| Dokumentenidentifikation |
DE19542895B4 25.05.2005 |
| Titel |
Draht- und Bandeinzugseinrichtung |
| Anmelder |
INNOTEC Forschungs- und Entwicklungs-GmbH, 95615 Marktredwitz, DE |
| Erfinder |
Küspert, Max, 95615 Marktredwitz, DE; Frenzel, Ralf, 95615 Marktredwitz, DE; Freier, Bernd, 09126 Chemnitz, DE |
| DE-Anmeldedatum |
17.11.1995 |
| DE-Aktenzeichen |
19542895 |
| Offenlegungstag |
22.05.1997 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
25.05.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.05.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B21F 3/06
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| IPC-Nebenklasse |
B21F 23/00
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Draht- und Bandeinzugseinrichtung mittels
Einzugswalzen von Draht- und Bandverarbeitungsmaschinen, insbesondere Federwinde-
und Federwickelmaschinen, Stanz- und Biegemaschinen gemäß Oberbegriff nach Patentanspruch
1.
Bei den bekannten Verarbeitungsmaschinen der vorgenannten Art erfolgt
der Einzug mittels Einzugswalzen. Je nach Material und Fertigungsaufgabe erfolgt
dies mit einem oder mehreren in Folge angeordneten Walzenpaaren. In der Regel ist
je Einzugswalzenpaar eine davon starr und eine Einzugswalze beweglich angeordnet
und zwar so, daß ein bestimmter Druck auf das zu verarbeitende Material über entsprechende
Stelleinrichtungen ausgeübt werden kann. Bei diesen bekannten Walzeneinzügen erfolgt
der Antrieb derselben durch Stirnzahnräder, Kegelräder oder Zahnriemen. Dabei wird
immer nur eine Welle direkt angetrieben und die andere über Koppelglieder, beispielsweise
Stirnzahnräder, verbunden. Als Nachteil hat sich herausgestellt, daß bei diesem
Antriebssystem konstruktionsbedingt ein Spiel vorhanden ist. Dieses wird durch die
Werkstofftoleranzen des zu verarbeitenden Materials noch verstärkt, da die Antriebssysteme
innerhalb des Schwenkbereiches der verstellbaren Einzugswalzen liegen. Besonders
bei mehreren Einzugswalzenpaaren treten dadurch erhebliche Schlupf erscheinungen
auf. Dieser Schlupf vermindert die erreichbare Einzugsgenauigkeit und führt überdies
zu Beschädigungen der Materialoberfläche, die wiederum negativen Einfluß auf die
Lebensdauer der Erzeugnisse haben. Besonders negativ wirken sich die genannten Nachteile
beim Reversierbetrieb aus und gewährleisten keine Erzeugnisse mit der notwendigen
Qualität.
Gemäß DE 42 29 294 C1
ist es bekannt, ein Einzugswalzenpaar mittels einer parallel zur Einzugsachse des
zu verarbeitenden Materials angeordneten Welle und darauf befestigten Antriebsschnecken
anzutreiben, wobei jedoch im Gegensatz zum Anmeldungsgegenstand nur eine Walze des
Walzenpaares von einer Antriebsschnecke angetrieben wird und die Bewegung dann über
eine übliche Stirnradverzahnung auf die andere Walze übertragen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einzugswalzenantriebs-
und -verstellsystem zu schaffen, das nahezu spielfrei ist, ein geringes Massenträgheitsmoment
besitzt, und damit eine hohe Dynamik aufweist, sowie keine spielverstärkenden Mechanismen
enthält.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Dazu ist zur Einzugsachse des Drahtes und zwischen den Antriebswellen
der Drahteinzugspaare eine Antriebsschnecke angeordnet, die mit jedem auf den Antriebswellen
angeordneten Schneckenrädern im Eingriff steht. Der Antrieb der Einzugswalzenpaare
besteht, je nach deren Anzahl, aus einer durchgehenden Schnecke oder aus einer Mehrzahl,
mit Zwischenlagern ver- sehenen und über spielfreien Kupplungen verbundenen, Einzelschnecken,
so daß beliebig viele Einzugswalzenpaare hintereinander angeordnet werden können.
