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Dokumentenidentifikation DE102004055068A1 14.07.2005
Titel Ausleger zum Auslegen von Bogen aus Bedruckstoff
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Förch, Peter, Dr., 67435 Neustadt, DE;
Möhringer, Markus, 69469 Weinheim, DE;
Nicola, Paul, 69115 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 15.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055068
Offenlegungstag 14.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.2005
IPC-Hauptklasse B65H 29/04
IPC-Nebenklasse B65H 29/02   
Zusammenfassung Ein Ausleger zum Auslegen von Bogen aus Bedruckstoff weist eine Kettenradwelle (22) und eine von der Kettenradwelle (22) getragene Bogenstütze (18) auf.
Zwischen der Bogenstütze (18) und der Kettenradwelle (22) besteht zumindest zeitweise eine Exzentrizität (e).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Ausleger zum Auslegen von Bogen aus Bedruckstoff, der eine Kettenradwelle und eine von der Kettenradwelle getragene Bogenstütze aufweist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei derartigen Auslegern bilden die Kettenradwelle und die darauf sitzende Bogenstütze eine sogenannte Auslagetrommel und dient die Bogenstütze dazu, die Bogen gegen die Umfangsoberfläche eines der Auslagetrommel in Bogentransportrichtung vorgeordneten Zylinders zu drücken und dadurch den Bogenlauf zu stabilisieren.

Ein solcher Ausleger ist beispielsweise in DE 100 14 417 A1 beschrieben. Bei diesem Ausleger des Standes der Technik sind die Bogenstütze und die Kettenradwelle koaxial bzw. zentrisch miteinander angeordnet und kann es passieren, dass die Bogenstütze den Bogen auf der Umfangsoberfläche des der Auslagetrommel vorgeordneten Zylinders in unerwünschter Weise verschiebt.

Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Ausleger der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem Vorsorge gegen das unerwünschte Verschieben des Bogens getroffen ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Ausleger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Ausleger zum Auslegen von Bogen aus Bedruckstoff, der eine Kettenradwelle und eine von der Kettenradwelle getragene Bogenstütze aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bogenstütze und der Kettenradwelle zumindest zeitweise eine Exzentrizität besteht. Die Exzentrizität besteht vorzugsweise in jener Zeitspanne, in welcher die Bogenstütze mit dem von ihr abgestützten jeweiligen Bogen in Abwälzkontakt steht. Die Exzentrizität kann aber auch über diese Zeitspanne hinaus und z.B. permanent bestehen. Aufgrund der Exzentrizität erstreckt sich eine geometrische Bogenstützen-Rotationsachse der Bogenstütze parallel zu einer geometrischen Rotationsachse, um welche die Kettenradwelle rotiert.

Der erfindungsgemäße Ausleger weist den Vorteil auf, dass ein Umfangsoberflächenschlupf in einem von der Auslagetrommel zusammen mit dem der Auslagetrommel vorgeordneten Zylinder gebildeten Trommel-Zylinder-Spalt vermieden wird. Innerhalb dieses Spaltes bewegen sich während des Maschinenlaufs die Umfangsoberfläche der Bogenstütze und die Umfangsoberfläche des Zylinders, der z.B. ein Gegendruckzylinder sein kann, ohne Geschwindigkeitsdifferenz zwischen diesen beiden Umfangsoberflächen. Infolge der durch die Exzentrizität gesicherten Synchronbewegung der beiden Umfangsoberflächen ist es ausgeschlossen, dass die in dem Trommel-Zylinder-Spalt auf der Bogenvorderseite abwälzende Umfangsoberfläche der Bogenstütze den mit seiner Bogenrückseite auf der Umfangsoberfläche des Zylinders aufliegenden Bogen auf ebendiesen Zylinder verschiebt. Das Vermeiden des Verschiebens ist im Zusammenhang mit der Übergabe des Bogens von besagtem Zylinder an den Ausleger wichtig. Besonders wichtig ist dieser lagestabile Bogentransport bei einem nicht nur am vorlaufenden Bogenende sondern auch am nachlaufenden Bogenende erfolgenden Ergreifen des Bogens durch den Ausleger bei der Bogenübergabe.

