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Dokumentenidentifikation DE69434054T2 23.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000733029
Titel KOMPOSTIERUNGSANLAGE FÜR ORGANISCHE ABFÄLLE UND VERFAHREN ZUR KOMPOSTIERUNG DIESER ABFÄLLE
Anmelder Thostrup, Per, Viborg, DK
Erfinder BISLEV, Vagn, DK-8850 Bjerringbro, DK;
THOSTRUP, Per, DK-8800 Viborg, DK
Vertreter Wenzel & Kalkoff, 22143 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69434054
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.12.1994
EP-Aktenzeichen 959020744
WO-Anmeldetag 06.12.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/DK94/00459
WO-Veröffentlichungsnummer 0095015933
WO-Veröffentlichungsdatum 15.06.1995
EP-Offenlegungsdatum 25.09.1996
EP date of grant 06.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse C05F 17/00
IPC-Nebenklasse C05F 17/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kompostieranlage für die Kompostierung organischer Stoffe solcher wie sortierte Haushaltsabfälle, organischer Schlamm aus den Wasserkläranlagen oder der Abwasserindustrie, Holzspäne, Stroh, Stalldung, wobei die Erfindung sich auch auf die Methode der Kompostierung solcher Abfälle bezieht.

Die einfachste Weise der Entsorgung organischer Abfälle ist die einfache Abfalllagerung ohne Entsorgungsplatz, was allerdings beträchtliche Umgebungsprobleme, solche wie Verunreinigung des Untergrundwassers, Abgasemission, Sickerwasser, Geruch, Kontamination, Expansion etc. verursachen kann. Alternativ könnten die organischen Abfälle mittels Zerstückelung, Vermischung oder Hinterlegung in einer Grube oder zu einem Stapel kompostiert werden. Um die optimalen Bedingungen, solche wie die Versorgung mit der erforderlichen Menge des Sauerstoffes zu erfüllen, werden die Abfälle ab und zu belüftet, indem man die Stapel miteinander umlegt. Die kompostierten Abfälle können als das Mittel für die Bodenaufbesserung angewendet werden. Beide Varianten sind energieaufwendig.

Die Abfälle können andernfalls mittels Verbrennung entsorgt werden, wobei der gewisse Energieertrag rück gewonnen werden kann. Dies zieht allerdings die Notwendigkeit der Gasreinigung und Ascheentsorgung nach sich; die Anfangskosten sind zudem eher übermäßig. Die organischen Abfälle können außerdem in den Biogasanlagen bearbeitet werden, wo die entzündlichen Gase erzeugt werden. Das entgaste Material kann als organisches Düngemittel angewendet werden. Das Ziel der Erfindung ist eine einfache, zuverlässige und effektive Kompostieranlage mit niedrigen Errichtungs- und Betriebskosten und mit einer hochgradigen Stabilisierung der kompostierten Abfälle zu verschaffen, indem die Abfälle nach dem Kompostierverfahren als die hochwertigen Abfälle- eine Pflanzensubstanz wieder verwendet werden kann.

In SE-A 366 289 ist eine Kompostieranlage bekannt gegeben, wobei das Kompostmaterial mittels hintereinander stehenden Spiralen vorwärts bewegt wird und die Lüftung durch die Schächte der Spiralen erfolgt.

Laut US-A 410 348 ist eine Anlage bekannt gegeben, wo das Kompostmaterial in einer Grube hinterlegt und ab und zu mit einer speziellen Kippmaschine umgelegt wird. Aus DE-C 36 37 393 ist eine Anlage bekannt, wo das Kompostmaterial von unten belüftet wird. In keinem von den vorher genannten Fällen wird die generierte Thermoenergie wieder verwendet. Aus DE-A 42 08 390 ist ein System für Beseitigung des üblen Geruchs der Auspuffgase aus der Kompostieranlage bekannt.

