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Dokumentenidentifikation DE19615827B4 23.06.2005
Titel Tastsensoren der Gebäudesystemtechnik mit verborgenen Bedienfunktionen
Anmelder Insta Elektro GmbH, 58511 Lüdenscheid, DE
Erfinder Donat, Norbert, Dipl.-Ing., 58553 Halver, DE;
Neumann, Udo, Dipl.-Ing., 58579 Schalksmühle, DE;
Gräf, Karsten, 57413 Finnentrop-Heggen, DE
DE-Anmeldedatum 20.04.1996
DE-Aktenzeichen 19615827
Offenlegungstag 23.10.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse H02J 13/00
IPC-Nebenklasse H04Q 9/00   G08C 23/04   H03M 11/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Tastsensoren mit verborgenen Bedienfunktionen, die in der Gebäudesystemtechnik eingesetzt werden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der Gebäudesystemtechnik werden eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren eingesetzt. Die Aktoren und Sensoren sind in ihren Funktionen programmierbar. Sensoren sind neben anderen Geräten auch Tastsensoren, die eine oder mehrere Tasten besitzen und auf Busankoppler aufgesteckt werden. Diese Busankoppler können sowohl an eine Zweidrahtleitung als auch an eine Netzleitung mit aufgeprägten Steuersignalen angeschlossen sein. Den Tasten können unterschiedliche Funktionen zugeordnet werden. Dadurch kann eine Taste des Tastsensors die Funktionen Schalten, Dimmen, Jalousiesteuerung, Lichtszenensteuerung, Wertgeber oder andere ausführen. Es sind auch Tastsensoren bekannt, die einen Infrarotempfänger beinhalten, in denen die Infrarotsignale im Tastsensor in Telegramme der Gebäudesystemtechnik umgesetzt werden. Die Infrarotsignale werden von einem Handsender in codierter Form an den Tastsensor gesendet. Der Handsender und der Tastsensor müssen dabei den gleichen Infrarot-Gruppencode besitzen. Die Einstellung des Infrarot-Gruppencodes erfolgt heute über Dreh- oder Schiebeschalter, die zusätzlich an dem Tastsensor angebracht sind. Dabei muss der Tastsensor von dem Busankoppler abgenommen werden und der Infrarot-Gruppencode an der Rückseite des Tastsensors eingestellt werden und wieder aufgesteckt werden.

Ein dem entsprechender Tastsensor der Gebäudesystemtechnik ist durch die DE 43 12 613 A1 bekannt geworden. Durch längere bzw. kürzere Betätigung der Betätigungswippe dieses Tastsensors lassen sich zwar mehrere unterschiedliche Funktionen ansteuern, jedoch befindet sich bei diesem Tastsensor der zur Einstellung des Infrarot-Gruppencode notwendige Schalter auf dessen Rückseite. Um eine Einstellung des Infrarot-Gruppencode vornehmen zu können, muss also der Tastsensor von dem fest in die Gebäudewand eingebauten Busankoppler getrennt werden.

Des weiteren ist durch die DE 38 03 920 C2 ein Decoder für Fernsteuerungen bekannt geworden, bei dem sich ein Programmiervorgang durch die gleichzeitige Betätigung von zwei Tasten einleiten lässt.

Die direkte Übernahme eines Infrarot-Gruppencode mit Gültigkeit für alle Hauptfunktionen ist jedoch nicht vorgesehen.

Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung, Tastsensoren mit Infrarotempfängern zu entwickeln, die durch einfache Bedienung eine Einstellung des Infrarot-Gruppencodes zuläßt, ohne daß der Tastsensor vom Busankoppler getrennt wird.

Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Anzahl der sonst üblichen und erforderlichen Bauelemente wie Drehschalter oder Schiebeschalter, ein IC-Baustein für die Infrarotcodierung und die Bauelemente für die IC-Bauteilbeschaltung entfällt. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Anhand der Zeichnungsfiguren werden nachfolgend die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen näher erläutert Es zeigt:

1 die Anordnung eines Tastsensors mit einem integrierten Infrarotempfänger und dem Infrarotsender;

2 die Draufsicht auf den Tastsensor mit Infrarotempfänger;

3 das Blockschaltbild des Tastsensors mit Infrarotempfänger.

