Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lastsonde zum Prüfen eines
akustischen Wandlers mit Ultraschallfrequenzen, die insbesondere, aber nicht ausschließlich,
geeignet ist zur Prüfung eines akustischen Unterwasserwandlers in Luft.
Wandler, beispielsweise piezoelektrische Wandler, können dadurch überprüft
werden, dass die normale akustische Impedanz simuliert wird, der sie in dem Medium,
beispielsweise einer Flüssigkeit wie Wasser, ausgesetzt sind, in der sie arbeiten
sollen. Derartige Wandler sollen akustische Signale erzeugen oder detektieren.
Die GB-B-2259427 und die GB-B-2217952 beschreiben beide Lastsonden,
die zur Prüfung von elektroakustischen Wandlern in Luft bestimmt sind und die erfolgreich
bei Frequenzen in dem einzahligen kHz-Bereich arbeiten. Bei derart niedrigen Frequenzen
können hohe Leistungsanforderungen mit relativ niedrigen Leistungsdichte (Fluss)-Werten
befriedigt werden, weil die Sonde bei solchen Frequenzen relativ große Abmessungen
besitzt, wo eine typische Leistungsdichte (Fluss) in der Größenordnung von 0,5W
pro mm2 Querschnittsfläche liegt. Derartige bekannte Lastsonden können
auch bei Ultraschallfrequenzen im Zehner-kHz-Bereich benutzt werden, vorausgesetzt,
dass die Leistungsdichte (Fluss)-Pegel auf einem maximalen Wert von 0,5W pro mm2
Querschnittsfläche gehalten werden. Wegen der Reduktion in der Wellenlänge und infolgedessen
der Abmessungen ist jedoch die Arbeitsweise auf Ultraschallfrequenzen mit geringem
Leistungspegel begrenzt, wobei jedoch für ähnliche Hochleistungsanwendungen die
Leistungsdichte (Fluss)-Erfordernisse beträchtlich höher sind und in der Größenordnung
von 5,0W pro mm2 Querschnittsfläche liegen. Während die Lastsonden gemäß
GB-B-2217952 und GB-B-2259427 allgemein erfolgreich sind, so sind sie jedoch nicht
für Hochleistungsprüfung bei Ultraschallfrequenzen geeignet, und zwar teilweise
wegen ihrer Ausbildung und Konstruktion und teilweise wegen des Materials, aus dem
sie gefertigt sind. Beispielsweise wird bei Leistungsdichten (Fluss) in der Größenordnung
von 5,0W pro mm2 Querschnittsfläche das Material, welches allgemein ein
Acrylpolymer ist, aus dem die Sonde besteht, erhitzt und bei Temperaturen im Bereich
von 30°C bis 40°C erhöht sich die akustische Absorption durch das Auftreten
von beta-relaxation, was zu einer thermischen Abwanderung führt, so dass das Material
schnell erweicht, wenn es die Glasübergangstemperatur erreicht. Hierdurch werden
nicht nur die akustischen Absorptionscharakteristiken beträchtlich gealtert, sondern
auch die Lebensdauer der Sonde wird beträchtlich verringert.
Außerdem ist die Konstruktion derartiger bekannter Sonden derart,
dass der Hauptkörper der Sonde hohl ist und ein akustisch absorbierendes Material
enthält, das gewöhnlich ein teilweise polymerisiertes, mit Metall beschicktes Epoxydharz
ist. Bei Ultraschallfrequenzen hat dieses Material einen unerwünscht hohen akustischen
Verlustfaktor, was zu einer schnellen Erhitzung des Kunststoffs über eine kurze
Länge zu Beginn des Volumens führt, das durch das Lastsondenrohr gebildet wird,
so dass bei erhöhten Temperaturen über Raumtemperatur das akustisch absorbierende
Kunststoffmaterial zu altern beginnt, da es kein stabiles System ist. Bei höheren
Temperaturen kann das Material flüssig werden und schnell altem, worauf das Material
erhärtet und diskontinuierlich mit dem übrigen Material der Sonde wird. Dies verursacht
Reflexionen und macht die Sonde für eine weitere Benutzung ungeeignet.
Es besteht ein Bedürfnis nach einer allgemein verbesserten Lastsonde,
die in der Lage ist, bei Ultraschallfrequenzen ohne Beeinträchtigung der Materialeigenschaften
zu arbeiten, wie dies bei herkömmlichen Lastsonden gemäß GB-B-2217952 und GB-B-2259427,
wie oben erwähnt, der Fall ist.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung betrifft diese eine zum Prüfen
eines akustischen Wandlers geeignete Lastsonde mit einem langgestreckten, massiven
ersten Körperteil zum Tragen eines piezoelektrischen Prüfelementes, wobei der langgestreckte,
massive erste Körperteil aus einem ersten Material geformt und in der Lage ist,
die normale akustische Impedanz zu simulieren, die einem zu prüfenden Wandler durch
ein Medium präsentiert wird, in dem der Wandler arbeiten soll und mit einem langgestreckten,
massiven zweiten Körperteil aus einem akustisch absorbierenden Material mit einer
akustischen Impedanzcharakteristik, die im Wesentlichen jener des ersten Materials
angepasst ist, aus dem der erste Körperteil hergestellt ist, wobei der zweite Körperteil
an einem Ende stirnseitig mit einem Ende des ersten Körperteils verbunden ist, wobei
die Lastsonde dadurch gekennzeichnet ist, dass der zweite Körperteil im Wesentlichen
stabförmig in seiner Gestalt ist und dass das Material, aus dem der zweite Körperteil
besteht, aus einem elastomeren Polyurethan hergestellt ist mit einem Absorptionskoeffizienten,
der höher ist als jener des ersten Materials über einen Temperaturbereich zwischen
5°C und 130°C.
