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Dokumentenidentifikation DE10355111A1 23.06.2005
Titel Verfahren zur Herstellung von Rundlagern, insbesondere in Automobilen
Anmelder BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE
Erfinder Wulf, Andreas, 49406 Barnstorf, DE
DE-Anmeldedatum 24.11.2003
DE-Aktenzeichen 10355111
Offenlegungstag 23.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse F16C 33/08
IPC-Nebenklasse B23P 19/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Rundlager, enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement und (iii) hohle Innenbuchse, wobei zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) und/oder zwischen Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii) mindestens ein Sicherungselement (x) posistioniert ist, das eine axiale Verschiebung des Lagerelementes (ii) zwischen Außenbuchse (i) und Innenbuchse (iii) zumindest in eine Richtung begrenzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Rundlager enthaltend (i) hohle bevorzugt zylindrische Außenbuchse, (ii) hohles bevorzugt zylindrisches bevorzugt elastisches Lagerelement und (iii) hohle bevorzugt zylindrische Innenbuchse. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf Verfahren zur Herstellung dieser Rundlager und auf Automobile oder Lastkraftwagen enthaltend die erfindungsgemäßen Rundlager.

Rundlager werden in Automobilen beispielsweise innerhalb des Fahrwerks verwendet und sind allgemein bekannt. Mit Hilfe von Rundlagern werden im Automobil Aggregate, Getriebe, Motoren, Fahrwerksbauteile u.a. untereinander oder mit der Karosserie verbunden. Dabei erfüllen sie durch die Verwendung von Elastomerwerkstoffen die Funktion der elastischen Lagerung; andererseits sind sie auf Grund ihrer viskosen Eigenschaften in der Lage, Energie zu dissipieren und damit Schwingungen zu dämpfen. Dabei wird ein hohes Maß an Dämpfung besonders für die Bedämpfung großer Amplituden von niederfrequenten Schwingungen benötigt, die z.B. die Anbindung der Stossdämpfers an die Karosserie beeinflussen. Andererseits ist bei kleinen Amplituden und höheren Frequenzen eine hohe Dämpfung aus Gründen der Fahrzeugakustik unerwünscht. Das Dämpfungsverhalten derzeitiger, konventioneller Rundlager ist abhängig vom intrinsischen Dämpfungsvermögen des eingesetzten Elastomerwerkstoffes.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, Rundlager enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement und (iii) hohle Innenbuchse zu entwickeln, die über ein sicheres Gefüge der Einzelteile verfügen. Außerdem sollte die Montage und insbesondere Demontage vereinfacht werden.

Diese Aufgabe konnte dadurch gelöst werden, dass zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) und/oder zwischen Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii), bevorzugt zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii), mindestens ein Sicherungselement (x) positioniert ist, das eine axiale Verschiebung des Lagerelementes (ii) zwischen Außenbuchse (i) und Innenbuchse (iii) zumindest in eine Richtung, bevorzugt in eine Richtung begrenzt, bevorzugt verhindert.

In den Rundlagern befindet sich die Innenbuchse (iii) innerhalb des Hohlraums des Lagerelementes (ii) und das Lagerelement (ii) in dem Hohlraum der Außenbuchse (i).

Bevorzugt weist das Sicherungselement (x) einen bevorzugt umlaufenden Rand (xi) auf, der eine Stirnseite von (i) und/oder (iii), bevorzugt (i) zumindest teilweise abdeckt, sowie einen weiteren Rand (xii), der die am anderen, d.h. gegenüberliegenden axialen Ende des Rundlagers befindliche Stirnseite des Lagerelementes (ii) zumindest teilweise abdeckt. Die Ränder (xi) und (xii) weisen bevorzugt eine Breite zwischen 1 mm und 5 mm auf. Der Rand (xi) bewirkt, dass eine axiale Verschiebung des Sicherungselementes (x) und durch den weiteren Rand (xii) auch des Lagerelementes (ii) und der Innenbuchse (iii) durch die Fixierung insbesondere an der Außenbuchse (i) verhindert wird.