WO 931607 zeigt eine Vorrichtung für die Kompostherstellung aus dem Kompostmaterial, wobei die Vorrichtung ein offenes Silo mit dem eingerichteten Lagerbett für das zu kompostierende Material einbezieht. Das Material wird mittels Einheiten für die Durchmischung mit spiralförmigen Bauteilen, das das Kompost bearbeiten in Bewegung gesetzt, indem die vorher genannten Einheiten sich im Bettlager während des Verfahrens bewegen. Jede einzelne Durchmischungseinheit besteht aus einer rotierenden Welle mit den herausragenden Flügeln. Diese Durchmischungseinheiten sind paarweise eingerichtet. Die Verarbeitung erfolgt im Stapelbetrieb und die vom Material emittierten Stoffe werden in die Umgebung übertragen.

EP 0 296 245 A1 gibt ein Verfahren der Kompostierung organischer Stoffe, das in den geschlossenen Containern durchgeführt wird, bekannt. Es wird den organischen Stoffen die frische Luft zugeführt und die ausgehende warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wird abgeleitet. Die üblich vorkommenden giftigen Substanzen und insbesondere übler Geruch werden durch Kühlung der ausgehenden Luft, damit die darin enthaltende Feuchtigkeit kondensiert wird, gehindert. Das beschriebene Verfahren erfolgt im Stapelbetrieb und verursacht, dass zumindest die Emissionen, jedoch an der ersten Linie in der Gasform, in die Umgebung gelangen. Es sind hier auch keine Mittel für das Mischen und die Homogenisierung des Materials vorgesehen.

DE 25 41 070 A1 legt ein Verfahren offen, wobei die organischen Abfälle verarbeitet werden, indem man diese durch das geschlossene Kessel herunterleitet und die Luft sie aufwärts gerichtet durchzieht. Das offen gelegte Verfahren erfolgt im Stapelbetrieb und hier sind es keine Mittel für das Mischen oder die Homogenisierung des Materials vorgesehen.

DE 24 15 695 C2 beschreibt eine Vorrichtung für die Kompostierung des Abfallmateriales mit einem für die Lagerung des Kompostmaterials vorgesehen Lagerbett. Das Material wird in das Lagerbett von einer Seite zugeführt und aus der anderen abgeleitet. Die Vorrichtung ist mit den schraubenförmigen Mischern für das Mischen und die Beförderung des Materials von einer Seite des Silos zu der anderen ausgestattet. Die Verarbeitung erfolgt im Stapelbetrieb, indem die Materialemissionen in die Umgebung gelangen.

Das Ziel der Erfindung ist eine Kompostieranlage mit aktiver Nutzung der während des Faulprozesses erzeugten Thermoenergie zu beschreiben und desgleichen das fertige Kompostmaterial von hoher Qualität und die Anlage, die die Umgebung mit dem üblen Geruch nicht belästigt, zu erzielen.

Das wird gemäß der Erfindung mittels Kompostieranlage gemäß dem Anspruch 1 erzielt.

Auf dem Boden des Platzes wird eine Schicht der Holzspäne ausgestreut, worauf das Abfallmaterial hinterlegt wird.

Es ist die Einrichtung für die Beförderung des Abfallmaterials durch die Verfahrenszone als ein gesteuerter Strukturmischer, der als oben der Verfahrenszone aufgehängter Schubriegel funktioniert, vorgesehen.

Die herausragenden Spieße des Strukturmischers sind in eine oder mehrere schraubenförmigen Einrichtungen eingebaut, so dass das waagerecht beförderte Material gehoben, zerstückelt, strukturiert und homogenisiert wird, wenn der Mischer das Material durchläuft, wobei der Mischer gelöst wird, wenn das Material langsam zusammengepresst wird und eine dichtere Struktur als Folge des zunehmenden Faulprozesses aufweist, was Durchlüftungsschwierigkeiten verursacht.

Die Aufhängung des Strukturmischers funktioniert derartig, so dass dieser in seiner nach unten gerichteten aufgehängten Position oberhalb des Abfallstapels auf der Hinterlegungszone geschwenkt werden kann, was die Bewegungen des Mischers vermehrt, da dieser bei der Ausgangszone nach oben geschwenkt und oberhalb des Kompoststapels zurück gestellt werden kann.

