| Dokumentenidentifikation |
DE10330129A1 19.05.2005 |
| Titel |
Wälz-Stoß-Maschine |
| Anmelder |
ZEITLAUF GmbH Antriebstechnik & Co KG, 91207 Lauf, DE |
| Erfinder |
Grünig, Kurt, Préles, CH |
| Vertreter |
Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg |
| DE-Anmeldedatum |
04.07.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10330129 |
| Offenlegungstag |
19.05.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
19.05.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B23F 5/16
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| IPC-Nebenklasse |
B23D 3/04
B23Q 1/36
B23Q 1/68
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| Zusammenfassung |
Eine Wälz-Stoß-Maschine zur Herstellung von Zahnrädern umfasst ein Maschinengestell (1) und eine darin angeordnete Stoßwelle (2) mit einem Stoßwerkzeug (3). Es ist ein Stoßwellen-Lagerträger (9) als Teil der Antriebs- und Lagereinrichtung für die Stoßwelle (2) vorgesehen, in dem die Stoßwelle (2) mittels eines Antriebes (6, 11) in ihrer Stoß- und Rückhubbewegung (12, 13) sowie gegebenenfalls Drallbewegung (30) antriebbar gelagert ist, der zur Erzeugung der Wälzbewegung (31) der Stoßwelle (2) durch einen Drehantrieb (24, 26, 27, 28) in Drehbewegung versetzbar ist, und der in einer angetriebenen Schwenklager-Aufhängung (21, 23, 33, 34) in Radialrichtung quer zur Längsachse (L) zur Erzeugung der lateralen Auslenkbewegung (32) beweglich gelagert ist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Wälz-Stoß-Maschine zur Herstellung von
Zahnrädern mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen.
Auf dem Markt sind derartige Maschinen in vielfach unterschiedlichen
Konstruktionen bekannt. Als funktionale Baugruppen weisen diese Maschinen ein Maschinengestell
und eine im Maschinengestell an einer entsprechenden Lager- und Antriebseinrichtung
angeordnete Stoßwelle auf. Letztere trägt ein vorzugsweise zahnradartiges Stoßwerkzeug
und wird mittels der Lager- und Antriebseinrichtung zur Bearbeitung des Werkstückes
in verschiedene, überlagerte Bewegungen gebracht. So ist grundsätzlich eine Stoß-
und Rückhubbewegung des Stoßwerkzeuges in längsaxialer Richtung der Stoßwelle vorzusehen,
wobei sich mit jedem Stoßzyklus das Stoßwerkzeug tiefer in den Zahnradrohling einarbeitet.
Die entsprechende Zustellbewegung wird in der Regel durch die Werkstücklagerung
vorgenommen.
Während der Stoß- und Rückhubbewegung kann das Stoßwerkzeug eine Drallbewegung
um die Längsachse der Stoßwelle vollführen. Diese ist beispielsweise für herzustellende
Schrägverzahnungen vorzusehen, kann jedoch bei der Herstellung von Zahnrädern mit
achsparallelen Zähnen unterdrückt werden, ist insofern also nicht zwingend.
Um das Stoßwerkzeug während des Rückhubes vom Werkstück abzuheben,
muss es dabei eine laterale Auslenkbewegung vollführen.
Schließlich sind Werkstück und Werkzeug in der Regel beides Zahnräder,
wobei während der Fertigung eine Abwälzbewegung von Werkstück und Werkzeug zueinander
stattfindet. Hierzu ist eine Wälzbewegung der Stoßwelle um ihre Längsachse, mit
anderen Worten eine Drehung der Stoßwelle um ihre eigene Achse, vorzusehen, die
auf die Drehung des Werkstücks abgestimmt ist.
