Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf die chemische
Separation bzw. Trennung von Radionukliden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf ein Verfahren zum automatisierten chemischen Trennen eines Radionuklids von
einem anderen und im spezifischen bezieht sich die Erfindung auf die Automatisierung
des Trennens eines kurzlebigen Folge- bzw. Tochterisotops von einem langlebigen
Ausgangs- bzw. Mutterisotop, wobei das Tochterisotop in der Nuklearmedizin brauchbar
ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die Trennung von kurzlebigen alpha- und beta-emittierenden Radionuklid-Tochterisotopen
von langlebigen Mutterisotopen ist für die medizinische Behandlung, insbesondere
gegen Krebs ausgeführt worden. Die weitverbreitete Anerkennung der Verwendung von
Strahlung, um unerwünschtes Zellwachstum, z. B. Krebs, zu beseitigen bzw. auszuschalten
oder zu neutralisieren, hat zu erhöhtem Interesse an verschiedenen Spezies von Radionukliden
geführt. Ein besonderes Interesse finden Radionuklide, z. B. 213Bi, welches
Alphastrahlung emittiert, oder Alpha-Emitter, da die Alphastrahlung, die durch diese
Radionuklide emittiert wird, nicht in Gewebe tief eindringt. 213Bi wird
normalerweise als ein Folge- bzw. Tochterprodukt von 229Th(t1/2
= 7300y) erzeugt. Die radioaktive Zerfallsreihe, in welcher 213Bi festgestellt
wird, ist wohlbekannt: 233U(1,62 × 105 yr t1/2)
zu 229Th zu 225Ra (14,8 Tage t1/2) zu
225Ac (10 Tage t1/2) zu 213Bi 47 min t1/2).
Die Töchter von Interesse für biologische Anwendungen beinhalten 225Ra,
das zu 225Ac zerfällt. 225Ac seinerseits zerfällt durch eine
Reihe von Schritten zu 213Bi (t1/2 = 45,6 m).
Kurz gesagt, durch Platzieren von Alpha-Emittern benachbart bzw. angrenzend
an unerwünschtem Zellwachstum, z. B. einem Tumor, kann der Tumor der Alphastrahlung
ohne unangemessenes Ausgesetztwerden des umgebenden gesunden Gewebes ausgesetzt
werden. Bei vielen derartiger Schemen wird der Alpha-Emitter benachbart bzw. angrenzend
an die Tumorstelle dadurch platziert, dass der Alpha-Emitter an einen Chelator gebunden
wird, der seinerseits an einen monoklonalen Antikörper gebunden wird, welcher die
Tumorstelle innerhalb des Körpers heraussuchen wird. Unglücklicherweise wird in
vielen Fällen der Chelator ebenfalls sich an Metalle verschieden von dem erwünschten
Alpha-Emitter binden. Es ist daher wünschenswert, dass die Anzahl von monoklonalen
Antikörpern, die an Metalle verschieden von dem erwünschten Alpha-Emitter gebunden
sind, minimiert wird. Infolgedessen ist es wünschenswert, dass der Alpha-Emitter
von anderen Metallkationen hochgereinigt wird. Zusätzlich weisen Alpha-Emitter,
z. B. 213Bi(47 min t1/2) sehr kurze Halbwertszeiten auf. Infolgedessen
müssen, um diese kurzlebigen Radionuklide bei medizinischen Anwendungen effektiv
zu verwenden, diese Radionuklide von anderen Metallen oder Verunreinigungen in einer
kurzen Zeitperiode effizient getrennt werden, um die Menge des verfügbaren Alpha-Emitters
zu maximieren. Darüber hinaus gibt es geringe Häufigkeit aufweisende Niedrig-Energie-&ggr;-Emissionen,
welche mit 213Bi verbunden sind und für bildgebende Untersuchungsmethoden
an Patienten brauchbar sind. Eine detailliertere Beschreibung der Verwendung derartiger
Radionuklide wird in zahlreichen Artikeln gefunden, einschließlich Pippin, C. Greg,
Otto A. Gansow, Martin W. Brechbiel, Luther Koch, R. Molinet, Jaques van Geel, C.
Apostolidis, Maurits W. Geerlings, und David A. Scheinberg. 1995. "Recovery of Bi-213
from an Ac-225 Cow: Application to the Radiolabeling of Antibodies with Bi-213'',
Chemists' Views of Imaging Centers, herausgegeben von A. M. Emran, Pleaum Press,
New York, NY (Pippin, 1995).
In 1996 begann Dr. David Scheinberg von dem Memorial Sloan-Kettering
Cancer Center, New York, NY, das Verabreichen bzw. Applizieren von 213Bi
bei einem Patienten für die Behandlung von akuter Leukämie. 213Bi ist
ein Alpha-Emitter, der mit einem monoklonalen Antikörper verbunden werden kann,
"ein entwickeltes (engineered) Proteinmolekül", das, wenn es an der Außenseite der
Zellmembran angebracht wird, radioaktives 213Bi abgeben kann, ein Alpha-Emitter
mit einer Halbwertszeit von 47 Minuten. Dieser Anfangsversuch stellte die erste
Verwendung von Alpha-Therapie für die menschliche Krebsbehandlung in den Vereinigten
Staaten von Amerika dar.
Verschiedene Verfahren, um Wismut von anderen Radionukliden zu trennen,
sind über die letzten paar Jahre entwickelt worden. Eine jüngere Arbeit, die dazu
vorgesehen war, um Bi-Generatoren bzw. -Erzeuger zu entwickeln, hat sich auf die
Verwendung eines aktinium-geladenen organischen Kationen-Austauschharzes konzentriert
(Pippin, 1995; Wu, C., M. W. Brechbiel, und O. A. Gansow, 1996. An Improved Generator
for the Production of Bi-213 from Ac-225, American Chemical Society Meeting, Orlando,
Fl, August, 1996 (Wu, 1996); und Mirzadeh, S., Stephen J. Kennel und Rose A. Boll,
1996. Optimization of Radiolabeling of Immunoproteins with Bi-213, American Chemical
Society Meeting, Orlando, Fl, August, 1996). Das Hauptproblem mit der organischen
Kationen-Austauschmethode besteht darin, dass mit der Notwendigkeit für größere
Mengen von "225Ac-cow"(< 20 mCi), der Generator durch die frühe Destruktion
bzw. Zerstörung des aktiniumgeladenen organischen Kationen-Austauschharzes begrenzt
ist. Versuche, um diese Zerstörung zu minimieren, sind verwendet worden durch Dr.
Wu an dem National Institut of Health (Wu, 1996) und Dr. Ron Finn (Finn, R., M.
McDevitt, D. Scheinberg, J. Jurcic, S. Larsen, G. Sgouros, J. Humm und M. Curcio
(MSKCC); M. Brechbiel und O. Gansow (NIH); M. Geerlings, Sr. (Pharmactinium Inc.,
Wilmington, DE); und C. Apostolidis und R. Molinet (European Commission, Joint Research
Centre, Institute for Transruanium Elements, Karlsruhe, FRG.). 1997. "Refinements
and Improvements for Bismuth-213 Production and Use as a Targeted Therapeutic Radiopharmaceutical",
J. Labelled Compounds and Radiopharmaceuticals, XL, S. 293 (MSKCC, 1997)). Anstelle
des Ladens des 225AC als eine "Punkt"-Quelle an der oberen Fläche einer
Kationen-Austauschsäule (Karlsruhe-Lösung), wird das Aktinium an einem Bereich des
organischen Harzes in einem Chargen-Modus ausgetauscht. Die geladenen Ionen-Austauschperlen
bzw. -kügelchen werden sodann mit nichtgeladenen Perlen bzw. Kügelchen gemischt,
um den zerstörenden Effekt "zu verdünnen", wenn in einer Ionen-Austauschsäule platziert,
die für Bi-Trennung verwendet wird. Das 213Bi, das von dem Generator
eluiert wird, ist chemisch reaktiv und es werden Antikörper-Radioaktive-Markierungs-Effizienzen
von mehr als 80% (Zerfall korrigiert) leicht erreicht. Das gesamte Verfahren unter
Einbeziehung der radioaktiven Markierung des monoklonalen Antikörpers findet bei
Umgebungstemperatur innerhalb 20–25 Minuten statt. Die Immunreaktivität des
Produkts wurde bei einem nominellen Wert von 80% bestimmt. Das resultierende Radiopharmazeutikum
ist pyrogenfrei und steril. Jedoch ist bei diesem Versuch bzw. Lösungsversuch die
Präparation der "Cow" vor der Trennung des Bi von dem organischen Harz zeitraubend
und kann ALARA-Strahlungs-Normen nicht genügen. Zusätzlich verbleibt das
225Ac mit dem organischen Harz während der Lebenszeit des Generators
(~20 Tage) verbunden, wobei organische Fragmente bzw. Bruchstücke in die
213Bi-Produktlösung jedes Mal freigegeben werden, wenn die "Cow bzw.
Kuh" gemolken wird.
