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Dokumentenidentifikation DE10325843B4 23.06.2005
Titel Verfahren, Drucksystem, Computer und Computerprogramm zum Verwalten von Resourcen zur Verwendung in einem resourcenbasierten Dokumentendatenstrom
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Schmidt, Jörg, Dipl.-Ing., 81673 München, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 06.06.2003
DE-Aktenzeichen 10325843
Offenlegungstag 13.01.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse G06F 3/12
IPC-Nebenklasse G06F 17/30   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, ein Drucksystem einen Computer und ein Computerprogramm zum Verwalten von Resourcen zur Verwendung in einem resourcenbasierten Dokumentendatenstrom. Sie betrifft insbesondere ein Verfahren, ein Drucksystem, einen Computer und ein Computerprogramm zur Verarbeitung eines Druckdatenstroms, der zur Ausgabe auf einem Druckgerät aufbereitet wird. Eine derartige Aufbereitung findet typischerweise in Computern statt, die aus variablen Druckdaten und Resourcendaten wie z.B. Fonts, Overlays, Object Containers usw. einen druckerangepaßten Ausgabe-Druckdatenstrom erzeugen. Die Druckdaten können dabei z.B. in der Druckdatensprache AFP® (Advanced Function Presentation) eingelesen und in der Druckdatensprache IPDSTM (Intelligent Printer Data Stream) ausgegeben werden, oder in einer anderen resourcenbasierten Dokumentendatensprache wie Printer Control Language (PCL) oder Extensible Markup Language (XML) eingelesen werden, die externe Recourcen benutzen.

Bei der Darstellung von AFP-Dokumentendaten werden Resourcen, die im AFP-Dokumentendatenstrom an verschiedenen Stellen stehen bzw. aus verschiedenen Quellen stammen, mit den entsprechenden variablen Daten zusammengeführt. Die Resourcendaten können dabei als interne Resourcen im Dokumentendatenstrom eingebunden sein oder als externe Resourcen über einen Resourcennamen aus Bibliotheken aufgerufen werden. In einem Parsing-Vorgang werden weiterhin die Daten auf Konsistenz hin geprüft.

In Großrechenzentren werden große Mengen von Druckdaten, die bis zu einigen zehntausend Seiten umfassen können, typischerweise in einem Host Computer (Main Frame) zusammengetragen (Spooling-Vorgang) und daraus Druckaufträge (Jobs) generiert, die derart zur Ausgabe auf Hochleistungsdrucksystemen angepaßt sind, daß die Hochleistungsdrucksysteme im Produktionsbetrieb zeitlich optimal ausgelastet werden können. Sie können dabei weitgehend im kontinuierlichen Betrieb eingesetzt werden. Main Frame Computer werden häufig mit den Betriebssystemen OS/390 oder z/OS betrieben.

Zur Bearbeitung von AFP Druckaufträgen geeignete Hochleistungsdrucker mit Druckgeschwindigkeiten von etwa 40 DIN A 4 Seiten pro Minute bis zu über 1000 DIN A 4 Seiten pro Minute sind beispielsweise in der Veröffentlichung „Das Druckerbuch", herausgegeben von Dr. Gerd Goldmann (Océ Printing Systems GmbH), Ausgabe 6, Mai 2001, ISBN 3-000-00 1019-X beschrieben. Im Kapitel 14 (Seiten 14-1 bis 14-20) dieser Publikation ist das unter dem Namen PRISMA PRO® bekannte Server-System beschrieben, welches in Produktions-Druck-Umgebungen der Aufbereitung von Druckdatenströmen dient.

Die Dokumentendatenformate AFP (Advanced Function Presentation) und line data (Zeilendaten) sind beispielsweise in der Publikation Nr. F-544-3884-01 der Firma International Business Machines Corp. (IBM) mit dem Titel „AFP Programming Guide and Line Data Reference" beschrieben. Der Dokumentendatenstrom AFP wurde weiterentwickelt zu dem Dokumentendatenstrom MO:DCA, welcher in der IBM-Publikation SC31-6802-04 mit dem Titel „Mixed Object Document Content Architecture Reference" beschrieben ist. Im weiteren werden die soeben genannten Dokumentendatenströme vereinfacht als AFP-Datenströme bezeichnet.