Vorzugsweise enthält das elastomere Polyurethanmaterial Siliziumdioxid,
Siliziumnitrid, Wolframpulver, Wolframkarbid, Wolframborid, Wolframsilizid,
Molybdenpulver, Molybdenkarbid, Molybdennitrid, Tantalpulver, Tantalkarbid oder
Tantalnitrid in einer Menge, die so gewählt wird, dass die akustische Impedanz des
Materials des zweiten Körperteils der Impedanz des Materials des ersten Körperteils
angepasst ist.
Zweckmäßigerweise besteht der zweite Körperteil aus diskreten Stücken
oder Schichten aus elastomerem Polyurethanmaterial, wobei jedes Stück oder jede
Schicht unterschiedliche Eigenschaften in der Folge längs des zweiten Körperteils
aufweist.
Stattdessen kann der zweite Körperteil aus einem kontinuierlich graduierten
elastomeren Polyurethanmaterial gefertigt sein.
Zweckmäßigerweise besteht das erste Material, aus dem der erste Körperteil
hergestellt ist, aus einem Polykarbonat, aus Polyethylenterephthalat oder Polyethersulfon
mit einem niedrigen Absorptionskoeffizienten über einen Temperaturbereich zwischen
5°C bis 200°C.
Zweckmäßigerweise sind erster und zweiter Körperteil miteinander über
einen Vorsprung verbunden, der an einem Ende des einen Körperteils vorgesehen ist
und in eine entsprechend gestaltete Ausnehmung eingreift, die in einem Ende des
anderen Körperteils vorgesehen ist.
Vorzugsweise sind Vorsprung und Ausnehmung von konischer Gestalt.
Vorzugsweise ist der zweite benutzte Körperteil durch Gießen hergestellt.
Zweckmäßigerweise ist die Lastsonde so konstruiert und dimensioniert,
dass das Arbeitsmedium simuliert wird.
Vorzugsweise ist die Lastsonde in der Lage, einen akustischen Wandler
in Luft zu überprüfen.
Vorzugsweise ist der erste Körperteil im Querschnitt im Wesentlichen
kreisförmig und besitzt ein tailliertes Profil, das durch zwei gegenüberliegende
kegelstumpfförmige Abschnitte gebildet ist, die so dimensioniert sind, dass eine
Anpassung der akustischen Impedanz des ersten Körperteils auf die akustische Impedanz
des Mediums unterstützt wird, in welchem der zu überprüfende Wandler arbeitet.
Vorzugsweise wird das piezoelektrische Prüfelement durch den ersten
Körperteil zwischen den Enden des ersten Körperteils oder am Ende des ersten Körperteils
getragen, der dem einen Ende entgegengesetzt ist.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft diese
eine Messvorrichtung, die zwei der obigen Lastsonden aufweist und die stirnseitig
mit dem zu messenden Material in Sandwich-Form dazwischen angeordnet sind.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
1 ist eine Grundrissansicht einer Lastsonde
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
2 ist eine Grundrissansicht einer Lastsonde
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
3 ist eine Grundrissansicht einer Lastsonde
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
4 ist eine Grundrissansicht einer Materialprüfanordnung,
die zwei Lastsonden benutzt.
Eine Lastsonde gemäß der vorliegenden Erfindung kann zur Prüfung eines
akustischen Wandlers in Luft benutzt werden, um die Benutzung in irgendeinem geeigneten
Medium zu simulieren, in dem der Wandler benutzt werden soll. Vorzugsweise simuliert
die Lastsonde die Arbeitsweise des Wandlers in einem flüssigen Medium, wie beispielsweise
Wasser, und er simuliert nicht nur die akustischen Absorptionscharakteristiken des
Mediums, sondern auch im Fall eines flüssigen Mediums, wie beispielsweise Wasser,
die Druckcharakteristiken hiervon.
Wie aus 1 der beiliegenden Zeichnung
ersichtlich, weist eine Lastsonde gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung zum Prüfen eines akustischen Wandlers bei Ultraschallfrequenzen einen
langgestreckten, massiven ersten Körperteil 1 und einen langgestreckten,
massiven zweiten Körperteil 2 auf.
Der erste Körperteil besitzt ein erstes Ende 3 zum Tragen eines piezoelektrischen
Prüfelementes. Der Zweck der Sonde der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
komplexe mechanische Impedanz einem Wandler zu präsentieren, die der Belastung entspricht,
der der Wandler ausgesetzt ist, wenn er in seinem normalen Betriebsmedium, beispielsweise
Wasser, arbeitet. Im Betrieb wird das Prüfelement an das Ende 3 der Sonde
in Kontaktberührung mit dem Kopf des nicht dargestellten zu prüfenden Wandlers in
Luft plaziert, und es kann entweder akustische Strahlung aussenden oder diese empfangen.