Dieses Antriebsprinzip unterscheidet sich von den bekannten Antrieben
vor allem dadurch, daß es parallel, das heißt gleichzeitig und gleichwertig alle
Einzugswalzen antreibt und nicht, wie bekannt, nacheinander, das heißt hintereinander
geschaltet, antreibt. Somit wird ein Differenzschlupf zwischen Erst-, Zweit-, Dritt-
usw. -einzugswalzenpaar vermieden.
Nach einem weiteren kennzeichnenden Merkmal der Erfindung ist eine
oder beide Einzugswalzenwellen über dem Antriebselement Schnecke-Schneckenrad schwenkbar
angeordnet. Zur Kompensation der zum Anpressen des Drahtes notwendigen Verschwenkung
ist eine der beiden Antriebswellen zwischen Schneckenrad und Einzugswalze mit einer
winkel- und/oder parallelversatzausgleichenden Kupplung versehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt,
ohne sich darauf zu beschränken.
Es zeigen:
1: Einen Querschnitt der Einzugseinrichtung
mit winkel- und parallelversatzausgleichender Kupplung.
2: Einen Querschnitt der Einzugseinrichtung
mit winkelversatzausgleichender Lagerung der Einzugswellen.
3: Einen Längsschnitt der Einzugseinrichtung
mit mehreren Einzugsrol lenpaaren.
Die Einzugseinrichtung nach 1 besteht
aus einem Einzugsgehäuse 1, in dem jeweils ein Schneckenrad 2
oberhalb und ein Schneckenrad 3 unterhalb einer Antriebsschnecke
4 angeordnet ist. Die Schneckenräder 2; 3 sind spielfrei
auf jeweils einer Antriebswelle 5;6 befestigt. Die Antriebswelle
6 kann aus einem Stück hergestellt sein und trägt an dem, dem Antrieb gegenüberliegenden
Ende die untere Einzugswalze 7. Die Antriebswelle
5 ist zweigeteilt und mittels eines Schlittens 8, in dem sich
das Lager 9 für das Antriebswellenteil 5' befindet, ist die obere
Einzugswalze 7' höhenverstellbar angeordnet. Über dem Schlitten
8 ist eine Anpreßvorrichtung 10 und zwischen dem unteren Teil
des Schlittens 8 und dem Einzugsgehäuse 1 ist eine Feder
11 angeordnet. Bei starrem Schneckengetriebe 2; 3 und
geteilter Antriebswelle 5; 5' ist eine Kupplung 12 zwischen
den Antriebswellenteilen 5; 5' geschaltet, die Parallel- und/oder
Winkelversatz zuläßt. An der Abtriebsseite der Antriebswellen 5;
6 sind Stellmuttern 13; 13' und an den Lagern
14; 14' an der Antriebsseite der Antriebswellen 5;
6 sind Paßringe 15 vorgesehen.
Eine weitere Variante der schlupffreien Einzugseinrichtung ist in
2 dargestellt. Zur Höhenverstellung der oberen Einzugswalze
7' ist um die Schneckenwelle 4 ein schwenkbarer Schlitten
16 angeordnet, der die Welle 5 mit Schnecke 2 und das
Lager 9 mit Stellmutter 13 trägt. Das einzuziehende Material
17 wird in entsprechend profilierten Nuten der Einzugswalzen
7; 7' geklemmt.