Im Dokument „Print Services Facility for OS/390 & z/OS, Introduction", Vers. 3, Release 3.0 Nr. G544-5625-03 der Firma IBM vom März 2002 sind Details beschrieben, wie ein live data- bzw. MO:DCA-Dokumentendatenstrom in einen IPDS-Datenstrom umgewandelt wird. Das Softwareprogramm Print Service Facility (PSF) kombiniert dabei variable Dokumentendaten mit Resourcendaten um Ausgabedaten, die an einen Drucker als Ausgabegerät gesandt werden, zu verwalten und zu steuern.

In der DE-A1-101 62 251 ist beschrieben, dass im Zusammenhang mit AFP-Druckdatenströmen häufig Resourcendaten erst kurz vor dem Drucken mit variablen Daten verbunden werden um ein Dokument zu erzeugen.

Aus der US-A1-2001/0029530 sind Verfahren zum Verwalten von Resourcen in einem Computer- und Gerätenetzwerk bekannt. Ziel ist dabei, in dem Netzwerk benutze Resourcen einheitlich zu halten.

Aus der US-A1-2002/0191219 sind ein Verfahren und ein system zum Drucken von Dokumenten aus variablen und festen Daten bekannt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren, ein Drucksystem, einen Computer und ein Computerprogramm anzugeben, mit denen zum Drucken von Dokumenten Resourcen für komplexe, resourcenbasierte Dokumentendatenströme so verwaltet werden können, dass die Resourcen-Aufrufe jeweils korrekt in einer bestimmten Version erfolgen.

Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird zum Drucken eines Dokuments aus einem resourcenbasierten Dokumentendaten-Strom in einer durch eine Version einer Resource bestimmten Version eine Resourcendaten enthaltende Resource verwaltet zur Verwendung in dem resourcenbasierten Dokumentendatenstrom, der variable Dokumentendaten, mindestens eine interne Resource und/oder mindestens einen Aufruf einer externen Resource enthält. Weiterhin wird der Dokumentendatenstrom einem Parsing-Vorgang unterzogen, in dem er auf Konsistenz mit vorgegebenen Regeln geprüft wird. Dabei wird der Resource zusätzlich zu einem Resourcennamen ein Identifizierungsdatum zugeordnet, das die Resource gegenüber allen anderen Resourcen des Dokumentendatenstroms eindeutig kennzeichnet. Die Resource wird mittels des Resourcennamens und des Identifizierungsdatums innerhalb des Dokumentendatenstroms einmal oder mehrfach zum Drucken der Dokumentendaten auf einem Druckgerät aufgerufen.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass Resourcen eines Dokumentendatenstroms jeweils eindeutig identifizierbar sind.