Bekannte Wälz-Stoß-Maschinen werden bisher in der Regel zur Herstellung
großer Getriebezahnräder eingesetzt. Daher weist der Stoßkopf bei solchen vorbekannten
Wälz-Stoß-Maschinen eine große Masse auf. Insoweit wird nur eine relativ beschränkte
Repetierrate für das Stoßwerkzeug in der Größenordnung von 600 bis 1200 Doppelhüben
pro Minute erreicht.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Wälz-Stoß-Maschine
so zu verbessern, dass bei universeller Einsetzbarkeit hinsichtlich der Verzahnungsart
der damit herstellbaren Zahnräder eine höhere Bearbeitungsgeschwindigkeit insbesondere
zur Herstellung filigranerer Zahnräder erzielbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst. Demnach ist ein Stoßwellen-Lagerträger als Teil der
Antriebs- und Lagereinrichtung vorgesehen, in dem die Stoßwelle mittels eines Antriebes
in ihrer Stoß- und Rückhubbewegung sowie gegebenenfalls Drallbewegung antreibbar
gelagert ist. Ferner ist der Stoßwellen-Lagerträger zur Erzeugung der Wälzbewegung
der Stoßwelle durch einen Drehantrieb in Drehbewegung versetzbar. Schließlich ist
der Stoßwellen-Lagerträger in einer angetriebenen Schwenklager-Aufhängung in Radialrichtung
quer zur Längsachse zur Erzeugung der lateralen Auslenkbewegung beweglich gelagert.
Bei der vorstehenden Konstruktion braucht die Stoßwelle lediglich
die eigentliche Stoß- und Rückhubbewegung und ggf. eine vorzusehende Drallbewegung
zu vollführen. Die weiteren Freiheitsgrade des Stoßwerkzeuges werden durch den separaten
Stoßwellen-Lagerträger erzeugt. Die einzelnen Bewegungs-Freiheitsgrade des Stoßwerkzeuges
sind damit hinsichtlich der sie hervorrufenden Maschinenelemente entkoppelt, wodurch
die Stoßwelle als solche mit einer gegenüber dem Stand der Technik wesentlich geringeren
Masse auskommt. Insoweit sind beispielsweise 6000 Doppelhübe des Stoßwerkzeuges
pro Minute erreichbar, was eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik um
den Faktor 5 bis 10 darstellt.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist auch die Schwenkiager-Aufhängung
des Stoßwellen-Lagerträgers, die bevorzugt durch sogenannte Aufhängeplatten bzw.
einen Aufhängering realisiert ist. Diese vorzugsweise aus Federstahl-Lamellen packetierten
Lagerelemente sind auf die zuzulassende Schwenkbewegung des Stoßwellen-Lagerträgers
optimal zugeschnitten. So sind die Aufhängeplatten in ihrer Plattenebene besonders
steif, senkrecht dazu jedoch bei entsprechender Beaufschlagung problemlos auslenkbar.
Dies bedeutet, dass die Aufhängeplatten eine Schwenkbewegung in einer sehr definierten
Schwenkebene ermöglichen.
Die Aufhängeringscheibe wiederum stellt einerseits aufgrund ihrer
hohen Positionierwirkung in der Scheibenebene eine saubere Positionierung des Stoßwellen-Lagerträgers
zur Verfügung, wobei zur Rundrichtung der Stoßwelle die Aufhängeringscheibe vorzugsweise
an einem entsprechenden Einstellring montiert sein kann. Zum anderen weist die Lagerung
an einer Aufhängeringscheibe keine Vorzugsrichtung bezüglich einer Verschwenkung
des Stoßwellen-Lagerträgers in eine bestimmte Radialrichtung bezüglich der Stoßwellen-Längsachse
auf. Insoweit lässt die Aufhängeringscheibe eine Schwenkbewegung
des Stoßwellen-Lagerträgers um Schwenkachsen in allen Radialrichtungen zu sich selbst
zu.
Bevorzugtermaßen sind die Lagerungen des Stoßwellen-Lagerträgers in
der Lagerbüchse und der Stoßwelle im Stoßwellen-Lagerträger hydrostatischer Natur.
Auch der Schwenkantrieb der Lagerbüchse zur Erzeugung der Auslenkbewegung während
des Stoßwellen-Rückhubes und der Antrieb der Stoßwelle selbst sind hydraulisch ausgelegt,
wobei zur Ansteuerung der entsprechenden Kolben-Zylinder-Einheiten entsprechend
hochfrequent arbeitende Hydraulikventile eingesetzt werden.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der
nachfolgenden Beschreibung entnehmbar, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird. Es zeigen:
1 einen Axialschnitt durch eine Wälz-Stoß-Maschine,
2 einen Schnitt entlang der Linie B-B
gemäß 1 sowie
3 und 4
vergrößerte Detailschnitte der Einzelheiten Y und Z gemäß 1.
