| Dokumentenidentifikation |
DE102004001966A1 19.05.2005 |
| Titel |
Verfahren und Vorrichtung zum individuellen Herstellen von Kerzen sowie Kerzenset hierfür |
| Anmelder |
Stanger, Reinhard, 32339 Espelkamp, DE |
| Erfinder |
Stanger, Reinhard, 32339 Espelkamp, DE |
| Vertreter |
Grosse, Bockhorni, Schumacher, 45133 Essen |
| DE-Anmeldedatum |
13.01.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004001966 |
| Offenlegungstag |
19.05.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
19.05.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
C11C 5/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft Verfahren, Herstellungsvorrichtung und Kerzenset zum individuellen (do-it-yourself) Herstellen von Kerzen. Ein Docht wird mit seitlichem Spiel in ein Dochtsetzerrohr eingebracht, wobei eines der Dochtenden vor oder nach dem Einbringen des Dochtes in das Dochtsetzerrohr mit einem Dochtrückhalter versehen wird. Das den Docht aufnehmende Dochtsetzerrohr wird vor oder nach dem Befüllen eines Kerzenaufnahmebehälters mit Brennmaterial in den Kerzenaufnahmebehälter eingesetzt. Danach wird das Dochtsetzerrohr bei mit Brennmaterial gefülltem Kerzenaufnahmebehälter von dem Docht abgezogen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum individuellen
Herstellen von Kerzen gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 6 sowie
ein Kerzenset nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
Das Herstellen von Kerzen im do-it-yourself-Verfahren ist seit langem
bekannt und zwar zum einen nach der Gießmethode, für welche die Verwendung einer
Gießform für jede gewünschte Kerzengröße und Kerzenform erforderlich ist. Zum anderen
ist es bekannt, Kerzen in Gläsern oder anderen Behältnissen herzustellen und darin
auch beim Abbrennen zu belassen, wobei das Brennmaterial granulierter Wachs ist.
In beiden Fällen ist das Einbringen des Dochtes die Hauptschwierigkeit. Um beim
individuellen Herstellen von Kerzen das Einbringen eines oder mehrerer Dochte in
das Brennmaterial zu vereinfachen, wird ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1, eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 6 sowie ein Kerzenset mit den
Merkmalen das Anspruchs 8 vorgeschlagen.
Durch das erfindungsgemäße Vorsehen eines sogenannten Dochtsetzerrohres
wird der üblichen Labilität des Dochtes in einer Weise entgegengewirkt, dass der
Docht sowohl vor als auch nach dem Befüllen einer Gießform oder eines Kerzenaufnahmebehälters
mit Brennstoff an genau diejenige Stelle einfach eingebracht werden kann, an welcher
sich der Docht in der Kerze letztendlich befinden soll. Nach dem Dochtsetzen mit
Hilfe des Dochtsetzerrohres wird das untere Dochtende im Brennmaterial der Kerze
oder am Boden im Innern des Kerzenaufnahmebehälters mittels eines erfindungsgemäß
vorgesehenen Dochtrückhalters verankert. Das Dochtsetzerrohr kann aufgrund des seitlichen
Spieles zu dem sich in ihm erstreckenden Docht vom Docht abzogen werden, ohne dass
sich dieser aus der einmal eingenommenen Position wieder herausbewegt.
Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen
beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe,
Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der
zugehörigen Zeichnungen, in denen – beispielhaft – ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kerzenherstellungsverfahrens und des dazugehörigen Kerzensets
dargestellt ist.
In der Zeichnung zeigen:
1A–1C
die Bestandteile eines Kerzensets und einer Kerzenherstellungsvorrichtung in Gestalt
eines Kerzenaufnahmebehälters 12 befüllt mit Kerzenbrennmaterial
14 in Gestalt von Granulatkörnern aus Wachs (1A);
ein Dochtsetzerrohr 16 (1B) und einen Docht
18 mit Dochtrückhalter 20 (1C);
2A–2C
den Kerzenherstellungsvorgang mit dem Kerzenset nach 1A–1C,
wobei 2A und 2B
den Vorgang des Dochtsetzens und 2C den Vorgang des
Dochtsetzerrohr-Abziehens darstellen;
3A–3E
verschiedene Ausführungsformen eines Dochtrückhalters.