Der Strukturmischer wird als ein Triebmotor eingerichtet, wobei der Motor wird in den jeweiligen Mischer integriert wird.

Wenn der Mischer in der geöffneten Position oberhalb des Kompoststapels befördert wird, besteht die Gefahr, dass das neu zugeführte Material, das am Mischer möglicherweise haften bleibt, auf das kompostierte Material hinunterfällt, so dass keine absolute Garantie gewährleistet werden kann, dass das Material keimfrei wird. Dem kann man entgegenwirken, indem der Strukturmischer zuerst eingesetzt wird, d. h. er geht den Kompoststapel möglichst näher zur Ausgangszone durch und dann bearbeitet den restlichen Kompoststapel möglichst näher zum Eingang. Wird es so geschehen, dass etwas neu zugeführtes Material auf das halbkompostierte Material hinunterfällt, wird dies unbedeutend, weil das vor der Zuführung in die Ausgangszone saniert wird. Bei den in der Anlage vorhandenen Betriebstemperaturen dauert die Sanierung von einigen Stunden bis 24 Stunden an. Selbstverständlich es geht hier hauptsächlich um sehr geringe Mengen, die am Mischer haften bleiben können. Die andere Lösung könnten zwei Strukturmischer sein, wobei einer gesondert bei der Eingangsseite und der andere bei der Ausgangsseite betrieben werden. Es besteht die Möglichkeit, dass der dritte Mischer zwischen den zwei vorher genannten für die Bearbeitung des Kompoststapels in der Mitte eingebaut wird.

Die Einrichtung der Spieße des Strukturmischers, derer Position und die Rotation und ansteigende Geschwindigkeit des Mischers werden derartig angepasst, dass das Material nicht auf den Mischer herunterfällt, wenn dieser den Kompoststapel durchzieht, sondern von einer Seite zur der anderen des Mischers geleitet wird. Des Weiteren heben die Spieße das Material nur gering auf, was der Zusammenpressung des Stapels als vorher erwähnt entgegenwirkt. Die vorher genannte Strukturierung bedeutet das Umkippen der Partikel, so dass diese bewirkt werden, zeitweise relativ voneinander umgekippt zu werden.

Ein anderes Problem des Strukturmischers besteht darin, dass die untere Schicht, durch die der Mischer durchzieht, flach gemacht, d. h. geglättet und zusammengepresst wird, so dass die Luft immer schwieriger in die Schicht eindringt. Dem kann man mit den Kratzern unterhalb des Bodens des Mischers entgegengewirkt werden, die nicht den Glatteffekt erwirken, sondern die Trennschicht kratzen. Wenn nach einiger Zeit die Trennschicht zu viel zusammengepresst wird, kann diese gelöst werden, indem man den Mischer etwas tiefer stellt. Nach mehreren Durchziehungen wird die Trennschicht durch ein neues Material ersetzt und dann kann sie wieder durchgezogen wirde werden.

Die Kompostieranlage kann für die Kompostierung der organischen Abfälle, solcher wie sortierte Haushaltsabfälle, Schlamm, Holzspäne, Stroh, Stalldung derartig eingesetzt werden, so dass die Abfälle in den abgedichteten Schacht eingefüllt werden, und dann dieser durch eine Verarbeitungszone befördert wird, wo der Abfallstapel belüftet wird und wo die für den Faulprozess unentbehrliche Sauerstoffkonzentration aus der eingelassenen frischen Luft aufrechterhalten wird und die Betriebstemperatur des Materials im Schacht im Bereich von 55 bis 65°C als überschüssige aus der zirkulierenden Luft extrahierte Wärme aufrechterhalten wird, und nach der Verweilzeit in der Verfahrenszone von etw. 5 bis 25 Tagen die bereits kompostierten Abfälle aus dem Schacht entladen werden.

