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Dokumentenidentifikation DE102004006401B3 16.06.2005
Titel Maschine zur Herstellung von Streckmetall
Anmelder Bender, Klaus, Dipl.-Ing., 57078 Siegen, DE
Erfinder Bender, Klaus, 57078 Siegen, DE
Vertreter Hemmerich und Kollegen, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 10.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004006401
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.06.2005
IPC-Hauptklasse B21D 31/04
Zusammenfassung Bei einer Maschine zur Herstellung von Streckmaterial, umfassend ein auf und ab bewegliches, eine zum Eingriff in ein schrittweise zugeführtes oder vorgeschobenes Metallband bringbare Verzahnung aufweisendes Oberwerkzeug (3) und ein diesem im Hubweg gegenüberliegendes, stationäres Unterwerkzeug (4), sind jeweils das Oberwerkzeug (3) und das Unterwerkzeug (4) mit sowohl einem verzahnten Obermesser (7a, 7b) als auch einem geraden Untermesser (9a, 9b) ausgebildet und weisen in Längsrichtung gegeneinander um eine halbe Maschenteilung (11) versetzte Verzahnungen (5, 6) auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Streckmetall, umfassend ein auf und ab bewegliches, eine zum Eingriff in ein schrittweise zugeführtes oder vorgeschobenes Metallband bringbare Verzahnung aufweisendes Oberwerkzeug und ein diesem im Hubweg gegenüberliegendes, stationäres Unterwerkzeug.

Eine Maschine dieser Art ist durch die DE 197 28 913 C1 bekanntgeworden. Das in einem Antriebsträger angeordnete Oberwerkzeug besitzt ein Obermesser mit einer dem gewünschten Maschenmuster des herzustellenden Streckmetalls entsprechenden Verzahnung. Diesem gegenüberliegend ist das gerade, flächige, d. h. unverzahnte stationäre Untermesser vorgesehen. Das zu streckende Metallband wird von einem Bund abgewickelt, mittels eines schrittweisen Vorschubantriebes der Messeranordnung zugeführt und nach der Fertigstellung wieder zu einem Bund aufgewickelt.

Das Maschenmuster wird erreicht, indem zunächst einmal das gezahnte Obermesser nur soweit in den zu verarbeitenden Werkstoff (Folie, dickeres Band- oder Tafelmaterial) eintaucht, daß dieser nicht abgeschnitten wird. Bei diesem ersten Arbeitsschritt, der zur Ausführung des Schnitthubes, d. h. Bewegen des Obermessers nach unten, eine Umdrehung des Exzenters voraussetzt, wird eine Halbmasche erzeugt. Danach ist es erforderlich, das Obermesser bzw. -werkzeug zu versetzen und erneut in das etwas vorgeschobene Metallband eintauchen zu lassen, um mit diesem zweiten Schnitthub die kompletten Streckmetallmaschen herzustellen. Für eine Masche sind somit stets zwei Schnitthübe notwendig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Maschine mit verbesserter und einfacherer Betriebsweise zu schaffen.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Maschine erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeweils das Oberwerkzeug und das Unterwerkzeug mit sowohl einem verzahnten Obermesser als auch einem geraden Untermesser ausgebildet sind und in Längsrichtung gegeneinander um eine halbe Maschenteilung versetzte Verzahnungen aufweisen.

Indem Ober- und Untermesser nicht mehr separate, voneinander getrennte Bauteile, sondern integrierter Bestandteil jeweils des Ober- und des Unterwerkzeugs sind, läßt sich mit nur einem Schnitthub sogleich die fertige Masche erzeugen. Die erfindungsgemäße Integration des Untermessers in das Werkzeug des Obermessers bzw. des Obermessers in das Werkzeug des Untermessers ermöglicht bei der Streckgitterherstellung eine Verdoppelung der Produktionsgeschwindigkeit. Da der Versatz der Verzahnungen bzw. der Schnittkanten von Ober- und Untennrerkzeug um eine halbe Maschenteilung werkzeugseitig vorgesehen ist, kann gegenüber den herkömmlichen Maschinen eine komplizierte Verschiebungskinematik ersatzlos entfallen. Das bedeutet neben der doppelt so hohen Produktionsgeschwindigkeit außerdem eine herstellungstechnisch einfacherere und kostengünstigere Fertigung der Maschine.

Ein bevorzugter Vorschlag der Erfindung sieht vor, daß das Unterwerkzeug und das Oberwerkzeug mit einem Schlitz versehen sind, dessen eine Längskante die Verzahnung aufweist und dessen andere Längskante die gerade, glatte Fläche des Untermessers bereitstellt. Der Schlitz, dessen Längskanten eine Abmessung haben, die etwa der Breite eines zugeführten Metallbandes entspricht, läßt sich einfach durch beispielsweise Fräsen und die Verzahnung durch Erodieren herstellen. Besondere Anbauleisten oder dergleichen sind nicht notwendig, da die Messer in den ohnehin vorhandenen Werkzeugblock integriert sind.