Bei dem in 1A gezeigten Kerzenaufnahmebehälter
12 kann es sich um einen beliebig geformten, unten geschlossenen und oben
offenen Behälter aus beliebigem Material handeln, der bei etwa Raumtemperatur bzw.
Kerzenherstellungstemperatur ausreichend stabil ist und/oder einem Sinterungsprozess
eines als Schüttgut vorliegenden Kerzenbrennmaterials standhält. Im dargestellten
und in soweit bevorzugten Ausführungsbespiel besteht der Kerzenaufnahmebehälter
12 aus Glas und soll nicht nur als Herstellungsform sondern auch zum Abbrennen
der fertigen Kerze dienen. Er ist daher für das Kerzenabbrennen hinreichend hitzebeständig
und gewünschtenfalls transparent.
Als Kerzenbrennmaterial 14 kann neben dem in 1A
dargestellten Granulat auch ein solches aus Pulver oder in Flockenform verwendet
werden, um auf einfache Weise schüttbar zu sein und auch eine einfache Farbgestaltungen
in Form unterschiedlich gefärbter Schichten oder farblich durchmischter Körner zu
gestalten. Ebenso ist es aber möglich, gelförmiges Kerzenbrennmaterial oder sogar
solches zu verwenden, welches für den Herstellungsprozess aufgeschmolzen werden
muss. Im Falle von als Schüttgut vorliegendem Kerzenbrennmaterial kann dieses ohne
weitere Behandlung verwendet werden oder aber nach dem Einbringen des Dochtes einem
Sinterungsvorgang, d.h. einem Kompaktieren, bei dem die Schüttgutkörner zu einer
mehr oder minder zusammenhängenden Masse miteinander verbunden werden, unterzogen
werden, eine solche Sinterung ist durch Anwendung von mechanischem Druck und/oder
Wärmeeinleitung möglich. Z. B. kann die Oberfläche der Schüttgutpartikel oder des
Schüttgutes nach dem Einbringen des Dochtes durch die Einwirkung
einer Wärmequelle , wie einer Lampe, eines Strahlers oder Heissluft, angeschmolzen
oder verflüssigt werden. Dies führt nach Abschalten des Wärmeeintrags zu einer Verfestigung.
Das Schüttgut wird dadurch (auch im Behälter) fixiert und die Kerzenoberfläche zumindest
teilweise geschlossen.
Weiterhin können die Hohlräume des Schüttgutes mit einer brennbaren
Flüssigkeit, z. B. Lampenöl aufgefüllt werden. Wird dafür erwärmtes Gelwachs verwendet,
ist nach dessen Erkalten das Schüttgut ebenfalls sehr gut fixiert. Dadurch wird
außerdem die Brenndauer verlängert und der optische Eindruck z. B. durch farbige
Flüssigkeit variiert.
In allen drei Fällen werden die Kerzenbrennmaterialkörner an ihren
Kontaktstellen sozusagen miteinander verklebt. Je nach Stärke des Sintervorganges
werden die Zwischenkornräume verkleinert (Kompaktierungsvorgang) und im Extremfall
mehr oder minder stark beseitigt.
Ein Dochtsetzerrohr 16 nach 1B
kann wiederum aus grundsätzlich beliebigem Material hergestellt sein, solange es
eine gewisse, für das Dochtsetzen ausreichende Eigensteifigkeit aufweist. Als Quer-
und Längsschnittsformen wird man in einfachen Fällen von kreiszylindrischen geraden
Röhrchen etwa konstanter Wandstärke Gebrauch machen. Das ist aber nicht zwingend.
Sowohl die Außen- als auch die Innenkontur können in vielfacher Weise von der Kreisform
abweichen, ebenso die Wandstärke und die Erstreckungsrichtung. Zum Beispiel können
von der Kreisform abweichende Außenkonturen die Griffigkeit der Oberfläche und damit
die Manövrierbarkeit beim Dochtsetzen und beim späteren Abziehen vom Docht verbessern.