Die Erfindung wird im nachfolgenden detailliert gemäß der beigefügten Illustration von der Anlage erläutert. Die Abbildung stellt folgendes dar:

1, schematischer Plan der Kompostieranlage gemäß der Erfindung,

2, perspektivisches Röntgen-Schaltbild der Anlage gemäß der Erfindung, die jedoch ohne Eingang und Vorverarbeitungsanlagen und ohne Behälter für den fertigen Rohkompost dargestellt wird,

3, der Plan von einer mehr realistischen Ausführung der Anlage gemäß der Erfindung, die auch ohne Anschlüsse wie die in der 2 dargestellt wird,

4, Längsschnitt von 3 der Linie B-B entlang,

5, Querschnitt der 3 der Linie entlang,

6, Längsschnitt des Eingangs der Eingangszone aus 3 der Linie A-A entlang,

7, perspektivische Darstellung von einer anderen Ausführung der Anlage gemäß der Erfindung,

8, Querschnitt des Strukturmischers in einer nieder gestellten Position und in einer offenen Position sowie die ganze Anlage,

9, Schaltbild des Arbeitsablaufes der Anlage gemäß der Erfindung,

10, Längsschnitt einer anderen Ausführung der Anlage gemäß der Erfindung, die in einen mobilen Container installiert wird und

11, Querschnitt der in der 10 dargestellten Anlage.

Die Anlage besteht aus einer Eingangs- und Vorverarbeitungsanlage 2 für das organische Material, das kompostiert wird. Das Material wird hier für die Zerstückelung geleitet, bevor es mittels Förderband 4 zur Eingangszone 6 im abgedichteten Behälter 8 weiter befördert wird. In der Eingangs-Vorverarbeitungsanlage 2 kann die Mischung von unterschiedlichen Typen der Rohstoffe abhängig davon, was für ein Typ des Kompostes benötigt wird, durchgeführt werden.

Der Eingang des Förderbandes 4 in das abgedichtete Behälter wird wie ein Rohr von einem möglichst geringeren Durchschnitt 10 gestaltet (2), der vollständig während der Zuführung aufgefüllt wird und in dem der Spund des Materials, das die Luft umschließt, gelassen wird.

Aus der Eingangszone 6 wird das Material 6 durch die Verarbeitungszone 12 mittels des speziell ausgearbeiteten Strukturmischers 14 befördert, wobei dieser das Material gemäß einem vorherbestimmten Vorgang schrittweise zur Ausgangszone 16 befördert, wovon aus das Material als fertiger Rohkompost aus dem Behälter entladen wird. Das Kratzer-Förderband 18 (2) unterhalb der Ausgangszone befördert den Kompost durch das Rohr 20 weiter in das Behälter und er kann möglicherweise in einer weiterentwickelten Ausführung mittels eines anderen Förderbandes 22 zur Entsorgungsseite 24 befördert werden.

Es wird gleichermaßen wie im Ausgangsrohr von einem möglicherweise reduzierten Durchschnitt ein Kompostspund für die Umschließung der Luft vorgesehen.

In der Hinterlegungszone wird das Material mittels des unterlegenen Lüftungssystems belüftet, wobei der Luftstrom in das Material durchdringt. Als von 2 ersichtlich kann das Lüftungssystem mittels eines Lochrohr-Systems 26 erstellt werden, das direkt auf dem Boden des Behälters platziert wird. Oberhalb des Rohrsystems 26 wird die untere Schicht aus Rohholzspänen 28 (4) oder ähnlichem Stoff auferlegt, auf dem das besprochene Material aufgelegt wird. Die Holzspäne schützen sowohl das Rohrsystem als auch den unteren Teil des Strukturmischers 14, der dabei vom festen Untergrund ferngehalten wird, daher dringt die Luft in die Holzspänen relativ leicht ein und gelangt in das oberhalb aufgelegte Material.

