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Dokumentenidentifikation DE202005005532U1 21.07.2005
Titel Taschenfalzmaschine mit Falztaschenkassette
Anmelder Maschinenbau Oppenweiler Binder GmbH & Co. KG, 71570 Oppenweiler, DE
Vertreter v. Füner Ebbinghaus Finck Hano, 81541 München
DE-Aktenzeichen 202005005532
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.07.2005
Registration date 16.06.2005
Application date from patent application 07.04.2005
IPC-Hauptklasse B65H 45/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Taschenfalzmaschine mit zwei im Abstand zueinander angeordneten Seitenwänden, zwischen denen wenigstens eine untere Falztasche angeordnet ist.

Aus der DE 32 17 711 C1 ist eine Taschenfalzmaschine bekannt, deren Falztaschen in ihrer Längsrichtung gemeinsam oder einzeln verschoben werden können, um ein Einstellen der Falztaschen, ein Herausnehmen von Messerwellen, oder ein Einsetzen von Bogenumlenkern zu ermöglichen. Die Verschiebung erfolgt über eine zu den Längsseiten der Falztaschen senkrecht verlaufende Welle auf der Zahnräder angeordnet sind, die in ein Zahnprofil auf der Längsseite der Falztaschen eingreifen können.

Auch wenn die Falztaschen in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind, ist der Zugang zu dem Bereich der Falzwalzen beschränkt, so dass sich eine Bedienungsperson zur Ausführung von Einstellarbeiten unter die Taschenfalzmaschine begeben muss. Die Einstellarbeiten sind daher umständlich und zeitraubend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit konstruktiv einfachen Mitteln eine Taschenfalzmaschine zu schaffen, die es ermöglicht, Einstellarbeiten im Bereich der Falzwalzen schnell und einfach durchführen zu können.

Diese Aufgabe wird durch eine Taschenfalzmaschine mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Taschenfalzmaschine sind Gegenstand der Schutzansprüche 2 und 3.

Die Konstruktion der erfindungsgemäßen Taschenfalzmaschine ermöglicht es, die unteren Falztaschen aus dem Bereich der Taschenfalzmaschine herauszubewegen, so dass der Bereich der Falzwalzen frei zugänglich ist. Dies ermöglicht es, auf einfache Weise Einstellarbeiten durchzuführen, wie z.B. das Einstellen der Falztaschen oder das Anbringen von Bogenumlenkern.

Vorzugsweise ist die untere Falztasche mittels einer pneumatischen Einrichtung aus der Arbeitsstellung in die Freigabestellung und zurück verfahrbar. Eine Teleskopführung dient bevorzugt zur seitlichen Verschiebung der Kassette. Die Teleskopführung umfasst beispielsweise zwei dreiteilige Teleskopstangen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

1 eine schematische Vorderansicht einer Taschenfalzmaschine, bei der sich die unteren Falztaschen in einer Arbeitsstellung befinden,

2 eine Seitenansicht der Taschenfalzmaschine von 1,

3 eine schematische Vorderansicht der Taschenfalzmaschine von 1, wobei sich die unteren Falztaschen in einer Freigabestellung befinden,

4 eine Seitenansicht der Taschenfalzmaschine von 3,

5 eine Vorderansicht der Taschenfalzmaschine von 1, wobei sich eine Kassette in einer Auszugsstellung befindet,

6 eine Seitenansicht der Taschenfalzmaschine von 5.

Die in den 1 bis 6 gezeigte Taschenfalzmaschine 10 umfasst ein Gestell 12 mit zwei parallel zueinander angeordneten Seitenwänden 14, 16, zwischen denen obere Falztaschen 18, 20 und untere Falztaschen 22, 24 angeordnet sind. Zwischen den oberen Falztaschen 18, 20 und den unteren Falztaschen 22, 24 sind Falzwalzenpaare 26 vorgesehen.

Wie es die Seitenansichten von 2, 4 und 6 zeigen, umfasst die bedienerseitige Seitenwand 14 einen sich vertikal vom Boden erstreckenden Schenkel 15, zu dem sich senkrecht ein kurzer Schenkel 17 in Richtung der unteren Falzwalzen 22, 24 erstreckt. In dem Bereich, in dem der rechte Seitenrand des unteren Schenkels 15 in den unteren Seitenrand des oberen Schenkels 17 übergeht, ist eine Kassette 28 angeordnet, die eine bedienerseitige Seitenplatte 30 und eine vom Bediener abgewandte Seitenplatte 34 umfasst, die miteinander durch Streben verbunden sind. Zwischen den Seitenplatten 30, 34 sind die Falztaschen 22, 24 in der Kassette 28 angebracht, wobei sie durch Längsführungen (nicht gezeigt) in ihrer Längsrichtung in der Kassette 28 geführt sind.