Eine Durchsichtigkeit des Dochtsetzerrohres kann als Orientierungshilfe für die
Dochtposition dienen. Eine gewisse radiale oder axiale Verformbarkeit des Dochtsetzerrohres
kann hilfreich sein, um mit zunächst vergleichbar großem seitlichem Spiel und geringem
axialem Widerstand den Docht 18 (1C) einzuschieben.
Wenn sich das Dochtsetzerrohr nachfolgend plastisch in Maßen verformen lässt, kann
dadurch das seitliche Spiel zum Docht eingeengt und der Docht an einem einfachen
Herausrutschen während des Dochtsetzens gehindert werden. Auch können dadurch Dochte
verschiedener Stärke mit demselben Dochtsetzerrohr gesetzt werden. Andere Hilfsmittel,
mit denen das Dochtsetzerrohr ausgestattet sein kann, sind in der Zeichnung nicht
eigens dargestellt, wie Handlingsmittel zur besseren Führbarkeit des Dochtsetzerrohres,
wie sie etwa von medizinischen Kanülen als Butterfly bekannt sind oder wie Biegungen
oder Abwinklungen des Dochtsetzerrohres am oberen Ende oder dergleichen. Auch die
Dochtlänge im Verhältnis zum Dochtsetzerrohr kann sehr unterschiedlich gewählt werden.
Wenn der Docht aus dem Dochtsetzerrohr oben herausschaut kann er in dieser Position
zum Beispiel durch Abwinkeln zunächst festgeklemmt werden. Es ist aber auch möglich,
Dochte, die kürzer als das Dochtsetzerrohr sind, am oberen Ende klemmend im Dochtsetzerrohr
zu halten, zum Beispiel wenn das Dochtsetzerrohr aus einem elastisch verformbaren
Material, wie einem Kunststoff besteht und sich durch Aufbringen radialen Druckes
im Querschnitt flachdrücken lässt, und zwar beispielsweise an der Stelle, an der
sich das obere Dochtende befindet, welches sich dadurch zeitweise festklemmen lässt.
Der in 1C gezeigte Docht 18
weist im entspannten Zustand eine krumme Form auf, wie sie zum Beispiel nach dem
Abwickeln von einer Spule entsteht. Ein solcher Docht kann getränkt oder ungetränkt,
gewachst oder ungewachst oder anderweitig behandelt sein. Jedenfalls sind übliche
Dochte nicht ausreichend eigensteif, um mit einem Ende voraus vom anderen Ende her
in ein Kerzenbrennmaterial in zum Beispiel gerade gestreckter Form hineingeschoben
zu werden, da er sich hierbei aufgrund des axialen Widerstandes zum Beispiel meandrierend
verformt. Dieser Nachteil wird aufgehoben, wenn ein derartiger Docht in ein Dochtsetzerrohr
eingeschoben oder anderweitig von diesem umgeben wird, wie es in 2A
in der oberen Bildhälfte gezeigt ist.
Ein Dochtsetzerrohr und ein Docht reichen aber noch nicht aus, um
den Docht an einer vorbestimmten Stelle innerhalb eines Kerzenbrennmaterials zu
plazieren. Vielmehr wird ein Dochtrückhalter 20 benötigt, wie er in
3A–3E
beispielhaft dargestellt ist. Es wurde erkannt, dass ein Dochtrückhalter es ermöglicht,
das samt Docht in das Kerzenbrennmaterial eingebrachte Dochtsetzerrohr nachfolgend
von dem Docht wieder abzuziehen, ohne dass letzterer seine beim Dochtsetzen eingenommene
Solllage (2B und 2C)
wieder verlässt. Die in 3A–3E
gezeigten Dochtrückhalter sind beispielhafter Natur. 3A
zeigt eine Haftmasse 22, mit der sich das untere Dochtende am Boden des
Kerzenaufnahmebehälters 12 befestigen lässt. Hierzu kann das untere Dochtende
zunächst mit der Haftmasse 22 umgeben werden. Die dadurch auftretende Verdickung
wird so groß gewählt, dass sie größer ist als der lichte Querschnitt am unteren
Ende des Dochtsetzerrohres 16 ist. Das untere Ende des Dochtsetzerrohres
kann somit einen gewissen Druck auf die Haftmasse beim Aufsetzen auf den Boden des
Kerzenaufnahmebehälters ausüben, so dass dort am Boden eine Haftung eintritt.
