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Dokumentenidentifikation DE202005002808U1 23.06.2005
Titel Regenfallrohr-System-Befestigung mit Klemmlasche und Schraubklemme
Anmelder Fiedler, Martin, 36039 Fulda, DE
DE-Aktenzeichen 202005002808
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.06.2005
Registration date 19.05.2005
Application date from patent application 22.02.2005
IPC-Hauptklasse E04D 13/08
IPC-Nebenklasse F16L 3/04   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft ein Befestigungssystem für Regenfallrohre von Regenentwässerungssystemen.

Regenfallrohre von Regenentwässerungssystemen führen das von der Dachrinne kommende Niederschlagswasser in das Standrohr und weitergehend in die Grundleitung ein.

Die Regenfallrohre werden in der Regel mit handelsüblichen Rohrschellen an der Wand befestigt, die keinen Höhenausgleich besitzen und des weiteren durch ihre klobige Form das ästhetische Gesamtbild der außenliegenden Dachentwässerung nachhaltig beeinträchtigen und stören.

Des weiteren müssen die Regenfallrohre gegen Abrutschen gesichert, und deswegen an der Oberseite der Rohrschellen mit Abrutschsicherungen wie Halbwulste, Wulste oder Nasen versehen werden, deren Montage dann sehr zeitaufwendig ist. Dadurch wird eine weitere ästhetische Beeinträchtigung der Dachentwässerung hervorgerufen.

Es ist auch schon bekannt, dass man die Rohrschelle direkt an der Unterseite der Rohrmuffe anordnet, so dass die im Außendurchmesser größere Rohrmuffe mit der Unterseite auf der Oberkante der Rohrschelle aufliegt, und so hierbei ein Abrutschen des Regenfallrohres verhindert werden soll.

Diese Methode hat den Nachteil, dass die Rohrschelle millimetergenau unter der Rohrmuffe angeordnet werden muss, bzw. dass das Bohrloch der Rohrschelle sehr genau angeordnet werden muss. Dieses ist jedoch in der Praxis kaum möglich, so das in den meisten Fällen die Rohrschelle zu hoch oder zu tief sitzt so dass keine Abrutschsicherung gegeben ist, oder das obere Regenfallrohr nicht tief genug in der Muffe des unteren Regenfallrohr eingeschoben ist.

Aus diesen oben genannten Gründen ist diese Art der Befestigung nicht mehr zeitgemäß und ist nicht nur ästhetisch unansehnlich, sondern auch durch die zeitaufwendige Montage sehr kostenintensiv.

Der Neuerung liegt das Problem zugrunde, eine Regenfallrohr-System-Befestigung der eingangs erwähnten Art so auszubilden, so dass neben der einfachen und schnellen Montage, eine einfache höhenmäßige stufenlose Verstellung der Rohrbefestigung erfolgen kann.

Des weiteren soll die gesamte Befestigung nur an der Rohr-Hinterseite angeordnet sein, so dass an der Vorderseite keine störenden Befestigungsteile wie Rohrschellen, Schellenbänder, Schrauben und sonstige Befestigungselemente sichtbar sind.

Auch soll die Regenfallrohr-System-Befestigung kompakt aufgebaut sein, und nur aus den unbedingt notwendigen Teilen bestehen.

Dieses Problem wird neuerungsgemäß gelöst durch eine streifenförmige Haltelasche mit unterer Umkantung, sowie mit einer zum Gebäude zeigenden Abkantung, die die Haltelasche in zwei Abschnitte teilt, sowie einer Schraubklemme mit einer Klemmschraube und einer eingeformten Bohrung.

Am unteren Ende der senkrecht angeordneten Haltelasche ist im Unteren Laschenabschnitt, eine senkrecht nach oben angeformte Umkantung angeordnet, die weitergehend mit einem eingeformten Zwischenraum ausgebildet ist, in dem sich nach der Montage die untere Randzone des eingeschobenen oberen Regenfallrohres befindet. Durch die Umkantung wird das Obere Regenfallrohr abrutschsicher und fest gehalten.

Außerdem befindet sich nach der Montage der Untere Laschenabschnitt der Haltelasche im Zwischenraum des mit dem Unteren Regenfallrohr zusammengeschoben Oberen Regenfallrohr.

Im Oberen Laschenabschnitt ist eine nach außen zur Gebäudewand gebogene Abkantung angeformt, die die Haltelasche in den unteren Laschenbereich mit der unten angeformten Umkantung und einen oberen Laschenbereich teilt, der senkrecht nach oben stehend ausläuft.

