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Dokumentenidentifikation DE10350844A1 02.06.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung
Anmelder WestfaliaSurge GmbH, 59302 Oelde, DE
Erfinder Schulz, Ute, 59302 Oelde, DE;
Ruffer, Ulrike, 59269 Beckum, DE;
Harms, Jelto, Dipl.-Agr.-Ing., 26670 Uplengen, DE
Vertreter Kahlhöfer - Neumann - Herzog - Fiesser, Patentanwälte, 40210 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 31.10.2003
DE-Aktenzeichen 10350844
Offenlegungstag 02.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.2005
IPC-Hauptklasse A61D 17/00
IPC-Nebenklasse A01K 5/01   A01K 11/00   
Zusammenfassung Zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung wird ein Verfahren und eine Vorrichtung vorgeschlagen. Es erfolgt eine Identifikation eines Tieres. Nach der Identifikation des Tieres wird überprüft, ob das Tier zum Zeitpunkt der Identifikation einer Behandlung unterzogen werden soll. Soll eine Behandlung durchgeführt werden, so wird eine geeignete Methode der Behandlung ermittelt. Zur Durchführung der Behandlungsmethode werden die hierzu notwendigen mittel bereitgestellt.,

Beschreibung[de]

Der Gegenstand der Patentanmeldung bezieht sich auf ein Verfahren sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung.

Obwohl die Erfindung nachfolgend für den Einsatz bei Milchvieh beschrieben wird, so wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz auch bei fleischliefernden Rindern oder Tieren im Allgemeinen möglich ist. Weiterhin ist der Einsatz bei Zuchttieren oder auch Wildtieren, z.B. im Zoo oder dergleichen, möglich.

In der Milchviehwirtschaft unterliegen die milchliefernden Tiere einer strengen gesundheitlichen Kontrolle, da schon die Rohmilch auch als Lebensmittel für den menschlichen Verzehr verwendet wird. So dürfen Kühe, Büffel, Ziegen, Schafe und Stuten, von denen Milch als Lebensmittel gewonnen wird, keine erkennbaren Anzeichen einer Störung des Gesundheitszustandes aufweisen. Hierbei ist nicht lediglich der Gesundheitszustand des Euters sondern der Gesundheitszustand des gesamten Tieres von Bedeutung.

Der Gesamtzustand eines Tieres kann beispielsweise aus dessen Herzschlag, Temperatur, Blutdruck usw. ermittelt werden. Hierzu schlägt die EP 0 728 413 B1 vor, dass eine Melkbox ein nach innen klappbares, medizinisches Gerät aufweist. Dieses Gerät misst beispielsweise den Herzschlag, die Temperatur oder den Blutdruck des Tieres und liefert die Ergebnisse der Messung an einen Computer. Mit Hilfe der vorstehend genannten Parameter wird der Gesundheitszustand eines Tieres in dem Computer auf dem neuesten Stand gehalten. Wenn ein von dem medizinischen Gerät gemessener Parameter von einem Durchschnittswert abweicht, der für die obengenannten Parameter in dem Computer eingegeben ist, wird der Landwirt beispielsweise durch ein Computer-Ausdruck darauf aufmerksam gemacht. Eine Abweichung von den Parametern kann ein Anzeichen für den Landwirt sein, dass ein Tier krank oder beispielsweise brünstig ist.

Die Gesundheitsüberwachung von Milchvieh, die dadurch erfolgt, dass eine Temperaturkontrolle einzelner Tiere vorgenommen wird, ist auch durch die DE 199 00 089 A1 bekannt. Hierbei erfolgt vorzugsweise eine Messung der Temperatur des Euters.

Durch die DE 199 00 089 A1 ist auch bekannt, dass über die Analyse von Milch, die ein Tier abgibt, bei entsprechender Auswahl geeigneter Parameter, beispielsweise der Leitfähigkeit der Milch, Aussagen zum Gesundheitszustand des Tieres getroffen werden können. Durch die Analyse der Milch können beispielsweise bestimmte Stoffwechselstörungen und Fütterungsfehler wie Ketosen und bedingt auch Acidosen über die Messung von Fett; Eiweiß und Ketonkörpern ermittelt werden. Andere Erkrankungen lassen sich über die Milch nicht oder nur unzureichend erfassen. Zu berücksichtigen ist hierbei auch, dass für die Analytik der Milch ein nicht unerheblicher labortechnischer Aufwand notwendig ist.

Mit immer größer werdenden Herden und insbesondere beim Einsatz automatischer Melksysteme ist es immer schwieriger und aufwendiger für den Milchviehhalter, pathogene Änderungen am Milchvieh zu identifizieren.

Eine verspätete Erkennung von Tieren, die einen veränderten Gesundheitszustand aufweisen, kann zu Leistungseinbußen bis zum Totalverlust führen. Die Tiere fressen weniger, die Milchleistung geht zurück und es kommt zu einer Gewichtsabnahme. Vor sichtbaren klinischen Störungen liegt ein mehr oder weniger langer Zeitraum, in dem sich die krankhaften Änderungen entwickeln, die sich jedoch nicht in der Leistungsfähigkeit des Tieres bemerkbar machen. Je frühzeitiger die Entwicklung einer Krankheit festgestellt wird, umso eher ist es möglich, mit gezielten Gegenmaßnahmen sowohl einer Leistungseinbuße als auch einer Erkrankung direkt zuvorzukommen. Dies gilt nicht nur für eine frühzeitige Feststellung einer pathogenen Veränderung, sondern insbesondere auch für die Prophylaxe.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Zielsetzung zugrunde, ein Verfahren zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung vorzuschlagen, welches automatisch durchgeführt werden kann. Insbesondere wird ein Verfahren angestrebt, welches mit einem geringen personellen Aufwand durchführbar ist.

Diese Zielsetzung wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst die Bestimmung eines tierindividuellen Parameters erfolgt. Nach erfolgter Bestimmung wird überprüft, ob das Tier einer Behandlung unterzogen werden soll oder nicht. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass lediglich ein solches Tier einer Behandlung unterzogen wird, welches auch dazu bestimmt ist. Die Bestimmung, ob ein Tier einer Behandlung unterzogen wird oder nicht, kann von sehr unterschiedlichen Parametern abhängig gemacht werden.

So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass tierindividuelle Daten hinterlegt werden, aus denen sich ergibt, dass ein Tier einer Behandlung unterzogen werden soll. Bei den tierindividuellen Daten kann es sich beispielsweise um solche handeln, die einen längerfristigen Behandlungsplan widerspiegeln. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Überprüfung aktuell am Tier durchgeführt wird. Wird beispielsweise bei einer aktuellen Überprüfung des Tiers festgestellt, dass bei dem Tier, eine bestimmte Kenngröße überschritten oder ein Kennbereich verlassen wird, so wird es in Reaktion darauf einer Behandlung unterzogen.