Das erfindungsgemäße Sicherungselement (x) kann zusätzlich zu der axialen Sicherung weitere Zusatzfunktionen übernehmen. Es kann z.B. dazu benutzt werden, eine unterschiedliche Kennung in zwei oder mehreren Richtungen zu erzeugen. Dies ist beispielsweise durch die an späterer Stelle darstellte Ausgestaltungsform, in der sich zwei Verbindungselemente (xiii) gegenüberliegen, möglich. Weiterhin lassen sich an dem Sicherungselement (x) Dichtmanschetten oder andere Zusatzbauteile befestigen. Durch die Fixierung aufgrund eines Sicherungselementes (x) in lediglich eine axiale Richtung ist es möglich, eine schnelle und einfache Demontage des Lagers durchzuführen, ohne dass das Getriebe ausgebaut werden muss. Dies kann im späteren Service zu Zeit- und damit Kosteneinsparungen führen.

Bevorzugt weist das Sicherungselement (x) mindestens ein Verbindungselement (xiii) auf, das zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) und/oder zwischen Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii) positioniert ist und die Ränder (xi) und (xii) verbindet. Das Verbindungselement (xiii) kann in Form einer Hülse ausgestaltet sein, die einen Kontakt von Lagerelement (ii) mit Außenhülse (i) oder Innenhülse (iii), je nachdem, wo das Sicherungselement (x) positioniert wird, verhindert. Das Sicherungselement kann somit in Form einer hohlen, zylindrischen Hülse ausgestaltet sein, deren einer Rand nach außen und deren anderer Rand nach innen steht, z.B. gefaltet oder gebördelt ist, wobei „nach außen" bzw. „nach innen" bevorzugt bedeutet, dass die Ränder besonders bevorzugt in einem Winkel zwischen 75° und 105°, insbesondere senkrecht zu der Längsachse des Sicherungselementes und damit auch zur Längsachse des Rundlagers ausgerichtet sind.

Alternativ ist es möglich, dass das Sicherungselement (x) lediglich Teilbereiche dieser möglichen Kontaktfläche zwischen (i) oder (iii) und (ii) abdeckt, d.h. das oder die Verbindungselemente können in Form von Stegen ausgestaltet sein. Bevorzugt weist das Sicherungselement (x) zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) zwei bevorzugt axial ausgerichtete Verbindungselemente (xiii) auf, die sich bevorzugt gegenüber liegen und die Ränder (xi) und (xii) verbinden. Die zwei Verbindungselemente überdecken dabei jeweils bevorzugt einen Radius von 45 ° bis 90 °.

Die Dicke des Sicherungselementes (x), d.h. insbesondere auch die Dicke der Ränder (xi) und (xii) und die Dicke des Verbindungselementes (xiii) beträgt bevorzugt zwischen 0,75 mm und 2 mm.

Die erfindungsgemäßen Rundlager können allgemein übliche Abmessungen aufweisen, die je nach Anwendung variieren können. Bevorzugt weist das Lagerelement (ii) einen äußeren Durchmesser zwischen 20 mm und 100 mm, einen Durchmesser des Hohlraums zwischen 10 mm und 80 mm und eine Länge, d.h. axiale Ausdehnung zwischen 15 mm und 100 mm auf. Diese bevorzugten Abmessungen sind insbesondere für Anwendungen im Automobilbau besonders bevorzugt.

Erfindungsgemäße Rundlager sind beispielhaft in der den 1 und 2 dargestellt. Anhand der Figuren wird insbesondere die Form der bevorzugten Ränder (xi) und (xii) deutlich, die bevorzugt in entgegengesetzte Richtung zeigen, bevorzugt senkrecht zur Längsachse des Rundlagers. Der Pfeil in 1 gibt die Sicherungsrichtung an.

Die erfindungsgemäßen Rundlager enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x) können dadurch hergestellt werden, dass man das Sicherungselement (x) in dem Hohlraum der Außenbuchse (i) positioniert und anschließend das Lagerelement (ii) und die hohle Innenbuchse (iii) in der bevorzugt vormontierten Außenbuchse (i) und dem Sicherungselement (x) positioniert, bevorzugt in die bevorzugt vormontierte Außenbuchse (i) und das Sicherungselement (x) presst.