3B und 3D
zeigen sich nach unten hin verjüngende Enden des Dochtrückhalters, die ein Eindringen
in das Kerzenbrennmaterial beim Setzen des Dochtes mit dem Dochtsetzerrohr fördern.
Bei den Ausführungsbeispiel nach 3B weist das untere
Dochtende gleichzeitig eine Verdickung 24 auf, deren äußere
Abmessungen über den Außenumfang des Dochtsetzerrohres hinausragen und damit beim
Zurückziehen des Dochtsetzerrohres von dem Kerzenbrennmaterial zurückgehalten wird.
Eine Verdickung des unteren Dochtendes wird auch durch einen Knoten wie in
3C gezeigt, ermöglicht, welcher als Dochtrückhalter
dient. In 3D ist der Dochtrückhalter als am unteren
Dochtende befestigbares eigenständiges Bauteil, z. B. aus Kunststoff oder Metall
vorgesehen, ebenso in 3E, wo Arme des Dochtrückhalters
20 etwa rechtwinklig vom unteren Dochtende abstehen, sei es als einzelne
Arme oder sei es in Tellerform oder dergleichen.
Die Funktionsweise des Dochtsetzerrohres und des Dochtrückhalters
lassen sich besonders deutlich aus den 2A–2C
erkennen. Jedoch kann das Brennmaterial auch dann erst in den Kerzenaufnahmebehälter
eingefüllt werden, wenn das Dochtsetzerrohr mit dem Docht darin bereits eingesetzt
ist. Ebenso kann auch Gel oder flüssiges Wachs vor oder nach dem Dochtsetzen in
den Kerzenaufnahmebehälter eingefüllt werden. Sobald der Dochtrückhalter in der
vorgesehenen Endposition ausreichend Halt am Kerzenbrennmaterial oder an der Behälterwandung
findet, kann das Dochtsetzerrohr vom Docht abgezogen werden.
12- Kerzenaufnahmebehälter
14- Kerzenbrennmaterial
16- Dochtsetzerrohr
18- Docht
20- Dochtrückhalter
22- Haftmasse
24- Verdickung
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zum individuellen (do-it-yourself) Herstellen von aus mindestens
einem Docht geeigneter Länge und geeigneten Durchmessers und den Docht umgebendem
Brennmaterial bestehenden Kerzen in einem Kerzenaufnahmebehälter, dessen Innenkontur
die Kerze annimmt und in dem die Kerze abgebrannt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass der Docht mit seitlichem Spiel in ein Dochtsetzerrohr eingebracht wird, dass
eines der Dochtenden vor oder nach dem Einbringen des Dochtes in das Dochtsetzerrohr
mit einem Dochtrückhalter versehen wird,
dass das mindestens eine den Docht aufnehmende Dochtsetzerrohr vor oder nach dem
Befüllen des Kerzenaufnahmebehälters mit Brennmaterial in den Kerzenaufnahmebehälter
eingesetzt wird, und
dass das Dochtsetzerrohr bei mit Brennmaterial gefülltem Kerzenaufnahmebehälter
von dem Docht abgezogen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennmaterial
in Form eines Granulates, Pulvers oder in Flockenform in den Kerzenaufnahmebehälter
eingefüllt wird.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kerzenbrennmaterial
nach dem Einfüllen in den Kerzenaufnahmebehälter und dem Einbringen des mindestens
einen den Docht enthaltenden Dochtsetzerrohres vor oder nach dem Abziehen des Dochtsetzerrohres
von dem Docht durch Kompaktieren, Erhitzen und/oder anderes Behandeln des Kerzenbrennmaterials
einem Sinterungsschritt unterzogen wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Docht vor seinem Einbringen in das Dochtsetzerrohr durch Wachsen oder auf
andere Weise versteift wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Dochtrückhalter derart ausgebildet wird, dass er den Außenumfang des Dochtsetzerrohres
zumindest an dessen einem Ende und zumindest auf einem Teil von dessen Außenumfang
seitlich überragt.