Führt das Ergebnis der Überprüfung dazu, dass das Tier einer Behandlung unterzogen werden soll, so kann eine Verabreichungsmethode ermittelt werden, die für den vorliegenden Fall geeignet ist. In Abhängigkeit von der Verabreichungsmethode werden die für die Durchführung der Verabreichungsmethode notwendigen Mittel bereitgestellt. Anschließend kann die Verabreichung durchgeführt werden. Bei der Durchführng des Verfahrens wird sichergestellt, dass die jeweiligen landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften und insbesondere die arzneimittelrechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Durch diese erfindungsgemäße Verfahrensführung kann eine prophylaktische Behandlung des Tiers durchgeführt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass krankhafte Veränderungen des Tieres zu einem sehr frühen Zeitpunkt festgestellt werden, wenn eine entsprechende Sensorik vorhanden ist. Die Überprüfung, ob z.B. ein Milchvieh einer Behandlung unterzogen werden soll oder nicht, kann beispielsweise in einer Melk-, Fütterungs- oder Tierbox durchgeführt werden. Ob und wie ein Tier versorgt oder behandelt werden soll, kann z.B. nach einer tierärztlichen Untersuchung entschieden werden. Es besteht die Möglichkeit im Selektionsbereich, im Ausgangsbereich, oder im Durchtreibebereich zumindest eine Überprüfung des Tiers oder Milchviehs vorzunehmen. Vorzugsweise findet eine Identifizierung und Behandlung an Orten statt, die jedes Tier ohnehin passieren muss. Dies ist von besonderem Vorteil, da z.B. bei großen Tierherden es schwierig und aufwendig für das Bedienpersonal ist, Tiere auf Sicht zu identifizieren.

Die Behandlung eines Tieres erfolgt nach Bestimmung des tierindividuellen Parameters im wesentlichen automatisch, insbesondere vollautomatisch. Außerdem können die Tiere ein Erkennungsmittel z.B. in Form von Respondern tragen, um die Tiere zu identifizieren. Möglich ist auch eine Tiererkennung über Ohrmarken, Mikrochips, Bolus und dergleichen mehr. Ein geeigneter tierindividueller Parameter ist z.B. das Gewicht des Tieres. Auch Größe, Breite und Länge können geeignete Parameter sein. Auch die Fell-, Haut- oder Federbeschaffenheit kann ein geeigneter Parameter sein.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung kann in Stallanordnungen erfolgen. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Es besteht auch die Möglichkeit, mobile Vorrichtungen, die entsprechende Einrichtungen aufweisen, beispielsweise auf einer Weide bereitzustellen, so dass die Tiere durch diese mobile Vorrichtung hindurchtreten können oder müssen.

Besonders bevorzugt ist, dass die Behandlung zur Erhaltung und/oder Steigerung der Gesundheit des Tieres dient.

Ob ein Tier zum Zeitpunkt der Identifikation einer Behandlung bzw. Versorgung unterzogen werden soll oder nicht, ist auch abhängig von der physischen Verfassung des Tieres oder Milchviehs. Die physische Verfassung kann dazu überprüft werden. Hierbei erfolgt vorzugsweise eine äußere und innere Überprüfung der physischen Verfassung des Tieres. Die äußere Verfassung des Tieres kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Aktivität des Tieres bestimmt wird. Hierbei wird beispielsweise das Verhalten des Tieres vor/oder während eines Melkvorgangs erfasst. Die Erfassung kann mittels eines Überwachungssystems, welches Kameras aufweist, erfolgen. Auch eine Muskeltentionsüberwachung ist vorteilhaft. Eine Aussage über die physische Verfassung des Tieres kann die Beobachtung der Iris des Auges eines Tieres liefern.

Ein Parameter für den Gesundheitszustand des Tieres kann bestimmt werden. Beispielsweise kann eine Temperaturmessung direkt oder indirekt erfolgen. Bei einer direkten Messung wird der Messwert mittels eines Temperatursensors, der unmittelbar in Kontakt mit dem Milchvieh kommt, ermittelt. Bei einer indirekten Temperaturmessung kann beispielsweise die Strahlungswärme des Milchviehs ermittelt werden.

Durch das Auffangen von Exkrementen eines Milchviehs, kann anhand von Messungen, z.B. der Temperatur der Exkremente, eine Aussage über die physische Verfassung des Tieres erzielt werden, wie in der EP 1 312 311 A1 beschrieben. Möglich ist eine Ausgestaltung des Verfahrens, bei dem die Exkremente des Milchviehs aufgefangen und hinsichtlich des Gesundheitsstatus untersucht werden. Hierbei erfolgt wenigstens eine Analyse wenigstens eines Teils des Exkrements des Tieres, aus der Schlussfolgerungen über den Gesundheitszustand des Tieres gezogen werden können. Das Auffangen der Exkremente erfolgt vorzugsweise unmittelbar nach dem Ausscheidevorgang des Exkrements. Das aufgefangene Exkrement kann hinsichtlich wenigstens einer vorzugsweise physikalischen Kenngröße analysiert werden. Die so gewonnenen physikalischen Kenngrößen werden vorzugsweise dahingehend überprüft, ob wenigstens die eine physikalische Kenngröße innerhalb eines vorgegebenen Toleranzfeldes liegt. Ist dies der Fall, so kann ein positiver Gesundheitszustand dem Tier attestiert werden. Führt die Überprüfung ob wenigstens eine physikalische Kenngröße innerhalb eines vorgegebenen Toleranzfeldes liegt, dazu, dass diese physikalische Kenngröße außerhalb des Toleranzfeldes liegt, so kann von einer pathogenen Änderung des Gesundheitsstatus des Tieres ausgegangen werden. Untersucht wird vorzugsweise wenigstens ein Teil des Kotes. Es ist jedoch auch möglich, dass lediglich der ausgeschiedene Harn untersucht wird. Auch die Untersuchung von Harn und Kot und weitere Exkremente ist möglich.

Aussagen über den Gesundheitszustand des Tieres können auch dadurch erreicht werden, dass wenigstens eine physikalische und/oder chemische Kenngröße wenigstens eines Teils eines Gemelks ermittelt wird. Eine Kenngröße ist z.B. die Leitfähigkeit des Gemelks. Auch der ph-Wert des Gemelks stellt eine Kenngröße dar, die bereits während eines Melkvorgangs ermittelt werden kann. Darüber hinaus kann die Konsistenz der Milch, die gemolken wird, bestimmt werden. Insbesondere kann die Milchmenge, der Milchfluss, die Farbe oder Farbänderungen oder elektrische oder kapazitive Eigenschaften des Gemelks bestimmt werden. Diese Daten können als Entscheidungsgrundlage für die Durchführung einer möglichen Behandlung sowie für die Ermittlung der Behandlungsmethode und ggf. weiterer Kenngrößen herangezogen werden. Enthält das Gemelk Flocken, ist dies ein Hinweis auf eine mögliche Krankheit des Tieres.