Alternativ ist es möglich, die erfindungsgemäßen Rundlager enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x) herzustellen, indem man die Innenbuchse (iii) in dem Hohlraum des Lagerelementes (ii) positioniert, das Lagerelement (ii) in dem Sicherungselement (x) und anschließend das Sicherungselement (x), das Lagerelement (ii) und die Innenbuchse (iii) in den Hohlraum der Außenbuchse (i) einfügt, bevorzugt einpresst.

Alternativ ist es möglich, die erfindungsgemäßen Rundlager enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x) herzustellen, indem man das Sicherungselement (x) zwischen der Innenbuchse (iii) und dem Lagerelement (ii) positioniert und anschließend Innenbuchse (iii), Sicherungselement (x) und Lagerelement (ii) in der Außenbuchse positioniert, bevorzugt in die Außenbuchse presst.

Bevorzugt wird nicht das gesamte Rundlager enthaltend (i), (ii), (x) und (iii) komplett fertig montiert und anschließend in das Objekt, in dem das Rundlager eingesetzt werden soll, eingebaut, sondern es kann eine Vormontage der Außenbuchse (i) mit der äußeren Struktur, insbesondere der Karosserie eines Kraftfahrzeugs erfolgen und erst anschließend Innenbuchse (iii), Lagerelement (ii) und Sicherungselement (x) in den Hohlraum der Außenbuchse (i) eingefügt werden. Bevorzugt weist das Objekt, in dem das Rundlager zum Einsatz kommen soll, bereits eine Einrichtung, die als Außenbuchse dienen kann, auf. D.h. die Außenbuchse wird erst mit dem Objekt montiert oder ist bereits als integraler Teil des Objekts geplant und erst anschließend erfolgt die Montage des Lagerelementes (ii) und der Innenbuchse (iii) mit der Außenbuchse (i). Dies bietet folgende Vorteile:

Die Lagerelemente können auf der Basis von Halbzeugen hergestellt werden, so dass Änderungen des Materials und der Geometrie sehr einfach durchzuführen sind. Weiterhin sind qualitätssichernde Maßnahmen an den Lagerelementen sehr leicht durchführbar. Die Prozesssicherheit wird dadurch erhöht. Die Lagerelemente können sehr flexibel zusammengesetzt werden, so dass beispielsweise Lagerelemente mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften miteinander kombiniert werden können. Die Bauart solcher Lager erübrigt die Außenhülse und spart somit ein Einzelteil. Zudem können durch die Bauart solcher Lager Kalibrierschritte gespart werden, die bei Rundlagern konventioneller Bauart durchgeführt werden müssen. Außerdem können Haftvermittler bei der Fertigung gespart werden.

Bevorzugt wird somit erst die Außenbuchse mit dem Objekt, das das Rundlager enthalten soll, montiert, d.h. verbunden, beispielsweise durch Verschrauben oder Schweißen, und anschließend das Lagerelement (ii) und die Innenbuchse (iii) in den Hohlraum der Außenbuchse (iii) eingeführt. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Außenbuchse (i) Bestandteil des Objektes, das das Rundlager enthalten soll.

Dabei kann man bevorzugt eine Vorspannung des Lagerelementes (ii) erzeugen, d.h. bevorzugt presst man (ii) unter Vorspannung und bevorzugt unter Zuhilfenahme von Einpresshilfsmitteln in die Außenbuchse (i) und ggf. das Sicherungselement (x). Unter Vorspannung ist dabei insbesondere zu verstehen, dass die Wandstärke des Lagerelementes (ii) größer ist als der Abstand zwischen der Innenbuchse (iii) und der Außenbuchse (i) bzw. dem Sicherungselement (x), d.h. das Lagerelement liegt in radialer Richtung gestaucht vor.