Der Karlsruhe-Radionuklid-Generator, der in Koch, 1997 beschrieben
wird, war in Unterstützung von Dr. David Scheinberg' s (Memorial Soan-Kettering
Cancer Center (MSKCC), New York, NY), Verbinden von 213Bi mit einem rekombinanten
humanisierten M 195 (HuM195)-Antikörper entwickelt worden. Das gesamte
225Ac war an einem Einlassrand bzw. -kante einer AGMP-50-Kationen-Austauschharzsäule
geladen. Wegen der Strahlungszerstörung bzw. -beschädigung an der Ionen-Austausch-Säule
und Harz, wurde MSKCC bei dem Karlsruhe-Radionuklid-Generator geändert, um das
225Ac durch das Harzbett hindurch zu verteilen. Diese Änderung reduzierte
die örtliche Strahlungsbeschädigung, aber weil das 225Ac in dem Harz
erhalten bleibt, erleidet das Harz Beschädigung durch bzw. von der Alpha-Aktivität.
Ein Anorganisch-Ionen-Austausch-"Generator"-Konzept ist durch Gary
Strathearn, Isotope Products Laboratories, Burbank, CA entwickelt worden und ist
beschrieben (Ramirez Ana. R. und Gary E. Strathearn. 1996. Generator System Development
of Ra-223, Bi-212 and Bi-214 Therapeutic Alpha-Emitting Radionuklides, American
Chemical Society Meeting, Orlando, Fl, August, 1996) (Ramirez, 1996)). Bei diesem
Lösungsweg werden anorganische polyfunktionale Kationen-Austauscher verwendet, um
eine Beschädigung von dem intensiven Alpha-Beschuss zu vermeiden. Eine Säule von
Alphasept 1TM wird mit Salpetersäure (HNO3) vorbehandelt,
das 225Ac in 1 M HNO3-Zuführung wird sodann an der Säule geladen
und das 213Bi-Produkt wird mit 1 M HNO3 eluiert. Das Produkt
HNO3 muss sodann zur Trockenheit verdampft werden, um die Salpetersäure
zu entfernen. Sie wird sodann zurück in Lösung mit einer geeigneten gepufferten
Lösung gebracht, um die End-Bindung des Alpha-Emitters an einem Chelator und einem
monokolylen Antikörper herzustellen. Der Verdampfungsschritt dehnt die Zeit aus,
die dazu erforderlich ist, um das Endprodukt herzustellen, und begrenzt die Brauchbarkeit
dieses Lösungsweges.
Ein Anionen-Austausch-Wismut-Separator und ein Verfahren wurden entwickelt,
wie in der U.S.-Patentanmeldung 08/789.973 beschrieben, nunmehr U.S.-Patent. Das
Verfahren erfordert die Handoperation von Spritzen und weist daher den Nachteil
der Notwendigkeit eines technischen Labors auf, mit der inhärenten Möglichkeit des
radioaktiven Ausgesetztwerdens bei dem Laborant.
Wegen der Notwendigkeit zum Erhöhen der Mengen an therapeutischen
Radionukliden besteht die Notwendigkeit für ein Verfahren für eine rasche und sichere
(geringes Ausgesetztwerden des Operators) Trennung und Reinigung von Folge- bzw.
Tochter-Radioisotopen von Ausgangs- bzw. Mutter-Radioisotopen, beispielsweise
213Bi von 229Th. Die US-A-5.154.897 offenbart ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Trennen von Tochter-Radioisotopen von einer Stammlösung
(Cow), welche sowohl Tochter- als auch Mutter-Radioisotope aufweist, wobei die Vorrichtung
eine Pumpe (nicht gezeigt und nicht spezifisch als bi-direktional definiert), ein
Mehrwegeventil und ein Separations- bzw. Trennungsbett aufweisend. Die Cow wird
zu dem Separationsbett zugeführt, welches das Tochter-Isotop enthält. Eine Wasch-
bzw. Reinigungslösung wird durch das Separationsbett geschickt, um irgendeine Spur
von Mutter-Isotop freizugeben, und schließlich wird das in dem Bett enthaltene
Tochter-Isotop mit einem Eluierungsmittel eluiert.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zum Separieren bzw. Trennen
eines kurzlebigen Folge- bzw. Tochter-Isotops von einem langlebigen Ausgangs- bzw.
Mutterisotop, mit Wiedergewinnung des Ausgangs- bzw. Mutter-Isotops für weitere
Verwendung. Verwendung eines Systems mit einer bidirektionalen Pumpe und einem oder
mehreren Ventilen.
Eine Lösung des Mutter-Isotops wird verarbeitet, um zwei getrennte
Lösungen zu erzeugen. Eine von diesen enthält das Tochter-Isotop, von welchem die
Mutter mit einem hohen Dekontaminationsfaktor entfernt worden ist, und die andere
Lösung enthält das wiedergewonnene Mutter-Isotop. Der Prozess kann bei dieser Lösung
des Mutter-Isotops wiederholt werden. Das System mit dem Fluidantrieb und einem
oder mehreren Ventilen wird durch ein Programm an einem Mikroprozessor gesteuert
bzw. geregelt, welcher eine Reihe von Schritten ausführt, um die Operation zu vollbringen.
Bei einem Lösungsweg wird die Cow-Lösung durch ein Separationsmedium
geschickt, das das erwünschte Tochter-Isotop selektiv enthält, während das Mutter-Isotop
und die Matrix durch das Medium gehen. Nach Waschen dieses Mediums wird die Tochter
von dem Separationsmedium unter Verwendung einer anderen Lösung freigegeben.
Bei dem automatisierten Generator nach der vorliegenden Erfindung
werden sämtliche Lösungsbehandlungsschritte, die dazu notwendig sind, um eine Tochter-/Mutter-Radionuklid-Trennung
auszuführen, z. B. Bi-213 von Ac-225-"cow"-Lösung, in einer konsistenten, geschlossenen
und ferngesteuerten Vorrichtung ausgeführt. Ein Ausgesetztwerden des Operators bzw.
Bedienungsperson und eine Verteilung bzw. Zerstreuung von Kontaminierung werden,
verglichen mit der manuellen Generatorprozedur, die in der U.S.-Patentanmeldung
Nr. 08/789.973 beschrieben ist, größtenteils minimiert.
Unter Verwendung von 16 mCi von Ac-225 gab es keine detektierbare
äußere Kontaminierung der Instrumenten-Komponenten.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kürzerlebiges
Tochter-Isotop von einem längerlebigen Mutter-Isotop in einem automatisierten System
zu trennen und zu reinigen, wobei das Mutter-Isotop für zukünftige Verwendung wiedergewonnen
wird.
Es ist eine Aufgabe dieser Erfindung, dass das Mutter-Isotop wiederverwendet
werden kann, um mehr Tochter-Isotop zu einem späteren Zeitpunkt wiederzugewinnen,
bei keiner manuellen Manipulation des involvierten Mutter-Isotops.
Es ist eine Aufgabe dieser Erfindung, dass das radiolytische Ausgesetztsein
bzw. Ausgesetztwerden des Separationsmediums minimiert wird.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird insbesondere in dem
abschließenden Teil dieser Patentschrift dargelegt und klar und deutlich beansprucht.
Jedoch können sowohl die Organisation als auch die Methode der Operation zusammen
mit weiteren Vorteilen und deren Gegenständen bzw. Aufgaben unter Bezugnahme auf
die nachfolgende Beschreibung am besten verstanden werden, die in Verbindung mit
den beigefügten Zeichnungen genommen wird, in welchen gleiche Bezugsziffern sich
auf gleiche Elemente beziehen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine schematische Darstellung der
Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung mit getrennten Ventilen.
2 ist eine schematische Darstellung der
Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung mit einem Multipositionsventil.
3a ist eine schematische Darstellung
einer Systemvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung mit zwei Multipositionsventilen
und einem Separator.
3b ist eine schematische Darstellung
der Systemvorrichtung wie in 3a, jedoch mit einem wahlweisen
Zweipositionsventil.
4a ist eine graphische Darstellung der
Aktivität gegen Eluierungsmittel-Volumen, Eluations-Profil (Beispiel 1).
4b ist eine graphische Darstellung des
Prozentsatzes von wiedergewonnenem Bi gegen Eluierungsmittel-Volumen (Beispiel 1)
5a ist eine graphische Darstellung der
Aktivität gegen Eluierungsmittel-Volumen, Eluations-Profil (Beispiel 3)
5b ist eine graphische Darstellung des
Prozentsatzes von wiedergewonnenem Bi gegen Eluierungsmittel-Volumen (Beispiel 3)
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)
Die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung ist in 1
gezeigt. Eine bi-direktionale Pumpe 100 ist mit einem Schlauch- bzw. Röhrensegment
102 verbunden. Die bidirektionale Pumpe 100 und das Röhrensegment
102 sind mit einer (nicht gezeigten) Pufferflüssigkeit gefüllt. Ein erstes
Ventil 104 ist mit dem Röhrensegment 102 verbunden und mit einer
(nicht gezeigten) Gaszufuhr verbunden, um ein Volumen eines Gases in Berührung mit
der Pufferflüssigkeit zu ziehen. Ein zweites Ventil 106 ist mit dem Röhrensegment
verbunden, um ein Ziehen einer (nicht gezeigten) ersten flüssigen Probe einer Mischung
aus dem kurzlebigen Folge- bzw. Tochter-Isotop und dem langlebigen Ausgangs- bzw.