Dies ist vor allem dann vorteilhaft, wenn ein- und dieselbe Resource innerhalb eines Dokumentendatenstroms mehrfach aufgerufen wird. Bei derartigen Mehrfach-Aufrufen kann es vorkommen, dass eine Resource im Zuge eines ersten Aufrufs verändert wird und dann im Zuge eines anderen, nachfolgenden Aufrufes nicht mehr im Originalzustand, sondern im geänderten Zustand aufgerufen wird. Dadurch können Wiedergabefehler entstehen, insbesondere dann, wenn ein Dokumentendatenstrom umsortiert wird und für den nachfolgenden Aufruf die Original-Resource benötigt würde. Die Erfindung beugt derartigen Fehlern vor, indem sie bereits vor der Wiedergabe, insbesondere im Zuge des Parsing-Vorgangs, die jeweiligen Resourcen indentifiziert und mit einem eindeutigen Identifizierungsdatum versieht. Dadurch wird die Resource bzw. der der Resource zugeordnete Resourcenaufruf im Dokumentendatenstrom mit dem Aufruf einem Eincheck-Prozess unterzogen, wobei insbesondere Zeitstempeldaten verwendet werden, die den Eingang der Resource in einer Datenverarbeitungseinheit, wie z.B. in einer Parsing-Einheit kennzeichnen. Dieses Identifizierungsdatum wird der Resource im Zuge des Eingangs zugeordnet. Bei jeder Änderung der Resource im Dokumentendatenstrom kann weiterhin ein entsprechender individueller Zeitstempel erzeugt werden und die Resource im nachgeschalteten Darstellungsvorgang originalgetreu wiedergegeben werden. Wenn eine Resource im Zuge der Darstellung der Dokumentendaten wenigstens einmal geändert wird, wird, im Zuge der Änderung ein neues Identifikationsdatum erzeugt und der Resource zugeordnet.

In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Identifizierungsdatum wenigstens eines der folgenden Daten auf:

Eine Resourcenidentifizierungsnummer, ein Erstellungsdatum, eine Erstellungszeit, Autorendaten, Daten über die Position oder die Benutzung der Resource in einem Auftrag, in einer Datei und/oder in einer Seite.

Aufgrund der Identifizierungsdaten ist es ohne weiteres möglich, innerhalb eines Dokumentendatenstroms mehrfache Aufrufe einer Resource zu verwalten. Dabei kann die Resource einmal erzeugt und viele male benutzt werden oder eine Resource innerhalb eines Vorgangs, z.B. dem Parsing verändert werden und dementsprechend mehrere Resourcendatensätze abgespeichert werden, wobei ein erster Resourcendatensatz die unveränderte Resource für einen ersten Aufruf ist und ein zweiter Resourcendatensatz die veränderte Resource in einem zweiten Aufruf. Durch Vergabe einer laufenden Nummer für Resourcendaten ein- und derselben Resource ist es z.B. auch möglich, eine Resourcenverwaltung dahingehend durchzuführen, dass jeweils die Resource mit dem neuesten Erstellungsdatum bzw. der aktuellsten laufenden Nummer verwendet wird und alle anderen älteren Resourcendaten derselben Resource gelöscht werden.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung, der auch unabhängig von dem zuvor genannten Aspekt der Erfindung gesehen werden kann, wurde erkannt, dass Resourcen kritische Komponenten in Dokumentendatenströmen sind, insbesondere dann, wenn sie als externe Resourcen zur Verfügung gestellt werden. Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Anmelde-Vorgang (Check in) vorgesehen, mit dem wie oben beschrieben die Änderungen an Resourcen derart erfassbar sind, dass eine genaue Verwaltung der Resourcen erfolgen kann. Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung kann jedoch auch ein Abmelde-Vorgang (Check out) angewandt werden, durch den die erfassten externen Resourcen dem Dokumentendatenstrom verfügbar gemacht werden. Dabei können die originalen und/oder die geänderten Resourcen extern oder intern im Dokumentendatenstrom gespeichert werden.

Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft den Anmelde-Vorgang (Check in) der Resourcen für den Fall, dass eine Resource innerhalb eines Dokumentendatenstroms beim Abarbeiten des Dokumentendatenstromes im Zuge seiner Darstellung auf einem Wiedergabegerät verändert wird. Gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung wurde erkannt, dass es zu Fehlern kommen kann, wenn ein bereits vorhandenes Identifizierungsdatum an der Resource ohne weitere Prüfung geändert wird oder wenn Resourcen während der Laufzeit der Darstellung des Dokumentendatenstroms aus dem Dokumentendatenstrom herausgefiltert werden oder vorab geladen werden.