Bevorzugt kann man zur Montage des (ii) hohlen Lagerelementes und der (iii) hohlen Innenbuchse in die vormontierte Außenbuchse (i) eine Einpressvorrichtung (iv) verwendet, die mindestens einen Stempel (v) und mindestens eine äußere Hülse (vi) aufweist. Das bevorzugte Beispiel einer Einpressvorrichtung ist in der 3 dargestellt, wobei zur Vereinfachung in der Darstellung auf das Sicherungselement (x) verzichtet wurde. Bevorzugt kann man dabei vor der Montage des (ii) hohlen Lagerelementes und der (iii) hohlen Innenbuchse in die vormontierte Außenbuchse (i) das oder die hohle Lagerelemente (ii) und die hohle(n) Innenbuchse(n) (iii) auf dem Stempel (v) und zumindest teilweise innerhalb der äußeren Hülse (vi) positionieren. Aus dieser Position zumindest teilweise innerhalb der äußeren Hülse (vi) kann dann das hohle Lagerelement (ii) und die hohle Innenbuchse (iii) in die Außenbuchse geschoben oder gepresst werden. Bevorzugt läuft die äußere Hülse (vi) konisch zu, d.h. sie verjüngt sich in Montagerichtung , d.h. in die Richtung in die Lagerelement (ii) und Innenbuchse (iii) geschoben werden. Aufgrund dieser bevorzugten Verjüngung wird das hohle Lagerelement (ii) beim Einpressen mittels des Stempels (v) in die vormontierte Außenbuchse (i) im Radius gestaucht, d.h. es liegt zwischen Außenbuchse (i) und Innenbuchse (iii) unter Spannung vor.

In der 3 ist der Stempel ausgefahren dargestellt, d.h. (ii) und (iii) befinden sich bereits in der Außenbuchse (i). Der bevorzugte konische Verlauf des Außenhülse (vi) ist der 3 aber gut zu entnehmen. In der 3 ist der Stempel zweiteilig aufgebaut. Ein Teil des Stempels (va) drückt die Innenbuchse (iii), ein weiterer Teil (vb), der mit (va) bevorzugt synchron bewegt wird, presst das Lagerelement (ii). Die Abmessungen können weitgehend beliebig gewählt werden und sich bevorzugt nach den Abmessungen bekannter Rundlager richten. Besonders bevorzugt werden die Abmessungen so gewählt, dass das Lagerelement (ii) zwischen (i) und (iii) gestaucht, d.h. wie dargestellt unter Vorspannung vorliegt. Die Länge das Rundlager und der Gesamtdurchmesser sowie der Durchmesser des Hohlraums der Innenbuchse (iii) können sich nach dem Einsatz und den zu lagernden Objekten richten. Die Wahl geeigneter Abmessungen ist dem Fachmann geläufig.

Bei dem Objekt, das das Rundlager enthalten soll, kann es sich bevorzugt um das Fahrwerk oder die Karosserie oder Teile der Karosserie, beispielsweise den Fahrschemel, eines Automobils oder eines Lastkraftwagens handelt. Dabei kann die Außenbuchse (i) entweder mit der Karosserie vormontiert werden, beispielsweise verschraubt oder angeschweißt werden, oder bereits bei der Entwicklung der Karosserie als Teil der Karosserie geplant werden und somit bei der Montage von Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii) als integrales Teil der Karosserie oder des Fahrwerks vorliegen. Erfindungsgemäß ist die Außenbuchse (i) vor dem Einfügen des Lagerelementes (ii) und der Innenbuchse (iii) in die Außenbuchse (i) bereits Teil der Karosserie, d.h. fest mit der Karosserie montiert, beispielsweise verschraubt oder verschweißt.

Als Objekte, die mittels des Rundlagers insbesondere mit der Karosserie eines Automobils oder eines Lastkraftwagens gelagert werden sollen, kommen beispielsweise alle Arten von Aggregaten, Fahrschemeln, Lenkern, Getrieben und/oder Anbauteilen, bevorzugt Aggregate, Lenker und/oder Getriebe, besonders bevorzugt Hinterachsgetriebe in Frage. Diese mit dem bevorzugt dämpfend wirkenden Rundlager zu lagernden Teile können beispielsweise dadurch mit den Rundlager befestigt werden, dass man sie mit Hilfe Schrauben-, Bolzen, Stift-, Niet- oder anderen form- oder kraftschlüssigen Verbindungen, bevorzugt Schrauben-, Bolzen, Stift-, Niet-Verbindungen befestigt, bevorzugt mit Hilfe der hohlen Innenbuchse.