Mutter-Isotop in das Röhrensegment dadurch zu erlauben, dass eine Menge der Pufferflüssigkeit
abgezogen wird. Die erste flüssige Probe wird durch das Volumen des Gases dazwischen
daran gehindert, die Pufferflüssigkeit zu berühren. Die Größe bzw. Abmessung (innerer
Durchmesser) des Röhrensegments und einer anderen Röhre bzw. Röhren wird so ausgewählt,
dass die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten im Zusammenwirken mit dem inneren
Durchmesser in der Anwesenheit eines Gases ausreichend ist, um eine Strömung bzw.
Strom der Flüssigkeit an dem Gas vorbei zu verhindern. Isolationsventile
108 können mit einbezogen sein.
Weil zusätzliche Ströme, z. B. Wasch- bzw. Reinigungsstrom, Eluierungsmittel-Strom,
Abfall- bzw. Abwasserstrom, Reagenzstrom für die vollständige Operation eines Separationssystems
notwendig sind, wird es bevorzugt, dass die Ventile 104, 106 und
andere mit dem Röhrensegment 102 für die zusätzlichen Ströme verbunden
werden, die in einem Multipositionsventil 200 zu sammeln sind, wie in
2 gezeigt.
Ein vollständiges System zum Trennen von Bi-213 von Ac-225 ist in
3a gezeigt. Die bi-direktionale Pumpe 100
ist eine digitale Hochpräzisions-Spritzenpumpe (Spritzenvolumen 10 ml)(Alitea USA,
Medina WA). Das Röhrensegment 102 ist eine Wendel bzw. Spule, die mit einem
ersten Multipositions-Ventil 200 verbunden ist, das das Gasventil oder
-öffnung 104, das Proben- oder "Cow"-Ventil oder -Öffnung 106
und andere enthält, wie gezeigt. Eine Auslassöffnung 300 richtet bzw. lenkt
Fluide zu einem Separator 302. Der Separatorauslass bzw. -ausgang ist mit
einem zweiten Multipositionsventil 304 verbunden. Ein "Cow"-Reservoir bzw.
-Behälter 306 ist mit Öffnungen an beiden der ersten und zweiten Multipositionsventile
verbunden. Ein Produktreservoir bzw. -behälter 308 sammelt die erwünschte
Radionuklidlösung. Zum Trennen von Bi-213 von Ac-255 ist der Separator
302 eine Anionen-Austausch-Membran.
Eine alternative Ausführungsform ist in 3b
gezeigt, wobei diese Ausführungsform ein Zweipositionsventil 310 mit vier
Öffnungen aufweist. Bei dieser Ausführungsform ist das erste Multipositionsventil
200 mit einer Separationsreaktoröffnung (Zweipositionsventil
310, Öffnung 1) verbunden und ein Stapel bzw. Satz von Zonen wird
von dem Röhrensegment 102 durch das Zweipositionsventil 310 zu
dem Separator 302 mit einer spezifizierten Strömungsgeschwindigkeit abgegeben.
Der Zweck des Zweipositionsventils 310 besteht darin, um für die Möglichkeit
der Strömungsrichtungsumkehr durch den Separator 302 zu sorgen. Das Zweipositionsventil
310 ist wahlweise.
Ein bevorzugtes Material für die Separation ist ein Anionen absorbierendes
Harz in der Form eines Membransystems, welches von 3M, St. Paul, MN, geliefert wird.
Das Membransystem weist eine papierdünne organische Membran auf, welche das Anionen-Austauschharz
enthält, das in einer Patrone bzw. Hülse eingearbeitet ist. Das Anionen-Austauschharz,
AnexTM, von Sarasep Corp., Santa Clara, CA, ist zu einem Pulver gemahlen
und in einer PTFE (Polytrifluorethylen)-Membran in Übereinstimmung mit dem Verfahren
befestigt, das in einem 3M-U.S.-Patent Nr. 5.071.610 beschrieben ist. Für unsere
Untersuchungen bzw. Prüfungen war die Patrone 25 mm im Durchmesser. Sowohl die Patronengröße
bzw. -abmessung als auch die Art des Anionen-Austauschharzes können
in Abhängigkeit von der Größe geändert werden, die durch den Generator erforderlich
ist. Alternativ kann das Anionen-Austauschharz in der Form von Partikeln sein, die
in einer Säule platziert sind. Größe der Patrone oder Säule können durch die erwünschte
Austauschkapazität bestimmt werden.
Alle Ventile sind vorzugsweise nicht-metallisch, z. B. CheminertTM,
das von Valco Instrument Company, Inc. (Houston TX) erhalten wird. Ebenfalls sind
die Reagenz- und Transportleitungen einschließlich des Röhrensegments
102 vorzugsweise nicht-metallisch und chemisch inert, z. B. Polytetrafluorethylen
(Teflon), Polyvinyliden-Fluoridharz (Kynar), Polyetherethylketon (PEEK) und Kombinationen
hieraus.
Die Pumpe und die Ventile werden von einem Mikroprozessor ferngesteuert.
Irgendein Mikroprozessor und irgendeine Operationssoftware können verwendet werden,
z. B. ein Lap-Top-PC unter Verwendung von FIALAB-Software (Alitea).
Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung dient zum Separieren
bzw. Trennen eines kurzlebigen Folge- bzw. Tochter-Isotops von einem langlebigen
Ausgangs- bzw. Mutter-Isotop und weist die folgenden Schritte auf:
(a) Füllen einer verbundenen bi-direktionalen Pumpe und eines mit dieser verbundenen
Schlauch- bzw. Röhrensegments mit einer Pufferflüssigkeit;
(b) Ziehen eines Volumens eines Gases in Berührung mit der Pufferflüssigkeit
durch Ab- bzw. Zurückziehen einer ersten Menge des flüssigen Puffers; und
(b) Ziehen eines ersten flüssigen Samples bzw. Probe aus einer Mischung des
kurzlebigen Tochter-Isotops und des langlebigen Mutter-Isotops in das Röhrensegment
durch Ab- bzw. Zurückziehen einer zweiten Menge der Pufferflüssigkeit, wobei die
erste flüssige Probe von der Pufferflüssigkeit durch das Volumen des Gases getrennt
wird.
Für die Trennung von Tochter-Radionukliden von Mutter-Radionukliden
bestehen Einzelheiten sowohl dieser Schritte als auch von zusätzlichen Schritten
aus System-Initialisierung (sequenziell), Separator-Konditionierung, Scrub- und
Cow-Laden und -Abgabe durch den Separator und Tochter-Sammlung.
Im spezifischen kann ein Bi-Generator als das startende Material entweder
225Ac, getrennt von den Eltern bzw. Müttern, oder eine Mischung aus
225Ra/225Ac aufweisen. Es gibt Vorteile und Nachteile der
Verwendung von 225Ra als ein Startmaterial. Wenn 225Ra von
dem 225Ac nicht getrennt wird, wird die Menge von Bi hinsichtlich verfügbarer
Radioaktivität als eine Funktion der Zeit erheblich ausgedehnt. Jedoch ist, wenn
das 225Ra ebenfalls eine Fraktion von 224Ra enthält, weil
die Original-Thorium-"Cow" sowohl 229Th und einen kleinen Prozentsatz
an 228Th enthält, die Separation, um das Radium zu beseitigen, wünschenswert.
Die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung kann in zwei Moden
bzw. Art und Weisen verwendet werden, stapelnd und sequenziell. Der Stapelmodus
weist Mehrfach-"Slugs" aus Flüssigkeit auf, welche durch Mehrfach-"Slugs" aus Gas
getrennt sind, während der sequenzielle Modus nur einen "Slug" aus Gas aufweist,
um sequenziell geladene "Slugs" aus Flüssigkeit von der Pufferflüssigkeit zu trennen.
Für die Trennung von Bi-213 von Ac-225 (ohne 225Ra) sind
die Schritte unter Verwendung der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung folgende:
1. Systeminitialisierung (sequenziell)
1.1 Ventil 200 in Ablauf- bzw. Abflussposition (Öffnung 7).
Die Spritze wird mit 10 ml/min entleert.
1.2 0,250 ml Luftsegment wird in die Haltespule bzw. -wendel mit 10 ml/min angesaugt.
Dieser Schritt wurde dazu verwendet, um zu gewährleisten, dass nur
Luftsegment in der Haltespule bzw. -wendel und in der Hauptleitung des Multipositionsventils
A vor der Lösungsabgabe vorhanden ist. Dieser Schritt beseitigt irgendwelche Möglichkeiten
für die Kontaminierung von Reagenzlösungen mit Träger-Lösungsmittel und wurde als
eine Vorsorge verwendet.