Von Zeit zu Zeit kann es notwendig werden, die untere Schicht auszubaggern und diese leichter zu machen, daher kann ein Einsenblech eingelegt werden, so dass der Boden mit einem Minibagger gereinigt werden kann. Um die Luft zu verteilen, können die Röhre im Rohrsystem als in der 2 dargestellt an der Luftverteilungsbox 30, die am Ende des Behälters situiert ist, anfangen. Die Luft wird durch den Ventilator 32 zugeführt, von dem aus die Luft via zwei Röhre 34 in die Verteilungsbox 30 weitergeleitet wird. Stattdessen oder in den größeren Anlagen können zwei Ventilatore als in der 7 dargestellt eingerichtet werden.

Das gemischte oder homogene Material aus der Empfangs- und Vorbearbeitungsanlage kann mittels Verteilungsanlage, die als Schiebeinrichtung 36 oberhalb der Zone als in den

35 dargestellt eingerichtet werden kann, verteilt werden.

Die Einrichtung besteht aus mehreren nach unten aufgehängten Schiebern 38, die auf dem durch den hydraulischen Zylinder getriebenen Kolbenschacht montiert werden. Die Schieber werden dermaßen montiert, so dass sie während des Rückwärtsganges des Schachtes oberhalb des Materials gleiten oder pendeln, indem sie während des Vorwärtsganges nieder gestellt werden und dabei das zugeführte Material dermaßen befördern, bis dieses in einer ebenen Schicht der Länge der ganzen Eingangszone nach geschichtet wird. Im Gegenteil zur 2 findet die in der 6 dargestellte Zuführung im oberen Teil des Behälters statt, jedoch ist die Schiebeinrichtung in beiden Fällen praktisch. In der in der 7 dargestellten Anlage findet die Zuführung in einer etwas anderen Art und Weise statt: hier wird das Material mittels Förderband 4 bis zum Dach des Behälters 40 befördert, wo das Material mittels Förderband 42 (das mit zwei Lufteinschlüssen 44 endet) für den Eintritt in das Behälter weitergeleitet wird. Das Förderband wird dermaßen eingerichtet, so dass dieses sich in jede Richtung bewegen und das Material in zwei Lufteinschlüsse in jeder abwechselnd folgenden Richtung zuführen kann. In größeren Anlagen verbessert das die Verteilung des zugeführten Materials.

Als vorher erwähnt, wird das Material von der Eingangszone 6 durch die Verarbeitungszone zur Ausgangszone 16 mittels Strukturmischer 14 als in der 8 dargestellt befördert. Der Mischer wird an einer Laufschiene aufgehängt, die mit einem Riegel 44 zu beiden Seiten des Behälters vorgesehen wird, zwischen denen sich ein Quergang 46 erstreckt, an dem der Mischer aufgehängt wird. Die in der 8 dargestellte Ausführung zeichnet sich dadurch aus, dass der Quergang 46 ist röhrenförmig. Der Mischer wird bei der Laufkatze 48 aufgehängt, die sich den Quergang entlang bewegen kann. Die Laufkatze wird durch den Motor 50 als in der 7 dargestellt und der Quergang wird die Schienen entlang durch den Motor 52 gezogen.

Der Mischer wird durch Scharniere an der Laufkatze aufgehängt, so dass dieser sich von der aufgehängten in die waagerecht gehobene Position als dargestellt drehen kann. Um den Mischer zu stabilisieren, wird die Stange 56 der Laufkatze zentral und mittels eines Rutschteiles der Außenseite des Mischers angeschlossen. Der Mischer bezieht ein Zylinderstück 58 mit den herausragenden spiralförmig eingebauten Spießen 60 ein. Drinnen des Mischers befindet sich der Motor 62 mit Getriebe 64, wobei das Zylinderstück direkt auf dem Getriebeschacht montiert wird. Der Oberteil des Zylinderstücks wird in das Lager des Rutschteiles 66 geführt.

