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Dokumentenidentifikation DE102004047711A1 25.05.2005
Titel Anordnung zum Lokalisieren einer Pedaleinheit an einer Haltereinheit in einem Kraftfahrzeug
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder Johansson, Jan, Södertälje, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 30.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004047711
Offenlegungstag 25.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.05.2005
IPC-Hauptklasse G05G 1/14
IPC-Nebenklasse B62D 65/04   B60K 23/02   B60K 26/02   B60T 7/06   
Zusammenfassung Anordnung zum Lokalisieren einer Pedaleinheit (30) in einer Montagestellung in einer gemeinsamen Montageebene (23) an einer Haltereinheit (20) in einem Kraftfahrzeug vor der Befestigung der Einheiten aneinander. Um die Pedaleinheit leicht von einer einzigen Person an der Haltereinheit anbauen zu können, weist die eine Einheit zumindest eine Nase (28, 32) auf. Bei der anderen Einheit ist zumindest eine Aussparung (26) angeordnet zur Aufnahme der in einer Richtung (z) quer zur Montageebene (23) eingeführten Nase (32), wobei die Aussparung (26) und/oder die Nase (32) langgestreckt ausgeführt ist, um ein Verschieben der Pedaleinheit (30) in die Montagestellung zu führen.

Beschreibung[de]
BEREICH DER TECHNIK

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Lokalisieren einer Pedaleinheit in einer Montagestellung in einer Montageebene an einer Haltereinheit in einem Kraftfahrzeug vor der Befestigung der Einheiten aneinander.

Insbesondere bei Lastkraftwagen werden gegenwärtig Pedale wie z.B. ein Fahrpedal in der Regel in Form einer Pedaleinheit an einem im Führerhaus des Fahrzeugs im Wesentlichen senkrechten Pedalblech oder -halter angebaut. Die Pedaleinheit umfasst, zusätzlich zum eigentlichen Pedal, meistens auch andere Teile wie einen dazwischen liegenden Gelenkmechanismus, und dadurch kann sie ein relativ hohes Gewicht aufweisen. Die Montage einer solchen Pedaleinheit an der Haltereinheit erfordert deshalb, dass ein Monteur die Pedaleinheit in der erforderlichen Stellung im Verhältnis zur Haltereinheit angehoben hält, während ein zweiter Monteur die Pedaleinheit an der Haltereinheit anschraubt.

ERLÄUTERUNG DER ERFINDUNG

Ein Zweck der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Anordnung der in der Einleitung angegebenen Art, welche ohne nennenswerten Aufwand von einer einzigen Person montiert werden kann.

Diesen Zweck erfüllt die Erfindung durch die in den Ansprüchen angegebenen kennzeichnenden Merkmale.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst die Anordnung zumindest eine Nase in einer ersten Einheit, zumindest eine Aussparung in der zweiten Einheit, wobei die Aussparung zur Aufnahme darin der eingeführten Nase in einer quer zur Montageebene gerichteten Richtung angeordnet ist, wobei die Aussparung und/oder die Nase in der Länge gestreckt sind, um ein Verschieben der Pedaleinheit bis zur Montagestellung zu führen. Durch geeignete Platzierung und Gestaltung der Aussparung und der Nase an der jeweiligen Einheit kann so die Aussparung als Führung für die Aussparung während der Bewegung in Richtung zur Montagestellung dienen, wodurch der Monteur zuerst nur dafür sorgen muss, dass Aussparung und Nase miteinander in Eingriff kommen. Danach kann er unter Führung dieses Eingriffs die Pedaleinheit bis zu ihrer Endstellung, d.h. der Montagestellung verschieben. Insbesondere bei einer lang gestreckt ausgeführten Aussparung muss der Monteur lediglich auf Präzision in einer Richtung achten, wenn die Nase anfänglich in die Aussparung eingeführt werden soll.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die Aussparung und/oder die Nase in der Montagestellung in einer Richtung orientiert, die von der Richtung quer zur Montageebene abweicht, um ein anfängliches Einführen der Nase mit der Pedaleinheit in die Aussparung in einer zur Montageebene schräg gestellten Orientierung zu gestatten.

Gemäß einer anderen Ausführungsform weist die Anordnung zwei auf einem Abstand voneinander angeordnete Nasen und zwei in entsprechendem Abstand voneinander angeordnete Aussparungen auf. Hierdurch kann die Pedaleinheit auch in korrekter Winkelstellung in der Montageebene orientiert werden, wenn beide Nasen ihre Endstellungen in der jeweiligen Aussparung eingenommen haben.

Zur Reduzierung der Präzisionsanforderungen beim Einführen der Nase in die Aussparung kann die Nase sich in einer Einführungsrichtung verjüngend ausgeführt werden.

Nase und Aussparung können auch so gestaltet oder separat angeordnet sein, dass die Pedaleinheit in der Montagestellung verriegelt wird.