2a. Separator-Konditionierung (gestapelt)
2a.1. Gas, vorzugsweise Luft, wird in das Röhrensegment 102 durch das
Ventil 104 (Öffnung 1 an dem ersten Multipositionsventil
200) gezogen, vorzugsweise etwa 2 ml bei einer Strömungsgeschwindigkeit
von etwa 10 ml/min.
2a.2. Ein Membran-Konditionierungsreagenz (das gleiche wie "Cow" enthaltende
Flüssigkeit, jedoch ohne die "Cow") wird in das Röhrensegment 102 durch
das Ventil 200, Öffnung 2, gezogen, vorzugsweise 4 ml von 0,5
HCL bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 10 ml/min.
2a.3. Das Membran-Konditionierungsagenz wird von dem Röhrensegment
102 durch den Separator 302 (Ventil 200, Öffnung
6) zu dem Abfluss ausgestoßen bzw. ausgetrieben (Ventil 304, Öffnung
6), gefolgt von Luft, vorzugsweise etwa 1,9 ml Luft bei einer Strömungsgeschwindigkeit
von etwa 4 ml/min. Strömungsrichtung: Abwärtsströmung (in 3b,
Öffnungen 1 und 2 an dem Zweiwege-Ventil sind verbunden).
2a.4. Das Ventil 200 wird zum Abfluss (Öffnung 7) geschaltet
und verbleibende Luft (etwa 0,1 ml) wird von dem Röhrensegment 102 zum
Abfluss ausgetrieben, gefolgt von 0,5 ml von Pufferflüssigkeit (oder Trägerlösung).
Die Strömungsgeschwindigkeit ist vorzugsweise etwa 10 ml/min Pufferflüssigkeit (oder
Trägerlösung), welche eine Flüssigkeit ist, die die Innenfläche(n) der Röhre bzw.
Schlauch und/oder des Ventils nicht benetzt. Die bevorzugte Trägerlösung ist ein
entionisiertes Wasser.
Für klinische Anwendungen kann die Trägerlösung eine sterilisierende
bzw. keimfreimachende Lösung sein (z. B. 50–80% Ethanol-Lösung). Durch Verwendung
von Ethanol-Lösung als eine Trägerlösung kann das Generator-Instrument steril gehalten
werden. Durch Waschen bzw. Reinigen der Röhre mit Ethanol wird die Neigung, zu benetzen,
minimiert.
An dieser Stelle wird der Separator 304 konditioniert und
ist für Separation bereit. Alle Transportleitungen und der Separator 304
werden mit Luft gefüllt.
2b. Separator-Konditionierung (sequenziell)
2b.1 Gas, vorzugsweise Luft, wird in das Röhrensegment 102 durch das
Ventil 200, die Öffnung 1, vorzugsweise etwa 1 ml, bei etwa 18
ml/min Strömungsgeschwindigkeit gezogen.
2b.2 Membran-Konditionierungsreagenz wird vom Ventil 200, Öffnung
2, in das Röhrensegment 102 angesaugt, vorzugsweise etwa 4 ml
von etwa 0,5 HCL bei etwa 18 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
2b.3 Das Membran-Konditionierungsreagenz wird von dem Röhrensegment
102 durch den Separator 302 (Ventil 200, Öffnung
6) zum Abfluss (Ventil 304, Öffnung 6) ausgestoßen, gefolgt
durch Luft, vorzugsweise etwa 1 ml mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 8
ml/min. Strömungsrichtung: Abwärtsströmung (Öffnungen 1 und 2
an dem Zweiwege-Ventil 310 (3b) sind verbunden).
2b.4 Luft wird durch das Ventil 200, Öffnung 1, in das Röhrensegment
102 angesaugt, vorzugsweise etwa 10 ml bei etwa 18 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
2b.5 Das Ventil 200 wird zur Membranposition (Öffnung 6) geschaltet.
Etwa 10 ml von Luft wird durch den Separator 302 mit etwa 15 ml/min Strömungsgeschwindigkeit
zum Abfluss (Ventil 304, Öffnung 6) ausgestoßen.
3a. Laden und Abgabe der "Cow"- und Scrub-Lösung in das
Röhrensegment (gestapelt.)Laden von Scrub und "Cow" (gestapelt)
3a.1 Luft wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200, Öffnung 1, gezogen, vorzugsweise etwa 2 ml bei etwa 10 nml/min
Strömungsgeschwindigkeit.
3a.2 Scrub-Lösung wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200, Öffnung 4, gezogen, vorzugsweise etwa 4 ml von etwa 0,005
M HCl bei etwa 10 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
3a.3 Luft wird in das Röhrensegment 102 gezogen, vorzugsweise etwa
2 ml bei etwa 10 ml/min.
3a.4 "Cow"-Lösung wird durch das Ventil 200, Öffnung 5 in
das Röhrensegment 102 gezogen, vorzugsweise etwa 4 ml bei etwa 4 ml/min
Strömungsgeschwindigkeit. Es wird darauf hingewiesen, dass das "Cow"-Volumen nur
etwa 3 ml ist. Die Ansaugung von etwa 4 ml Volumen gewährleistet einen quantitativen
Transfer bzw. Übertragung der "Cow"-Lösung in das Röhrensegment 102.
An dieser Stelle enthält das Röhrensegment 102 sequenziell
gestapelte Zonen von "Cow"- und Scrub-Lösungen, getrennt durch die Luftsegmente.
Alternativ,
Abgabe von "Cow" und Scrub (gestapelt)
3a.5 Multipositionsventil 304 ist in der "Cow"-Position (Öffnung
1)
3a.6 Multipositionsventil 200 ist in der Membranposition (Öffnung
6)
3a.7 Zweipositionsventil 310 (wahlweise) ist zu der Aufwärtsstrom-Position
geschaltet (Öffnungen 1 und 4 sind verbunden)
3a.8 "Cow"-Lösung und Luft (vorzugsweise etwa 1,8 ml) werden zu dem Separator
302 abgegeben und der Abfluss bzw. Ausfluss wird zu dem ursprünglichen
"Cow"-Speicherbehälter oder -reservoir 306 durch das Ventil 304
(Öffnung 1) gerichtet bzw. gelenkt. Dieser Schritt wird durch Abgeben von
etwa 6,350 ml von der Haltewendel bzw. -spule bei 4 ml/min Strömungsgeschwindigkeit
ausgeführt. (Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Volumina und die
abgegebenen Volumina unterschiedlich sind. Die abgegebenen Volumina wurden in Kalttests
bzw. -prüfungen experimentell festgestellt und berücksichtigen die Elastizität der
in der Haltewendel bzw. -spule gestapelten Luftsegmente. Wir bestätigen, dass die
Gesamtreproduzierbarkeit der Lösungsbehandlung nicht beeinträchtigt wurde)
3a.9 Multipositionsventil 304 ist in der Scrub-Position (Öffnung
2) 3a.10 Scrub-Lösung (vorzugsweise etwa 4 ml von etwa 0,005 M HCl) und
Luft (vorzugsweise etwa 1,9 ml) werden zu dem Separator 302 abgegeben und
zu dem Ventil 304 (Öffnung 2) gerichtet. Die Scrub-Fraktion wird
für darauffolgende Analyse gesammelt.
3a.11 Ventil 200 wird zum Abfluss (Öffnung 7) geschaltet und
verbleibende Luft (etwa 0,1 ml) wird von der Haltespule zu Ausfluss ausgestoßen,
gefolgt durch die Trägerlösung (etwa 0,5 ml). Die Strömungsgeschwindigkeit ist vorzugsweise
etwa 10 ml/min.
An dieser Stelle wird Bi-213. an der Anionen-Austauschmembran innerhalb
des Separators 302 zurückgehalten und wird von der Mutter Ac-225 getrennt.
Die Ac-225-"Cow"-Lösung wird in dem ursprünglichen Speicherfläschchen oder -reservoir
306 wiedergewonnen. Der Separator 302 und die Transportleitungen
werden mit Luft gespült. Der Separator 302 ist für Bi-213-Eluation bereit.
3b. Laden und Abgeben von "Cow"- und Scrub-Lösungen in das
Röhrensegment (sequenziell)Laden und Abgeben von "Cow" (sequenziell)
3b.1 Luft wird durch das Ventil 200, Öffnung 1, in das Röhrensegment
102 angesaugt, vorzugsweise etwa 1 ml bei etwa 10 ml/min.
3b.2 Ventil 200 wird zur "Cow"-Position (Öffnung 5) geschaltet.
Etwa 4 ml "Cow" werden in das Röhrensegment 102 mit etwa 4 ml/min Strömungsgeschwindigkeit
gezogen. Ac-225-"Cow"-Lösungsvolumen ist nominell 3,1 ml. Ansaugung von etwa 4 ml
gewährleistet einen quantitativen Transport der "Cow"-Lösung in das Röhrensegment
102.