Die Verschiebung der Falztaschen 22, 24 in ihrer Längsrichtung kann durch eine pneumatische Einrichtung (nicht gezeigt) bewirkt werden.

Die Kassette 28 ist ihrerseits durch dreiteilige Teleskopstangen 32 geführt, die sich senkrecht zu den Seitenwänden 14, 16 der Taschenfalzmaschine 10 angrenzend an den rechten Rand des unteren Schenkels 15 erstrecken. Die Teleskopstangen 32 sind mit einem Ende an der Seitenwand 16 befestigt, gehen durch die Seitenplatte 34 der Kassette 28 hindurch und sind mit dem anderen Ende an der Seitenplatte 30 verbunden.

In den 1 und 2 sind die unteren Falztaschen 22, 24 in ihrer Arbeitsstellung gezeigt, in der sich ihre Einlauföffnungen angrenzend an ein entsprechendes Paar der Falzwalzen 26 befinden. Die Seitenplatten 30 und 34 (5) liegen an der bedienerseitigen Seitenwand 14 bzw. an der dem Bediener abgewandten Seitenwand 16 an.

Damit es möglich ist, Einstellarbeiten oder andere Arbeiten im Bereich der Falzwalzen 26 durchführen zu können, können die unteren Falztaschen 22, 24 mittels der pneumatischen Einrichtung in ihrer Längsrichtung ausgefahren werden, wie dies in 4 durch den Pfeil angedeutet ist. Die Falztaschen 22, 24 werden dabei so weit ausgefahren, dass sie sich außerhalb der Deckung der Seitenwand 14 befinden, wie dies in 4 zu erkennen ist.

Anschließend wird, wie es durch den Pfeil in 5 angedeutet wird, die Kassette 28 aus der in 3 gezeigten Einschubstellung senkrecht zu der Seitenwand 14 in die in den 5 und 6 gezeigte Auszugsstellung mit Hilfe der Teleskopführung 32 so weit herausgezogen, bis sich die Falztaschen 22, 24 außerhalb der Taschenfalzmaschine 10 befinden. Die Falzwalzen 26 sind nun frei zugänglich. Einstellarbeiten im Bereich der Falzwalzen 26, wie z.B. das Anbringen eines Bogenumlenkers sind nun ohne Behinderung möglich. Nach Durchführung der Arbeiten wird die Kassette 28 wieder in die in 3 gezeigte Einschubstellung eingeschoben. Anschließend werden die Falztaschen 22, 24 mittels der pneumatischen Einrichtung wieder in ihre Arbeitsstellung zurückbewegt, die in den 1 und 2 gezeigt ist.


Anspruch[de]
  1. Taschenfalzmaschine mit zwei im Abstand zueinander angeordneten Seitenwänden (14, 16), zwischen denen wenigstens eine untere Falztasche (22, 24) angeordnet ist , dadurch gekennzeichnet, dass die untere Falztasche (22, 24) in einer Kassette (28) für eine Verschiebung aus einer Arbeitsstellung, in der sie an Falzwalzen (26) angrenzt, in eine Freigabestellung, in der sie in Entfernung zu den Falzwalzen (26) liegt, geführt ist, dass die untere Falztasche (22, 24) in der Freigabestellung außerhalb der Deckung der bedienerseitigen Seitenwand (14) liegt, und dass die Kassette (28) senkrecht zu der bedienerseitigen Seitenwand (14) aus einer Einschubstellung, in der sich die untere Falztasche (22, 24) innerhalb der Taschenfalzmaschine (10) befindet, in eine Auszugstellung verschiebbar geführt ist, in der sich die untere Falztasche (22, 24) außerhalb der Taschenfalzmaschine (10) befindet.
  2. Taschenfalzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Falztasche (22, 24) mittels einer pneumatischen Einrichtung aus der Arbeitsstellung in die Freigabestellung und zurück verfahrbar ist.
  3. Taschenfalzmaschine nach einem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (28) durch eine Teleskopführung (32) geführt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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