Weitere kennzeichnenden Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung und den Patentansprüchen hervor.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt in perspektivischer Darstellung zerlegte und voneinander entfernte Teile einer Anordnung gemäß der Erfindung;

2A, 2B und 2C zeigen in schematischer Darstellung in drei Stufen, wie eine Pedaleinheit mit Hilfe einer Anordnung gemäß der Erfindung lokalisiert und an einem Pedalblech festgehalten wird; sowie

3 zeigt in ähnlicher Darstellung wie 1 eine alternativ gestaltete Anordnung gemäß der Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN

In 1 ist eine allgemein mit 10 bezeichnete erfindungsgemäße Anordnung zum Lokalisieren und Festhalten eines Paares von oberen Teilen einer Haltereinheit oder eines Pedalblechs 20 sowie eine Pedaleinheit, z.B. eine Fahrpedaleinheit 30 dargestellt.

Das Pedalblech 20 ist typischerweise in einem Bereich vor den Füßen eines Führers in einem nicht dargestellten Führerhaus angeordnet. Das Pedalblech 20 weist eine im Wesentlichen senkrechte oder stark geneigte Montagefläche 22 auf, welche im Wesentlichen eine gemeinsame Montageebene 23 für die beiden Einheiten 20, 30 definiert. Die Pedaleinheit 30 soll mit Hilfe von Befestigungselementen in einer Montagestellung an der Montagefläche 22 fixiert werden. Bei den nicht dargestellten Befestigungselementen handelt es sich gewöhnlich um Schrauben, die durch Löcher 52 in der Pedaleinheit 30 eingeführt werden, um in einem Gewindeloch 50 eingeschraubt zu werden und dadurch die Pedaleinheit 30 gegen die Montagefläche 22 festzuspannen.

Wie insbesondere aus 1 hervorgeht, umfasst die Anordnung 10 gemäß der Erfindung in der Hauptsache eine Vorrichtung mit zapfenähnlichen Nasen 32, die für ein Eingreifen in Aussparungen 26 hinter Greifkanten 28 angeordnet sind. In dem in 1 gezeigten Beispiel sind die Aussparungen 26 seitlich nach außen hin geöffnet und werden durch eine T-Form begrenzt.

Genauer beschrieben erstreckt sich in diesem Beispiel die Nase 32 im Wesentlichen parallel zu der Montagefläche 22, um in der eingebauten Stellung (2C) eben an der Montagefläche 22 anzuliegen. Die Aussparungen 26 dagegen erstrecken sich nicht in lediglich einer Ebene, sondern können als „dreidimensional" betrachtet werden, so dass sie sich aus einer Y-Richtung um einen Winkel a (2B) in eine Z-Richtung erstrecken und mit den genannten Greifkanten 28 rechtwinklig auf der Montageebene 23 abgeschlossen werden. Hierdurch entfällt die Notwendigkeit, dass die Nasen 32 und damit auch die Rückseite 42 der Pedaleinheit 30 beim Einführen in die Aussparungen 26 parallel zu der Montagefläche 22 des Pedalblechs 20 liegen. Wie in 2B angedeutet, können sich die Aussparungen 26 auch beliebig über eine weitere Strecke d entlang der Montagefläche 22 erstrecken, wodurch eine noch größere Freiheit in Bezug auf Richtung und Stellung der Pedaleinheit 30 beim Einführen ihrer Nasen 32 in die Aussparungen 26 erzielt wird.

Die Aussparungen 26 dienen somit in erster Linie dazu, die Pedaleinheit 30 in seitlicher Richtung (2A), d.h. in der X-Richtung zu lokalisieren, und wirken für die gespreizten Nasen 32 während der Verschiebung nach oben in die Montagestellung (2C), d.h. in der Y-Richtung, danach als senkrechte Führung (2B). Diese Verschiebung in die Montagestellung endet, wenn der zwischen den Nasen 32 liegende Randbereich 34 der Pedaleinheit 30 gegen die Unterseite des in Z-Richtung abgewinkelten Teils 27 der Pedalplatte 20 anliegt.

Um einen Sitz der Pedaleinheit ohne Abgleiten aus der endgültigen Montagestellung sicherzustellen, kann – wie in 1 und 2C dargestellt – an der Rückseite jeder Nase 32 ein Hakenorgan 38 angeordnet sein, das in der Montagestellung an der Kante 28 der jeweiligen Aussparung 26 einrastend greift.

Alternativ oder außerdem kann – wie in 2A2Cdargestellt – auf der Rückseite der Pedaleinheit 30 ein Zapfen 40 angeordnet sein, welcher in der Montagestellung in ein Loch 24 in der Montagefläche 22 des Pedalblechs 20 eingeführt wird.

In der Montagestellung ist die Pedaleinheit somit in allen Richtungen x, y und z in der Montageebene 23 lokalisiert oder befestigt.