Bei der Wartung wird der Mischer nach oben gehoben und das Zylinderstück wird abgezogen, indem die Montageschrauben in der Nabe gelöst werden. Er schaltet sich aus, so dass der unterste Teil des Mischers am meisten beansprucht wird. Der abgetragene Teil kann abgeschnitten und durch ein neues Stück ersetzt werden und das neue Stück kann gleichermaßen bis zur untenliegenden Schicht der Holzspäne mit dem Verschleiß gleichzeitig erweitert werden. Das kann allerdings vermieden werden, indem man den unteren Teil des Mischers mit den Kratzern 80, z. B. in einer Dreistück-Winkelform oder einer Stange im Abstand von 120 Grad platziert, ausrüstet. Die Kratzer werden in einer Linie 9 mit den Spießen 60 platziert. Dadurch wird die Abtragung des Zylinderbodens eliminiert oder minimiert und die Trennschicht unterhalb des Mischers angemessen gekratzt, so dass diese für die Durchdringung der Luft geöffnet wird. In einer weiteren Ausführung wird der Mischer mit einem Außenüberzug mit den obendrauf montierten Spießen ausgerüstet. Der Überzug wird angemessen in drei Schutzplatten verteilt, die sich in 120 Grad ausdehnen und am Zylinder befestigt sind. Der untere Teil wird darüber hinaus als ein loses Zylinderstück eingerichtet, das am Ende des Zylinders platziert wird. Das Zylinderstück wird in den rechteckigen Höhlen verriegelt, was den einfachen Zugang zur Senkung des Bodens gewährt, wenn die zu viel zusammengepresste untere Trennschicht abgetragen wird.

Die Anfangsposition des Strukturmischers wird in der 14 dargestellt. von der untersten Rechtecke wird der Mischer in der Richtung der Eingangszone bewegt, wobei das nächstliegende Material in die leere Ausgangszone befördert wird und das nachfolgende Material einen Schritt vorwärts bewegt wird. Das frische Material in der Eingangszone wird in die Verarbeitungszone befördert. Der Mischer hebt sich auf und die Traverse wird einen Schritt nach Seite geschoben, der Mischer läuft durch die Ausgangszone und danach läuft er durch das Material, das jetzt in die Verarbeitungszone hineingegangen ist. Der Beförderungsvorgang wird soweit wiederholt, bis der Mischer die untere Linksecke und die Ecke wo das Material eintritt gelangt. Der Mischer wird aufgehoben und kehrt in die Startposition in der untersten Rechtsecke zurück. Danach kann in der Ausgangszone die Entladung des kompostierten Materials durchgeführt und das frische Material zugeführt werden. Außerdem ist das Kontrollsystem derartig eingerichtet, so dass die Einnahme und Abgabe nicht stattfinden können, wenn der Strukturmischer betrieben wird. Die Verweilzeit des Materials in der Anlage dauert etw. 21 Tage, wobei die ergänzenden Anlagen für die Schlusskompostierung nicht mehr notwendig sind, die dabei die generierte Energie verbrauchen. Zudem entspricht der fertig gestellte Kompost den strengsten Qualitätsanforderungen, z. B. der Kompost kann unmittelbar für den anzupflanzenden Erdboden angewendet werden. Das Material entspricht folgendermaßen den deutschen Anforderungen „Rottgrad 4".

Während des fortwährenden Fäulnisprozesses wird das Material zusammengepresst. Dem wird es mittels spezieller Position der Spieße auf dem Mischer entgegenwirkt. Spiralförmig platziert heben sie das Material während der Beförderung auf. Die Verschiebung und die Spieße selbst fördern das Mischen des Materials, das nachfolgend zerstückelt wird.