3b.3 Der Operator wird aufgefordert, ein weiteres Voranschreiten mit der automatisierten
Separation zu bestätigen.
3b.4 Ventil 200 wird zu der Membranposition (Öffnung 6) geschaltet.
Ventil 304 wird zur "Cow"-Rückkehrposition (Öffnung 1) geschaltet.
Das Zweipositionsventil 310 wird zu der Aufwärtsstromposition geschaltet
(Öffnungen 1 und 4 sind verbunden).
3b.5 Etwa 5 ml werden von dem Röhrensegment 102 zu dem "Cow"-Speicherfläschchen
306 (Ventil 304, Öffnung 1) mit etwa 4 ml/min Strömungsgeschwindigkeit
ausgestoßen. Ac-225-"Cow"-Lösung wird durch den Separator 302 getrieben
und wird zu dem Speicherfläschchen 306 zurückgeführt.
3b.6 Ventil 200 wird zur "Luft"-Position (Öffnung 1) geschaltet.
Etwa 10 ml von Luft wird in das Röhrensegment 102 mit etwa 8 ml/min Strömungsgeschwindigkeit
angesaugt.
3b.7 Das Ventil 200 wird zur Membranposition (Öffnung 6) geschaltet.
Das Zweipositionsventil xx wird zur Abwärtsstrom-Position geschaltet (Öffnungen
1 und 2 sind verbunden.
3b.8 Etwa 10 ml von Luft wird von dem Röhrensegment 102 zu dem "Cow"-Speicherfläschchen
306 durch das Ventil 304, Öffnung 1, mit etwa 15 ml/min
Strömungsgeschwindigkeit ausgestoßen.
An dieser Stelle ist Bi-213 in den Separator 302 geladen,
Ac-225-Lösung wird zu dem ursprünglichen Speicherfläschchen 306 zurückgeführt.
Laden und Abgeben von Scrub (sequenziell)
3b.9 Das Ventil 200 wird zur Luftposition (Öffnung 1) geschaltet.
Das Ventil 304 wird zu der Scrub-Position (Öffnung 2) geschaltet.
3b.10 Luft wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200, Öffnung 1, angesaugt, vorzugsweise etwa 1 ml bei etwa 10
ml/min.
3b.11 Ventil 200 wird zu der Scrub-Position (Öffnung 4) geschaltet.
Etwa 4 ml von Scrub-Lösung werden in das Röhrensegment 102 mit etwa 20
ml/min. gezogen.
3b.12 Ventil 200 wird zu der Membranposition (Öffnung 6) geschaltet.
Etwa 5 ml werden von dem Röhrensegment 102 durch den Separator
302 zu der Scrub-Position des Ventils 304, Öffnung 2,
mit etwa 6 ml/min. ausgetrieben (Aufwärtsstromrichtung durch den Separator
302).
3b.13 Ventil 200 wird zu der "Luft"-Position (Öffnung 1) geschaltet.
Etwa 10 ml an Luft werden in das Röhrensegment 102 mit etwa 18 ml/min.
angesaugt.
3b.14 Ventil 200 wird zu der Separator-Position geschaltet. Etwa 10
ml an Luft werden von dem Röhrensegment 102 zum Ausfluss (Ventil
304, Öffnung 6) mit etwa 15 ml/min. ausgetrieben.
4a. Bi-213-Eluierungssequenz (gestapelt)
4a.1 Das Zweipositionsventil 310 wird geschaltet. Die Strömungsrichtung
durch den Separator 302 wird für Bi-213-Eluierung umgekehrt (Abwärtsstrom,
Öffnungen 1 und 2 am Zweipositionsventil 310 sind verbunden).
Es wird darauf hingewiesen, dass die Strömungsrichtung durch den Separator
302 relativ zu Ac-225-Lade- und -Scrub(Wasch)-Schritten umgekehrt wird.
4a.2 Multipositionsventil 304 wird in die Bi-213-Produktposition (Öffnung
3) eingestellt.
4a.3 Ein Luftsegment wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200, Öffnung 1, gezogen, vorzugsweise etwa 2 ml bei etwa 10 ml/min
Strömungsgeschwindigkeit.
4a.4 Eluierungsmittel wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200, Öffnung 3, gezogen, vorzugsweise etwa ein 8 ml-Teil von etwa
0,1 M Natriumacetat bei etwa 18 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
4a.5 Das Eluierungsmittel wird von dem Röhrensegment 102 durch den
Separator 302 (Ventil 200, Öffnung 6) zum Produktfläschchen
306 (Ventil 304, Öffnung 3) ausgetrieben, vorzugsweise
etwa 8 ml von etwa 0,1 M Natriumacetat bei etwa 1 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
4a.6 Luft wird abgegeben, vorzugsweise etwa 1,9 ml bei etwa 4 ml/min Strömungsgeschwindigkeit.
4a.7 Ventil 200 wird zum Abfluss (Öffnung 7) geschaltet und
verbleibende Luft (etwa 0,1 ml) wird von dem Röhrensegment 102 zum Abfluss
ausgetrieben, gefolgt von etwa 0,5 ml der Trägerlösung. Die Strömungsgeschwindigkeit
beträgt etwa 10 ml/min.
An dieser Stelle wird das Bi-213-Produkt von der Anionen-Austauschmembran
in dem Separator 302 eluiert und in dem Produktfläschchen 306
gesammelt. Der Separator 302 und sämtliche Transportleitungen werden mit
Luft gespült. Das System ist für den nächsten Separationslauf bereit.
4b. Bi-213-Eluierungssequenz (sequenziell)
4b.1 Ventil 200 wird zur Luftposition (Öffnung 1) geschaltet.
Ventil 304 wird zur Produktposition (Öffnung 3) geschaltet.
4b.2 Luft wird in das Röhrensegment 102 durch das Ventil
200 (Öffnung 1) angesaugt, vorzugsweise etwa 1 ml bei etwa 10
ml/min.
4b.3 Ventil 200 wird zur Eluierungsposition (Öffnung 4) geschaltet.
Etwa 4 ml von etwa 0,1 M NaOAc werden in das Röhrensegment mit etwa 20 ml/min gezogen.
4b.4 Zweipositionsventil 310 wird zur Abwärtsstrom-Position geschaltet
(Öffnungen 1 und 2 sind verbunden). Es wird darauf hingewiesen,
dass die Strömungsrichtung relativ zu den Ac-225-Lade- und Membran-Scrub(Wasch)-Schritten
entgegengesetzt ist.
4b.5 Ventil 200 wird zur Separator-Position (Öffnung 6) geschaltet.
Etwa 5 ml werden von dem Röhrensegment 102 durch den Separator
302 zum Produktfläschchen 308 (Ventil 304, Öffnung
3) bei etwa 1 ml/min (Abwärtsstromrichtung) ausgetrieben.
4b.6 Ventil 200 wird zur "Luft"-Position (Öffnung 1) geschaltet.
Etwa 5 ml von Luft werden in das Röhrensegment 102 mit etwa 18 ml/min.
angesaugt.
4b.7 Ventil 200 wird zur Separatorposition geschaltet. Etwa 5 ml von
Luft werden von dem Röhrensegment 102 zum Produktfläschchen 308
(Öffnung 3, Ventil 304) mit etwa 15 ml/min ausgetrieben.
Nachdem die Membran ausgetauscht oder möglicherweise für Wiederverwendung
gereinigt worden ist, ist das Instrument dazu bereit, mit einer nächsten Separation
voranzuschreiten.
Experimentelle Ausrüstung und Verfahren
Sämtliche Reagenz- und Transportleitungen wurden aus FEP-Teflon-Schlauch-
bzw. -Röhrenmaterial mit 0,8 mm im Durchmesser hergestellt (Upchurch Scientific,
Oak Harbor WA). Die Haltespule bzw. -wendel wurde aus FEP-Schlauch- bzw. Röhrenmaterial
mit 1,6 mm im Durchmesser hergestellt (Upchurch). Die Länge des Röhrensegments
102 war 6,25 m (berechnetes Volumen 12,5 ml) und zu einer Spule bzw. Wendel
gewunden. Der Zweck des Röhrensegments 102 besteht darin, Reagenzlösungen
unterzubringen, die in dem Separationslauf ohne ihre Einleitung in die Spritzenpumpe
erforderlich sind. Sämtliche notwendigen Reagenzien einschließlich der "Cow"-Lösung
wurden um das Ventil 200 herum platziert. Das Ventil 304 wurde dazu verwendet,
um die Abflüsse in getrennte Fläschchen bzw. Violen zu sammeln oder um diese zum
Abfluss zu lenken bzw. zu richten.
Die Effizienz der automatisierten Separationen wurde unter Verwendung
einer tragbaren Hochreinheit-Germanium(HPGe)-Gamma-Spektroskopiereinheit überwacht.
Die Bi-213-Produktfraktionen, Scrub-Fraktionen und Ac-225-"Cow"-Lösungen wurden
gesammelt und gezählt, um Bi-213-Wiedergewinnung und -Reinheit und Ac-225-Verluste
während des Separationslaufes zu schätzen bzw. zu berechnen. Die Zählexperimente
wurden unter Verwendung von Standard-Prozeduren bzw. -Verfahren ausgeführt.