Der langgestreckte, massive erste Körperteil 1 der Sonde
gemäß der Erfindung besteht aus einem ersten Material und ist in der Lage, die normale
akustische Impedanz zu simulieren, der ein zu prüfender Wandler in einem Medium
ausgesetzt ist, in dem der Wandler arbeiten soll, beispielsweise in einem flüssigen
Medium wie Wasser. Wie dargestellt, ist der erste Körperteil 1 im Wesentlichen
im Querschnitt kreisförmig und besitzt ein tailliertes Profil, das durch zwei aneinanderstoßende,
im Gegensinn kegelstumpfförmige Abschnite 4a und 4b gebildet wird,
um die Anpassung der akustischen Impedanz des ersten Körperteils 1 auf
jene des Mediums zu unterstützen, in dem der zu prüfende Wandler arbeitet. Vorzugsweise
ist das Material, aus dem der erste Körperteil 1 besteht, ein Polykarbonat,
ein Polyethylenterephthalat oder ein Polyethersulfon mit einem niedrigen Absorptionskoeffizienten
über einen Temperaturbereich zwischen 5°C bis 200°C. Das bevorzugte Material
ist Polyethersulfon, und dies ist ein zähes und stabiles Material, das eine gute
Impedanzanpassung an Wasser simuliert und sich nur wenig ändert, wenn die Temperatur
während des Hochleistungsbetriebes etwas ansteigt. Das beta-relaxation-Phänomen
tritt bei –100°C auf, so dass eine geringe Änderung des Absorptionskoeffizienten
bei einer Temperatur im Arbeitsbereich zwischen 5°C und 200°C zu erwarten
ist. Die Impedanzanpassung an Wasser wird über eine Frequenzoktave durch die taillierte
Ausbildung möglich, die durch die beiden kegelstumpfförmigen Abschnitte
4a und 4b gebildet wird. Unter dem Ausdruck "Oktave" wird eine
Frequenzverdopplung verstanden, wie dies auf diesem Gebiet der Technik üblich ist.
Ein typischer Frequenzbereich, über den die Oktave erreicht werden kann, liegt zwischen
1 bis 50 kHz und eine Sonde kann in jenem Bereich beispielsweise bei 1 bis 2 kHz,
bei 5 bis 10 kHz, bei 25 bis 50 kHz oder in irgendeinem anderen geeigneten Bereich
arbeiten, in welchem die Frequenz verdoppelt werden kann.
Die erfindungsgemäße Sonde gemäß 1 der
beiliegenden Zeichnung weist auch den langgestreckten, massiven zweiten Körperteil
2 auf, der aus einem akustisch absorbierenden Material mit einer akustischen
Impedanzcharakteristik besteht, die kompatibel mit jener des ersten Materials ist,
aus dem der erste Körperteil 1 hergestellt ist. Der zweite Körperteil
2 ist auf irgendeine geeignete Weise an einem Ende mit einem zweiten Ende
des ersten Körperteils 1 verbunden. Wie dargestellt, wird dies dadurch
erreicht, dass an einem Ende des einen Körperteils, beispielsweise am zweiten Körperteil
2, ein Vorsprung 5 angebracht wird, der in eine entsprechend gestaltete
Ausnehmung 6 eingreift, die an einem Ende des anderen Körperteils vorgesehen
ist, was gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel der erste Körperteil
1 ist. Der Vorsprung 5 und die Ausnehmung 6 haben vorzugsweise
eine konische Form.
Der zweite Körperteil 2 ist im Wesentlichen stabförmig gestaltet
und das Material, aus dem er besteht, ist ein elastomeres Polyurethan mit einem
Absorptionskoeffizienten, der größer ist als jener des Materials des ersten Körperteils
über einen Temperaturbereich zwischen 5°C und 130°. Ein geeignetes elastomeres
Polyurethan kann erhalten werden aus einem polymeren Methylendiphenyldiisocyanat
oder einem Äquivalent, welches mit einem Polyol reagiert. Das Polyol ist di-funktional
oder multifunktional und seine molare Masse ist so eingestellt, dass die erforderlichen
akustischen und mechanischen Eigenschaften gebildet werden. Die Polyurethan-Ansätze
können einen geeigneten Kettenstrecker, beispielsweise (1,4) Butandiol enthalten,
und es kann ein geeigneter Katalysator eingebaut sein.
Es ist leicht verständlich, dass das Absorptionsmaterial in der Weise
entwickelt wurde, dass ein optimaler Ausgleich zwischen den einander zuwiderlaufenden
Forderungen erzielt wird, nämlich Erreichen einer totalen Absorption der akustischen
Energie und Schaffung einer großen thermischen Masse, um einen Hochleistungsbetrieb
zuzulassen, ohne dass der Absorber beeinträchtigt wird. Für optimale Ergebnisse
ist es wichtig, dass den unten beschriebenen Ansätzen gefolgt wird und dass insbesondere
keine Schaumbildung der Polyurethanmischung erfolgt. Eine spezielle Sorgfalt ist
deshalb zur Trocknung des Materials unter Vakuum erforderlich, bevor eine Mischung
erfolgt, und es ist eine durchgehende Entgasung während der Vermischung erforderlich.
Eine Liste von Chemikalien, die erforderlich sind, um das elastomere
Polyurethan (Absorptionsmaterial) herzustellen, ist in der folgenden Tabelle 1 angegeben.
Tabelle 1
Material
Beschreibung
Polyol
Daltocel F438
Diisocyanat (polymeres MDI)
Suprasec 5005
Kettenstreckmittel
1,4 Butandiol
Katalysator
Thorcat 535
Siliziumnitrid (Pulver)
Siebweite 325 mesh, vorherrschend beta-Phase, CAS Nr. 12033-89-5.
Produkt Nr. 248622. Reinheitsgrad: extra rein
Die technischen Beschreibungen dieser Polyurethan-Reaktionsmittel
und Füllstoffe werden nachstehend angegeben:
Polyol: Daltocel F438:
Dieses Produkt wird mit einer Diethylenglycolglycerol-Mischung initiiert.
Es wird dann mit Propylenoxid, gestreckt mit einer 20,6%igen Ethylenoxidspitze,
gekappt. Das resultierende Produkt hat eine Funktionalität von etwa 2,2 und liefert
ein qualitatives Elastomer mit einer deutlichen Aushärtung, wenn es richtig angesetzt
ist. Die Viskosität beträgt 900cp bei 25°C und der OH-Wert ist 35.