Um die einleitende Einführung der Nasen 32 in die Aussparungen 26 zu erleichtern, können diese Nasen, wie in 1 angedeutet, in Richtung zu ihren freien Enden hin schmaler ausgeführt werden, z.B. indem ihre zu den Kanten der Aussparungen 26 gerichteten Flächen 36 abgerundet werden. Dadurch darf dann auch die Pedaleinheit 30 in der Einführstellung etwas aus der gemeinsamen Radialebene herausgeschwenkt sein. Wenn der Halter 20 aus einem dickwandigen Werkstoff hergestellt ist, könnten natürlich auch die Aussparungen 26 mit einer entsprechenden Verjüngung ausgeführt sein.

In 3 ist eine alternative Anordnung dargestellt, bei der anders als bei der oben beschriebenen Ausführungsform die Aussparungen 26 eben oder zweidimensional sind, während die Nasen 32 als dreidimensional betrachtet werden können. d.h. sie erstrecken sich ebenfalls um einen Winkel a herum und wirken über diesen von der Z-Richtung zur Y-Richtung. Es versteht sich, dass auch in diesem Fall die Nasen 32 einleitend mit einem großen Winkel in die Aussparungen 26 zwischen der Rückseite der Pedaleinheit 30 und der Montageebene 23 eingeführt werden können, so dass sie danach entlang der Aussparungen 26 bis zu deren oberen Kanten 28 geführt werden, wo die Vorderseiten der Nasen 32 gegen die Rückseite des Pedalblechs 20 anliegen können – gegebenenfalls mit einer Reibungskraft, um die Pedaleinheit 30 am Pedalblech 20 tragen zu können.

Viele Variationen der Erfindung können im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche verwirklicht werden. So kann es z.B. ausreichen, wenn die Anordnung mit nur einer Nase 32 und nur einer Aussparung ausgeführt wird. Weiter können Nasen und Aussparungen die Plätre tauschen, d.h. die Aussparungen können an der Pedaleinheit 30 und die Nasen am Pedalblech 20 angeordnet werden. Außerdem ist zumindest denkbar, dass sich die Nase wahlweise oder zusätzlich frei von der Einheit weg in Längsrichtung erstreckt und eventuell gekrümmt ausgeführt wird (nicht dargestellt).

10Anordnung 20Pedalblech 22Montagefläche 23Montageebene 24Loch 26Aussparung 27Gewinkelter Teil 28Greifkanten 30Pedaleinheit 32Nase 34Randbereich 38Hakenorgan 40Zapfen 42Pedaleinheit-Rückseite 50Gewindeloch 52Loch

Anspruch[de]
  1. Anordnung zum Lokalisieren einer Pedaleinheit (30) in einer Montagestellung in einer Montageebene (23) an einer Haltereinheit (20) in einem Kraftfahrzeug vor der Befestigung der Einheiten aneinander, dadurch gekennzeichnet,

    dass zumindest eine Nase (32, 38, 49) an der ersten Einheit angeordnet ist;

    dass zumindest eine Aussparung (24, 26) an der zweiten Einheit angeordnet ist, um die in einer Richtung (z) quer zur Montagebene (23) eingeführte Nase (32) aufzunehmen;

    wobei die Aussparung (26) und/oder die Nase (32) lang gestreckt (d) ausgeführt ist, um ein Verschieben der Pedaleinheit (30) in die Montagestellung zu führen.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei die Aussparung (26) und/oder die Nase (32) in der Montagestellung in einer Richtung (y) orientiert ist, die von der Richtung (z) quer zur Montageebene (23) abweicht, um ein anfängliches Einführen der Nase (32) in die Aussparung (26) mit der Pedaleinheit (30) in einer zur Montageebene (23) schräg gestellten Orientierung zu gestatten.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Aussparung (32) in der Montagestellung parallel zu der Montagebene (23) orientiert ist.
  4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die zwei in einem Abstand voneinander angeordnete Nasen (32, 32) und zwei in entsprechendem Abstand voneinander angeordnete Aussparungen (26, 26) aufweist.
  5. Anordnung nach Anspruch 4, wobei die Aussparungen (26) seitlich nach außen hin geöffnet sind und nach innen gemeinsam durch eine T-Form begrenzt werden.
  6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nase (32) in Richtung zu einem freien Ende hin schmaler ausgeführt ist, um ihr Einführen in die jeweilige Aussparung (26) zu erleichtern.
  7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nase (32) für ein Eingreifen hinter einer Kante (28) der Aussparung (26) ausgeführt ist, um die Pedaleinheit (30) in der Montagestellung in der Montageebene (23) zu sichern.
  8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Nase (40) und eine Aussparung (24) so angeordnet sind, dass sie die Pedaleinheit (30) in der Montagestellung in der Montageebene (23) sichern.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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