Beispiel 1
Ein Experiment wurde unter Verwendung der Vorrichtung und der gestapelten
Methode nach der vorliegenden Erfindung durchgeführt, um die Separation bzw. Trennung
von etwa 3 Milli-Curie Bi-213 von Ac-225 zu demonstrieren.
Eine 25 mm-Anionen-Austauschmembranscheibe (3M Company, St. Paul MN)
wurde als ein Separationsmedium in dem Separator 302 verwendet. Wegen der
geringen Aktivität der Radionuklide wurden Niedrigdruck-Ventile (34,5 bar (500 psi)
Gas-Nenndruck bzw. -Druckstufe) verwendet.
Die Tabelle E1-1 und 4a, 4b
zeigen die Ergebnisse. Die Eluierungsmittel-Fraktionen wurden in 1 ml-Inkrementen
bzw. -Stufen gesammelt, um das Eluierungsprofil von Bi-213 zu bewerten bzw. auszuwerten.
Die Gamma-Spektroskopie zeigte an, dass Ac-225-"Cow"-Lösung in dem ursprünglichen
Speicherbehälter quantitativ (mit Zählfehlern) zurück- bzw. wiedergewonnen wurde.
Eine gute Produktwiedergewinnung wurde unter Verwendung von 0,1 M Natriumacetat-Eluierungsmittel
erreicht. 4a zeigt, dass die Bi-213-Eluierung etwa
73% von Bi-213-Aktivität ergibt, die im ersten ml der Eluierungsmittellösung wiedergewonnen
wurde. 4b zeigt, dass über 87% des Bi-213-Produkts
mit 4 ml des Natriumacetat-Eluierungsmittels wiedergewonnen wurden.
Tabelle E1-1. Ergebnisse des automatisierten Separationsexperiments
unter Verwendung einer Ionen-AustauschmembranBeispiel 2
Ein Experiment wurde mit der Vorrichtung und dem gestapelten Verfahren
nach der vorliegenden Erfindung durchgeführt, wobei der Separator 302 eine
Miniatur-Anionen-Austauschsäule anstelle einer Anionen-Austauschmembran aufwies.
Ventile waren wie im Beispiel 1.
Die Miniatur-Sorbenssäule wurde aus FEP-Schlauch- bzw. -Röhrenmaterial
(Upchurch) mit 1,6 mm im Durchmesser unter Verwendung von 1/4-28 flanschlosen Verbindern
und Armaturen (Upchurch) und 25 &mgr;m FEP-Fritten (Alltech Associates, Deerfield,
IL) hergestellt. Die Länge der Säule war 3 cm (berechnetes Volumen 0,06 ml). Die
Säule wurde mit oberflächenderivatisierten starkbasischen Anionen-Austauschpartikeln
auf Styrolbasis bepackt (Partikelgröße 50 &mgr;m) in Cl–-Form,
die von OnGuard-ATM-Column (Dionex Corporation, Sunnyvale CA) erhalten
werden.
Das Volumen eines Luftsegments, das dazu verwendet wird, um Ansaugzonen
zu trennen, war 2 ml. Die Reagenzvolumina und die Strömungsgeschwindigkeiten für
das Säulentrennungsexperiment sind in Tabelle E2-1 aufgelistet.
Gerade wie zuvor wurde die Strömungsrichtung für den Eluierungsschritt
umgekehrt. Die Eluierungsmittel-Fraktionen wurden in 1 ml-Inkrementen bzw. Schritten
gesammelt. Die Trennung wurde unter Verwendung von 3 ml von der "Cow"-Lösung durchgeführt,
welche Tracer-Mengen von Ac-225/Bi-213 enthält. Jedoch wurden nur ca. 2 ml der "Cow"-Lösung
in dem Ablauf (aufgrund eines Programmierungsfehlers) verwendet. Um die Effektivität
des Trennungsverfahrens zu prüfen bzw. zu bewerten, wurde die verwendete Portion
bzw. Teil der "Cow" in einem separaten Fläschchen wiedergewonnen.
Tabelle E2-1. Trennungsparameter des Säulenexperiments
Die Ergebnisse der automatisierten Bi-213-Trennung unter Verwendung
einer Miniatur-Ionenaustauschsäule sind in Tabelle E2-2 angegeben.
Tabelle E2-2. Ergebnisse der automatisierten Trennungsexperimente unter
Verwendung von 50 &mgr;l Ionenaustauschsäule
Gerade wie im Falle einer Membranentrennung wurde die Ac-225-"Cow"-Wiedergewinnung
innerhalb der Zählfehler quantitativ. Es wurde eine gute Produktwiedergewinnung
erhalten. Der erste ml des Produkt-Eluierungsmittels enthielt ca. 70% der Produktaktivität.
Annähernd 94% des Bi-213-Produkts wurden mit 3 ml von 0,1 M Natriumacetat-Eluierungsmittel
wiedergewonnen. Diese vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass eine automatisierte Bi-213-Produktion
unter Verwendung einer Miniaturionenaustauschersäule effizient ausgeführt werden
kann. Die Wahl des Sorbens (oberflächenfunktionalisierte, nichtporöse Ionenaustauscherkügelchen
bzw. -perlen) ergibt eine rasche Austauschkinetik. Darüber hinaus wurde beaobachtet,
dass die Miniatursäule sehr effizient mit Luft gespült wird, welche irgendeine interstitielle
Flüssigkeit beseitigt. Dies ist vorteilhaft für die Wiedergewinnung einer "Cow"-Lösung.
Ferner wurden die Totvolumina des Säulenreaktors relativ zu einer Membranscheibe,
die in einem vorherigen Experiment verwendet wurde, wesentlich kleiner. Dies ist
für hohe Trennungsfaktoren wünschenswert.
In ergänzenden Experimenten bewerteten wir die Leistungsfähigkeit
einer im Handel erhältlichen, konischen bzw. sich verjüngenden Mikrosäule (0,05
ml Volumen), die mit On-Guard-A-Ionenaustauscherkügelchen bepackt war. Die "Cow"-
und Scrub-Lösungen wurden an dem engen Ende geladen, während der Eluierungsschritt
von dem weiteren Ende ausgeführt wurde. Die experimentellen Ergebnisse (Bi-Wiedergewinnung
und Eluierungsprofil) waren mit denen vergleichbar, die unter Verwendung einer nicht-konischen
Säule erhalten wurden.
Beispiel 3
Experimente wurden durchgeführt, um die automatisierte Trennung von
Bi-213 unter Verwendung von etwa 16 mCi von Ac-225 zu demonstrieren. Die ~16 mCi
von 225Ac wurden von ORNL als ein getrocknetes Chloridsalz in einem V-Fläschchen
erhalten, wie in Tabelle 3-1 gezeigt. Das 225Ac wurde in 3,1 ml von 0,5
M HCl gelöst und gesampled. Das erhaltene 225Ac wurde befunden, 16, 35
mCi zu sein. Das 225Ac- zu 225Ra-Verhältnis war 391, wenn
verglichen mit dem Produkt 225Ac von > 1,068. Das 225Ac- zu
229Th-Verhältnis wurde als 2,54 E + 4 bestimmt. Die ICP-Analyse zeigt
Verunreinigung von Al und Cr. Diese Verunreinigung ist gleich zu 0,7 mg Al und 0,05
mg Cr pro mCi von 225Ac.
Eine 25 mm-Anionenaustauschmembranscheibe (3M Company, St. Paul, MN)
wurde als Separations- bzw. Trennungsmedium in dem Separator 302, wie in
Beispiel 1, verwendet. Jedoch wurden Hochdruckventile (5000 psi Gas-Nenndruck) wegen
der größeren Radionuklid-Aktivität, verglichen mit Beispielen 1 und 2, verwendet.
Das experimentelle Verfahren, das bei diesem Experiment verwendet
wurde, war sequenziell, wobei eine manuelle Operation minimiert
wurde. Folglich wurden Ac-225-"Cow"- und Scrub(Wasch)-Lösungen in dem Röhrensegment
102 nicht gestapelt, wie in Beispiel 1 und 2, vielmehr wurden "Cow"- und
Scrub-Lösungen angesaugt und sequenziell abgegeben.
Tabelle E3-1. Analyse von ORNL 225Ac-Zuführung
Ein 0,25 ml Luftsegment wurde in dem Röhrensegment 102 zu
dem Beginn des Trennungsverfahrens platziert und wurde bis zu dem Ende des Trennungslaufes
nicht herausgetrieben. Das Volumen des Luftsegments, das dazu verwendet wurde, um
Zonen in der Haltespule zu trennen, war 1 ml. Dieses Luftsegment wurde durch die
Membran getrieben, um Lösungen wiederzugewinnen. Auf die Lösungsabgabe folgend wurde
ein zusätzliches Volumen von Luft (10 ml) in die Spule gezogen und durch die Membran
abgegeben, um eine vollständige Beseitigung von Flüssigkeit aus der Membranscheibe
und den Transportleitungen zu gewährleisten. Der Trennungslauf startet, wenn die
Membranenscheibe und alle Transportleitungen mit Luft gefüllt sind.
