Bonner, Anne M., Nashua, N.H., US; Bright, Eric, Fiskdale, Mass., US; Lambert, Edward L., Westboro, Mass., US; Matsumoto, Dean S., Worcester, Mass., US; Orlhac, Xavier, Holden, Mass., US; Sheldon, David A., Millbury, Mass., US
Vertreter
Zimmermann & Partner, 80331 München
DE-Aktenzeichen
10392508
Vertragsstaaten
AT, AU, BR, CA, CH, CN, CZ, DE, DK, ES, FI, GB, HU, ID, IN, JP, KR, LU, MX, NO, NZ, PL, PT, RO, RU, SE, US, ZA, EP
WO-Anmeldetag
21.03.2003
PCT-Aktenzeichen
PCT/US03/08936
WO-Veröffentlichungsnummer
0003086703
WO-Veröffentlichungsdatum
23.10.2003
Date of publication of WO application in German translation
Diese Anmeldung ist eine „Continuation-in part" der U.S. Ser.
Nr. 10/120,969, angemeldet am 11. April 2002, und eine „Continuation-in-part"
der U.S. Ser. Nr. 10/328,802, angemeldet am 24. Dezember 2002. Der gesamte Inhalt
der U.S. Ser. Nr. 10/120,969 und U.S. Ser. Nr. 10/328,802 werden hiermit durch Bezugnahme
in die Beschreibung aufgenommen.
Hintergrund der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf gebundene Schleifartikel oder -werkzeuge,
wie Schleifscheiben, Schleifsegmente, Schleifteller und Schleifsteine, die neue
kompositionelle Strukturen aufweisen, auf Methoden zur Herstellung solcher Werkzeuge,
um so diese neuen Werkzeugstrukturen zu erzeugen, und Verfahren zum Schleifen, Polieren
und zur Oberflächenendbearbeitung unter Verwendung solcher Werkzeuge.
Gebundene Schleifwerkzeuge bestehen aus steifen und üblicherweise
monolithischen, dreidimensionalen Schleifkompositen in der Form von Scheiben, Tellern,
Segmenten, Schleifstiften, Schleifsteinen und anderen Werkzeugformen, die eine zentrale
Öffnung oder andere Mittel zur Anbringung auf einen bestimmten Typ von Schleif-,
Polier- oder Schärfvorrichtung oder -maschine haben. Diese Komposite umfassen drei
strukturelle Elemente oder Phasen: Schleifkorn, Bindung und Porosität.
Gebundene Schleifwerkzeuge wurden in einer Vielzahl von „Härten"
und „Strukturen" hergestellt, die gemäß gängiger Praxis in diesem Fachbereich
durch die relative Härte und Dichte des Schleifkomposits (Härte) und durch die prozentualen
Volumenanteile an Schleifkorn, Bindung und Porosität innerhalb des Komposits (Struktur)
definiert wurden.
Annähernd 70 Jahre lang wurden der Härtegrad und die Struktur des
Werkzeuges als die zuverlässigsten Prädiktoren der Werkzeughärte, der WerkzeugVerschleißrate,
des Energiebedarfs beim Schleifen und des Übereinstimmungsgrads bei der Herstellung
von gebundenen Schleifwerkzeugen angesehen.
Härte und Struktur wurden als zuverlässige Herstellungsrichtlinien
erstmals in dem U.S. Patent Nr. A-1,983,082 an Howe et al. aufgestellt. Howe beschreibt
ein volumetrisches Herstellungsverfahren, das geeignet ist, die damals anhaltenden
Schwierigkeiten bezüglich uneinheitlicher Qualität des Schleifkomposits und uneinheitlicher
Schleifleistung zu überwinden. In diesem Verfahren wählt man die relativen volumetrischen
Prozentanteile der drei strukturellen Bestandteile aus, um ein Werkzeug mit einer
angestrebten Härte und anderen gewünschten physikalischen Eigenschaften zu erhalten.
In Kenntnis des gewünschten Volumens des fertiggestellten Werkzeuges werden aus
dem Werkzeugvolumen, den relativen volumetrischen Prozentanteilen und den Materialdichten
des Schleifkorns und der Bindungskomponenten das Gewicht an Schleifkorn und Bindungskomponenten
pro Charge berechnet, die benötigt werden, um das Werkzeug herzustellen. Auf diese
Weise wurde es möglich, eine Standard-Strukturtabelle für eine definierte Bindungszusammensetzung
zu erstellen und, in nachfolgenden Herstellungsdurchläufen, relative volumetrischen
Prozentanteile von der Standard-Strukturtabelle abzulesen, um gebundene Schleifwerkzeuge,
die einen einheitlichen Härtegrad bei einem vorgegebenen prozentualen Volumen an
Schleifkorn, Bindung und Porosität aufweisen, herzustellen. Es wurde festgestellt,
dass die Schleifleistung von einer Herstellungscharge zur nächsten einheitlich war,
wenn die Härte und die Struktur konstant gehalten wurden.
Für viele Schleifoperationen wurde gezeigt, dass das Kontrollieren
der Menge und der An der Porosität in dem Komposit, insbesondere Porosität einer
permeablen oder miteinander verbundenen Art, die Schleifeneffizienz verbessert und
die Qualität des Werkstückes, das beschliffen wird, vor thermischer oder mechanischer
Schädigung schützt.
Jedes dreidimensionale Schleifkomposit besteht aus der Summe der relativen
prozentualen Volumenanteile ihrer drei Bestandteile: Schleifkorn, Bindung und Porosität.
Die Summe der prozentualen Volumenanteile dieser drei Bestandteile muss 100 % sein;
daher müssen Werkzeuge, die einen hohen prozentualen Anteil an Porosität haben,
proportional niedrigere Anteile an Bindung und/oder Schleifkorn haben. Bei der Herstellung
von gebundenen Schleifwerkzeugen kann man leichter relativ hohe prozentuale Volumenanteile
an Porosität (z. B. 40–70 Vol%) in Präzisionsschleifwerkzeugen erreichen,
die mit steifen, anorganischen Bindungsmaterialien (z. B. glasartigen oder keramischen
Bindungen) und relativ kleinen Korngrößen (z. B. Norton Korngröße 46–220 Grit)
hergestellt werden als in Grobschleifwerkzeugen, die mit organischen Bindungsmaterialien und
relativ großen Korngrößen (z. B. Norton Korngrößen 12– 20 Grit) hergestellt
werden. Sehr poröse Schleifkomposite, die mit größeren Korngrößen, höheren prozentualen
Volumenanteilen an Korn und weicheren, organischen Bindungsmaterialen hergestellt
werden, neigen dazu, während Formgebungs- und Härtungszwischenschritte bei der Herstellung
des Schleifwerkzeuges zusammenzufallen oder Schichten auszubilden. Aus diesen Gründen
werden kommerziell erhältliche gebundene Schleifwerkzeuge, die mit organischen Bindungsmaterialien
hergestellt werden, oftmals so geformt, dass sie keine Porosität und typischerweise
nicht mehr als 30 Vol% Porosität enthalten. Sie überschreiten selten 50 Vol% Porosität.
Natürliche Porosität, die durch Verdichtung der Schleifkörner und
Bindungspartikel während des Formens unter Druck herrühren, ist üblicherweise nicht
ausreichend, um hohe Porosität in gebundenen Schleifwerkzeugen zu erreichen. Porosität
induzierende Mittel wie blasenförmiges Aluminiumoxid und Naphthalen können Kompositmischungen
aus Schleifmittel- und Bindung beigefügt werden, um Formgebung unter Druck und Handhabung
eines porösen, nicht gehärteten Schleifartikels zu ermöglichen und um einen adäquaten
prozentualen Volumentanteil Porosität in den fertiggestellten Werkzeugen zu erreichen.
Manche Porenbildner (z. B. blasenförmiges Aluminiumoxid und Glaskugeln) werden geschlossenzellige
Porosität in dem Werkzeug erzeugen. Geschlossenzellige Porosität induzierende Mittel,
die zugegeben werden, um einen hohen prozentualen Anteil Porosität zu erreichen,
verhindern die Bildung von offenen Kanälen oder miteinander verbundener Porosität,
womit sie den Fluss von Flüssigkeit durch den Körper des Werkzeuges verhindern oder
reduzieren, weshalb sie dazu neigen, Schleifkräfte und das Risiko thermischer Schädigung
zu erhöhen. Porenbildner offener Zellen müssen aus der Schleifmatrix gebrannt werden
(z. B. Walnussschalen und Naphthalen), wodurch verschiedene Schwierigkeiten bei
der Herstellung hervorgerrufen werden.
Des Weiteren differieren die Dichten der Porenbildner, Bindungsmaterialien
und Schleifkörner signifikant, wodurch es schwierig wird, Schichtbildung in der
Schleifmischung während der Handhabung und des Formens zu kontollieren, was oftmals
zu einem Verlust an Homogenität in der dreidimensionalen Struktur des fertiggestellten
Schleifartikels führt. Eine einheitliche, homogene Verteilung der drei Bestandteile
des Schleifkomposits wurden als ein zentraler Aspekt einer einheitlichen Werkzeugqualität
angesehen und, für Schleifscheiben, wichtig zum sicheren Betrieb der Scheiben bei
hohen Rotationsgeschwindigkeiten, die für das Schleifen benötigt werden (z. B. über
4000 surface feet per minute (sfpm)) angesehen.
Es wurde herausgefunden, dass der prozentuale Volumentanteil an miteinander
verbundener Porosität oder Fluid-Permeabilität eine signifikantere Determinante
der Schleifleistung von Schleifartikeln darstellt als der reine prozentuale Volumentanteil
Porosität (siehe U.S. Patent Nr. A-5,738,696 an Wu). Die miteinander verbundene
Porosität erlaubt die Entfernung von Schleifabfall (Abrieb) und während des Schleifens
den Durchtritt von Kühlflüssigkeit innerhalb der Scheibe. Das Vorliegen von miteinander
verbundener Porosität kann dadurch bestätigt werden, dass die Permeabilität der
Scheibe gegenüber dem Fluss von Luft unter kontrollierten Bedingungen gemessen wird.
U.S. Patent Nr. A-5,738,697 an Wu offenbart Schleifscheiben mit hoher Permeabilität,
die einen signifikanten Anteil an miteinander verbundener Porosität aufweisen (40
– 80 Vol%). Diese Scheiben werden aus einer Matrix aus faserförmigen Partikeln,
die ein Aspektverhältnis von zumindest 5:1 haben, hergestellt. Die faserförmigen
Partikel können faserartige Schleifkörner oder gewöhnliche, nicht-faserförmige Schleifkörner
sein, die mit verschiedenen faserförmigen Füllstoffmaterialien wie keramischen Fasern,
Polyesterfasern und Glasfasern vermischt sind, und Matten und Agglomerate, die mit
diesen Faserpartikeln hergestellt wurden.
Es wurde nun herausgefunden, dass gebundene Schleifwerkzeuge mit einem
relativ hohen prozentualen Anteil Porosität und einem relativ niedrigem prozentualen
Anteil an Schleifkorn hergestellt werden können, ohne die mechanische Festigkeit
oder den Widerstand gegenüber Abnutzung des Werkzeuges aufzugeben, obwohl der Härtegrad
des Werkzeuges eine relativ geringe mechanische Festigkeit erwarten lassen würde.
Für organisch gebundene Schleifwerkzeuge ist es nun möglich, Werkzeuge mit relativen
prozentualen Anteilen an Schleifkorn, Bindung und Porosität herzustellen, die Strukturen
bilden, die bei kommerziellen gebundenen Schleifwerkzeugen bislang unbekannt sind.
Diese neuen Strukturen schließen organisch gebundene Schleifwerkzeuge ein, wobei
die zusammenhängende Phase des Schleifkomposits aus dem Porositätsbestandteil besteht.
In einem bevorzugten Verfahren zur Erzeugung dieser neuen Strukturen wurde eine
Mehrzahl des Schleifkorns mit einem Bindematerial vor dem Mischen, Formen und thermischen
Verarbeiten des gebundenen Schleifwerkzeugs agglomeriert.
Über agglomerierte Schleifkörner wurde berichtet, dass sie die Schleifeffizienz
mittels Mechanismen, die in keinem Zusammenhang mit der Menge oder der Art der Porosität
des gebundenen Schleifwerkzeugs stehen, verbessern. Schleifkorn wurde aus verschiedenen
Gründen agglomeriert, hauptsächlich um die Verwendung kleinerer Schleifkorn-Partikelgrößen
(„Grit") zu ermöglichen, um die gleiche Schleifeffizienz wie eine größere
Schleifkorngröße zu erreichen oder um eine glattere Oberflächengüte auf dem beschliffenen
Werkstück zu erreichen. In vielen Fällen wurde Schleifkorn agglomeriert, um eine
weniger poröse Struktur und ein dichteres Schleifwerkzeug, das stärker gebundene
Schleifkörner besitzt, zu erreichen.
Hongroßräder mit sehr geringer Porosität (z. B. weniger als 5 Vol%
Porosität) wurden dadurch aus wiedergewonnenen gemahlenen glasartig gebundenen Schleifkompositen
hergestellt, dass diese Komposite in einem Epoxidharz gebunden wurden. Diese „Verbindungs"-Hongroßräder
sind seit einigen Jahren kommerziell erhältlich (von Saint-Gobain Abrasives, GmbH,
vormals Efesis Schleiftechnik GmbH, Gerolzhofen, Deutschland).
U.S. Patent Nr. A-2,216,728 an Brenner offenbart Schleifkorn/Bindungs-Aggregate,
die aus jedweder Art Bindung hergestellt sind. Der Grund zur Verwendung der Aggregate
liegt darin, sehr dichte Scheibenstrukturen zum Festhalten von Diamant- oder CBN-Korn
während Schleifoperationen zu erreichen. Falls die Aggregate mit einer porösen Struktur
hergestellt wurden, liegt der Zweck darin, zu ermöglichen, dass die Inter-Aggregat-Bindungsmaterialien
in die Poren der Aggregate fließen und die Struktur während des Brennens vollständig
verdichten. Die Aggregate ermöglichen die Verwendung von mikrokörnigem Schleifkorn,
das ansonsten bei der Herstellung verloren gehen würde.
U.S. Patent Nr. A-3,982,359 an Elbel lehrt die Bildung von Aggregaten
aus Harzbindung und Schleifkorn, die Härtewerte haben, die größer sind als die der
Harzbindung, die verwendet wird, um die Aggregate in einem Schleifwerkzeug zu binden.
In gummigebundenen Schleifscheiben, die die Aggregate enthalten, werden höhere Schleifraten
und eine längere Werkzeugslebensdauer erreicht.
U.S. Patent Nr. A-4,799,939 an Bloecher lehrt, erodierbare Agglomerate
aus Schleifkorn, hohlen Körpern und organischem Bindemittel und die Verwendung dieser
Agglomerate in beschichteten Schleifmitteln und gebundenen Schleifmitteln. Ähnliche
Agglomerate sind in U.S. Patent Nr. A-5,039,311 an Bloecher und U.S. Patent Nr.
A-4,652,275 an Bloecher et al. offenbart.
U.S. Patent Nr. A-5,129,189 an Wetshcer offenbart Schleifwerkzeuge
mit einer Harzbindungsmatrix, die Konglomerate, mit 5–90 Vol% Porosität, aus
Schleifkorn, Harz und Füllmaterialien wie Kryolit, enthält.
U.S. Patent Nr. A-5,651,729 an Benguerel lehrt eine Schleifscheibe
mit einem Kern und einem separaten Schleifrand, der aus einer Harzbindung und gemahlenen
Agglomeraten aus Diamant- oder CBN-Scheifkorn mit einer metallischen oder keramischen
Bindung hergestellt ist. Die genannten Vorteile der Scheiben, die mit diesen Agglomeraten
hergestellt sind, schließen große Spänedurchlassräume, hohen Verschleißwiderstand,
Selbstschärfungseigenschaften, hohe mechanische Widerstandskraft der Scheibe und
die Fähigkeit, den Schleifrand direkt an dem Kern der Scheibe zu binden, ein. In
einer Ausführungsform werden benutzte diamant- oder CBM-gebundene Schleifränder
auf eine Größe von 0,2–3 mm gemahlen, um die Agglomerate zu bilden.
GB Patent Nr. A-1,228,219 an Lippert offenbart Konglomerate aus Korn
und Bindung, die zu einer elastischen Gummibindungsmatrix gegeben werden. Die Bindung,
die das Korn in dem Konglomerat festhält, kann keramisches oder Harz-Material sein,
muss aber steifer sein, als die elastische Bindungsmatrix.
U.S. Patent Nr. A-4,541,842 an Rostoker offenbart beschichtete Schleifmittel
und Schleifscheiben, die mit Aggregaten aus Schleifkorn und einer geschäumten Mischung
aus glasartigen Bindungsmaterialien mit anderen Rohmaterialien wie Kohlenschwarz
oder Karbonaten, die zum Schäumen während des Brennens der Aggregate geeignet sind,
hergestellt sind. Die Aggregat-„Pellets" enthalten einen höheren prozentualen
Anteil an Bindung als Korn auf einer Vol%-Basis. Pellets, die zur Herstellung der
Schleifscheiben verwendet werden, werden bei 900 °C gesintert (auf eine Dichte
von 70 lbs/cu.ft; 1,134 g/cm3), und die glasartige Bindung, die zur Herstellung
der Scheibe verwendet wird, wird bei 880 °C gebrannt. Scheiben, die mit 16 Vol%
Pellets hergestellt wurden, arbeiteten beim Schleifen mit einem Effizienzgrad, der
ähnlich dem von Vergleichsscheiben, die mit 46 Vol% Schleifkorn hergestellt wurden,
war. Die Pellets enthielten offene Zellen innerhalb der vitrifizierten Bindungsmatrix,
wobei die relativ kleineren Schleifkörner sich um den Umfang der offenen Zellen
anhäuften. Für das Brennen pre-agglomerierter grüner Aggregate, die später geschäumt
und gesintert werden, um die Pellets herzustellen, wird ein Drehofen erwähnt.
US A-6,086,467 to Imai, et al, offenbart Schleifscheiben, die Schleifkorn
und Korncluster aus Füllstoffkörnern mit geringeren Größen als die Schleifkörner
enthalten. Glasartige Bindungen können verwendet werden und die Füllstoffkörner
können Chromoxid sein. Die Größe der Korncluster beträgt 1/3 oder mehr der Größe
der Schleifkörner. Vorteile schließen kontrollierte Erosion der Bindung und das
Festhalten von Schleifkorn in Schleifanwendungen mit geringer Belastung, die Hochleistungsschleifkorn
verwenden, ein, wobei das Hochleistungsschleifkorn verdünnt werden muss, um die
Schleifkräfte zu minimieren. Cluster aus Füllstoffkörnern können mit Wachs gebildet
werden. Das Sintern der Cluster wird nicht offenbart.
WO 01/85393 A1 an Adefris offenbart einen dreidimensionalen Schleifartikel,
der aus Schleifkompositen, die entweder geformt oder unregelmäßig sind, hergestellt
ist, die so angeordnet sind, dass sie mehr als eine Monolage aus Schleifkompositen
aufweisen. Der Artikel kann Inter-Komposit-Porosität und Intra-Komposit-Porosität
enthalten. Die Komposite schließen Schleifkörner ein, die einer anorganischen oder
organischen ersten Matrix gebunden sind, und der Schleifartikel ist mit einem zweiten
anorganischen (Metall oder glasartig oder keramisch) oder organischen Bindemittelmaterial
gebunden, um einen Schleifartikel zu bilden, der etwa 20 bis 80 Vol% Porosität hat.
Der bevorzugte Artikel enthält feine Diamantschleifkörner, die in einer ersten und
einer zweiten Glasbindung gehalten werden, und der Artikel wird dazu verwendet,
Glas auf Hochglanz zu polieren.
Eine Anzahl von Publikationen haben beschichtete Schleifwerkzeuge,
die mit agglomerierten Schleifkorn hergestellt wurden, beschrieben. Diese schließen
US A-2,194,472 an Jackson ein, dass beschichtete Schleifwerkzeuge offenbart, die
mit Agglomeraten aus einer Vielzahl von relativ feinen Schleifkörnern und einer
jeder der Bindungen, die normalerweise in beschichteten oder gebundenen Schleifwerkzeugen
verwendet werden, hergestellt wurden. Anorganische Komposite von Feinkorn-Diamant,
CBN und anderen thermisch abbaubaren Schleifkörnern in einer Matrix aus Metalloxid
wurden ebenfalls für beschichtete Schleifwerkzeugen als nützlich beschrieben (US
Patent Nr. A-3,916,584 an Howard, et al).
US Patent Nr. A-3,048,482 an Hurst offenbart geformte Schleifmikrosegmente
aus agglomerierten Schleifkörnern und organischen Bindungsmaterialien in der Form
von Pyramiden oder anderen verjüngten Formen. Die geformten Schleifmikrosegmente
sind an einen faserförmigen Träger geklebt und werden zur Herstellung beschichteter
Schleifmittel verwendet und um die Oberfläche von dünnen Schleifscheiben zu beschichten.
US Patent Nr. A-4,311,489 an Kressner offenbart Agglomerate aus feinem (≤ 200
Mikrometer) Schleifkorn und Kryolith, optional mit einem Silicatbindemittel, und
deren Verwendung zur Herstellung von beschichteten Schleifwerkzeugen. US Patent
Nr. A-5,500,273 an Holmes offenbart präzise geformte Partikel oder Komposite aus
Schleifkörnern und einem polymeren Bindemittel, das durch freie Radikalpolymerisation
gebildet wird. Ähnlich geformte Komposite werden in US Patent Nr. A-5,851,247 an
Stoetzel, et al, US Patent Nr. A-5,714,259 an Holmes, et al, und US Patent Nr. A-5,342,419
an Hibbard, et al, beschrieben. US-5,975,988, US
6,217,413 B1 und WO 96/10471, alle an Christianson, offenbaren beschichtete
Schleifartikel, die einen Träger und eine organisch gebundene Schleifschicht einschließen,
wobei das Schleifmittel als geformte Agglomerate in der Form einer abgeschnittenen
vierseitigen Pyramide oder Würfels vorliegen.
US A-6,056,794 an Stoetzel, et al, offenbart beschichtete Schleifartikel
mit einem Träger, einer organischen Bindung, die darin dispergierte harte anorganische
Partikel umfasst, und Agglomerate aus Schleifpartikeln, die an den Träger gebunden
sind. Die Schleifpartikel in den Agglomeraten und die harten anorganischen Partikel
in der organischen Bindung haben im Wesentlichen die gleiche Größe. Die Agglomerate
können zufällig oder präzise geformt sein und sie sind mit einer organischen Bindung
hergestellt. Die harten anorganischen Partikel können ein jedes aus einer Anzahl
von Schleifkornpartikeln sein.
US 6,319,108 B1 an
Adefris, et al, offenbart einen Schleifartikel, umfassend einen steifen Träger und
keramische Schleifkomposite, die aus Schleifpartikeln in einer porösen Keramikmatrix
hergestellt sind. Die Komposite werden mittels einer Metallbeschichtung wie elektroplattiertes
Metall an dem Träger festgehalten. WO 01/83166 A1 an Mujumdar, et al, offenbart
Schleifwerkzeuge zum Glasschleifen, umfassend Diamantkomposite, die mittels einer
Harzbindung an einem Träger festgehalten werden.
Eine Anzahl von Patenten offenbart Schleifwerkzeuge, umfassend Harz
oder andere organische Bindemittelkomposite aus Schleifkorn. Die meisten dieser
Werkzeuge sind beschichtete Schleifwerkzeuge, wobei eine Harzbindung verwendet wird,
um die Schleifkornkomposite an einen flexiblen Träger anzuhaften. Gelegentlich werden
Metallbindemittel oder erodierbare Partikel zusammen mit den Schleifkompositen verwendet.
Representative Patente in dieser Gruppe schließen US Patent Nr. A-5,078,753 an Broberg,
et al, US Patent Nr. A-5,578,098 an Gagliardi, et al, US Patent Nr. A-5,127,197
an Brukvoort, et al, US Patent Nr. A-5,318,604 an Gorsuch, et al, US Patent Nr.
A-5,910,471 an Christianson, et al, und US Patent Nr. A-6,217,413 an Christianson,
et al ein.
US Patent Nr. A-4,355,489 an Heyer offenbart einen Schleifartikel
(Scheibe, Teller, Band, Blatt, Block und Ähnliches), das aus einer
Matrix aus gewellten Filamenten, die an manuellen Kontaktpunkten miteinander verbunden
sind, und Schleifagglomerate mit einem Hohlraumvolumen von etwa 70 bis 97 %. Die
Agglomerate können mit glasartigen Bindungen oder Harzbindungen und jedem Schleifkorn
hergestellt werden. US Patent Nr. A-4,364,746 an Bitzer offenbart Schleifwerkzeuge,
umfassend unterschiedliche Schleifagglomerate mit unterschiedlichen Festigkeiten.
Die Agglomerate sind aus Schleifkorn und Harzbindemitteln hergestellt und können
für zusätzliche Festigkeit und Härte andere Materialien wie zerkleinerte Fasern
enthalten. US Patent Nr. A-4,393,021 an Eisenberg, et al, offenbart ein Verfahren
zur Herstellung von Schleifagglomeraten aus Schleifkorn und einem Harzbindemittel,
das ein Siebgewebe verwendet und in dem eine Paste aus dem Korn und Bindemittel
durch das Netz gerollt wird, um so wurmartige Extrusionen zu bilden. Die Extrusionen
werden durch Erwärmen gehärtet und dann gemahlen, um Agglomerate zu bilden. Trotz
dieses umfassenden Kenntnisstandes in Bezug darauf, wie Schleifartikel mit agglomeriertem
Korn hergestellt werden und wie Werkzeugporosität elimiert oder erzeugt wird, ist
es bis jetzt niemandem erfolgreich gelungen, die zu Grunde liegende Kompositstruktur
eines dreidimensionalen, monolitisch gebundenen Schleifwerkzeugs mit agglomeriertem
Korn so zu verändert, so dass die Härte und die Struktur des Werkzeuges nicht mehr
die Schleifleistung vorhersagen. Niemand hat agglomeriertes Korn dazu verwendet,
Werkzeuge mit Vol%-Strukturen herzustellen, die mit gewöhnlichem Schleifkorn in
organischen Bindungen schwer oder unmöglich herzustellen waren. Insbesondere wurde
herausgefunden, dass ohne die mechanische Festigkeit, Lebensdauer des Werkzeuges
oder die Leistungsfähigkeit des Werkzeuges aufzugeben, relativ hohe Vol%-Anteile
an Porosität (z.B. über 30 Vol%) in gebundenen Schleifwerkzeugen, die mit organischen
Bindungen hergestellt wurden, erreicht werden können. Signifikante Änderungen im
Elastizitätsmodul und anderen physikalischen Eigenschaften sowohl anorganisch als
auch organisch gebundener Werkzeuge können nun mit den erfindungsgemäßen Werkzeugen
erreicht werden.
In gebundenen Schleifmitteln, die mit organischen Bindungsmaterialien
hergestellt wurden, wurden die Bindungsmaterialien als der wichtigste Faktor zur
Veränderung der Härte und der Struktur angesehen, um angemessene oder ausreichende
mechanische Festigkeit oder Steifigkeit zu erreichen. Überraschenderweise erlaubt
die Erfindung Werkzeuge mit niedrigem Schleifkorngehalt über einen breiten Bereich
an Bindungsgehalt herzustellen und in Schleifanwendungen einzusetzten, die Werkzeuge
mit hoher mechanischer Festigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegenüber frühzeitigem
Verschleiß aufweisen (definiert als Verschleiß der Werkzeugstruktur, der schneller
ist als der Verschleiß des Schleifkorns) erfordern. In Flächenschleifanwendungen
mit großen Kontaktbereichen arbeiten die erfindungsgemäßen Werkzeuge tatsächlich
in einer Weise, die der konventioneller Werkzeuge, die mit höherem Bindungs- und
Schleifkornanteil hergestellt wurden, überlegen ist.