In den Unteransprüchen genannte Weiterbildungen werden nachfolgend kurz erläutert.

Hinsichtlich des manuell oder automatisch erfolgenden Umrichtens des Auslegers entsprechen von Druckauftrag zu Druckauftrag wechselnder Bogendicken vorteilhaft ist eine Weiterbildung, gemäß welcher zwischen der Kettenradwelle und der Bogenstütze eine Justiervorrichtung, z.B. eine Exzenterbuchse, zum Justieren der Exzentrizität angeordnet ist. Mittels dieser Justiervorrichtung lässt sich der Abstand zwischen der Bogenstützen-Rotationsachse und der Rotationsachse der Kettenradwelle in Abhängigkeit von der Dicke der jeweils zu verarbeitenden Bogen einstellen. Das Verschieben des Bogens auf der Umfangsoberfläche des vorgeordneten Zylinders wird durch eine entsprechende Justage des Achsabstandes bzw. der Exzentrizität bei jeder von dem Ausleger verarbeitbaren Bogendicke sicher vermieden.

Hinsichtlich einer in Abhängigkeit von der Bogendicke selbsttätig erfolgenden Justage der jeweils erforderlichen Exzentrizität vorteilhaft ist eine Weiterbildung, gemäß welcher die Bogenstütze auf der Kettenradwelle über eine Federung gelagert ist. Diese Federung kann z.B. durch eine elastische Lagerbuchse gebildet sein. Die Federung kann aber auch, z.B. in Form eines Blattfeder-Satzes, in eine zum Ausgleichen der Exzentrizität und phasengetreuen Antreiben dienende Ausgleichskupplung, vorzugsweise eine Oldham-Kupplung, integriert sein.

Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist die Bogenstütze über die Ausgleichskupplung, in welche die Federung integriert ist, drehfest mit der Kettenradwelle verbunden.

Eine solche dem Ausgleich der Exzentrizität dienende Ausgleichskupplung, über welche die Bogenstütze drehfest mit der Kettenradwelle verbunden ist und die vorzugsweise als Oldham-Kupplung ausgebildet ist, ist nicht nur im Zusammenhang mit der das Vorhandensein der Federung voraussetzenden Weiterbildung sondern auch bei der das Vorhandensein der Justiervorrichtung voraussetzenden Weiterbildung vorteilhaft.

Bei einer hinsichtlich einer kompakten Bauweise der Bogenstütze vorteilhaften Weiterbildung ist die Bogenstütze mit einem zur Formatumstellung spreizbaren Stützfächer ausgestattet.

Hinsichtlich der Ausstattung der Auslagetrommel mit einem Bogenseitenrand-Stützen-Paar vorteilhaft ist eine Weiterbildung, gemäß welcher die Bogenstütze mit einem Bogenseitenrand fluchtend angeordnet ist und eine weitere solche Bogenstütze mit dem anderen Bogenseitenrand fluchtend angeordnet ist.

Hinsichtlich eines abschmierfreien Transports der Bogen vorteilhaft ist eine Weiterbildung, gemäß welcher der Ausleger Haltevorrichtungs-Paare zum beidendigen Halten der Bogen umfasst. Diese Haltevorrichtungs-Paare sind vorzugsweise Greiferbrücken-Paare.

Zur Erfindung gehört auch eine Maschine zum Verarbeiten von Bogen aus Bedruckstoff, die mit dem erfindungsgemäß oder einer der Weiterbildungen entsprechend ausgebildeten Ausleger ausgestattet ist. Diese Maschine ist vorzugsweise eine Druckmaschine.

Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele und der dazugehörigen Zeichnung.

In dieser zeigt:

1 eine Draufsicht auf einen Bogenausleger mit einer Auslagetrommel,

2 eine Frontalansicht der Auslagetrommel,

3 eine Querschnittsdarstellung einer Bogenstütze der Auslagetrommel,

4a und 4b einen Stützfächer der Bogenstütze in verschiedenen Formateinstellungen,

5a und 5b eine erste Modifikation der Auslagetrommel und

6a und 6b eine zweite Modifikation der Auslagetrommel.