Die bei der Identifikation des Tieres und/oder bei der Überprüfung des Gesundheitszustandes des Tieres gewonnenen Daten werden vorzugsweise gespeichert, so dass historische Daten des Tieres bereitgestellt werden können. Aus der zeitlichen Veränderung der Kenngrößen kann auch der Verlauf des Gesundheitszustandes ermittelt werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Tier einer Behandlung unterzogen wurde. Aufgrund von Erfahrungswerten, kann ein weiterer Verlauf des Gesundheitszustandes ab dem Einsetzen der Behandlung prognostiziert werden. Entspricht der tatsächliche Verlauf des Gesundheitszustandes des Tieres während der tierärztlich verordneten Behandlung nicht dem prognostizierten Verlauf, so kann das Tier aus der Herde ausgesondert werden.

Aus dem Verlauf des Gesundheitszustandes kann auch die Krankheitshäufigkeit ermittelt werden. Liegen die Zeitspannen zwischen Krankheiten außerhalb eines Toleranzfeldes, so kann angenommen werden, dass das Tier möglicherweise besonders anfällig ist. Liegt eine Häufung gleicher Krankheitsbilder insbesondere bei einer Mehrzahl von Tieren vor, so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass gegebenenfalls durch unzureichende oder falsche Fütterung oder Tierhaltung, beispielsweise unzureichende Stallhygiene, der Gesundheitszustand der Tiere stark beeinträchtigt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht somit nicht nur eine zeitsparende und effiziente Durchführung einer Tier- oder Milchviehbezogenen Behandlung, sondern auch die Möglichkeit, dem Betreiber des Viehbetriebs Entscheidungshilfen bereitzustellen, durch die der Gesundheitszustand bei einer Änderung der Struktur oder des Betreibens des Viehbetriebes beeinflusst werden kann.

Ist vorgegeben oder festgestellt worden, dass das betreffende Tier versorgt werden soll, so werden die für die Behandlung notwendigen Mittel bereitgestellt. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird eine tierindividuelle Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels, insbesondere eines pharmazeutischen Mittels, eines Vitaminpräparates, eines Futterergänzungsmittels, vorzugsweise eines mineralischen Futterergänzungsmittels bereitgestellt und dem Milchvieh verabreicht. Hierbei kann es sich um eine prophylaktische Behandlungsmethode handeln, bei der beispielsweise durch Verabreichung von Vitaminpräparaten oder entsprechend ausgestalteten Futterergänzungsmitteln der Gesundheitszustand wenigstens eines Tieres stabil gehalten und dessen Abwehrkräfte gesteigert werden.

Die für die Behandlung bereitgestellten Mittel werden vorzugsweise mit einem Trägermittel verabreicht. Bei dem Trägermittel handelt es sich beispielsweise um Wasser oder Futter (insbesondere Lock- oder Kraftfutter). Die Aufnahme des Mittels wird vorzugsweise überwacht. Hierzu können entsprechende Systeme vorgesehen sein. Eine relativ einfache Methode der Überwachung der Aufnahme des Mittels kann dadurch erfolgen, dass das Mittel in einer Futter- und/oder Wasserschalen-Wiegevorrichtung bereitgestellt wird. Die Überwachung kann auch mittels eines Kamera-Systems und/oder eines Sensor-Systems erfolgen.

Bei der Durchführung der Behandlung können neben den Kenngrößen eines Tieres auch andere Daten berücksichtigt werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Kenngrößen handeln, die einen Aufschluss über das Weidegebiet, die Witterungsbedingungen oder die Jahreszeit handeln. Ist beispielsweise bekannt, dass ein bestimmtes Weidegebiet erfahrungsgemäß stärker mit Parasiten befallen ist, oder Witterungsbedingungen und Jahreszeit darauf Rückschluss geben, kann dies über ein Herdenmanagement Programm berücksichtigt werden und die Tiere wiederum gezielter behandelt werden.

Parasitenbekämpfung ist ein für die Tierhaltung bedeutender Punkt. Eine wirksame vorbeugende Parasitenbekämpfung ist unter den Bedingungen einer kostenorientierten Produktion notwendig. Sie bildet ein Teil einer Gesundheitsprophylaxe, da auch andere Behandlungskonzepte oder Maßnahmen unter Umständen in ihrer Effizienz eingeschränkt werden.

Zur Behandlung auch im Sinne einer Gesundheitsprophylaxe oder zur Parasitenbekämpfung wird vorgeschlagen, dass eine, insbesondere tierindividuelle, Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels, eines Parasitenbekämpfungsmittels, mit einem Tier in Kontakt gebracht wird. Das in Kontakt bringen des Mittels kann dadurch erfolgen, dass das Tier oder Milchvieh mit dem Mittel versorgt, vorzugsweise begossen wird. Auch ein Bepinseln oder Besprühen ist möglich. Insbesondere kann das Mittel auf den Tierrücken von Nacken bis zur Schwanzwurzel aufgegossen werden. Problematisch ist die Anwendung bei Tieren mit langem Fell. Deshalb sollen sie vorzugsweise vorher geschoren werden. Die Aufbringung des Mittels kann mittels besonders ausgebildeter Vorrichtungen erfolgen. So kann beispielsweise ein Gang, durch den die Tiere hindurchlaufen müssen, mit einer Sprüh- oder Gießeinrichtung ausgebildet sein. Die Aufbringung des Mittels kann dadurch erfolgen, dass ein Tier den Vorgang beim Durchschreiten einer Lichtschranke auslöst. Die Auftragung kann auf dem Weg in oder aus dem Stall beim Durchtrieb oder auch auf einer Tierwaage oder in einer Tierbox erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Tiere dabei festzusetzen.

Für die Dosis des Mittels wird eine tierindividuelle Kenngröße erfasst. Diese kann z.B. das Tiergewicht sein. Das benötigte Tiergewicht kann bereits zu einem früheren Zeitpunkt beispielsweise im Stall über eine Tierwaage ermittelt worden sein. Es besteht auch die Möglichkeit, die Tierbox direkt mit einer Waage auszustatten oder eine vorhandene Waage umzurüsten und so das aktuelle Gewicht und somit eine aktuelle Dosierung des aufzubringenden Mittels zu bestimmen.

Bevorzugt ist bei der Aufbringung des wenigstens einen Mittels eine voll automatische Durchführung des Verfahrens. Hierdurch wird auch ein Kontakt einer Bedienperson mit dem Mittel auf ein Minimum reduziert, um eine mögliche Beeinträchtigung der Bedienperson auszuschließen.