Gemäß diesem Aspekt der Erfindung, der auch unabhängig vom ersten und vom zweiten Aspekt der Erfindung gesehen werden kann, enthalten die Identifizierungsdaten eine Angabe über den Gültigkeitsbereich der Resource. Diese Angabe kann insbesondere der Information „permanent", „zeitweise" oder „spezifisch" entsprechen, wobei eine als „permanent" gekennzeichnete Resource für alle Aufträge und alle Aufrufe verwendet wird, die diese Resource aufrufen, wobei eine als „zeitweise" gekennzeichnete Resource für zusammengehörige Aufträge und deren Aufrufe verwendet wird, mit denen diese Resource aufgerufen wird und wobei eine als „spezifisch" gekennzeichnete Resource für einen Auftrag und dessen Aufrufe verwendet wird, mit denen diese Resource aufgerufen wird. Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, eine externe Resource im Zuge des Parsing-Vorganges mit den Identifizierungsdaten zu versehen und Aufrufe der externen Resource in dem Dokumentendatenstrom mit den jeweils zugehörigen Identifizierungsdaten zu versehen. Als Dokumentendatenstrom wird insbesondere ein Advanced-Function-Presentation-Datenstrom, ein PCL-Datenstrom oder ein XML-Datenstrom verwendet.

Als Dokumentendatenstrom wird insbesondere ein Druckdatenstrom verwendet und als Wiedergabegerät wird insbesondere ein Druckgerät verwendet. Die Resource ist insbesondere eine externe Resource, die im Dokumentendatenstrom mit dem Resourcennamen aus einer vom Dokumentendatenstrom getrennten Bibliothek aufgerufen wird.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Drucksystem mit einem erfindungsgemäßen Resourchen-Management.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel, das anhand einiger Figuren erläutert wird.

Es zeigen:

1: Ein Drucksystem,

2: Die erfindungsgemäße Verwendung einer Resource,

3: Das An- und Abmelden einer Resource,

4: Das Zerlegen und Umgruppieren eines Dokumentendatenstroms und

5: Das Modifizieren von Resourcen in einem Dokumentendatenstrom.

In 1 ist ein Druckproduktionssystem dargestellt, das einen Host-Computer 1, einen Druckserver 2 und ein Hochleistungsdruckgerät 3 umfasst. Im Host-Computer 1 werden einerseits variable Druckdaten beispielsweise aus einer Datenbank heraus erzeugt und andererseits resourcenumfassend eine Pagedef-Datei und eine Formdef-Datei, aus denen ein Advanced Function Presentation Datenstrom gebildet wird. Der so erzeugte Dokumentendatenstrom wird dem Druckserver 2 zugeführt, in dem der Dokumentendatenstrom aufbereitet und in einen Intelligent Printer Datastream (IPDS) zur Ausgabe an das Druckgerät 3 umgewandelt wird. Im Druckserver 2 laufen dazu mehrere Prozesse ab, die durch Softwaremodule gesteuert sind. Ein erstes Softwaremodul bindet weitere Resourcendaten 4 wie z.B. Fonts oder Overlays, die im orginären Dokumentendatenstrom aufgerufen werden, in diesen ein. Ein zweites Softwaremodul, das Parsing-Modul, überprüft den Dokumentendatenstrom auf Konsistenz mit vorgegebenen Regeln. Dem Parsing-Vorgang vorgeschalten ist ein Pre-Parsing-Vorgang, der von einem entsprechenden Softwaremodul durchgeführt wird, bei dem jedem Resourcenaufruf und der zugeordneten Resourcendatei zusätzlich zum Resourcennamen ein Identifizierungsdatum zugeordnet wird, durch das die Resource gegenüber allen anderen Resourcen des Dokumentendatenstroms eindeutig gekennzeichnet ist. Innerhalb des Dokumentendatenstromes kann die Resource dann mittels des Resourcennamens und/oder des Identifizierungsdatums einmal oder mehrfach zur Darstellung der Dokumentendaten und der Resourcendaten auf dem Druckgerät 3 aufgerufen werden. Die hier im Druckserver dargestellten Prozesse können teilweise oder vollständig auch in einem Controller des Druckgeräts durchgeführt werden. Im Druckgerät wird der IPDS-Datenstrom gerastert und die Dokumente ausgedruckt.

