgang
durch den Cervix-Gang (den Uterushals) zu ermöglichen und das Uterushorn ohne die
Notwendigkeit einer Beruhigung oder einer Narkose rasch und problemlos zu erreichen.
Die Erfindung ist vorzugsweise anwendbar in Schweinebeständen, um
in einer läufigen Sau das Einführen eines Fluids aus Spermatozoiden, Embryos oder
therapeutischen Lösungen in das vordere Drittel eines Uterushorns nahe dem Übergang
zu dem Eierstockkanal zu ermöglichen bzw. um Embryos von den oberen Abschnitten
des Uterushorns zu gewinnen.
Die Erfindung kann auch in kleinen Wiederkäuern, wie zum Beispiel
Schafen, Gänsen oder anderen Tierarten, angewandt werden.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Für die Durchführung künstlicher Befruchtung mit einer kleinen Anzahl
von Spermatozoiden und für das Auffangen und die Übertragung von Embryonen sind
chirurgische Verfahren, wie zum Beispiel die Laparoskopie, bekannt, wobei diese
den Nachteil haben, dass sie traumatisch-invasiv sind und dass sie einen hohen Grad
an Spezialisierung und geeignete Einrichtungen erfordern und dass sie weiterhin
das bei einem jeden operativen Eingriff in das Tier innewohnende potentielle Risiko
implizieren.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden nichtoperative Systeme entwickelt,
jedoch sind diese auf Tierarten, wie zum Beispiel Rinder und Pferde, begrenzt, bei
denen die Anwendung aufgrund ihres Körpervolumens und ihrer anatomischen Konfiguration
keine Schwierigkeiten bereitet. In anderen Tierarten, wie zum Beispiel bei Schweinen
und kleinen Wiederkäuern, sind nichtoperative Systeme wegen der Schwierigkeiten
bei dem Durchgang durch den Cervix-Gang und bei dem Erreichen tiefliegender Uteruspositionen,
da der Cervix-Gang eine Reihe von Vorsprüngen hat, die das Einführen einer Sonde
beachtlich erschweren, nur wenig verbreitet. Dieser Umstand hat die praktische Anwendung
des Embryotransfers behindert und die künstliche Befruchtung auf die Absetzung von
Samenproben mit einer großen Anzahl von Spermatozoiden tief in der Vagina oder der
Cervix beschränkt. Die praktische Anwendung anderer Bioverfahren, wie zum Beispiel
der Kältekonservierung von Spermien, die Geschlechtsauswahl durch Spermientrennung,
die Embryomikromanipulation etc., wird durch die genannten Umstände eingeschränkt.
Insbesondere bei Schweinen wurden Anstrengungen unternommen, durch
den Uterushals hindurch zu gehen und den Uterus zu erreichen, indem nichtoperative,
starre Systeme entwickelt wurden. Bei einigen dieser Systeme wird eine Röhre oder
ein Katheter verwendet, deren oder dessen körpernahes Ende eine Aufweitung für vereinfachte
Anwendung derselben bzw. desselben umfasst, und bei der oder dem die Außenfläche
des körperfernen Endes eine Spirale umfasst, die ihr oder sein Einführen und Fixieren
in dem Eingang des Cervix-Ganges ermöglicht, wobei der Uteruskörper erreicht wird.
Mit der Innenseite dieser Röhre wird eine Sonde eingeführt, die aufgrund ihrer Konfiguration
normalerweise nicht weiter vordringt als bis zu dem Anfangsabschnitt des Uterushorns.