Bevorzugt sind Rundlager, bei denen die Karosserie eines Kraftfahrzeugs fest mit der Außenbuchse (i) verbunden ist und an der Innenbuchse (iii) Motor, Getriebe und/oder Lenker befestigt sind. Bevorzugt wird man entsprechend an der Innenbuchse (iii) Aggregate, Lenker und/oder Getriebe, besonders bevorzugt Hinterachsgetriebe befestigen und somit bevorzugt mit der Karosserie eines Automobils oder eines Lastkraftwagens bevorzugt schwingungsdämpfend verbinden. Ebenso ist es denkbar, dass diese Lager beispielsweise in die Lagerschilde von Getrieben, Aggregaten eingebracht werden, die dann mit der Karosserie verbunden werden.

Beim Einpressen des Lagerelementes (ii) und der Innenbuchse (iii) in den Hohlraum der Außenbuchse (i), bevorzugt auch bei der Montage der Innenbuchse (iii) in den Hohlraum des Lagerelementes (ii), kann man gegebenenfalls ein Einpresshilfsmittel benutzen wird, das reibungsvermindernde Eigenschaften besitzt. In Frage kommen beispielsweise gängige Schmierstoffe oder Seifen. Denkbar sind auch Einpresshilfsmittel, die neben reibungsvermindernden Eigenschaften, auch adhäsive Eigenschaften aufweisen, d.h. nach der Montage von (iii) in (ii) und (ii) in (i) die Komponenten (i) mit (ii) und/oder (ii) mit (iii) und/oder (ii) mit (x) und/oder (x) mit (i) verkleben.

Die Innenbuchse (iii) kann auf üblichen Materialien basieren, beispielsweise Metallen, z.B. Stahl, Eisen und/oder Aluminium oder harten Kunststoffen, z.B. TPU. Die Innenbuchse (iii) verfügt über eine Innenbohrung üblicherweise zur Aufnahme eines Befestigungsbolzen. Der Außendurchmesser ergibt sich aus Festigkeitsgründen.

Bei Applikationen, bei denen keine haftende Verbindung zwischen der dem Lagerelement zugewandten Oberfläche der Innenhülse gefordert wird, kann diese mit einem, bevorzugt aufgesetzten Kragen, der bevorzugt senkrecht zur Innenbohrung und bevorzugt auf der äußeren Oberfläche der Innenbuchse (iii) umlaufend ist, versehen werden. Dabei kann dieser in Durchmesser, Dicke, Ausführung und Anzahl variieren. Der Kragen bildet bei radialer Belastung an den Flanken die bevorzugte Reibfläche und an der Stirnseite die Wegbegrenzung bei der Einfederung. Diese Kontur bietet ebenfalls eine besonders vorteilhafte Charakteristik bei auftretenden kardanischen Belastungen. Bevorzugt wird die Innenbuchse in axialer Ausrichtung nicht vom Lagerelement (ii) überragt.

Das Lagerelement (ii) kann aus einem oder mehreren Einzelteilen, die elastische Eigenschaften aufweisen, bestehen. Werden mindestens zwei Lagerelemente verwendet, so können diese je nach Anforderung quasi in einem Stecksystem zum vollständigen Lagerelement zusammengefügt werden, wobei allgemein bekannten "Steck"-Verfahren gewählt werden können, z.B. Nut-Feder. Andererseits sind stoffschlüssige Verbindungen z.B. über geeignete Klebstoffe möglich. Damit können Lagerelemente mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet werden, die je nach ihrer Anordnung im Rundlager spezifische Anforderungen übernehmen können.