Kettenstreckmittel: 1,4 Butandiol:
1,4 Butandiol wird in großem Umfang als Kettenstreckmittel in Polyurethanelastomeren
benutzt. Das Produkt neigt jedoch zu einer Kristallisation bei Temperaturen unter
10°C in Mischungen, und es wird daher normalerweise in einer warmen Umgebung
gehalten. Der OH-Wert beträgt 1246, das Äquivalenzgewicht ist 45.
Diisocyanat: Suprasec 5005:
Dieses Produkt ist üblicherweise als polymeres MDI bekannt. Es besitzt
eine durchschnittliche Funktionalität von 2,7, einen NCO-Gehalt von 30,7% und eine
Viskosität von 230cp bei 25°C. In dem hier angegebenen Ansatz wird es benutzt
mit etwa 25% über dem stoichiometrischen Wert.
Katalysator: Thorcat 535:
Dies ist ein auf Quecksilber basierender Katalysator, der die Urethanreaktion
gegenüber der Wasser-Isocyanat-Reaktion begünstigt und wird demgemäß in großem Umfang
bei Elastomeren benutzt.
Siliziumnitrid: Si3N4:
Es ist sehr wichtig, dass Siliziumnitrid hydrophob ist und beträchtliche
Mengen eingebaut werden können, ohne schädliche Wirkungen auf die Verarbeitung.
Siliziumnitrid tritt in zwei Formen &agr; und &bgr; auf, die ähnliche Kristallstrukturen
haben, aber die folgenden Zellendimensionen:
für &agr; : a = 7,753Å, c = 5,623Å;
und für &bgr; : a = 7,603Å, c = 2,906Å.
Die &bgr;-Phase ist die bessere Hochtemperaturphase und es wurde noch
keine überzeugende Demonstration des &bgr; → &agr; – Ansatzes berichtet.
Das oben erwähnte Siliziumnitrid ist vorherrschend in &bgr;-Phase mit einer Partikelgröße,
die mit einer Siebweite von 325 mesh gekennzeichnet ist.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die verschiedenen Gesundheits- und
Sicherheitsdatenblätter der Hersteller für die obigen Produkte beachtet werden müssen.
Insbesondere ist es wichtig, dass Dämpfe von Diisocyanat, das polymeres MDI enthält,
nicht inhaliert werden können.
Ein typischer Ansatz für ein Polyurethanmaterial ist in der folgenden
Tabelle 2 gekennzeichnet.
Tabelle 2
Material
Gewichtsprozente
Polyol
35,4
Diisocyanat
28,7
Kettenstreckmittel
6,4
Katalysator
0,1
Siliziumnitrid (Pulver)
29,4
Wenn Änderungen bezüglich des Absorptionspegels für eine spezielle
Anwendung erforderlich sein sollten, dann sollte der Kettenstreckpgel in erster
Linie geändert werden und eine Änderung von +0,5% verursacht einen geringen, aber
nützlichen Abfall des Absorptionskoeffizienten.
Derartige massive Polyurethanmaterialien zeigen gute Alterungscharakteristiken
und haben daher eine längere Lebensdauer für die Lastsonde, vorausgesetzt dass eine
Materialtemperatur von 130°C nicht überschritten wird. Insbesondere werden diese
Alterungscharakteristiken durch Nachhärtung des Absorbers bei erhöhten Temperaturen
verbessert. Die Zusammensetzung des Polyurethanmaterials kann geändert werden, um
einen Bereich von Absorptionskoeffizienten zu erhalten, die so gewählt werden können,
dass eine Anpassung an die jeweilige Frequenz für die Charakteristiken des zu prüfenden
Wandlers möglich wird. Die präzise Wahl der elastomeren Polyurethan-Zusammensetzung
kann die Benutzung entweder einer Zahl von diskreten Stücken oder von Schichten
innerhalb des Körperteils 2 aufweisen, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften
in aufeinanderfolgender Weise haben, d.h. jedes Stück oder jede Schicht hat andere
Eigenschaften, die entlang des Körperteils 2 aufeinanderfolgen oder es
kann ein kontinuierlich graduiertes Material Anwendung finden.
Es ist erforderlich, dass die akustische Impedanz des Materials, aus
dem der zweite Körperteil hergestellt ist, dem Material des ersten Körperteils angepasst
ist, aus dem der erste Körperteil hergestellt ist. Damit die akustische Impedanz
des Materials, aus dem der zweite Körperteil besteht, dem Material angepasst werden
kann, aus dem der erste Körperteil besteht, muss die nachfolgende Beziehung erfüllt
sein:
&rgr;1 × c1 = &rgr;2 ×
c2
wobei &rgr;1 die Dichte des Materials ist, aus dem der erste Körperteil
besteht;
&rgr;2 die Dichte des Materials ist, aus dem der zweite Körperteil besteht;
c1 die Schallgeschwindigkeit in dem Material ist, aus dem der erste Körperteil
besteht; und
c2 die Schallgeschwindigkeit in dem Material ist, aus dem der zweite
Körperteil besteht.