Diese Systeme können nur mit Schwierigkeiten eingeführt werden, ohne
die Vorsprünge des Cervix-Ganges zu beschädigen, wobei sie darüber hinaus die Wand
des Cervix oder des Uterus durchstoßen können. Unter diesen Systemen stehen die
in WO 97/14365, US
005916144 A und WO 9927868 beschriebenen
heraus.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Um die oben genannten Nachteile zu überwinden, hat die Erfindung eine
neue Vorrichtung gemäß Anspruch 1 entwickelt, die es ermöglicht, bei der läufigen
Sau und ohne die Notwendigkeit einer Beruhigung oder einer Narkose ein Fluid mit
Spermatozoiden, Embryos oder therapeutischen Lösungen in das vordere Drittel eines
Uterushornes nahe dem Übergang zu dem Eierstockkanal einzuführen bzw. Embryos aus
den oberen Abschnitten des Uterushorns zu gewinnen.
Zu diesem Zweck umfasst die Vorrichtung der Erfindung, ebenso wie
herkömmliche Vorrichtungen und wie in dem Dokument US
5916144 A, auf welchem Stand der Technik die zweiteilige Form aus Anspruch
1 basiert, beschrieben eine Röhre oder einen Katheter, deren bzw. dessen körpernahes
Ende eine Aufweitung enthält, um vereinfachte Handhabung zu ermöglichen, und an
dem körperfernen Ende umfasst sie eine Spirale, die das Einführen und Fixieren in
dem Eingang des Cervix-Ganges ermöglicht, so dass das Einführen einer Sonde durch
die Röhre möglich ist.
Die Neuartigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung konzentriert sich
auf die Sonde, die durch einen flexiblen, röhrenförmigen Körper gebildet wird, der
in seinem Inneren wenigstens einen flexiblen Gang aufweist und
dessen Außenseite mit einer Schicht elastischem Material aus Kunststoff oder aus
einem beliebigen anderen Material bedeckt ist, das es ermöglicht, dass die Sonde
gleiten kann, ohne die Schleimhäute des weiblichen Fortpflanzungsapparates zu beschädigen.
Diese Konstruktion ermöglicht es, dass sich die Sonde, nachdem sie das körperferne
Ende der Röhre erreicht hat, zuerst durch den Cervix-Gang und danach durch den Uterus
weiter bewegt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung liegt in dem Umstand begründet,
dass Mittel zum Verbinden eines Steckers mit wenigstens einer Bahn an dem körpernahen
Ende bereitgestellt werden, um das Einführen und/oder das Auffangen von Fluiden
zu ermöglichen.
Weiterhin ist die Sonde ausreichend fest und elastisch, damit sie
sich nach dem Erreichen des körperfernen Endes der Röhre weiter durch den Cervix-Gang
und das Uterushorn bewegt, zu welchem Zweck sie eine Längskammer mit einer Vielzahl
flexibler Längsrippen zwischen dem flexiblen Gang der Sonde und dem röhrenförmigen
Körper aufweist, um ihre Festigkeit zu erhöhen und gleichzeitig ihre Elastizität
aufrecht zu erhalten.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Längsrippen
durch Stahlfäden gebildet und die Längskammer, die sie umfasst, ist röhrenförmig.
Das körperferne Ende der Sonde ist aus einem Teil ausgebildet, das
sich selbst dem Innenraum des flexiblen röhrenförmigen Körpers anpasst, und zwar
derart, dass das Teil ein Loch aufweist, das als Fortsetzung des flexiblen Ganges
angeordnet ist, um den Fluideinlass und/oder Fluidauslass auszubilden. Um eine Beschädigung
der Schleimhäute zu vermeiden, muss das genannte Teil glatt und stumpf sein.