In 2 sind verschiedene Dokumentendatenströme gezeigt, die jeweils zu verschiedenen Datums-Zeitpunkten 11.12., 12.12. und 17.12. verwendet werden und jeweils auf eine bestimmte Resource „Océ Logo" zugreifen. Der erste Dokumentendatenstrom 5, der am 11.12. die ursprünglich erzeugte Resource „Océ Logo" aufruft erhält dabei die Logo-Daten rot. Dementsprechend werden die Dokumente des Dokumentendatenstroms mit roten Océ Logos ausgedruckt. Eine Zuordnung eines Identifizierungsdatums findet nicht statt. Der zweite Dokumentendatenstrom 6, der am 12.12. zum Ausdruck gebracht wird, ruft ebenfalls die Resource „Océ Logo" auf. Zwischenzeitlich wurde diese Resource jedoch in der Farbe von rot auf blau modifiziert. Vor, während oder nach dem Parsing-Vorgang wird der Resourcenaufruf 8 und die Resource 10 mit einem Identifizierungsdatum, 12.12. versehen, wodurch ein modifizierter Datenstrom 7 mit einem modifizierten Logo-Aufruf 9 sowie eine modifizierte Resource 11 entstehen. Wenn nun der modifizierte Dokumentendatenstrom als Wiederholungsdatenstrom zu einem späteren Zeitpunkt, 17.12., erneut aufgerufen wird, so kann durch die eindeutige Zuordnung des korrekten Logo-Datum in dem wiederholten Resourcenaufruf 9a genau auf die Resource 11 vom 12.12. zurückgegriffen werden. Dadurch ist es möglich, bezügl. der Resourcen eine 100%ige Identität zwischen einem gedruckten Dokument zu einem ersten Zeitpunkt und einem wiederholt ausgedruckten Dokument zum zweiten Zeitpunkt sicherzustellen, selbst wenn, wie im vorliegenden Beispiel, die Resource, hier das Océ-Logo 12, erneut modifiziert wurde, hier auf grün. Eine derartige Verfahrensweise ist z.B. vorteilhaft, wenn Verträge zu einem späteren Zeitpunkt originalgetreu nachgedruckt werden sollen.

In 3 ist dargestellt, wie Resourcen eingecheckt und ausgecheckt werden. Eine generische Druckdatei 12a (Native Print File) enthält eine Inline-Resource 13 und einen Aufruf 14 für die Inline-Resource 13. Beim Einchecken der generischen Druckdatei 12 im Zuge eines Parsing-Vorganges wird die Inline-Resource 13 zu einer externen Resource 15 ausgelagert und sowohl der externen Resource 15 als auch ihrem Aufruf 16 das aktuelle Kalenderdatum 11.12. als Identifizierungsdatum hinzugefügt. Im Zuge des Auscheckens entsteht dann eine Druckdatei 15, in der die Resource „Océ-Logo 11.12." wiederum als Inline-Resource in die Druckdatei 15 eingebunden ist. In dieser Datei sind jedoch alle Resourcen eindeutig mit dem Datumskennzeichen versehen, das die richtige Version der Resource kennzeichnet. Dadurch ist sichergestellt, dass beim Ausdruck der Datei 15 auf einem Ausgabesystem, das keinen Eincheckvorgang gemäß der Erfindung ausführt, für alle Resourcenaufrufe die korrekte Resource verwendet wird.

Wenn die Druckdatei 15 zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausgedruckt werden soll, durchläuft sie erneut einen Check in-Vorgang, wobei menügesteuert eine Abfrage erfolgt, ob die ursprünglichen oder die aktualisierten Resourcen verwendet werden sollen. Wenn die aktualisierten Resourcen verwendet werden sollen, ändert die Systemsteuerung automatisch das Datum der Resourcenaufrufe auf 27.12 und sucht in den verfügbaren Resourcen nach möglichst jungen Resourcen. Beispielsweise wird in die dann erzeugte Druckdatei 16a die Resource „Océ-Logo 27.12." 17 geladen.