Gemäß 3 können, je nach Bedarf, mehrere
Schneckenradpaare 2; 3 und Antriebsschnecken 4 hintereinander
angeordnet werden. Vorteilhafterweise sind die zugehörigen Schnecken 4
geteilt ausgeführt und jeweils im Lagerbereich mit einer spielfreien Kupplung
18 verbunden. Die Teile der Schnecke 4 sind mittels Lager
19 spielfrei und verlustarm gelagert. Eine Kupplung 20 verbindet
die Welle mit einem vorteilhafterweise eingesetzten gesteuerten Antrieb
21, der über einen Flansch 22 mit dem Einzugsgehäuse
1 verbunden ist. Der Flansch 22, und damit der Antrieb
21 kann, je nach Bedarf, rechts oder links angebracht werden. Das Einzugsgehäuse
1 kann aus Platten verschraubt, verschweißt oder als Gußteil hergestellt
sein. Es kann auch aus mehreren miteinander verbundenen Segmenten bestehen. Im Bereich
des Schneckengetriebes 2; 3; 4 soll das Gehäuse
1 öldicht sein, damit eine Tauch- oder Einspritzschmierung des Schneckengetriebes
2; 3; 4 gewährleistet ist. Das Gehäuse 1 dient
zur Aufnahme der Lagerungen 9, 14, 14' 19 für
die Antriebswellen 5; 6 mit den Schneckenrädern 2;
3, für die Schnecke 4, dem Schlitten 8 mit der Antriebswelle
5' und der Anpreßvorrichtung 10. Die Montageflächen und die Einbaulage
des Gehäuses 1 ist beliebig und kann so der Verarbeitungsmaschine angepaßt
werden. Zu einen Antriebssatz gehören immer zwei Schneckenräder 2;
3 als Antrieb mit zentraler Schnecke 4 als Antriebselement. Durch
geeignete Verzahnung von Schneckenrädern 2; 3 und Schnecke
4, und den vorgesehenen Einstellmöglichkeiten, ist eine spielarme und sogar
spielfreie Einstellung möglich, wodurch auch im Reversierbetrieb ein spielfreier
Einzug möglich ist. In Abhängigkeit von der benötigten Einzugskraft und Einzugsgeschwindigkeit
kann das Übersetzungsverhältnis zwischen Schnecke 4 und Schneckenräder
2; 3 fast beliebig dem jeweiligen Bedarf angepaßt werden.
1- Einzugsgehäuse
2- Schneckenrad
3- Schneckenrad
4- Antriebsschnecke
5; 5'- Antriebswelle
6- Antriebswelle
7; 7'- Einzugswalze
8- Schlitten
9- Lager
10- Anpreßvorrichtung
11- Feder
12- Kupplung
13; 13'- Stellmutter
14; 14'- Lager
15- Paßring
16- Schlitten
17- Material
18- Kupplung
19- Lager
20- Kupplung
21- Antrieb
22- Flansch
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| Anspruch[de] |
- Draht- und Bandeinzugseinrichtung mittels Einzugswalzenpaare (7,
7') von Draht- und Bandverarbeitungsmaschinen, insbesondere Federwinde-
oder Wickelmaschinen, Stanz- und Biegemaschinen, wobei der Antrieb der Einzugswalzenpaare
(7, 7') über eine parallel zur Einzugsachse des zu bearbeitenden
Materials auf einer Welle angeordneten Antriebsschnecke (4) und auf den
Antriebswellen der Einzugswalzen (7, 7') angeordneten Schneckenrädern
(2, 3) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den
Antriebswellen (5, 5', 6) der Einzugswalzenpaare (7,
7') die Antriebsschnecke (4) mittig so angeordnet ist, dass sie
gleichzeitig mit jedem auf den Antriebswellen (5, 5',
6) der Einzugswalzen (7, 7') angeordneten Schneckenrädern
(2, 3) im Eingriff steht.
- Draht- und Bandeinzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb der Einzugswalzenpaare (7; 7'), je nach Anzahl,
aus einer durchgehenden Schnecke (4) oder aus einer Mehrzahl, mit Zwischenlagern
(19) versehenen und über spielfreien Kupplungen (18) verbundenen
Einzelschnecken (4) besteht, so daß beliebig viele Einzugswalzenpaare (7,
7') hintereinander angeordnet werden können.
- Draht- und Bandeinzugseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine oder beide Einzugswalzenwellen (5; 6) über das Antriebselement
Schnecke (4) – Schneckenrad (2; 3) schwenkbar angeordnet
sind.
- Draht- und Bandeinzugseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Kompensation der zum Anpressen des Materials (17) notwendigen Verschwenkung
einer der beiden Antriebswellen (5; 5'; 6) zwischen Schneckenrad
(2; 3) und Einzugswalze (7; 7') mit einer winkel-
und/oder parallelversatzausgleichenden Kupplung (12) versehen ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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