Werden mindestens zwei Lagerelemente (ii) eingesetzt, weisen diese bevorzugt unterschiedliche Dichten und somit unterschiedliche mechanische und dynamische Eigenschaften auf. Während beispielsweise ein Lagerelement (ii) aus einem mikrozelligen PUR mit geringer Dichte bestehen kann um im Einsatzfall durch die Relativbewegung zur Innen- und Außenbuchse viel Dämpfung zu erzeugen, kann ein weiteres Lagerelement (ii) im Rundlager aus einem mikrozelligen Pur mit hoher Dichte gefertigt sein, um dynamische Steifigkeiten zu gewährleisten und um die max. Verformung zu reduzieren. Erfindungsgemäß kann somit auf speziellen Anforderungen eingegangen werden. Das erfindungsgemäße Lagerelement (ii) basiert üblicherweise auf Gummi oder zelligen oder kompakten (TPU, Gießelastomer) Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten, bevorzugt auf zelligen Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten. Besonders bevorzugt basiert das Lagerelement (ii) auf zelligen Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten, bevorzugt auf der Basis von zelligen Polyurethanelastomeren, die ggf. Polyharnstoffstrukturen enthalten können, besonders bevorzugt auf der Basis von zelligen Polyurethanelastomeren bevorzugt mit einer Dichte nach DIN 53 420 von 200 bis 1100, bevorzugt 300 bis 800 kg/m3, einer Zugfestigkeit nach DIN 53 571 von ≥ 2, bevorzugt 2 bis 8 N/mm2, einer Dehnung nach DIN 53 571 von ≥ 300, bevorzugt 300 bis 700 % und einer Weiterreißfestigkeit nach DIN 53 515 von ≥ 8, bevorzugt 8 bis 25 N/mm. Bevorzugt handelt es sich bei den Elastomeren um mikrozellige Elastomere auf der Basis von Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten, bevorzugt mit Zellen mit einem Durchmesser von 0,01 mm bis 0,5 mm, besonders bevorzugt 0,01 bis 0,15 mm. Besonders bevorzugt besitzen die Elastomere die eingangs dargestellten physikalischen Eigenschaften. Elastomere auf der Basis von Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten und ihre Herstellung sind allgemein bekannt und vielfältig beschreiben, beispielsweise in EP-A 62 835, EP-A 36 994, EP-A 250 969, DE-A 195 48 770 und DE-A 195 48 771. Die Herstellung erfolgt üblicherweise durch Umsetzung von Isocyanaten mit gegenüber Isocyanaten reaktiven Verbindungen. Die Elastomere auf der Basis von zelligen Polyisocyanat-Polyadditionsprodukte werden üblicherweise in einer Form hergestellt, in der man die reaktiven Ausgangskomponenten miteinander umsetzt. Als Formen kommen hierbei allgemein übliche Formen in Frage, beispielsweise Metallformen, die aufgrund ihrer Form die erfindungsgemäße dreidimensionale Form des Federelements gewährleisten. Die Herstellung der Polyisocyanat-Polyadditionsprodukte kann nach allgemein bekannten Verfahren erfolgen, beispielsweise indem man in einem ein- oder zweistufigen Prozess die folgenden Ausgangsstoffe einsetzt:

  • (a) Isocyanat,
  • (b) gegenüber Isocyanaten reaktiven Verbindungen,
  • (c) Wasser und gegebenenfalls
  • (d) Katalysatoren,
  • (e) Treibmittel und/oder
  • (f) Hilfs- und/oder Zusatzstoffe, beispielsweise Polysiloxane und/oder Fettsäuresulfonate.

Bevorzugt weisen die zelligen Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten einen Druckverformungsrest kleiner 25 % nach DIN 53572, wobei als Prüfkörper Würfel der Abmessung 40 mm × 40 mm × 30 mm ohne Silikonanstrich verwendet werden, die Prüfung bei konstanter Verformung erfolgt, wobei die Prüfkörper um 40 % zusammengedrückt und 22 Stunden bei 80 °C im Umluftschrank gehalten werden, die Prüfeinrichtung nach der Entnahe aus dem Wärmeschrank 2 Stunden im zusammengedrückten Zustand auf Raumtemperatur abgekühlt wird, anschließend der Prüfkörper aus der Prüfeinrichtung entnommen wird und 10 min ± 30 s nach der Entnahme der Prüfkörper aus der Prüfeinrichtung die Höhe der Prüfkörper auf 0,1 mm genau gemessen wird.

