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Dokumentenidentifikation DE202004020389U1 23.06.2005
Titel Auf einer Unterlage mittels eines Druckpolsters abstützbares und darauf verschiebbares Gleitlager
Anmelder DIAMANT-Metallplastic GmbH, 41238 Mönchengladbach, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202004020389
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.06.2005
Registration date 19.05.2005
Application date from patent application 03.02.2004
File number of patent application claimed 10 2004 005 515.7
IPC-Hauptklasse F16C 32/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein auf einer Unterlage mittels eines Druckpolsters abstützbares und darauf verschiebbares Gleitlager, wobei das Druckpolster über eine Ventilsteuerung mit einem Druckmedium versorgt wird.

Gleitlager dieser und ähnlicher Art sind bekannt.

Bei einem bekannten Gleitlager (GB 21 64 275 A), das als hydrostatisches Gleitlager ausgebildet ist, sind in den der Unterlage zugekehrten abgestützten Seiten von umlaufenden Stegen begrenzte flache Kammern ausgebildet, die zentral mit einem Druckmedium versorgt werden. Die Druckmittelquelle ist außerhalb des Gleitlagers angeordnet. Das bedeutet, dass solche Gleitlager an einer äußeren, meistens stationären Druckmittelquelle angeschlossen sein müssen. Auch sind keine Mittel vorgesehen, mit denen das Gleitlager auf der Unterlage festgesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gleitlager zu schaffen, das einerseits autark ist, das andererseits aber auch auf der Unterlage fixierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Gleitlager der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Versorgung des Druckpolsters aus einem in dem Gleitlager integrierten, mit dem Druckmedium aufladbaren Speicher erfolgt, und dass das Gleitlager an seiner abgestützten Seite ein zur Unterlage offenes und bei Anlage an ihr abgedichtetes Saugelement aufweist, das über ein mit dem Druckmedium aus dem Speicher versorgtes Betätigungselement derart aktivierbar ist, dass das Gleitlager mit seiner abgestützten Seite fest an die Unterlage gedrückt wird.

Das erfindungsgemäße Gleitlager ist sowohl beim Verschieben als auch beim örtlichen Festsetzen autark, da sowohl das Druckpolster als auch das Saugelement aus dem aufladbaren Speicher mit dem Druckmedium versorgt wird.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind das Saugelement als flexible Membran und das Betätigungselement als Zylinder-Kolben-Einheit ausgebildet. Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass mit einem minimalen konstruktiven Aufwand und mit möglichst geringem Druckmedienverbrauch das Gleitlager festgesetzt werden kann.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Druckpolster von einer an der abgestützten Seite des Gleitlagers ausgebildeten schlitzförmigen Blasdüse umgeben. Dabei ist vorzugsweise die Ausblasrichtung der Blasdüse zum Druckpolster gerichtet. Mit diesen Mitteln wird erreicht, dass der nicht zu vermeidende Verlust an Druckmedien klein gehalten wird.

Je nach zu erwartender Belastung des Gleitlagers muss das Druckpolster mit mehr oder weniger Druck beaufschlagt werden. Um dies zu steuern, kann die Blasdüse ein Drosselventil aufweisen. Eine konstruktiv einfache Form des Drosselventils besteht darin, dass die schlitzförmige Blasdüse die Form eines Ringspaltes hat, in dem als Ventilkörper ein Ring mit Schraubgewinde verstellbar sitzt. Dieser Art des Drosselventils kommt selbständige erfinderische Bedeutung zu, d.h. es ist nicht unbedingt an die Verwirklichung des Saugelementes gekoppelt.

Um den Druckmittelverlust aus dem Druckpolster weiter zu minimieren, kann das Druckpolster von einem geschlossenen Steg umgeben sein, wie es aus dem Stand der Technik an sich bekannt ist.

Sollte das Druckpolster zum Tragen des Gleitlagers nicht ausreichen, kann gleichwohl das Gleitlager leicht verschoben werden, wenn die abgestützte Seite aus einem Gleitwerkstoff besteht.

Im Sinne einer weiteren Unabhängigkeit des Gleitlagers kann seine Ventilsteuerung im Gleitlager integriert und drahtlos ansteuerbar sein.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel im Querschnitt schematisch darstellenden Zeichnung näher erläutert.

Auf einer ebenen Unterlage 1 ist ein Gleitlager 2 verschiebbar gelagert. Das Gleitlager 2 besteht an seiner Unterseite 3 ganzflächig aus einem Gleitwerkstoff. Alternativ kann aber auch ein umlaufender Steg 4 aus Gleitwerkstoff vorgesehen sein, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt. An seiner Oberseite 5 sind Befestigungsmittel 6, im Ausführungsbeispiel eine Kalotte, für durch das Gleitlager 2 zu tragende, in der Zeichnung aber nicht dargestellte Gegenstände vorgesehen.