In 1 ist eine Maschine 1 zur Verarbeitung von Bogen 2 aus Bedruckstoff dargestellt. Die Maschine 1 umfasst ein lithographisches Druckwerk 3 mit einem Gegendruckzylinder 4 und umfasst weiterhin einen Ausleger 5 mit einem ersten Kettenförderer 6 und einem zweiten Kettenförderer 7.

Der erste Kettenförderer 6 umfasst auf der Antriebsseite und Bedienungsseite je ein Zahn- bzw. Kettenrad 8 und eine um letzteres umlaufende Endloskette 9. Die Endlosketten 9 des ersten Kettenförderers 6 tragen zwischen sich in eine Transportrichtung 11 vorlaufende Greiferbrücken 10 zum Halten vorlaufender Bogenenden 12 der Bogen 2. Der zweite Kettenförderer 7 umfasst ebenfalls auf jeder der beiden Maschinenseiten ein Kettenrad 13 und eine um letzteres umlaufende Endloskette 14. Die Endlosketten 14 des zweiten Kettenförderers 7 tragen zwischen sich nachlaufende Greiferbrücken 15 zum Halten in die Transportrichtung 11 nachlaufender Bogenenden 16. Jede der nachlaufenden Greiferbrücken 15 bildet zusammen mit jeweils einer der vorlaufenden Greiferbrücken 10 ein Greiferbrücken-Paar, das den jeweiligen Bogen 2 während seines zu einem Auslagestapel 17 hin erfolgenden Transports beidendig festhält.

Eine der Antriebsseite zu gelegene Bogenstütze 18 und eine der Bedienungsseite zu gelegene Bogenstütze 19 sind miteinander baugleich und dienen zum Andrücken des jeweiligen Bogens 2 gegen die Umfangsoberfläche des Gegendruckzylinders 4. Die Bogenstützen 18, 19 sind Bestandteile einer in Skelettbauweise ausgebildeten Auslagetrommel 43 des Auslegers 5 und sind entlang ihrer geometrischen Bogenstützen-Rotationsachse 20 stufenlos aus einer in 1 mit Volllinie gezeigten Formateinstellung für eine maximale Bogenbreite der Bogen 2 in eine in 1 mit Phantomlinie angedeutete Formateinstellung für eine minimale Bogenbreite und auch in zwischen diesen beiden Extremeinstellungen liegende Zwischenstellungen für mittlere Bogenbreiten umstellbar. In jeder Formateinstellung fluchtet die antriebsseitige Bogenstütze 18 mit einem druckfreien Seitenrand und die bedienungsseitige Bogenstütze 19 mit dem anderen druckfreien Seitenrand des jeweiligen Bogens 2. Die Bogenstützen 18, 19 sind zwischen den auf der Antriebsseite angeordneten Kettenrädern 8, 9 der Kettenförderer 6, 7 und deren bedienungsseitigen Kettenrädern motorisch axial verschiebbar gelagert. Der zur wahlweise aufeinander zu oder voneinander weg erfolgenden Axialverstellung der Bogenstützen 18, 19 erforderliche Antrieb (Motor, Getriebe) ist aus Gründen besserer Übersichtlichkeit in der 2 zeichnerisch nicht dargestellt.

Die nachfolgend anhand der 2 gegebene Detailbeschreibung der antriebsseitigen Vorrichtungshälfte gilt im übertragenen Sinne für die mit dieser antriebsseitigen Vorrichtungshälfte konstruktiv spiegelsymmetrische bedienungsseitige Vorrichtungshälfte mit, welche zeichnerisch ebenfalls nicht dargestellt ist.