Bevorzugterweise wird -wie oben beschrieben- die Dosis des Mittels bzw. die jeweilige Dosis der verschiedenen aufzutragenden Mittel, tierindividuell festgelegt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung tierindividueller Kenngrößen, wie z.B. Gewicht, Alter, Rasse, Gruppenzugehörigkeit, Leistung, Trächtigkeitsstadium, Brunst, Futteraufnahme und dergleichen mehr. Diese Kenngrößen können aktuell erfasst werden oder in einem Speicher als historische Daten vorliegen.

Eine individuell angepasste Dosierung und Auswahl der zu behandelnden Tiere trägt dazu bei, die Menge des eingesetzten Mittels zu minimieren und somit die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Weiterhin werden Umweltbelastungen verringert.

In Milchviehbetrieben besteht ein nicht unerhebliches Risiko der Übertragung von Infektionserregern an und in die Milchdrüse. Eutererkrankungen gelten daher in zahlreichen Ländern mit einer entwickelten Milchwirtschaft als der bedeutendste Schadensfaktor in der tierischen Produktion.

Um die Zitzenkuppen von pathogenen Erregern möglichst freizuhalten, kann zusätzlich zu einer erfolgten Behandlung z.B. mit einer Vitaminflüssigkeit oder einem Aufgusspräparat im Anschluss an das Melken ein Dippen erfolgen. Bei Trockenstehern ist das Dippen ohne vorhergehendes Melken möglich.

Die Behandlung des Tieres kann nicht nur dadurch erfolgen, dass ein Mittel dem Tier verabreicht oder mit diesem in Kontakt gebracht wird, sondern auch dadurch, dass das Tier beispielsweise bestrahlt wird. Hierbei kann es sich vorzugsweise um eine Licht- oder Wärme- oder Rotlicht- oder Laser oder UV-Bestrahlung handeln, die insbesondere dann erfolgt, wenn eine Veränderung z.B. eine Verhärtung des Euters und/oder eine Veränderung der Gelenke vorliegt. Eine Bestrahlung kann auch bei anderen, nicht genannten, Problemen eingesetzt werden. Zur Förderung der Vitamin-D-Bildung beim Tier ist es von Vorteil, wenn das Tier einer UV-Bestrahlung ausgesetzt wird. Es besteht auch die Möglichkeit, Bereiche des Tieres, insbesondere die Beinbereiche des Tieres mittels Ultraschall, vorzugsweise niederfrequenten Ultraschall, zu bestrahlen, wodurch eine Stärkung der Knochensubstanz erzielt wird.

Ist ein Tier einer Behandlung bzw. einer Versorgung unterzogen worden, so ist es nach einer noch weiteren Ausgestaltung des Verfahrens von besonderem Vorteil, wenn das Tier gekennzeichnet wird. Mit der Kennzeichnung des Tieres wird vorzugsweise auch die Behandlungsmethode, insbesondere die verwendeten Mittel, des Tieres hinterlegt, so dass überprüft werden kann, ob eine weitere Behandlung des Tieres zum einen sinnvoll und zum anderen verträglich ist. Besteht eine Unverträglichkeit von zwei oder mehreren Mitteln, so kann dies im Herdenmanagement System notiert werden. Es kann auch eine entsprechende Information an das Bedienpersonal ausgegeben werden. Grundsätzlich werden Daten über jede Behandlung, die an einem Tier durchgeführt wird, im Herdenmanagement hinterlegt, so dass eine genaue Dokumentation der Behandlungen vorliegt.

Die Dokumentation sollte neben den Zeiträumen, in denen die Behandlungen durchgeführt wurden auch Auskunft über die Art und den Umfang der Behandlung geben. Dies wird entsprechend den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben gestaltet. Einzelne oder sämtliche Daten, die im Zusammenhang mit der Behandlung eines Tieres ermittelt oder gewonnen wurden, können auch an ein vorzugsweise mobiles Empfangsteil, welches einem Betreiber oder einer Bedienperson zur Verfügung steht, übertragen werden. Die Kennzeichnung kann beispielsweise durch Aufbringung einer Farbe erfolgen. Die Farbgebung kann auch Auskunft über die Art der Behandlung geben.

Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung zu entwickeln, welche auch in bereits bestehenden Melkanlagen oder Milchviehbetrieben integrierbar ist.

Diese Zielsetzung wird durch eine Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Vorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung weist eine Identifikationseinrichtung auf, mittels derer eine Identifikation wenigstens eines Tieres wie z.B. eines Milchviehs erreicht wird. Zur Überprüfung, ob das identifizierte Tier einer Behandlung unterzogen werden soll, ist eine Verifikationseinrichtung vorgesehen. Eine Behandlungseinrichtung ist vorgesehen, die wenigstens die für eine Durchführung wenigstens einer Behandlung notwendigen Mittel bereitstellt. Die Behandlungseinrichtung kann durch die Auswahleinrichtung mit den in ihr hinterlegten Steuer- und/oder Regelcodes aktiviert werden.

Durch diese Ausgestaltung der Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung können unterschiedliche Handlungen an den Tieren durchgeführt werden. Stehen der Vorrichtung auch tierindividuelle Daten zur Verfügung, die beispielsweise in einem Speicher hinterlegt sind, so können tierindividuelle Handlungen durchgeführt werden. Die Vorrichtung als solche kann als ein autarkes System ausgebildet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Vorrichtung in bereits bestehende Melksysteme oder Tierbetriebe einzubinden, so dass eine nachträgliche Ausrüstung eines solchen Tierbetriebes realisiert werden kann.

Um eine adäquate Methode der Behandlung bzw. Versorgung zu ermitteln, wird nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung vorgeschlagen, dass die Verifikationseinrichtung wenigstens eine Messeinrichtung aufweist. Die Messeinrichtung stellt wenigstens ein Signal bereit, welches mindestens einer Zustandgröße der physischen Verfassung des Tieres entspricht. Ausgehend von dem Signalinhalt kann überprüft werden, ob das identifizierte Tier einer Behandlung unterzogen werden soll oder nicht. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn das Signal der Messeinrichtung mit einem vorgegebenen Signalinhalt verglichen wird und dabei festgestellt wird, dass die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Signal und dem hinterlegten Signal außerhalb eines Toleranzfeldes liegt. In Abhängigkeit von der Größe der Toleranz sowie von der Art und Bedeutung des Signals wird durch die Auswahleinrichtung eine entsprechende Methode der Behandlung ausgewählt. Bei der Auswahl können tierindividuelle Daten berücksichtigt werden.