Die Vorrichtung zum Verbinden des Steckers mit dem körpernahen Ende
der Sonde wird durch ein Teil gebildet, das sich einerseits selbst dem Innenraum
des flexiblen röhrenförmigen Körpers und des flexiblen Ganges anpasst und das sich
andererseits dem Stecker anpasst, um Einleiten/Ableiten von Fluiden zu ermöglichen.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung hat die Sonde zwei, vorzugsweise
konzentrische, flexible Gänge, von denen einer, vorzugsweise der äußere, in der
Nähe des körperfernen Endes der Sonde mit einem elastischen kleinen äußeren Überzug
in Verbindung steht, so dass, nachdem die Sonde in dem Uterushorn platziert worden
ist, der elastische kleine äußere Überzug über den flexiblen Gang mit Luft gefüllt
wird und ballonartig anschwillt, um sich an die Wand des Uterushorns anzupassen
und möglichen Rückfluss der Flüssigkeiten zu verhindern, die beim Absaugen intrauteriner
Fluide, die Embryos enthalten, eingeleitet worden sind.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht der flexible
Gang, der mit dem flexiblen kleinen äußeren Überzug in Verbindung steht, aus der
Längskammer, die die flexiblen Längsrippen umfasst, zwischen denen Durchgang von
Luft zu dem flexiblen kleinen äußeren Überzug hin möglich ist.
Die Vorrichtung der Erfindung kann in einem Verfahren verwendet werden,
das nicht Teil der Erfindung zum Einleiten von Fluiden mit Spermatozoiden, Embryos
oder therapeutischen Lösungen in das vordere Drittel eines Uterushorns oder zum
Auffangen von Embryos von dem vorderen Drittel des Uterushorns ohne Notwendigkeit
der Beruhigung des weiblichen Tieres und ohne Beeinträchtigung des Wohlbefindens
des Tieres ist, zu welchem Zweck das Verfahren das Einführen der Röhre in das Innere
der Vagina bis zu dem Eingang des Cervix-Ganges umfasst, wo die Röhre entgegen dem
Uhrzeigersinn gedreht wird, so dass sie sich in dem Cervix-Gang des weiblichen Tieres
weiter bewegt, so dass sie fest an den Wänden desselben fixiert ist. Nach erfolgter
Fixierung wird das körperferne Ende der flexiblen Sonde durch das körpernahe Ende
der Röhre eingeführt, bis das vordere Ende der Röhre, das an der Innenseite des
Cervix-Ganges verankert ist, erreicht worden ist, wonach die Röhre geringfügig nach
links und rechts gedreht wird und die flexible Sonde gleichzeitig getrieben wird,
bis letztere den ersten Vorsprung in dem Cervix-Hohlraum umgeht. Danach wird die
flexible Sonde weiter getrieben, wobei zu beachten ist, dass sie sich aufgrund der
verschiedenen Vorsprünge des Cervix-Ganges mit einer gewissen Schwierigkeit weiter
bewegt, bis sie den Uteruskörper erreicht. Nachdem der Cervix-Gang überwunden ist,
endet der durch die Vorsprünge verursachte Widerstand, und die flexible Sonde wird
ohne Schwierigkeit eingeführt, bis die oberen Abschnitte eines Uterushorns erreicht
werden. Nachdem die flexible Sonde in das Uterushorn eingeführt worden ist, werden
Fluide eingespritzt bzw. durch den flexiblen Gang von der Uterusumgebung durch Verbinden
einer Spritze oder ähnlichem mit dem Stecker absorbiert.
Wenn gewünscht wird, Embryos zu gewinnen, umfasst das Verfahren einen
nachfolgenden Schritt zum Einführen der Sonde, wobei der elastische kleine äußere
Überzug aufgeblasen wird, wodurch sich letzterer selbst an den Innenraum des Uterushorns
anpasst, und wobei danach die Embryos von dem vorderen Abschnitt des Uterushorns
abgesaugt werden.
Somit erfordert die Vorrichtung der Erfindung keine Beruhigung und
keine Narkose der Sau. Weiterhin verursacht sie keine Beeinträchtigung
des Wohlbefindens des Tieres, da sie keine starren Instrumente verwendet, die die
Wände des Cervix-Ganges beschädigen und/oder durchstoßen könnten; aufgrund dessen
stellt die flexible Sonde ein geeignetes Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Elastizität
bereit, um durch den Cervix-Gang hindurch zu gehen und das vordere Drittel eines
Uterushorns zu erreichen, ohne offensichtliche Beschädigungen zu verursachen.