In 1 ist der Tastsensor 4 mit Infrarotempfänger 5 über die Anwendungsschnittstelle 3 mit einem Busankoppler 2 verbunden, der seinerseits an eine Busleitung 1 angeschlossen ist Die Busleitung 1 kann aus einer Zweidrahtleitung oder einer Netzleitung mit aufgeprägten Steuersignalen bestehen. Der Tastsensor 4 kann durch Betätigen der Tasten 10 bis 13 oder 14 bis 17 bedient werden und zeigt über Leuchtdioden 18 bis 21 den Schaltzustand der entsprechenden Aktoren an. Mit einer Fernbedienung 6 kann durch die Betätigung ihrer Tasten 7 über ihren Infrarotsender 8 ein Infrarotsignal 9 an den Infrarotempfänger 5 des Tastsensors 4 gesendet werden. Des Infrarotsignal 9 wird von dem Tastsensor 4 so umgeformt, daß der Busankoppler 2 ein Telegramm an die Busleitung 1 abgibt. Des Infrarotsignal 9 enthält einen Infrarot Gruppencode, der an dem Tastsensor 4 und an der Fernbedienung 6 gleich eingestellt sein muß. In der Regel werden die Infrarot-Gruppencodes in Buchstaben angegeben, zum Beispiel A bis H, so daß 8 unterschiedliche Infrarot-Gruppencodes einstellbar sind und damit 8 Fernbedienungen mit unterschiedli chen Infrarot-Gruppencodes existieren können.

In der Draufsicht nach 2 ist eine Ausführungsform des Tastsensors 4 mit Infrarotempfänger 5 gezeigt, der 8 Tasten 10 bis 17 und 4 Leuchtdioden 18 bis 21 enthält. Mit den Tasten 10 bis 17 können die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern von Lichtszenen durch die Betätigung der jeweiligen Taste ausgelöst werden. Der Infrarotempfänger 5 reagiert auf einen voreingestellten Infrarot-Code, der beispielsweise der Infrarot-Code A sein kann. Soll nun der Tastsensor 4 auf einen anderen Infrarot-Code eingestellt werden, muß die Voreinstellung geändert werden. Dies erfolgt durch das gleichzeitige Drücken von mehreren Tasten, zum Beispiel Taste 11 und Taste 13 und Taste 16. Der Tastsensor 4 bestätigt die gleichzeitige Betätigung durch das Blinken einer der Leuchtdioden 18 bis 21 für einen darauffolgenden Zeitabschnitt, beispielsweise 3 Sekunden. Für diesen Zeitabschnitt ist der Tastsensor 4 nicht mehr in dem Zustand, daß er die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern von Jalousien und Steuern von Lichtszenen bei einer folgenden Betätigung auslöst. Statt dessen verändert die Betätigung einer der Tasten 10 bis 17 den Infrarot-Code der Grundeinstellung in eine der möglichen Infrarot-Codes A bis H. Nach dem bestimmten Zeitabschnitt von 3 Sekunden fällt der Tastsensor 4 in den Zustand zurück, der die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern von Lichtszenen bei einer folgenden Betätigung auslöst.

Im Blockschaltbild der 3 sind die im Tastsensor 4 mit Infrarotempfänger 5 enthaltenen Elemente Anwendungsschnittstelle 3, Anpassung 22 an den Mikrocontroller 23, Tasten 10 bis 17 und Leuchtdioden 18 bis 21 dargestellt Der Mikrocontroller 23 erkennt die Tastenbedienung und löst die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern der Lichtszenen aus oder erkennt die gleichzeitige Betätigung von mehreren Tasten 10 bis 17. Der Mikrocontroller (23) steuert auch die Leuchtdioden 18 bis 21 an und decodiert die Signale, die vom Infrarotempfänger 5 eingehen. Über die Anwendungsschnittstelle 3 werden die Daten mit dem Busankoppler 2 ausgetauscht.

1Busleitung 2Busankoppler 3Anwendungsschnittstelle 4Tastsensor 5Infrarotempfänger 6Fernbedienung 7Tasten von 6 8Infrarotsender von 6 9Infrarotsignal von 6 10Taste von 4 11Taste von 4 12Taste von 4 13Taste von 4 14Taste von 4 15Taste von 4 16Taste von 4 17Taste von 4 18Leuchtdiode 19Leuchtdiode 20Leuchtdiode 21Leuchtdiode 22Anpassung 23Mikrocontroller

Anspruch[de]
  1. Tastsensor mit einem Infrarotempfänger, der an einem Busankoppler angeschlossen ist, wobei die Einstellung eines Infrarot-Codes des Tastsensors (4) durch gleichzeitige Betätigung von mehreren Tasten (1017) des Tastsensors (4) einleitbar ist, wodurch innerhalb eines darauffolgenden bestimmten Zeitabschnittes durch die Betätigung einer Taste (1017) der Infrarot-Code im Tastsensor (4) veränderbar ist und wobei während des Zeitabschnittes der Zustand der Infrarot-Codeveränderbarkeit durch eine der Leuchtdioden (1821) blinkend dargestellt wird, und der Tastsensor (4) nach dem Zeitabschnitt in einen Zustand zurückfällt, der bei einer folgenden Betätigung die Funktion der jeweiligen Taste (1017) auslöst.
  2. Tastsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mikrocontroller (23) die Erkennung der Tasten (1017), die Ansteuerung der Leuchtdioden (1821), die Infrarot-Decodierung und den Datenaustausch mit dem Busankoppler (2) vornimmt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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