Das bezüglich der Maschine 1 außenliegende Kettenrad 8 und das innenliegende Kettenrad 13 haben eine gemeinsame geometrische Kettenrad-Rotationsachse 21, bezüglich welcher koaxial eine hohle Außenwelle 22 und eine sich in der Außenwelle 22 erstreckende Innenwelle 23 ausgerichtet sind. Das axial weiter außen liegende Kettenrad 8 sitzt drehfest auf der Außenwelle 22 und das weiter innen liegende Kettenrad 13 sitzt drehbar auf der Außenwelle 22 und ist drehfest mit der Innenwelle 23 verbunden. Drehfest mit der Innenwelle 23 verbunden ist auch eine Saugerbrücke 24, welche das nachlaufende Bogenende 16 per Vakuum festhält und an die nachlaufende Greiferbrücke 15 übergibt, die das nachlaufende Bogenende 16 danach per Klemmung festhält. Die Außenwelle 22 und die Innenwelle 23 sind also Kettenradwellen.

Eine Exzenterbuchse 25 zur von der Bogendicke der Bogen 2 abhängigen Einstellung einer Exzentrizität e zwischen der Bogenstützen-Rotationsachse 20 und der Kettenrad-Rotationsachse 21 ist auf der Außenwelle 22 drehbar gelagert. Im Gegensatz zu den beiden Welle 22, 23 steht die Exzenterbuchse 25 während des Maschinenlaufs bzw. Druckbetriebs rotativ still. Die Exzenterbuchse 25 wird nur beim Einrichten der Maschine 1 zu Justagezwecken relativ zur Außenwelle 22 verdreht. Durch diese Verdrehung wird die Bogenstütze 18 je nach Drehrichtung auf einen größeren oder kleineren Achsabstand a (vgl. 1) relativ zum Gegendruckzylinder 4 verstellt und dadurch die von der Bogenstütze 18 auf den vom Gegendruckzylinder 4 umfangsseitig getragenen Bogen 2 ausgeübte Anpressung justiert. Zur motorischen Justage dieser Anpressung ist die Exzenterbuchse 25 mit einem letztere verdrehenden Elektromotor 26 über einen Zahnriemen 27 getriebetechnisch verbunden.

Die Bogenstütze 18 ist über eine Oldham-Kupplung 28 rotativ an die Außenwelle 22 angekuppelt. Diese Oldham-Kupplung 28 ist bezüglich ihrer Bauart der in den 5a und 5b dargestellten Oldham-Kupplung sehr ähnlich. Die Oldham-Kupplung 28 in 2 dient als Ausgleichskupplung zum Ausgleich des durch die Exzentrizität e bedingten radialen Versatzes der beiden Rotationsachsen 20, 21 zueinander und umfasst eine erste Kupplungsscheibe 29, eine zweite Kupplungsscheibe 30 und eine sogenannte Kreuzscheibe 31. Die Kreuzscheibe 31 ist zwischen den beiden anderen Kupplungsscheiben 29, 30 angeordnet und hat Eingriffselemente, welche mit Eingriffselementen der Kupplungsscheiben 29, 30 im Eingriff stehen und die kreuzweise ausgerichtet sind. Die Eingriffselemente der Kreuzscheibe 31 sind Schlitze und die Eingriffselemente der Kupplungsscheiben 29, 30 sind Klauen. Eine Vertauschung, bei welcher die Eingriffselemente der Kreuzscheibe 31 Klauen und die Eingriffselemente der Kupplungsscheiben 29, 31 Schlitze wären, ist ebenso möglich. Auf jeden Fall steht die Kreuzscheibe 31 sowohl mit der ersten Kupplungsscheibe 29 als auch mit der zweiten Kupplungsscheibe 30 jeweils in einem Klaue-Schlitz-Eingriff.

Die erste Kupplungsscheibe 29 ist mittels einer Verschraubung drehfest mit der Außenwelle 22 verbunden und die zweite Kupplungsscheibe 30 ist über stangenförmige Mitnehmer 32 oder zumindest einen solchen mit der Bogenstütze 18 drehfest verbunden. Die Mitnehmer 32 sitzen jeweils mit ihrem einen Ende in der zweiten Kupplungsscheibe 30 und mit ihrem entgegengesetzten Ende in einem Gegenlager 33 und sind durch die Bogenstütze 18 hindurchgesteckt, so dass letztere bei ihrer axialen Formatumstellung entlang der Mitnehmer 32 verschiebbar ist.