Zusätzlich weist die Erfindung den großen Vorteil auf, dass ein vollständiges
Einführen der flexiblen Sonde innerhalb kürzester Zeit von etwa drei bis vier Minuten
erreicht wird, und sie ermöglicht das Arbeiten mit reduzierten Volumina; gleichzeitig
ist sie multifunktional, da sie das Einleiten von Spermatozoiden, Embryos und therapeutischen
Lösungen in die Tiefe des Uterus sowie das Auffangen von Embryos von den vorderen
Abschnitten des Uterushorns ermöglicht.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Nachfolgend wird eine Reihe von Figuren angehangen, die den Gegenstand
der Erfindung veranschaulichend und nichtbeschränkend darstellen, um ein besseres
Verständnis der vorliegenden Beschreibung als Bestandteil derselben zu ermöglichen.
1 zeigt eine aufgerichtete Seitenansicht
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei sich die Sonde in der Röhre bzw. dem Katheter
befindet. Verschiedene Ausschnitte werden bereitgestellt, um die verschiedenen Komponenten
zu zeigen, aus denen sie besteht.
2 zeigt das Detail A aus der vorhergehenden
Figur.
3 zeigt das Detail B aus 1.
4 zeigt eine schematische Darstellung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Betriebslage in dem Uterus einer Sau.
5 zeigt eine schematische Darstellung
eines Beispiels eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen flexiblen Sonde
bei Verwendung zum Gewinnen von Embryos von dem vorderen Drittel eines Uterushorns.
Das körperferne Ende der Sonde wird ebenfalls im Detail gezeigt.
BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELES
Eine Beschreibung der Erfindung wird ausgehend von den vorstehend
erwähnten Figuren gegeben.
Die Erfindung besteht aus einer Vorrichtung, die eine Röhre
1 umfasst, die eine Spirale 3 enthält, die ihre Einführung an
der Außenfläche ihres körperfernen Endes ermöglicht und deren körpernahes Ende eine
Erweiterung 4 zum Erleichtern ihrer Handhabung umfasst. Zwischen den Enden
der Röhre 1 wird ein röhrenförmiger, glatter Abschnitt 2 bereitgestellt.
Innen hat die Röhre eine Öffnung 5, die beide Enden der Röhre
1 verbindet und einen ausreichend großen Durchmesser hat, um den Durchgang
einer flexiblen Sonde 6 ohne Schwierigkeit zu ermöglichen. Die Enden der
Röhre können ein Einzelteil aus Gummi oder Kunststoff sein oder sie können aus gegossenen
Kunststoffteilen bestehen, wobei zu berücksichtigen ist, dass das körperferne Ende
weich und flexibel sein muss, um Beschädigungen des Tieres bei ihrem Einführen in
den Cervix-Gang zu vermeiden.
Die flexible Sonde 6 hat einen flexiblen röhrenförmigen Körper
7 aus Kunststoff oder Metall. Die Außenfläche des flexiblen röhrenförmigen
Körpers 7 ist mit einer Schicht 8 aus Kunststoff oder einem beliebigen
anderen Material bedeckt, das ein Gleiten desselben ermöglicht, ohne dass Beschädigungen
an den Schleimhäuten des weiblichen Fortpflanzungsapparates verursacht werden.
Im Inneren des flexiblen röhrenförmigen Körpers 7 wird ein
flexibler Gang 12 aus Silikon oder einem ähnlichen Werkstoff bereitgestellt,
und zwar so, dass eine Längskammer 9, die sich von dem körpernahen Ende
10 zu dem körperfernen Ende 11 erstreckt, zwischen dem flexiblen
Gang und dem flexiblen röhrenförmigen Körper 7 ausgebildet wird und in
beiden Fällen eine Verbindung nach außen herstellt.
Ein veränderliche Menge an Stahlfäden 13 befindet sich in
dem Inneren der Längskammer 9, um die Festigkeit derselben zu erhöhen.