Wie in den 1 und 2
dargestellt ist, weist eine Wälz-Stoß-Maschine ein Maschinengestell auf, das im
Wesentlichen als kastenförmiges Gehäuse 1 ausgebildet ist. Darin ist über
eine noch näher zu erörternde Lager- und Antriebseinrichtung eine Stoßwelle
2 in verschiedenen Richtungen beweglich und angetrieben gelagert, um mit
einem kopfseitig an der Stoßwelle 2 sitzenden Stoßwerkzeug 3 durch
eine repetierende Stoßbewegung an einem nicht näher dargestellten Zahnradrohling
als Werkstück durch allmähliches Einarbeiten entlang des Verzahnungsumfanges ein
Zahnprofil zu erstellen. Es kann sich dabei um alle Arten von Verzahnungsgeometrien,
wie eine Stirn-, Innen-, Kegelrad-, Schräg- und insbesondere auch Planradverzahnung
handeln.
Über eine nicht näher dargestellte Spannvorrichtung 4 ist
das Stoßwerkzeug 3 auswechselbar am Kopf des Schaftes 5 der Stoßwelle
2 gehalten. Der Schaft 5 selbst weist an seinem dem Stoßwerkzeug
3 abgewandten, hinteren Ende ein Drallwendelprofil 6 auf, das
zur Mitte des Schaftes 5 hin durch eine Kolbenschulter 7 begrenzt
wird.
Die Stoßwelle 2 ist im Führungskopf 8 eines als
Ganzes mit 9 bezeichneten Stoßwellen-Lagerträgers in einer entsprechenden
Führungsbohrung 10 entlang der zentralen Werkzeuglängsachse L hin- und
herverschiebbar sowie darin drehbar gelagert. In das Drallwendelprofil
6 greift dabei ein entsprechend profilierter Dichtkörper 10 ein,
sodass bei einer Stoßhubbewegung (Pfeil 12) bzw. Rückhubbewegung (Pfeil
13) der Stoßwelle 2 gleichzeitig eine Drehbewegung 30
um deren Längsachse L bedingt durch den Eingriff von Dichtkörper 11 und
Drallwendelprofil 6 stattfindet. Die Stoß- und Rückhubbewegungen
12, 13 werden hydraulisch durch eine entsprechend wechselseitig
gesteuerte Beaufschlagung der Räume zwischen Dichtkörper 11 und Kolbenschulter
7 einerseits und Kolbenschulter 7 und Anschlagschulter
14 andererseits in der Führungsbohrung 10 erzeugt. Das Druckfluid
wird dabei über entsprechend im Führungskopf 8 ausmündende Druckleitungen
15, 16 unter Steuerung durch ein entsprechendes Mehrwegeventil
im Trägerschaft 17 des Stoßwellen-Lagerträgers 9 bereitgestellt.
Wie aus 1 deutlich wird, sitzt der Führungskopf
8 an einem das Gehäuse des Maschinengehäuses 1 durchquerenden
rohrähnlichen Trägerschaft 17, dessen stoßwerkzeugseitiges Ende als Flansch
18 zur Anbindung des Führungskopfes 8 ausgebildet ist. Der Flansch
18 liegt abgedichtet, aber mit Spiel in einer Durchgangsöffnung
19 der Wand 20 des Maschinengehäuses 1.
Der Stoßwellen-Lagerträger 9 ist mit seinem Trägerschaft
17 im Bereich etwa von der Mitte bis zum Flansch 18 in einer Lagerbüchse
21 drehbar um die Längsachse L gelagert. Diese Drehbewegung stellt die
der Drallbewegung der Stoßwelle 2 überlagerte Wälzbewegung des Stoßwerkzeuges
3 zur Verfügung. Der Trägerschaft 17 ist dabei über eine nicht
näher gestellte hydrostatische Lagerung in der Lagerbüchse 21 drehgelagert.