Die physische Verfassung des Tieres kann aus physikalischen und/oder chemischen oder weiteren Kenngrößen ermittelt werden. Die Ermittlung kann passiv oder aktiv erfolgen. Bei einer aktiven Ermittlung einer Kenngröße wird beispielsweise das Gewicht bestimmt oder die Milchleistung ermittelt oder das Alter berücksichtigt. Bei der Ermittlung einer Kenngröße erfolgt vorzugsweise kein unmittelbarer Eingriff am Tier. Zur Bestimmung einer Kenngröße kann eine Sensoreinheit verwendet werden. Die Sensoreinheit enthält vorzugsweise wenigstens einen Sensor und/oder ein Sensorsystem, welches ausgewählt aus einer Gruppe von Sensoren und/oder Sensorsystemen ist, wobei die Gruppe einen Sensor zur Temperaturmessung, einen Sensor zur Messung einer elektrischen Kenngröße, insbesondere eine Leitfähigkeit, Kapazität oder Induktivität, ein Sensor zur Ermittlung einer Viskosität, ein Sensor zur Ermittlung eines pH-Wertes, einen Bewegungssensor, ein Drucksensor, ein Sensor zur Bestimmung des transmittierten Lichtes, ein Sensor zur Bestimmung des reflektierten Lichtes, einen Bildsensor und dergleichen mehr umfasst. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der Sensoreinheit können hiervon unterschiedliche Kenngrößen bereitgestellt werden.

Eine Auskunft über den Gesundheitszustand eines Tieres kann anhand von Exkrementen eines Tieres erhalten werden. Hierzu kann die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Auffangeinrichtung zum Auffangen von Exkrementen eines Tieres aufweisen.

Vorzugsweise ist es möglich, dass durch die Verifikationseinrichtung eine mit dieser verbundenen Auswahleinrichtung aktiviert wird. In der Auswahleinrichtung ist dann wenigstens eine Behandlungsmethode in Form von Steuer-/oder Regelsignalen hinterlegt.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung, wie z.B. in einem Melkstand, wird vorgeschlagen, dass eine Entnahmeeinrichtung zur Entnahme wenigstens eines Teils eines Gemelks vorgesehen ist. Die Entnahme wenigstens eines Teils eines Gemelks zur Analyse der ermolkenen Milch ist an und für sich bekannt. Die Analyse einer solchen Milch liefert Daten, die als Entscheidungskriterien dienen, ob die Milch für den menschlichen Konsum verwertbar ist oder nicht. Darüber hinaus können diese Daten eine Aussage über den Gesundheitszustand eines Tieres liefern. In Abhängigkeit davon, in welcher Form eine sinnfällige Veränderung der Milch vorliegt, kann auf bestimmte Erkrankungsbilder geschlossen werden, die durch den Einsatz bestimmter Behandlungsmethoden beseitigt werden können.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass diese eine Reizeinrichtung aufweist. Mittels der Reizeinrichtung wird ein Tier wie z.B. ein Milchvieh wenigstens einem Reiz ausgesetzt. Die Reaktion des Tieres auf den Reiz wird registriert und ausgewertet. Die Registrierung der Reaktion kann beispielsweise mittels eines bildverarbeitenden Systems erfolgen. In Abhängigkeit von dem Ergebnis der Auswertung kann eine Behandlung des Tieres durchgeführt werden. Zur weiteren Verifikation einer möglicherweise notwendigen Behandlung können auch Kombinationen von unterschiedlichen diagnostischen Verfahren eingesetzt werden.

Durch die Behandlungseinrichtung der Vorrichtung werden die zur Durchführung einer Behandlung notwendigen Mittel bereitgestellt. Diese werden vorzugsweise mittels einer Abgabeeinrichtung bereitgestellt. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine Abgabeeinrichtung, die vorzugsweise eine tierindividuelle Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels, insbesondere eines pharmazeutischen Mittels, eines Vitaminpräparates, eines Futterergänzungsmittels, vorzugsweise eines mineralischen Futterergänzungsmittels bereitstellt. Die Bereitstellung kann unter Zuhilfenahme eines Trägermittels erfolgen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, das Mittel mit Wasser zu mischen und dem identifizierten Tier bereitzustellen. Die Aufnahme des Mittels wird vorzugsweise überwacht, um sicherzustellen, dass das Tier das Mittel auch tatsächlich einnimmt. Nach erfolgter Einnahme wird die Tränke gereinigt, so dass nachfolgende Tiere, die zur Tränke gelangen, nicht in Kontakt mit dem Mittel, welches für ein vorhergehendes Tier bestimmt war, gelangen.

Die Abgabeeinrichtung kann auch eine Gießeinheit und/oder eine Sprüheinheit aufweisen. Mittels einer Gießeinheit und/oder einer Sprüheinheit können flüssige oder schäumende Mittel in Kontakt mit dem Tier gebracht werden. Bei den Mitteln kann es sich beispielsweise um Vitaminpräparate oder um Parasitenbekämpfungsmittel handeln.

Zum Auftragen eines Mittels wird nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung vorgeschlagen, dass die Abgabeeinrichtung mindestens ein Handhabungssystem, vorzugsweise einen Roboter aufweist. Das Handhabungssystem, insbesondere der Roboter ist so ausgestaltet, dass dieses beispielsweise mittels eines Schwamms ein Präparat auf eine bestimmte Stelle des Tierkörpers, oder einen Bereich des Tierkörpers aufträgt. Hierbei kann es sich bei dem Präparat um Pflegemittel handeln, die auf das Euter des Tieres aufgetragen werden.

Um sicherzustellen, dass ein Tier nicht Methoden der Behandlung ausgesetzt wird, die sich gegenseitig relativ verstärken oder negativ beeinflussen oder gar unverträglich sind, wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung wenigstens eine Kennzeichnungseinrichtung aufweist. Mit der Kennzeichnungseinrichtung werden Informationen über die durchgeführte Behandlung, insbesondere die Mittel, die eingesetzt wurden, und die Dauer der Behandlung im Zusammenhang mit dem Tier hinterlegt. Hierbei kann es sich um eine Hinterlegung in dem Identifikationsmittel handeln, welches das Tier trägt. Die Kennzeichnungseinrichtung kann so ausgebildet sein, dass diese am Körper des Tieres eine Markierung vornimmt. Bei der Markierung kann es sich beispielsweise um eine Farbmarkierung handeln, die auch einen mehrfarbigen Code enthält, welcher Auskunft über die durchgeführte Behandlung gibt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist für einen stationären Betrieb geeignet. Besonders vorteilhaft ist die Vorrichtung, wenn diese mobil ausgebildet ist, und hierdurch die Möglichkeit geschaffen wird, die Vorrichtung auch beispielsweise auf einer Weide anzuordnen.

Die Vorrichtung kann in unterschiedlichen Bereichen eines tierhaltenden Betriebes angeordnet. Die Vorrichtung kann eine Melkeinrichtung aufweisen oder daran angeschlossen sein. Dann kann der Gesundheitsstatus eines Tieres beim Melken überprüft werden und in Abhängigkeit davon kann eine Behandlung des Tieres durchgeführt werden.