Weiter ist der Reflexionskoeffizient für die beiden Materialien wie
folgt definiert:
(&rgr;1c1 – &rgr;2c2)/(&rgr;1c1
+ &rgr;2c2)
Da die akustische Impedanz von Polyethersulfon höher ist als jene
des elastomeren Polyurethanmaterials, kann dem Polyurethanmaterial eine Substanz
zugesetzt werden, die eine höhere akustische Impedanz hat als jene des Materials,
aus dem der zweite Körperteil 2 hergestellt ist, so dass die Anpassung
der akustischen Impedanz leichter erreicht werden kann, um unerwünschte Reflexionen
zu verhindern. Aus diesem Grund enthält das elastomere Polyurethanmaterial vorzugsweise
Siliziumdioxid, Siliziumnitrid, Wolframpulver, Wolframkarbid, Wolframborid, Wolframsilizid,
Molybdenpulver, Molybdenkarbid, Molybdennitrid, Tantalpulver, Tantalkarbid oder
Tantalnitrid in einer Menge bis zu 10 Volumenprozent, gewählt derart, dass die akustische
Impedanz des Materials des zweiten Körperteils angepasst ist an die Impedanz des
Materials des ersten Körperteils.
Die für den ersten Körperteil 1 und den zweiten Körperteil
2 benutzte Konstruktion ist für die vorliegende Erfindung wichtig. Bei
Lastsonden gemäß der GB-B-2259427 und GB-B-2217952 war der langgestreckte Körperteil,
der dem zweiten Körperteil 2 der vorliegenden Erfindung äquivalent ist,
rohrförmig ausgebildet und enthielt einen Hohlraum, in den ein langgestreckter konvergierender
Abschnitt, der am ersten Körperteil vorgesehen war, erstreckt wurde, wobei ein Volumen
innerhalb des rohrförmigen Abschnitts verblieb, der mit einem akustischen Absorptionsmaterial
in einem flüssigen Zustand gefüllt wurde, bevor die Aushärtung erfolgte. Eine solche
Form der Konstruktion hat sich als schwierig erwiesen, um die Aufgabe mit Sonden
kleinerer Dimensionen zu erfüllen, wie dies die Arbeitsweise bei
Ultraschallfrequenzen ohne Einschluss von Lufthohlräumen erfordert, die unerwünschte
und beträchtliche Reflexionen verursachen. Bei diesem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Benutzung des akustischen Absorptionsmaterials
für den zweiten Körperteil 2 ohne die Notwendigkeit, dieses Material in
einem Rohr unterzubringen, einen vollständig massiven Aufbau, wodurch die erwähnten
Probleme gelöst werden. Außerdem wird eine spanabhebende Bearbeitung komplexer,
langgestreckter Körper und Rohre ebenso vermieden wie die folgende Fülloperation.
Die thermische Kapazität wird beträchtlich vergrößert, wobei weiter die Hochleistungsfähigkeit
für die Lastsonde nach der vorliegenden Erfindung erhöht wird, wobei der Herstellungsprozess
für den zweiten Körperteil 2 einfach durch Gießen des zweiten Körperteils
2 erreicht werden kann, der aus einem akustisch absorbierenden Material
besteht, das direkt mit dem ersten Körperteil 1 verbunden ist, der ebenfalls
durch Gießen oder spanabhebende Bearbeitung hergestellt werden kann.
Eine Lastsonde gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel des ersten
Aspektes vorliegender Erfindung ist in 2 der beiliegenden
Zeichnung dargestellt, und dieses Ausführungsbeispiel ist grundsätzlich gleich dem
ersten Ausführungsbeispiel nach 1, wobei gleiche Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und deshalb nicht nochmals beschrieben
werden. Bei dem Ausführungsbeispiel nach 2 ist jedoch
das piezoelektrische Prüfelement 7 nicht am Ende 3 des ersten
Körperteils 1 angebracht, sondern zwischen den Enden 3 und
6, wie in der Zeichnung dargestellt. Das Element 7 kann an dem
Körperteil 1 in irgendeiner beliebigen Weise festgelegt werden, beispielsweise
durch Festlegung um den Umfang des Körperteils oder durch Einsetzen in diesen.
3 veranschaulicht ein drittes Ausführungsbeispiel
einer Lastsonde 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Dieses Ausführungsbeispiel
ist für Hochleistung bestimmt, wobei die thermische Kapazität des zweiten Körperteils
und demgemäß die Gesamtprüfzeit, die verfügbar ist, weiter durch die Wirkung dynamischer
Übergangsheizung erhöht wird. Eine typische maximale thermische Kapazität liegt
bei 20 kJ und einer Leistung von 500 W. Eine maximale durchgehende Prüfzeit beträgt
40 sec, und bei pulsierender Prüfzeit und einem Zyklus von 1 : 10 beträgt die maximale
Prüfzeit 400 sec, d. h. über 6 Minuten. Es ist klar, dass für eine maximale thermische
Kapazität von 20 kJ jede geeignete Kombination von Leistung und Prüfzeit benutzt
werden kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel können Leistungsdichten bis zu 5W pro
mm2 leicht erreicht werden. Der Absorptionskoeffizient des benutzten
Polyurethanmaterials ist derart, dass er graduell ansteigt, wenn die Temperatur
im Betrieb ansteigt. In diesem Fall ist es notwendig, dass der erste Körperteil
einen langgestreckten, konvergierenden Abschnitt besitzt, der sich über bis zu 50%
der Innenseite der Gesamtlänge des zweiten Körperteils erstreckt, wie dies in
3 dargestellt ist. Die Sonde 10 ist ähnlich
wie die Sonden nach 1 und 2
ausgebildet und sie weist einen ersten massiven Körperteil 12 und einen
zweiten massiven Körperteil 14 auf. Wie oben, besitzt der erste Körperteil
12 eine taillierte Ausbildung, die durch zwei kegelstumpfförmige Abschnitte
16 und 18 gebildet wird. Ein erstes Ende 20 der Sonde
10 steht in Berührung mit einem Kopf eines nicht dargestellten Wandlers,
der überprüft werden soll.