Keine der Entwicklungen aus dem Stand der Technik zu agglomerierten
Schleifkörnern schlägt bezügliche gebundener Schleifwerkzeuge die Vorteile vor,
die mit der Verwendung bestimmter, agglomerierter Schleifkörner mit einer organischen
oder inorganischen Bingungsmatrix zum Kontrollieren der dreidimensionalen Struktur
des gebundenen Schleifwerkzeuges zusammenhängen. Insbesondere ist es unerwartet,
dass diese Agglomerate so angepasst werden können, dass sie die Lage und den Typ
der Porosität und die Bindungsmatrix in der Struktur des erfindungsgemäßen Werkzeuges
maßschneidern und kontrollieren können.
Zusammenfassung der Erfindung
Die Erfindung ist ein gebundenes Schleifwerkzeug, umfassend ein dreidimensionales
Komposit aus (a) einer ersten Phase, enthaltend 24–48 Vol% Schleifkörner,
die mit 10–38 Vol% organischem Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger
als 10 Vol% Porosität, und (b) einer zweiten Phase, bestehend aus 38–54 Vol%
Porosität; wobei die zweite Phase einen zusammenhängende Phase innerhalb des Komposits
ist und das gebundene Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000
sfpm (20,32 m/s) hat.
Des weiteren schließt die Erfindung gebundene Schleifwerkzeuge ein,
die ein dreidimensionales Komposit aus (a) 22–46 Vol% Schleifkörnern, die
mit 4–20 Vol% anorganischem Bindungsmaterial gebunden sind, und (b) 40–68
Vol% miteinander verbundener Porosität, wobei eine Mehrzahl der Schleifkörner als
unregelmäßig beabstandete Cluster in dem Komposit vorliegen; die gebundenen Schleifwerkzeuge
Elastizitätsmodul-Werte haben, die zumindest 10 % niedriger sind als Elastizitätsmodul-Werte
von ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeugen, die regelmäßig beabstandete
Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweisen, und das gebundene
Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s) aufweist.
Die Erfindung schließt des Weiteren ein Verfahren zum Schleifen mit
einer Schleifscheibe ein, umfassend die Schritte:
(a) Bereitstellen einer gebundenen Schleifscheibe, die ein dreidimensionales
Komposit aus (i) einer ersten Phase, enthaltend 24–48 Vol% Schleifkörner,
die mit 10–38 Vol% organischem Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger
als 10 Vol% Porosität, und (ii) einer zweiten Phase, die aus 38–54 Vol% Porosität
besteht; wobei die zweite Phase eine zusammenhängende Phase innerhalb des Komposits
ist und das gebundene Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000
sfpm (20,32 m/s) hat;
(b) Anbringen der gebundenen Schleifscheibe auf einer Flächenschleifmaschine;
(c) Rotieren der Scheibe; und
(d) In-Kontakt-Bringen einer Schleiffläche der Scheibe mit einem Werkstück über
einem Zeitraum, der ausreicht, das Werkstück zu schleifen, wobei die Scheibe Werkstückmaterial
mit einer effektiven Materialabtragungsrate entfernt, die Schleiffläche im Wesentlichen
frei von Schleifabfall bleibt und, nachdem das Schleifen beendet wurde, das Werkstück
im Wesentlichen frei von thermischer Schädigung ist.
Die Erfindung schließt des Weiteren ein Verfahren zum Tiefschleifen
ein, mit den Schritten:
(a) Bereitstellen einer gebundenen Schleifscheibe, die ein dreidimensionales
Komposit aus (i) 22–46 Vol% Schleifkörnern, die mit 4–20 Vol% anorganischem
Bindungsmaterial gebunden sind; und (ii) 40–68 Vol% miteinander verbundener
Porosität umfasst, und wobei eine Mehrzahl der Schleifkörner als unregelmäßig beabstandete
Cluster innerhalb des Komposits vorliegen, das gebundene Schleifwerkzeug einen Elastizitätsmodul-Wert
aufweist, der zumindest 10 % niedriger ist, als der Elastizitätsmodul-Wert eines
ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges, das regelmäßig beabstandete Schleifkörner
innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweist, und das gebundene Schleifwerkzeug
eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s) hat;
(b) Anbringen der gebundenen Schleifscheibe auf einer Maschine zum Tiefschleifen;
(c) Rotieren der Scheibe; und
(d) In-Kontakt-Bringen einer Schleiffläche der Scheibe mit einem Werkstück über
einen Zeitraum, der ausreicht, das Werkstück zu schleifen, wobei die Scheibe Werkstückmaterial
mit einer effektiven Materialabtragungsrate entfernt und das Werkstück nach dem
Schleifen im Wesentlichen frei von thermischer Schädigung ist.
Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein ternäres Diagramm, das die
relativen prozentualen Volumenzusammensetzungsstrukturen von organisch gebundenen
Standardschleifwerkzeugen denen der erfindungsgemäßen, organisch gebundenen Schleifwerkzeuge
gegenüberstellt.
2 ist ein ternäres Diagramm, das die
relativen prozentualen Volumenzusammensetzungsstrukturen der organisch gebundenen
Standardwerkzeugen denen der erfindungsgemäßen, organisch gebundenen Schleifwerkzeuge,
die mit organischen Bindematerialien enthaltenen Schleifkornagglomeraten hergestellt
wurden, gegenüberstellt.
3 ist ein ternäres Diagramm, das den
Bereich der prozentualen Volumenzusammensetzungsstrukturen von anorganisch gebundenen
Standardschleifwerkzeugen illustriert, wobei die der erfindungsgemäßen, anorganisch
gebundenen Schleifwerkzeuge, die mit Schleifkornagglomeraten hergestellt wurden,
die anorganische Bindematerialien und ein anorganische Bindung enthalten, dadurch
charakterisiert sind, dass sie, verglichen mit Standardwerkzeugen, signifikant niedrigere
Elastizitätsmodul-Werte haben aber gleichwertige Berstgeschwindigkeits-Werte der
Scheiben aufweisen.
4 ist eine Mikroaufnahme der Oberfläche
eines gebundenen Standardwerkzeugs, das mit einer organischen Bindung hergestellt
wurde, die die gleichmäßige Verteilung der drei Komponenten des Schleifkomposits
zeigt.
5 ist eine Mikroaufnahme der Oberfläche
eines gebundenen Schleifwerkzeugs gemäß der Erfindung, das mit einer organischen
Bindung hergestellt wurde, die die unregelmäßige Verteilung der drei Bestandteile
des Schleifkomposits, die Porosität (dunklere Bereiche) als eine zusammenhängende
Phase innerhalb des Komposits und ein retikuliertes Netzwerk aus Schleifkorn, das
innerhalb des organischen Bindungsmaterials verankert ist, illustriert.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Gebundene Schleifwerkzeuge
Die gebundenen Schleifwerkzeuge gemäß der Erfindung (Schleifscheiben,
Schleifsegmente, Schleifteller, Mahlsteine und Schleifsteine, mit dem Sammelbegriff
Werkzeuge oder Scheiben bezeichnet) sind durch eine bisher unbekannte
Kombination von Werkzeug- oder Scheibenstruktur und physikalischen Eigenschaften
gekennzeichnet. So wie der Begriff „Scheibenstruktur" hier verwendet wird,
bezeichnet er die prozentualen Volumenanteile an Schleifkorn, Bindung und Porosität,
die in der Schleifscheibe enthalten sind. Der Grad der „Härte" der Scheibe
bezeichnet die Buchstabenbezeichnung, die dem Verhalten der Scheibe in einer Schleifoperation
zugeordnet wird. Für einen vorgegebenen Bindungstyp ist die Härte eine Funktion
der Scheibenporosität, des Korngehalts und bestimmter physikalischer Eigenschaften
wie Dichte nach dem Härten, Elastizitätsmodul und Sandstrahl-Penetration (letzteres
ist für glasartig gebundene Scheiben typischer). Die „Härte" der Scheibe
sagt voraus, wie widerstandsfähig die Schleifscheibe während des Schleifens gegenüber
Verschleiß sein wird und wie hart die Schleifscheibe schleifen wird, d.h. wieviel
Leistung benötigt werden wird, um die Scheibe in einem vorgegebenen Schleifvorgang
zu verwenden. Die Buchstabenbezeichnung für die Härte der Scheibe wird gemäß einer
in den Fachkreisen bekannten Härteskala der Norton Company zugeordnet, wobei die
weichsten Härtegrade mit A bezeichnet werden und die härtesten Grade mit Z bezeichnet
werden. Siehe zum Beispiel US Patent Nr. A-1,983,082 an Howe, et al. Durch Angleichen
der Schleifscheibenhärtegrade kann der Fachmann üblicherweise eine neue Schleifscheiben-Formulierung
für eine bekannte Scheibe austauschen und vorhersagen, dass die neue Scheibe eine
ähnliche Leistung an den Tag legen wird, wie die bekannte Scheibe.
In einer signifikanten und unerwarteten Abkehr von dieser Übung, sind
die Werkzeuge gemäß der Erfindung durch Änderungen in ihren dreidimensionalen, monolitischen
Kompositstrukturen, insbesondere in der Menge und der Art des Porositätsbestandteiles,
gekennzeichnet, so dass Härtegrad und Struktur der Schleifscheibe das Leistungsvermögen
beim Schleifen nicht mehr vorhersagen.
Bei Verwendung mit einer organischen Bindung können die Werkzeuge
gemäß der Erfindung so formuliert werden, dass prozentuale Volumenanteilstrukturen
(z.B. Porosität über 30 Vol%) erhalten werden, die mit den aus dem Stand der Technik
bekannten Methoden schwer oder unmöglich herzustellen waren. Diese neuen Strukturen
können hergestellt werden, ohne mechanische Festigkeit, Lebensdauer des Werkzeuges
oder Leistungsverhalten des Werkzeuges aufzugeben. In einem bevorzugten Verfahren
werden diese Strukturen mit Schleifkornmixturen hergestellt, in denen eine Mehrzahl
der Schleifkörner in der Form von Agglomeraten aus Schleifkorn und einem organischen
Bindematerial, einem anorganischen Bindematerial oder einer Mischung der beiden
vorliegt.
Bei Herstellung mit einer anorganischen Bindung können die Werkzeuge
gemäß der Erfindung so formuliert werden, dass sie, verglichen mit herkömmlichen
Werkzeugen, identische prozentuale Volumenanteilstrukturen (siehe 3)
ergeben, aber bei einem signifikant niedrigeren, d.h. zumindest 10 % niedrigeren
Elastizitätsmodul-Wert und häufiger bis zu 50 % niedrigerem Elastizitätsmodul-Wert,
ohne einen effektiven Verlust an mechanischer Festigkeit. Trotz dieser Abnahme der
Steilheit zeigen die Werkzeuge gemäß der Erfindung kommerziell annehmbare Berstgeschwindigkeitwerte
und in bestimmten Schleifvorgängen signifikant bessere Materialabtragsraten. In
einem bevorzugten Verfahren werden diese Strukturen mit einer Schleifkornmischung
hergestellt, in der eine Mehrzahl des Schleifkorns in der Form von Agglomeraten
aus Schleifkorn mit einem anorganischen Bindematerial vorliegt.
1 bis 5
verdeutlichen die neuen Strukturen der erfindungsgemäßen Werkzeuge.
1 ist ein ternäres Diagramm, das mit
zwei Zonen markiert ist, die zwei Sätze von Scheiben (Scheiben gemäß dem Stand der
Technik und Versuchsscheiben gemäß der Erfindung) die mit organischem Bindungsmaterial
hergestellt sind. Zur kommerziellen Verwendung in Hochkontakt-, Präzisions-, Flächen-
oder Linienschleifverfahren wie Scheibenschleifen oder Walzenschleifen sind die
Scheiben gemäß dem Stand der Technik und die erfindungsgemäßen Scheiben gleich gut
geeignet. Die herkömmlichen Scheiben haben Vol.%-Strukturen innerhalb einer Zone,
die durch 38–52 Vol% Korn, 12 bis 38 Vol% Bindung und 15 bis 37 Vol% Porosität
begrenzt ist. Im Gegensatz dazu haben die Scheiben gemäß der Erfindung Strukturen
innerhalb einer Zone, die durch 24 bis 48 Vol% Korn, 10 bis 38 Vol% Bindung und
38 bis 54 Vol% Porosität eingegrenzt ist. Man kann sehen, dass die erfindungsgemäßen
Scheiben mit wesentlich weniger Schleifkorn hergestellt sind als die herkömmlichen
Scheiben und relativ geringe Mengen an Bindung enthalten und relativ große Mengen
an Porosität. Was aus dem Diagramm nicht hervorgeht, ist dass die erfindungsgemäßen
Schleifscheiben in einem Bereich in dem ternären Diagramm liegen, in dem aus dem
Stand der Technik bekannte Herstellungsverfahren nicht verwendet werden konnten,
um Schleifscheiben herzustellen. Die aus dem Stand der Technik bekannten Techniken
versagten, da die dreidimensionalen Kompositstrukturen während der thermischen Verarbeitung
absackten, wodurch die Porositätsbereiche zusammenbrachen, oder weil die aus dem
Stand der Technik bekannten Scheiben keine ausreichende mechanische Festigkeit zur
sicheren Verwendung in Schleifvorgängen aufwiesen.
2 ist ein ternäres Diagramm, das zwei
Sätze von Scheiben (aus dem Stand der Technik bekannte Scheiben und Versuchsscheiben
gemäß der Erfindung) verdeutlicht, die für die kommerzielle Verwendung in Linienzug-Kontaktflächen-Schleifoperationen
wie Walzenschleifen entworfen wurden. Die aus dem Stand der Technik bekannten Scheiben
sind mit organischem Bindungsmaterial hergestellt und die Scheiben gemäß der Erfindung
sind mit organischem Bindungsmaterial und Schleifkorn-Agglomeraten, die anorganische
Bindematerialien enthalten, hergestellt. Die erfindungsgemäßen Scheiben sind den
herkömmlichen Scheiben bezüglich aller Betriebsparameter von Walzenschleifvorgängen
weit überlegen. Die herkömmlichen Scheiben haben Strukturen innerhalb einer Zone,
die durch 38 bis 53 Vol% Korn, 12 bis 38 Vol% Bindung und 15 bis 37 Vol% Porosität
eingegrenzt ist. Im Gegensatz dazu haben die erfindungsgemäßen Scheiben Strukturen
innerhalb einer Zone, die durch 28 bis 48 Vol% Korn, 10 bis 33 Vol% Bindung (die
Summe aus organischer Bindung in der Scheibe und anorganischem Bindematerial in
den Agglomeraten) und 38 bis 53 Vol% Porosität eingegrenzt ist. Man kann sehen,
dass die erfindungsgemäßen Scheiben mit wesentlich weniger Schleifkorn und wesentlich
mehr Porosität als die herkömmlichen Scheiben hergestellt werden können. Was aus
dem Diagramm nicht hervorgeht ist, dass die erfindungsgemäßen Scheiben durch wesentlich
weichere Härtgrade als die herkömmlichen Scheiben charakterisiert sind und durch
niedrigere Elastizitätsmodul-Werte als herkömmliche Scheiben (wenn bei entsprechendem
prozentualen Volumenanteilen an Bindungsmaterial verglichen), sie zeigen aber eine
wesentlich bessere Schleifeffizienz hinsichtlich der Lebensdauer der Schleifscheibe,
Materialabtragungsrate und Vibration oder Resistenz gegenüber dem Rattern der Scheibe.
3 ist ein ternäres Diagramm, das zwei
Sätze an Scheiben (aus dem Stand der Technik bekannte Scheiben und Versuchscheiben
gemäß der Erfindung) illustriert, die mit anorganischen Bindungsmaterial hergestellt
sind, wobei beide zur kommerziellen Verwendung in Hochkontaktbereich-Flächenschleifverfahren
wie Tiefschleifen geeignet sind. Die aus dem Stand der Technik bekannten Scheiben
und die erfindungsgemäßen Scheiben haben beide Strukturen innerhalb einer Zone,
die durch 22 bis 46 Vol% Korn, 4 bis 21 Vol% Bindung und 35 bis 77 Vol% Porosität
eingegrenzt ist. Was aus dem Diagramm nicht hervorgeht, ist, dass bei einer identischen
Vol.%-Struktur die erfindungsgemäßen Scheiben eine weichere Härte und einen niedrigeren
Elastizitätsmodul-Wert aufweisen als die herkömmlichen Scheiben, wobei die erfindungsgemäßen
Scheiben trotzdem wesentlich besseres Leistungsverhalten hinsichtlich Materialabtragungsrate
und Qualität des Werkstückes aufweisen.
4 bis 5
verdeutlichen die Veränderung in der Menge und der Art der Porosität in den erfindungsgemäßen
Werkzeugen, verglichen mit herkömmlichen Werkzeugen. Aus den 4
(Stand der Technik) und 5 (erfindungsgemäß) kann entnommen werden, dass die Porosität
(dunklere Bereiche) in dem Schleifkomposit der erfindungsgemäßen Scheibe eine kontinuierliche
Phase aus miteinander verbundenen Kanälen ist. Das Schleifkorn und die Bindung erscheinen
als ein retikuliertes Netzwerk, in dem Schleifkorn innerhalb des organischen Bindungsmaterials
verankert ist. Im Gegensatz dazu haben die herkömmlichen Scheiben eine im Wesentlichen
einheitliche Struktur, wobei die Porosität kaum sichtbar ist und deutlich als eine
nicht-zusammenhängende Phase vorliegt.
In ähnlicher Art und Weise wurde für erfindungsgemäße, anorganisch
gebundene Werkzeuge beobachtet, dass die Porosität in dem Schleifkomposit miteinander
verbundene Porosität umfasst. Die Schleifkörner der erfindungsgemäßen Scheiben sind
zusammengedrängt und in einer unregelmäßigen Art und Weise beabstandet, im Gegensatz
zu der regelmäßigen und einheitlichen Kornbeabstandung in vergleichbaren Scheiben
gemäß dem Stand der Technik, die mit dem gleichen Typ anorganischer Bindung und
Kornmaterialien hergestellt wurden. Alle Bestandteile der aus dem Stand der Technik
bekannten Scheiben erscheinen als in einer einheitlichen und homogenen Weise über
die Oberfläche der Scheibe beabstandet, wohingegen alle Bestandteile der erfindungsgemäßen
Scheibe unregelmäßig beabstandet sind und die Struktur nicht homogen ist. Wie dies
von einem anorganisch gebundenen Werkzeug (z.B. mit glasartiger Bindung) und der
relativ kleinen Schleifkorngröße, die üblicherweise in solch einem Werkzeug verwendet
wird, sind, im Vergleich zu der organischen Bindung und den größeren Korngrößen,
die in 5 dargestellt sind, die Porositätskanäle und
das Netzwerk aus Schleifkorn und Bindung in den anorganisch gebundenen Werkzeugen
weniger visuell ausgeprägt als in den organisch gebundenen Werkzeugen.
Verschiedene Materialeigenschaften der gebundenen Schleifwerkzeuge
wurden als mit den hier offenbarten neuen Kompositstrukturen in Verbindung stehend
identifiziert, einschließlich mechanischer Festigkeit, Elastizitätsmodul und Dichte.
Eigenschaften der mechanischen Festigkeit bestimmen, ob ein Komposit
als ein gebundenes Schleifwerkzeug in einem kommerziellen Schleifvorgang verwendet
werden kann. Da die meisten gebundenen Schleifwerkzeuge in der Form von Schleifscheiben
verwendet werden, wird die mechanische Festigkeit durch Tests
der Berstgeschwindigkeit der Scheiben vorausgesagt, wobei die Scheibe innerhalb
einer Schutzkammer auf einer Welle angebracht wird und dann mit zunehmender Geschwindigkeit
rotiert wird, bis das Komposit versagt und die Scheibe zerbirst. Die Berstgeschwindigkeit
kann mittels bekannter Gleichungen (z.B. Formulas for Stress and Strain, Raymond
J. Roark, McGraw-Hill, 1965) in einen Punkt des Versagens bei Zugspannung umgewandelt
werden. Legt man zum Beispiel eine rotierende Scheibe mit einer zentralen Öffnung
zu Grunde, tritt Versagen an der Öffnung auf, wo die Zugspannung ein Maximum aufweist.
&sgr; = Zugspannung oder Berstkraft (psi)
R = Radius der Scheibe (Inch)
&rgr; = Dichte der Scheibe (lbs/Inch3)
r = Radius der Öffnung (Inch)
&ohgr; = Winkelgeschwindigkeit (Winkel im Bogenmaß/Sekunde)
k = Konstante (386,4)
&ngr; = Poissonscher Beiwert (0,2)
Wendet man diese Beziehungen auf ein Beispiel einer Schleifscheibe
an, dann gilt für ein 36 × 4 × 12 inch (91,4 × 10,2 × 30,5
cm) Walzenschleifscheibe mit einer Dichte von 0,053 lbs/inch3 (1,46 g/cm3)
(enthaltend 30 % Schleifmittel + 22 % Bindung + 48 % Poren bezogen auf das Volumen)
wenn diese Scheibe eine gemessene Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s)
hatte:
Winkelgeschwindigkeit = 4000 ftmin
= 44,4 Winkel im Bogenmaß Sekunde
Wenn die Berstgeschwindigkeit zweimal so hoch wäre (8000 sfpm (40,64
m/s) oder 88,8 Winkel im Bogenmaß/Sekunde) dann beträgt die Zugspannung &sgr; =
1153 psi an dem Punkt, an dem das Komposit mechanisch versagt.
Somit wird die „mechanische Festigkeit" hier als die Berstgeschwindigkeit
der Scheibe in surface feet per minute (oder Meter pro Sekunde) für Schleifscheiben
und falls das gebundene Schleifwerkzeug keine eine Scheibe ist, als die gemessene
Zugspannung an dem Punkt, an dem das Komposit mechanisch vollständig versagt.
Eine andere Materialeigenschaft, die für die gebundenen Schleifwerkzeuge
gemäß der Erfindung relevant ist, ist die Dichte des Werkzeuges. Die erfindungsgemäßen,
organisch gebundenen Werkzeuge haben, wie man von den Vol.-Zusammensetzungen ihrer
neuen Zusammensetzungen erwarten könnte, eine geringere Dichte als vergleichbare
herkömmliche Werkzeuge, die üblicherweise in einem vorgegebenen Schleifverfahren
verwendet werden. Die organisch gebundenen Werkzeuge sind durch eine Dichte von
weniger als 2,2 g/cm3 gekennzeichnet vorzugsweise weniger als 2,0 g/cm3,
besonders bevorzugt weniger als 1,8 g/cm3. Als solche weisen sie für
eine vorgegebene Schleifanwendung (z.B. Stahlzylinder schleifende Scheiben) eine
etwa 20 bis 35 % geringere Dichte und im Durchschnitt eine etwa 30 % geringer Dichte
auf als vergleichbare, herkömmliche Werkzeuge, die in der gleichen Anwendung verwendet
werden.
Die erfindungsgemäßen, anorganisch gebundenen Werkzeuge sind durch
im Vergleich mit den Dichten vergleichbarer, herkömmlicher Werkzeuge vergleichbare
oder geringfügig geringere Dichten charakterisiert. Beispielsweise haben Innendurchmesser-Schleifscheiben
vom herkömmlichen Typ im Allgemeinen eine Dichte von etwa 1,97 bis 2,22 g/cm3,
wohingegen vergleichbare erfindungsgemäße Werkzeuge im Bereich von etwa 1,8 bis
2,2 g/cm3 liegen. Die Dichten von erfindungsgemäßen Schleifscheiben zum
Tiefschleifen und vergleichbare herkömmliche Scheiben liegen beide im Bereich von
1,63 bis 1,99 g/cm3.
Allerdings sind die Elastizitätsmodul-Werte für die erfindungsgemäßen,
anorganisch gebundenen Werkzeuge wesentlich niedriger, zumindest 10 %, vorzugsweise
mindestens 25 % und besonders bevorzugt 50 % niedriger als die Werte für vergleichbare
herkömmliche Werkzeuge. Für Innendurchmesser-Schleifscheiben liegt das Elastizitätsmodul
für die erfindungsgemäßen Werkzeuge im Bereich von 25 bis 50 GPa (Werte wurden mit
einer GrindosonicTM Maschine mittels einem Verfahren, das in J. Peters,
„Sonic Testing of Grinding Wheels" Advances in Machine Tool Design and Research,
Pergamom Press, 1968 beschrieben ist, bestimmt), im Gegensatz zu Elastizitätsmodul-Werten
von Vergleichwerkzeugen, die üblicherweise im Bereich von 28 bis 55
GPa liegen. Für Schleifscheiben zum Tiefschleifen liegen in ähnlicher Weise die
Elastizitätsmodul-Werte für die erfindungsgemäßen Werkzeuge im Bereich von 12 bis
36 GPa, im Gegensatz zu den Elastizitätsmodul-Werten von Vergleichswerkzeugen, die
üblicherweise im Bereich von 16 bis 38 GPa liegen. Für Schleifscheiben für den Formen-
und Werkzeugbau (Flächenschleifen von gehärteten Metallwerkzeugen) liegt das Elastizitätsmodul
der erfindungsgemäßen Werkzeuge ähnlich im Bereich von 12 bis 30 GPa, im Gegensatz
zu Elastizitätsmodul-Werten von Vergleichwerkzeugen, die üblicherweise im Bereich
von 16 bis 35 GPa liegen. Für eine ausgewählte Schleifanwendung gilt im Allgemeinen,
dass je höher die Härte des vergleichbaren konventionellen Werkzeugs, das für diese
Anwendung benötigt wird, ist, um so größer ist die Abwärtsverschiebung des Elastizitätsmodul-Wertes
des erfindungsgemäßen, anorganisch gebundenen Werkzeuges, das eine gleiche oder
bessere Leistung in dieser Anwendung liefert. Es folgt daraus, dass für eine ausgewählte
Schleifanwendung gilt, dass je höher der prozentuale Volumenanteil Schleifkorn in
einem vergleichbaren, herkömmlichen Werkzeug ist, das für diese Anwendung benötigt
wird, um so größer ist die Abwärtsverschiebung des Elastizitätsmodul-Wertes des
erfindungsgemäßen, anorganisch gebundenen Werkzeuges, das eine gleiche oder bessere
Leistung in dieser Anwendung abliefert.
Die erfindungsgemäßen gebundenen Schliefwerkzeuge haben eine ungewöhnlich
poröse Struktur aus miteinander verbundener Porosität, wodurch das Werkzeug gegenüber
Fluidfluss permeabel wird, und die Porosität tatsächlich eine zusammenhängende Phase
innerhalb des Schleifkomposits wird. Die Menge miteinander verbundener Porosität
wird durch Messung der Permeabilität des Werkzeuges gegenüber einem Fluid gemäß
dem Verfahren des US Patents Nr. A-5,738,696 gemessen. Wie hier verwendet, gilt
Q/P = Fluiddurchlässigkeit eines Schleifwerkzeuges, wobei Q die Flussrate, ausgedrückt
als cm3 Luftstrom, bedeutet und P Differenzdruck bedeutet. Der Terminus
Q/P gibt die Druckdifferenz an, die zwischen der Schleifwerkzeugstruktur und der
Atmosphäre bei einer vorgegebenen Flussrate eines Fluids (z.B. Luft) herrscht. Diese
relative Permeabilität Q/P ist zu dem Produkt aus dem Porenvolumen und dem Quadrat
der Porengröße proportional. Größere Porengrößen sind bevorzugt. Porengeometrie
und Schleifkorngröße sind weitere Faktoren, die Q/P beeinflussen, wobei größere
Korngrößen eine höhere relative Permeabilität ergeben.