Es wird die Betriebstemperatur von 55 bis 62°C angestrebt. Die restliche Wärme wird aus der Luft durch das Wärmeaustauschsystem gewonnen. Als in der 9 dargestellt umfasst das vorliegende System einen in der Luftöffnung von der Anlage eingebauten Wärmetauscher 76. Die Abluft der Anlage wird über den Wäremtauscher in den Luftkreislauf zurückgeführt. Von diesem Wärmetauscher läuft das vorgewärmte Wasser in einen anderen auf dem Boden der Anlage platzierten Wärmetauscher 78. Das weiter erhitzte Wasser läuft schließlich zu in den unter dem Dach der Anlage platzierten Wärmetauscher 68. Das erhitzte Wasser kann typischerweise für die Heizung benutzt werden. Die heiße und feuchte Luft wird in der umgekehrten Fliessrichtung des Wassers, das die Partikeln und den Geruch aus der Luft entfernt und die Wärmeenergie daraus extrahiert, in die obere Kammer des Kühlturms 70 geführt. Wird die zusätzliche Reinigung der Abluft benötigt, kann der Ausgang des Kühlturmes mit einem Biofilter für die Beseitigung des Geruchs versehen werden. Das erhitzte Wasser läuft von der oberen Kammer des Kühlturmes in die unterst gelegene Kammer dessen in der Rückwertsrichtung als die von der Luft zum Zufluss der frischen Luft, um die in die Anlage einzutretende frische Luft vorzuheizen und zu befeuchten. Wenn die frische Luft trocken ist, z. B. im Winter oder im Trockenklima wird die Befeuchtung für die Aufrecherhaltung der notwendigen Feuchtigkeit in der Anlage unentbehrlich, sonst wird das zu kompostierende Material austrocknen. Das tropfende Kondensat wird unterhalb des Kühlturmes aufgenommen, wo dieses durch Zugabe der Säure, z. B. der Schwefelsäure neutralisiert wird, da das Kondensat typischerweise alkalisch wegen des in der Luft der Anlage vorhandenen Ammoniaks ist. Das Kondensat wird zusammengefasst und als chemisches Düngemittel angewendet. Die Menge von etw. 500 Liter pro Tag wären nicht außergewöhnlich, aber sie hängt natürlich von der Größe der Anlage ab. Das Lüftungssystem wird derartig eingerichtet, so dass in der Kammer die gewisse Auffrischung der Luft stattfindet. Das wird durch kombinierte Sauerstoffkonzentration und Ablufttemperatur von der Anlage mittels Computer, der die Luftklappe bedient, kontrolliert, indem die Luftklappe darüber hinaus die Menge der im Umlauf gesetzten Luft in der Anlage und desgleichen indirekt die Aufnahme der eingezogenen Luft kontrolliert. Sinkt die Sauerstoffkonzentration ab, so wird es mehr frische Luft für die Unterstützung der für den Faulprozess notwendigen Menge des Sauerstoffes zugeführt. Es wird die Temperatur in derselben Weise mittels Wärmetauschsystem, Kühlturm und Zugabe von der frischen Luft kontrolliert. Es wird z. B. in der Sommerzeit, wenn es weniger Wärme gebraucht wird, die ausreichende Luftzirkulation notwendig, um die niedrigere Temperatur in der Anlage aufrechterhalten zu können, indem es in der Winterzeit die Sauerstoffkonzentration die Luftzirkulation eher ankurbelt. Ansonsten wird das Vakuum im abgedichteten Behälter aufrechterhalten, um die Luftemission, die Geruchbeeinträchtigungen hervorrufen kann, zu hindern oder dieser zumindest entgegenzuwirken.

In den 10 und 11 wird eine andere Ausführung der Anlage gemäß der Erfindung mit einem drinnen eingerichteten und leicht transportierbaren Ausfuhrcontainer dargestellt. Grundsätzlich ist die Konstruktion genau so, wie die vorher beschriebene, jedoch wird das Material in der Längsrichtung des Containers befördert. An der am weitesten gelegenen Ecke fällt das Material in den Schacht 82 hinunter, wovon dieses mittels Kolben 84 entlastet wird. Die Zuführung wird mittels einer Beschickungseinrichtung 86 bestehend aus einem mittels Motor getriebenen Kreuz durchgeführt. Die Erfindung stellt daher eine effiziente Kompostieranlage mit kleinen Betriebs- und Errichtungskosten dar. Die Einrichtung ergibt einen relativ hohen Wärmeertrag, indem es der Rohkompost von guter Qualität produziert wird, d. h. es ist nicht oder nur gering sauerstoffaufwendig und gleichzeitig keimfrei.