Das körpernahe Ende 10 wird aus einer Vorrichtung
14 aus Kunststoff oder aus einem anderen Werkstoff ausgebildet, das Verbinden
mit dem flexiblen röhrenförmigen Körper 7 und mit dem flexiblen Gang durch
eines ihrer Enden ermöglicht und durch das andere Ende Verbinden mit einem Stecker
eines Weges oder zweier Wege 33, 34.
Das körperferne Ende 11 der Sonde wird aus einer Vorrichtung
15 aus Methacrylat, Kunststoff, Metall oder einem beliebigen anderen Werkstoff,
das eine Anpassung an den Innenraum des flexiblen röhrenförmigen Körpers
7 und an den flexiblen Gang 12 durch sein Ende 16 ermöglicht,
ausgebildet, wobei das gegenüberliegende Ende 17 mit der Außenseite durch
ein Loch verbunden bleibt, das den Fluideinlass und/oder Fluidauslass darstellt.
Das Ende 17 muss glatt und stumpf sein, um eine Beschädigung
der Schleimhäute des Tieres zu vermeiden.
Es wird darauf verwiesen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung in
geeigneter Weise sterilisiert und in luftdicht verschlossenen Beuteln verpackt wird,
um Verunreinigungen zu verhindern.
Im Folgenden wird das Verfahren der Anwendung der Vorrichtung für
die Durchführung tiefer intrauteriner Befruchtung mit einer geringen Menge von Spermatozoiden
beschrieben.
Das Verfahren besteht aus dem Einführen der Röhre 1 bis zu
der Innenseite des Cervix-Ganges der läufigen Sau, die überovuliert haben kann oder
nicht. Zu diesem Zweck wird eine ungiftige Schmierflüssigkeit auf die Röhre
1 aufgebracht, um deren Durchgang durch die Vagina zu erleichtern. Die
Röhre 1 wird eingeführt, indem ihr körperfernes Ende (der Bereich der Spirale
3) in die Vagina der Sau eingeführt wird, bis das körperferne Ende
18 des Cervix-Ganges 19 erreicht wird. In diesem Augenblick wird
die Röhre 1 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, wobei sich die Röhre in
dem Cervix-Gang 19 des weiblichen Tieres weiter bewegt, so dass ein fester
Halt an den Wänden des Cervix-Ganges erreicht wird, der aus groben Vorsprüngen
20 ausgebildet ist. In dieser Situation, wenn die Röhre 1 von
außen gehalten wird, wird ein fester Halt des Uterushalses erreicht, um ein Reißen
des letzteren zu verhindern. Nachdem ein fester Halt des Uterushalses erreicht worden
ist, wird das körperferne Ende 11 der flexiblen Sonde 6 durch
das körpernahe Ende der Röhre 1 eingeführt, bis es das körperferne Ende
der Röhre in dem Cervix-Gang 19 erreicht, was durch die Unmöglichkeit der
weiteren Fortbewegung der flexiblen Sonde 6 angezeigt wird. In diesem Augenblick
wird die Röhre 1 geringfügig nach links und rechts gedreht, wobei gleichzeitig
die flexible Sonde 6 getrieben wird, bis sie den ersten Vorsprung
20 des Cervix-Ganges 19 überwindet. Danach wird die flexible Sonde
6 weiter getrieben, wobei zu beachten ist, wie sie bei einem gewissen Widerstand
die verschiedenen Vorsprünge des Cervix-Ganges überwindet, bis sie den Uteruskörper
21 erreicht. Nachdem der Cervix-Gang 19 überwunden ist, endet
der Widerstand, den die Cervix-Vorsprünge 20 geleistet haben, und die flexible
Sonde 6 wird reibungslos und problemlos eingeführt, bis der vordere Abschnitt
eines Uterushorns 22 erreicht wird, zu welchem Zweck sich das Uterushorn
selbst anpasst, wenn sich die flexible Sonde weiter bewegt, indem sie eine Spiralform
annimmt. Wenngleich dies nicht notwendig ist, wird das Einleiten geringer Mengen
Verdünnungsmittel durch den flexiblen Gang 12 die Weiterbewegung der flexiblen
Sonde 6 auf ihrem Weg durch den Cervix-Gang 19 und ihre Weiterbewegung
durch das Uterushorn 22 erleichtern. Nachdem die flexible Sonde
6 in das Uterushorn 22 eingeführt worden ist, wird der in einer
Spritze 35, die mit dem körpernahen Ende 10 der flexiblen Sonde
6 verbunden ist, enthaltene Samen durch den flexiblen Gang 12
der flexiblen Sonde 6 eingeleitet, bis er die Uterusumgebung erreicht.