Weitergehend ist im Oberen Laschenabschnitt eine Schraubklemme senkrecht von oben auf die Haltelasche aufgeschoben, die aus einem umlaufend geschlossenen Rechteckrohrprofil mit unterer und oberer Öffnung ausgebildet ist.

Von Vorteil ist, dass durch die Abkantung der Haltelasche im oberen Lascheabschnitt ein horizontaler Abstand zwischen dem Oberen Regenfallrohr und der Haltelasche entsteht. Dadurch ist die Schraubklemme im Oberen Laschenabschnitt mit Abstand zum Regenfallrohr angeordnet, so dass sich diese frei schieben lässt.

Von weiteren Vorteil ist, dass an der zur Gebäudewand zeigenden Seite die Schraubklemme mit einer Gewindebohrung ausgebildet ist, in der sich die Adapter-Klemmschraube mit deren Außengewinde befindet.

Des weiteren ist an der dem Regenfallrohr zugewandten Seite, eine Bohrung in der Schraubklemme angeordnet ist, in der die Adapter-Klemmschraube genau fluchtet.

Von besonderen Vorteil ist, dass sich durch das Eindrehen der Adapter-Klemmschraube diese mit deren Schraubenspitze des Außengewindes auf die Haltelasche drückt, die dann punktuell in die Bohrung der Schraubklemme geformt wird, dadurch ein Haltepunkt entsteht, der die Haltelasche fest und sicher hält sowie das Abrutschen der Haltelasche in der Schraubklemme wirksam und sicher verhindert.

Auf der anderen Seite, bzw. der Gebäudewand zugewandten Seite ist in der Adapter-Klemmschraube ein Innengewinde eingeformt, die mit einer wandseitig montierten Stockschraube verschraubt ist, die ihrerseits mit einem Dübel in die Gebäudewand eingeschraubt wird.

Des weiteren ist durch die vertikale Verschiebung der Schraubklemme auf der Haltelasche eine praxisgerechte höhenmäßige Verschiebung der Wandbefestigung an der Gebäudewand möglich, so dass bauseitige Unebenheiten ausgeglichen werden können.

Die Neuerung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zu ihrer weiteren Verdeutlichung ist eine davon schematisch in den Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die Regenfallrohr-System-Befestigung besteht aus einer Haltelasche 1, an der sich im Unteren Laschenabschnitt 5 bzw. am unteren Ende eine senkrecht nach oben angeformte Umkantung 2 befindet, die weitergehend mit einem eingeformten Zwischenraum 3 ausgebildet ist, in dem sich nach der Montage die untere Randzone des eingeschobenen oberen Regenfallrohres 10 befindet, und dieses durch die Umkantung 2 abrutschsicher gehalten wird.

Im Oberen Laschenabschnitt 6 der Haltelasche 1 ist eine nach außen zur Gebäudewand 14 zeigende gebogene Abkantung 4 angeformt, die die Haltelasche 1 in den Unteren Laschenabschnitt 5 mit der unten angeformten Umkantung 2 und den oberen Laschenabschnitt 6 teilt, der senkrecht nach oben stehend ausläuft.

Außerdem ist im oberen Laschenabschnitt 6 eine Schraubklemme 7 auf die Haltelasche 1 aufgeschoben, die aus einem umlaufend geschlossenen Rechteckrohrprofil mit unterer und oberer Öffnung ausgebildet ist.

Durch die Abkantung 4 der Haltelasche 1 im oberen Laschenabschnitt 6 entsteht ein horizontaler Abstand zwischen dem Oberen Regenfallrohr 10 und der Haltelasche 1. Dadurch ist die Schraubklemme 7 im Oberen Laschenabschnitt mit Abstand zum Oberen Regenfallrohr 10 angeordnet, so dass sich diese frei schieben lässt.

An der zur Gebäudewand 14 zeigenden Seite ist die Schraubklemme 7 mit einer Gewindebohrung sowie mit einer Adapter-Klemmschraube 9 versehen, die mit ihrem Außengewinde bis in den Hohlraum der Schraubklemme 7 hineinragt und weitergehend auf die Haltelasche 1 drückt.

Weitergehend ist an der der Adapter-Klemmschraube 9 gegenüberliegenden Seite bzw. an der dem Regenfallrohr zugewandten Seite, eine Bohrung 8 in der Schraubklemme 7 angeordnet, mit der die gegenüberliegende Adapter-Klemmschraube 9 genau fluchtet.