Die für die vorliegende Erfindung geeigneten Schleifwerkzeuge zeichnen
sich durch höhere Fluidpermeabilitätswerte als vergleichbare Werkzeuge gemäß dem
Stand der Technik aus. Wie hier verwendet, sind „vergleichbare Werkzeuge
gemäß dem Stand der Technik" solche Werkzeuge, die mit den gleichen Schleifkorn-
und Bindungsmaterialien bei gleichen prozentualen Volumenanteilen an Porosität,
Korn und Bindung hergestellt werden, wie die der Erfindung. Im Allgemeinen haben
die erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuge Fluidpermeabilitätswerte, die etwa 25 bis
100 % höher sind als die Werte von vergleichbaren Schleifwerkzeugen aus dem Stand
der Technik. Die Schleifwerkzeuge sind vorzugsweise durch Fluidpermeabilitätswerte
gekennzeichnet, die zumindest 10 % höher, insbesondere bevorzugt zumindest 30 %
höher sind als die von vergleichbaren Werkzeugen gemäß dem Stand der Technik.
Exakte relative Fluidpermeabilitäts-Parameter für bestimmte Agglomeratgrößen
und -formen, Bindungstypen und Porositätsgrade können durch den Fachmann durch Anwendung
von D'Arcy's Gesetz auf empirische Daten für einen vorgegebenen Typ von Schleifwerkzeug
bestimmt werden.
Die Porosität innerhalb der Schleifscheibe rührt von den offenen Zwischenräumen
her, die durch die natürliche Packungsdichte der Werkzeugkomponenten bereitgestellt
werden, insbesondere den Schleifagglomeraten und, optional, durch Zugabe einer geringfügigen
Menge von herkömmlichen Poren induzierenden Medien. Geeignete Poren induzierende
Medien schließen hohle Glaskugeln, hohle Kugeln oder Perlen aus Plastikmaterial
oder organischen Verbindungen, geschäumte Glaspartikel, blasenförmiges Mullit und
blasenförmiges Aluminiumoxid und deren Kombinationen ein, ohne darauf beschränkt
zu sein. Die Werkzeuge können mit Mitteln zur Induzierung offenzelliger Porosität
hergestellt werden, so wie Perlen aus Naphthalin, Walnussschalen, und andere organischen
Granulaten, die während des Brennens des Werkzeuges ausbrennen, um freie Bereiche
innerhalb der Werkzeugmatrix zu hinterlassen, oder sie können mit Medien zur Induzierung
geschlossenzelliger, hohler Poren, (z.B. hohlen Glaskugeln) hergestellt werden.
Bevorzugte Schleifwerkzeuge enthalten entweder keine zugegebenen, Poren induzierenden
Medien oder enthalten eine geringfügige Menge (d.h. weniger als 50 Vol%, vorzugsweise
weniger als 20 Vol% und insbesondere bevorzugt weniger als 10 Vol% der Werkzeugporosität)
an zugegebenen, Poren induzierenden Medien. Die Menge und Art an zugegebenen Poren
induzierenden Mittel muss wirksam sein, um ein Schleifwerkzeug mit einem Porositätsgehalt
zu ergeben, von dem zumindest 30 Vol% miteinander verbundener Porosität ist.
Die erfindungsgemäßen gebundenen Schleifwerkzeuge, die diese Materialeigenschaften
und strukturellen Eigenschaften aufweisen, werden vorzugsweise mittels eines Verfahrens
hergestellt, in dem eine Mehrzahl des Schleifkorns mit einem Bindematerial agglomeriert
wurde, bevor die Werkzeugkomponenten gemischt, geformt und thermisch
gehärtet werden, um ein Schleifkomposit zu bilden. Diese Schleifkorn-Agglomerate
können mit anorganischen Bindematerialien oder mit organischen Bindematerialien
hergestellt werden.
Mit organischen Bindematerialien hergestellte
Schleifagglomerate
Mit organischen Bindematerialien hergestellte Agglomerate, die zur
Verwendung in der Erfindung nützlich sind, sind dreidimensionale Strukturen oder
Granulate, einschließlich gehärterter Komposite aus Schleifkorn und Bindematerial.
Ein jedes der hitzehärtbaren, polymeren Bindematerialien, die üblicherweise in der
Schleifwerkzeugindustrie als Bindungen für organisch gebundene Schleifmittel, beschichtete
Schleifmittel und Ähnliches verwendet werden, sind bevorzugt. Solche Materialien
schließen Phenolharz-Materialien, Epoxidharz-Materialien, Phenol-Formaldehydharz-Materialien,
Harnstoff-Formaldehydharz-Materialien, Melamin-Formaldehydharz-Materialien, Acrylharz-Materialien,
kautschukmodifizierte Harzzusammensetzungen, gefüllte Zusammensetzungen und deren
Kombinationen ein. Die mit organischem Bindematerial hergestellten Agglomerate haben
einen lose Packungsdichte (LPD) von < 1,5 g/cm3, vorzugsweise weniger
als 1,3 g/cm3, eine durchschnittliche Abmessung von etwa 2 bis 10 Mal
der durchschnittlichen Schleifkorngröße oder etwa 200 bis 3000 Mikrometer und einen
Porositätsgehalt von etwa 1 bis 50%, vorzugsweise 5 bis 45 % und insbesondere bevorzugt
von 10 bis 40 %, bezogen auf das Volumen.
Ein Hauptanteil (d.h. zumindest 50 Vol%) der Porosität innerhalb der
Agglomerate liegt als Porosität vor, die während des thermischen Härtens der geformten,
gebundenen erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuge gegenüber dem Fluss von in flüssiger
Phase vorliegendem organische Bindungsmaterial in die Agglomerate permeabel ist.
Nützliches Schleifkorn in Agglomeraten, die entweder mit organischen
oder anorganischen Bindematerialien hergestellt sind, können ein oder mehrere der
Schleifkörner enthalten, deren Verwendung in Schleifwerkzeugen bekannt ist, wie
die Aluminiumoxidkörner, einschließlich Schmelzaluminiumoxid, gesintertem und Sol-Gel-gesintertem
Aluminiumoxid, gesintertem Bauxit und Ähnlichem, Siliziumcarbid, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid,
Aluminiumoxynitrid, Ceroxid, Borsuboxid, Granat, Flint, Diamant, einschließlich
natürlichem und synthetischem Diamant, kubischem Bornitrid (CBN) und deren Kombinationen.
Jede Größe oder Form von Schleifkorn kann verwendet werden. Beispielsweise kann
das Korn einige (z.B. weniger als 10 Vol% des gesamten Schleifkorns in dem Werkzeug)
längliche, gesinterte Sol-Gel-Aluminiumoxidkörner mit einem hohen Aspektverhältnis
von dem Typ, wie er in US Patent Nr.-5,129,919 offenbart ist, enthalten. Korngrößen,
die hier zur Verwendung geeignet sind, reichen von regulären Schleifkörnern (z.B.
größer als 60 und bis zu 7000 Mikrometer) zu Mikroschleifkörnern (z.B. 0,5 bis 60
Mikrometer) sowie Mischungen dieser Größen. Für einen vorgegebenen Schleifvorgang
kann es wünschenswert sein, ein Schleifkorn mit einer Korngröße, die kleiner ist
als eine normalerweise für diese Schleifanwendung ausgesuchte Schleifkorngröße (nicht
agglomeriert), zu agglomerieren. Beispielsweise kann agglomeriertes Schleifmittel
mit der Korngröße 80 an Stelle von Schleifmittel mit der Korngröße 54 verwendet
werden, agglomeriertes 100 Grit an Stelle von 60 Grit Schleifmittel und agglomeriertes
120 Grit an Stelle von 80 Grit Schleifmittel. Wie hier verwendet, bezieht sich die
„Grit"-Größe auf Schleifkorngröße auf der Norton Company Grit-Skala.
Mit anorganischem Bindematerialien hergestellte
Schleifagglomerate
Für die Erfindung nützliche Agglomerate die mit anorganischen Bindematerialien
hergestellt sind, sind dreidimensionale Strukturen oder Granulate, einschließlich
gesinterte, poröse Komposite aus Schleifkorn und keramischen oder glasartigen Bindematerialien.
Die Agglomerate haben eine lose Packungsdichte (LPD) von < 1,6 g/cm3,
eine durchschnittliche Abmessung von etwa 2 bis 20 Mal der durchschnittlichen Schleifkorngröße
und eine Porösität von 30 bis 88 %, vorzugsweise 30 bis 60 %, bezogen auf das Volumen.
Die Schleifkorn-Agglomerate haben vorzugsweise einen minimalen Druckfestigkeitswert
von 0,2 MPa.
Die bevorzugte gesinterte Agglomeratgröße für typische Schleifkörner
liegt im Bereich von etwa 200 bis 3000, besonders bevorzugt von 350 bis 2000, insbesondere
bevorzugt 425 bis 1000 Mikrometer als durchschnittlichen Durchmesser. Für Mikroschleifkorn
liegt die bevorzugte Größe gesinterter Agglomerate im Bereich von 5 bis 180, besonders
bevorzugt 20 bis 150, insbesondere bevorzugt 70 bis 120 Mikrometer durchschnittlicher
Durchmesser.
Das Schleifkorn liegt mit etwa 10 bis 65 Vol%, vorzugsweise 35 bis
55 Vol%, und insbesondere bevorzugt 48 bis 52 Vol% des Agglomerats vor.
Bindematerialien, die nützlich zur Herstellung der Agglomerate sind,
schließen vorzugsweise keramische und glasartige Materialien ein,
vorzugsweise von der Sorte, wie sie als Bindungssysteme für glasartig gebundene
Schleifwerkzeuge verwendet werden. Diese glasartigen Bindungsmaterialien können
ein vorgefeuertes Glas sein, das zu einem Pulver gemahlen wurde (eine Fritte) oder
einer Mischung aus verschiedenen Rohmaterialien wie Ton, Feldspar, Kalk, Borax und
Soda oder eine Kombination aus Fritten- und Rohmaterialien. Solche Materialien schmelzen
und bilden eine flüssige Glasphase bei Temperaturen im Bereich von etwa 500 bis
1400 °C und benetzen die Oberfläche des Schleifkorns, um so beim Abkühlen Bindungsbrücken
zu bilden, wodurch das Schleifkorn innerhalb einer Kompositstruktur festgehalten
wird. Beispiele geeigneter Bindematerialien zur Verwendung in den Agglomeraten sind
unten in Tabelle 2 angegeben. Bevorzugte Bindematerialien zeichnen sich durch eine
Viskosität von etwa 345 bis 55300 Poise bei 1180 °C und durch einen Schmelztemperatur
von etwa 800 bis 1300 °C aus. In Abhängigkeit von der beabsichtigten Verwendung
des Werkzeugs und den gewünschten Eigenschaften, können die Agglomerate allerdings
auch mit einem oder mehreren anorganischen Materialien hergestellt werden, die ausgesucht
sind aus der Gruppe bestehend aus glasartigen Bindungsmaterialien, keramischen Bindungsmaterialien,
Glas-Keramik-Bindungsmaterialien, anorganischen Salzmaterialien und metallischen
Bindungsmaterialien sowie deren Kombinationen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Bindematerial eine glasartige
Bindungszusammensetzung, umfassend eine gebrannte Oxidzusammensetzung aus 71 Gewicht%
SiO2 und B2O3, 14 Gewicht% Al2O3,
weniger als 0,5 Gewicht% Erdalkalioxiden und 13 Gewicht% Alkalioxiden.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann das Bindematerial
ein keramisches Material sein, einschließlich, ohne darauf beschränkt zu sein, Siliziumdioxid,
Alkali-, Erdalkali-, gemischte Alkali- und Erdalkalisilikate, Aluminiumsilikate,
Zirconiumsilikate, hydrathaltige Silikate, Aluminate, Oxide, Nitride, Oxynitride,
Carbide, Oxycarbide und deren Kombinationen oder deren Derivate. Im Allgemeinen
unterscheiden sich keramische Materialien von glasartigen oder vitrifizierten Materialien
dadurch, dass die keramischen Materialien kristalline Strukturen enthalten. Manche
glasähnliche Phasen können in Kombination mit den kristallinen Strukturen vorliegen,
insbesondere in keramischen Materialien in einem unraffinierten Zustand. Keramische
Materialien in einem Rohzustand wie Tone, Zemente und Mineralien können ebenfalls
hierin verwendet werden. Beispiele spezieller keramischer Materialien, die hier
zur Verwendung geeignet sind, schließen, ohne darauf beschränkt zu sein, Siliziumdioxid,
Natriumsilikate, Mullit und andere Aluminosilikate, Zirkoniumdioxid-Mullit, Magnesiumaluminat,
Magnesiumsilikat, Zirkoniumsilikate, Feldspar und andere Alkali-Aluminosilikate,
Spinelle, Calciumaluminate, Magnesiumaluminate und andere Alkalialuminate, Zirkoniumdioxid
mit Yttriumoxid stabilisiertes Zirkoniumoxid, Magnesiumoxid, Calciumoxid, Ceroxid,
Titandioxid oder andere Seltenerd-Additive, Kalk, Eisenoxid, Aluminumoxid, Bohemit,
Boroxid, Ceroxid, Aluminiumoxid-Oxynitrit, Bornitrit, Siliziumnitrit, Graphit und
Kombinationen dieser keramischen Materialien ein.
Bestimmte dieser keramischen Materialien (z.B. Natriumsilikat) erfordern
keine thermische Verarbeitung um Schleifkornagglomerate zu bilden. Eine Lösung des
Bindematerials kann zu dem Schleifkorn gegeben werden und die resultierende Mischung
getrocknet werden, um die Körner als Agglomerate zusammenzuheften.
Das anorganische Bindematerial wird in gepulverter Form verwendet
und kann zu einem Flüssigbindemittel gegeben werden, um eine einheitliche, homogene
Mischung aus Bindematerial mit Schleifkorn während der Herstellung der Agglomerate
sicherzustellen.
Eine Dispersion aus organischen Bindemitteln wird vorzugsweise zu
den pulverförmigen anorganischen Bindematerialien Komponenten als Formungs- oder
Verarbeitungshilfen gegeben. Diese Bindemittel können Dextrine, Stärke, tierischen
Proteinleim und andere Arten von Kleber, eine flüssige Komponente wie Wasser, Lösemittel,
Viskositäts- oder pH-Modifizierer und Mischungshilfen einschließen. Die Verwendung
organischer Bindemittel verbessert die Einheitlichkeit der Agglomerate, insbesondere
die Einheitlichkeit der Bindematerial-Dispersion auf dem Korn und die strukturelle
Qualität der nicht-gebrannten oder grünen Agglomerate, sowie die der gebrannten
Schleifwerkzeuge, die die Agglomerate enthalten. Da die Bindemittel während des
Brennens der Agglomerate ausgebrannt werden, werden sie nicht Teil der fertigen
Agglomerate oder des fertigen Schleifwerkzeuges.
Ein anorganischer Haftvermittler kann zu der Mischung gegeben werden,
um die Haftung der Bindematerialien an das Schleifkorn zu verbessern, wie dies benötigt
wird, um die Qualität der Mischung zu verbessern. Der anorganische Haftvermittler
kann mit oder ohne einem organischen Bindemittel bei der Herstellung der Agglomerate
verwendet werden.
Das anorganische Bindematerial liegt mit etwa 0,5 bis 15 Vol%, vorzugsweise
1 bis 10 Vol% und insbesondere vorzugsweise 2 bis 8 Vol% des Agglomerats
vor.
Die Dichte der das anorganische Bindematerial verwendenden Agglomerate
kann in einer Anzahl verschiedener Wege ausgedrückt werden. Die Schüttdichte der
Agglomerate kann als LPD ausgedrückt werden. Die relative Dichte der Agglomerate
kann als ein Prozentanteil der ursprünglichen relativen Dichte ausgedrückt werden,
oder als ein Verhältnis aus der relativen Dichte der Agglomerate zu den Komponenten,
die zur Herstellung der Agglomerate verwendet werden, wobei das Volumen an miteinander
verbundener Porosität in den Agglomeraten berücksichtigt wird.
Die ursprüngliche, durchschnittliche relative Dichte, ausgedrückt
als ein Prozentanteil, kann durch Dividieren der LPD (&rgr;) durch eine theoretische
Dichte der Agglomerate (&rgr;0), wobei Null Porosität angenommen wird,
berechnet werden. Die theoretische Dichte kann gemäß der Methode der volumetrischen
Mischungsregel aus dem prozentualen Gewichtsanteil und der spezifischen Dichte des
Bindematerials und des Schleifkorns, die in den Agglomeraten enthalten sind, berechnet
werden. Für die erfindungsgemäßen, gesinterten anorganischen Agglomerate ist eine
maximale prozentuale relative Dichte 50 Vol%, wobei eine maximale prozentuale relative
Dichte von 30 Vol% besonders bevorzugt ist.
Die relative Dichte kann mit einer Technik zur Volumenbestimmung über
Fluidverdrängung gemessen werden, so dass sie miteinander verbundene Porosität einschließt
und geschlossenzellige Porosität ausschließt. Die relative Dichte ist das Verhältnis
des Volumens der gesinterten Agglomeraten, gemessen durch Flüssigkeitsverdrängung,
zu dem Volumen der Materialien, die verwendet werden, um die gesinterten anorganischen
Agglomerate herzustellen. Das Volumen der Materialien, die zur Herstellung der Agglomerate
verwendet werden, ist ein Maß des ersichtlichen Volumens, basierend auf den Mengen
und Packungsdichten des Schleifkorns und Bindemittelmaterials, das zur Herstellung
der Agglomerate verwendet wird. Für die anorganischen gesinterten Agglomerate ist
eine maximale relative Dichte der Agglomerate von 0,7 bevorzugt, wobei eine maximale
relative Dichte von 0,5 besonders bevorzugt ist.
Verfahren zur Herstellung der Schleifmittelagglomerate
Die Agglomerate können mittels einer Vielzahl von Techniken in einer
Vielzahl von Größen und Formen hergestellt werden. Diese Techniken können vor, während
oder nach dem Brennen der Mixtur in ihrem ursprünglichen („grünen") Zustand
aus Korn und Bindematerial durchgeführt werden. Der bevorzugte Schritt des Erhitzens
der Mischung, um zu bewirken, dass das Bindematerial schmilzt und fließ und somit
das Bindematerial an das Korn haftet und das Korn in einer agglomerierten Form fixiert,
kann hier als Härten, Brennen, Kalzinieren oder Sintern bezeichnet werden. Jede
aus dem Stand der Technik bekannte Methode zum Agglomerieren von Mischungen aus
Partikeln kann verwendet werden, um die Schleifmittelagglomerate herzustellen.
In einer ersten Ausführungsform des Verfahrens, das hierin verwendet
wird, um Agglomerate mit organischen Bindematerialien herzustellen, wird die ursprüngliche
Mixtur aus Korn und Bindematerial agglomeriert bevor die Mixtur gehärtet wird, um
so relativ schwache mechanische Struktur zu erzeugen, die hier als „grüne
Agglomerate" bezeichnet wird.
Um die erste Ausführungsform auszuführen, können die Schleifkörner
und die Bindematerialien mittels einer Vielzahl unterschiedlicher Techniken im Grünzustand
agglomeriert werden, beispielsweise in einem Pfannen-Pelletizer, und dann zum thermischen
Härten in einen Ofen bei 140 bis 200 °C befördert werden. Die grünen Agglomerate
können in einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Verfahren auf einer Schale
oder einem Ständer platziert und ofengehärtet werden, mit oder ohne Taumeln. Eine
thermische Behandlung kann in einer Fliessbettvorrichtung durch Zuführung grüner,
agglomerierter Körner zu dem Bett durchgeführt werden. Eine Infrarot- oder UV-Härtung
kann auf einem Vibrationstisch durchgeführt werden. Kombinationen dieser Verfahren
können eingesetzt werden.
Das Schleifkorn kann in einen Rührkessel befördert werden, mit den
organischen Bindematerialien gemischt werden, dann mit einem Lösemittel benetzt
werden, um das Bindematerial an das Korn anzuhaften, nach Agglomeratgröße gesiebt
werden und dann in einem Ofen oder einer Drehrohrtrocknervorrichtung gehärtet werden.
Das Pfannenpelletizieren kann dadurch ausgeführt werden, dass Korn
in eine Mischerschüssel gegeben wird und eine Flüssigkomponente, die das Bindematerial
(z.B. Wasser oder organisches Bindemittel und Wasser) enthält, zu dem Korn unter
Mischung zudosiert wird, um diese miteinander zu agglomerieren.
Ein Lösemittel kann auf die Mischung aus dem Korn und dem Bindematerial
gesprüht werden, um das Korn mit dem Bindematerial während des Mischens zu beschichten,
und dann kann das beschichtete Korn gesammelt werden, um Agglomerate zu bilden.
Ein Niederdruck-Extrusionsapparat kann verwendet werden, um eine Paste
aus Korn und Bindematerial in Größen und Formen zu extrudieren, die getrocknet werden,
um Agglomerate zu bilden. Ein Paste kann aus den Bindematerialien und Korn mit einer
Lösung eines organischen Bindemittels mit dem Apparat und dem Verfahren, das in
US A-4,393,021 offenbart ist, als langgezogene Artikel extrudiert werden.
In einem Trockengranulierverfahren kann eine Platte oder ein Block
aus Schleifkorn, das in einer Dispersion oder Paste des Bindematerials eingebettet
ist, getrocknet werden, und dann kann ein Walzenkompaktor verwendet werden, um das
Komposit aus Korn und Bindematerial zu brechen.
In einem anderen Verfahren zur Herstellung grüner oder Vorläuferagglomerate
wird die Mischung des organischen Bindematerials und des Korns zu einer Formgebungsvorrichtung
gegeben und die Mischung geformt, um präzise Formen und Größen zu bilden, beispielsweise
in der Weise wie sie in dem US Patent Nr. 6,217,413 B1 offenbart ist.
In einer zweiten Ausführungsform des hier nützlichen Verfahrens zur
Herstellung von Agglomeraten wird eine einfache Mischung des Korns und des organischen
Bindematerials einer Drehkalzinierungsvorrichtung zugeführt. Die Mischung wird bei
einer vorbestimmten Drehzahl pro Minute entlang eines vorbestimmten Gefälles unter
Anwendung von Hitze getaumelt. Wenn die Bindematerial-Mischung sich erhitzt, schmilzt,
fließt und an das Korn anhaftet, bilden sich Agglomerate. Die Brenn- und Agglomerationsschritte
werden gleichzeitig mit kontrollierten Zuführungsgeschwindigkeiten und -volumina
und kontrollierter Anwendung von Hitze durchgeführt. In einem bevorzugten Verfahren
wird das Agglomerationsverfahren gemäß der in der verwandten, prioritätsbegründeten
Patentanmeldung US Ser. Nr. 10/120,969, eingereicht am 11. April 2002, beschriebenen
Verfahren durchgeführt.
Wenn Schleifkörner mit Bindematerialien, die bei niedrigeren Temperaturen
härten (z.B. von etwa 145 bis etwa 500°C) agglomeriert werden, kann eine alternative
Ausführungsform dieses Drehofenapparates verwendet werden. Die alternative Ausführungsform,
eine Rotationstrockner, ist so ausgestattet, dass er erhitzte Luft an das Austrittsende
der Röhre liefert, um die grüne agglomerierte Schleifkornmischung zu erhitzen und
das Bindematerial zu härten, wodurch es an das Korn gebunden wird. Der Begriff „Drehkalzinierungsofen"
wie er hier verwendet wird, schließt solche Rotationstrocknervorrichtungen ein.
Agglomerate von Schleifkorn mit anorganischen Bindematerialien können
mit den Methoden, wie sie in der verwandten, prioritätsbegründenden Patentanmeldung,
US Ser. Nr. 10/120,969, angemeldet am 11. April 2002, beschrieben sind, ausgeführt
werden, und mit den Verfahren, die hier in den Beispielen beschrieben werden.
Mit Schleifmittelagglomeraten hergestellte Schleifwerkzeuge
Die mit den Agglomeraten hergestellten gebundenen Schleifwerkzeuge
schließen Schleifscheiben, segmentierte Schleifscheiben, Schleifteller, Schleifsteine,
Mahlsteine und andere steife, monolithische oder segmentierte, geformte Schleifkomposite
ein. Die erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuge umfassen vorzugsweise etwa 5 bis 70
Vol%, besonders bevorzugt 10 bis 60 Vol%, insbesondere bevorzugt 20 bis 52 Vol%
Schleifkorn-Agglomerate, bezogen auf das Gesamtvolumen des Schleifkomposits. Von
dem Schleifkorn in dem Werkzeug liegen von 10 bis 100 Vol%, vorzugsweise 30 bis
100 Vol%, und zumindest 50 Vol% in der Form einer Vielzahl (z.B. 2 bis 40 Körner)
von Schleifkörnern, die mit den Bindematerial zusammen agglomeriert sind, vor.
Die erfindungsgemäßen Werkzeuge können optional zusätzliche Sekundärschleifkörner,
Füllstoffe, Schleifhilfsmittel und Poren induzierende Medien, sowie Kombinationen
dieser Materialien enthalten. Der Gesamtvolumenprozentanteil Schleifkorn in den
Werkzeugen (agglomeriert und nicht agglomerierte Körner) kann von etwa 22 bis etwa
48 Vol%, vorzugsweise von etwa 26 bis 44 Vol%, und insbesondere bevorzugt von etwa
30 bis 40 Vol% in dem Werkzeug reichen.
Die Dichte und die Härte des Schleifwerkzeuges werden durch die Auswahl
der Agglomerate, der Art der Bindung und der anderen Werkzeugkomponenten, dem Porositätsgehalt,
zusammen mit der Größe und der Art des Formungswerkzeuges und dem ausgewählten Pressverfahren
bestimmt. Die gebundenen Schleifwerkzeuge haben vorzugsweise eine
Dichte von weniger als 2,2 g/cm3, besonders bevorzugt weniger als 2,0
g/cm3 und insbesondere bevorzugt weniger als 1,8 g/cm3.
Wenn ein sekundäres Schleifkorn in Kombination mit den Schleifkornagglomeraten
verwendet wird, stellen die sekundären Schleifkörner vorzugsweise von etwa 0,1 bis
etwa 90 Vol% des gesamten Schleifkorns in dem Werkzeug bereit, und vorzugsweise
von etwa 0,1 bis etwa 70 Vol%, insbesondere vorzugsweise 0,1 bis 50 Vol%.
Geeignete sekundäre Schleifkörner schließen, ohne darauf beschränkt
zu sein, verschiedene Aluminiumoxide, Sol-Gel-Aluminiumoxid, gesinterten Bauxit,
Siliziumcarbid, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid, Aluminiumoxynitrid, Ceroxid, Borsuboxid,
kubisches Bornitrid, Diamant, Flint und Granatkörner sowie deren Kombinationen ein.
Bevorzugte Schleifwerkzeuge gemäß der vorliegenden Erfindung sind
mit einer organischen Bindung gebunden. Jede der verschiedenen aus dem Stand der
Technik bekannten Bindungen, die zur Herstellung von Schleifwerkzeugen verwendet
werden, können hier zur Verwendung ausgewählt werden. Beispiele geeigneter Bindungen
und Füllstoffmaterialien für die Bindung können in den US Patenten Nr. A-6,015,338,
A-5,912,216 und 5,611,827 gefunden werden, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme
aufgenommen wird. Geeignete Bindungen schließen unterschiedliche Arten Phenolharze,
optional mit einem Vernetzungsmittel wie Hexamethylentetraamin, Epoxidharz-Materialien,
Polyimidharz-Materialien, Phenol-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd- und Melamin-Formaldehyd-Harzmaterialien,
Acrylharz-Materialien und deren Kombinationen. Andere hitzehärtbare Harzzusammensetzungen
können hier ebenfalls verwendet werden.