Nach einer vorteilhaften Maßnahme der Erfindung ist bezogen jeweils auf die gerade, glatte Fläche die Verzahnung des Obermessers nacheilend und die Verzahnung des Untermessers voreilend angeordnet. Der damit in der Höhe erreichte Versatz ermöglicht eine Einstellung bzw. einen Einbau der Messer exakt auf Schnitt, wobei die obere und die untere Verzahnung in aufeinanderfolgenden Schritten gegensinnig in das Metallband eintauchen und dieses einschneiden. Durch den Bandvorschub wird die dem Maschenmuster entsprechende Streckung bewirkt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung.

Die einzige Zeichnungsfigur zeigt als Einzelheit einer als solche hinlänglich bekannten Maschine zum Herstellen von Streckmetall in der Vorderansicht ein in das Maschinengestell einzubauendes, mit Schrauben an den vorgesehenen Werkzeugträgern zu befestigendes Streckmetallschnittwerkzeug 1. Dieses besteht aus einem in Richtung des Doppelpfeiles 2 (Schnitthub) auf und ab bewegbarem O-berwerkzeug 3 und einem starren, nicht beweglichem Unterwerkzeug 4.

Die beiden Werkzeuge 3, 4 besitzen integriert sowohl ein mit einer Verzahnung 5 bzw. 6 versehenes Obermesser 7a bzw. 7b als auch ein unverzahntes, eine gerade, glatte Fläche 8a, 8b aufweisendes Untermesser 9a, 9b. Die Ober- und Untermesser 7a, 7b bzw. 9a, 9b sind jeweils in Erstreckung der Längskanten von in das Oberwerkzeug 3 und das Unterwerkzeug 4 eingearbeiteten Schlitzen 10a, 10b ausgebildet.

Im Ausführungsbeispiel ist die Verzahnung 6 des Obermessers 7b des Unterwerkzeugs 4 in Längsrichtung um eine Maschenteilung 11 gegen die Verzahnung 5 des Obermessers 7a des Oberwerkzeugs 3 verschoben vorgesehen. Außerdem sind die Verzahnungen 5 bzw. 6 der Obermesser 7a bzw. 7b bezogen jeweils auf die gerade, glatte Fläche 8a bzw. 8b des dazugehörigen, integrierten Untermessers 9a bzw. 9b einerseits nacheilend und andererseits voreilend angeordnet, d. h. die Verzahnung 5 ist um ein Höhenmaß 12a zurückversetzt und die Verzahnung 6 um das gleiche Höhenmäß 12b vorgelagert. Der Schnitt ist damit definiert bestimm- bzw. voreinstellbar.

Beim Schnitt taucht die Verzahnung 5 des Obermessers 7a gegen die glatte, unverzahnte Fläche 8b des Unterwerkzeuges 4 in das Metallband ein und beildet seine geometrische Struktur ab.

Im nächsten Schritt wird das Metallband, nachdem das Obermesser 7a bzw. das Oberwerkzeug 3 die Schnittebene verlassen hat, einen kleinen Weg vorgeschoben. Danach bewegt sich das integrierte, unverzahnte Untermesser 9a des Oberwerkzeugs 3 zusammen mit dem Metallband gegen das gezahnte Obermesser 7b des Unterwerkzeugs 4.

Das Streckmetallschnittwerkzeug 1 mit in seinen beiden Werkzeugen 3, 4 jeweils integriertem Obermesser 7a und 7b bzw. Untermesser 9a und 9b sowie in Längsrichtung gegeneinander versetzten Verzahnungen 5, 6 ermöglicht nicht nur mit lediglich einem Schnitthub die Fertigstellung einer Masche, sondern erfordert auch nicht mehr eine aufwändige Verschiebungskinematik.


Anspruch[de]
  1. Maschine zur Herstellung von Streckmetall, umfassend ein auf und ab bewegliches, eine zum Eingriff in ein schrittweise zugeführtes oder vorgeschobenes Metallband bringbare Verzahnung aufweisendes Oberwerkzeug und ein diesem im Hubweg gegenüberliegendes, stationäres Unterwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils das Oberwerkzeug (3) und das Unterwerkzeug (4) mit sowohl einem verzahnten Obermesser (7a, 7b) als auch einem geraden Untermesser (9a, 9b) ausgebildet sind und in Längsrichtung gegeneinander um eine halbe Maschenteilung (11) versetzte Verzahnungen (5, 6) aufweisen.
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberwerkzeug (3) und das Unterwerkzeug (4) mit einem Schlitz (10a, 10b) versehen sind, dessen eine Längskante die Verzahnung (5, 6) aufweist und dessen andere Längskante die gerade, glatte Fläche (8a, 8b) des Untermessers (9a, 9b) bereitstellt.
  3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bezogen jeweils auf die gerade, glatte Fläche (8a, 8b) die Verzahnung (5) des Obermessers (7a) des Oberwerkzeugs (3) nacheilend und die Verzahnung (6) des Untermessers (9b) des Unterwerkzeugs (4) voreilend angeordnet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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