- Vorrichtung zum individuellen (do-it-yourself) Herstellen von aus mindestens
einem Docht und diesen umgebendem Kerzenbrennmaterial bestehenden Kerzen in einem
formgebendem Kerzenaufnahmebehälter gekennzeichnet durch
mindestens ein Dochtsetzerrohr zur zumindest teilweisen Aufnahme des Dochtes seiner
Länge nach und mit seitlichem Spiel, und
durch einen an einem der Dochtenden vorgesehenen Dochtrückhalter.
- Vorrichtung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter
des mindestens einen Dochtes den Außenumfang des Dochtsetzerrohres an dem betreffenden
Ende nach außen hin zumindest auf einem Teil des Außenumfangs des Dochtsetzerrohres
überragt.
- Kerzenset zumindest bestehend aus einem oder mehreren Dochten und Kerzenbrennmaterial
in Form eines Granulates, Pulvers, in Flockenform oder als Gel oder als aufschmelzbare
Masse, mit oder ohne Gießform oder Kerzenaufnahmebehälter, zum individuellen (do-it-yourself)
Herstellen von Kerzen dadurch gekennzeichnet,
dass es weiterhin mindestens ein Dochtsetzerrohr umfasst, welches zur im wesentlichen
langgestreckten Aufnahme eines Dochtes geeigneter Länge und geeigneten Durchmessers
mit seitlichem Spiel geeignet ist oder den Docht bereits aufnimmt, und
dass ein Dochtrückhalter in Gestalt eines an einem Dochtende befestigbaren oder
befestigten Bauteils oder in Gestalt einer an dem Dochtende ausbildbaren oder
ausgebildeten Dochtverdickung vorgesehen oder vorsehbar ist.
- Kerzenset nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter
den Außenumfang des Dochtsetzerrohres zumindest an dessen einem Ende und zumindest
auf einem Teil dessen Außenumfangs seitlich überragt.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–9, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr gerade gestreckt ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–10, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr transparent ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–11, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr aus Glas, Metall oder Kunststoff besteht.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–12, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr länger ist als der Docht.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–12, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr kürzer als der Docht ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–14, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr einen anderen als einen kreisrunden Innenquerschnitt
aufweist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–15, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr einen anderen als einen runden Außenquerschnitt
aufweist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–16, dadurch
gekennzeichnet, dass das seitliche Spiel zwischen Docht und Dochtsetzerrohr 0,01–5
mm aufweist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–17, dadurch
gekennzeichnet, dass das Kerzenbrennmaterial ein schüttbares Material ist, wie Granulat,
Pulver oder Flocken aus Wachs oder Harz.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–18, dadurch
gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr an seinem dem Dochtrückhalter gegenüberliegenden
Ende mit einer Handling-Vorrichtung, wie einem Handgriff versehen ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
dass das Dochtsetzerrohr an seinem dem Dochtrückhalter gegenüberliegenden Ende mindestens
eine Biegung aufweist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–20, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter ein eigenständiges, mit dem betreffenden
Dochtende verbundenes oder verbindbares Bauteil ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,
dass der Dochtrückhalter flächig mit gerundetem oder polygonem Außenumfang ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–20, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter als Verdickung des Dochtes oder als ein
in das Dochtende eingebrachter Knoten ausgebildet ist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–23, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter eine das Einbringen in eine Schüttung aus
Kerzenbrennmaterial vereinfachende, sich vom unteren Dochtende nach oben verbreiternde
Form aufweist.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter eine Querschnittsverbreiterung, z.B. beim
Abziehen des Dochtsetzerrohres, gestattet, wenn Zugkräfte auf den Docht ausgeübt
werden.
- Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6–25, dadurch
gekennzeichnet, dass der Docht gewachst oder anderweitig versteifend vorbehandelt
ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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