3 ist eine Querschnittsdarstellung der Bogenstütze 18 und zeigt deren lamellaren Aufbau aus einem ersten Stützsegment 34, zweiten Stützsegment 35, dritten Stützsegment 36 und vierten Stützsegment 34. Die Stützsegmente 34 bis 37 haben umfangsseitige Wälzflächen 38 (vgl. 4a), welche einen Trommelradius r bestimmen, der genauso groß wie ein Zylinderradius R des Gegendruckzylinders 4 ist (vgl. 1), und die zusammen eine Stützbreite b der Bogenstütze 18 bestimmen, welche Stützbreite b schmaler als der druckfreie Korridor bzw. Seitenrand des abzustützenden Bogens 2 ist. Mit den Wälzflächen 38 wälzt die Bogenstütze 18 auf dem vom Gegendruckzylinder 4 geführten Bogen 2 innerhalb dessen druckfreien Seitenrands ab, um dadurch den Bogen 2 gegen die Zylinderumfangsoberfläche des Gegendruckzylinders 4 zu drücken.

Die lamellenförmigen Stützsegmente 34 bis 37 bilden zusammen einen Stützfächer 39, dessen beim Abstützen wirksame Umfangsbogenlänge l durch ein um die Bogenstützen-Rotationsachse 20 herum erfolgendes Auseinanderschwenken der Stützsegmente 34 bis 37 je nach Schwenkrichtung wahlweise verlängert oder verkürzt werden kann. Der Stützfächer 39 ist in 4a in seiner voll gespreizten Stellung zum Abstützen eines maximalen Bogenformats und in 4b in seiner zusammengeklappten Stellung zum Abstützen eines minimalen Bogenformats dargestellt und ist stufenlos in jede zwischen diesen beiden Extremstellungen liegende Zwischenstellung einstellbar und in der jeweiligen Stellung fixierbar. Vorzugsweise hat jede der beiden Bogenstützen 18, 19 zwei derartige Stützfächer, die diametral angeordnet sind, wie dies in den 4a und 4b am Beispiel der antriebsseitigen Bogenstütze 18 dargestellt ist.

In den 5a und 5b ist eine erste Modifikation der Vorrichtung aus 2 gezeigt. Bei dieser ersten Modifikation ist die Oldham-Kupplung 28 unter Entfall der Mitnehmer 32 und des Gegenlagers 33 direkt in die Bogenstütze 18 integriert, bildet die zweite Kupplungsscheibe 30 einen Träger des Stützfächers 39 und ist anstelle der Exzenterbuchse 25 eine in die Oldham-Kupplung 28 integrierte Federung 40 vorgesehen, die zur bezüglich der Kettenrad-Rotationsachse 21 erfolgenden Zentrierung der Bogenstütze 18 dient. Die Federung 40 besteht aus rundum angeordneten Blattfedern 41 und übt eine radiale Rückstellkraft auf den Stützfächer 39 aus, welcher sich unter Wirkung der beim Abstützen des Bogens 2 zwischen letzterem und dem Stützfächer 39 vorhandenen und die Rückstellkraft überwindenden Pressung exzentrisch bezüglich der Kettenrad-Rotationsachse 21 ausrichtet. Die durch die Federung 40 gegebene radiale Nachgiebigkeit der Bogenstütze 18 ermöglicht deren selbsttätige Justage des Achsabstands a (vgl. 1) zur automatischen Anpassung der Bogenstütze 18 an von Druckauftrag zu Druckauftrag wechselnde Bogendicken. Beim Nachlassen der äußeren Belastung der Bogenstütze 18, d. h. nachdem der Bogen 2 vollständig den von der Auslagetrommel, welche durch die Bogenstützen 18, 19 gebildet wird, und den Gegendruckzylinder 4 zusammen gebildeten Trommel-Zylinder-Spalt passiert hat, bewirkt die Rückstellkraft besagte Zentrierung, bei welcher die den Stützfächer 39 tragende zweite Kupplungsscheibe 30 wieder koaxial mit der ersten Kupplungsscheibe 29 und mit der Kettenrad-Rotationsachse 21 ausgerichtet wird.