Nach einem weiteren erfinderischen Gedanken wird eine Anordnung zur Verfügung gestellt, welche wenigstens ein Bereich, in dem sich wenigstens ein Milchtier aufhalten kann, und wenigstens eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 33 umfasst. Bevorzugt ist dabei eine Anordnung, bei der wenigstens zwei Bereiche vorgesehen sind, wobei zwei benachbarte Bereiche miteinander so verbunden sind, dass im Verbindungsweg wenigstens eine Vorrichtung vorgesehen ist, so dass ein Tier beim Wechseln von dem einen Bereich in den anderen Bereich die wenigstens eine Vorrichtung passiert. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Tiere beim Übergang von einem Bereich in den zweiten Bereich identifiziert und/oder überprüft werden.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert, ohne dass der Gegenstand der Erfindung auf diese Ausführungsbeispiele begrenzt wird.

Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung,

2 schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung,

3 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer mobilen Vorrichtung und

4 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung mit einer Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung.

Die 1 zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung. Die Vorrichtung umfasst eine Identifikationseinrichtung 1, mit deren Hilfe ein Tier wie z.B. ein Milchvieh 6 identifiziert wird. Nach erfolgter Identifikation des Milchviehs wird mit Hilfe einer Verifikationseinrichtung 2 überprüft, ob das identifizierte Milchvieh 6 einer Behandlung unterzogen werden soll oder nicht. Zwischen der Identifikationseinrichtung 1 und der Verifikationseinrichtung 6 besteht eine Kommunikationsverbindung 7. Bei der Kommunikationsverbindung 7 kann es sich um eine Leitung, insbesondere eine elektrische oder optische Leitung handeln. Die Kommunikation zwischen der Identifikationseinrichtung 1 und der Verifikationseinrichtung 2 kann auch drahtlos erfolgen.

Wird durch die Verifikationseinrichtung 2 festgestellt, dass das Milchvieh 6 einer Behandlung unterzogen werden soll, so übermittelt die Verifikationseinrichtung ein entsprechendes Signal an eine Auswahleinrichtung 3. In der Auswahleinrichtung sind unterschiedliche Methoden der Behandlung eines Milchviehs in Form von Steuer- und/oder Regelsignalen hinterlegt. Entsprechend vorgegebener Kriterien wird eine für das Milchvieh geeignete Methode der Behandlung ausgewählt.

Die Auswahleinrichtung steuert eine Behandlungseinrichtung 4 an, die zur Durchführung wenigstens einer Behandlung notwendige Mittel bereitstellt.

Mit der Auswahleinrichtung 3 kann eine Datenverarbeitungsanlage 5 verbunden sein, so dass Daten einzelner Tiere einer Herde bereitgestellt werden. Die Daten können auch historische Kenngrößen umfassen, die bei der Auswahl einer geeigneten Behandlungsmethode berücksichtigt werden können.

2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung. Die Vorrichtung umfasst eine Box 8, die ein Tier durch einen Eingang 9 betreten und über einen Ausgang 10 verlassen kann. Das Tier kann in der Box festgesetzt werden. Dies bedeutet, dass das Tier hinsichtlich seiner Bewegungsmöglichkeiten zumindest eingeschränkt wird. Der Eingang 9 kann geöffnet bzw. geschlossen werden. Hierzu ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Tor 11 vorgesehen, welches zweiflügelig ausgebildet ist. Dies ist nicht zwingend notwendig. Das Tor 11 ist zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Stellung bewegbar. Damit ein Tier, welches sich in der Box 8 befindet, diese auch verlassen kann, wird ein Tor 12, welches den Ausgang 10 wenigstens während der Behandlung umschließt, geöffnet.

Ein sich in der Box 8 befindliches Tier wird mittels der Identifikationseinrichtung 1 identifiziert. Die Verifikationseinrichtung 2 weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel drei Messeinrichtungen 13 auf, die jeweils wenigstens ein Signal bereitstellen, welches mindestens einer Kenngröße des Tieres entspricht. Jede Messeinrichtung 13 weist wenigstens eine Sensoreinheit 14 mit wenigstens einem Sensor und/oder Sensorsystem auf. Der wenigstens eine Sensor ist vorzugsweise aus einer Gruppe von Sensoren ausgewählt, die einen Sensor zur Temperaturmessung, einen Sensor zur Messung einer elektrischen Kenngröße, insbesondere eine Leitfähigkeit, Kapazität oder Induktivität, einen Sensor zur Ermittlung einer Viskosität, einen Sensor zur Ermittlung eines pH-Wertes, einen Bewegungssensor, einen Drucksensor, einen Sensor zur Bestimmung des transmittierten Lichtes, einen Sensor zur Bestimmung des reflektierten Lichtes, oder einen Bildsensor u. dgl. mehr enthält. Es kann auch nur eine Messeinrichtung oder gar keine Messeinrichtung vorhanden sein, wenn nämlich die Behandlung vorgegeben wird oder anhand des Alters des Tieres, der Gruppenzugehörigkeit, der Rasse oder gespeicherten Daten erfolgt.

Die Behandlungseinrichtung 4 weist Abgabeeinrichtungen 15 auf, mittels derer vorzugsweise eine tierindividuelle Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels bereitgestellt werden. Es können Reservoirs oder Depots 16 vorgesehen werden, in denen unterschiedliche Mittel gespeichert sind. Nicht dargestellt ist beispielsweise eine Dosiereinheit der Abgabeeinrichtung, mittels der eine vorbestimmte Dosis des Mittels bereitgestellt und ausgebracht wird. Die Abgabeeinrichtungen 15 können wenigstens eine Gießeinheit und/oder eine Sprüheinheit aufweisen, mittels derer ein Mittel in Kontakt mit einem Tier gebracht wird.

Mittels der Kennzeichnungseinrichtung 17 ist ein Tier markierbar, wenn dieses einer Behandlung unterzogen wurde. Die Ausgestaltung der Kennzeichnungseinrichtung 17 kann sehr unterschiedlich sein. Diese kann beispielsweise Sendemittel aufweisen, durch die Informationen an ein vom Tier getragenes Identifikationsmittel übermittelt und diese auch dort gespeichert werden. Weist ein Tier kein Identifikationsmittel auf, so kann die Kennzeichnungseinrichtung 17 eine Einheit zur Anbringung einer Kennzeichnung am Tier aufweisen. Die Kennzeichnung kann in Form eines Farbfleckes ausgebildet werden.

Die Box 8 ist stellvertretend für eine Behandlungsstation dargestellt. Bei der Box 8 kann es sich beispielsweise um eine Melk-, Fütterungs- oder Tierbox handeln. Die Box kann auch durch einen Gang gebildet werden.

3 zeigt eine mobile Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung. Die Vorrichtung umfasst einen vorzugsweise absenkbaren Transportwagen 18. Über nicht dargestellte Rampen kann ein Tier 6 den Transportwagen 18 betreten sowie verlassen. Der Boden 19, auf dem ein sich in dem Transportwagen 18 befindendes Tier 6 steht, ist hier ein Teil einer Tierwaage. Mittels der Tierwaage wird das Gewicht des Tieres erfasst. Die Tierwaage ist ein Teil einer Messeinrichtung, die die Verifikationseinrichtung aufweist.