In 4 ist dargestellt, wie ein Druckdatenstrom, bei dem eine Resource mehrfach aufgerufen und einmal modifiziert wird, umgruppiert wird und die verschiedenen Gruppen (Ausdruckbereiche) an verschiedene Druckgeräte gesandt werden. Ein Druckdatenstrom 21 enthält eine Resource A 22, einen ersten Resourcenaufruf 23, einen Bereich 24, in dem die Resource A modifiziert wird und einen zweiten Resourcenaufruf 25. Wenn die Druckdatei 21 wie oben beschrieben eingecheckt und ausgecheckt wird, ergibt sich eine modifizierte Druckdatei 26, in der die beiden Inline-Resourcen 27 und 28 enthalten sind. Die Inline-Resource 27 entspricht genau der Resource 22 und die Inline-Resource 28 entspricht der Resource, die durch die Modifizierung im Bereich 24 entstanden ist. Die beiden Inline-Resourcen 27 und 28 sind jeweils mit einer eindeutigen Identifizierungskennzeichnung, hier einer laufenden Nummer, versehen und ihre entsprechenden Aufrufe 29 und 30 tragen ebenfalls diese Referenznummer. Aufgrund dieser eindeutigen Zuordnungen der Aufrufe und der Resourcen ist es möglich, die modifizierte Druckdatei 26 gegenüber der Druckdatei 21 auch im Seitenablauf zu modifizieren, so daß beispielsweise Seite 2 erst nach der Seite 3 bearbeitet wird. Eine derartige Umgruppierung ist z.B. vorteilhaft, wenn bestimmte Seiten für einen bestimmten Drucker gesammelt werden, beispielsweise Farbseiten 1 und 3 an den Farbdrucker 31 gesandt werden sollen. Auch der Versand der Druckdaten an eine bestimmte Drucklinie, in der neben einem Drucker zusätzliche Geräte zur Verarbeitung von Druckgut wie z.B. eine Schneideeinrichtung, eine Bindeeinrichtung, eine Klebeeinrichtung oder eine Kuvertiereinrichtung angeschlossen ist, kann eine Umgruppierung sinnvoll machen. Während in 4 der modifizierte bzw. normalisierte Druckdatenstrom 26 die geänderten Resourcen als Inline-Resourcen eingebunden hatte, können die Resourcen alternativ dazu auch als externe Resourcen gespeichert und verwaltet werden.

In 5 ist gezeigt, wie Resourcen für einen Dokumentendatenstrom 33 verwaltet werden. Als Ausgangssituation werden zwei Resourcen ID0 und ID1 erzeugt. In Seite 1 wird die Resource ID1 benutzt und anschließlich modifiziert. Diese modifizierte Recource ID1 wird ebenfalls in Seite 1 benutzt. In Seite 2 wird die Resource ID1 erneut modifiziert und anschließend benutzt. Weiterhin wird auf Seite 2 die Resource ID0 benutzt. Auf Seite 3 werden die Resourcen ID1 und ID0 in der aktuellen Version erneut benutzt. Danach wird die Resource ID1 modifiziert und sogleich benutzt.