Anspruch[de]
  1. Kompostierungsanlage zum Kompostieren von organischem Material oder organischen Abfällen wie an der Quelle getrenntem Hausmüll, Klärschlamm, Holzspänen, Stroh und Stalldung, wobei die Anlage ein abgedichtetes Abteil mit einer Einlasszone mit einer Vorrichtung zur Zuführung von Abfällen umfasst, die von einer Eingangs- und Vorbearbeitungsanlage in das Abteil befördert werden, das eine Bearbeitungszone hat, und wo der Boden der Bearbeitungszone, der mit einem Gebläse verbunden ist, so ausgelegt ist, dass eine Belüftung durch den Abfallhaufen hindurch stattfindet, und wo das Gebläse mit einem Frischlufteingang und einem Eingang vom Abteil angeordnet ist, und mit Steuerung der Sauerstoffkonzentration und der Temperatur, und wo in der Anlage ein Wärmetauschersystem angeordnet ist, um die erzeugte Wärme aus der Verfahrensluft abzuführen und das Wasser daraus zu kondensieren, um den Kompost zu trocknen, wobei die Abfälle in ein abgedichtetes Abteil befördert werden, in dem ein im Vergleich zum Umgebungsdruck etwas niedrigerer Druck herrscht, und zwar durch eine luftdichte Schleusenvorrichtung, wobei das abgedichtete Abteil eine oder mehrere Vorrichtungen enthält, um die Abfälle von der Einlasszone und durch die Bearbeitungszone zu einer Auslasszone zu befördern und belüften, wobei Letztere Vorrichtungen zum Abführen der kompostierten Abfälle aus dem Abteil durch eine luftdichte Schleusenvorrichtung aufweist.
  2. Kompostierungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Einlasszone eine Vorrichtung befindet, um das ankommende Rohmaterial gleichmäßig über diese Zone zu verteilen, wobei die Vorrichtung nach unten schwenkende Zinken umfasst, die an einer Laufkatze oder einem Querträger montiert sind.
  3. Kompostierungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Zuführung der Abfälle durch die Bearbeitungszone als ein angetriebenes Strukturierrührwerk angeordnet ist, das in einer Laufkatze über der Bearbeitungszone aufgehängt ist, wobei das Strukturierrührwerk als Trommelmotor ausgelegt ist, bei dem der Motor im eigentlichen Rührwerk integriert ist.
  4. Kompostierungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung für das Strukturierrührwerk so ausgelegt ist, dass es aus seiner nach unten hängenden Position nach oben über den Kompost-/Abfallhaufen in der Verweilzone geschwungen werden kann.
  5. Kompostierungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs- und Bearbeitungsanlage so angeordnet ist, dass sie das organische Material vermischt, strukturiert und einem Einlassförderer zuführt, der das Rohmaterial nach oben über die Einlasszone außerhalb des abgedichteten Abteils und über eine oder mehrere luftdichte Schleusenvorrichtungen in dieses hinein befördert.
  6. Kompostierungsanlage nach Ansprüchen 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abteil durch die Wände eines Exportbehälters definiert wird.
  7. Kompostierungsanlage nach Ansprüchen 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle durch ein Rührwerk von der Einlasszone und durch die Bearbeitungszone zu einer Auslasszone befördert und belüftet werden, wobei das Rührwerk mit einem bestimmten, nach Bedarf veränderbaren Muster durch das Gefäß und spezifisch von der Auslasszone zur Einlasszone hin bewegt wird, wo das Rührwerk über den Abfall geschwungen und einen Schritt zur Seite und zurück zur Auslasszone bewegt wird, um die nächste Bewegung zur Einlasszone durchzuführen, wobei der Bewegungsablauf so lange wiederholt wird, bis die Bearbeitungszone durchgearbeitet worden ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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