Die Membranenscheibe wird vertikal positioniert, wobei sich die Luer-Adapterseite
an der Oberseite befindet. Die 3M-Scheibe wurde mit 0,005 M HCL gereinigt, um die
interstitielle Zuführung und Säure zu beseitigen. Das sorbierte 213Bi-Chlorkomplex-Anion
wurde sodann mit 1 ml/min-Schritten unter Verwendung von 0,1 M NaOAc, pH 5,5 eluiert.
Die 3M-web (nach Eluierung), die 4 ml der Reinigungslösung und jede der 1 ml-Abflussfraktionen
wurden gesampled und unter Verwendung des tragbaren GEA-Systems gezählt. Ein Sample
bzw. Probe (10 &mgr;l) des ersten 1 ml des Abflusses wurde zu dem analytischen Labor
für vollständige Analyse geschickt; und der Ausgleich des 1 ml wurde für verbindende
Studien bzw. Untersuchungen verwendet. Der obige Test bzw. Prüfung wurde nach etwa
3 Stunden des 213Bi-Einwuchses wiederholt. Die Bedingungen und Ergebnisse
sind in Tabelle E3-2 gezeigt.
Tabelle E3-2 Eluierungsbedingungen und -ergebnisse
Konditionierung: 5 ml von 0,5 M HCl @ 10 ml/min.225Ac "Cow": 3 ml von 0,5 M HCl, ~16 mCi 225Ac, @ 4 ml/min.Wasch- bzw. Reinigungslösung:4 mL von 0,005 M HCl, @ 10 ml/min.Eluierung:4 mL von 0,1 M Na-Acetat, pH ~5,5, @ 1 ml/min.
Ergebnisse (Tabelle E3-3) für eine Eluierungsprüfung unter Verwendung
des Verfahrens und der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung: Tabelle E3-3 Eluierungsprüfungsergebnisse #1
Das oben angegebene experimentelle Verfahren wurde angewendet, um
Bi-213 von 16 mCi von Ac-225 zu trennen. Annähernd 88% des 213Bi wurden
in 4 mL von 0,1 M NaOAc, pH 5,5, wiedergewonnen, 5a,
5b. Annähernd 80% des wiedergewonnenen Bi-213
war in dem ersten Milliliter der Eluierungsmittellösung vorhanden.
Beispiel 4
Zwei Experimente wurden durchgeführt, um das Verbinden der
213Bi-Produkte von Beispiel 3 zu demonstrieren. Die zwei Proteine enthielten
einen caninus-monoklonalen Antikörper CA12.10C12, welcher mit dem CD45 Antigen an
hämatopoetischen Zellen reaktiv ist, und rekombinantes Streptavidin (r-Sav). Das
r-Sav wurde mit 1,5 CHX-B DTPA Chelaten/Molekül modifiziert. Bei jeder Markierungs-/Verbindungs-
bzw. Verkettungs-Reaktion wurde eine 200 &mgr;g-Menge von r-Sav in 120 &mgr;l phosphatgepufferter
Salzlösung (PBS) verwendet. Der Anti-CD45-caninus-monoklonale Antikörper wurde mit
3,6 CHX-B DTPA Chelaten/Molekül modifiziert. Bei jeder Reaktion wurde eine 100 &mgr;g-Menge
des monoklonalen Antikörpers in 120 &mgr;l von PBS verwendet. Die 120 &mgr;l der
Proteinlösung wurden mit 100 &mgr;L von 1 M NaOAc, pH 5,5 und ~300 &mgr;l von
213Bi von der ersten Fraktion des Eluierungsmittels gemischt. Eine anfängliche
Bestimmung der Menge von Radioaktivität wurde unter Verwendung eines Capintec CRC-7-Dosiskalibrators
bestimmt. Nach 10 Minuten Reaktionszeit wurde die Mischung an der Oberseite einer
NAP-10 (G-25)-Größe-Exklusions- bzw. -Ausschlusssäule platziert und eluiert. Eluierungsfraktionen
(200 &mgr;l von jedem PBS) wurden in getrennten Mikrozentrifugenröhren gesammelt
und gezählt. Das leere Reaktionsfläschchen und die eluierte NPA-10-Säule wurden
ebenfalls gezählt. Die Zählergebnisse wurden für die Halbwertszeit von
213Bi zerfalls- bzw. abkling-korrigiert und es wurde eine Radioaktivitätsbalance
ermittelt. Ergebnisse von zwei Läufen sind in Tabellen 4-1 und 4-2 gezeigt.
Tabelle 4-1. Markierungsergebnisse unter Verwendung des
PNNL-Laufes #1
Nach Reinigung an NAP-10-Säulen, 72% (1,7 mCi) des 213Bi
markiert mit r-Sav, und 69% (1,31 mCi) markiert mit Anti-CD45-Caninus mAb, 12.10C12.
Diese Prozentsätze werden von den Daten in Tabellen 4-1 und 4-2 abgeleitet und sind
für therapeutische Anwendungen ausreichend.
Anspruch[de]
Verfahren zum Separieren bzw. Trennen eines kurzlebigen Folge- bzw.
Tochter-Isotops von einem langlebigen Ausgangs- bzw. Mutter-Isotops, die folgenden
Schritte aufweisend:
(a) Füllen einer bidirektionalen Pumpe und eines mit dieser verbundenen Schlauch-
bzw. Röhrensegments mit einer Pufferflüssigkeit;
(b) Ziehen eines Volumens eines Gases in Berührung mit der Pufferflüssigkeit durch
Ab- bzw. Zurückziehen einer ersten Menge des flüssigen Puffers;
(c) Ziehen eines ersten flüssigen Samples bzw. Probe aus einer Mischung des kurzlebigen
Tochterisotops und des langlebigen Mutterisotops in das Röhrensegment durch Ab-
bzw. Zurückziehen einer zweiten Menge der Pufferflüssigkeit, wobei die erste flüssige
Probe von der Pufferflüssigkeit durch das Volumen des Gases getrennt
wird; und
(d) Führen bzw. Durchleiten der ersten flüssigen Probe durch einen Separator, um
das kurzlebige Tochterisotop zu erhalten.
Verfahren, wie in Anspruch 1 angegeben, ferner aufweisend bei dem ein
Ziehen einer zweiten Flüssigkeit in das Röhrensegment entweder durch ein gestapeltes
Verfahren oder ein sequentielles bzw. aufeinander folgendes Verfahren.
Verfahren, wie in Anspruch 2 angegeben, bei dem das gestapelte Verfahren
die folgenden Schritte aufweist:
Separator-Konditionieren, Scrub-Laden, Cow-Laden, Cow-Abgabe durch den Separator
und Eluierungs- oder Tochter-Sammlung.
Verfahren, wie in Anspruch 3 angegeben, bei dem die Separator-Konditionierung
die Schritte aufweist:
2a.1. Ziehen eines Gases in das Röhrensegment durch ein erstes Multipositionsventil;
2a.2. Ziehen eines Separator-Konditionierungs-Reagens in das Röhrensegment durch
eine Reagensöffnung an bzw. bei dem ersten Multipositionsventil;
2a.3. Heraustreiben des Separator-Konditionierungs-Reagens aus dem Röhrensegment,
durch das erste Multipositionsventil, durch den Separator zu einer Abfallöffnung
bzw. -ausgang an einem zweiten Multipositionsventil und Heraustreiben des Gases
hinter dem Separator-Konditionierungs-Reagens;
2a.4. Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Abfallöffnungposition und
Heraustreiben des verbleibenden Gases aus dem Röhrensegment zu einer Abfallöffnung
an dem ersten Multipositionsventil, gefolgt durch Heraustreiben einer Trägerlösung;
2a.5. Füllen des Separators und von Transportleitungen mit dem Gas.
Verfahren, wie in Anspruch 4 angegeben, bei dem das Scrub-Laden die
folgenden Schritte aufweist:
3a.5. Platzieren des zweiten Multipositionsventils in einer Cow-Öffnungsposition;
3a.6. Platzieren des ersten Multipositionsventils in einer Separatoröffnungsposition;
3a.8. Liefern bzw. Abgeben einer Cow-Lösung und von Luft zu dem Separator, wobei
das kurzlebige Tochterisotop innerhalb des Separators für nachfolgende Eluierung
oder Tochter-Sammlung zurück gehalten wird, und Richten bzw. Lenken des Ausflusses
zu einem Cow-Speicherbehälter oder -reservoir durch das zweite Multipositionsventil;
3a.9. Platzieren sowohl des ersten als auch des zweiten Multipositionsventils in
einer Scruböffnungsposition;
3a.10. Liefern bzw. Abgeben einer Scrub-Lösung und von Luft durch den Separator
zu einer Scrub-Öffnung an dem zweiten Multipositionsventil; und
3a.11. Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Abfallöffnungsposition und
Heraustreiben der verbleibenden Luft aus dem Röhrensegment zu der Abfallöffnung
an dem ersten Multipositionsventil, gefolgt durch eine Trägerlösung.