Ein nicht dargestelltes piezoelektrisches Prüfelement ist ebenfalls
in der Lastsonde 10 angeordnet. Das piezoelektrische Prüfelement kann an
gleicher Stelle wie in 2 dargestellt liegen, d.h. innerhalb
des ersten Körperteils 12.
Bei diesem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
weist der erste Körperteil 12 einen konvergierenden konischen Abschnitt
22 auf, der sich in den zweiten Körperteil 14 hinein erstreckt,
wie dies aus der Zeichnung ersichtlich ist.
Wie oben erwähnt, kann der erste Körperteil 12 aus einem
Polykarbonat, aus Polyethlenterephthalat oder Polyethersulfonmaterial bestehen,
das einen niedrigen Absorptionskoeffizienten über einen Temperaturbereich zwischen
5°C und 200°C besitzt. Jedoch ist das am besten geeignete Material Polyethersulfon,
und dies ist zäh und stabil, wie oben beschrieben. Der zweite Körperteil
14 ist im Wesentlichen stabförmig ausgebildet und besteht aus einem elastomeren
Polyurethan mit einem Absorptionskoeffizienten, der höher ist als jener des Materials
des ersten Körperteils über einen Temperaturbereich zwischen 5°C und 130°C.
Bei diesem Ausführungsbeispiel kann der zweite Körperteil
14 auf den konvergierenden Konusabschnitt 22 des ersten Körperteils
12 gegossen sein. Ein nicht dargestelltes dünnwandiges Rohr wird zu diesem
Zweck auf den ersten Körperteil 12 aufgesteckt, das den konvergierenden
Konusabschnitt 22 umgibt, um ein Volumen zu definieren, das während des
Gießvorganges ausgefüllt werden kann.
Das innere Volumen des nicht dargestellten Rohres kann mit einem Absorptionsmaterial
gefüllt werden, wie dies schematisch in 3 schattiert
dargestellt ist. Es ist leicht erkennbar, dass es wesentlich ist, dass das
Absorptionsmaterial frei ist von Hohlräumen, Luftblasen usw., und dies ist insbesondere
in Bereichen kritisch, wo das Material des zweiten Körperteils 14 auf den
konvergierenden Konusabschnitt 22 benachbart zum nicht dargestellten Rohr
trifft. Weil das Absorptionsmaterial vollständig das komplexe, verjüngende Volumen
anfüllt, hat es sich als unmöglich erwiesen, diese Forderung zu erfüllen, ohne (a)
zunächst die Luft aus dem zu füllenden Volumen zu evakuieren oder (b) ein Füllloch
zu benutzen, das durch die Seite der Rohrwandung gebohrt ist.
Im Folgenden wird ein Verfahren zum Füllen des Rohres beschrieben.
Natürlich können andere geeignete Verfahren benutzt werden, vorausgesetzt dass sie
eine Lastsonde erzeugen, die die obigen Forderungen erfüllt.
Beispiel
Zunächst wird der erste Körperteil 12 an dem nicht dargestellten
Rohr befestigt, um einen Unteraufbau zu bilden. Die inneren Oberflächen des Unteraufbaus
sind vorher vorbereitet und gereinigt worden. Es sollte gewährleistet werden, dass
keine Verunreinigungen in Berührung mit den Verbindungsoberflächen gelangen können,
d.h. mit dem äußeren Abschnitt des konvergierenden Konusabschnitts 22.
Insbesondere müssen alle Feuchtigkeitsspuren eliminiert werden, da es wichtig ist,
ein Aufschäumen selbst im Mikromaßstab zu verhindern.
Wie oben erwähnt, ist es notwendig, Luft aus dem zu füllenden Volumen
abzusaugen. Erfolgreiche Ergebnisse wurden unter Benutzung einer Vakuumleitung erreicht,
die mit einer zweistufigen Rotationspumpe gekoppelt war.
Vor Auffüllen des Volumens zwischen dem dünnwandigen Rohr und dem
konvergierenden Konusabschnitt 22 des ersten Körperteils muss eine Mischung
aus elastomerem Polyurethan hergestellt werden. Dies geschieht auf folgende Weise:
- (i) Es wird das Polyol unter Vakuum auf eine Temperatur von 50°C erhitzt,
während die Masse mit einem magnetischen Rührer gerührt wird, bis das Vakuum am
Vakuumanzeiger <0,1 mbar anzeigt. Bei diesem Vakuum kann das Polyol unter Vakuum
gespeichert werden, bis es benötigt wird.
- (ii) Es wird das Kettenstreckmittel auf eine Temperatur von 60°C unter Vakuum
erhitzt, während die Masse mit einem magnetischen Rührer gerührt wird, bis das Vakuum
am Vakuumanzeiger <0,1mbar anzeigt. Dann kann das Kettenstreckmittel unter Vakuum
ebenfalls gespeichert werden, bis es erforderlich ist.
- (iii) Es wird das Diisocyanat auf Raumtemperatur erhitzt und wiederum unter
Vakuum gerührt.
- (iv) Es wird das Siliziumnitrid sorgfältig getrocknet. Eine Möglichkeit, dies
durchzuführen, besteht darin, das Siliziumnitrid 24 Stunden lang bei 500°C in
einem Muffelofen zu erhitzen.