Organische Bindemittel oder Lösemittel können den pulverförmigen Bindungskomponenten
als Formgebungs- oder Verarbeitungshilfsmittel zugegeben werden. Diese Bindemittel
können Furfural, Wasser, Viskositäts- oder PH-Modifizierer und Mischungshilfsmittel
einschließen. Die Verwendung der Bindemittel verbessert oft die Einheitlichkeit
der Scheibe und die strukturelle Qualität der noch ungebrannten oder grüngepressten
Scheibe und der gehärteten Scheibe. Da die meisten der Bindemittel während der Härtung
verdampfen, werden sie nicht Teil der fertiggestellten Bindung oder des Schleifwerkzeugs.
Die erfindungsgemäßen organisch gebundenen Schleifwerkzeuge können
etwa 10 bis 50 Vol%, vorzugsweise 12 bis 24 Vol% und insbesondere vorzugsweise 14
bis 30 Vol% Bindung enthalten. Innerhalb des dreidimensionalen Schleifkomposits
ist die Bindung so gelegen, dass eine erste Phase aus Schleifkörnern und Bindung
weniger als 10 Vol% Porosität umfasst, und vorzugsweise weniger als 5 Vol% Porosität.
Diese erste Phase erscheint innerhalb der Kompositmatrix des organisch gebundenen
Schleifwerkzeugs als ein retikuliertes Netzwerk aus Schleifkorn, das innerhalb des
organischen Bindungsmaterials verankert ist. Im Allgemeinen ist es wünschenswert,
eine erste Phase innerhalb des dreidimensionalen Komposits zu haben, die so dicht
ist, wie sie mit den durch die Materialien und die Herstellungsverfahren vorgegebenen
Beschränkungen erreicht werden kann.
Zusammen mit den Schleifkorn-Agglomeraten und der Bindung umfassen
diese Werkzeuge etwa 38 bis 54 Vol% Porosität, wobei diese Porosität eine zusammenhängende
Phase ist, die zumindest 30 Vol% an miteinander verbundener Porosität einschließt.
Bevorzugte organisch gebundene Schleifwerkzeuge können 24 bis 48 Vol% Schleifkorn,
10 bis 38 Vol% organische Bindung und 38 bis 54 Vol% Porosität umfassen.
Diese organisch gebundenen Werkzeuge haben eine minimale Berstgeschwindigkeit
von 4000 sfpm (20,32 m/sec), vorzugsweise 6000 sfpm (30,48 m/sec).
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das organisch gebundene
Schleifwerkzeug als eine erste Phase 26–40 Vol% Schleifkörner, die mit 10–22
Vol% organischem Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger als 10 Vol% Porosität
umfassen und eine zweite Phase, die aus 38–50 Vol% Porosität besteht.
Wenn sie mit Agglomeraten aus Korn und organischen Bindematerialien
hergestellt sind, können die organisch gebundenen Schleifwerkzeuge als eine erste
Phase 24 bis 42 Vol% Korn, das mit 18 bis 38 Vol% organischem Bindungsmaterial gebunden
ist, und weniger als 10 Vol% Porosität sowie eine zweite Phase, die aus 38 bis 54
Vol% Porosität besteht, umfassen.
Wenn sie mit Agglomeraten aus Korn und anorganischen Bindematerialien
hergestellt sind, können die organisch gebundenen Schleifwerkzeuge als eine erste
Phase 28 bis 48 Vol% Korn, das mit 10 bis 33 Vol% Bindung (die Summe aus organischer
Bindung in der Scheibe und anorganischem Bindemittelmaterial in den Agglomeraten)
gebunden ist, und eine zweite Phase, die aus 38 bis 53 Vol% Porosität besteht, umfassen.
Das Werkzeug umfasst vorzugsweise zumindest 1 Vol% anorganisches Bindemittelmaterial
und umfasst besonders bevorzugt 2 bis 12 Vol% anorganisches Bindemittelmaterial.
Solche Werkzeuge haben vorzugsweise einen maximalen Wert des Elastizitätsmoduls
von 10 GPa und eine minimale Berstgeschwindigkeit von 6000 sfpm (30,48 m/sec). Diese
Schleifwerkzeuge haben einen Härtegrad zwischen A und H, wenn sie gemäß der Härteskala
der Norton Company bewertet werden, und dieser Härtegrad ist zumindest einen Grad
weicher als der eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges, das mit Schleifkörnern
hergestellt wurde, die nicht mit einem anorganischen Bindemittelmaterial zusammen
agglomeriert wurden.
Das organisch gebundene Schleifwerkzeug enthält optional eine Mischung
aus einer Vielzahl von Körnern, die mit einem anorganischen Bindemittelmaterial
zusammen agglomeriert sind und eine Vielzahl von Körnern, die mit einem organischen
Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert sind.
Wenn sie mit einer anorganischen Bindung und Agglomeraten aus Korn
und anorganischen Bindematerialien hergestellt sind, können die gebundenen Schleifwerkzeuge
ein dreidimensionales Komposit aus (a) 22–46 Vol% Schleifkörner, die mit 4–20
Vol% anorganischem Bindungsmaterial gebunden sind, und (b) 40–68 Vol% miteinander
verbundener Porosität umfassen, wobei eine Mehrzahl der Schleifkörner als unregelmäßig
beabstandete Cluster innerhalb des Komposits vorliegen. Diese gebundenen Schleifwerkzeuge
haben Elastizitätsmodul-Werte, die zumindest 10% niedriger sind, als die Elastizitätsmodul-Werte
von ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeugen, die regelmäßig beabstandete
Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweisen, und sie weisen
eine minimiale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s), vorzugsweise 6000
(30,48 m/s) auf. Bevorzugte anorganisch gebundene Schleifwerkzeuge umfassen 22–40
Vol.-% Schleifkörner, die mit 8–20 Vol.-% anorganischem Bindungsmaterial gebunden
sind, und 40–68 Vol.-% miteinander verbundener Porosität.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die anorganisch gebundenen
Schleifwerkzeuge 34–42 Vol.-% Schleifkörner, die mit 6–12 Vol.-% anorganischem
Bindungsmaterial gebunden sind, und 46–58 Vol.-% miteinander verbundener Porosität.
Diese Werkzeuge sind mit einem glasartigen Bindungsmaterial hergestellt, sind im
Wesentlichen frei von Schleifkörnern und Füllstoffen mit hohem Aspektverhältnis
und die Werkzeuge werden geformt und gebrannt, ohne dass während der Herstellung
Porosität induzierende Materialien zugegeben werden. Die bevorzugten glasartig gebundenen
Schleifwerkzeuge sind Scheiben, die einen Härtegrad zwischen A und M auf der Härtegradskala
der Norton Company aufweisen, und dieser Härtegrad ist zumindest einen Grad weicher
als der eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges, das regelmäßig beabstandete
Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweist. Die bevorzugten
glasartig gebundenen Schleifwerkzeuge sind durch einen Elastizitätsmodul-Wert charakterisiert,
der zumindest 25 % niedriger, vorzugsweise zumindest 40 % niedriger ist als der
Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges, das
regelmäßig beabstandete Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits
und eine minimale Berstgeschwindigkeit von 6000 sfpm (30,48 m/s) aufweist.
Die bevorzugten, mit Agglomeraten aus Korn und anorganischem Bindematerialien
hergestellten, glasartig gebundenen Schleifwerkzeuge schließen Innendurchmesser-Schleifscheiben
ein, die 40–52 Vol.-% Schleifkorn enthalten und einen Elastizitätsmodul-Wert
von 25–50 GPa haben. Ebenfalls eingeschlossen sind Flächenschleifscheiben
für Formen- und Werkzeugbauanwendungen, die 39–52 Vol. % Schleifkorn enthalten
und einen Elastizitätsmodul-Wert von 15–36 GPa haben, und Schleifscheiben
zum Tiefschleifen, enthaltend 30–40 Vol.-% Schleifkorn und mit einem Elastizitätsmodul-Wert
von 8–25 GPa.
Um während der Herstellung des Werkzeuges und während der Verwendung
des Werkzeuges in Schleifvorgängen ausreichende mechanische Festigkeit in dem organisch
gebundenen Schleifwerkzeug zu ergeben, müssen zumindest 10 Vol.-% der Gesamtheit
der Bindungskomponenten aus zugefügter organischer Bindung bestehen und können nicht
in den Agglomeraten verwendetes Bindematerial sein.
Schleifscheiben können mit jedem Mittel geformt und gepresst werden,
das aus dem Stand der Technik bekannt ist, einschließlich Heiß-, Warm- und Kaltpresstechniken.
Die Auswahl eines Formgebungsdruckes zum Formen der grünen Schleifscheibe muss sorgfältig
erfolgen, um entweder zu vermeiden, dass die Agglomerate zerdrückt werden, oder
um zu erreichen, dass eine kontrollierte Menge der Agglomerate zerdrückt wird (z.
B. 0–75 %, bezogen auf das Gewicht, der Agglomerate) und die dreidimensionale
Struktur der verbleibenden Agglomerate erhalten bleibt. Der geeignete anzuwendende
Druck zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schleifscheiben hängt von der Form,
Größe, Dicke und den Bindungskomponenten der Schleifscheibe sowie der Formungstemperatur
ab. In üblichen Herstellungsverfahren kann der maximale Druck im Bereich von etwa
500–10000 lbs/inch2 (35 bis 704 kg/cm2) liegen. Formen
und Pressen werden vorzugsweise bei etwa 53 bis 422 kg/cm2
durchgeführt, insbesondere vorzugsweise bei 42 bis 352 kg/cm2. Die erfindungsgemäßen
Agglomerate haben eine ausreichende mechanische Festigkeit, um den Formungs- und
Press-Schritten, die in typischen, kommerziellen Herstellungsverfahren zur Herstellung
von Schleifwerkzeugen angewendet werden, zu widerstehen.
Die Schleifscheiben können mittels dem Fachmann bekannter Verfahren
gehärtet werden. Die Bedingungen beim Härten werden vorrangig durch die tatsächlich
verwendete Bindung und die Schleifmittel bestimmt, und durch die Art des Bindematerials,
das in den Schleifkorn-Agglomeraten enthalten ist. In Abhängigkeit von der chemischen
Zusammensetzung der ausgewählten Bindung kann eine organische Bindung bei 150 –
250 °C gebrannt werden, vorzugsweise 160–200 °C, um die notwendigen
mechanischen Eigenschaften zur kommerziellen Verwendung in Schleifvorgängen bereitzustellen.
Die Auswahl einer geeigneten organischen Bindung wird davon abhängen,
welches Agglomerationsverfahren verwendet wird und ob es wünschenswert ist, den
Fluss der erhitzten organischen Bindung in die Intra-Agglomeratporen zu verhindern.
Die organisch gebundenen Werkzeuge können gemäß verschiedener Verarbeitungsverfahren
und mit verschiedenen Proportionen der Schleifkorn- oder Agglomerat-, Bindungs-
und Porositätskomponenten, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, gemischt,
geformt und gehärtet werden. Geeignete Herstellungstechniken zur Herstellung organisch
gebundener Werkzeuge sind in den U.S.-Patenten Nr. A-6,015,338, A-5,912,216, und
5,611,827 offenbart.
Geeignete Herstellungstechniken zur Herstellung erfindungsgemäßer,
glasartig (oder andere anorganische Bindungen) gebundener Schleifwerkzeuge sind
in der verwandten, prioritätsbegründenden Patentanmeldung U.S. Ser. Nr. 10-120,969,
angemeldet am 11. April 2002, hier in den Beispielen und beispielsweise in US A-5,738,696
und US A-5,738,697 beschrieben.
Schleifanwendungen
Die erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuge sind besonders effektiv in
Schleifanwendungen mit hohem Flächenkontakt oder lange andauerndem, kontinuierlichem
Kontakt zwischen dem Schleifwerkzeug und dem Werkstück während des Schleifens. Solche
Schleifoperationen schließen, ohne darauf beschränkt zu sein, Walzen- und Scheibenschleifen,
Tiefschleifen, Innendurchmesser-Schleifen, Formen- und Werkzeugschleifen und andere
Präzisionsschleifverfahren ein.
Feinschleif- oder Polierverfahren, die Schleifkörner im Mikrometer-
oder Submikrometerbereich verwenden, werden von der Verwendung der erfindungsgemäßen
Werkzeuge, die mit Agglomeraten hergestellt sind, profitieren. Verglichen mit herkömmlichen
Feinstschleif- oder Polierwerkzeugen und -systemen werden die erfindungsgemäßen
Werkzeuge, die mit solch feinkörnigen Schleifmittelagglomeraten hergestellt sind,
während Präzisionsnachbearbeitungen (z. B. um Hochglanzpolituren auf Glas- und Keramikkomponenten
zu erhalten) bei geringeren Schleifkräften mit geringer oder ohne Beschädigung der
Oberfläche erodieren. Aufgrund der agglomerierten Strukturen innerhalb der dreidimensionalen
Matrix des Werkzeugkörpers bleibt die Lebensdauer des Werkzeuges zufriedenstellend.
Aufgrund der miteinander verbundenen Porosität in den Werkzeugen ist
die Zufuhr von Kühlmittel und der Abtransport von Abfall beim Walzen- und Scheibenschleifen
verbessert, was Schleifvorgänge bei kühleren Temperaturen, weniger häufiges Abrichten
des Werkzeuges, geringere thermische Schädigung des Werkstückes und geringere Abnutzung
der Schleifmaschine zur Folge hat. Da Schleifkörner mit geringerer Korngröße in
agglomerierter Form die Schleifeffizienz eines Korns mit größerer Korngröße ergeben,
aber einen glatteren Oberflächenfinish hinterlassen, verbessert sich die Qualität
des beschliffenen Werkteils häufig signifikant.
In einem bevorzugten Verfahren zum Schleifen mit einer Schleifscheibe
werden die organisch gebundenen Schleifwerkzeuge, die Agglomerate aus Korn, die
mit organischen Bindematerialien gebunden sind, enthalten, auf eine Flächenschleifmaschine
aufgebracht, bei z. B. 4000 bis 6500 sfpm (20,32 bis 33,02 m/s) rotiert und anschließend
über einen zum Schleifen des Werkstückes ausreichenden Zeitraum mit einem Werkstück
in Kontakt gebracht. Mit diesem Verfahren entfernt die Schleifscheibe Material des
Werkstückes mit einer effektiven Materialabtragungsrate, die Schleiffläche der Schleifscheibe
bleibt im Wesentlichen frei von Schleifabfall und nachdem das Schleifen vervollständigt
wurde, ist das Werkstück im Wesentlichen frei von thermischer Schädigung.
In einem bevorzugten Verfahren zum Tiefschleifen werden glasartig
gebundene Schleifscheiben, umfassend mit anorganischen Bindematerialien gebundene
Körner, die einen Elastizitätsmodul-Wert aufweisen, der zumindest 10 % niedriger
ist als der Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges
mit regelmäßig beabstandeten Schleifkörnern innerhalb eines dreidimensionalen Komposits
und mit einer minimalen Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s), auf eine
Maschine zum Tiefschleifen aufgebracht. Die glasartig gebundene Scheibe wird bei
einer Geschwindigkeit von 5500 bis 8500 sfpm (27,94 bis 43,18 m/s) rotiert und mit
einem Werkstück für einen Zeitraum, der ausreicht das Werkstück zu schleifen, in
Kontakt gebracht. Mittels dieses Verfahrens entfernt die Schleifscheibe Material
des Werkstückes mit einer effektiven Materialabtragungsrate und nach dem Schleifen
ist das Werkstück im Westentlichen frei von thermischer Schädigung.
Die nachfolgenden Beispiele werden zum Zwecke der Verdeutlichung der
Erfindung bereitgestellt und nicht als Beschränkung.
Beispiel 1
Eine Reihe Proben agglomerierter Schleifkörner enthaltend anorganische
Bindematerialien wurden in einer Drehkalzinierungsvorrichtung (elektrisch gefeuertes
Modell #HOU-5D34-RT-28, 1200 °C Maximaltemperatur, 30 KW Leistungsaufnahme,
ausgerüstet mit einem 72" (183 cm) langen, hitzebeständigen Metallrohr mit 5,5"
(14 cm) Innendurchmesser, hergestellt von Harper International, Buffalo, New York)
hergestellt. Das hitzebeständige Rohr wurde durch ein Siliziumkarbidrohr mit den
gleichen Abmessungen ausgetauscht und der Apparat wurde so angepasst, dass er bei
einer maximalen Temperatur von 1550 °C arbeitete. Das Agglomerationsverfahren
wurde unter atmosphärischen Bedigungen, bei einem Kontroll-Sollwert der Heißzonentemperatur
von 1180 °C, bei einer Drehgeschwindigkeit von 9 U/min des Rohrs der Vorrichtung,
einem Rohrneigungswinkel von 2,5 bis 3 Grad und einem Materialdurchsatz von 6–10
kg/Stunde. Die Ausbeute an verwendbarem, frei fließendem Granulat (definiert als
Maschengröße 12 bis Feinanteil) betrug 60 bis 90 % des Gesamtgewichts des Rohmaterials
vor der Kalzinierung.
Die Agglomerat-Proben wurden aus einer einfachen Mischung aus Schleifkorn,
Bindematerial und Wassermischungen, die in Tabelle 1-1 beschrieben sind, hergestellt.
Die glasartigen Bindungs-Bindematerial-Zusammensetzung, die zur Herstellung der
Proben verwendet wurden, sind in Tabelle 2 aufgeführt. Proben wurden aus drei Arten
Schleifkorn hergestellt: Schmelzaluminiumoxid-38A, Schmelzaluminiumoxid-32A und
gesintertes Sol-Gel-alpha-Aluminiumoxid-Norton-SG-Korn, erhalten von Saint-Gobain
Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA, in den in Tabelle 1 aufgelisteten
Korngrößen.
Nach der Agglomeration in der Drehkalzinierungsvorrichtung wurden
die Proben des agglomerierten Schleifkorns gesiebt und bezüglich ihrer losen Packungsdichte
(LPD), Größenverteilung und Agglomeratfestigkeit getestet. Diese Ergebnisse sind
in Tabelle 1-1 gezeigt.
Tabelle 1-1Eigenschaften der agglomerierten Granulate
Der prozentuale Volumenanteil des Bindematerials der gebrannten Agglomerate
wurde unter Verwendung des durchschnittlichen LOI (Glühverlust) der Rohmaterialien
des Bindematerials berechnet.
Die gesinterten Agglomerate wurden mit US-Standardprüfsieben, die
auf einer Schüttelsiebvorrichtung (Ro-Tap; Model RX-29; W.S. Tyler
Inc. Mentor, OH) klassiert, je nach dem was für die unterschiedlichen Proben angemessen
war, lag die Siebmaschengröße im Bereich von 18 bis 140. Die lose Packungsdichte
der gesinterten Agglomerate (LPD) wurde nach dem American National Standard-Verfahren
für die Dichte von Schleifkörnern bestimmt.
Die ursprüngliche, durchschnittliche relative Dichte, ausgedrückt
als ein Prozentsatz, wurde dadurch ausgerechnet, dass die LPD (&rgr;) durch eine
theoretische Dichte der Agglomerate (&rgr;0), unter der Annahme von Null Porosität,
geteilt wurde. Die theoretische Dichte wurde gemäß dem Verfahren der volumetrischen
Mischungsregel aus dem prozentualen Gewicht und der spezifischen Dichte des in den
Agglomeraten enthaltenen Bindungsmittel-Materials und des Schleifkorns berechnet.
Die Festigkeit der Agglomerate wurde durch einen Verdichtungstest
gemessen. Der Verdichtungstest wurde unter Verwendung einer geschmierten Stahlpressform
mit einem Durchmesser von einem Inch (2,54 cm) auf einer Instron® universal
testing machine (Modell MTS 1125, 20000 lbs (9072 kg)) mit einer 5-Gramm Probe des
Agglomerats durchgeführt. Die Agglomerat-Probe wurde in die Pressform geschüttet
und durch Antippen an die Außenseite der Pressform leicht eingeebnet. Ein oberer
Stempel wurde eingeführt und eine Kopfplatte abgesenkt, bis eine Kraft („Ausgangsposition")
auf dem Registrierungsgerät angezeigt wurde. Druck wurde mit einer konstanten Steigerungsrate
(2 mm/Min.) auf die Probe ausgeübt, bis zu einem Maximalwert von 180 MPa Druck.
Das Volumen der Agglomerat-Probe (die verdichtete LPD der Probe), die als eine Verschiebung
der Kopfplatte (die Schiebung) beobachtet wurde, wurde als die relative Dichte als
eine Funktion des Logarithmus des ausgeübten Drucks aufgezeichnet. Das Restmaterial
wurde dann gesiebt, um den prozentualen Bruchanteil zu bestimmt. Unterschiedliche
Drücke wurden gemessen, um ein Diagramm des Zusammenhangs zwischen dem Logarithmus
des ausgeübten Druckes und des prozentualen Bruchanteils zu erstellen. Ergebnisse
werden in Tabelle 1-1 als der Logarithmus des Druckes an dem Punkt, an dem der Bruchanteil
50 % der Agglomerat-Probe ausmacht, berichtet. Der Bruchanteil ist das Verhältnis
aus dem Gewicht zerdrückter Partikel, die durch das kleinere Sieb passieren, im
Verhältnis zu dem ursprünglichen Gewicht der Probe.
Diese Agglomerate hatten Eigenschaften bezüglichen LPD, Größenverteilung,
Formungsfestigkeit und Beibehaltung der Granulatgröße, die zur Verwendung in der
kommerziellen Herstellung von Schleifscheiben geeignet sind. Die fertiggestellten,
gesinterten Agglomerate hatten dreidimensionale Formen, die zwischen dreieckig,
kugelförmig, konisch, rechteckig und anderen geometrischen Formen variierten. Agglomerate
bestanden aus einer Vielzahl individueller Schleifkörner (z. B. 2 bis 20 Schleifkörner),
die durch Glas-Bindematerial an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten miteinander verbunden
waren.
Granulatgröße der Agglomerate nahm mit einer Zunahme an Bindematerial
in dem Agglomerat-Granulat in einem Bereich von 3 bis 20 Gew.-% des Bindematerials
zu.
Ausreichende Verdichtungsfestigkeit wurde für alle Proben 1–9
beobachtet, was anzeigte, dass das Glas-Bindematerial gereift und geflossen war,
um eine wirksame Bindung zwischen den Schleifkörnern innerhalb des Agglomerats zu
erzeugen.
Agglomerate, die mit 10 Gew.-% Bindematerial hergestellt wurden, hatten
signifikant höhere Verdichtungsfestigkeiten als solche, die mit 2 oder 6 Gew.-%
Bindematerial hergestellt wurden.
Geringere LPD-Werte waren ein Indikator für einen höheren Agglomerationsgrad.
Die LPD der Agglomerate nahm mit zunehmenden prozentualen Gewichtsanteil Bindematerial
und mit abnehmender Schleifkorngröße ab. Relativ große Unterschiede zwischen 2 und
6 Gew.-% Bindematerial verglichen mit relativ geringen Unterschieden zwischen 6
und 10 Gew.-% Bindematerial weisen darauf hin, dass ein prozentualer Gewichtsanteil
von Bindematerial von weniger als 2 Gew.-% zur Bildung von Agglomeraten unzureichend
sein könnte. Bei den höheren prozentualen Gewichtsanteilen, oberhalb etwa 6 Gew.-%,
könnte die Zugabe von weiterem Bindematerial für das Herstellen signifikant größerer
oder festerer Agglomerate ohne Vorteil sein.
Wie durch die Ergebnisse bezüglich der Granulatgrößen der Agglomerate
angezeigt wird, hatten die Proben mit Bindematerial C, die die geringste Viscosität
des geschmolzenen Glases bei der Agglomerationstemperatur hatten, die geringste
LPD der drei Bindematerialien. Die Art des Schleifmittels hatte keine signifikante
Wirkung auf die LPD.
Tabelle 1-2Bindematerialien, die in in den vitrifizierten Agglomeraten verwendet
wurden.Beispiel 2Agglomerate aus Schleifkorn/anorganischem Bindemittelmaterial
Vitrifizierte Bindematerialien wurden zur Herstellung der Proben AV2
und AV3 der agglomerierten Schleifkörner verwendet. Die Agglomerate wurden gemäß
dem in Beispiel 1 beschriebenen Drehkalzinierungs-Verfahren hergestellt, unter Verwendung
der nachfolgend beschriebenen Materialien. Die AV2-Agglomerate wurden mit 3 Gew.-%
A-Bindematerial (Tabelle 1-2) hergestellt. Die Temperatur des Kalzinierofens wurde
auf 1250 °C eingestellt, der Rohrwinkel betrug 2,5 Grad und die Drehgeschwindigkeit
betrug 5 U/min. Die AV3-Agglomerate wurden mit 6 Gew.-% E Bindematerial (Tabelle
1-2), bei einer Kalzinierofen-Temperatur von 1200 °C, mit einem Rohrwinkel von
2,5–4 Grad und einer Drehgeschwindigkeit von 5 U/min hergestellt. Das Schleifkorn
war ein Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, Korngröße 80, das von Saint-Gobain
Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA, erhalten wurde.
Die vitrifizierten Korn-Agglomerate wurden bezüglich loser Packungsdichte,
relativer Dichte und Größe untersucht. Untersuchungsergebnisse sind in Tabelle 2-1
nachfolgend aufgelistet.
Agglomerate bestanden aus einer Vielzahl einzelner Schleifkörner (z.
B. 2 bis 40 Körner), die an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten durch vitrifiziertes Bindematerial
miteinander verbunden waren, zusammen mit sichtbaren Hohlraumbereichen. Die Mehrzahl
der Agglomerate war ausreichend widerstandsfähig gegenüber Verdichtung, um einen
dreidimensionalen Charakter beizubehalten, nachdem sie Misch- und Formungs-Arbeitsgängen
für Schleifscheiben ausgesetzt waren.
Agglomerat-Proben AV2 und AV3 wurden verwendet, um Versuchsschleifscheiben
(Typ 1) (Endgröße 5,0 × 0,5 × 1,250 Inch) (12,7 ×
1,27 × 3,18 cm) herzustellen. Die Versuchsscheiben wurden durch Zugabe der
Agglomerate in einem Drehschaufelmischer (einen Foot-Jones-Mischer, erhalten von
Illinois Gear, Chicago, IL), und Mischen der Agglomerate mit einem flüssigen Phenolharz
(V-1181 Harz von Honeywell International, Inc., Friction Division, Troy NY) (22
Gew.-% der Harzmischung) hergestellt. Ein pulverförmiges Phenolharz (Durez Varcum®
resin 29-717, erhalten von Durez Corporation, Dallas TX) (78 Gew.-% der Harzmischung)
wurde zu den nassen Agglomeraten gegeben. Die gewichtsprozentualen Mengen an Schleifmittel-Agglomerat
und Harzbindung, die zur Herstellung dieser Scheiben verwendet wurden, und die Zusammensetzung
der fertigen Scheiben (einschließlich Vol.-% Schleifmittel, Bindung und Porosität
in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle 2-2 nachfolgend aufgelistet. Die Materialien
wurden für einen ausreichenden Zeitraum vermischt, um eine einheitliche Mischung
zu erhalten und die Menge an loser Bindung zu minimieren. Nach dem Mischen wurden
die Agglomerate durch ein Sieb mit Maschengröße 24 gesiebt, um alle großen Klumpen
an Harz aufzubrechen. Die einheitliche Mischung aus Agglomerat und Bindung wurde
in Formen gegeben und mit Druck beaufschlagt, um Scheiben im Grünzustand (ungehärtet)
zu formen. Diese grünen Scheiben wurden aus den Formen entfernt, in beschichtetem
Papier eingewickelt und durch Erhitzen auf eine maximale Temperatur von 160 °C
gehärtet, gradiert, endbehandelt und inspiziert, wobei aus dem Stand der Technik
bekannte Techniken zur Herstellung kommerzieller Schleifscheiben verwendet wurden.