Im Zuge des Eincheck-Vorganges wird eine Resourcen-Bibliothek 34 erstellt, in der die im Dokumentendatenstrom 33 verwendeten Resourchen gesammelt sind. Dabei werden die geänderten Varianten der Resource ID1 mit neuen Nummern versehen, um die Varianten eindeutig voneinander unterscheiden zu können, also die erste modifizierte Variante von ID1 als ID2 bezeichnet, die zweite modifizierte Variante von ID1 als ID3 bezeichnet und die dritte modifizierte Variante von ID1 als ID4 bezeichnet. Weiterhin werden die Resourcen nach den Kriterien „permanent" „temporär" und „spezifisch" gekennzeichnet und sortiert. Als „permantent" werden dabei solche Resourcen gekennzeichnet, die in allen Seiten bzw. Bearbeitungsaufträgen verwendet werden, beispielsweise die Resource ID0. Als „temporär" werden solche Resourcen gekennzeichnet, die in mehreren Seiten bzw. Seitenbearbeitungsaufträgen verwendet werden, beispielsweise die Resourcen ID1, ID2 und ID3. Als „spezifisch" werden diejenigen gekennzeichnet, die nur auf einer Seite bzw. nur in einem Seitenbearbeitungsauftrag verwendet werden, beispielsweise die Resource ID4. Im anschließenden Auscheck-Vorgang wird aus dem ursprünglichen Dokumentendatenstrom 33 und der Resourcenbibliothek 34 ein Ausgangs-Dokumentendatenstrom 35 erzeugt, bei dem seitenweise bzw. seitenbearbeitungsauftragsweise die benötigten Resourcen als Inline-Resourcen geladen sind und die entsprechenden Aufrufe der Resourcen anhand der genauen Resourcennummer erfolgen. Auch bei diesem Beispiel besteht die Möglichkeit, jede Seitensequenz zu verarbeiten, ohne dass Resourceninformationen verloren gehen, weil alle benötigten Resourcen einer Seite innerhalb dieser Seite geladen sind bzw. bereits zuvor in übergeordneten Seiten bzw. einem übergeordneten Bereich geladen wurde. Dabei können insbesondere Standardfonts und Overlays als interne, permanente Resourcen geladen werden, andere Resourcen können als externe Resourcen bezeichnet werden. Dies gilt vor allem für permanente Resourcen.

Die Erfindung ist insbesondere dazu geeignet, als Computerprogramm (Software) realisiert zu werden. Sie umfasst insbesondere das eincheckende und das auscheckende Computerprogrammmodul und kann als Datei bzw. Dateiensammlung auf einem Datenträger wie einer Diskette oder CD-Rom oder über ein Daten- bzw. Kommunikationsnetz verbreitet werden. Derartige und vergleichbare Computerprogramm-Produkte oder Computerprogramm-Elemente sind Ausgestaltungen der Erfindung.

Der erfindungsgemäße Ablauf kann in einem Computer, in einem Druckgerät oder in einem Drucksystem mit vorgeschalteten oder nachgeschalteten Datenverarbeitungsgeräten Anwendung finden. Dabei ist klar, dass entsprechende Computer, auf denen die Erfindung angewandt wird, weitere, an sich bekannte technische Einrichtungen wie Eingabemittel (Tastatur, Mouse, Touchscreen), einen Mikroprozessor, einen Daten- bzw. Steuerungsbus, eine Anzeigeeinrichtung (Monitor, Display) sowie einen Arbeitsspeicher, einen Festplattenspeicher und eine Netzwerkkarte enthalten können.

1Host-Computer 2Druckserver 3Druckgerät 4Resourcen-Daten 5erster Dokumentendatenstrom 6zweiter Dokumentendatenstrom 7modifizierter Dokumentendatenstrom 7aWiederholungsdatenstrom 8Resourcenaufruf 9Modifizierter Resourcenaufruf 9awiederholter Resourcenaufruf 10Resource 11modifizierte Resource 12grünes Logo 12agenerische Druckdatei 13Inline-Resource 14Resourcenaufruf 15modifizierte Druckdatei 16Resourcen-Aufruf 16amodifizierte Druckdatei 17aktualisierte Resource 18externe Resource 21Druckdatei 22Resource A 23Erster Resourcenaufruf 24Modifizierungsbereich 25zweiter Resourcenaufruf 26modifizierter Druckdatenstrom 27erste Inline-Resource 28zweite Inline-Resource 29erster Resourcenaufruf 30zweiter Resourcenaufruf 31Farbdrucker 32Schwarz/Weiß-Drucker 33Dokumentendatenstrom 34Resourcenbibliothek 35Ausgangs-Dokumentendatenstrom