Da die Polymerreaktion exothermisch ist, wird verständlich, dass,
je größer das eingefüllte Volumen ist, desto schneller die Reaktion erfolgt unter
der Annahme, dass die erzeugte Wärme nicht verteilt werden kann. Um das Prozessfenster
zu maximieren, d.h. die Zeit, während der die Füllung durchgeführt werden kann,
ist es empfehlenswert, den Absorberaufbau in zwei getrennten Stufen zu füllen. In
der Stufe 1 wird der Aufbau bis kurz über das Ende des konvergierenden Konusabschnitts
22 gefüllt, und in der Stufe 2 wird das übrige Volumen bis zu einer vorbestimmten
Unterfüllung angefüllt. Zwei Mischungen können erforderlich sein, um diesen 2-Stufen-Prozess
durchzuführen.
Es ist sehr wichtig, dass während der Vermischung die Aufnahme von
Feuchtigkeit während dieser Stufe verhindert wird. Das Polyol, das Kettenstreckmittel
und der Katalysator können in einem Behälter, beispielsweise in einem kleinen Becherglas,
abgewogen werden und das Siliziumnitrid kann zugesetzt und durch Hand vermischt
werden. Die resultierende Mischung wird entgast, bis ein Vakuum von 0,1mbar erhalten
ist. Als Nächstes wird die erforderliche Menge von Diisocyanat zugesetzt und mechanisch
kräftig durchgemischt. Da nunmehr die Topfzeit von Wichtigkeit ist, sollte die resultierende
Mischung nur 4 Minuten lang entgast werden.
Eine erfolgreiche Füllung wird unter Benutzung eines speziell hergestellten
Glaswarensystems durchgeführt, das an eine Vakuumleitung angeschlossen ist. Die
Polymermischung, die wie oben beschrieben erzeugt wurde, wird in einen Glaskolben
innerhalb des Glaswarensystems geschüttet und entgast, bis das Vakuum 0,1mbar erreicht
hat. Ein weiterer Teil der Vakuumleitung enthält eine Füllung des Absorberunteraufbaus
und ist an dem Glaskolben angeschlossen, der die Polymermischung enthält. Nach Erreichen
des erforderlichen Vakuums wird die Mischung graduell und noch unter Vakuum in den
evakuierten Absorberunteraufbau gegossen. Der Absorberaufbau wird unter einem spitzen
Winkel gehalten, bis die Mischung den Konus in dem Unteraufbau
vollständig umgibt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Aufbau in eine vertikale Lage überführt,
und das Vakuum wird allmählich abgelassen und dann durch einen Druck bis zu 10bar
ersetzt. Ein derartiger Druck zwängt die Polymermischung in den untersten Abschnitt
des Aufbaus.
Das oben beschriebene Verfahren stellt nur ein Beispiel dar und es
ist nicht als zwingend zu betrachten. Es ist jedoch wichtig, dass das Verfahren
zur Füllung des Absorberunteraufbaus derart durchgeführt wird, dass eine Anpassung
an die verfügbaren Möglichkeiten erfolgt und ein lokales know-how-Wissen ausgenutzt
wird. Als Alternative kann es möglich sein, ein kleines Loch in die Rohrwandung
zu bohren, worauf ein anderes Füllverfahren benutzt werden kann, aber nur unter
der Voraussetzung, dass die oben beschriebenen Forderungen erfüllt sind. Es können
dann andere Füllverfahren benutzt werden, beispielsweise die folgenden:
- (a) eine Injektion des Absorptionsmaterials über das Loch in der Rohrwandung,
möglicherweise begleitet durch eine Evakuierung des Rohrendes, oder
- (b) eine Druckinjektion des Absorptionsmaterials über das offene Ende des Rohres,
wiederum möglichst in Verbindung mit einer Evakuierung, die in diesem Fall über
das Rohrwandungsloch erfolgen kann.
Der gefüllte Aufbau muss dann bei einer hohen Temperatur ausgehärtet
werden, um ein stabiles Material zu erzeugen, das nicht altert, wenn es einer Hochleistungsbearbeitung
unterzogen wird. Die optimale Aushärtung erfolgt bei 120°C während 24 Stunden,
worauf eine maximale Sondenoberflächentemperatur von 90°C während der Hochleistungsbearbeitung
zulässig ist. Vor der Aushärtung sollte darauf geachtet werden, dass einige Teile
die Tendenz zum Splittern haben, wenn sie dieser Temperatur ausgesetzt werden. Dieses
Problem kann jedoch gelöst werden, indem der Außendurchmesser des Rohres nach der
Aushärtung spanabhebend bearbeitet wird und unter Benutzung einer Schutzhülse während
der Aushärtungszeit.
Ein abgewandelter Aushärtungsprozess könnte 96 Stunden lang bei 100°C
durchgeführt werden, worauf eine maximale Sondenoberflächentemperatur von 70°C
zulässig ist. In allen Fällen sollte der Absorberaufbau mit graduellen Erhitzungs-
und Abkühlungstemperaturprofilen behandelt werden.
Als Prüfung sollte die Dichte des ausgehärteten Absorptionsmaterials,
welches nach der obigen Vorschrift hergestellt wurde, etwa 1440kg/m3
betragen.
Bei anfänglicher Anwendung mit Leistung bei Raumtemperatur ist das
Profil des langgestreckten, konvergierenden Abschnitts derart, dass dort eine maximale
Erhitzung des (absorbierenden) zweiten Körperteils an einer Stelle stattfindet,
die beispielsweise an einer Stelle an einem Drittel der Gesamtlänge des zweiten
Körperteils liegt. Da die Temperatur in diesem Bereich ansteigt, so steigt der Absorptionskoeffizient
lokal innerhalb dieses Bereiches an. Dies bewirkt wiederum einen größeren Anteil
von Leistung, die auf der Seite des ersten Körperteils absorbiert werden muss, die
die heißeste Stelle des zweiten Körperteils bildet. Da die Leistung weiter aufgebracht
wird, setzt sich die Aufheizung nach dem ersten Körperteil fort. Dies ergibt eine
thermische Kapazität, die mehrfach größer ist als für den Fall, wenn kein langgestreckter,
konvergierender Abschnitt vorhanden ist und der maximale Temperaturanstieg an der
Zwischenfläche zwischen dem ersten Körperteil und dem zweiten Körperteil erfolgt,
wobei kein dynamischer Übergangsheizeffekt möglich ist.
