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Dokumentenidentifikation DE20319020U1 25.05.2005
Titel Elektrische Schaltleiste
Anmelder W.E.T. Automotive Systems AG, 85235 Odelzhausen, DE
DE-Aktenzeichen 20319020
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.05.2005
Registration date 21.04.2005
Application date from patent application 17.12.2003
IPC-Hauptklasse H01H 13/16

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltleiste nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Gattungsgemäße Schaltleisten werden beispielsweise im Zusammenhang mit Fensterscheiben oder Fahrzeugtüren eingesetzt, um das Einklemmen von Personen zu verhindern.

Stand der Technik

Aus DE 43 28 167 ist eine Schaltleiste bekannt, bei der zwei Stahlbänder übereinander angeordnet und von einem Schrumpfschlauch umgeben sind. Eine solche Schaltleiste ist in der Herstellung durch zahlreiche manuelle Arbeitsschritte sehr aufwendig. Außerdem erfordert ihre Kontaktierung spezielle, ebenfalls aufwendige Kontakteinrichtungen.

EP 0 871 182 zeigt ein Kabel, das in eine Isolationsschicht eingewickelt ist. An eine Schaltleiste werden jedoch erheblich höhere Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit gestellt. Deshalb sind die gezeigten Ausführungsformen nicht anwendbar.

Gegenstand der Erfindung

Eine Schaltleiste nach Anspruch 1 gestattet eine einfache Massenfertigung der Schaltelemente.

Eine Schaltleiste nach Anspruch 2 ergibt eine Vorrichtung, die auch in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzbar ist.

Eine Schaltleiste nach Anspruch 4 weist auch bei hohen, wechselnden Biegelasten eine sehr hohe Lebensdauer auf.

Eine Schaltleiste nach Anspruch 5 oder 6 ist kostengünstig zu fertigen und korrosionsbeständig.

Figuren

Die nachfolgende Beschreibung behandelt Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Erfindung. Diese Ausführungen sind nur beispielhaft zu verstehen und erfolgen unter Bezug auf:

1 Tür mit Schaltleiste in schematischer Draufsicht

2 Vergrößerter Querschnitt durch erste Ausführungsform einer Schaltleiste

3 Vergrößerter Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform einer Schaltleiste

Beschreibung der Erfindung

1 zeigt eine Fahrzeugtür 27. Diese weist eine bewegliche Glasscheibe 29 auf. Entlang der Schließkante der Glasscheibe 29 ist eine Schaltleiste 1 angeordnet.

Wird die Glasscheibe 29 nach oben bewegt und wird dabei ein Gegenstand zwischen der Tür 27 und der Glasscheibe 29 eingeklemmt, so führt dies zu einer Krafteinwirkung auf die Schaltleiste 1. Die Schaltleiste 1 meldet dieses Signal an eine nicht gezeigte Auswerteeinrichtung. Diese ihrerseits stoppt die Schließbewegung der Glasscheibe.

Die Schaltleiste 1 gemäß 2 weist ein erstes und ein zweites Schaltelement 7, 7' auf. Diese sind aus einem bandartigen, metallischen Flachleiter gebildet. Sie sind einander überdeckend angeordnet. Die Schaltelemente haben eine Dicke von ca. 0,1 &mgr;m bis 1 mm.

Zweckmäßigerweise sind sie aus Stahl oder einem anderen federnden Material gefertigt.

Im Ruhezustand sind die Schaltelemente 7, 7' voneinander beabstandet. Der zwischen ihnen liegende Abstandsbereich 9 weist ein in Abhängigkeit vom Lastzustand veränderliches Volumen auf. Zur Beabstandung der Schaltelemente 7, 7' ist vorgesehen, daß ein oder mehrere Abstandselemente 31 zwischen den beiden Schaltelementen 7, 7' angeordnet sind. Dieser ist vorzugsweise aus einem elastischen, elektrisch nicht leitenden Gummi- oder Kunststoffmaterial gebildet.

Die Schaltelemente 7, 7' und das Abstandselement 31 bilden im vorliegenden Ausführungsbeispiel den Detektor 3.

Der Detektor 3 ist von einer Isolationseinrichtung 11 umhüllt. Die Isolationseinrichtung 11 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Isolationsband 13 gebildet. Dieses erstreckt sich längs des Detektors 3 und umschließt diesen dabei. Die Längskanten 17, 17' des Isolationsbandes 13 stoßen dabei in einem Fügebereich 19 aneinander. Die Zusammenfügung der beiden Längskanten 17, 17' erfolgt vorzugsweise durch Verschweißen. Die Schweißnaht 23 und der Fügebereich 19 verlaufen ebenfalls längs des Detektors und parallel zu den Schaltelementen 7, 7'.