In den 6a und 6b ist eine zweite Modifikation dargestellt, bei welcher die Oldham-Kupplung 28 gänzlich entfällt und bei der die Federung 40 in Form einer die Bogenstütze 18 tragenden und radial federelastischen Lagerbuchse ausgebildet ist. Diese elastische Lagerbuchse erfüllt prinzipiell dieselbe Funktion (Gewährleistung radialer Nachgiebigkeit und radialer Rückstellkraft zur selbsttätigen Regelung der Achsabstands a in Abhängigkeit der verarbeitenden Bogendicken bei phasengetreuer Übertragung der Drehbewegung.) wie der in den 5a und 5b dargestellte Blattfeder-Satz und die Oldham-Kupplung zusammen und ist zwischen einer auf der Außenwelle 22 sitzenden Nabe 42 und der Bogenstütze 18 angeordnet.

1Maschine 2Bogen 3Druckwerk 4Gegendruckzylinder 5Ausleger 6erster Kettenförderer 7zweiter Kettenförderer 8Kettenrad (von 6) 9Endloskette (von 6) 10vorlaufende Greiferbrücke (von 6) 11Transportrichtung 12vorlaufendes Bogenende 13Kettenrad (von 7) 14Endloskette (von 7) 15nachlaufende Greiferbrücke (von 7) 16nachlaufendes Bogenende 17Auslagestapel 18antriebsseitige Bogenstütze 19bedienungsseitige Bogenstütze 20Bogenstützen-Rotationsachse 21Kettenrad-Rotationsachse 22Außenwelle 23Innenwelle 24Saugerbrücke 25Exzenterbuchse 26Elektromotor 27Zahnriemen 28Oldham-Kupplung 29erste Kupplungsscheibe 30zweite Kupplungsscheibe 31Kreuzscheibe 32Mitnehmer 33Gegenlager 34erstes Stützsegment 35zweites Stützsegment 36drittes Stützsegment 37viertes Stützsegment 38Wälzfläche 39Stützfächer 40Federung 41Blattfedern 42Nabe 43Auslagetrommel aAchsabstand bStützbreite eExzentrizität lUmfangsbogenlänge rTrommelradius RZylinderradius

Anspruch[de]
  1. Ausleger (5) zum Auslegen von Bogen (2) aus Bedruckstoff, der eine Kettenradwelle (22) und eine von der Kettenradwelle (22) getragene Bogenstütze (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bogenstütze (18) und der Kettenradwelle (22) zumindest zeitweise eine Exzentrizität (e) besteht.
  2. Ausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kettenradwelle (22) und der Bogenstütze (18) eine Justiervorrichtung zum Justieren der Exzentrizität (e) angeordnet ist.
  3. Ausleger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Justiervorrichtung eine Exzenterbuchse (25) ist.
  4. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstütze (18) über eine Ausgleichskupplung zum Ausgleichen der Exzentrizität (e) drehfest mit der Kettenradwelle (22) verbunden ist.
  5. Ausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstütze (18) auf der Kettenradwelle (22) über eine Federung (40) gelagert ist.
  6. Ausleger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federung (40) durch eine elastische Lagerbuchse gebildet ist.
  7. Ausleger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federung (40) in eine Ausgleichskupplung zum Ausgleichen der Exzentrizität (e) integriert ist.
  8. Ausleger nach Anspruch 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichskupplung eine Oldham-Kupplung (28) ist.
  9. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstütze (22) mit einem zur Formatumstellung spreizbaren Stützfächer (39) ausgestattet ist.
  10. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstütze (18) mit einem Bogenseitenrand fluchtend angeordnet ist und eine weitere solche Bogenstütze (19) mit dem anderen Bogenseitenrand fluchtend angeordnet ist.
  11. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er Haltevorrichtungs-Paare zum beidendigen Halten der Bogen (2) umfasst.
  12. Maschine (1) zum Verarbeiten von Bogen (2) aus Bedruckstoff, mit einem nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildeten Ausleger (5).
  13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie Druckmaschine ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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