Als Drehantrieb für den Stoßwellen-Lagerträger 9 und damit
die Stoßwelle 2 zur Erzeugung der Wälzbewegung 31 ist das stoßwerkzeugabseitige
Ende 22 des Trägerschaftes 17 in noch näher zu beschreibender
Weise koaxial in einer Riemenscheibe 24 montiert, die in einer am Maschinengehäuse
1 angebrachten Lagerdeckel-Baugruppe 25 drehbar gelagert ist.
Diese Riemenscheibe 24 wird von einem Zahnriemen 26 angetrieben,
der über ein auf der Abtriebswelle 27 eines nicht näher gestellten Antriebsmotores
sitzendes Antriebsritzel 28 sowie eine Spannrolle 29 läuft.
Neben der bereits beschriebenen Stoß- und Rückhubbewegung
12, 13 der bei Stoß- und Rückhub in entgegengesetzter Richtung
weisenden Drallrotation 30 der Stoßwelle 2 im Führungskopf
8 und der während der gesamten Werkzeugherstellung in eine gleichbleibende
Drehrichtung weisenden Wälzrotation 31 aufgrund der Drehbewegung des Stoßwellen-Lagerträgers
9 muss das Stoßwerkzeug 3 für bestimmte Bearbeitungsaufgaben
auch noch eine laterale Auslenkbewegung während der Rückhubbewegung 13
vollführen. Diese Auslenkbewegung weist senkrecht zur Längsachse L (entsprechend
senkrecht zur Papierebene von 1) und kann durch eine
minimale Schwenkbewegung 32 (2) der Lagerbüchse
21 im Maschinengehäuse 1 um eine im Bereich des Endes
22 des Trägerschaftes 17 liegende Schwenkachse bereitgestellt
werden. Dazu ist die Lagerbüchse 21 etwa mittig bezogen auf ihre Länge
über blattfederartige Aufhängeplatten 33, 34 mit dem Maschinengehäuse
1 verbunden. Das Paar von Aufhängeplatten 33, 34 ist
radial bezüglich der Längsachse L gegenüberliegend vertikal oben und unten angeordnet.
Dazu sind die langgestreckt rechteckigen Aufhängeplatten 33,
34 mit ihrem der Lagerbüchse 21 zugewandten Rand jeweils durch
einen Niederhalter 35, 36 über Schrauben 37 eingespannt.
Desgleichen sind die dem Maschinengehäuse 1 zugewandten Ränder über Niederhalter
36 und entsprechende Schrauben 38 am Maschinengehäuse
1 eingespannt. Die gezeigten Aufhängeplatten 33, 34,
die in einer gemeinsamen, durch die Längsachse L verlaufenden Vertikalebene V angeordnet
sind, bieten in dieser Ebene eine hohe Steifigkeit und damit eine sehr stabile Lagerung.
Rechtwinklig zur Vertikalebene V hingegen erlaubt diese Lagerung die gewünschte
Schwenkbewegung 32, für die unter praktischen Gesichtspunkten eine Amplitude
von Bruchteilen eines Millimeters bis maximal etwa einen Millimeter genügt.
Das hintere Ende 22 des Stoßwellen-Lagerträgers
9 ist nun in einer vom Prinzip her ähnlichen Aufhängung in Form der Aufhängeringscheibe
23 gelagert. Diese ist mit ihrem inneren Rand 39 über einen Einstellring
40 mittels Schrauben 41 an der rückwärtigen Stirnseite
42 des Trägerschaftes 17 befestigt. Quer zu diesen axialen Schrauben
41 verlaufen radiale Stellschrauben 43, mit deren Hilfe der Einstellring
40 in seiner Lage feinjustiert und damit die Stoßwelle 2 mit ihrem
Stoßwerkzeug 3 exakt rundgerichtet werden kann.