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Drucken eines Dokuments aus einem resourcenbasierten Dokumentendatenstrom in einer durch eine Version einer Resource bestimmten Version, wobei eine Resourcendaten enthaltende Resource verwaltet wird zur Verwendung in dem resourcenbasierten Dokumentendatenstrom, der variable Dokumentendaten, mindestens eine interne Resource und/oder mindestens einen Aufruf einer externen Resource enthält, wobei der Dokumentendatenstrom einem Parsing-Vorgang unterzogen wird, in dem er auf Konsistenz mit vorgegebenen Regeln geprüft wird, wobei der Resource zusätzlich zu einem Resourcennamen ein Identifizierungsdatum zugeordnet wird, das die Resource gegenüber allen anderen Resourcen des Dokumentendatenstroms eindeutig kennzeichnet und wobei die Resource mittels des Resourcennamens und des Identifizierungsdatums innerhalb des Dokumentendatenstroms einmal oder mehrfach zum Drucken der Dokumentendaten auf einem Druckgerät aufgerufen wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Identifizierungsdaten Zeitstempeldaten verwendet werden, die den Eingang der Resource in einer Datenverarbeitungseinheit kennzeichnen und die der Resource im Zuge des Eingangs zugeordnet werden.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Resource einmal erzeugt wird und vielfach verwendet wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Resource im Zuge der Darstellung der Dokumentendaten wenigstens einmal geändert wird und im Zuge der Änderung neue Identifikationsdaten erzeugt und der Resource zugeordnet werden.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Identifizierungsdatum zumindest eines der folgenden Daten aufweist:

    eine Resourcenidentifizierungsnummer, ein Erstellungsdatum, eine Erstellungszeit, Autorendaten, Daten über die Position des Aufrufs oder der Benutzung der Resource in einem Auftrag, in einer Datei und/oder in einer Seite.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine externe Resource im Zuge des Parsing-Vorganges mit den Identifizierungsdaten versehen wird und wobei Aufrufe der externen Resource in dem Dokumentendatenstrom mit den jeweils zugehörigen Identifizierungsdaten versehen werden.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Advanced Function Presentation Datenstrom als Dokumentendatenstrom verwendet wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, wobei die Identifizierungsdaten eine Angabe über den Gültigkeitsbereich der Resource enthalten.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Angabe über den Gültigkeitsbereich der Information „permanent", „zeitweise" oder „spezifisch" entspricht und wobei eine als „permanent" gekennzeichnete Resource für alle Aufträge und alle Aufrufe verwendet wird, die diese Resource aufrufen, wobei eine als „zeitweise" gekennzeichnete Resource für zusammengehörige Aufträge und deren Aufrufe verwendet wird, mit denen diese Resource aufgerufen wird und wobei eine als „spezifisch" gekennzeichnete Resource für einen Auftrag und dessen Aufrufe verwendet wird, mit denen diese Resource aufgerufen wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Dokumentendatenstrom ein Druckdatenstrom verwendet wird und wobei als Wiedergabegerät ein Druckgerät verwendet wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Resource eine externe Resource ist, die im Dokumentendatenstrom mit dem Resourcennamen aus einer vom Dokumentendatenstrom getrennten Bibliothek aufgerufen wird.
  12. Computer mit einem Computerprogramm, das bei seinem Laden und Ausführen auf einem Computer einen Verfahrensablauf nach einem der Ansprüche 1 bis 11 bewirkt.
  13. Drucksystem umfassend einen Computer nach Anspruch 12.
  14. Computerprogramm, das bei seinem Laden und Ausführen auf einem Computer einen Verfahrensablauf nach einem der Ansprüche 1 bis 11 bewirkt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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