Die Außenbuchse (i) kann auf üblichen Materialien basieren, beispielsweise Metallen, z.B. Stahl, Eisen und/oder Aluminium oder harten Kunststoffen, z.B. TPU. Bevorzugt basiert die Außenbuchse auf dem gleichen Materialen wie das Objekt, in dem sie zum Einsatz kommen soll, besonders bevorzugt, beispielsweise im Falle der Montage in Karosserien, auf Stahl und/oder Aluminium, insbesondere Stahl. Die Außenbuchse (i) verfügt über einen Außendurchmesser und einen Innendurchmesser, die in den Abmaßen und Ausführungen variieren können. Die Erfindung umfasst sowohl kalibrierte und unkalibrierte Buchsen.

Das Sicherungselement (x) kann auf üblichen Materialien basieren, beispielsweise Metallen, z.B. Stahl, Eisen und/oder Aluminium oder harten Kunststoffen, z.B. TPU, POM, Polyamid.

Innenbuchse (iii), Außenbuchse (i) und Sicherungselement (x) können auf gleichen oder unterschiedlichen Materialien basieren.


Anspruch[de]
  1. Rundlager enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement und (iii) hohle Innenbuchse, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) und/oder zwischen Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii) mindestens ein Sicherungselement (x) positioniert ist, das eine axiale Verschiebung des Lagerelementes (ii) zwischen Außenbuchse (i) und Innenbuchse (iii) zumindest in eine Richtung begrenzt.
  2. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (x) einen Rand (xi) aufweist, der die eine Stirnseite von (i) und/oder (iii), bevorzugt (iii) zumindest teilweise abdeckt, sowie einen weiteren Rand (xii), der die am anderen axialen Ende des Rundlagers befindliche Stirnseite des Lagerelementes (ii) zumindest teilweise abdeckt.
  3. Rundlager gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (x) mindestens ein Verbindungselement (xiii) aufweist, das zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) und/oder zwischen Innenbuchse (iii) und Lagerelement (ii) positioniert ist und die Ränder (xi) und (xii) verbindet.
  4. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (x) zwischen Außenbuchse (i) und Lagerelement (ii) zwei Verbindungselemente (xiii) aufweist, die die Ränder (xi) und (xii) verbinden.
  5. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x) auf Metall oder harten Kunststoffen basieren und das Lagerelement (ii) auf Gummi oder auf zelligen Polyisocyanat-Polyadditionsprodukten basiert.
  6. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (ii) einen äußeren Durchmesser zwischen 20 mm und 100 mm, einen Durchmesser des Hohlraums zwischen 10 mm und 80 mm und eine Länge zwischen 15 mm und 100 mm aufweist.
  7. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Karosserie eines Kraftfahrzeugs fest mit der Außenbuchse (i) verbunden ist und an der Innenbuchse (iii) Motor, Getriebe und/oder Lenker befestigt sind.
  8. Rundlager gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem hohlen Lagerelement (ii) und der hohlen Innenbuchse (iii) eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung vorliegt.
  9. Verfahren zur Herstellung von Rundlagern enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x), dadurch gekennzeichnet, dass man das Sicherungselement (x) in dem Hohlraum der Außenbuchse (i) positioniert und anschließend das Lagerelement (ii) und die hohle Innenbuchse (iii) in der Außenbuchse (i) und dem Sicherungselement (x) positioniert.
  10. Verfahren zur Herstellung von Rundlagern enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x), dadurch gekennzeichnet, dass man die Innenbuchse (iii) in dem Hohlraum des Lagerelementes (ii) positioniert, das Lagerelement (ii) in dem Sicherungselement (x) positioniert und anschließend das Sicherungselement (x), das Lagerelement (ii) und die Innenbuchse (iii) in den Hohlraum der Außenbuchse (i) einfügt.
  11. Verfahren zur Herstellung von Rundlagern enthaltend (i) hohle Außenbuchse, (ii) hohles Lagerelement, (iii) hohle Innenbuchse und Sicherungselement (x), dadurch gekennzeichnet, dass man das Sicherungselement (x) zwischen der Innenbuchse (iii) und dem Lagerelement (ii) positioniert und anschließend Innenbuchse (iii), Sicherungselement (x) und Lagerelement (ii) in der Außenbuchse positioniert.
  12. Verfahren gemäß Anspruch einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man das Lagerelement (ii) unter Vorspannung in die Außenbuchse (i) presst.
  13. Automobile oder Lastkraftwagen enthaltend Rundlager gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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