An seinem radialen Außenrand ist die Aufhängeringscheibe
23 wiederum durch axiale Schrauben 44 mit der Riemenscheibe
24 unter Zwischenlage eines Niederhalterrings 45 befestigt. Da
die Aufhängeringscheibe 23 wiederum in ihrer Ringebene selbst sehr stabil
ist, ist eine saubere Radialposition der Stoßwelle 2 gewährleistet. Zur
Bereitstellung der Schwenkbewegung 32 am stoßwerkzeugseitigen Ende des
Trägerschaftes 17 kann nun der Trägerschaft 17 um jede beliebige
radiale, in der Ringebene liegende Schwenkachse durch entsprechende Verwindung der
Aufhängeringscheibe 23 quer zu ihrer Ringebene ausgelenkt werden.
Zur Erzeugung der Schwenkbewegung 32 ist ein hydraulischer
Antrieb vorgesehen, der anhand von 2 zu erläutern ist.
Über durch das Maschinengehäuse 1 von oben bzw. von der Seite her eingeführte
Anschlussstutzen 46, 47 kann das Hydraulikfluid eines hydraulischen
Antriebes in die Lagerbüchse 21 eingeleitet und wieder daraus abgeleitet
werden. Über innere Kanäle 48 mit entsprechenden Ventilfunktionen werden
die Bewegungen 12, 13, 30 der Stoßwelle 2 im
Stoßwellen-Lagerträger 9 sowie die Schwenkbewegung 32 der Lagerbüchse
21 erzeugt. Letztere weist an ihrer Außenseite an horizontal und radial
gegenüberliegenden Positionen jeweils eine Ausnehmung 49, 50 auf,
in die zwei kolbenzylinderartige Anschlagstücke 51, 52 unter Bildung
eines Arbeitsraumes 53, 54 eingreifen.
Das Anschlagstück 51 stützt sich an einem festen, im Maschinengehäuse
1 montierten Anschlagbolzen 55 ab und bildet damit den Festanschlag,
der die laterale Position der Längsachse L während des Stoßhubes 12 definiert.
Das gegenüberliegende Anschlagstück 52 stützt sich an einem
Verstellanschlag 56 ab, der über einen Drehknopf 57 in seiner
Radialposition verstellbar in einer Führungsmuffe 58 im Maschinengehäuse
1 gelagert ist. Der Verstellanschlag 56 ist dabei so fein verstellbar,
dass zwischen dem Anschlagstück 52 und dem Verstellanschlag 56
„Luft" von Bruchteilen von Millimetern bis etwa ein Millimeter eingestellt
werden kann. Es werden nun über die im Einzelnen nicht näher dargestellten Kanäle
48 die beiden Arbeitsräume 53, 54 wechselseitig mit Druckfluid
versorgt. Wird der bezogen auf 2 rechte Arbeitsraum
54 druckbeaufschlagt, so stellt sich die Lagerbüchse 21 in ihre
Position zur Durchführung eines Stoßhubes unter Anlage des Anschlagstückes
51 an dem links gelegenen Anschlagbolzen 55 ein. Nach Durchführung
des Stoßhubes 12 wird der linke Arbeitsraum 53 mit Druckfluid
beaufschlagt und der rechte Arbeitsraum 54 entlastet, sodass die Lagerbüchse
21 aufgrund des Schwenkfreiheitsgrades durch die Aufhängeplatten
33, 34 nach rechts bezogen auf 2
um eine minimale Auslenkung verlagert wird, bis das Anschlagstück 52 am
Verstellanschlag 56 anliegt. In dieser Position kann das Stoßwerkzeug
3 seinen Rückhubbewegung 13 vollführen, ohne dass es in Eingriff
mit dem Werkstück kommt. Während dieser hin- und hergehenden Schwenkbewegung
32 dreht sich der Stoßwellen-Lagerträger 9 bedingt durch den Zahnriemenantrieb
am hinteren Ende des Trägerschaftes 17 um die Längsachse L, sodass die
in der Aufhängeringscheibe 23 definierte Schwenkachse um ihren Schnittpunkt
mit der Längsachse der Stoßwelle 2 auf der Aufhängeringscheibe
23 relativ zu dieser rotiert.
Wie aus 4 hervorgeht, ist die Aufhängeringscheibe
23 – genauso wie in nicht näher dargestellter Weise die Aufhängeplatten
33, 34 – aus einem Paket von Federstahl-Lamellen
59 gebildet.