Im Gleitlager 2 ist ein Speicher 7 für ein Druckmedium ausgebildet, das von außen über einen Anschluss 8 mit Ventil 9 zuführbar ist. Das Druckmedium, insbesondere ein gasförmiges Medium, steht im Speicher 7 unter Überdruck. Bei einem anderen Druckmedium, z.B. einer Flüssigkeit, könnte der Druck mittels eines federbeaufschlagten Kolbens erzeugt und auch bei Verbrauch über längere Zeit aufrechterhalten werden. Aus dem Speicher 7 wird über Zuleitungen 10, 11 mit einem Ventil 12 das Druckmedium einer umlaufenden Schlitzdüse 14 in der Unterseite 3 des Gleitlagers 2 zugeführt. Zur Schlitzdüse 14 gehört ein Ringraum 15, in dem nach Art einer Schraubenmutter ein ringförmiger Ventilkörper 16 mittels eines Gewindes axial verstellbar angeordnet ist, so dass der Austrittsquerschnitt der Schlitzdüse 14 einstellbar ist. Die Ausblasrichtung der Schlitzdüse 14 ist schräg nach innen gerichtet. Dies begünstigt die Ausbildung eines Druckpolsters zwischen der Unterlage 1 und der Unterseite 3 des Gleitlagers 2 und behindert ein unerwünschtes Ausströmen aus diesem Druckpolster. Der Druckverlust aus dem Druckpolster wird weiter durch den umlaufenden Steg 4 vermindert.

An der abgestützten Unterseite 3 des Gleitlagers 2 ist ein Saugelement 17 angeordnet, mit dem das Gleitlager 2 fest an die Unterlage 1 gedrückt und damit örtlich festgesetzt werden kann. Das Saugelement 17 weist eine Membran 18 auf, die über eine Kolbenstange 19a an einem doppelseitig beaufschlagbaren Kolben 19 befestigt ist. Der Kolben 19 unterteilt einen Zylinderraum in einen unteren Teilraum 20a und einen oberen Teilraum 20b. Beide Teilräume 20a, 20b können über Ventile 21, 22 und Zuleitungen 23, 24 abwechselnd mit dem Druckmedium aus dem Speicher 7 beaufschlagt werden. Die Druckentlastung dieser Teilräume 20a, 20b erfolgt über in die Atmosphäre führende Leitungen 25, 26 mit Ventilen 27, 28. Wird der untere Teilraum 20a beaufschlagt, dann wird die Membran 18 hochgezogen und ein Unterdruck zwischen der am Rand mit einer Dichtung 29 gegenüber der Unterlage 1 abgedichteten Membran 18 und der Unterlage 1 aufgebaut. Infolgedessen wird das Gleitlager 2 fest an die Unterlage 1 gedrückt. Wird nun der obere Teilraum 20b mit dem Druckmedium beaufschlagt, dann wird die Membran 18 nach unten gedrückt und damit der Unterdruck abgebaut und infolgedessen auch das Andrücken des Gleitlagers 2 an die Unterlage 1 aufgehoben. Eine in die Atmosphäre führende Leitung 30 sorgt für einen Druckausgleich auf der Rückseite der Membran 18.

Die Ventile 12, 21, 27, 28 bilden zusammen mit einer im Gleitlager 2 integrierten Elektronik 31 eine Steuereinrichtung, die drahtlos von außen ansteuerbar ist.


Anspruch[de]
  1. Auf einer Unterlage mittels eines Druckpolsters abstützbares und darauf verschiebbares Gleitlager (2), wobei das Druckpolster über eine Ventilsteuerung (12) mit einem Druckmedium versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung des Druckpolsters aus einem in dem Gleitlager (2) integrierten, mit dem Druckmedium aufladbaren Speicher (7) erfolgt, und dass das Gleitlager (2) an seiner abgestützten Seite (3) ein zur Unterlage offenes und bei Anlage an ihr abgedichtetes Saugelement (17) aufweist, das über ein mit dem Druckmedium aus dem Speicher (7) versorgtes Betätigungselement (19, 19a, 20a, 20b) derart aktivierbar ist, dass das Gleitlager (2) mit seiner abgestützten Seite (3) fest an die Unterlage (1) gedrückt wird.
  2. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugelement (17) als flexible Membran (18) und das Betätigungselement (19, 19a, 20a, 20b) als Zylinderkolbeneinheit ausgebildet sind.
  3. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckpolster von einer an der abgestützten Seite (3) im Gleitlager (2) ausgebildeten schlitzförmigen Blasdüse (14) umgeben ist.
  4. Gleitlager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasrichtung der Blasdüse (14) zum Druckpolster gerichtet ist.
  5. Gleitlager nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (14) ein Drosselventil (15, 16) aufweist.
  6. Gleitlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die schlitzförmige Blasdüse (14) die Form eines Ringspaltes (15) hat, in dem als Ventilkörper (16) des Drosselventils (15, 16) ein Ring mit Schraubgewinde verstellbar sitzt.
  7. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckpolster von einem geschlossenen Steg (4) umgeben ist.
  8. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die abgestützte Seite (3) aus einem Gleitwerkstoff besteht.
  9. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilsteuerung (12, 21, 22, 27, 28, 31) im Gleitlager (2) integriert und drahtlos ansteuerbar ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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