Durch das Eindrehen der Adapter-Klemmschraube 9 wird deren Schraubenspitze auf die Haltelasche 1 gedrückt, diese punktuell in die Bohrung 8 der Schraubklemme 7 geformt, und dadurch eine Ausformung bzw. ein Haltepunkt hergestellt, der die Haltelasche 1 fest und sicher hält, sowie das Abrutschen der Haltelasche 1 in der Schraubklemme 7 wirksam und sicher verhindert.

Die Adapter-Klemmschraube 9 besitzt an der anderen Seite bzw. an der Gebäudewand 14 zugewandten Seite ein eingeformtes Innengewinde, mit dem weitergehend die Stockschraube 12 verbunden ist, die Ihrerseits mit einem Dübel 13 in die Gebäudewand 14 eingeschraubt wird.

Durch die vertikale Verschiebung der Schraubklemme 7 auf der Haltelasche 1 können bauseitige Unebenheiten ausgeglichen werden.

Bei der Montage wird die Haltelasche 1 mit der Umkantung 2 auf das untere Ende des Oberen Regenfallrohr 10 so aufgeschoben, dass sich im Zwischenraum 3 der Umkantung 2 die untere Randzone bzw. die Rohrwandung des oberen Regenfallrohres 10 befindet.

Weitergehend befindet sich nach der Montage der Untere Laschenabschnitt 5 der Haltelasche 1 zwischen der Muffe des Unteren Regenfallrohres 11 und der Unterseite des Oberen Regenfallrohr 10, die beide zusammengeschoben sind.

1Haltelasche 2Umkantung 3Zwischenraum 4Abkantung 5Unterer Laschenabschnitt 6Oberer Laschenabschnitt 7Schraubklemme 8Bohrung 9Adapter-Klemmschraube 10Oberes Regenfallrohr 11Unteres Regenfallrohr 12Stockschraube 13Dübel 14Gebäudewand

Anspruch[de]
  1. Regenfallrohr-System-Befestigung mit Klemmlasche für Regenfallrohre, gekennzeichnet durch eine Haltelasche (1), an der sich im Unteren Laschenabschnitt (5) bzw. am unteren Ende eine senkrecht nach oben angeformte Umkantung (2) befindet, die weitergehend mit einem eingeformten Zwischenraum (3) ausgebildet ist, in dem sich nach der Montage die untere Randzone des eingeschobenen Oberen Regenfallrohres (10) befindet, und dieses durch die Umkantung (2) abrutschsicher gehalten wird.
  2. Regenfallrohr-System-Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich nach der Montage der Untere Laschenabschnitt (5) der Haltelasche (1) im Zwischenraum des zusammengeschobenen Oberen Regenfallrohres (10) und der Muffe des Unteren Regenfallrohres (10) befindet.
  3. Regenfallrohr-System-Befestigung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Oberen Laschenabschnitt (6) der Haltelasche (1) eine nach außen zur Gebäudewand zeigende gebogene Abkantung (4 ) angeformt ist, die die Haltelasche (1) in den Unteren Laschenabschnitt (5) mit der unten angeformten Umkantung (2) und in den Oberen Laschenabschnitt (6) teilt, der senkrecht nach oben stehend ausläuft.
  4. Regenfallrohr-System-Befestigung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Laschenabschnitt (6) eine Schraubklemme (7) auf die Haltelasche (1) aufgeschoben ist, die aus einem umlaufend geschlossenen Rechteckrohrprofil mit unterer und oberer Öffnung besteht.
  5. Regenfallrohr-System-Befestigung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der zur Gebäudewand (14) zeigenden Seite die Schraubklemme (7) mit einer Gewindebohrung mit einer Adapter-Klemmschraube (9) ausgebildet ist, die einerseits mit einem Außengewinde und andererseits mit einem Innengewinde versehen ist.
  6. Regenfallrohr-System-Befestigung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Adapter-Klemmschraube (9) gegenüberliegenden Seite eine Bohrung (8) in der angeordnet ist, mit der die Adapter-Klemmschraube genau fluchtet, und durch das Eindrehen der Adapter-Klemmschraube (9) bzw. die Spitze des Außengewindes auf die Haltelasche (1) drückt, diese punktuell in die Bohrung (8) eindrückt und formt, und dadurch ein Haltepunkt bzw. eine Ausformung entsteht, der die Haltelasche (1) fest und sicher in der Schraubklemme (7) hält und ein Abrutschen wirksam verhindert.
  7. Regenfallrohr-System-Befestigung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zur Gebäudewand zeigenden Innengewinde der Adapter-Klemmschraube (9) handelsübliche Befestigungsmittel zur Befestigung der Haltelasche (1) am Gebäude verwendet werden können.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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