Verfahren, wie in Anspruch 5 angegeben, bei dem die Eluierung die folgenden
Schritte aufweist:
4a.1. Umkehren der Fluss- bzw. Strömungsrichtung durch den Separator;
4a.2. Platzieren des zweiten Multipositionsventils in einer Produktöffnungsposition;
4a.3. Ziehen eines Luftsegments in das Röhrensegment durch das erste Multipositionsventil;
4a.4. Ziehen eines Eluationsmittels in das Röhrensegment durch das erste Multipositionsventil;
4a.5. Heraustreiben des Eluationsmittels aus dem Röhrensegment durch das erste Multipositionsventil,
durch den Separator, wobei das kurzlebige Tochterisotop aus dem Separator eluiert
bzw. ausgewaschen wird, und durch das zweite Multipositionsventil zu einem Produktfläschchen
bzw. -ampulle;
4a.6. Abgeben von Luft durch das Röhrensegment nach dem Eluationsmittel; und
4a.7. Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Abfallöffnungsposition und
Heraustreiben verbleibender Luft aus dem Röhrensegment zu der Abfallöffnung an dem
ersten Multipositionsventil, gefolgt durch Spülen bzw. Ausspülen einer Trägerlösung.
Verfahren, wie in Anspruch 2 angegeben, wobei das sequentielle Verfahren
die folgenden Schritte aufweist:
Initialisieren, Konditionieren des Separators, Laden und Abgeben von Cow- und Scrub-Lösungen
und Eluieren eines kurzlebigen Tochterisotops von einem langlebigen Mutterisotop.
Verfahren, wie in Anspruch 7 angegeben, wobei das Initialisieren die
folgenden Schritte aufweist:
1.1 Setzen bzw. Einstellen des ersten Multipositionsventils in einer Abfallöffnungsposition
und Entleeren einer Spritze; und 1.2 Aspirieren bzw. Ansaugen bzw. Absaugen eines Luftsegments
in das Röhrensegment.
Verfahren, wie in Anspruch 2 angeben, bei dem das sequentielle Verfahren
die folgenden Schritte aufweist:
Konditionieren des Separators, Laden und Abgeben von Cow- und Scrub-Lösungen und
Eluieren eines kurzlebigen Tochterisotops.
Verfahren, wie in Anspruch 9 angegeben, bei dem das Konditionieren
des Separators die folgenden Schritte aufweist:
2b.1 Ziehen eines Gases in das Röhrensegment durch ein erstes Multipositionsventil;
2b.2 Aspirieren eines Separator-Konditionierungsreagens durch das erste Multipositionsventil
in das Röhrensegment;
2b.3 Heraustreiben des Separator-Konditionierungsreagens aus dem Röhrensegment durch
den Separator, gefolgt durch Heraustreiben von Luft;
2b.4 Aspirieren von Luft durch das erste Multipositionsventil in das Röhrensegment;
und
2b.5 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Separatoröffnungsposition
und Heraustreiben von Luft durch den Separator.
Verfahren, wie in Anspruch 9 angegeben, bei dem das Laden und Abgeben
von Cow-Lösung die folgenden Schritte aufweist:
3b.1 Aspirieren von Luft durch ein erstes Multipositionsventil in das Röhrensegment;
3b.2 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Cow-Öffnungsposition und
Ziehen einer Cow-Lösung in das Röhrensegment;
3b.4 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Separatoröffnungsposition
und Schalten eines zweiten Multipositionsventils zu einer Cow-Rückkehröffnungsposition;
3b.5 Heraustreiben der Cow-Lösung aus dem Röhrensegment durch den Separator zu einem
Cow-Speicherfläschchen;
3b.6 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Luftöffnungsposition und
Aspirieren von Luft in das Röhrensegment;
3b.7 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Separatoröffnungsposition;
und
3b.8 Heraustreiben der Luft aus dem Röhrensegment zu dem Cow-Speicherfläschchen.
Verfahren, wie in Anspruch 11 angegeben, bei dem das Laden und Abgeben
von Scrub-Lösung die folgenden Schritte aufweist:
3b.9 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Luftöffnungsposition und Schalten
des zweiten Multipositionsventils zu einer Scrub-Öffnungsposition;
3b.10 Aspirieren von Luft in das Röhrensegment durch das erste Multipositionsventil;
3b.11 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Scrub-Öffnungsposition
und Ziehen einer Scrub-Lösung in das Röhrensegment;
3b.12 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Separatoröffnungsposition,
Heraustreiben der Scrub-Lösung aus dem Röhrensegment durch den Separator zu einer
Scrub-Öffnung an dem zweiten Multipositionsventil;
3b.13 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Luftöffnungsposition und
Aspirieren von Luft in das Röhrensegment; und
3b.14 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Separatoröffnungsposition
und Heraustreiben von Luft aus dem Röhrensegment, durch den Separator, zu einer
Abfallöffnung an dem zweiten Multipositionsventil.
Verfahren, wie in Anspruch 12 angegeben, bei dem das Eluieren eines
kurzlebigen Tochterisotops die folgenden Schritte aufweist:
4b.1 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Luftöffnungsposition und Schalten
des zweiten Multipositionsventils zu einer Produktöffnungsposition;
4b.2 Aspirieren von Luft in das Röhrensegment durch das erste Multipositionsventil;
4b.3 Schalten des ersten Multipositionsventils zu einer Eluationssmittel-Öffnungsposition
und Ziehen einer Eluationsmittell-Lösung in das Röhrensegment;
4b.5 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Separatoröffnungsposition
und Heraustreiben der Eluationsmittell-Lösung aus dem Röhrensegment durch den Separator
zu einem Produktfläschchen durch das zweite Multipositionsventil;
4b.6 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Luftöffnungsposition und Aspirieren
von Luft in das Röhrensegment; und
4b.7 Schalten des ersten Multipositionsventils zu der Separatoröffnungsposition
und Heraustreiben der Luft aus dem Röhrensegment zu dem Produktfläschchen.
Verfahren, wie in Anspruch 1 angegeben, bei dem das kurzlebige Tochterisotop
Bi-213 aufweist und das langlebige Mutterisotop Ac-225 aufweist.
Verfahren, wie in Anspruch 1 angegeben, bei dem der Separator aus
der Gruppe ausgewählt wird, welche besteht aus einer Anionenaustauschsäule und einer
Anionenaustauschmembrane.
Vorrichtung zum Separieren bzw. Trennen eines kurzlebigen Folge- bzw.
Tochterisotops von einem langlebigen Ausgangs- bzw. Mutterisotop, aufweisend:
(a) eine bidirektionale Pumpe, die mit einem Schlauch- bzw. Röhrensegment verbunden
ist, wobei die bidirektionale Pumpe und das Röhrensegment mit einer Puffer-Flüssigkeit
gefüllt sind;
(b) ein erstes Ventil, das mit dem Röhrensegment verbunden ist und mit einer Gaszufuhr
zum Ziehen eines Volumens eines Gases zwischen der Pufferflüssigkeit und des ersten
flüssigen Samples bzw. Probe verbunden ist; und
(c) ein zweites Ventil, das mit dem Röhrensegment verbunden ist, um es zu ermöglichen,
dass eine erste flüssige Probe aus einer Mischung des kurzlebigen Tochterisotops
und des langlebigen Mutterisotops in das Röhrensegment dadurch gezogen wird, dass
eine Menge der Pufferflüssigkeit ab- bzw. zurückgezogen wird; wodurch
(d) die erste flüssige Probe daran gehindert wird, die Pufferflüssigkeit durch das
Volumen des Gases dazwischen zu berühren.
Vorrichtung, wie in Anspruch 16 angegeben, bei der das erste und das
zweite Ventil an einem ersten Multipositionsventil sind.
Vorrichtung, wie in Anspruch 16 angegeben, bei der das erste und das
zweite Ventil durch einen Mikroprozessor betätigt werden.
Vorrichtung, wie in Anspruch 17 angegeben, weiterhin einen Separator
aufweisend, der mit einer Separationsöffnung des ersten Multipositionsventils verbunden
ist.
Vorrichtung, wie in Anspruch 19 angegeben, bei der der Separator aus
der Gruppe ausgewählt ist, die aus einer Anionenaustauschmembrane, einer Anionenaustauschsäule
und Kombinationen hiervon besteht.
Vorrichtung, wie in Anspruch 19 angegeben, weiterhin ein zweites Multipositionsventil
aufweisend, das mit einem Auslass des Separators verbunden ist.
Vorrichtung, wie in Anspruch 17 angegeben, weiterhin aufweisend: ein
Zweipositionsventil, das mit dem ersten Multipositionsventil verbunden ist, einen
Separator, der mit dem Zweipositionsventil verbunden ist, und ein zweites Multipositionsventil,
das mit dem Zweipositionsventil verbunden ist