Um Verluste von Spermatozoiden zu vermeiden und um sicherzustellen, dass die Samenprobe
vollständig aus dem flexiblen Gang 12 entleert worden ist, wird nachfolgend
ein geringes Volumen Verdünnungsmittel durch den flexiblen Gang 12 eingeleitet.
Danach wird die flexible Sonde, die völlig problemlos herausgezogen wird, zurückgezogen,
und die Röhre 1 wird zurückgezogen, wozu diese letztgenannte im Uhrzeigersinn
gedreht werden muss.
Dieses Verfahren kann auch für den Embryotransfer in ein Uterushorn
verwendet werden.
Die gleiche Vorrichtung und das gleiche Verfahren können verwendet
werden, um Embryos aus dem Innern eines Uterushorns zu gewinnen, zu welchem Zweck
eine flexible Sonde 24 wie in 5 dargestellt
bereitgestellt worden ist, die der in 2 beschriebenen
ähnlich ist, mit dem Unterschied, dass die Sonde 24 zwei flexible, konzentrisch
angeordnete Gänge 27 und 29 in ihrem Innern hat, wobei vorgesehen
ist, dass in der Nähe des körperfernen Endes 25 der Sonde 24 eine
Vorrichtung 25 beinhaltet ist, die aus einem elastischen kleinen äußeren
Überzug 28 besteht, die durch ein Loch 31 mit dem flexiblen Gang
in Verbindung steht. In diesem Fall ist das zu der Sonde körpernahe Ende mit einem
Zweiwegestecker verbunden, von denen einer mit dem flexiblen Gang 29 und
der andere mit dem flexiblen Gang 27 verbunden ist, so dass die bereits
beschriebene Methodologie auch in diesem Fall vollständig gilt, mit dem Unterschied,
dass nachdem die flexible Sonde 24 in das vordere Drittel eines Uterushorns
eingeführt worden ist, der elastische äußere Überzug 28 aus Latex oder
Silikon mittels einer Spritze 35, die mit dem flexiblen Gang
27 verbunden ist, mit Luft gefüllt wird, so dass sich der Überzug durch
das Aufblasen vollständig an die Uteruswand anpasst, um die Möglichkeit eines Rückflusses
zu vermeiden. Danach wird das Embryo-Kulturmedium durch den flexiblen Gang
29 eingeleitet, um den Abschnitt, der zwischen der Spitze 30 (gleichwertig
mit 15) der flexiblen Sonde 24 und dem Übergang zu dem Eierstockkanal,
einem Platz, an dem vier bis fünf Tage nach der Befruchtung des weiblichen Tieres
Embryos vorliegen müssten, umfasst ist, mit Flüssigkeit zu füllen. Nach wird durch
den gleichen Arbeitskanal 29 Absaugen durchgeführt, um die eingeleitete
Flüssigkeit wiederzugewinnen. Dieses Verfahren wird wiederholt, bis es möglich wird,
die Embryos zu gewinnen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die flexible
Röhre 27 durch die Kammer 9 eingerichtet, in der die Stahlfäden
13 beinhaltet sind, in welchem Fall Luft zwischen den Stahlfäden zirkuliert,
wobei die Konstruktion der Sonde vereinfacht wird.