Das Elastizitätsmodul der fertigen Scheiben wurde gemessen und die Ergebnisse sind
in Tabelle 2-2 nachfolgend gezeigt.
Elastizitätsmodul wurde unter Verwendung einer Grindosonic-Maschine
mit dem Verfahren, das in J. Peters, „Sonic Testing of Grinding Wheels "Advances
in Machine Tool Design and Research, Pergamon Press, 1968, beschrieben ist, gemessen.
Tabelle 2-2Schleifscheibenzusammensetzungen Die C-1, C-2 und C-3-Schleifscheiben wurden mit einer Phenolharzbindung
hergestellt und diese Scheibenspezifikationen sind kommerziell erhältlich von Saint-Gobain
Abrasives, Inc. Die C-4 und C-S-Scheiben sind mit einem Schellack-Harz hergestellt,
das mit einer geringfügigen Menge Phenolharz-Bindung gemischt wurde. Diese Scheiben-Spezifikationen
sind kommerziell erhältlich von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA. Die
Proben C-4 und C-5 wurden in dem Labor gemäß diesen kommerziellen Spezifikationen
hergestellt und wurden auf einem Härtegrad von J bzw. L in den fertigen Scheiben
gehärtet. Die C-6 und C-7-Scheiben wurden nicht in Schleiftests untersucht. Die
Spezifikationen dieser Vergleichsscheiben sind kommerziell erhältlich von der National
Grinding Wheel Company/Radiac, Salem, IL, und von Tyrolit N.A. Inc., Westborn, MA. Der „Gesamt"-Vol%-Anteil an Bindung ist die Summe der Menge
aus vitrifiziertem Bindemittelmaterial, das verwendet wurde, um das Korn zu agglomerieren,
und die Menge an organischer Harzbindung, die verwendet wurde, um die Schleifscheibe
herzustellen. Der „(organische)" Vol%-Anteil an Bindung ist der Anteil der
Gesamt-Vol.%-Bindung, bestehend aus dem organischen Harz, das zu den Agglomeraten
zugegeben wird, um die Schleifscheiben herzustellen.Beispiel 3
Die Versuchsscheiben gemäß Beispiel 2 wurden in einem simulierten
Walzenschleiftest im Vergleich mit kommerziell erhältlichen Scheiben, die mit Phenolharz
gebunden sind (C-1–C-3, erhalten von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester,
MA) getestet. Schellackgebundene Scheiben, die in dem Labor (C-4 und C-5) aus einer
Schellackharzmischung hergestellt wurden, wurden ebenfalls als Vergleichsscheiben
getestet. Vergleichsscheiben wurden ausgesucht, weil sie Zusammensetzungen, Strukturen
und physikalische Eigenschaften aufwiesen, die vergleichbar mit den Scheiben sind,
die in kommerziellen Walzenschleifoperationen verwendet werden.
Um Walzenschleifen in einer Laborumgebung zu simulieren, wurde ein
kontinuierlicher Kontakt-Schlitzschleifvorgang auf einer Flächenschleifmaschine
durchgeführt. Die folgenden Schleifbedingungen wurden in diesen Tests angewendet.
SchleifmaschineBrown & Sharpe-FlächenschleiferBetriebsartzwei kontinuierliche Kontakt-Schlitzschleifungen, Umkehrung am
Ende des Schlags vor dem Kontaktverlust mit dem WerkstückKühlmittelTrim Clear 1:40 Verhältnis Kühlmittel: deionisiertes WasserWerkstück16 × 4 Inch 4340 Stahl, Härte Rc50Werkstückgeschwindigkeit25 Fuß/min.Scheibengeschwindigkeit5730 U/minTiefenvorschub0,100 Inch gesamtTiefe des Schnittes0,0005 Inch an jedem EndeKontaktzeit10,7 MinutenAbrichtenDrehmeisseldiamant, bei 10 Inch/Min. Quervorschub, 0,001 Inch
comp.
Vibration der Scheibe während des Schleifens wurde mit IRD Mechanalysis-Geräten
(Analyzer Model 855 Analyzer/Balancer, erhalten von Entek Corporation, North Westerville,
Ohio). In einem ersten Schleifdurchgang wurden Vibrationsniveaus bei verschiedenen
Frequenzen (als Geschwindigkeit in Inch/Sekundeneinheiten) unter Verwendung eines
schnellen Fourier-Transformations (FFT)-Verfahrens nach zwei und acht Minuten nach
dem Abrichten der Scheibe aufgezeichnet. Nach dem ersten Schleifdurchlauf wurde
ein zweiter Schleifdurchlauf durchgeführt, und die zeitabhängige Zunahme der Vibrationsniveaus
wurde bei einer ausgesuchten Zielfrequenz (57000 cpm, die während des ersten Durchganges
beobachtete Frequenz) während der gesamten 10,7 Minuten, die die Scheibe in Kontakt
mit dem Werkstück blieb, aufgezeichnet. Scheibenverschleißraten (WWR), Materialabtragungsraten
(MRR) und andere Schleifvariablen wurden aufgezeichnet, während die Schleifdurchgänge
durchgeführt wurden. Diese Daten sind zusammen mit der Vibrationsamplitude für jede
Scheibe nach 9–10 Minuten kontinuierlichem Kontaktschleifen in Tabelle 3-1
nachfolgend gezeigt.
Tabelle 3-1Schleifversuchsergebnisse
Man kann sehen, dass die Versuchsscheiben die geringste Scheibenverschleißrate
und die geringsten Werte der Vibrationsamplitude aufwiesen. Die kommerziellen Vergleichsscheiben,
die mit Phenolharzbindungen hergestellt wurden (38A80-G8 B24, -K8 B24 und -O8 B24),
wiesen geringe Scheibenverschleißraten auf, hatten aber unakzeptabel hohe Werte
für die Vibrationsamplituden. Für diese Scheiben würde man vorhersagen, dass sie
in tatsächlichen Walzenschleifverfahren Ratterschwingungen hervorrufen würden. Die
mit Schellackharzbindungen hergestellten Vergleichsscheiben (53A80J7-Schellackmischung
und 53A80L7-Schellackmischung) hatten hohe Scheibenverschleißraten, aber akzeptabel
niedrige Vibrationsamplitudenwerte. Die Versuchsscheiben waren allen Vergleichsscheiben
über einen Bereich von Leistungsstufen (nahezu konstante Vibrationsamplitude bei
10–23 PS und durchgängig niedrigeren WWR) überlegen und die Versuchsscheiben
zeigten überlegene G-Werte (Materialabtragungsrate/Scheibenverschleißrate), was
exzellente Effizienz und Scheibenlebensdauer bescheinigt.
Es wird vermutet, dass das relativ niedrige Elastizitätsmodul und
die relativ hohe Porosität der Versuchsscheiben eine gegenüber Rattern resistente
Scheibe erzeugt, ohne die Scheibenlebensdauer und Schleifeffizienz aufzugeben. Für
die Versuchsscheiben wurde recht unerwarteter Weise beobachtet, dass sie effizienter
Schleifen als Scheiben, die höhere prozentuale Volumenanteile an Korn enthalten
und einen härteren Scheiben-Härtegrad aufweisen. Obwohl die Versuchsscheiben so
konstruiert wurden, dass sie einen relativ weichen Härtegrad ergaben (d. h. Grad
A–E auf der Norton Company-Härtegradskala für Schleifscheiben), schliffen
sie aggressiver, mit weniger Scheibenverschleiß, wodurch sie einen höheren G-Wert
ergaben als die Vergleichsscheiben mit einem signifikant härteren Härtegradwert
(d. h. Härtegrade G-O auf der Norton Company-Härtegradskala für Schleifscheiben).
Diese Ergebnisse waren signifikant und unerwartet.
Beispiel 4
Agglomeriertes Korn enthaltende Versuchsscheiben wurden in einem kommerziellen
Herstellungsverfahren hergestellt und in einem kommerziellen Walzenschleifverfahren,
für die bisher schellackgebundene Scheiben verwendet wurden, getestet.
Agglomerate aus Schleifkorn/anorganischem Bindematerial
Vitrifizierte Bindematerialien (A Bindematerial aus Tabelle 1-2) wurden
zur Herstellung der Probe AV4 aus agglomeriertem Schleifkorn verwendet. Probe AV4
ähnelte Probe AV2, außer dass eine kommerzielle Chargengröße für die Probe AV4 hergestellt
wurde. Die Agglomerate wurden gemäß dem Drehkalzinierungsverfahren, das in Beispiel
1 beschrieben wurde, hergestellt. Das Schleifkorn war Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn
mit der Korngröße 80, erhalten von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc.,
Worcester, MA, USA, und 3 Gew.-% A-Bindematerial (Tabelle 1–2) wurde verwendet.
Die Temperatur des Kalzinierofens wurde auf 1250 °C eingestellt, der Rohrwinkel
betrug 2,5 Grad und die Rotationsgeschwindigkeit betrug 5 U/min. Die Agglomerate
wurden mit zweiprozentiger Silanlösung (erhalten von Crompton Corporation, South
Charleston, West Virginia) behandelt.
Schleifscheiben
Agglomerat-Probe AV4 wurde zur Herstellung von Schleifscheiben verwendet
(Endgröße 36'' Durchmesser × 4'' Breite × 20'' zentrale Öffnung (Typ
1) (91,4 × 10,2 × 50,8 cm)). Die Versuchsschleifscheiben wurden mit
kommerziellen Herstellungsgeräten durch Mischung der Agglomerate mit flüssigem Phenolharz
(V-1181-Harz von Honeywell International Inc., Friction Division, Troy NY) (22 Gew.-%
der Harzmischung) und pulverförmigem Phenolharz (Durez Varcum® Harz 29-717 erhalten
von Durez Corporation, Dallas TX) (78 Gew.-% der Harzmischung) hergestellt. Die
prozentualen Gewichtsmengen an Schleifmittel-Agglomerat und Harzbindung, die in
diesen Scheiben verwendet wurden, sind in Tabelle 4-1 nachfolgend aufgelistet. Die
Materialien wurden für einen ausreichenden Zeitraum gemischt, um eine einheitliche
Mischung zu erhalten. Die einheitliche Mischung aus Agglomerat und Bindung wurde
in Formen eingebracht und mit Druck beaufschlagt, um Scheiben im Grünzustand (ungehärtet)
zu formen. Diese grünen Scheiben wurden aus den Formen entfernt, in beschichtetes
Papier eingewickelt und durch Erhitzen bei einer maximalen Temperatur von 160 °C
gehärtet, gradiert, endbehandelt und inspiziert, wobei aus dem Stand der Technik
bekannte Herstellungstechniken für kommerzielle Schleifscheiben angewendet wurden.
Elastizitätsmodul und Dichte nach dem Brennen wurden für die fertigen Scheiben gemessen
und die Ergebnisse sind nachfolgend in Tabelle 4-1 gezeigt. Berstgeschwindigkeit
der Scheiben wurde gemessen und die maximale Betriebsgeschwindigkeit wurde als 9500
sfpm bestimmt.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (enthaltend prozentuale Volumenanteile
Schleifmittel, Bindung und Porosität in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle
4-1 beschrieben. Diese Scheiben hatten eine sichtbar offene, zusammenhängende, relativ
einheitliche Porositätsstruktur, die bisher in kommerziellen Verfahren hergestellten
organisch gebundenen Schleifscheiben unbekannt war.
Diese Versuchsschleifscheiben wurden in zwei kommerziellen Schleifoperationen
zur Endbearbeitung von Kaltwalzrollen getestet. Nachdem sie beschliffen worden sind,
werden diese Schmiedestahlrollen dazu verwendet, die Oberfläche von Metallplatten
(z. B. Stahlplatten) zu walzen und endzubearbeiten. Kommerzielle Operationen verwenden
üblicherweise kommerzielle, schellackgebundene Scheiben (80 Grit Aluminiumoxid Schleifkorn
ist üblich), und diese Scheiben werden normalerweise bei 6500 sfpm betrieben, mit
einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 8000 sfpm. Schleifbedingungen sind unten
aufgelistet und Testergebnisse sind in den Tabellen 4-2 und 4-3 gezeigt.
Schleifbedingungen A
SchleifmaschineFarrell Walzenschleifer, 40 PSKühlmittelStuart Synthetic w/waterScheibengeschwindigkeit780 U/minWerkstückSchmiedestählerne Tandemmühlwerkwalzen, Härte 842 Equotip, 82
× 25 Inch (208 × 64 cm)Werkstück(Walze)-Geschwindigkeit: 32 U/minVerschiebung100 Inch/Min.Kontinuierlicher Vorschub0,0009 Inch/Min.Endvorschub0,0008 Inch/Min.Benötigte Oberflächengüte18–30 Ra Rauhheit, 160 Peaks Maximum
Tabelle 4-2Schleiftestergebnisse/Schleifbedingungen A
Bei den Schleifbedingungen A zeigten die Versuchsschleifscheiben exzellentes
Leistungsverhalten beim Schleifen, wobei sie wesentlich höhere G-Werte erreichten
als in bisher verwendeten kommerziellen Verfahren mit schellackgebundenen Schleifscheiben
unter diesen Schleifbedingungen beobachtet wurden. Auf der Basis zurückliegender
Erfahrungen beim Walzenschleifen unter den Schleifbedingungen A, wären die Versuchsscheiben
2-1, 2-2 und 2-3 als zu weich angesehen worden (bei Norton Company-Härtegradwerten
von B-D), um eine kommerziell annehmbare Schleifeffizienz zu erreichen, weshalb
diese Ergebnisse, die exzellente G-Werte zeigen, höchste ungewöhnlich waren. Des
Weiteren war der Oberflächenfinish der Walzen frei von Rattermarken und lag innerhalb
der Spezifikationen bezüglich Oberflächenrauhheit (18–30 Ra) und der Anzahl
an Oberflächen-Peaks (ungefähr 160). Die Versuchsschleifscheiben lieferten eine
Qualität der Oberflächengüte ab, wie sie bisher nur mit schellackgebundenen Schleifscheiben
beobachtet wurde.
Ein zweiter Schleiftest mit den Versuchsschleifscheiben 3-3 mit den
Schleifbedingungen B bestätigten die überraschenden Vorteile der Verwendung der
erfindungsgemäßen Scheiben in einem kommerziellen Walzenkaltschleif-Endbearbeitungsvorgängen
über eine ausgedehnte Prüfzeit. Testergebnisse sind nachfolgend in Tabelle 4-3 gezeigt. Tabelle 4-3Schleifstestergebnisse/Schleifbedingungen B
Der kumulative G-Wert für Versuchsscheibe 2-4 betrug 2,093 nach dem
Schleifen von 19 Walzen bei einer auftretenden Abnutzung von in etwa 3 Inch des
Scheibendurchmessers. Dieser G-Wert stellt eine 2- bis 3fache Verbesserung der G-Werte
dar, die für kommerzielle Schleifscheiben (z. B. schellackgebundene Scheiben, C-6
und C-7, die in Beispiel 2 beschrieben sind), die zum Schleifen von Walzen unter
den Schleifbedingungen A oder B verwendet wurden. Die Drehgeschwindigkeit der Scheibe
und Materialabtragungsrate übertraf die von kommerziellen Vergleichsscheiben, die
in diesem Walzenschleifvorgang verwendet wurden, womit die unerwartete Schleifeffizienz,
die mit den erfindungsgemäßen Schleifverfahren möglich ist, zusätzlich aufgezeigt
wird. Mit den Versuchsscheiben erreichter Oberflächenfinish der Walzen war gemäß
kommerzieller Produktionsstandards akzeptabel. Kumulative Ergebnisse, die nach dem
Schleifen von 19 Walzen beobachtet wurden, bestätigen die gleichbleibende Arbeitsweise
der Versuchsscheiben und die vorteilhafte Widerstandsfähigkeit der Scheibe gegenüber
der Entwicklung von Scheibennocken, Vibration und Rattern während die Scheibe durch
den Schleifvorgang verbraucht wird.
Beispiel 5Agglomerate aus Schleifkorn/anorganischem Bindemittel
Die Agglomerat-Proben wurden aus einer einfachen Mischung aus Schleifkorn,
Bindematerial und Wassermischungen, die in Tabelle 5-1 beschrieben sind, hergestellt.
Die vitrifizierte Bindematerial-Zusammensetzung, die zur Herstellung der Proben
verwendet wurde, war das Bindematerial C, das in Tabelle 1-2 aufgelistet ist. Das
Schleifkorn war ein Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, Korngröße 18, erhalten
von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA.
Proben des agglomerierten Schleifkorns wurden bei 1150 °C gebildet,
unter Verwendung einer Drehkalzinierungsvorrichtung (Modell Nr. HOU-6D60-RTA-28,
Harper International, Buffalo, New York), die mit einer 120 Inch (305 cm) langen,
3/8 Inch (0,95 cm) dicken Metallröhre (Hastelloy) mit einem Innendurchmesser von
5,75 Inch (15,6 cm) ausgerüstet war und die eine 60 Inch (152 cm) beheizte Länge
mit drei geregelten Temperaturzonen hatte. Eine Brabender®-Zuführeinheit mit
einstellbarer Regelung der volumetrischen Zuführrate wurde verwendet, um die Mischung
aus Schleifkorn und Bindematerial in die Heizröhre der Drehkalzinierungsvorrichtung
zu dosieren. Der Agglomerationsprozess wurde unter atmosphärischen Bedingungen,
mit einer Rotationsgeschwindigkeit der Vorrichtungsröhre von 3,5 bis 4 U/min, einem
Röhrenneigungswinkel von 2,5 bis 3 Grad und einer Material-Zuführungsrate von 6–10
kg/Stunde durchgeführt.
Nach der Agglomeration in der Drehkalzinierungsvorrichtung wurden
die Proben agglomerierten Schleifkorns gesiebt und bezüglich loser Packungsdichte
(LPD) und Größenverteilung untersucht. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 5-1 gezeigt.
Tabelle 5-1Eigenschaften des agglomerierten Granulats V1
Probe V1 des agglomerierten Korns wurde zur Herstellung von Schleifscheiben
(Typ 1) (Endgröße: 20 × 1 × 8 Inch) (50,8 × 2,54 ×
20,3 cm) verwendet. Die Zusammensetzung der Scheiben (einschließlich prozentualer
Volumenanteil Schleifmittel, Bindung und Porosität in den gebrannten Scheiben),
Dichte und mechanische Eigenschaften der Scheiben sind in Tabelle 5-2 beschrieben.
Zusammensetzungen für Versuchsscheiben 1 bis 4 wurden so ausgewählt, dass sie Scheiben
mit dem Härtegrad F ergaben, und Zusammensetzungen für Versuchsscheiben 5 bis 8
wurden so ausgesucht, dass sie Scheiben mit dem Härtegrad G ergaben.
Um die Schleifscheiben herzustellen, wurden die Agglomerate zusammen
mit einem flüssigen Bindemittel und einer pulverförmigen Zusammensetzung einer vitrifizierten
Bindung, die dem Bindematerial C aus Tabelle 1-2 entsprach, in einen Mischer gegeben.
Die Strukturen der Agglomerate waren ausreichend widerstandsfähig gegenüber Verdichtung,
um eine ausreichende Menge an Agglomeraten mit dreidimensionalem Charakter beizubehalten,
nachdem diese Verfahren zur Mischung und zum Formen von Schleifscheiben ausgesetzt
waren. Die Scheiben wurden dann geformt, getrocknet, bis zu einer maximalen Temperatur
von 900 °C gebrannt, gradiert, endbehandelt, ausgewuchtet und inspiziert, wobei
aus dem Stand der Technik bekannte Techniken zur Herstellung von kommerziellen Schleifscheiben
angewendet wurden. Die fertigen Scheiben wurden gemäß kommerziell praktizierter
Geschwindigkeitstests auf Sicherheit getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben
beim Anbringen auf einer Schleifmaschine eine ausreichende mechanische Festigkeit
für Rotationsbewegung und ausreichende mechanische Festigkeit für den Schleifvorgang
aufwiesen. Alle Versuchsscheiben überlebten den Maximalgeschwindigkeitstest für
die Testgeräte (85,1 m/s) und hatten somit eine ausreichende mechanische Festigkeit
für Tiefschleifverfahren.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (einschließlich prozentualer Volumenanteil
Schleifmittel, Bindung und Porosität der gebrannten Scheibe), Dichte und mechanische
Eigenschaften der Scheiben sind in Tabelle 5-2 beschrieben.
Tabelle 5-2Eigenschaften der Schleifscheiben Scheibenvergleichsproben waren kommerzielle Produkte, die von Saint-Gobain
Abrasives, Inc., Worcester, MA erhalten wurden, und die mit Handelsbezeichnungen
gekennzeichnet waren, wie sie für jede Scheibe in Tabelle 5-2 angezeigt sind.Werte für den prozentualen Volumenanteil Bindung der Versuchsscheiben
schließen den prozentualen Volumenanteil des vitrifizierten Bindematerials ein,
das auf den Körnern angewendet wurde, um die Agglomerate herzustellen. Bezüglich des Bruchmoduls wurden die Scheiben auf einer Instron Modell
1125 mechanischen Prüfmaschine mit einer 4-Punkt-Biegeaufspannvorrichtung mit einem
Auflagenabstand von 3'', einer Belastungsspannung von 1'' und mit einer Belastungsrate
von 0,050'' pro Minute Querhaupt-Geschwindigkeit getestet. Wenn die Scheiben bei der maximalen Geschwindigkeit, die mit der Berstprüfmaschine
erreicht wurde, rotiert wurden gingen, die Scheiben nicht zu Bruch.
Die Elastizitätsmodul-Werte der Versuchsscheiben 1–4 reichten
von 34 bis 43 % geringerer als der Wert für die Vergleichsscheiben mit dem Härtegrad
F, und die Elastizitätsmodul-Werte für die Versuchsscheiben 5-8 reichten von 45
bis 54 % geringerer als die Werte für die Vergleichsscheiben mit dem Härtegrad G.
Scheiben mit Zusammensetzungen mit identischen prozentualen Volumenanteilen
an Korn, Bindung und Porosität zeigten recht unerwarteterweise signifikant unterschiedliche
Elastizitätsmodul-Werte. Versuchsscheibe 1 hatte einen Elastizitätsmodul-Wert, der
34 % niedriger war als der Wert für die Vergleichsscheibe mit dem Härtegrad F, und
Versuchsscheibe 5 hatte einen Elastizitätsmodul-Wert, der 51 % geringer war als
der Wert für die Vergleichsscheibe mit dem Härtegrad G. In einem separaten Versuch,
zeigten Vergleichsscheiben, die mit weicheren Härtegraden hergestellt wurden, damit
sie sich durch vergleichbare, relativ niedrige Elastizitätsmodul-Werte auszeichneten,
keine ausreichende mechanische Festigkeit, um den Geschwindigkeitstest bei 85, 1
m/s zu bestehen.
Die Werte aus den Geschwindigkeitstests für die Versuchsscheiben waren
völlig zufrieden stellend. Des Weiteren zeigte Versuchsscheibe 1 bei Zusammensetzungen
mit identischen prozentualen Volumenanteilen an Korn, Bindung und Porosität ein
Bruchmodul, das nur 7 % niedriger war als das der Vergleichsscheibe mit dem Härtegrad
F, während Versuchsscheibe 5 ein Bruchmodul aufwies, das lediglich 3 % niedriger
war, als das der Vergleichsscheibe mit dem Härtegrad G. Diese geringfügige Abnahme
des Bruchmoduls war erwartet, angesichts der geringfigigen Abnahme der Dichte der
Versuchsscheiben im Vergleich zu den Vergleichsscheiben. Die Abnahme der Dichte
legt ebenfalls nahe, dass die Versuchsscheiben, verglichen mit den Vergleichsscheiben,
die eine identische Vol.-%-Zusammensetzung hatten, einer Schrumpfung während der
thermischen Verarbeitung widerstanden, und dies steht für signifikante potenzielle
Ersparnisse an Herstellungskosten, sowohl bezüglich der Materialkosten als auch
Endbearbeitungsarbeitsgängen.
Die Scheiben wurden in einer Tiefschleif-Operation gegenüber kommerziellen
Vergleichsscheiben getestet, die zur Verwendung in Tiefschleif-Operationen empfohlen
werden, getestet. Die Vergleichsscheiben hatten die gleichen Größenabmessungen,
identische oder ähnliche Vol.-%-Zusammensetzungen, vergleichbare Härtegrade (die
Grade wurden auf der Basis von prozentualen Volumenanteilen an Korn, Bindung und
Porosität bestimmt) und funktional äquivalente Chemie der Bindung, und waren ansonsten
geeignete Vergleichsscheiben für eine Untersuchung zum Tiefschleifen. Aber die Vergleichsscheiben
wurden ohne agglomeriertes Korn hergestellt und Opfer-Porenbildner waren nötig,
um die angestrebten prozentualen Volumenanteile Porosität und Dichte der Scheiben
zu erreichen. Die kommerziellen Scheibenbezeichnungen und die Zusammensetzungen
der Vergleichsscheiben sind in Tabelle 5-2 beschrieben (kommerzielle Scheiben 38A80F19VCF2
und 38A80G19VCF2).
Ein „Keil"-Schleiftest wurde durchgeführt, wobei das Werkstück
mit einem geringen Winkel bezüglich des Maschinenschlittens, auf dem es angebracht
ist, angeordnet ist. Diese Geometrie führt zu einer zunehmenden Schleiftiefe, zunehmender
Materialabtragungsrate und zunehmender Spandicke vom Beginn bis zum Ende des Schleifens.
Somit werden in einem einzigen Durchgang Schleifdaten über einen Bereich von Schleifbedigungen
gesammelt. Die Auswertung des Leistungsverhalten der Scheibe in dem Keil-Test wird
durch die Messung und Aufzeichnung der Spindelantriebsleistung und Schleifkräfte
weiter gefördert. Die genau Bestimmung der Bedingungen (MRR, Spandicke, etc.), die
unannehmbare Ergebnisse wie Schleifbrand oder Versagen der Scheibe liefern, erleichtert
die Charakterisierung des Scheibenverhaltens und das Einordnen des Leistungsverhaltens
der Produkte in Relation zueinander.
Schleifbedingungen
MaschineHauni-Blohm Profimat 410BetriebsartKeil-TiefschleifenScheibengeschwindigkeit5500 surface feet per minute (28 m/s)TischgeschwindigkeitVarierte von 5 bis 17,5 Inch/Minute (12,7–44,4 cm/Minute)KühlmittelMaster Chemical Trim E210 200, bei 10%iger Konzentration mit
deionisiertem Brunnenwasser, 72 gal/Minute (272 l/Minute)Material des WerkstückesInconel 718 (42 HRc)Art des AbrichtensRolle Diamant, kontinuierlichKompensation beim Abrichten20 Mikro-Inch/Umdrehung (0,5 Mikrometer/Umdrehung)Geschwindigkeitsverhältnis+ 0,8
In diesen Schleifgängen bewirkte die kontinuierliche Schneidiefe eine
kontinuierliche Zunahme der Materialabtragungsrate über die Blocklänge (8 Inch (20,3
cm)). Versagen wurde durch Werkstückbrand, Bruch der Scheibe, rauhes Oberflächenfinish
und/oder Verlust der Schneideckenform angezeigt. Die Abnutzung der Scheibe durch
das Schleifen war geringer als der Verlust kontinuierlicher Abricht-Kompensation,
die während des Schleiftests durchgeführt wurde. Die spezifische Schleifenergie
und die Materialabtragungsrate, bei der Versagen auftrat (maximale MRR) sind in
Tabelle 5-3 notiert.