Zur visuellen Prüfung des Tieres sowie zur Überwachung der Behandlung sind hier Kameras 20, 21 vorgesehen. Die Kamera 20 ist so angeordnet, dass diese das Tier von oben erfasst, während die Kamera 21 so angeordnet ist, dass diese das Tier von unten erfasst. Die Kameras 20, 21 können auch beweglich ausgebildet sein, so dass ein nahezu vollständiges Abbild des Tieres möglich ist. Mittels der Kameras 20, 21 kann auch das Verhalten des Tieres beobachtet werden. Eine solche Beobachtung ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn eine Reizeinrichtung vorgesehen ist, mit der eine Reizung des Tieres durchgeführt wird. Das Verhalten des Tieres auf einen Reiz wird mit einem Verhaltensmuster korreliert, so dass aus dem tatsächlichen Verhalten des Tieres möglicherweise auffällige Veränderungen des Tieres erkennbar werden.

Zur Behandlung wenigstens der Hufe des Tieres ist eine Behandlungseinrichtung 22 im Bereich des Bodens 19 vorgesehen. Der Boden 19 kann beispielsweise mit Öffnungen ausgestattet sein, so dass durch die Öffnungen von der Behandlungseinrichtung 22 ein Mittel, insbesondere ein schäumendes Mittel 23, ausgebracht wird.

Im vorderen Teil ist ein Trog 24 vorgesehen, in den eine tierindividuelle Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels, insbesondere eines pharmazeutischen Mittels, eines Vitaminpräparates, eines Futterergänzungsmittels, vorzugsweise eines mineralischen Futterergänzungsmittels, bereitgestellt wird. Dieses Mittel kann auch in Verbindung mit Futter oder Wasser (insbesondere Lock- oder Kraftfutter) bereitgestellt werden. Die Mittel sind in Vorratsdepots oder Behältern 25, 26 bevorratet. Die Vorratsbehälter sind dabei so ausgebildet, dass diese die Haltbarkeit des Mittels gewährleisten sowie einen Fremdzugriff verhindern. Die Mittel werden über eine Dosiereinheit 27 dosiert und in den Trog 24 geleitet. Bevor ein nächstes Tier einer Behandlung unterzogen wird, wird der Trog 24 durch eine nicht dargestellte Reinigungseinrichtung gereinigt.

Oberhalb des Bodens 19 ist eine weitere Behandlungseinrichtung 28 vorgesehen. Durch die Behandlungseinrichtung 28 ist eine UV-Lichtbestrahlung des Tieres möglich. Durch UV-Lichtbestrahlung wird die Vitamin-D-Bildung im Tier angeregt.

Tiere, wie z.B. Kühe, sollten gegen Parasiten behandelt werden. Ein Mittel kann dann auf den Tierrücken von Nacken bis zur Schwanzwurzel aufgebracht werden. Die Aufbringung eines solchen Mittels erfolgt z.B. durch Aufgießen. Hierzu ist ein Auslass 29 vorgesehen. Der Auslass ist ein Teil einer Leitung, insbesondere einer flexiblen Leitung, die in Längsrichtung beweglich angeordnet ist. Die Leitung ist mit einem Behälter 30 verbunden, aus dem das Behandlungsmittel über den Auslass 29 herausfließen kann. Ein Herausfließen des Mittels aus dem Behälter 30 erfolgt dann, wenn ein Sperrorgan 31, welches in der Leitung 32 angeordnet ist, freigegeben wird. Zur Dosierung des Mittels wird eine nicht dargestellte Dosiereinheit verwendet. Die Dosis des Mittels ist z.B. abhängig von der Tierart, Tierrasse, und/oder dem Gewicht des Tieres und den weiteren oben beschriebenen Kenngrößen

Das in der 3 dargestellte Tier 6 ist mit z.B. einem Halsresponder ausgestattet. Weist ein Tier 6 keinen solchen Responder auf, so wird durch eine Kennzeichnungseinrichtung 17 eine Farbmarkierung und/oder eine Farberkennung auf das Tier aufgebracht.

Die mobile Vorrichtung ist hier mit einer Solaranlage 33 ausgestattet, durch die zumindest teilweise der Energiebedarf der Vorrichtung gedeckt wird.

Zur Behandlung des Euters des Tieres ist eine Behandlungseinrichtung 34 vorgesehen. Mittels der Behandlungseinrichtung 34 können Eutermedikamente oder Pflegeprodukte in Form von Lotionen und Salben auf das Euter aufgebracht werden. Hierbei können die allgemein gesprochenen Mittel mit einem Einmaltuch oder Einmalschwamm auf das Euter aufgetragen werden. Bei Eutererkrankungen, aber auch bei Gelenkerkrankungen oder anderen Problemen und ggf. zum Trocknen von vorher aufgebrachten Eutermitteln, oder um das Tier selbst zu trocknen, kann z.B. eine Rotlichtbestrahlung zumindest eines Bereichs eines Tieres 6 erfolgen. Hierzu ist eine entsprechende Behandlungseinrichtung vorgesehen.

4 zeigt eine Anordnung umfassend einen ersten Bereich 35 und einen zweiten Bereich 36. Die beiden Bereiche sind so miteinander verbunden, dass ein Verbindungsweg in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Vorrichtungen 37 zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung vorgesehen sind. Ein Tier, wie z.B. ein Milchvieh, wird zwangsweise durch eine der Vorrichtungen 37 hindurchgeleitet, wenn es von dem einen Bereich in den anderen Bereich wechselt bzw. wechseln soll. Es besteht auch die Möglichkeit, Selektionen vorzunehmen, so dass lediglich ausgewählte Tiere durch die Vorrichtung 37 hindurchgeführt werden, während andere Tiere durch einen nicht dargestellten Gang von einem Bereich in den anderen Bereich wechseln können. Bei den Bereichen 35, 36 kann es sich um unterschiedliche Bereiche eines Stalles handeln. So kann beispielsweise der Bereich 36 wenigstens einen Liegebereich 38 aufweisen. Es reich 36 wenigstens einen Liegebereich 38 aufweisen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass wenigstens ein Bereich durch eine Weide gebildet wird.