Die in den 1 und 2
noch dargestellten, nicht jedoch näher bezeichneten Anschlussstutzen und Maschinenelemente
bedürfen keiner näher Erörterung, da sie in an sich bekannter Weise der Realisierung
hydrostatischer Lager innerhalb der zueinander beweglichen Maschinenteile dienen.
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| Anspruch[de] |
- Wälz-Stoß-Maschine zur Herstellung von Zahnrädern umfassend
– ein Maschinengestell (1),
– eine im Maschinengestell (1) an einer Lager- und Antriebseinrichtung
angeordnete Stoßwelle (2), die ein vorzugsweise zahnradartiges Stoßwerkzeug
(3) trägt und mittels der Antriebs- und Lagereinrichtung überlagert vollführt
– eine Stoß- und Rückhubbewegung (12, 13) in Längsaxialrichtung
(L),
– gegebenenfalls eine Drallbewegung (30) während der Stoß- und Rückhubbewegung
(12, 13 ) um ihre Längsachse (L),
– eine laterale Auslenkbewegung (32) während der Rückhubbewegung
(13 ), und
– eine Wälzbewegung (31) um ihre Längsachse (L), gekennzeichnet durch
– einen Stoßwellen-Lagerträger (9) als Teil der Antriebs- und Lagereinrichtung,
– in dem die Stoßwelle (2) mittels eines Antriebes (6,
11) in ihrer Stoß- und Rückhubbewegung (12, 13) sowie
gegebenenfalls Drallbewegung (30) antreibbar gelagert ist,
– der zur Erzeugung der Wälzbewegung (31) der Stoßwelle (2)
durch einen Drehantrieb (24, 26, 27, 28) in
Drehbewegung versetzbar ist, und
– der in einer angetriebenen Schwenklager-Aufhängung (21,
23, 33, 34) in Radialrichtung quer zur Längsachse (L)
zur Erzeugung der lateralen Auslenkbewegung (32) beweglich gelagert ist.
- Wälz-Stoß-Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schwenklager-Aufhängung einerseits eine den Stoßwellen-Lagerträger (9)
drehbar lagernde Lagerbüchse (21), die über blattfederartige Aufhängeplatten
(33, 34) schwenkbar am Maschinengestell (1) befestigt
ist, und andrerseits eine elastische, tellerfederartige Aufhängeringscheibe (23)
um den Stoßwellen-Lagerträger (9) aufweist, welche Aufhängeringscheibe
(23) eine Schwenkbewegung (32) des Stoßwellen-Lagerträgers (9)
um Schwenkachsen in allen Radialrichtungen bezüglich sich selbst zulässt.
- Wälz-Stoß-Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Aufhängeplatten (33, 34) als Paar radial gegenüberliegend zwischen
Lagerbüchse (21) und Maschinengestell (1) angeordnet sind.
- Wälz-Stoß-Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufhängeplatten (33, 34) und/oder die Aufhängeringscheibe
(23) aus paketierten Federlamellen (59) zusammengesetzt sind.
- Wälz-Stoß-Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerbüchse (21) zwischen zwei am Maschinengestell (1)
angebrachten, kolbenzylinderartigen Anschlägen (51, 52) begrenzt
schwenkbar hydraulisch angetrieben ist.
- Wälz-Stoß-Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass der Stoßwellen-Lagerträger (9) in der Lagerbüchse (21) hydrostatisch
gelagert ist.
- Wälz-Stoß-Maschine mindestens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufhängeringscheibe (23) der Schwenklager-Aufhängung in den Drehantrieb
(24) für den Stoßwellen-Lagerträger (9) integriert ist.
- Wälz-Stoß-Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Aufhängeringscheibe (23) konzentrisch in die Antriebsscheibe (24)
einer Motor-Getriebe-Anordnung (24, 26, 27) eingebaut
ist.
- Wälz-Stoß-Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Rundrichtung der Stoßwelle (2) die Aufhängeringscheibe (23) an
einem in seiner Radialposition zur Längsachse (L) veränderlichen Einstellring (40)
montiert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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