Tabelle 5-3Schleiftestergebnisse
Wie aus den Schleiftestergebnissen in Tabelle 5-3 hervorgeht, zeigten
die Versuchsscheiben von 20 bis 58 % höhere MRR-Werte, verglichen mit denen von
Vergleichsscheiben, die identische Vol.%-Zusammensetzungen hatten, bevor Versagen
auftrat. Bei identischen Zusammensetzungen zeigten die Versuchsscheiben zumindest
eine 17%ige Reduktion der Leistung, die zum Schleifen benötigt wurde (spezifische
Schleifenergie). Diese Effizienzgrade des Schleifvorgangs wurden ohne einen wesentlichen
Verlust an Oberflächengüte des beschliffenen Werkstückes erreicht. Die Ergebnisse
deuten darauf hin, dass die Versuchsscheiben in kommerziellen Tiefschleifverfahren
bei einer niedrigeren Abrichtrate bei einer konstanten MRR betrieben werden können,
wodurch zumindest eine Verdoppelung der Lebensdauer erreicht werden.
Beispiel 6Agglomerate aus Schleifkorn/anoranischem Bindemittel
Die Proben aus agglomeriertem Korn wurden aus einer einfachen Mischung
des Schleifkorns, Bindematerials und Wasser, wie in Tabelle 6-1 beschrieben, hergestellt.
Die vitrifizierte Bindung-Bindematerial-Zusammensetzungen, die zur Herstellung der
Proben verwendet wurden, war Bindematerial C, das in Tabelle 1-2 aufgeführt ist.
Das Schleifkorn war ein Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, Korngröße 60, erhalten
von Saint-Gobain Ceramics & Plastics Inc., Worcester, MA, USA.
Proben des agglomerierten Schleifkorns wurden bei 1250 °C Maximaltemperatur
in einer industriellen Drehkalzinierungsvorrichtung (hergestellt von Bartlett Inc.
Stow, Ohio; Gasmodel mit offenem Feuer), die ausgerüstet war mit einem 25 Fuß (10,7
m) langen, 23 Inch (0,58 m) dicken feuerfesten Rohr mit 31 Inch (0,78 m) Innendurchmesser,
hergestellt. Der Agglomerationsprozess wurde unter atmosphärischen Bedingungen durchgeführt,
bei einem Kontroll-Sollwert der Heißzonentemperatur von 1250 °C, bei einer Drehrate
des Rohrs der Vorrichtung von 2,5 U/min, einem Rohrneigungswinkel von 3 Grad und
einer Materialzuführrate von 450 kg/Stunde.
Nach der Agglomeration in der Drehkalzinierungsvorrichtung wurden
die Proben des agglomerierten Schleifkorns gesiebt und bezüglich der losen Packungsdichte
(LPD) und Größenverteilung getestet. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 6-1 gezeigt.
Tabelle 6-1Eigenschaften des agglomerierten Granulats V2
Proben des Agglomerats wurden dazu verwendet, Schleifscheiben herzustellen
(Typ 1) (Endgröße: 20 × 1 × 8 Inch) (50,8 × 2,54 × 20,3
cm). Um die Schleifscheiben herzustellen, wurden Agglomerate zusammen mit einem
flüssigen Bindemittel und einer pulverförmigen Zusammensetzung einer glasartigen
Bindung, die dem Bindematerial C aus Tabelle 1-2 entsprach, in einem Mischer gegeben.
Die Strukturen der Agglomerate waren gegenüber Verdichtung ausreichend widerstandsfähig,
um eine effektive Menge an Agglomeraten, die, nachdem sie Misch- und Formungsverfahren
ausgesetzt waren, einen dreidimensionalen Charakter aufwiesen, beibehalten. Zusammensetzungen
für die Versuchsscheiben 9 bis 11 wurden so ausgewählt, dass sie Scheiben mit dem
Härtegrad I ergaben, Zusammensetzungen für Versuchsscheiben 12 bis 16 wurden so
ausgewählt, dass sie Scheiben mit dem Härtegrad K ergaben, und Zusammensetzungen
für Versuchsscheiben 17 bis 19 wurden so ausgewählt, dass sie Scheiben mit dem Härtegrad
J ergaben. Die Scheiben wurden dann geformt, getrocknet, bis auf eine maximale Temperatur
von 1030 °C gebrannt, gradiert, endbearbeitet, ausgewuchtet und inspiziert,
wobei aus dem Stand der Technik bekannte Techniken zur Herstellung kommerzieller
Schleifscheiben verwendet wurden.
Die fertiggestellten Scheiben wurden gemäß eines kommerziell angewendeten
Geschwindigkeitstests auf Sicherheit getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben,
wenn sie auf eine Schleifmaschine montiert wurden, ausreichende mechanische Festigkeit
für Rotationsbewegung und ausreichende mechanische Festigkeit für die Schleifoperation
aufwiesen. Ergebnisse der Bersttests sind in Tabelle 6-2 gegeben. Alle Versuchsscheiben
hatten ausreichende mechanische Festigkeit für Tiefschleifverfahren. Traditionell
betreiben kommerzielle Tiefschleifverfahren diese Schleifscheiben bei 6500 sfpm
(33 m/s) bei einer maximalen Betriebsgeschwindigkeit von etwa 8500 sfpm (43,2 m/s).
Die Zusammensetzung der Scheiben (einschließlich prozentualer Volumenanteil
Schleifmittel, Bindung und Porosität in den gebrannten Scheiben), Dichte und Materialeigenschaften
der Scheiben sind in Tabelle 6-2 beschrieben.
Tabelle 6-2Eigenschaften der Schleifscheiben Vergleichsscheiben-Proben waren kommerzielle Produkte, die von Saint-Gobain
Abrasives, Ltd., Stafford, UK erhalten wurden und mit mit den Scheibenbezeichnungen
gekennzeichnet waren, die für jede in Tabelle 6-2 angezeigt ist. Werte der Vol. %-Bindung der Versuchsscheiben schließen die Vol. %-vitrifiziertes
Bindematerial, das auf den Körner zur Herstellung der Agglomerate verwendet wurde,
ein. Diese Scheibe ähnelt der Vergleichsscheibe 38A60-K75LCNN bezüglich
der Vol. %-Zusammensetzung, wurde aber mit einem länglichen, gesinterten Sol-Gel-alpha-Aluminiumoxid-Schleifkorn
hergestellt, das ein Aspektverhältnis von mehr als 4:1 hatte, gemäß US A-5,738,696
und US A-5,738,697 an Wu. Zu beachten ist, dass es eine geringere Dichte aufweist,
aber einen sehr ähnlichen Elastizitätsmodul-Wert verglichen mit 38A60K75LCNN aufweist.
Scheiben mit identischen Vol.-%-Zusammensetzungen an Korn, Bindung
und Porosität wiesen recht unerwarteterweise signifikant unterschiedliche Elastizitätsmodul-Werte
auf. Insbesondere der Elastizitätsmodul-Wert einer Vergleichsscheibe (TG2-80 E13
VCF5), die mittels zugegebener, länglicher Partikel (Schleifkörner) anstatt mit
Opfer-Porenbildnern mit dem gewünschten relativ hohen prozentualen Volumenanteil
Porosität und der relativ geringen Dichte hergestellt wurde, zeigte keinen Abfall
des Elastizitätsmodul-Wertes. Tatsächlich war der Elastizitätsmodul-Wert höher als
der der am nähesten kommenden, vergleichbaren Vergleichsscheibe und wesentlich höher
als der der Versuchsscheiben mit vergleichbaren Vol.-%-Zusammensetzungen.
Trotz der verringerten Elastizitätsmodul-Eigenschaften waren die Werte
der Geschwindigkeitstests für die Versuchsscheiben im vollen Umfang akzeptabel.
Bei identischer Vol.-%-Zusammensetzung an Korn, Bindung und Porosität zeigte Versuchsscheibe
1 lediglich geringfügig verringerte Bruchmodul- und Berstgeschwindigkeitswerte.
Die Dichten der Versuchsscheiben waren geringfügig geringer als die der Vergleichsscheiben,
die bei einer identischen Vol.-%-Zusammensetzung formuliert wurden. Somit wurde
ein geringer Abfall des Bruchmoduls erwartet. Die Abnahme der Dichte legte auch
nahe, dass die Versuchsscheiben, verglichen mit Vergleichsscheiben mit einer identischen
Vol.-%-Zusammensetzung, Schrumpfung während der thermischen Verarbeitung
widerstanden hatten, und dies steht für signifikante potenzielle Einsparungen bei
den Herstellungskosten, sowohl bezüglich Materialkosten und in Endbearbeitungsverfahren.
Die Scheiben wurden in einem Tiefschleifverfahren getestet, wobei
die in Beispiel 5 beschriebenen Keil-Test-Schleifbedingungen verwendet wurden. Die
Scheiben wurden gegenüber kommerziellen Vergleichsscheiben getestet, die zur Verwendung
in Tiefschleifverfahren empfohlen werden. Die Vergleichsscheiben hatten die gleichen
Größenabmessungen, identische oder ähnliche Vol.-%-Zusammensetzungen, vergleichbare
Härtegrade (Härten wurden auf der Basis von Vol.-%-Gehalten an Korn, Bindung und
Porosität bestimmt) und funktional äquivalente Chemien der Bindungen und waren auch
sonst geeignete Vergleichsscheiben für eine Tiefschleif-Studie. Die Vergleichsscheiben
wurden aber ohne agglomeriertes Korn hergestellt, und Opfer-Porenbildner wurden
verwendet, um den gewünschten prozentualen Volumenanteil Porosität und die gewünschte
Scheibendichte zu erhalten. Die kommerziellen Scheibenbezeichnungen und die Zusammensetzungen
der Vergleichsscheiben sind in Tabelle 6-2 beschrieben (kommerzielle Scheiben 38A60-I96
LCNN, 38A60-K75 LCNN und 38A60-J64 LCNN). Ergebnisse sind unten in Tabelle 6-3 angegeben.
Tabelle 6-3Ergebnisse der Schleiftests Um prozentuale Verbesserungswerte zu berechnen, wurden Versuchsscheiben
mit Vergleichsscheiben verglichen, die die am nächsten kommenden vergleichbare Härte
aufwiesen. Versuchsscheiben 9–11 wurden mit der Scheibe mit der Härte I verglichen;
Versuchsscheiben 12–16 wurden mit der Scheibe mit der Härte K verglichen;
und Versuchsscheiben 17 bis 19 wurden mit den Scheiben mit der Härte J verglichen.
Wie aus den Ergebnissen der Schleiftests in Tabelle 6-3 entnommen
werden kann, zeigten die Versuchsscheiben höhere MRR (10 bis 68 %) bevor Versagen
auftrat, verglichen mit Vergleichsscheiben, die identische Vol.-%-Zusammensetzungen
aufwiesen. Bei identischen Zusammensetzungen zeigten die Versuchsscheiben eine Reduktion
der Leistung (3 bis 31 %), die zum Schleifen benötigt wurde (spezifische Schleifenergie).
Diese Effizienzgrade in den Schleifvorgängen wurden ohne einen wesentlichen Verlust
an Qualität der Oberflächengüte des beschliffenen Werkzeuges erreicht. Die Ergebnisse
legen nah, dass die Versuchsscheiben in kommerziellen Tiefschleifverfahren bei geringeren
Abrichtraten mit einer konstanten MRR betrieben werden können, wodurch zumindest
eine Verdoppelung der Lebensdauer der Scheibe erreicht wird.
Beispiel 7Agglomerate aus Schleifkorn/organischen Bindemittel
Eine Reihe von Proben agglomerierter Schleifkörner (A1–A8) wurden
aus einer Mischung aus Schleifkorn und Phenolharz-Bindematerial (Durez Varcum®
resin 29-717, spezifische Dichte 1,28 g/cm3, erhalten von Durez Corporation, Dallas
TX) in den in Tabelle 7-1 beschriebenen Mengen hergestellt. Alle Proben wurden mit
silanbehandeltem Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, erhalten von Saint-Gobain
Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA, in den in Tabelle 7-1 aufgelisteten
Korngrößen (80 oder 46 Grit) hergestellt.
Das Korn und das HarzBindematerial wurden in der Schüssel eines Mischers
(Proben A5–A8 in einem Modell Nummer RV-02 high shear Erich Mixer hergestellt
von der Erich Company, Gurnee, IL; Probe A1 in einem Trogmischer, hergestellt durch
Foote-Jones/Illinois Gear in Chicago, IL; und Proben A2, A3 und A4 in einem maßgefertigten
Trogmischer, hergestellt durch Boniface Tool and Die in Southbridge MA). Das Mischen
wurde bei einer Troggeschwindigkeit begonnen, die auf 64 U/min eingestellt war,
und bei einer Paddelgeschwindigkeit, die auf 720 U/min eingestellt war (Proben A5–A8
in dem Erich Mischer), oder bei einer Troggeschwindigkeit von 35 U/min und einem
stationären Paddel (Probe A1 in dem Foote/Jones-Mischer), oder bei 35 U/min Troggeschwindigkeit
und 75 U/min Paddelgeschwindigkeit (Proben A2–A4 in dem Boniface-Mischer).
Während der Mischung wurde ausreichend Lösemittel (Furfural) in Form eines Nebels
auf die Mischung aus Korn und Bindematerial gesprüht, um zu bewirken, dass die Körner
und das Bindematerial zusammen agglomerierten. Das Sprühen von Lösemittel auf die
Mischung wurde solange fortgesetzt, bis Körner und Bindematerial Agglomerate gebildet
hatten. Bei der Herstellung der Probe A1 wurde das Lösemittel per Hand mit einer
Plastikflasche auf die trockenen Komponenten gesprüht. Bei der Herstellung der Proben
A2–A8 wurde Lösemittel als ein durchgängiger Nebel in abgemessenen Mengen
unter Verwendung eines Tool Mist Coolant Generator, erhalten von der Wesco Company,
Chatsworth, CA, auf die trockenen Komponenten gesprüht. Der Agglomerationsprozess
wurde bei Raumtemperatur unter atmosphärischen Bedingungen durchgeführt.
Nach der Agglomeration in dem Mischer wurden die Proben nassen agglomerierten
Schleifkorns durch ein US-Sieb mit Siebweite 3,5 mesh gesiebt und über Nacht unter
Umgebungsbedingungen getrocknet. Die Proben wurden mit einem groben Sieb (US-Standard
Siebweite #8 für 46 Grit Agglomerate, Siebweite #20 für 80 Grit Agglomerate) erneut
gesiebt und in einer einzigen Lage auf einem mit einem Fluorpolymer ausgekleideten
Ofenblech (etwa 45 × 30 cm) ausgebreitet. Agglomerate wurden dann in einem
Laborofen (Despatch-Modellnummer VRD-1-90-1E von Despatch Industries, Minneapolis,
MN) unter atmosphärischen Bedingungen gehärtet, auf eine Maximaltemperatur von 160°C
erhitzt und bei dieser Temperatur für 30 Minuten gehalten. Die gehärteten Agglomerate
wurden unter einen 1,5 inch-Stahlstab gerollt, der handbetrieben wurde, um größere
Agglomerate teilweise zu zermahlen und in kleinere Agglomerate zu zerteilen.
Die gehärteten Agglomerate wurden mit US-Standard-Testsieben, die
auf einer Schüttelsiebvorrichtung (Ro-Tap; Modell RX-29; W.S. Tyler Inc. Mentor,
OH) klassiert. Die Maschengrößen der Siebe reichten von 10 bis 45 für mit 46 Grit
hergestellte Agglomerate und 20 bis 45 für Agglomerate, die mit Schleifkorn mit
der Korngröße 80 hergestellt waren.
Die Ausbeute an verwendbaren, frei fließenden Agglomeraten der Proben
A1–A8, die definiert wird als die Agglomerate mit einer Größenverteilung gemäß
der angezeigten Siebweiten (US-Standardsiebgrößen) als Gew% des Gesamtgewichts der
Kornmischung vor der Agglomeration, ist nachfolgend in der Tabelle 7-1 gezeigt.
Agglomerate wurden bezüglich loser Packungsdichte (LPD), relativer
Dichte und Größenverteilung getestet, und sie wurden vor und nach der Verwendung
zur Herstellung von Schleifwerkzeugen visuell charakterisiert. Die lose Packungsdichte
der gehärteten Agglomerate (LPD) wurde gemäß dem American National Standard-Verfahren
für die Schüttdichte von Schleifkörnern gemessen. Die ursprüngliche, durchschnittliche
relative Dichte, ausgedrückt als ein Prozentanteil, wurde durch Dividieren der LPD
(&rgr;) durch eine theoretische Dichte der Agglomerate (&rgr;0) berechnet,
wobei Null Porosität angenommen wurde. Die theoretische Dichte wurde gemäß dem Verfahren
der volumetrischen Mischungsregel aus den prozentualen Gewichtsanteilen und der
spezifischen Dichte des Bindematerials und des Schleifkorns, die in den Agglomeraten
enthalten sind, berechnet.
Diese Agglomerate hatten Eigenschaften bezüglich LPD, relativer Dichte
und Größenverteilung, die zur Verwendung in der kommerziellen Herstellung von Schleifscheiben
geeignet sind. Die Testergebnisse der Agglomerate sind in Tabelle
7-1 gezeigt.
Die fertiggestellten, gehärteten Agglomerate hatten dreidimensionale
Formen, die zwischen dreieckig, kugelförmig, kubisch, rechteckig, zylindrisch und
anderen geometrischen Formen variierten. Die Agglomerate bestanden aus einer Vielzahl
individueller Schleifkörner (z.B. 2 bis 40 Körner), die an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten
durch HarzBindematerial miteinander verbunden waren. Auf Grundlage der Materialdichte
und volumetrischen Berechnungen betrug die Porosität der Agglomerate in loser Schüttung
etwa 18 Vol%. Die Strukturen der Agglomerate waren gegenüber Verdichtung ausreichend
resistent, um eine effektive Menge an Agglomeraten beizubehalten, die, nachdem sie
Mischungs- und Formungsverfahren zur Herstellung von Schleifscheiben ausgesetzt
waren, einen ursprünglichen dreidimensionalen Charakter beibehielten.
Agglomerat-Proben A1, A2 und A3 wurden zur Herstellung von Typ 6-Topfschleifscheiben
(Endgröße: 3,5 × 3,75 × 0,88–0,50 Inch Rand) (8,9 × 9,5
× 2,2–1,3 cm Rand) verwendet. Um die Versuchsschleifscheiben herzustellen,
wurden die Agglomerate per Hand in 250g Charge mit einer Zusammensetzung einer Phernolharzbindung
gemischt, bis eine einheitliche Mischung erhalten wurde. Die Zusammensetzung der
Harzbindung war eine Mischung aus 22 Gew% flüssigem Phenolharz (V 1181 von Honeywell
International Inc., Friction Division, Troy NY) und 78 Gew% pulverförmigem Phenolharz
(Durez Varcum® Harz 29-717 von Durez Corporation, Dallas TX). Die einheitliche
Agglomerat- und Bindungsmischung wurde in Formen gegeben und mit Druck beaufschlagt,
um Scheiben im grünen Zustand (ungehärtet) zu formen. Diese grünen Scheiben wurden
aus den Formen entfernt, in beschichtetes Papier eingewickelt und durch Erhitzen
auf eine maximale Temperatur von 160 °C gehärtet, gradiert, endbehandelt und
inspiziert, wobei aus dem Stand der Technik bekannte Herstellungstechniken für kommerzielle
Schleifscheiben angewendet wurden.
Die fertigen Scheiben wurden gemäß eines kommerziell angewendeten
Geschwindigkeitstests auf Sicherheit geprüft, um sicherzustellen, dass die Scheiben,
wenn sie auf eine Schleifmaschine aufgebracht sind, ausreichende mechanische Festigkeit
für Rotationsbewegung und ausreichende mechanische Festigkeit für den Schleifvorgang
aufwiesen. Alle Versuchsscheiben überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 7200
U/min und hatten somit ausreichende mechanische Festigkeit für Flächenschleifverfahren.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (enthaltend prozentualen Volumenanteil
Schleifmittel, Bindung und Porosität der gehärteten Scheiben) sind in Tabelle 7-2
beschrieben.
Tabelle 7-2Eigenschaften der Schleifscheiben Bei 46 Vol% Schleifkorn enthielten die Vergleichsscheiben einen größeren
prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (d.h. 12–16 Vol% mehr) als die Versuchsschleifscheiben,
die mit entweder 30 oder 34 Vol% Schleifkorn hergestellt wurden. Werte für Vol%-Bindung der Versuchsschleifscheiben schließen den prozentualen
Volumenanteil HarzBindematerial ein, das auf den Körnern zur Herstellung der Agglomerate
verwendet wurde, und die Bindung, die zur Herstellung der Scheiben verwendet wurde,
ein. Basierend auf vorläufigen Testbeobachtungen wurden die Versuchsschleifscheiben
auf einen Härtegrad D auf der Norton Company Härtegrad-Skala für kommerzielle Scheiben
formuliert (prozentuale Volumenanteile der Komponenten). Die Vergleichsscheiben-Proben waren kommerzielle Produktformulierungen,
die von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA, erhalten wurden und unter den
alphanumerischen Scheibenbezeichnungen, wie sie für jede Scheibe in Tabelle 7-2
angezeigt sind, verkauft werden. Die Scheiben enthalten Phenolharzbindung, CaF
und hohle Mullitkugeln, 38A-Aluminiumoxid-Schleifkorn und haben entweder einen L
oder P Härtegrad (Norton Company Härtegrad-Skala), wie angezeigt.
Diese Versuchsscheiben wurden in einem Flächenschleifverfahren getestet
und wurden als für die kommerzielle Verwendung geeignet befunden. Versuchsscheiben
wurden im Vergleich zu den in Tabelle 7-2 beschriebenen Vergleichsscheiben, die
zur kommerziellen Verwendung in Flächenschleifverfahren empfohlen werden, getestet.
Die Vergleichsscheiben hatten die gleichen Größenabmessungen, die gleichen Schleifkorn-
und Bindungstypen und waren ansonsten geeignete Vergleichsscheiben zur Auswertung
der Versuchsscheiben in einer Flächenschleifstudie, aber sie wurden ohne agglomeriertes
Korn hergestellt. Ergebnisse dieser Schleiftests sind in Tabelle 7-3 gezeigt.
Schleiftest
Die erfindungsgemäßen Scheiben und die Vergleichsscheiben wurden in
einem Flächenschleiftest mit hohem Kontaktbereich getestet, der so entworfen war,
dass er kommerzielle Schleibenschleifverfahren imitiert. Die folgenden Bedingungen
wurden verwendet. Schleifbedingungen
MaschineOkuma GI-20N, OD/ID-SchleifgerätSchleifartFlächenschleifen (Fläche); Simulationstest für ScheibenScheibengeschwindigkeit6000 umin; 5498 surface feet per minute (27,9 m/s)Werkstücksgeschwindigkeit10 U/min; 20,9 sfpm/0,106 m/sEinsteckvorschubrate0,0105 Inch/min (0,0044 mm/s)/0,0210 Inch (0,0089 mm/s)KühlmittelTrim VHPE210, 5% Verhältnis mit deionisiertem BrunnenwasserMaterial des Werkstücks52100 Stahl 8 Inch OD (20,3 cm) × 7 Inch ID (17,8 cm) ×
0,50 Inch (1,27 cm) Rand, Rc-60 HärteAbrichtenKluster Diamand; Komp. 0,001 Inch, 0,01 Inch Führung (lead)
Tabelle 7-3Schleiftest-Ergebnisse Das Verhältnis G-Wert/Vol%-Schleifmittel ist ein Maß der Schleifleistung
des Korns in der Scheibe. Die Berechnung normalisiert die Schleifleistung unter
Berücksichtigung der signifikanten Unterschiede in Vol%-Schleifkorn zwischen den
Versuchs- und Vergleichsscheiben. Es ist offensichtlich, dass das Schleifkorn in
den Versuchsscheiben eine signifikant bessere Schleifeffizienz auf Basis einer Volumen-Fraktion
ergibt (d.h. weniger Korn wird benötigt, um den gleichen Grad an Schleifeffizienz
zu ergeben).
Die Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäß hergestellten Schleifscheiben
widerstandsfähig gegenüber Verschleiß der Scheibe waren, gleichzeitig aber bei Einstechvorschubraten
und Materialabtragungsraten (MRR) betrieben werden können, die denen der am nächsten
kommenden Vergleichsschleifscheiben entsprechen, bei entweder längeren Lebensdauern
der Scheiben (WWR) bei vergleichbaren spezifischen Schleifenergien oder geringeren
spezifischen Schleifenergien bei vergleichbarer Lebensdauer der Scheiben. Die Versuchsscheibe
(W4), die einen höheren prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (34%) hatte, zeigte überraschender
Weise eine höhere Scheibenverschleißrate als die anderen Versuchsscheiben, die weniger
Schleifkorn enthielten (30%). Bei 0,0267 Einstechvorschub zeigten alle Versuchsscheiben
geringere spezifischere Energien bei einer vorgegebenen MRR als die Vergleichsscheiben.
Da geringere spezifischere Schleifenergien mit einem geringeren Brandpotential korrelieren,
wird von den erfindungsgemäßen Scheiben erwartet, dass sie geringeren Werksstückbrand
aufweisen werden als die Vergleichsscheiben. Außerdem liefern die Versuchsscheiben,
verglichen mit den Vergleichsscheiben, wesentlich bessere Schleifeffizienz auf der
Basis der Schleifkorn-Volumenfraktion (d.h. weniger Korn wird benötigt, um denselben
Grad an Schleifeffizienz zu ergeben). Dieses Ergebnis widerlegt das herkömmliche
Verständnis in der Technik gebundener Schleifmittel, dass eine Schleifscheibe mit
einer höheren Härte, die mehr Korn enthält, der Abnutzung widerstehen wird und bessere
Scheibenlebensdauer und Schleifeffizienz liefern wird als eine Scheibe mit geringerer
(weicherer) Härte. Somit war die überlegende Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen
Scheiben signifikant und unerwartet.
Beispiel 8Schleifscheiben
Agglomerat-Proben A4 und A5 wurden zur Herstellung von Typ 6 Topfschleifscheiben
(Endgröße: 5,0 × 2,0 × 0,625 – 1,5 Inch Rand (12,7 × 5,08
× 1,59 – 3,81 cm Rand) verwendet. Die Versuchsschleifscheiben wurden
gemäß dem oben in Beispiel 7 beschriebenen Verfahren hergestellt.
Während der Formung und dem Pressen der grünen Scheiben, die die Agglomerate
verwendeten, wurde beobachtet, dass einige Verdichtungen der Mischungen nötig war,
um zu einer gehärteten Scheibe zu gelangen, die ausreichende mechanische Festigkeit
zur Verwendung im Flächenschleifen hatte. Falls die Form mit der Mischung aus Bindung
und Agglomeraten gefüllt wurde und im Wesentlichen keine Verdichtung während der
Formung auftrat, so dass die Agglomerate ihre ursprüngliche LPD beibehielten, dann
zeigten die resultierenden Versuchsschleifscheiben keinen Vorteil beim Schleifen
gegenüber den Vergleichsschleifscheiben. Falls aber ausreichender Druck auf die
geformte Mischung aus Agglomeraten und Bindung appliziert wurde, um das Mischungsvolumen
um zumindest 8 Vol% zu verdichten, dann zeigten die Scheiben verbesserte Leistung
beim Schleifen in Flächenschleiftests. Es wurde beobachtet, dass Volumenverdichtungswerte
in Bereich von 8–35 Vol% (bezogen auf die ursprüngliche LPD des Agglomerats
und den Volumen der Mischung, die in die Form eingebracht wurde) wirksame Scheiben
ergaben, die die Vorteile der Erfindung zeigten. Es wurde weiterhin beobachtet,
dass die Zerkleinerung von 8 bis 15 Vol% der Agglomerate die Schleifleistung der
Scheiben, die mit solchen Agglomeraten hergestellt wurden, nicht veränderte.