Der empfindlichere und steifere Fügebereich 19 ist dabei beabstandet zum Abstandsbereich 9 angeordnet, um Undichtigkeiten der Schweißnaht 23 oder ein Auftrennen der gefügten Teile auch unter Biegelast zu vermeiden. Idealerweise ist der Fügebereich 19 in etwa symmetrisch am Detektor z. B. entlang einer Mittellinie des Detektors 3 angeordnet.

Das Isolationsband 13 ist vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Thermoplasten hergestellt, wie z. B. Polyamid, PET oder PEN.

Das Ausführungsbeispiel von 3 entspricht weitgehend dem von 2. Allerdings stoßen die Seitenkanten 17, 17' des Isolationsbandes 13 nicht aufeinander, sondern überlappen sich. Dadurch ist der Fügebereich 19 noch sicherer gegen das Eindringen von Fremdsubstanzen (z. B. Luftfeuchte) geschützt.

Zusätzlich zu den beschriebenen Ausführungsformen sind zahlreiche Variationen der Erfindung denkbar.

Beispielsweise könnte anstelle eines Abstandselementes 9 vorgesehen sein, daß das Isolationsband (13) aus einem elastischen Material gefertigt ist, und daß die im Abstandsbereich angeordneten Bereiche des Isolationsbandes (13) als federnder Steg ausgebildet sind, um die beiden Schaltelemente 7, 7' im Ruhezustand voneinander zu beabstanden. Bei einer solchen Ausführungsform könnten die Schaltelemente 7, 7' nicht nur als Kondensatorplatten, sondern auch oder ersatzweise als Kontaktelemente dienen, welche bei einer bestimmten Belastung einen elektrischen Kontakt zueinander herstellen.

1Schaltleiste 3Detektor 5Stoßkante 7,7'Schaltelemente 9Abstandsbereich 11Isolationseinrichtung 13Isolationsband 15Umgebung 17,17'Längskanten 19Fügebereich 21Leitfähige Schicht 23Schweißnaht 27Fahrzeugtür 29Glasscheibe 31Abstandselement

Anspruch[de]
  1. Schaltleiste (1) zum Überwachen von Stoßkanten (5), mit einem langgestreckten Detektor (3) zum Detektieren mechanischer Kräfte an einer Stoßkante (5), wobei der Detektor (3) mindestens zwei längliche, flache Schaltelemente (7, 7') aufweist, deren Grundflächen (25, 25') im wesentlichen übereinander und parallel zueinander längs des Detektors (3) angeordnet sind und zwischen denen sich ein Abstandsbereich (9) befindet, und mit einer Isolationseinrichtung (11) zum elektrischen und/oder mechanischen Isolieren des Detektors (3) von seiner Umgebung (15), dadurch gekennzeichnet, daß die Isolationseinrichtung (11) mindestens ein Isolationsband (13) aus Isolationsmaterial aufweist, daß das Isolationsband (13) an mindestens einer seiner Längskanten (17, 17') mit sich selbst und/oder einem weiteren Isolationsband in einem Fügebereich (19) zusammengefügt ist, daß sich das Isolationsband (13) und der Fügebereich (19) im wesentlichen parallel zu den Schaltelementen (7, 7') erstreckt, und daß der Fügebereich (19) zumindest größtenteils vom Abstandsbereich (9) beabstandet ist.
  2. Schaltleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltelemente (7, 7') elektrisch leitfähig sind, und daß das Isolationsband (13) beabstandet vom Detektor (3) eine elektrisch leitfähige Schicht (21) aufweist.
  3. Schaltleiste nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsbereich (9) ein veränderliches Volumen aufweist und sich längs der Schaltelemente (7, 7') erstreckt.
  4. Schaltleiste nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fügebereich (19) im wesentlichen vom Abstandsbereich (9) beabstandet ist und/oder daß sich die Grundflächen des Fügebereichs (19) und der Schalt-elemente (7, 7') zumindest teilweise überdecken, insbesondere daß der Fügebereich (19) an mindestens einem der Schaltelemente (7, 7') anliegt.
  5. Schaltleiste nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolationsband (13) im Fügebereich (19) verschweißt oder verklebt ist und vorzugsweise eine längs des Fügebereiches (19) durchgehend verlaufende Schweißnaht (23) oder Verklebung aufweist.
  6. Schaltleiste nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beteiligten Längskanten (17, 17') im Fügebereich (19) bündig aufeinander stoßen oder einander. überlappen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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