Ein zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Benutzung
eines akustisch absorbierenden Materials, das so angesetzt werden kann, dass die
komplexe akustische Impedanz eines zweiten Materials angepasst werden kann und das
aus einem elastomeren Polyurethan besteht. Ein typischer Ansatz ergibt sich aus
Tabelle 2 und durch Variierung entweder des Kettenstreckmittelinhalts und/oder es
können Änderungen des Diisocyanatgehaltes für den Absorptionskoeffizienten gemacht
werden. Weiter kann die akustische Impedanz des akustischen Absorptionsmaterials
durch Zusatz von Verbindungen modifiziert werden, beispielsweise von Siliziumdioxid,
Siliziumnitrid, Wolframpulver, Wolframkarbid, Wolframborid, Wolframsilizid, Molybdenpulver,
Molybdenkarbid, Molybdennitrid, Tantalpulver, Tantalkarbid oder Tantalnitrid.
Ein derartiges akustisches Absorptionsmaterial kann zahlreiche Anwendungen
besitzen und es kann viele Formen und Größen aufweisen, je nach den speziellen Anwendungen,
beispielsweise kann das Material benutzt werden, um eine akustische Fliese zu erzeugen.
Ein dritter Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Anwendung
der beschriebenen Lastsonde zur Messung akustischer Eigenschaften von Materialien,
beispielsweise zur Messung des Absorptionskoeffizienten und der Schallgeschwindigkeit.
Hierfür ist es notwendig, zwei Lastsonden derart zu benutzen, dass ihre Sondenenden
3 (1 und 2)
und 20 (3) stirnseitig mit einer Probe des
Materials aneinandergefügt werden müssen, das überprüft werden soll und zwischen
diesen beiden Flächen zu liegen kommt. Dies ist in 4
dargestellt und es ist festzustellen, dass für diese Anwendung keine kegelstumpfförmigen
Abschnitte 4a und 4b (1
und 2) und 16 und 18 (3)
erforderlich sind, da keine Notwendigkeit besteht, die akustische Impedanz eines
Wandlers anzupassen.
Hier sind auch die Leistungsanforderungen gering. In 4
ist ein Messgerät 30 dargestellt, welches zwei Sonden 32,
34 enthält, wie sie oben in Verbindung mit 2
beschrieben wurden, die stirnseitig aneinander gefügt sind, wobei dazwischen das
zu prüfende Material 36 angeordnet wird. Bei dieser Anordnung haben die
Sonden 32, 34 einen konstanten Querschnitt, wie dies aus der Zeichnung
hervorgeht. Jede Sonde 32, 34 weist ein piezoelektrisches Prüfelement
38, 40 auf. Das Prüfelement 38 in der Sonde
32 kann benutzt werden, um akustische Signale für das Material
36 zu liefern, und das Prüfelement 40 in der Sonde 34
kann benutzt werden, um Signale zu empfangen, die durch das Material 36
hindurchtreten. Natürlich kann jede Sonde 32, 34 entweder als
Sender oder als Empfänger benutzt werden.
Das zu prüfende Material kann einen Durchmesser geeigneter Größe aufweisen,
je nach den durchzuführenden Messungen. Die Materialdicke ist im typischen Fall
größer als &lgr;10, wobei &lgr; die Wellenlänge der akustischen Signale ist, die
bei dem Prüfvorgang benutzt werden.
Es ist natürlich klar, dass, obgleich das Messgerät 30 Sonden
entsprechend 2 zeigt, auch die Sonden gemäß
1 und 3 in gleicher
Weise benutzt werden könnten.
Es wurden Versuche in der Weise durchgeführt, dass eines der piezoelektrischen
Prüfelemente (nicht dargestellt) sendet und die empfangene Signalcharakteristik
am anderen piezoelektrischen Prüfelement (ebenfalls nicht dargestellt) gemessen
wird. Durch Benutzung geeigneter Algorithmen kann die Reduktion in der Signalamplitude
benutzt werden, um die Absorptionskoeffizientendaten zu bestimmen. Durch Messung
der Phasenverzögerung beim Empfang des Singales am zweiten piezoelektrischen Prüfelement
können die Phasengeschwindigkeitsdaten abgeleitet werden.
Unter Benutzung dieses Verfahrens ergeben sich wichtige Vorteile im
Hinblick auf die Ausbildung der Lastsonde. Wegen der total absorbierenden Natur
des zweiten Körperteils haben Änderungen in der akustischen Impedanz, die den Stirnflächen
3 (1 und 2)
und 20 (3) dargeboten werden, keinen Einfluss
auf die akustische Belastung, denen das piezoelektrische Prüfelement als Sender
ausgesetzt ist. Der Grund dafür liegt darin, dass der zweite Körperteil vollständig
das Verhalten des piezoelektrischen Prüfelementes dominiert. Demgemäß ist das ausgesandte
Signal konstant, was auch immer die Natur der Materialprobe ist, die gemessen werden
soll. In der Praxis wurden Absorptionskoeffizienten mit einer Reproduzierbarkeit
von ± 0,01 dB/mm gemessen.