1Identifikationseinrichtung 2Verifikationseinrichtung 3Auswahleinrichtung 4Behandlungseinrichtung 5Datenverarbeitungsanlage 6Tier 7Kommunikationsverbindung 8Box 9Eingang 10Ausgang 11Tor 12Tor 13Messeinrichtung 14Sensoreinheit 15Abgabeeinrichtung 16Reservoir/Depot 17Kennzeichnungseinrichtung 18Transportwagen 19Boden 20Kamera 21Kamera 22Behandlungsseinrichtung 23Mittel 24Trog 25, 26Behälter 27Dosiereinheit 28Behandlungseinrichtung 29Auslass 30Behälter 31Sperrorgan 32Leitung 33Solaranlage 34Behandlungseinrichtung 35, 36Bereich 37Vorrichtung 38Liegebereich

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung, mit folgenden Schritten:

    a) Identifikation eines Tieres (6),

    b) Überprüfung ob das Tier (6) zum Zeitpunkt der Identifikation einer Behandlung unterzogen werden soll,

    c) Bereitstellung der für die Methode der Behandlung notwendigen Mittel, so dass die Behandlung durchgeführt werden kann.

    d) Durchführung der Behandlung, welche tierindividuell gestaltet wird, wenn das Tier einer Behandlung unterzogen werden soll.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die physische Verfassung des Tiers (6) überprüft wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Aktivität und/oder die Temperatur des Tiers bestimmt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei dem wenigstens ein Teil der Exkremente des Tiers (6) aufgefangen und hinsichtlich des Gesundheitsstatusses untersucht wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem die physische Verfassung des Tiers aus wenigstens einem Teil eines Gemelks ermittelt wird.
  6. Verfahren nach wenigstens einen der Ansprüche 1 bis 5, bei dem wenigstens eine physikalische und/oder chemische Kenngröße des Gemelks ermittelt wird.
  7. Verfahren nach wenigstens einen der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leitfähigkeit des Gemelks und/oder der pH-Wert des Gemelks und/oder die Menge des Gemelks und/oder der Milchfluss während eines Melkvorgangs bestimmt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem das Tier wenigstens einem Reiz ausgesetzt wird.
  9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die die physische Verfassung beschreibende Kenngrößen gespeichert werden.
  10. Verfahren nach wenigstens einen der Ansprüche 1 bis 9, bei dem aus den Kenngrößen eine zeitliche Änderung ermittelt wird.
  11. Verfahren einem oder mehreren vorstehenden Ansprüchen, bei dem die Zeitspanne, seit der letzten Behandlung ermittelt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem das Tier mit einer tierindividuellen Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels versorgt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem insbesondere ein pharmazeutisches Mittel, ein Vitaminpräparat, ein Futterergänzungsmittel, vorzugsweise eine mineralisches Futterergänzungsmittels bereitgestellt und dem Tier verabreicht wird, wobei die Verabreichung mit einem Trägermittel erfolgen kann.
  14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüchen 1 bis 13, bei dem ein Mittel, zum Beispiel ein Parasitenbekämpfungsmittel, mit einem Tier in Kontakt gebracht wird, indem das Tier mit einem Mittel begossen, vorzugsweise besprüht wird und/oder das Mittel mechanisch gegebenenfalls mit einem Hilfsmittel aufgetragen wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem das Tier festgesetzt wird.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem nach einer erfolgten Behandlung das Tier gekennzeichnet wird, wobei die Kennzeichnung durch Aufbringen einer Farbe auf das Tier erfolgen kann.
  17. Verfahren nach wenigstens einer der Ansprüche 1 bis 16, wobei eine Methode der Behandlung ermittelt wird.
  18. Vorrichtung zur Durchführung einer tierbezogenen Behandlung, mit einer Identifikationseinrichtung (1) zur Identifikation wenigstens eines Tiers (6), einer Verifikationseinrichtung (1), die zur Überprüfung ob das identifizierte Tier (6) einer Behandlung unterzogen werden soll bestimmt ist, einer Behandlungseinrichtung (4), welche tierindividuell die Mittel zur Durchführung einer Behandlung bereitstellt.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verifikationseinrichtung (1) wenigstens eine Messeinrichtung (13), die wenigstens ein Signal bereitstellt, welches mindestens einer Kenngröße der physischen Verfassung des Tieres (6) entspricht.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (13) wenigstens eine Sensoreinheit zur Ermittlung wenigstens einer vorzugsweise physikalischen Kenngröße aufweist.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch eine Sensoreinheit (14) mit wenigstens einem Sensor und/oder Sensorsystem ausgewählt aus einer Gruppe von Sensoren und/oder Sensorsystemen, die einen Sensor zur Temperaturmessung, einen Sensor zur Messung einer elektrischen Kenngröße, insbesondere einer Leitfähigkeit, Kapazität oder Induktivität, einen Sensors zur Ermittlung einer Viskosität, einen Sensors zur Ermittlung eines pH-Wertes, einen Bewegungssensor, einen Drucksensor, einen Sensor zur Bestimmung des transmittierten Lichtes, einen Sensor zur Bestimmung des reflektierten Lichtes, einen Bildsensor und dergleichen mehr umfasst.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 19, 20 oder 21, gekennzeichnet durch eine Auffangeinrichtung zum Auffangen von Exkrementen eines Tiers.
  23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22, gekennzeichnet durch eine Entnahmeeinrichtung zur Entnahme wenigstens eines Teils eines Gemelks.
  24. Vorrichtung nach wenigstens einem Anspruch 18 bis 23, gekennzeichnet durch eine Reizeinrichtung, mittels der ein Tier wenigstens einem Reiz ausgesetzt wird.
  25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, gekennzeichnet durch wenigstens eine, vorzugsweise automatisch arbeitende, Abgabeeinrichtung (15), mittels derer vorzugsweise eine tierindividuelle Dosis und/oder Zusammensetzung eines Mittels, insbesondere eines pharmazeutischen Mittels, eines Vitaminpräparates, eines Futterergänzungsmittels, vorzugsweise eines mineralischen Futterergänzungsmittels bereitgestellt wird.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtung (15) wenigstens eine Gießeinheit und/oder eine Sprüheinheit aufweist.
  27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtung (15) wenigstens ein Handhabungssystem, vorzugsweise einen Roboter aufweist.
  28. Vorrichtung einem der Ansprüche 18 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Markierungseinrichtung (17) vorgesehen ist.
  29. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass diese mobil ausgebildet ist.
  30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Melkeinrichtung aufweist.
  31. Vorrichtung nach wenigstens einen der Ansprüche 18 bis 30 dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Verifikationseinrichtung (1) verbundene Auswahleinrichtung (3) vorgesehen ist, die zur Auswahl einer Methode der Behandlung bestimmt ist, wobei die Auswahl in Form von Steuer- und/oder Regelsignalen in der Auswahleinrichtung hinterlegt ist
  32. Anordnung umfassend wenigstens einen Bereich, in dem sich wenigstens ein Tier aufhalten kann, und wenigstens eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 30.
  33. Anordnung nach Anspruch 31, wobei diese wenigstens zwei Bereiche (35, 36) aufweist, wobei zwei benachbarte Bereiche (35, 36) miteinander so verbunden sind, dass im Verbindungsweg wenigstens eine Vorrichtung (37) vorgesehen ist, so dass ein Tier beim Wechsel von dem einen Bereich in den anderen Bereich die wenigstens eine Vorrichtung (37) passiert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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