Die fertigen Scheiben wurden gemäß eines kommerziell ausgeübten Geschwindigkeitstests
auf Sicherheit hin getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben, wenn sie auf
eine Schleifmaschine aufgebracht werden, eine ausreichende mechanische Festigkeit
für Rotationsbewegung und ausreichende mechanische Festigkeit für den Schleifvorgang
hatten. Alle Versuchsscheiben überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 6308 umin
und hatten somit ausreichende mechanische Festigkeit für Flächenschleifverfahren.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (enthaltend prozentuale Volumenanteile
Schleifmittel, Bindung und Porosität in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle
8-1 beschrieben.
Tabelle 8-1Eigenschaften der Schleifscheiben Bei 46 Vol% Schleifkorn enthielten die Vergleichsscheiben einen größeren
prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (d.h. 12–16 Vol% mehr) als die Versuchsscheiben,
die mit entweder 30 oder 34 Vol% Schleifkorn hergestellt wurden. Werte für Vol%-Bindung der Versuchsscheiben schließen den prozentualen
Volumenanteil HarzBindematerial ein, der auf den Körnern verwendet wurde, um die
Agglomerate herzustellen, und den prozentualen Volumenanteil Bindung, der verwendet
wurde, um die Scheiben herzustellen. Scheiben W5, W6 und W8 wurden mit einem Härtegrad
D auf der Norton Härtegrad-Skala hergestellt. Scheibe W7 wurde mit einem Härtegrad
A und Scheibe W9 mit einem Härtegrad G auf der Norton Company Härtegrad-Skala für
kommerzielle Scheiben hergestellt. Vergleichsscheiben-Proben waren kommerzielle Produktformulierungen,
die von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA, erhalten wurden, und unter
den für jede Scheibe in Tabelle 8-1 angezeigten alphanumerischen Scheibenbezeichnungen
verkauft wurden. Die Scheiben enthalten Phenolharz-Bindungen, CaF, hohle
Mullitkugeln, 38A-Aluminiumoxid-Schleifkorn, und haben eine Härte (Norton Company
kommerzielle Skala) von I, L, P oder T, wie angezeigt. Die Fluid(Luft)-Permeabilität ist in der Einheit cm/s/Inch
Wasser angegeben und wird mit einer 1,1 cm Düse mittels des in US Patent Nr. 5,738,696
und 5,738,697 angegebenen Verfahrens gemessen.
Anhand der visuellen Untersuchung von Querschnittsansichten der gehärteten
Versuchsscheiben erschien es, dass das Phenolharz, das dazu verwendet wurde, die
Agglomerate in den Scheiben miteinander zu verbinden, in Richtung zu den um die
Oberfläche der Agglomerate herum gelegenen Höhlräumen angesaugt wurde und dabei
einige oder alle der Hohlräume ausfüllte. Dies wurde nicht in den grünen Scheiben
oder in den Scheiben, die mit einem Schleifscheibenharz mit höherer Viskosität herstellt
wurden, beobachtet. Diese Ergebnisse legen nah, dass die Bindung während des thermischen
Härtungsvorgangs durch eine Dochtwirkung in die Hohlräume der Agglomerate gezogen
wurde. Es wird angenommen, dass diese Bindungsmigration während des Härtungsschrittes,
verglichen mit einer theoretischen Verteilung der Porosität innerhalb und zwischen
den Agglomeraten, die Intra-Agglomerat-Porosität wirksam reduziert und die Inter-Agglomerat-Porosität
wirksam erhöht hat. Das Endergebnis war die Erzeugung einer Kompositstruktur, die
eine Schleifkorn/Bindungs-Matrix innerhalb einer zusammenhängenden Phase mit miteinander
verbundener Porosität enthält.
Diese Versuchsscheiben wurden in einem Flächenschleifverfahren getestet
und als zur kommerziellen Verwendung geeignet befunden. Versuchsschleifsscheiben
wurden gegenüber den in Tabelle 8-1 beschriebenen Vergleichsscheiben getestet, die
kommerziell in Flächenschleifverfahren verwendet werden. Die Vergleichsscheiben
hatten die gleichen Größenabmessungen, die gleichen Schleifkorn- und Bindungstypen
und stellen ansonsten vergleichbare Scheiben zur Auswertung der Versuchsscheiben
in einer Flächenschleifstudie dar, sie wurden aber ohne agglomeriertes Korn hergestellt.
Schleiftestbedingungen und Ergebnisse sind nachfolgend in Tabelle 8-2 angegeben.
Schleiftest
Die erfindungsgemäßen Scheiben und die Vergleichsscheiben wurden in
einem Flächenschleiftest mit hohem Kontaktbereich, der als Imitation kommerzieller
Scheibenschleifverfahren entworfen war, getestet. Die folgenden Bedingungen wurden
angewendet.
Schleifbedingungen
Scheibengeschwindigkeit4202 U/min.; 5500 surface feet per minute (27,9 m/SekundeWerkstückgeschwindigkeit3 U/min.; 37,7 sfpm/0,192 m/Sekunde)Einstechvorschubgeschwindigkeit0,0027 Inch/Umdrehung (0,0686 mm/Umdrehung) und 0,004 Inch/Umdrehung
(0,1016 mm/Umdrehung)Schleifzeit15 MinutenAusfunkzeit10 SekundenKühlmittelTrim Clear, 2%-Verhältnis mit deionisiertem BrunnenwasserMaterial des Werkstückes1070 Stahl 48 Inch OD (1,22 m) × 46,5 Inch ID (1,18 m)
× 0,75 Inch (1,91 cm) Rand, HB 300–331 Brinnell-Härte; kein Abrichten
Tabelle 8-2Schleiftestergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäß hergestellten Schleifscheiben
längere Scheibenlebensdauern (WWR) bei vergleichbaren spezifischen Schleifenergien
oder geringere spezifische Schleifenergien bei vergleichbarer Lebensdauer der Scheiben
aufwiesen. Da die niedrigere spezifische Schleifenergie mit einem geringeren Brandpotenzial
korreliert, wird erwartet, dass die erfindungsgemäßen Schleifscheiben geringeren
Werkstückbrand aufweisen als die Vergleichsscheiben.
Verglichen mit den Vergleichsscheiben, lieferten die Versuchsscheiben
eine wesentlich bessere Schleifeffizienz auf Basis der Volumenfraktion an Schleifkorn
(d. h. weniger Korn wird benötigt, um den gleichen Grad an Schleifeffizienz zu erreichen).
Dieses Ergebnis widerlegt, dass herkömmliche Verständnis in der Technik der gebundenen
Schleifmittel, dass eine Schleifscheibe mit höherer Härte und mehr Korn der Verschleiß
besser widerstehen wird und eine bessere Lebensdauer und Schleifeffizienz aufweisen
wird als eine Schleifscheibe mit niedrigerer (weicherer) Härte.
Somit konnten Versuchsschleifscheiben, die ausreichende mechanische
Festigkeit aufwiesen, um kommerziell annehmbar zu sein, aber mit verhältnismäßig
niedrigen, messbaren Härtegraden und verhältnismäßig hohen Mengen an miteinander
verbundener Porosität, die als eine zusammenhängende Phase innerhalb der Schleifmatrix
der Scheibe existiert, gemäß der Erfindung hergestellt und betrieben werden.
Beispiel 9Schleifscheiben
Agglomerat-Probe A6 wurde zur Herstellung von Typ 6 Topfschleifscheiben
(Endgröße: 5,0 × 2,0 × 0,625 – 1,5 Inch Rand (12,7 × 5,08
× 1,59 – 3,81 cm Rand) verwendet. Die Versuchsscheifscheiben wurden
gemäß dem oben in Beispiel 7 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die fertigen Scheiben
wurden gemäß einem kommerziell angewendeten Geschwindigkeitstest auf Sicherheit
hin getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben, wenn sie auf einer Schleifmaschine
aufgebracht werden, ausreichende mechanische Festigkeit für Rotationsbewegung und
ausreichende mechanische Festigkeit für die Schleifoperation haben.
Alle Versuchsscheiben überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 6308
U/Min. und wiesen somit ausreichende mechanische Festigkeit für Flächenschleifverfahren
auf.
Die Zusammensetzungen der Scheiben (umfassend Vol.-% Schleifmittel,
Bindung und Porosität der gehärteten Scheiben) sind in Tabelle 9-1 beschrieben.
Tabelle 9-1Eigenschaften der Schleifscheiben
Visuelle Beobachtung der gehärteten Versuchsscheiben zeigte, wie in
dem vorherigen Beispiel 8, Migration der Bindung in die Hohlräume an der Oberfläche
oder innerhalb der Agglomerate auf. Erneut war das Endergebnis die Erzeugung einer
Kompositstruktur, die eine Schleifkorn/Bindung-Matrix innerhalb einer zusammenhängenden
Phase, die miteinander verbundene Porosität umfasste, enthielt.
Diese Versuchsscheiben wurden in dem Flächenschleifverfahren gemäß
Beispiel 8 getestet und wurden als zur kommerziellen Verwendung geeignet befunden.
Die Schleifergebnisse der Versuchsscheiben wurden mit den Ergebnissen für die vier
Vergleichsscheiben, die in Tabelle 8-1 beschrieben sind, verglichen. Die Vergleichsscheiben
hatten die gleichen Größenabmessungen, den gleichen Typ Schleifkorn und waren ansonsten
zur Auswertung der Versuchsscheiben in dieser Flächenschleifstudie geeignet, sie
waren aber ohne agglomeriertem Korn hergestellt. Ergebnisse dieser Schleiftests
sind in Tabelle 9-2 gezeigt.
Tabelle 9-2Schleiftestergebnisse # 3,924
Die Versuchsscheiben (A und D), die einen relativ niedrigen Härtegrad
hatten, zeigten wesentlich höhere WWR aber eine geringere Leistungsaufnahme als
Vergleichsscheiben, die in dem gleichen Schleifvorgang verwendet wurden (z. B. Probe
C2L, eine Scheibe mit Härtegrad L, in Tabelle 8-1). Die Vergleichsscheiben in Tabelle
8-1 (Härtegrad L bis P) waren mehr als 8 Grade härter (auf der Norton Company-Skala)
als die Versuchsscheiben W10 und W11. Unerwarteterweise übertraf das Leistungsverhalten
der Versuchsscheiben (G-Wert, MRR und niedriger Energieverbrauch) das der Vergleichsscheiben
in den meisten der Testläufe.
Verglichen mit den Schleifscheiben, ergaben die Versuchsscheiben eine
wesentlich bessere Schleifeffizienz bezogen auf den Volumenanteil Schleifkorn (d.
h. weniger Schleifkorn wird benötigt, um den gleichen Grad an Schleifeffizienz zu
erweichen). Dieses Ergebnis widerlegt das herkömmliche Verständnis in der Technik
der gebundenen Schleifmittel, dass eine Schleifscheibe mit höherer Härte und mehr
Schleifkorn Verschleiß widerstehen wird und eine bessere Lebensdauer der Schleifscheibe
und Schleifeffizienz liefern wird als eine Scheibe mit weicherer Härte.
Somit konnten gemäß der Erfindung Versuchsschleifscheiben hergestellt
und betrieben werden, die ausreichende mechanische Festigkeit, um kommerziell angewendet
zu werden, aber verhältnismäßig niedrige, messbare Härtegrade und verhältnismäßig
viel miteinander verbundene Porosität aufwiesen.
Beispiel 10Schleifscheiben
Agglomerat-Proben A7 und A8 wurden zur Herstellung von Schleifscheiben
verwendet (Endgröße 5,0× 2,0 × 0,625 – 1,5 Inch Rand (12,7 ×
5,08 × 1,59 – 3,81 cm Rand).
Für die Scheiben W 12 und W 13 wurde eine Agglomerat-Probe verwendet,
die auf eine Größenverteilung im Bereich von –10/+20 Maschenweite gesiebt
wurde. Für Scheibe W14 wurde eine Agglomerat-Probe verwendet, die auf eine Größenverteilung
im Bereich von –14/+12 Maschenweite gesiebt wurde, verwendet. Die Versuchsschleifscheiben
wurden gemäß dem oben in Beispiel 7 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die fertiggestellten
Scheiben wurden gemäß einem kommerziell angewendeten Geschwindigkeitstest im Hinblick
auf Sicherheit getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben, wenn sie auf eine
Schleifmaschine aufgebracht werden, ausreichende mechanische Festigkeit für Rotationsbewegung
und ausreichende mechanische Festigkeit für den Schleifvorgang aufwiesen. Alle Versuchsscheiben
überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 6308 U/Min. und verfügten
somit über ausreichende mechanische Festigkeit für Flächenschleifverfahren. Die
Zusammensetzung der Scheiben (einschließlich Vol.%-Schleifmittel, -Bindung und -Porosität
in den gehärteten Scheiben) sind in Tabelle 10-1 beschrieben.
Tabelle 10-1Eigenschaften der Schleifscheiben Mit 46 Vol. % Schleifkorn enthielten die Vergleichsscheiben einen größeren
prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (d. h. 16 Vol. % mehr) als die Versuchsscheiben,
die mit 30 Vol. % Schleifkorn hergestellt wurden. Die Werte für Vol.%-Bindung in den Versuchsscheiben schließen Vol.%-HarzBindematerial,
das auf den Körner zur Herstellung der Agglomerate verwendet wurde, und Vol.%-Bindung,
die zur Herstellung der Scheiben verwendet wurde, ein. Vergleichsscheiben-Proben waren kommerzielle Produktformulierungen,
die von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA, erhalten wurden und unter den
jeweils in Tabelle 10-2 angezeigten alphanumerischen Scheibenbezeichnungen verkauft
wurden. Die Scheiben enthalten Phenolharz-Bindung, CaF, hohle Mullitkugeln
38A-Aluminiumoxyd-Schleifkorn und weisen einen Härtegrad L (Norton Company kommerzielle
Skala) auf, wie angezeigt. Die Fluid-(Luft-)Permeabilität wird in Einheiten von cc/sek/Inch Wasser
angegeben und wird mit einer 1,1 cm Düse gemäß den in U.S.-Patenten Nrn. 5,738,696
und 5,738,697 beschriebenen Verfahren gemessen.
Wie in den vorhergehenden Beispielen 8 und 9 zeigte die visuelle Beobachtung
der gehärteten Versuchsscheiben Migration der Bindung in Hohlräume an der Oberfläche
oder in die Agglomerate. Das Endergebnis war die Erzeugung einer Kompositstruktur,
das eine Schleifkorn/Bindungs-Matrix innerhalb einer zusammenhängenden Phase, die
aus miteinander verbundener Porosität besteht, enthielt.
Diese Versuchsscheiben wurden in einem Flächenschleifverfahren getestet
und als zur kommerziellen Verwendung geeignet befunden. Die Versuchsscheiben wurden
gegenüber der in Tabelle 10-1 beschriebenen Vergleichsscheibe, die kommerziell in
Flächenschleifverfahren verwendet wird, getestet. Die Vergleichsscheiben hatten
die gleichen Größenabmessungen, den gleichen Typ Schleifmittel und Bindung und waren
ansonsten geeignet für die Auswertung der Versuchsscheiben in einer Flächenschleifstudie,
war aber ohne Agglomerate hergestellt.
Bedingungen und Ergebnisse des Schleiftests sind nachfolgend in Tabelle
10-2 angegeben. Schleifbedingungen
MaschineSchienenschleifmaschine; maximale Leistung 45 PSSchleifbetriebFlachschleifen (Scheibensimulationstest)Geschwindigkeit der Scheibe4202 U/Min.; 5500 surface feet per minute (27,9 m/Sekunde)Werkstückgeschwindigkeit6 U/Min. (75,4 sfpm/0,383 m/Sekunde)
Einstechvorschubrate0,0010 Inch/U (0,0254 mm/U), 0,0014 Inch/U (0,0356 Inch/U), 0,0020
Inch/U (0,0508 mm/s) und 0,0027 Inch/U (0,0686 mm/U)Schleifzeit15 Minuten bei jeder Zuführgeschwindigkeit; 45 PSAusfunkzeit10 SekundenKühlmittelTrim Clear, 2 %-Verhältnis mit deionisiertem BrunnenwasserMaterial des WerkstückesAISI 1070 Stahl 48 Inch OD (1,22 m) × 46,5 Inch ID (1,18
m) × 0,75 Inch (1,91 cm) Rand, HB 302 Brinnell-HärteAbrichtenkein
Tabelle 10-2Ergebnisse des Schleiftests
Für die Versuchsscheiben war die verbrauchte Leistung geringfügig
höher, aber die WWR war wesentlich geringer als für Vergleichsscheiben. Es wird
angenommen, dass falls die Versuchsscheiben bei der geringeren MRR, die für die
Vergleichsscheiben verwendet wurde, betrieben worden wären, die Versuchsscheiben
weniger Leistung aufgenommen hätten.
Verglichen mit den Vergleichsscheiben, ergaben die Versuchsscheiben
erneut wesentlich bessere Schleifeffizienz bezogen auf den Volumenanteil Schleifkorn
(d. h. weniger Korn wird benötigt, um den gleichen Grad an Schleifeffizienz zu ergeben).
Dieses Ergebnis widerlegt die herkömmliche Vorstellung in der Technik der gebundenen
Schleifscheiben, dass eine Scheibe mit höherem Härtegrad Verschleiß widerstehen
wird und eine bessere Lebensdauer und Schleifeffizienz aufweisen wird als eine Schleifscheibe
mit niedrigerem (weicherem) Härtegrad.
Beispiel 11Agglomerate aus Schleifkorn/organischem Bindemittel
Verschiedene Bindematerialien (wie in Tabelle 11-1 nachfolgend beschrieben)
wurden dazu verwendet, Proben des agglomerierten Korns A9-A13 herzustellen (Tabelle
7-1). Wie in dem vorherigen Beispiel 7 wurden diese Agglomerate aus einer Mischung
aus Schleifkorn, Bindematerial, das Phenolharz (Durez Varcum® resin 29-717,
spezifische Dichte 1,28 g/cm3, erhalten von Durez Corporation, Dallas,
TX) zusammen mit dem in Tabelle 11-1 aufgelisteten Füllstoff enthielt. Das Korn
und die Bindematerialien wurden in den in Tabelle 11-1 beschriebenen Mengen verwendet.
Alle Proben wurden mit silanbehandelten Schmelzaluminiumoxyd-38A-Schleifkorn, Korngröße
80, erhalten von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA, hergestellt.
Das Korn und das HarzBindematerial wurden in der Schüssel eines Eirich-Mischers
mit hoher Scherkraft (Modellnummer RV-02, hergestellt von der Eirich Company, Gurnee,
IL) gegeben. Das Mischen wurde bei einer Schüsselgeschwindigkeit, die bei 64 U/Min.
eingestellt war, und einer Paddelgeschwindigkeit, die bei 720 U/Min. eingestellt
war, begonnen. Während des Mischens wurde bei einer kontrollierten Zuführungsrate
ausreichend Lösemittel (Furfural) in der Form eines Nebels auf die Mischung aus
Korn und dem Bindematerial aufgesprüht, um zu bewirken, dass die Körner und das
Bindematerial zusammen agglomerierten. Das Aufsprühen des Lösemittels auf die Mischung
wurde nur so lange fortgesetzt, bis die Körner und das Bindematerial Agglomerate
gebildet hatten (d. h. Sprühen bei einer Zuführrate von 15–20 g/min. für 7
Minuten auf einen Ansatz, der 2,25 kg Korn zusammen mit der in Tabelle 11-1 angezeigten
Menge Bindematerial enthielt). Das Sprühen wurde mit einem Tool Mist Coolant Generator,
erhalten von Wesco Company, Chatsworth, CA, durchgeführt. Der Agglomerationsprozess
wurde unter atmosphärischen Bedingungen bei Raumtemperatur durchgeführt.
Nach Agglomeration in dem Mischer wurden die nassen Proben von agglomeriertem
Schleifkorn durch ein 3,5 U.S.-Standardsieb gesiebt und über Nacht unter Umgebungsbedingungen
getrocknet. Die Proben wurden dann erneut gesiebt, um eine –20/+45 Granulatverteilung
zu ergeben, und wurden in einer einzigen Lage auf einem mit Flourpolymer ausgekleideten
Ofenblech (etwa 45 × 30 cm) ausgebreitet. Die Agglomerate wurden dann unter
atmosphärischen Bedigungen in einen Ofen eingebracht, die Temperatur wurde auf eine
Maximaltemperatur von 160 °C erhöht und die Agglomerate wurden für 30 Minuten
bei Maximaltemperatur gehalten, um das HarzBindematerial zu härten. Die gehärteten
Agglomerate wurden unter eine manuell betriebene 1,5 Inch Stahlstange gerollt, um
größere Agglomerate teilweise zu zerkleinern und in kleinere Agglomerate zu zerteilen,
und dann auf die gewünschte Größenverteilung gesiebt. Die Ausbeute an verwendbaren,
frei fließenden Agglomeraten, definiert als Granulate mit einer Größenverteilung
von –20 bis +45 Maschengröße (U.S.-Standardsiebgröße), war > 90 Gew.-% des
Gesamtgewichts der Kornmischung vor der Agglomeration.
Die Agglomerate wurden im Hinblick auf ihre lose Packungsdichte (LPD),
relative Dichte und Größenverteilung getestet, und sie wurden, bevor und nachdem
sie zur Herstellung der Schleifwerkzeuge verwendet wurden, visuell charakterisiert.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 7-1 gezeigt.
Diese Agglomerate hatten zur Verwendung in der kommerziellen Herstellung
von Schleifscheiben geeignete Eigenschaften bezüglich LPD, relativer Dichte und
Größenverteilung. Die fertiggestellten, gehärteten Agglomerate hatten dreidimensionale
Formen, die zwischen dreieckig, kugelförmig, rechteckig, zylindrisch und anderen
geometrischen Formen variierten. Die Agglomerate bestanden aus einer Vielzahl von
individuellen Schleifkörnern (z. B. 2 bis 40 Körner), die an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten
durch HarzBindematerial miteinander verbunden waren. Die Strukturen der Agglomerate
waren gegenüber Verdichtung ausreichend widerstandsfähig, um einen dreidimensionalen
Charakter beizubehalten, nachdem sie Schleifscheiben-Mischungs- und Formungsverfahren
ausgesetzt wurden (d. h. ein unwesentlicher Anteil (z. B. weniger 20 Gew.-%) der
Agglomerate wurde während der Verarbeitung der Scheibe auf Strukturen mit individuellen
Körnern reduziert). Es wurde beobachtet, dass die Agglomerate, die mit einer Kombination
aus Harz und Füllstoffmaterialien hergestellt wurden, weniger klebrig und leichter
zu trennen waren, als die Agglomerate, die mit Harz und keinem Füllstoff hergestellt
wurden. Des Weiteren wurden geringfügig geringere Mengen an Lösemittel benötigt,
wenn Füllstoff zu dem Harz zugegeben wurden.
Somit konnten, mit geringfügigen Abänderungen, die gleichen Verfahren,
die verwendet werden, um Agglomerate mit PhenolharzBindematerialien herzustellen,
auch dazu verwendet wurden, um Schleifkornagglomerate mit organischen Bindungsmaterialien
herzustellen, wenn anorganische Füllstoffmaterialien (gewünscht für die Einarbeitung
in Schleifscheiben) zu den organischen Bindungsmaterialien zugegeben wurden.
Agglomerat-Proben A9 bis A13 wurden zur Herstellung von Schleifscheiben
verwendet (Endgröße: 5,0 × 2,0 × 0,625 – 1,5 Inch Rand (12,7 ×
5,08 × 1,59 – 3,81 cm Rand). Die Versuchsschleifscheiben wurden gemäß
den oben in Beispiel 7 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die fertiggestellten
Scheiben wurden gemäß einem kommerziell angewendeten Geschwindigkeitstest hinsichtlich
Sicherheit getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben, wenn auf eine Schleifmaschine
aufgebracht, eine ausreichende mechanische Festigkeit für Rotationsbewegung und
ausreichende mechanische Festigkeit für den Schleifvorgang aufwiesen. Alle Versuchsscheiben
überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 6308 U/Min. und wiesen somit ausreichende
mechanische Festigkeit für Flächenschleifverfahren auf. Die Zusammensetzungen der
Scheiben (einschließlich Vol.-%-Schleifmittel, -Bindung und Porosität in den gehärteten
Scheiben) sind in Tabelle 11-2 beschrieben.
Tabelle 11-2Eigenschaften der Schleifscheiben Mit 46 Vol. % Schleifkorn enthielten die Vergleichsscheiben einen größeren
prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (d. h. 16 Vol. % mehr) als die Versuchsschleifscheiben,
die mit 30 Vol.-% Schleifkorn hergestellt wurden. Die Werte für Vol. %-Bindung der Versuchsscheiben schließen den prozentualen
Volumenanteil HarzBindematerial, das auf den Körner zur Herstellung der Agglomerate
verwendet wurde, und den prozentualen Volumenanteil Bindung, der zur Herstellung
der Scheiben verwendet wurde, ein. Vergleichsscheiben-Proben C5L, C5P und C5T waren kommerzielle Produktformulierungen,
die von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA, erhalten wurden, und unter
den jeweils in Tabelle 11-2 angezeigten alphanumerischen Scheibenbezeichnungen verkauft
werden. Die Scheiben enthielten Phenolharz-Bindung, CaF, hohle Mullitkugeln,
38A-Aluminiumoxyd-Schleifkorn und hatten einen Härtegrad von L, P oder T (kommerzielle
Skala der Norton Company), wie angezeigt. Die Fluid-(Luft-)Permeabilität ist Einheiten von cm/s/Inch
Wasser angegeben und ist mit einer 1,1 cm Düse mit den in den US Patenten Nrn. 5,738,696
und 5,738,697 beschriebenen Verfahren gemessen. Scheiben-Probe CSD wies keine ausreichende mechanische Festigkeit auf,
um kommerzielle Sicherheitstests zu bestehen.
Die Versuchsscheiben wurden in Tiefschleifverfahren getestet und als
für kommerzielle Verwendung geeignet befunden. Versuchsscheiben
wurden gegenüber den Vergleichsscheiben C5L, C5P und C5T, die in Tabelle 11-2 beschrieben
sind und die kommerzielle Produkte sind, die für die Verwendung Tiefschleifverfahren
verkauft werden, getestet. Die Vergleichsscheiben hatten die gleichen Größenabmessungen,
die gleichen Schleifkorn- und Bindungstypen und waren auch ansonsten zur Bewertung
der Versuchsscheiben in einer Tiefschleifstudie geeignet, sie wurden aber ohne Agglomerate
hergestellt. In diesem Test wurden auch die Versuchsscheibe W5 und Vergleichsscheibe
CLP aus Tabelle 8-1 eingesetzt.
In einem späteren Test unter identischen Schleifbedingungen wurden
zwei zusätzliche Vergleichsscheiben (C5D und C5J) getestet. Vergleichsscheiben C5D
und C5J wurden gemäß der für die Versuchsscheiben aus Beispiel 7 beschriebenen Verfahren
hergestellt, außer dass die Zusammensetzungen aus Tabelle 11-2 an Stelle der in
Beispiel 7 wiedergegebenen verwendet wurden. Diese Scheiben wurden mit weicheren
Härtegraden (D und J) hergestellt und getestet, um das Leistungsverhalten der Versuchsscheiben
mit einer konventionellen Scheibe zu vergleichen, die einen übereinstimmenden Härtegrad
aufwies (d.h. mit dem gleichen oder ähnlichen prozentualen Volumenanteilen Korn,
Bindung und Porosität). Die Zuordnungen des Härtegrades wurden auf der Basis der
Zusammensetzung der Bindung, die für die Scheibe ausgewählt wurde, zusammen mit
den prozentualen Volumenanteilen an Schleifkorn, Bindung und Porosität in den fertiggestellten
Scheiben durchgeführt. Die Bedingungen des Schleiftests und die Ergebnisse sind
unten und in Tabelle 11-2 angegeben.
Schleifbedingungen
MaschineSchienenschleifmaschine; maximale Leistung 45 PSBetriebsart beim SchleifenFlachschleifen (Scheibensimulationstest)Geschwindigkeit der Scheibe4202 U/min; 5500 surface feet per minute (27,9 m/sec)Werkstückgeschwindigkeit3 U/min; 37,7 sfpm/0,192m/secEinstechvorschubrate0,0020 inch/U (0,0508 mm/s), 0,0027 inch/U (0,0686 mm/U) und
0,004 inch/U (0,1016 mm/U)Schleifzeit15 Minuten bei jeder Zuführrate
Ausfunkzeit10 SekundenKühlmittelTrim Clear, 2%-Verhältnis mit deionisiertem BrunnenwasserMaterial des WerkstückesAISI 1070 Stahl 48 inch OD (1,22m) × 46,5 inch ID (1,18
m) × 0,75 inch (1,91 cm) Rand, HB 302 Brinell-HärteAbrichtungKeine
Tabelle 11-2Ergebnisse des Schleiftests Das Verhältnis aus G-Wert/Vol%-Schleifmittel ist ein Maß der Schleifleistung
des Korns in der Scheibe. Die Berechnung normalisiert die Schleifleistung, um die
signifikanten Unterschiede in den prozentualen Volumenanteilen Schleifkorn zwischen
den Versuchs- und Vergleichsscheiben zu berücksichtigen. Es ist offensichtlich,
dass das Schleifkorn in den Versuchsscheiben eine signifikant bessere Schleifeffizienz,
bezogen auf den Volumenanteil, ergibt (d.h. weniger Korn wird benötigt, um den gleichen
Grad an Schleifeffizienz zu liefern). Scheiben C5D und C5J wurden zu einem späteren Zeitpunkt als die weiteren
Proben getestet, allerdings unter identischen Schleiftestbedingungen.
Die Versuchsscheiben zeigten eine geringfügig geringere Leistung aber
vergleichbare WWR wie die Vergleichsscheiben. Dies ist angesichts des Unterschiedes
im Härtegrad (D gegenüber L-T) eine Überraschung.
Verglichen mit den Vergleichsscheiben lieferten die Versuchsscheiben
erneut insgesamt signifikant bessere Schleifleistung bezogen auf den Volumenanteil
Schleifkorn (d.h. weniger Korn wird benötigt, um den gleichen Grad an Schleifeffizienz
zu ergeben). Die C5J Probe wurde bei höheren MRR-Raten eingesetzt, so dass die Daten
für diese Scheiben im Einklang mit dem allgemeinen Trend liegen. Probe C2P und W5D,
die in separaten Schleiftests getestet wurden, zeigen ein besseres Leistungsverhalten
als die übrigen Scheiben, die Unterschiede zwischen den Versuchs- und Vergleichsscheiben
sind aber im Einklang mit dem allgemeinen Trend. Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz
zu dem herkömmlichen Verständnis in der Technik der gebundenen Schleifmittel, dass
Scheiben mit einem höheren Härtegrad und mit mehr Korn Verschleiß widerstehen werden
und eine bessere Lebensdauer der Scheibe und Schleifeffizienz ergeben werden als
Schleifscheiben mit weicherem Härtegrad.
Somit konnten mit der Erfindung Versuchsschleifscheiben, die ausreichende
mechanische Festigkeit aufweisen, um als kommerziell annehmbar zu gelten, aber mit
vergleichsweise niedrigen, meßbaren Härtegraden hergestellt werden und zeigen ein
effektives Schleifverhalten für kommerzielle Anwendungen.
Beispiel 12Agglomerate aus Schleifkorn/vitrifiziertem Bindemittel
Ein vitrifiziertes Bindematerial (A-Bindematerial aus Tabelle 1-2)
wurde zur Herstellung der Probe AV1 aus agglomeriertem Schleifkorn verwendet. Die
Agglomerate wurden aus einer Mischung aus Schleifkorn und vitrifiziertem Bindematerial
mittels des Drehkalzinierungsverfahrens, das in Beispiel 1 beschrieben ist, hergestellt,
außer dass 2,6 Gew% des A-Bindematerials dazu verwendet wurden, die AV1-Agglomerate
herzustellen, und das Korn war ein Schmelzaluminiumoxid-38A-Schleifkorn, Korngröße
80, erhalten von Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA, USA. Die
gesinterten Agglomerate wurden mit einer 2 gew.-%igen gamma-Aminopropyltriethoxysilan-Lösung
(Witco Corporation, Friendly, West Virginia) (9,2 ml/lb auf Agglomeraten aus Körnern
mit der Korngröße 80) benetzt, um die Agglomerate mit Silan zu beschichten, dann
bei 120 °C getrocknet und gesiebt, um alle Klumpen, die während der Silanbehandlung
generiert wurden, zu entfernen.
Die Ausbeute an verwendbaren, frei fließenden Agglomeraten, definiert
als Granulate mit einer Größenverteilung von –20/+45 Maschenweite (U.S.-Standardsiebgröße)
betrug 86 Gewichtprozent des Gesamtgewichts der Kornmischung vor der Agglomeration.
Vitrifizierte Kornagglomerate wurden bezüglich loser Packungsdichte (LPD –
1,04), der relativen Dichte (0,268) und der Größenverteilung (–20/+45 Maschenweite)
getestet, und bevor und nachdem sie zur Herstellung von Schleifwerkzeugen verwendet
wurden, wurden sie visuell charakterisiert.
Diese Agglomerate hatten Eigenschaften bezüglich LPD, relativer Dichte
und Größenverteilung, die geeignet sind für die kommerzielle Herstellung von Schleifscheiben.
Die fertiggestellten, gehärteten Agglomerate hatten dreidimensionale Formen, die
zwischen dreieckig, kugelförmig, kubisch, rechteckig, zylindrisch und anderen geometrischen
Formen variierten. Agglomerate bestanden aus einer Vielzahl von individuellen Schleifkörnern
(z.B. 2 bis 40 Körner), die durch vitrifiziertes Bindematerial an Korn-zu-Korn-Kontaktpunkten miteinander
verbunden waren, zusammen mit sichtbaren Hohlräumen. Die Strukturen der Agglomerate
waren gegenüber Verdichtung ausreichend widerstandsfähig, um einen dreidimensionalen
Charakter beizubehalten, nachdem sie Mischungs- und Formungsverfahren für Schleifscheiben
ausgesetzt waren (d.h. ein unwesentlicher Anteil (z.B. < 20 Gew%) der Agglomerate
wurde während der Verarbeitung der Scheibe zu einzelnen Schleifkörnern reduziert).
Agglomerate aus Schleifkorn/organischem Bindemittel
Das Schleifkorn (38A-Korn, Korngröße 80, erhalten von Saint-Gobain
Ceramics & Plastics, Inc., Worcester, MA) und das HarzBindematerial (Bindematerial
E aus Tabelle 11-1) wurden in einer Schüssel eines Eirich-Mixers mit hoher Scherung
(Modell Nr. R07, hergestellt durch die Eirich Company, Gurnee, IL) gegeben. Das
Mischen wurden mit einer Schüsselgeschwindigkeit, die auf 460 U/min (Uhrzeigersinn)
eingestellt war, und einer Pattelgeschwindigkeit, die auf 890 U/min (gegen den Uhrzeigersinn)
begonnen. Während der Mischung wurde mit einer kontrollierten Zuführungsrate ausreichend
Lösemittel (Furfural) in der Form eines Nebels auf die Mischung aus Korn und Bindematerial
aufgesprüht, um zu bewirken, dass die Körner und das Bindematerial miteinander agglomerierten.
Das Aufsprühen von Lösemittel auf die Mischung wurde nur solange fortgesetzt, bis
die Körner und das Bindematerial Agglomerate gebildet hatten (d.h. Sprühen bei einer
Zuführungsrate von 380–390 cm3/min für insgesamt 2,5 min auf eine
Charge enthaltend 49,5 kg Korn zusammen mit der in Tabelle 12-1 angezeigten Menge
an Bindematerial). Das Sprühen wurde auf einer „Spraying Systems"-Vorrichtung
(Modell AutoJet 38660, erhalten von Spraying Systems, Wheaton IL) durchgeführt.
Der Agglomerationsprozess wurde bei Raumtemperatur unter atmosphärischen Bedingungen
durchgeführt.
Agglomerat A14 durchlief zwei Mal einen sechs Fuß-Schüttelförderer
(Eriez Magnetics, Modell Nummer HS/115, Erie PA), um das Lösemittel zu verdampfen.
Das Agglomerat wurde dann in einem Verhältnis von 1 Anteil Agglomerat und 2 Anteilen
losem Schleifmittel in einem losen Schleifkorn (Grit 80, 38A) eingebettet und dann
in einen Ofen (Modell Nummer VRD-1-90-1E von Despatch Industries, Minneapolis MN)
unter atmosphärischen Bedingungen eingebracht. Die Temperatur wurde auf eine Maximaltemperatur
von 160°C erhöht und die Agglomerate für 30 Minuten bei Maximaltermperatur gehalten,
um das HarzBindematerial zu härten. Nach dem Härten wurde das lose Schleifmittel
durch ein letzes Klassierungsverfahren von den Agglomeraten getrennt.
Tabelle 12-1Eigenschaften der agglomerierten GranulateSchleifscheiben
Agglomerat-Proben AV1 und A14 wurden zur Herstellung von Schleifscheiben
verwendet (Endgröße: 5,0 × 2,0 × 0,625 – 1,5 Inch Rand (12,7 ×
5,08 × 1,59 – 3,81 cm Rand). Die Versuchsschleifscheiben wurden gemäß
dem in Beispiel 7 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die fertiggestellten Scheiben
wurden gemäß einem kommerziell angewendeten Geschwindigkeitstest hinsichtlich Sicherheit
getestet, um sicherzustellen, dass die Scheiben, wenn auf einer Schleifmaschine
aufgebracht, ausreichende mechanische Festigkeit für Rotationsbewegung
und ausreichende mechanische Festigkeit für die Schleifoperation aufwiesen. Alle
Versuchsscheiben überlebten einen Geschwindigkeitstest bei 6308 U/min und wiesen
somit ausreichende mechanische Festigkeit für Flächenschleifoperationen auf. Die
Zusammensetzung der Scheiben (einschließlich Typ und Verhältnis der Agglomerate,
Vol%-Schleifmittel, -Bindung und -Porosität in den gehärteten Scheiben) sind in
Tabelle 12-2 beschrieben.
Tabelle 12-2Eigenschaften der Schleifscheiben Mit 46 Vol%-Schleifkorn enthielten die Vergleichsscheiben einen größeren
prozentualen Volumenanteil Schleifkorn (d.h. 16 Vol% mehr) als die Versuchsschleifscheiben,
die mit 30 Vol% Schleifkorn hergestellt wurden. Werte für Vol%-Bindung der Versuchsscheiben schließen Vol%-Harzbindungsmaterial,
das auf den Körnern zur Herstellung der Agglomerate verwendet wurde, und Vol%-Bindung,
die zur Herstellung der Scheiben verwendet wurde, ein. Vergleichscheiben-Proben waren kommerziell Produktformulierungen, die
von Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, MA erhalten wurden, und unter den jeweils
in Tabelle 12-2 angegebenen alphanumerischen Scheibenbezeichnungen verkauft wurden.
Die Scheiben enthalten Phenolharzbindung, CaF, hohle Mullitkugeln, 38A-Schleifkorn
und hatten einen Härtegrad von I, L, P oder T (kommerzielle Skala der Norton Company),
wie angezeigt. Die Fluid-(Luft-)Permeabilität ist Einheiten von cm/s/Inch
Wasser angegeben und ist mit einer 1,1 cm Düse gemäß dem in US Patenten Nrn. 5,738,696
und 5,738,697 beschriebenen Verfahren hergestellt.
Wie in den vorherigen Beispiel 7 zeigte die visuelle Beobachtung der
gehärteten Versuchsscheiben Migration der Bindung in die Intra-Agglomerat-Hohlräume.
Mikroaufnahmen (46fache Vergrößerung) wurden von den Schleifoberflächen der Vergleichsscheiben
C6L und Versuchsscheiben W20D aufgenommen (Tabelle 12-2). Diese
Bilder sind als 4 und 5
gezeigt. Anhand der 4 (Vergleichsscheibe) und
5 (Versuchsscheibe) ist es ersichtlich,
dass die Porosität (dunklere Bereiche) in den erfindungsgemäßen Kompositen als eine
zusammenhängende Phase aus miteinander verbundenen Kanälen vorliegt. Das Schleifkorn
und die Bindung erscheinen als ein retikuliertes Netzwerk, in dem Schleifkorn in
dem organischen Bindungsmaterial verankert ist. Im Gegensatz dazu hat die Vergleichsscheibe
eine im Wesentlichen einheitliche Struktur, wobei die Porosität kaum sichtbar ist
und als eine unterbrochene Phase erscheint.
Die Versuchsscheiben wurden in einem Flächenschleifverfahren getestet
und wurden als für die kommerzielle Verwendung geeignet befunden. Versuchsscheiben
wurden im Vergleich mit Vergleichsscheiben, die in Tabelle 12-2 beschrieben sind
und die kommerziell in Flächenschleifverfahren eingesetzt werden getestet. Für die
Vergleichsscheiben wurde ein Bereich der Härtegrade von I bis T gemäß dem Norton-Härtegrad
ausgesucht, um eine in den Versuchsscheiben beobachtete Verschiebung der Härte zu
bestätigen (d.h. ein geringerer Härtegrad bei den Versuchsscheiben konnte gleich
gute Leistung zeigen wie ein höherer Härtegrad bei herkömmlichen Scheiben). Die
Vergleichsscheiben hatten die gleichen Größenabmessungen, den gleichen Typ Schleifkorn
und waren ansonsten für die Bewertung der Versuchsscheiben in einer Flächenschleifstudie
geeignet, sie wurden allerdings ohne Agglomerate hergestellt. Bedingungen und Ergebnisse
des Schleiftests sind unten und in Tabelle 12-3 angegeben.
Schleifbedingungen
MaschineSchienenschleifmaschine; maximale Leistung 45 PSSchleifbetriebFlachschleifen (Scheibensimulationstest)Scheibengeschwindigkeit4202 U/min; 5500 surface feet per minute (27,9 m/sec)Werkstückgeschwindigkeit3 U/min; 37,7 sfpm/0,192 m/secEinstechvorschubrate0,0027 Inch/U (0,0686 mm/U) und 0,004 Inch/U (0,1016 mm/U)Schleifzeit15 Minuten bei jeder ZuführrateAusfunkzeit10 SekundenKühlmittelTrim Clear, 2%-Verhältnis mit deionisiertem BrunnenwasserMaterial des WerkstückesAISI 1070 Stahl 48 Inch OD (1,22m) × 46,5 Inch ID (1,18
m) × 0,75 Inch (1,91 cm) Rand, HB 302 Brinell-HärteAbrichtungKeine
Tabelle 12-3Ergebnisse der Schleiftests
Die Ergebnisse zeigen, dass die Versuchsscheiben mit der Härte D oder
G auf der Norton-Härtegrad-Skala vergleichbare Leistung zeigen, wie die Vergleichsscheiben
mit einem höheren Härtegrad von P bis T. Das Leistungsverhalten der Versuchsscheiben
war besonders überraschend, da diese Scheiben lediglich 30 Vol% Schleifkorn enthielten,
wohingegen die Vergleichsscheiben 46 Vol% Schleifkorn enthielten. Somit maximieren
die erfindungsgemäßen Scheiben die Schleifleistung der individuellen Körner, wodurch
sie die Schleifleistung signifikant verbessern.
Zusammenfassung
Gebundene Schleifwerkzeuge mit neuen porösen Strukturen, die gegenüber
Fluidfluss durchlässig sind, enthalten einen vergleichsweise geringen prozentualen
Volumenanteil an Schleifkorn und haben einen relativ niedrigen Härtegrad, sind aber
durch hervorragende mechanische Festigkeit und Schleifleistung gekennzeichnet. Verfahren
zur Herstellung der Schleifwerkzeuge unter Verwendung agglomerierter Schleifkörner
werden beschrieben. 5
Anspruch[de]
Gebundenes Schleifwerkzeug, umfassend ein dreidimensionales Komposit
aus
(a) einer ersten Phase, enthaltend 24–48 Vol.% Schleifkörner; die mit 10–38
Vol.% organischem Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger als 10 Vol.% Porosität,
und
(b) einer zweiten Phase, die aus 38–54 Vol.% Porosität besteht,
wobei die zweite Phase eine zusammenhängende Phase innerhalb des Komposits ist und
das gebundene Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32
m/s) aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei die erste Phase
des Komposits 26–40 Vol.% Schleifkörner, die mit 10–22 Vol.% organischem
Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger als 10 Vol.% Porosität umfasst, und
die zweite Phase aus 38–50 Vol.% Porosität besteht.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei die erste Phase
des Komposits 24–42 Vol.% Schleifkörner, die mit 18–38 Vol.% organischem
Bindungsmaterial gebunden sind, umfasst, und die zweite Phase aus 38–54 Vol.%
Porosität besteht.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei 10 bis 100 Vol.%
der Schleifkörner in der ersten Phase des Komposits in der Form einer Vielzahl von
Körnern, die mit einem organischen Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert sind,
vorliegen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei 10 bis 100 Vol.%
der Schleifkörner in der ersten Phase des Komposits in der Form einer Vielzahl von
Körnern, die mit einem anorganischen Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert sind,
vorliegen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 5, wobei das Komposit mindestens
1 Vol.% anorganisches Bindemittelmaterial enthält.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 5, wobei das Komposit 2 bis
12 Vol.% anorganisches Bindemittelmaterial enthält.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 5, wobei das gebundene Schleifwerkzeug
einen maximalen Elastizitätsmodul-Wert von 10 GPa und eine minimale Berstgeschwindigkeit
von 6000 sfpm (30,48 m/s) aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 5, wobei das gebundene Schleifwerkzeug
einen Härtegrat zwischen A und H auf der Norton Company Härtegradskala aufweist
und der Härtegrat des gebundenen Schleifwerkzeugs zumindest einen Grad weicher ist
als der eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges, das mit Schleifkörnern
hergestellt wurde, die nicht mit einem anorganischem Bindemittelmaterial zusammen
agglomeriert wurden.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 5, wobei das anorganische
Bindungsmaterial ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus glasartigen Bindungsmaterialien,
keramischen Bindungsmaterialien, Glas-Keramik-Bindungsmaterialien, anorganischen
Salzmaterialien, und metallischen Bindungsmaterialien sowie deren Kombinationen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei 10 bis 100 Vol.%
der Schleifkörner in der ersten Phase des Komposits in der Form einer Mischung einer
Vielzahl von Körnern, die mit einem anorganischem Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert
wurden, und einer Vielzahl von Körnern, die mit einem organischen Bindemittelmaterial
zusammen agglomeriert wurden, vorliegen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei die erste Phase
des Komposits ein retikuliertes Netzwerk aus Schleifkorn ist, das in dem organischen
Bindungsmaterial verankert ist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei das organische
Bindungsmaterial ausgesucht ist aus der Gruppe bestehend aus Phenolharz-Materialien,
Epoxidharz-Materialien, Polyimidharz-Materialien, Phenol-Formaldehydharz-Materialien,
Harnstoff-Formaldehydharz-Materialien, Melamin-Formaldehydharz-Materialien, Acrylharz-Materialien
sowie deren Kombinationen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei zumindest 50 Vol.%
der Schleifkörner in der ersten Phase des Komposits in der Form einer Vielzahl von
Körnern vorliegt, die mit einem organischen Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert
wurden.
Ein gebundenes Schleifwerkzeug umfassend ein dreidimensionales Komposit
aus
(a) 22–46 Vol.% Schleifkörnern, die mit 4–20 Vol.% anorganischem Bindungsmaterial
gebunden sind, und
(b) 40–68 Vol.% miteinander verbundener Porosität, wobei eine Mehrzahl der
Schleifkörnern als unregelmäßig beabstandete Cluster innerhalb des dreidimensionalen
Komposits vorliegen; das gebundene Schleifwerkzeug einen Elastizitätsmodul-Wert
aufweist, der zumindest 10% niedriger ist als der Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten
identischen herkömmlichen Werkzeugs, das regulär beabstandete Schleifkörner innerhalb
eines dreidimensionalen Komposits aufweist, und das gebundene Schleifwerkzeug eine
minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s) hat.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das dreidimensionale
Komposit 22–40 Vol.% Schleifkörner, die mit 8–14 Vol.% anorganischem
Bindungsmaterial gebunden sind, und 40–64 Vol.% miteinander verbundene (?)
Porosität enthält.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das dreidimensionale
Komposit 34–42 Vol.% Schleifkörner, die mit 6–12 Vol.% anorganischem
Bindungsmaterial gebunden sind, und 46–48 Vol.% miteinander verbundene Porosität
enthält.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei die miteinander
verbundene Porosität ohne die Zugabe von Porosität bewirkenden Materialien während
der Herstellung gebildet wurde und das Komposit im Wesentlichen frei von Schleifkorn-
und Füllstoffpartikeln mit hohem Aspektverhältnis ist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei 10 bis 100 Vol.%
der Schleifkörner in dem Komposit in der Form einer Vielzahl von Körnern, die mit
einem anorganischem Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert sind, vorliegen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei zumindest 50 Vol.%
der Schleifkörner in dem Komposit in der Form einer Vielzahl von Körnern, die mit
einem anorganischem Bindemittelmaterial zusammen agglomeriert sind, vorliegen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das anorganische
Bindungsmaterial ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus glasartigen Bindungsmaterialien,
keramischen Bindungsmaterialien, Glas-Keramik-Bindungsmaterialien, anorganische
Salzmaterialien und metallische Bindungsmaterialien sowie deren Kombinationen.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug einen Härtegrat zwischen A und M auf der Norton Company Härtegradskala
aufweist und der Härtegrat des gebundenen Schleifwerkzeugs zumindest einen Grad
weicher ist als der eines ansonsten identischen herkömmlichen Werkzeuges, das regelmäßig
beabstandete Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug einen Elastizitätsmodul-Wert hat, der zumindest 25% niedriger ist
als der Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten identischen herkömmlichen Werkzeuges,
das regelmäßig beabstandete Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen Komposits
aufweist, und das gebundene Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von
6000 sfpm (30,48 m/s) hat.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug einen Elastizitätsmodul-Wert hat, der zumindest 40% niedriger ist
als der Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten identischen, herkömmlichen Werkzeuges,
das regelmäßig beabstandete Schleifkörner innerhalb eines dreidimensionalen
Komposits aufweist, und das gebundene Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit
von 6000 sfpm (30,48 m/s) aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug eine Innendurchmesser-Schleifscheibe ist, und die Scheibe 40 bis
52 Vol.% Schleifkorn enthält und einen Elastizitätsmodul-Wert von 25 bis 50 GPa
aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug eine Schleifscheibe für den Werkzeug- und Formenbau ist und die
Schleifscheibe 39 bis 52 Vol.% Schleifkorn enthält und einen Elastizitätsmodul-Wert
von 15 bis 36 GPa aufweist.
Gebundenes Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 15, wobei das gebundene
Schleifwerkzeug eine Schleifscheibe zum Tiefschleifen ist und das Rad 30 bis 40
Vol.% Schleifkorn enthält und einen Elastizitätsmodul-Wert von 8 bis 25 GPa aufweist.
Verfahren zum Schleifen mit einer Schleifscheibe, umfassend die Schritte:
(a) Bereitstellen einer gebundenen Schleifscheibe, die ein dreidimensionales Komposit
aus
(i) einer ersten Phase, enthaltend 24–48 Vol.% Schleifkörner, die mit 10–38
Vol.% organischen Bindungsmaterial gebunden sind, und weniger als 10 Vol.% Porosität,
und
(ii) eine zweite Phase, die aus 38–54 Vol.% Porosität besteht, wobei die zweite
Phase eine zusammenhängende Phase innerhalb des Komposits ist und das gebundene
Schleifwerkzeug eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s) hat,
(b) Anbringen der gebundenen Schleifscheibe auf einer Flächenschleifmaschine,
(c) Rotieren der Scheibe, und
(d) In-Kontakt-Bringen einer Schleiffläche der Scheibe mit einem Werkstück über
einen Zeitraum, der ausreicht, das Werkstück zu schleifen, wobei die Scheibe Werkstückmaterial
mit einer effektiven Materialabtragungsrate entfernt, die Schleiffläche im Wesentlichen
frei von Schleifabfall bleibt und, nachdem das Schleifen beendet wurde, das Werkstück
im Wesentlichen frei von thermischer Schädigung ist.
Verfahren zum Schleifen mit einer Schleifscheibe gemäß Anspruch 28,
wobei die gebundene Schleifscheibe eine minimale Berstgeschwindigkeit von 6000 sfpm
(30,48 m/s) hat.
Verfahren zum Schleifen mit einer Schleifscheibe gemäß Anspruch 28,
wobei die gebundene Schleifscheibe mit einer Geschwindigkeit zwischen 4000 bis 6500
sfpm (20,32 bis 33,02 m/s) rotiert wird.
Verfahren zum Schleifen mit einer Schleifscheibe gemäß Anspruch 28,
wobei die gebundene Schleifscheibe eine flache Scheibe ist, die zumindest eine kreisförmige
Fläche und einen radialen Umfang aufweist, und die Schleiffläche der Scheibe die
kreisförmige Fläche der Scheibe ist.
Verfahren zum Tiefschleifen, umfassend die Schritte:
(a) Bereitstellen einer gebundenen Schleifscheibe, die ein dreidimensionales Komposit
aus
(i) 22–46 Vol.% Schleifkörnern, die mit 4–20 Vol.% anorganischem Bindungsmaterial
gebunden sind, und
(ii) weniger als 40–68 Vol.% miteinander verbundene Porosität umfasst, wobei
eine Mehrzahl der Schleifkörner als unregelmäßig beanstandete Cluster innerhalb
des dreidimensionalen Komposits vorliegen; das gebundene Schleifwerkzeug einen Elastizitätsmodul-Wert
aufweist, der zumindest 10% niedriger ist als der Elastizitätsmodul-Wert eines ansonsten
identischen, herkömmlichen Werkzeugs, das regelmäßig beanstandete Schleifkörner
innerhalb eines dreidimensionalen Komposits aufweist; und das gebundene Schleifwerkzeug
eine minimale Berstgeschwindigkeit von 4000 sfpm (20,32 m/s) hat;
(b) Anbringen der gebundenen Schleifscheibe auf einer Maschine zum Tiefschleifen,
(c) Rotieren der Scheibe, und
(d) In-Kontakt-Bringen einer Schleiffläche der Scheibe mit einem Werkstück über
einen Zeitraum, der ausreicht, das Werkstück zu schleifen, wobei die Scheibe Werkstückmaterial
mit einer effektiven Materialabtragungsrate entfernt und das Werkstück nach dem
Schleifen im Wesentlichen frei von thermischer Schädigung ist.
Verfahren gemäß Anspruch 32 zum Tiefschleifen, wobei die gebundene
Schleifscheibe eine minimale Berstgeschwindigkeit von 6000 sfpm (30,48 m/s) hat.
Verfahren gemäß Anspruch 32 zum Tiefschleifen, wobei die gebundene
Schleifscheibe mit einer Geschwindigkeit von 5500 bis 8500 sfpm (27,94 bis 43,18
m/s) rotiert wird.
Verfahren gemäß Anspruch 32 zum Tiefschleifen, wobei die gebundene
Schleifscheibe zwei kreisförmige Flächen und einen radialen Umfang aufweist und
die Schleiffläche der Scheibe der radiale Umfang ist.